Das demokratische Establishment ist Schuld am Sieg von Donald Trump

Die Demokraten hätten den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2016 haben können, wenn die Führung der Demokraten ihn denn wirklich gewollt hätte.

Selten gab es bei den Demokraten jemanden, der populärer war und mehr Menschen begeistert hat als es 2016 der Fall war.

Das wäre ihr Preis gewesen: ein historisches Ereignis. Er wäre der erste jüdische Präsident in der Geschichte der USA geworden. Doch jüdischen Milliardären, die das Geld geben und den Ton angeben, war er nicht korrupt und kriegslustig genug. Auch die Parteiführung und die angeschlossenen Massenmedien haben getan, was sie konnten, um 2016 den Star ihrer Partei zu sabotieren und zu unterminieren. Doch einen wirklich populären Präsidenten wollte die korrupte Führung der demokratischen Partei nicht. Stattdessen wollten sie auf Biegen und Brechen die korrupte zionistische Kriegstreiberin Hillary Clinton als US-Präsidentin installieren. Pustekuchen. Dass die Wähler Clinton ablehnen könnten, kam ihnen gar nicht in den Sinn, und doch war es so, unzweifelhaft.

Jetzt bekommt das demokratische Establishment Trump vor die Nase gesetzt und in der demokratischen Partei beginnt die Zeit der Säuberung von den Lakaien von Wall Street und Israel-Lobby. Bernie Sanders hat vorgeschlagen, den Muslim Keith Ellison zum Vorsitzenden der demokratischen Partei zu machen. So wie es gegenwärtig aussieht, fällt den Clintonistas und der Kriegslobby nichts mehr ein, wie sie das nun noch verhindern können. Die lange überfällige Reinigung der demokratischen Partei von der korrupten zionistischen Kriegsmafia dürfte einer der wichtigsten und positivsten Aspekte von Trumps Wahlsieg sein.

Nachtrag: Chuck Schumer, Top-Vertreter von Wall Street und Israel Lobby im Senat, wird als neuer demokratischer Minderheitsführer im Senat versuchen, den durch die Niederlage von Clinton anstehenden Wandel der demokratischen Partei aufzuhalten. Das ist der Mann, den es für die Sanders-nahe Basis der demokratischen Partei als erstes zu überwinden gilt.

16 Gedanken zu “Das demokratische Establishment ist Schuld am Sieg von Donald Trump

    1. Da gab es übrigens gestern in der Jungen Welt ein Zitat das es in meinen Augen auf den Punkt brachte.
      .

      „Das kommt davon, wenn man einen glaubwürdigen Kandidaten verhindert. Man bekommt statt der durchgemogelten Kandidatin einen Horrorclown.

      Der Schriftsteller Leander Sukov auf seiner Facebook-Seite zum Ausgang der US-Präsidentschaftswahl“

    2. Karsten

      Mit Keith Ellison hat Bernie Sanders ja nun schon jemand benannt, der die demokratische Partei in seinem Sinne weiterführen könnte. Und als Lichtgestalt für die Zukunft gibt es da auch noch Major Tulsi Gabbard. Die ist mit 35 Jahren heute wohl noch zu jung, um Präsidentin zu sein, aber wenn sie auf Kurs bleibt, wäre Präsidentin Tulsi Gabbard 2024 durchaus realistisch.

      1. Kann sie überhaupt Präsidentin werden. Zählt ihr Geburtsland Amerikanisch-Samoa überhaupt zu den USA?

      2. Ami_go_home

        Interessante Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass du recht hast. Im Militär dienen darf sie, im Kongress darf sie Abgeordnete sein, aber – und das kann ich mir gut vorstellen – die Republikaner würden ihr sicher bei einer Präsidentenwahl mit der Verfassung kommen. Und wenn Trump da nun das Gericht mit entsprechenden Richtern besetzt, könnte das wirklich schon ihr Aus als Präsidentin 2024 sein.

  1. Die Demokratische Partei der USA hat mal wieder eine historische Chance. Aus der Sklavenhalterpartei wurde vor 60 Jahren die Partei, welche die „Rassen“-trennung auf dem Papier abschaffte. Sie kann sich jetzt von der Bewegung um Bernie Sanders erneuern lassen. Sie kann aber auch Sanders und seine Anhänger raus werfen.

    Im letzten Fall könnte wieder eine dritte Partei in das Zwei-Parteiensystem der USA eindringen. Den Clinton hat abgewirtschaftet.

    Clinton steht dafür, dass in einem Feudalismus der König auch mal weiblich sein kann oder eine andere Religion oder eine andere sexuelle Ausprägung haben kann. Doch die Masse der Menschen will nicht mehr Leibeigene oder nur Untertan sein. Sie wollen Bürger eines Landes sein und eine echte Perspektive auf eine soziale Teilhabe. Wo ist die in einem Land, wo man inzwischen sein Leben lang die Kredite abzahlt für die Studiengebühren? Es nach dem Studium auch keine gut bezahlte sichere Jobs gibt für jeden. Es ein rießiges Heer an Arbeitsreserve gibt, welche dann im Walmarkt die Tüten packen.

    In einer Demokratie gehen extreme Vermögensunterschiede nicht auf dauer gut. Insbesondere, wenn es kein „Indianer“-Land mehr gibt, welches als nächstes Überfallen und ausgebeutet werden kann. Das Wachstum auf Kosten von anderen ist aus.

    1. Reisender

      ich glaube nicht, dass die Demokratische Partei Sanders und seine Anhänger rauswerfen kann. Eher im Gegenteil: Sanders und seine Anhänger können nun bei den nächsten Vorwahlen auf Bundes- und Staatsebene die korrupten Clintonisten, die Jünger der zionistischen Kriegslobby und die Lakaien von Wall Street nach und nach aus den gewählten Machtpositionen der demokratischen Partei rauskegeln. Diese „Neoliberalen“ hatten bislang nur ein Argument, was für sie sprach: wir sind mächtig genug, um die ekelig rassistischen Republikaner zu schlagen. Mit der Niederlage von Clinton haben sie das Argument verloren. Ob das reicht, um schon 2020 mit einer gesäuberten demokratischen Partei zu gewinnen, bleibt abzuwarten, denn solche Veränderungen dauern lang und Trump könnte durchaus erstmal ein sehr populärer Präsident werden. Aber 2024, da könnte es dann klappen.

  2. @PB
    Es wird gemunkelt das u.a. Murdochs Medienmacht und Sheldons Millionen mit die Königsmacher von Trump sind, sowie das da Absprachen liefen.
    Beide Zionisten und Sheldon ist in den USA und selbst in Israel der Ziogodfather, vor dem selbst Netanjahu und die Siedler stramm stehen, die von Sheldon auch so manche Mio, Wahlkampagne und so manche Siedlung finanziert bekamen.
    Wie wir wissen gabs das sicher alles nicht umsonst und es mehren sich die Anzeichen das die US Botschaft von Telaviv nach Jerusalem verlegt werden soll, sowie das Trump als allerersten Staatsschef Netanjahu treffen wird.
    Clinton war ein bekanntes Ziopferdchen.
    Nicht das Trump ein bisher unbekanntes wird?:-/

    1. ElCommandante

      Was da, von wem auch immer gemunkelt wird, ist demonstrierbar falsch.

      Sheldon Adelson hat zwar nach der Nominierung von Trump überraschend öffentlich erklärt, Trump zu unterstützen, hat ihm jedoch trotzdem kein Geld gespendet. Hintergrund der öffentlichen Unterstützung von Adelson für Trump dürfte gewesen sein, dass Adelson aufgrund von Streit mit Demokraten Ärger mit seinen Casino-Lizenzen hat und er es sich deswegen schwer leisten kann, die Republikaner zu verprellen.

      Wer Trump hingegen offenbar tatsächlich heimlich unterstützt hat, ist das christlich geprägte Südstaaten-Netzwerk der Ölmilliardäre Koch.

      Da weht der Wind her. Die Israel-Lobby hat hingegen voll auf Clinton gesetzt.

  3. Sanders hat zeitlebens nicht einen einzigen Tag in einem „normalen“ Job gearbeitet. Er ist ein reines ideologisch-politisches Gewächs ohne jeden konkreten Erfolg (Trump hat immerhin ein paar Häuser fertigbekommen). Das wäre ein Albtraum. Und ich bin nicht sicher, ob er als Präsident nicht noch weitaus gefährlicher geworden wäre als Killary. Ideologen ohne praktische Erfahrung neigen zu bescheuerten Lösungen. Siehe unsere grünen Friedens-, Umwelt- und Bürgerrechtsbewegten.

    1. De profundis

      Das ist demonstrierbar falsch. Sanders war in seinem Leben als Politiker Vorkämpfer für viele vernünftige Dinge, die er auch tatsächlich durchgesetzt hat, und hatte, gerade weil er nicht als Mainstream-Politiker, sondern als rebellischer Außenseiter sein Politikerleben geführt hat, ganz sicher kein einfaches und arbeitsfreies Faulenzerleben.

      1. Bernie Sanders ist ein Windei. Redet gross bei Windstille und kaum kommt ein laues Windchen auf, behauptet er schon ein grosser Cinton Fan gewesen zu sein. Kurz: Ein widerlicher System-Clown erster Güte!

  4. Die Wahl von Trump kam für mich unerwartet, aber ich kann mit dieser Überraschung ganz gut leben. Ich bin gespannt, was die Weltgeschichte für eine Entwicklung nimmt. Ich traue Trump einiges zu im positiven Sinne, insbesondere auch, dass er die Debatten wieder vom Kopf auf die Füsse stellt, auch wenn er jetzt Präsident werden wird und kein Wahlkämpfer mehr ist.

    Habe mich gerade durch den Blätterwald gewühlt. Die Verzweiflung ist gerade im deutschsprachigen Raum bei den Eliten von Politik und Medien gross. Da herrscht regelrecht Katerstimmung.
    Trotzdem sind mir 2 Meinungsartikel (Chefredakteure) einigermassen positiv aufgefallen. Mal sehen ob sich diese Erkkentnis auch auf den restlichen redaktionsbereich ausdehnt.

    Ulf Poschardt (Welt) rechnet ziemlich deutlich ab mit der selbstverliebten „Elite“ seines Landes
    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article159391987/Die-deutschen-Eliten-brauchten-diesen-Trump-Schock.html

    Markus Somm (Basler Zeitung) schlägt den Bogen etwas weiter in der „westlichen Welt“ und spricht von der „Elite der Dekandenz“
    http://bazonline.ch/us-wahl/friede-den-huetten-krieg-den-palaesten/story/11232666

  5. Für alle Interessierten habe ich hier die deutsche Übersetzung des aktuellen Artikels vom US-Saker.

    Trump zum Präsidenten gewählt – Risiken und Chancen

    Es ist geschehen: Hillary hat nicht gewonnen! Ich sage das anstelle von „Trump hat gewonnen“, weil ich denke, dass die Aussage, dass Hillary nicht gewonnen hat, wichtiger ist, als die Aussage, dass Trump gewonnen hat. Warum? Weil ich keine Ahnung habe was Trump nun tun wird. Andererseits habe ich eine sehr gute Vorstellung davon, was Hillary im Falle eines Sieges getan hätte: nämlich Krieg mit Russland anfangen. Trump hingegen, wird das aller Wahrscheinlichkeit nach nicht tun. Tatsächlich hat er in seiner Antrittsrede folgendes gesagt:

    „Ich möchte der Weltgemeinschaft mitteilen, dass während wir die Interessen Amerikas in den Vordergrund stellen, wir fair mit jedem umgehen wollen, mit jedem – alle Menschen und alle Nationen. Wir wollen die Gemeinsamkeiten herausarbeiten, nicht Feindschaft; Partnerschaft, nicht Konflikt.“

    Putin hat sofort reagiert:

    „Wir haben die Erklärungen, in denen Trump in seiner Rolle als Präsidentschaftskandidat ausdrückt, die Beziehungen zwischen unseren Ländern wieder herstellen zu wollen, gehört. Wir sind uns bewusst, dass das eine schwierige Aufgabe werden wird, wenn man berücksichtigt, wie sehr sich die Beziehungen bis zum heutigen Tag verschlechtert haben, leider. Aber, wie ich bereits ausführte, es ist nicht unsere Verantwortung, dass die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten, diesen Tiefpunkt erreicht haben.
    Russland ist dazu bereit und strebt eine vollständige Wiederherstellung der Beziehungen mit den Vereinigten Staaten an. Lassen Sie es mich wiederholen, wir wissen, dass das schwierig werden wird, sind aber bereit, diesen Weg zu gehen, bereit, Schritte unsererseits einzuleiten und alles zu tun, um die Entwicklung der Russisch-Amerikanischen Beziehungen auf einen stabilen Weg zu bringen.
    Dies wäre für beide Seiten hilfreich, für die russische und die amerikanische Bevölkerung, und würde sich zudem positiv auf das Klima internationaler Beziehungen auswirken und der Verantwortung Russlands und der Vereinigten Staaten für die Internationale Stabilität und Sicherheit gerecht werden.“

    Genau diese Umkehr ist Grund genug für die ganze Welt, die Niederlage von Hillary und den Sieg von Trump zu bejubeln.

    Wird Trump nun aber den Schneid, die Selbstüberwindung und die Cleverness haben, um die US-Staatsführung, die von den Neocons seit Jahrzenten mit Intrigen infiltriert wurde, zu säubern? Wird er die Stärke haben, einem extrem feindlichen Kongress und ebensolchen Medien entgegenzutreten? Oder wird er versuchen, ihnen auf halbem Weg entgegenzukommen und naiv darauf hoffen, dass sie nicht ihr Geld und ihre Macht nutzen werden, um seine Präsidentschaft zu sabotieren?

    Ich weiß es nicht. Niemand weiß es.

    Ein erster Hinweis werden die Namen und Hintergründe der Personen sein, die er für sein neues Kabinett aufstellen wird. Insbesondere der Stabschef und der Außenminister.

    Ich war immer der Meinung, dass die Wahl des kleineren Übels moralisch falsch und im Sinne der Vernunft irreführend ist. Ich glaube das immer noch. Hier jedoch wäre das größere Übel ein thermonuklearer Krieg mit Russland und das kleinere Übel würde lediglich darauf hinauslaufen, lieber eine teilweise Aufgabe des Imperiums hinzunehmen, um so die Vereinigten Staaten zu retten, als im Gegensatz dazu, die Vereinigten Staaten für die Belange des Imperiums zu opfern. Im Fall Hillary gegen Trump bestand die Wahl einfach zwischen Krieg und Frieden.

    Trump kann bereits beachtliche Erfolge aufweisen: Seine Wahlkampagne hat die gesamten US-Medien dazu gezwungen, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein Gesicht des Bösen, Lügen, eine moralisch korrupte Propagandamaschine. Die amerikanische Bevölkerung hat ihre Medien durch ihr Votum, mit einem gigantischen „F*CK YOU!“ belohnt – ein Misstrauensvotum und eine totale Zurückweisung, welche für immer die Glaubwürdigkeit der Propagendamaschine des Empires vernichtet hat.

    Ich bin nicht so naiv, nicht zu wissen, dass Milliardär Trump zu den 1% gehört, ein Produkt der US-Oligarchie. Aber auch bin ich nicht so Geschichtsignorant, zu vergessen, dass Eliten sich auch bekämpfen, besonders wenn sie bedroht sind. Muss ich daran erinnern, dass auch Putin zu den Sowjetischen Eliten gehörte?!

    Ideal wäre nun ein Treffen von Putin und Trump und allen wichtigen Ministern in einer langen, Camp David-artigen Woche der Verhandlungen, wo alles, jeder ungelöste Konflikt auf den Tisch kommt und ein Kompromiss für jedes Problem gefunden wird. Das könnte paradoxerweise recht einfach sein: die Krise in Europa ist komplett künstlich herbeigeführt, für den Krieg in Syrien gibt es eine ganz offensichtliche Lösung und die internationale Ordnung kann leicht in Einklang gebracht werden mit den Vereinigten Staaten, welche nun “ fair mit jedem umgehen wollen, mit jedem – alle Menschen und alle Nationen und die Gemeinsamkeiten herausarbeiten, nicht Feindschaft; Partnerschaft, nicht Konflikt.“ Die Wahrheit ist, dass die USA und Russland keinen objektiven Grund für einen Konflikt haben – lediglich ideologische Probleme sind es, welche eine direkte Folge der irrsinnigen Ideologie eines messianischen Imperialismus derer ist, welche glauben, oder vorgeben zu glauben, die USA seien die „unverzichtbare Nation“. Was die Welt will – braucht – sind die USA als eine „normale“ Nation.

    Der schlimmste Fall? Trump entpuppt sich als kompletter Betrüger. Ich persönlich bezweifle das sehr, aber ich gebe zu, dass das möglich ist. Wahrscheinlicher ist, dass er nicht die Weitsicht und die Courage hat, die Neocons zu verdrängen, sondern versuchen wird, sich mit ihnen zu arrangieren. Wenn er das tut, wird er es sein, der verdrängt wird. Es ist eine Tatsache, dass, während es alle 4 oder 8 Jahre einen Regierungswechsel gab, die jeweils aktuellen Regierungen wenig konsistent, die amerikanische Innen- und Außenpolitik hingegen sehr konsistent war. Wird Trump nicht nur für einen Regierungswechsel, sondern für einen echten Regime-Change sorgen? Ich weiß es nicht.

    Täuschen Sie sich nicht – selbst wenn Trump eine Enttäuschung für jene sein sollte, die an ihn geglaubt haben, was bisher geschehen ist, ist bereits ein Todesstoß für das Empire. Zwar hat die „Occupy Wall Street“ Bewegung nichts substantielles bewirkt, aber die „Machenschaften der 1%“ wurde offen gelegt und dies war und ist nicht vergessen. Dies ist ein direkter Schlag gegen die Glaubwürdigkeit und Legitimation der gesamten amerikanischen sozialpolitischen Ordnung: weit entfernt davon, eine Demokratie zu sein, wird klar, dass wir es mit einer plutokratischen Oligarchie zu tun haben und aktuell, erkennt das offenbar jeder mehr oder weniger. Ebenso hat die Wahl von Trump bereits bewiesen, dass US-Medien Huren sind und dass die Mehrheit der Amerikaner die herrschende Klasse hasst. Noch einmal: Dies ist ein direkter Schlag gegen die Glaubwürdigkeit und Legitimation der gesamten amerikanischen sozialpolitischen Ordnung. Stück für Stück brechen die Gründungsmythen des US-Empire zusammen und was übrig bleibt ist ein System, dass nur noch unter Anwendung von Gewalt herrschen kann.

    Alexander Solschenizyn pflegte zu sagen, dass Herrschaft an einem Spektrum gemessen werden kann, welches von Regimen, deren Autorität durch ihre Macht definiert ist, bis hin zu Regimen reicht, deren Macht durch ihre Autorität definiert ist. Im Falle der USA können wir ganz klar sagen, dass das Regime keine andere Autorität hat, als ihre Macht, und das macht sie unrechtmäßig und unhaltbar.

    Schlussendlich, ob die US-Eliten das nun akzeptieren oder nicht, das US-Imperium ist am Ende. Mit Hillary hätten wir einen Titanic-artigen Untergang erlebt, welcher durchaus in Form eines thermonuklearen Atompilzes über Washington hätte enden können. Trump sollte nun die den USA noch verbliebene Macht nutzen, den globalen Niedergang der US in Verhandlungen, soweit als möglich abzuschwächen, und die besten Bedingungen für sein Land zu erreichen versuchen. Offen gesagt, ich bin ziemlich sicher, dass alle wichtigen Staatschefs wissen, dass es in ihrem eigenen Interesse ist, gegenüber Trump so viel Entgegenkommen wie möglich zu zeigen, und mit ihm zusammenzuarbeiten, anstatt mit jenen, welche gerade von der Macht entfernt wurden.

    Sollte Trump die Versprechen seiner Kampagne einhalten können, wird er solide aufrichtige Partner in Vladimir Putin und Xi Jinping finden. Weder Russland noch China hätten durch eine Konfrontation, oder gar schlimmer, eine Auseinandersetzung, etwas zu gewinnen. Wird Trump die Weisheit besitzen, dies zu erkennen und entsprechend zum Wohle der US handeln. Oder wird er seine anti-Chinesische und anti-Iranische Rhetorik fortsetzen?

    Nur die Zeit wird es zeigen.

    The Saker

  6. @Leo

    Vielen Dank für die Übersetzung (oder Weiterleitung – von Dagmar Henn?)
    des Sakers, genauer des amerikanischen Sakers, denn die vermehren sich ja in letzter Zeit.

    In den USA lebend ist die Wunschperspektive, die sich im Text ausspricht, natürlich nachvollziehbar. Kein Lobgesang auf einen Bauunternehmer, der jetzt auch die Politik für sich entdeckt hat und mit offensichtlich guter Vorbereitung und Intuition – typisch für Quereinsteiger – die Kriegsparty ordentlich aufmischt.

    Es ist nicht originell zu erklären, dass der vergessene und verratene Mittelstand gegen, nicht für etwas/ ihn gewählt hat und das es noch gilt weiter zu warten.

    Da möchte ich aus Old Europe ergänzen, nein Donald hat schon jetzt mehr erreicht, als nur 45. Präsidentenanwärter zu werden.

    Schon jetzt hat er – wohl in bestem Teamwork – das Narrativ der Atlantikermacht zerstört und zwar in einer Geschwindigkeit, die dem gelegentlichen schneller als im freien Fall fallenden Bürotürme in nichts nachsteht.

    Dafür, das dies ein deutschstämmiger Amateur dieses Kunststück so elegant erreicht, hätte ich noch mehr Begeisterung und politische Unkorrektheit vom Sakeroriginal erwartet. Das kann jedes Chearlygirl in den USA besser und da sollte sich der Saker an Breitbart orientieren und nicht so europäisch ‚vernünfteln‘.

    Trump ist unser Mann, respektvoll zu Frauen, hat der Kriegshetzerin nicht in den Schritt gefasst, sondern ihr und einer ganzen Reihe von ähnlichen Zombiamazonen, alle feministische Anständigkeit erwiesen, bis auf die kleine Nebensache, ihnen ihr Spielzeug zu entwenden, nein, nicht das Dildo von Nuland und ihren wilden Kriegerschwestern, überall auf der Westwertewelt, sondern ihr Kriegsspielzeug, ihre Dauerheucheleien und ihre Tolleranz für die genderkorrekten Toiletten des IS und der Daesch-Budys.

    Der Saker hätte uns aufklären können, dass es jetzt auch die Lippenstiftfarbe in Halsab-Rot gibt und zwar in allen Wal-Mart Filialen, ist das nicht toll, die Abu-Greib-Selfis waren ja schon fast wieder vergessen?

    Es ist nur Kulturkritik, die ich am Saker festmache, ansonsten hat er ja nichts falsches geschrieben.

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