Große epische Terroroffensive gegen Aleppo verliert an Schwung

Die gestern mit massiven Attacken gegen die Zivilbevölkerung und bescheidenen Geländegewinnen begonnene „große epische Offensive“ der von Al Kaida geführten Rebellen und Terroristen aus der Idlib-Hama-Tasche auf Aleppo hat am heutigen Samstag deutlich an Schwung verloren.

Auf einer von Al Akhbar heute veröffentlichten Karte sehen die Geländegewinne der Terroristen bei ihrer großen epischen Offensive – wie sie es nennen – gegen Aleppo bislang wie folgt aus, in blau:

Die Terroristen haben demnach gestern trotz ihrem massiven Aufwand nichts weiter erobert als die vorgelagerte und weitgehend freie Fläche des Industriegebietes Minyan mit der Kartonfabrik in der Mitte, einen Teil des eher spärlich bebauten vorgelagerten Armeewohnbezirks Al Assad sowie, wieder mal, ein paar Häuserblöcke im Bezirk 1070, über die in den letzten Wochen schon öfter mal die Kontrolle gewechselt hat. Es stellt sich die Frage, was die Terroristen mit diesen Vorstößen erreichen wollen. Offiziell lassen sie oft verlautbaren, ihre große epische Offensive solle dazu dienen, den Ring der Armee um die von Terroristen beherrschten Bezirke in der Stadt Aleppo zu brechen.

Doch bei der Stoßrichtung der gestrigen Offensive müssten sie dazu quer durch das von der Regierung gehaltene und rund eineinhalb Millionen Einwohner zählende West-Aleppo. Das Gelingen dieses Unterfangens ist so unwahrscheinlich, dass inoffiziell bereits aus Terroristenkreisen zu hören ist, sie würden mit der Offensive eigentlich nur einige Hunderttausend Einwohner von West-Aleppo von der „Diktatur des Assad-Regimes“ befreien wollen. Dabei blenden die Terroristen total verblendet oder zynisch aus, dass die Einwohner von West-Aleppo die Perspektive in ihrer ganz großen Mehrheit als grauenhaften Alptraum betrachten, in die Gewalt der takfiristischen Halsabschneiderbanden zu fallen. Viele erinnern sich beispielsweise, was in Adra passiert ist, wo Terroristen, die die Stadt überfallen hatten, Einwohner in einem Industrieofen geröstet und abgeschnittene Köpfe als Tannenbaumschmuck verwendet hatten. Was die von Al Kaida geführten Terroristen mit der Stoßrichtung ihrer Offensive auf die Aleppiner Vorstädte Minyan und Al Assad jedenfalls klarmachen, ist, dass ihre große epische Offensive nicht auf das Durchbrechen des Ringes um die Terroristengebiete, sondern gegen die Zivilbevölkerung von West-Aleppo gerichtet ist.

Bezüglich der Reaktion der syrischen Armee auf diesen großen Terrorangriff aufschlussreich ist ein vor drei Tagen veröffentlichtes Foto von syrischen Armeekommandeuren vor einer Karte von Aleppo, aus der hervorzugehen scheint, dass die harten Verteidigungslinien der syrischen Armee im Westen von Aleppo sich erst östlich der Bezirke Minyan und Al Assad befinden (Danke für den Hinweis, Stephan).

Dass die syrische Armee sich im Falle eines von Westen ausgeführten Großangriffs aus den Bezirken Minyan und Al Assad auf ihre besser zu verteidgende Linie östlich davon zurückziehen würde, war also zu erwarten und sagt mitnichten aus, dass die Terroristen da ganz tolle und überraschende Erfolge erzielt haben. Dasselbe gilt im Grunde auch für die westlich vor dem Bezirk Zahraa weiter im Norden vorgelagerten Armeeposten, die von der Armee im Fall einer massiven Terroroffensive recht problemlos geräumt werden könnten, wie eine gestern von Colonel Cassed veröffentlichte Karte es schon vorweggenommen hat, obwohl die Terroristen an der Front gestern trotz einiger Bemühungen nicht vorangekommen sind.

Der wesentliche Vorteil eines Ruckzuges der Armee aus schlechter zu verteidigenden vorgelagerten menschenleeren Gebieten dürfte darin bestehen, dass die Terroristen diese Gebiete anschließend auch schlecht verteidigen können und die syrische Armee und ihre Partner die Terroristen dann in den von ihnen eroberten Gebieten gut getrennt von jeglicher Zivilbevölkerung unter Einsatz aller schweren Waffen vergleichsweise problemlos eliminieren kann. Anders ausgedrückt haben sich die Terroristen durch die Eroberung der Bezirke Minyan und Al Assad gestern erneut in einen Fleischwolf wie vor zwei Monaten in Ramouseh begeben, in dem sie nichts als anhaltend hohe Verluste zu erwarten haben. Das erklärt auch den gelassenen, ja geradezu einladenden Umgang der syrischen und russischen Armee- und Staatsführung mit der Terroroffensive im Westen von Aleppo, der darin gipfelte, dass der Sprecher des russischen Präsidenten Putin nach einem Treffen der Außenminister Syriens, Irans und Russlands in Moskau erklärte, Putin habe entschieden, der Einsatz der russischen Luftwaffe in Aleppo sei gegenwärtig nicht zielführend und werde deshalb weiterhin nicht genehmigt.

Am Boden sieht der heutige zweite Tag der großen epischen Terroroffensive auf Aleppo militärisch so aus, dass die Terroristen unter Einsatz mehrerer Selbstmordattentäter erneut versucht haben, die westlich dem Bezirk Zahraa im Nordwesten Aleppos vorgelagerten Armeepositionen zu stürmen, die Terroristen damit aber außer weiteren Verlusten in den eigenen Reihen bislang wieder nichts erreicht zu haben scheinen. Außerdem setzten die Terroristen ihre große epische Terroroffensive auf Aleppo heute mit weiteren Artillerieangriffen auf die Zivilbevölkerung von West-Aleppo fort, wobei weitere zivile Opfer zu beklagen waren.

Die syrische Armee ihrerseits hat den Fleischwolf in den Bezirken Minyan und Al Assad sowie auf den Nachschublinien der Terroristen angeworfen und war heute intensiv damit beschäftigt, den Terroristen hohe Verluste zu bereiten, wo die Terroristen sich mit ihren Kameraden nicht gleich selbst in die Luft sprengten. Bis zum Mittag hatten die Terroristen deshalb zwar keinerlei Fortschritte, aber immer höhere Verluste an Mensch und Material am zweiten Tag ihrer großen epischen Terroroffensive auf Aleppo zu verzeichnen. Al Mayadeen gab heute eine Schätzung wieder, der zufolge sich die Verluste der Terroristen bei ihrer großen epischen Terroroffensive auf Aleppo in den letzten zwei Tagen bereits auf 500 Tote und 1000 Verletzte summiert haben.

Nachtrag 18:30h: In der schon häufig umkämpften Position Family House Amusement Park westlich von Zahraa haben die Terroristen von Al Kaidas „Turkestan Islamic Party“ heute eine Überraschung erlebt. Als die zentralasiatischen „syrischen Rebellen“ da mit einem Selbstmordattentäter und lautem Allah-u-Akbar-Gebrüll angegriffen haben, sah es so aus, dass die in dieser kleinen, vorgelagerten Stellung stationierten syrischen Soldaten Angst bekommen haben und hastig weggelaufen sind. Stolz über ihren großartigen Sieg haben sich die Terroristen zu Dutzenden in ihrer neu und locker von der syrischen Armee eroberten Stellung eingerichtet.

Und dann hat die syrische Armee die Zündung ausgelöst. Die ganze Stellung hatte die syrische Armee vor ihrem Rückzug überall mit versteckten Bomben gespickt. Von den Terroristen ist da wohl nicht viel übrig geblieben. Anschließend ist die syrische Armee ohne viel weiteren Aufwand wieder in die Stellung Family House Amusement Park eingerückt.

Nachtrag 19:15h: Nördlich von Aleppo hat ISIS sich heute übrigens aus den im Streifen zwischen den kurdisch geprägten SDF/YPG-Kräften und der syrischen Armee liegenden Dörfern Wahshiyah, Kafr Karis, Tel Susin und Maaratat al-Musalmiyah zurückgezogen, woraufhin die SDF/YPG-Kräfte dorthin eingerückt sind. Interessant dürfte es dann demnächst zu sehen werden, was aus der Infanterieschule bei Babinnis wird, die das nächste strategisch bedeutsame Objekt auf der Achse sein dürfte. Bislang hat es nicht den Anschein, dass die syrische Armee den SDF/YPG da irgendwas an Gelände streitig machen will. Im Gegenteil, es sieht eher so aus, dass die syrische Armee die Kontrolle der NDF über das kurdisch geprägte Dorf Kafr Saghir direkt nördlich des Industriegebietes Sheikh Najjar von sich an die SDF/YPG abgeben will, und damit weiterhin guten Willen in eine Partnerschaft mit den SDF/YPG investieren will.

Nachtrag 20:50h: Durch den sinnlosen terroristischen Beschuss ziviler Wohngebiete in West-Aleppo mit Artillerie kamen RT zufolge heute drei Menschen ums Leben und 40 weitere wurden verletzt.

Nachtrag Sonntag 00:10h: The Inside Source meldet, dass die syrische Armee die Infanterieschule, Tel Shair, Safin, Kafr Qaris und Tel Sussin nördlich von Aleppo eingenommen hat.

Sollte das so stimmen, bedeutet das, dass die heute von ISIS-Terroristen aufgrund ihrer exponierten Lage aufgegebenen Gebiete nördlich von Aleppo größtenteils von der syrischen Armee, und nicht, wie zuvor gemeldet, von kurdisch geprägten SDF/YPG-Kräften eingenommen wurden. Allerdings ist es trotzdem möglich, dass die syrische Armee als Freundschaftsgeste einige, wenn nicht alle, dieser Gebiete, sofern sie jurdisch geprägt sind und die lokale Bevölkerung das möchte, an die SDF/YPG übergibt, oder sogar schon übergeben hat.

Nachtrag Sonntag 00:20h: Al-Kaida-Führer Muhesny nennt Namen von denen, die ihm 100 auf die Zivilbevölkerung von Aleppo abgeschossene Raketen finanziert haben: sie kommen unter anderem aus Saudi Arabien, Katar und Kuweit.

Nachtrag Sonntag 00:30h: Front-Bilder West-Aleppo am Samstag vom Militärmedienzentrum

Nachtrag Sonntag 03:00h: Es gibt gegenwärtig eine große Terroroffensive gegen den Bezirk Neu-Aleppo.

Bezüglich der Vertreibung von ISIS aus den Gebieten direkt nördlich von Aleppo hat Ivan Sidorenko einige interessante Dinge berichtet. Demzufolge wurde soeben eine kurdisch geprägte Kafr-Saghir-Märtyrer-Brigade gegründet und direkt in die Syrische Republikanische Garde eingegliedert. Diese neue Brigade, bestehend aus lokalen, kurdischen, iranischen und Hisbollah-Kräften, soll für die heutige Vertreibung von ISIS aus dem Raum direkt nördlich von Aleppo verantwortlich sein und verspricht, das ganze nördliche Umland von Aleppo vom Terrorismus zu säubern.

60 Gedanken zu “Große epische Terroroffensive gegen Aleppo verliert an Schwung

  1. Man muß eigentlich nur ruhig bleiben und abwarten.
    Gestern sind hier einige schon in Panik geraten.
    Das Foto mit der Karte ist da schon echt witzig.
    Die Führung weiß alles schon 3 Tage vorher.
    Und was wissen wir den von der großen Politik und den Zielen der syrischen/ russischen Armee.
    Die machen das schon, ganz sicher.

    1. Panik ist erlaubt bei diesen fürchterlichen VBIEDs (1 Tonne = paar 100 m Todeszone im offenen Gelände wie z.b. Bezirk Al Assad). Aber die SAA erwischte offenbar die meisten (leider nicht alle).

    1. Pawel

      Mir sieht es eher danach aus, dass die Teilung von Aleppo bald beendet sein wird.

  2. Jetzt greifen im Westen von Mossul vom Iran unterstützte schiitische Milizen in die Kämpfe ein und versuchen wohl die geplante (?) IS Truppenverlegung Richtung Rakka zu verhindern!🙂

    Euronews | Samstag, 29. Oktober 2016 urn 14:22 | (de 0:50 Min)
    ( Die Euronews Meldung deckt sich auch mit den ORF News um 17:00 Uhr)

    Titel: „Schiitische Milizen greifen in Mossul-Offensive ein – world“

    „Schiitische Milizen haben am Samstag eine Offensive auf die nordirakische IS-Hochburg Mossul begonnen. Ziel ist es, den Belagerungsring um Mossul zu schließen. Mehrere tausend Milizionäre rücken auf die Stadt Tal Afar vor, die rund 80 Kilometer westlich von Mossul an einer wichtigen Verbindungsstraße nach Syrien liegt.“

    1. Günther

      „Schiitische Milizen haben am Samstag eine Offensive auf die nordirakische IS-Hochburg Mossul begonnen.“

      Nein, haben sie nicht. Die verlogene Hasbara von Euronews versucht offenbar mal wieder ISIS zu helfen, der irakischen Regierung zu schaden und anti-schiitische Ressentiments anzuheizen.

      Richtig ist, wie Euronews anschließend im Kleingedruckten der Nachricht auch selbst zugab, dass die schiitisch geprägten Volksmobilisierungseinheiten eine Offensive gegen Tel Afar – eine Gegend, wo es vor ISIS-Zeiten eine Menge Schiiten gab – viele Dutzend Kilometer westlich von Mossul begonnen haben. Mit der Offensive gegen Tel Afar leisten die schiitisch geprägten Volksmobilisierungseinheiten einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen ISIS, brechen damit aber gerade nicht das Versprechen des irakischen Regierungschefs, dass keine Milizen Mossul betreten werden.

      Tel Afar kann man übrigens als so etwas wie die heimliche Hauptstadt von ISIS betrachten. Viele der Clans, die in Mossul ISIS ausmachen, kommen ursprünglich aus Tel Afar.

      1. einparteibuch

        Vorab Vielen Dank für die Antwort und eure unermüdliche und umfassende sowie wirklich informative Berichterstattung, denn viele Leser sind sicher so wie ich dankbar für jegliche Hintergrundinformation wie z.B.

        „Tel Afar kann man übrigens als so etwas wie die heimliche Hauptstadt von ISIS betrachten. Viele der Clans, die in Mossul ISIS ausmachen, kommen ursprünglich aus Tel Afar.“

        Dies wusste ich persönlich nicht, aber getrieben von einem gesunden Gerechtigkeitsgefühl lese(n) ich (wir) hier gerne mit, lege(n) aber sicher nicht jedes Wort/Aussage auf die Waagschale.

        Und nun kurz meine Bemerkung zu:

        „Nein, haben sie nicht.“

        Ich denke aus Gesamttext und Video inkl. eingeblendeter Karte Irak mit Mossul und Tel Afar geht doch recht klar(?) hervor, dass die schiitisch geprägten Volksmobilisierungseinheiten eine Offensive gegen Tel Afar begonnen haben und nicht gegen die Stadt Mossul.

        „Die verlogene Hasbara von Euronews versucht offenbar mal wieder ISIS zu helfen, der irakischen Regierung zu schaden und anti-schiitische Ressentiments anzuheizen.“

        Wirklich gestört in der Euronews Berichterstattung hat mich eigentlich die Aussage „Beobachter befürchten, dass die schiitischen Milizionäre Racheakte an der sunnitischen Bevölkerung verüben“, denn so werden wirklich nur anti-schiitische Ressentiments bedient und angeheizt !

        mfg
        Günther

  3. Putin versucht Trump zu helfen. Deswegen weigerte sich Putin gestern grüne Licht zu russische Luftwaffen zu geben um Ost Aleppo anzugreifen. Wahrscheinlich nächste 10 Tage (bis Wahlen) will sich Putin keine negative Schlagzeile in westliche Pressebetreffend Ost Aleppo leisten.

    1. zgvaca: Sorry, aber Du hast von Russland keine Ahnung. Putin und die ER-Mehrheit setzen seit langem auf einen Sieg Clintons und würden sich damit auch wohler fühlen, trotz der hysterischen antirussischen Propaganda. Ungeachtet einiger freundlicher Worte betrachtet die russische Regierung Trump eher als Risiko, anders als etwa Shirinowski. Putin fürchtet eher, dass ein siegreicher Trump den ultranationalistischen Block in Russland stärkt, der Druck in Richtung auf eine „risikofreudigere“ Aussenpolitik macht.

      1. @aquadraht: das was due sagst ist vollkommener Blödsinn. Putin hat selbst gesagt, wenn Clinton gewinnt bedeutet das Krieg. Also wird er alles tunlichst vermeiden, um die Spannungen zu eskalieren, d. h. Clinton und den Kriegsfalken damit Vorteile im Wahlkampf zu verschaffen.

      2. Vladimir Putin hat sich anlässlich des Valdai-Forums recht deutlich geäussert zu den amerikanischen Präsidentenwahlen.

        Hier die Ausgabe von RTdeutsch mit deutscher Übersetzeung. (AB MIN.7-33)

      3. Also ich denke und vermute immer mehr, man wird wohl die Wahlen verschieben. KP ob das möglich ist aber es wird doch schon seit Monaten nicht nur in Russland offen über eine Verlängerung der Amtszeit diskutiert.

        9 Billionen $ mehr – Schulden, verteilt an die US Oligarchen, in 8 Jahren, dass ist eine goldene Hausnummer die man nicht wegwerfen will.

        So einen bekommen sie so schnell nicht wieder.Beide ob HC uder DT sehen Gelder am liebsten in ihre eigene Tasche. das ist natürlich nicht das was die Oligarchen wollen. Also weden sie den aktuellen Goldesel mit aller Macht halten.

        Erst wenn er wirklich wegg ist, glaube ich daran das es einen neuen geben wird.

        Bis dahin müssen wir zittern und selbst mit der dauerlächelnden „Frau von Nebenan“ kann es nicht so schlimm werden, wie mit dem aktuellen. Die ist skrupellos aber auch sehr raffgierig und will ihr zusammengerafftes Geld auch ausgeben, nicht in einem 3ten WK verlieren.

    2. @zgvaca

      Wenn Putin damit diesen Trump hier so unterstützt kann ich es nur befürworten. Man kann von Trump denken was man will, man mag ihm glauben was man will nur hier hat er in seinen Aussagen und in meinen Augen recht.

      1. Ja das war eine gute Rede,

        die Frage ist was er wirklich ausrichten kann, falls er Präsident wird.

        Hier macht sich jemand Gedanken was passieren könnte.

  4. Der Minikessel Tal Kurdi ist von Regierungstruppen eingenommen wurden. Daraus resultiert eine weitere Frontlinienverkürzung ist Ostgoutha.

  5. * gestern dieser „epische“ Angriff
    * heute Family House Amusement Park

    Jetzt sollte auch dem letzten Vollbart Deppen klar sein, sie wurden verraten.

    Das dürfte die inneren Konflikte, bei den „Moderaten“ und ihrer Finanzies, massive hochschrauben. Es fehlen nur noch paar Beweise, dass die eine Gruppe viel höher entlohnt wird wie die andere Gruppe ….

    Freue mch schon auf die nächsten Wochen

    Was für ein Erfolg für Syrien.

  6. Hallo, werte Gemeinde.
    Berichten zufolge erwägen die irakischen Streitkräften den IS auch in Syrien zu verfolgen.
    Würde dieser Schritt nicht eine wilkommene Hilfe für die SAA und Partner sein und man könnte
    praktisch einen Zweifrontenkrieg gegen den IS in Syrien führen.
    Wie ist eure Einschätzung dazu ?

    Gruß Tobi

    1. Tobi

      Ich weiß nicht, auf welche Berichte du dich beziehst, aber Irak gehört zur Achse des Widerstandes und Iraker sind schon seit Jahren in Syrien aktiv im Kampf gegen die Takfiri-Terroristen, gegenwärtig etwa im Süden von Aleppo im Rahmen von der Bewegung Nujaba. Selbstverständlich kann und wird die irakische Armee die irakischen Takfiri-Terroristen auch in Syrien verfolgen, wenn sie, Damaskus und die Achse des Widerstandes das für richtig halten.

  7. Wenn ich das richtig sehe, sind wesentliche Ursache für diesen Konflikt, ethnische und religisöse Spannungen. Dass die Rückeroberung trotz massiver Unterstützung einer militärischen Großmacht so viel Mühe bereitet, zeigt doch, dass es hier nicht nur um ein paar Spinner geht. Wesentliche Teile der Bevölkerung stehen doch offensichtlich hinter diesen Leuten und misstrauen der Führungselite. Das wird sich mit Unterstützung durch die Ausländer nicht bessern.
    Macht sich eigentlich auch jemand Gedanken, wie es weitergehen soll, wenn die syrische Armee gesiegt hat?

    1. Josef

      „Wenn ich das richtig sehe, sind wesentliche Ursache für diesen Konflikt, ethnische und religisöse Spannungen.“

      Das siehst du falsch. Es handelt sich hier um einen mit Terroristen und anderen Söldnern geführten unkonventionellen Angriffskrieg, den die angreifende Seite Israel, NATO und GCC als Religionskrieg darzustellen versucht.

      „Dass die Rückeroberung trotz massiver Unterstützung einer militärischen Großmacht so viel Mühe bereitet, zeigt doch, dass es hier nicht nur um ein paar Spinner geht.“

      Es sind tatsächlich nicht ein paar Spinner, die Syrien angreifen, sondern es ist die gefährlichste und mächtigste Terrororganisation der Welt, nämlich die führenden Mitglieder der Nord-Atlantischen Terror-Organisation NATO und ihre Hilfskräfte und Lakaien.

      „Wesentliche Teile der Bevölkerung stehen doch offensichtlich hinter diesen Leuten und misstrauen der Führungselite.“

      Nein, wo auch immer die NATO-Söldner und ihre Lakaien von FSA, Al Kaida, ISIS und wie sich ihre Halsabschneider auch sonst gerade nennen, rennt die Bevölkerung Syriens zumeist schreiend weg, wenn sie es noch kann. Es gab Anfang 2011 mal eine zeit, wo ein nennenswerter Teil der syrischen Bevölkerung das US-Märchen vom sogenannten Arabischen Frühling geglaubt und sich von der NATO-GCC-Lügenpropaganda dazu in die Irre führen und zu Verbrechen verführen lassen hat, aber das ist lang vorbei.

      „Das wird sich mit Unterstützung durch die Ausländer nicht bessern.“

      So ist das. In Syrien hat längst praktisch jeder erkannt, dass es sich bei der Gewalt in Syrien um einen unkonventionellen Terrorkrieg von feindlich gesinnten Ausländern gegen Syrien handelt.

      „Macht sich eigentlich auch jemand Gedanken, wie es weitergehen soll, wenn die syrische Armee gesiegt hat?“

      Es ist doch schon jetzt zu sehen. Die von Israel und den NATO/GCC-Staaten unterstützten syrischen Terroristen und ihre Unterstützer leben in Deutschland und die friedlich gesinnten Syrer in Syrien.

      1. Die NATO muss ihre Söldner sehr gut bezahlen, wenn die trotz der offensichtlichen Überlegenheit der Gegenseite in Aleppo sich nicht einfach verdrücken.
        Und die gesamte Bevölkerung von Ost-Aleppo ist also, trotz Schutzkorridore und humanitärer Feuerpausen nicht in der Lage den Halsabschneidern schreiend oder auch schweigend wegzulaufen?
        Ist dann diese Geschichte mit den verhafteten Schülern 2011 und der Demo dagegen auch nur ein US-Märchen?

      2. Josef

        „Die NATO muss ihre Söldner sehr gut bezahlen, wenn die trotz der offensichtlichen Überlegenheit der Gegenseite in Aleppo sich nicht einfach verdrücken.“

        So ist es, die großzügige Finanzierung der Terroristen kommt zumeist von den wahhabitischen Öldiktaturen am persischen Golf – und viele der Terroristen, angefangen beim saudischen Oberbefehlshaber über die „syrischen Rebellen“ in Idlib/Umland West-Aleppo Muhaisny bis hin zu gestern eingesetzten Selbstmordattentätern, liefern sie gleich mit.

        „Und die gesamte Bevölkerung von Ost-Aleppo ist also, trotz Schutzkorridore und humanitärer Feuerpausen nicht in der Lage den Halsabschneidern schreiend oder auch schweigend wegzulaufen?“

        Der allergrößte Teil der Bevölkerung ist doch schon längst weg. Von deutlich mehr als einer Million Einwohner in den Terroristengebieten sind nur noch sehr wenige, die allermeisten enge Familienangehörige von Terroristen, geblieben, vielleicht 10.000 Zivilisten sind da noch, möglicherweise 100.000, aber der allergrößte Teil der Bevölkerung ist längst weg. Noch ein paar mehr Zivilisten würden da gern abhauen, aber die Terroristen erschießen sie oder schießen auf sie, wenn sie zu fliehen versuchen.

        „Ist dann diese Geschichte mit den verhafteten Schülern 2011 und der Demo dagegen auch nur ein US-Märchen?“

        Ja. Es gab zwar Schüler, die wegen Graffiti verhaftet wurden, zu dem sie von einem Lehrer „als Beitrag zum arabischen Frühling“ angestachelt wurden, und es gab auch Demonstrationen dagegen, aber dann wurden sie von der syrischen Regierung freigelassen und der Governeur, der die Verhaftung zu verantworten hatte, wegen Überreaktion abgesetzt.

        Was heute längst klar ist, ist, dass die Szene als Falle für die Sicherheitsdienste vorbereitet war. NATO/GCC-Terroristen hatten vorab Waffen nach Daraa geschmuggelt, und sie haben die Demonstrationen dann dazu genutzt, um sowohl auf Demonstraten als auch auf Polizisten zu schießen, wozu die NATO/GCC-Propaganda dann die Lügengeschichte erzählt hat, dass der syrische Präsident auf die eigene Bevölkerung schießen lässt. Am Anfang, in der aufgeheizten Stimmung des von Obama im August 2010 angeordneten „arabischen Frühlings“ haben einige Leute auch in Syrien der NATO/GCC-Propaganda ihre Lügen geglaubt und die Kriegsführung von Israel/NATO/GCC mit False-Flag-Terror nicht durchschaut, aber inzwischen ist es so ziemlich jedem in Syrien klar, dass Israel/NATO/GCC-Staaten Syrien mit einem auf False-Flag-Terror und Lügen aufbauenden unkonventionellen Krieg angegriffen haben.

      3. Zunächst ein Lob: Eure Antworten sind wohltuend durchdacht, sachlich und mit ausführlichen Informationen hinterfüttert. Ungewöhnlich für politisch agierende Seiten.
        Für mich als Außenstehenden ist die Lage in so einem Land nicht zu durchschauen. (Selbst die Situation hier in D sieht jeder anders) In Konfliktregionen bleibt bekannterweise die Wahrheit als erstes auf der Strecke.
        Ich halte mich also bei meiner Einschätzung an Erfahrung und Indizien:
        a) Wer die Kriegslust der anderen thematisiert, will selber Krieg führen. (Siehe, 1939 „…seit heute Morgen wird zurückgeschossen.“oder George W. Bush)
        b) Wer sich unbedingt mit den Fehlern der anderen Seite befassen will, hat selber viel zu verbergen. (siehe US-Wahlkampf)
        c) Wer ständig von Lügen redet, ist nicht glaubwürdig. (siehe Pegida)
        d) Für Terror gilt das gleiche wie a).
        e) Und vor allem!!! Traue niemandem, der behauptet das Wohl anderer im Sinn zu haben.
        Außerdem denke ich, das Dämonisieren einer der Konfliktparteien (dazu zählen auch USA und Russland) führt zu keiner Lösung sondern zur weiteren Eskalation.

      4. Esist die Soros-Methode, gleichsam wie Ukraine, NGOs zu gründen, welche öffentlichen Protest betreiben und dahinter mittels 20$ Taggeld Protestteilehmer mittels Wodkaflasche anheuern, so schaut dann diese „Revolution“ aus. „Ethnische und religiöse Spannungen“ werden groß auf Transparente aufgemalt, welche dann die Schlagzeilen der Medien ergeben.
        Solche Gelegenheitsaktivisten, welche dabei Blut an den Händen haben, fliehen bevor man sie erwischt. Die Bevölkerung muss im Keller abwarten, oder werden umgebracht, weil sie bei diesem Treiben nicht mittun. Soros blieb als Rädelsführer bisher unbehelligt.

    2. Einige Menschen befassen sich mit dem Nachkriegsszenario.
      Die Russen denken wohl auch schon über eine Art „Marshallplan“ nach (https://de.sputniknews.com/politik/20161029313159804-syrien-begruesst-putins-marschallplan/)

      Syrien wird wieder aufgebaut, die Russen haben (letztes Jahr glaube iche) einen Vertrag mit der syrischen Regierung abgeschlossen um die Gas und Ölvorkommen zu erschließen.
      Mit etwas Glück und Geschick verläuft in zehn, fünfzehn Jahren die südliche Seidenstraße durch Syrien und den Irak und vom Krieg wird nicht mehr soviel zu sehen sein.

      Wir werden sehen

    3. @Josef

      „Ist dann diese Geschichte mit den verhafteten Schülern 2011 und der Demo dagegen auch nur ein US-Märchen?“

      Ja. Und ich gehe sogar noch weiter als Nocheinparteibuch; die Geschichte ist tatsächlich frei erfunden:

      Am 1.März diesen Jahres gab Baschar Al-Assad der ARD ein Interview; im zweiten Teil bringt Assad die Aussage, die mich zu diesem Zeitpunkt auch völlig überrascht zurück ließ (man denkt sofort an die „Brutkastenlüge“):
      https://peds-ansichten.de/2016/03/klarstellungen-assad-interview-mit-der-ard/

      und der in Latakia aufgewachsene Steven Sahiounie bestätigte Assads These, dass es die inhaftierten jugendlichen Graffiti-Künstler schlicht nicht gegeben hat:
      https://peds-ansichten.de/2016/08/syrien-inszenierung-eines-aufstands/

      Beste Grüße, ped43z

    4. Das interessante ist, dass Syrien schon mitten im Krieg an einer Nachkriegsordnung bastelt. Es gibt zwar sehr wenig Quellen, die sich mit der syrischen Versöhnungspolitik in einer Gesamtschau beschäftigen. Wer aber regelmäßig im Parteibuch mitliest, bekommt mit, dass ein erheblicher Teil des Krieges nicht militärisch geführt wird, sondern mit Versöhnungsvereinbarungen. Vieles davon läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab. Der Grund dafür ist, dass versöhnungswillige Gruppen sich im Al-Kaida-beherrschten Nachbardorf nicht unbedingt beliebt machen. Es gab eine ganze Reihe von Fällen, in denen nach Bekanntwerden von Verhandlungen über Versöhnungen Gruppen oder Dörfer von ihren ehemaligen Verbündeten beschossen wurden. Daher wird in der Regel im Geheimen verhandelt und oft auch die erzielten Vereinbarungen dauerhaft geheim gehalten. Das ist auch der Grund, warum es keine öffentliche Liste der an dem Prozess teilnehmenden Gruppen gibt, sondern nur die Gesamtzahl der Vereinbarungen veröffentlicht wird (inzwischen über 800).
      Bei SANA liest man darüber dürre Meldungen wie „120 wanted persons from district xy have their legal status settled“. Das bedeutet: versöhnungswillige islamistische Kämpfer stellen sich den Behörden, geben ihre Waffen ab. Nach einer Überprüfung, ob sie nicht vielleicht Kriegsverbrechen (Massaker etc.) begangen haben, bekommen sie einen Job in der öffentlichen Verwaltung, offene Verfahren gegen sie werden eingestellt. So können sie ins zivilieLeben zurückkehren und haben einen Lebensunterhalt. Manche werden in die Armee oder die Nationalgarde aufgenommen.
      Was der syrische Staat damit zeigt: es nimmt keine Rache an denen, die sich gegen ihn gestellt haben. Im Gegenteil, es versucht sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen einen Platz darin zu ermöglichen, auch eine Teilhabe am politischen Leben.
      Syrien ist heute – so überraschend das für manche klingen mag – eines der Länder, die weltweit führend sind, was Versöhnungskultur angeht. Einen gewissen Einblick gibt folgender Beitrag:
      https://peds-ansichten.de/2016/08/syriens-strategische-neuausrichtung-in-einem-aufgezwungenen-krieg/

      Zum anderen gibt es neben der gerade bekannt gewordenen Idee eines „Marshall-Planes“ im Hintergrund schon Aktivitäten, was den Wiederaufbau anbetrifft. Im Sommer haben sich indische und chinesische Diplomaten in Damaskus die Klinke in die Hand gegeben. Man braucht nicht viel Phantasie, wer im Nachkriegs-Syrien das große Geschäft beim Wiederaufbau machen wird … sicher nicht ein Herr Gabriel. Denn im Gegensatz zu den deutschen Konzernen, die die Politik der deutschen Regierung gegen die gewählte syrische Regierung mitgetragen haben und erst Ende 2016 gemerkt haben, dass sie sich verzockt haben und auf verlohrenem Posten stehen, was zukünftige Geschäfte in Syrien angeht, haben Indien und China in den dunkelsten Zeiten des fünfjährigen Krieges in Syrien der syrischen Regierung die Treue gehalten und auf leisen Pfaden dafür gesorgt, dass Syrien wirtschaftlich nicht zusammenbricht.

    5. Bei den Terroristen waren besonders anfangs auch noch Viele (pseudo-) religioes und (pseudo-) idealistisch verblendete Dueppel dabei, die wirklich glaubten, gegen den „grossen Satan USA, die Kreuzzuegler, die Unterdruecker, die Apostaten etc.“ zu kaempfen, aber den Allermeisten davon duerfte inzwischen hoffentlich aufgegangen sein, dass sie eigentlich fuer Jene hinter diesen Feindbildern, eben als Proxies, gekaempft haben.
      Muss schwer sein, sich einzugestehen, fuer eine Luege und Illusion oft Alles geopfert zu haben – das eigene Gewissen, die eigene Zukunft, den eigenen psychischen Frieden – deswegen kaempfen Einige der einstigen Idealisten nun fuer Geld und Beute weiter.

  8. +++ E-MAIL-GATE: HILLARY CLINTON IS F…..

    (Edit: entfernt. OT, schreien in Großbuchstaben, vulgäre Ausdrücke, Video als Quelle unbrauchbar. Frank, wenn du hier schon OT reinpostest, dann bitte in Form, Inhalt und von der Quelle her angemessen, sonst geht das klar in Richtung unerwünschter Trollerei. Und, mal schauen, vielleicht verliert Clinton trotz ihrer gut ausschauenden Umfragewerte, dieses strategisch bedeutsame Missgeschick kann der „westlichen Wertegemeinschaft“ möglicherweise doch noch passieren.)

    1. Frank

      Das hier ist vielleicht interessant zum Thema:

      So, what could they have found on Weiner’s computers that would have caused such alarm?

      I’d think one of two things:

      1) Either that Huma signed in her e-mail account at one point and, presumably, it being Exchange or IMAP, dumped the whole account onto the computer and that account has plenty of e-mails between her and Clinton that were deleted.

      Or –

      2) There’s mention of Huma having a Yahoo account to which she would forward things for printing purposes. … The FBI takes this computer as part of the Weiner investigation and, bam, they find thousands of e-mail messages – again, evidence of what was destroyed earlier.

      http://www.americanthinker.com/blog/2016/10/carlos_danger_may_have_opened_pandoras_box_for_huma_and_hillary.html

      Falls natürlich in den nächsten Tagen auch noch ein per Hack organisierter Dump von Hillarys gelöschten E-Mails auftauchen sollte, dürfte es noch ungemütlicher für sie werden.

      1. Mit der neuesten Umfrage in Minnesota, Clinton + 10, sieh es schlecht aus für Trump.

        Florida ist zwar wieder knapper, und andere swing states noch in Reichweite; aber mittlerweile müssen die ganzen noch knappen Staaten für Trump ausgehen, und (bzw. oder, wenn es ein großer wie Pennsylvania ist), ein Staat, der derzeit bei mindestens 5+ für Clinton in den Umfragen liegt.

        Nun können solche Umfragen auch manipuliert sein, und außerdem kann es auch in der Kabine erst die letztliche Entscheidung geben. Abwarten.

  9. Die Lösung für Nordaleppo klingt vernünftig; offiziell Republikanische Garde, mit vielen lokalen Kräften.

    #SRO berichtet von Verhandlungen zwischen Regierung und Kurden, bzgl. Grenzen usw.

    >>Syrian Rebellion Obs ‏@Syria_Rebel_Obs 13 Std.Vor 13 Stunden
    #SRO – EXCLUSIVE – What is ongoing in Fafin-Babinnis area is long-awaited negociation betwn regime and #SDF about their future „border“ (1)
    >>>

    Mal sehen,ob es zu verbindlichen Vereinbarungen kommt, oder ob man sich weiterhin eher von Fall zu Fall arrangiert.

    ISIS anscheinend kein Faktor mehr; aber Al Bab werden sie doch wohl nicht einfach aufgeben.

    ————

    New Aleppo sollte möglichst an der Grenze gehalten werden.
    Wie kriegt da der westliche Wertegemeine eigentlich hin, Raketenbeschuss auf sehr dicht besiedelte Stadtteile mit jubelndem Unterton zu vermelden (die Raketen kommen ja ach irgendwo her)?

  10. Ich vermute die Islamisten rechnen gar nicht damit wirklich den Kessel von Aleppo zu öffnen. Ziel ist es wahrscheinlich nur genug Truppen zu binden, um zu verhindern, dass die Regierungstruppen nach Al-Bab vorstoßen können. (was ich aber sowieso für unklug halte (man sollte Al-Bab den Kurden überlassen.

  11. Die Rebellen sind auf das Projekt 3000 so scharf, weil es ihnen einen halbwegs gedeckten Transportweg für einen möglichen Durchbruch zu Kessel ermöglichen würde.

  12. @Josef

    Diese 5 Punkte sind allesamt unsinnig in dem Zusammenhang. Hier ein paar Beispiele:

    a. Alle, die Kriegslust anderer thematisieren, wollen also selber Krieg?
    b. Alle, die sich mit den Fehlern anderer befassen, tun das, um für sich selbst etwas zu vertuschen?
    c. Alle die sich viel mit den Lügen anderer beschäftigen, sind unglaubwürdig? Ist Pegida unglaubwürdig, wenn sie die Lügen der MSM wiederholen?
    d. wer viel über den Terrorismus von IS spricht, will selbst Terrorismus ausüben?
    e. Alle, die sagen, sie seien am Wohl anderer interessiert, sind nicht vertrauenswürdig? Was ist mit Hilfsorganisationen oder wenn Putin wiederholt, dass Russland das syrische Volk vom Terror zu befreit?

    Ich betrachte diese 5 Punkten gelinde gesagt als extrem merkwürdig und hoffe, dass das nur so dahin geschrieben wurde.
    Und dann noch: Was ist mit dämonisieren gemeint? Wenn ich sage, die US-Regierung ist für die Destabilisierung des nahen Ostens verantwortlich, sowie für die zahllose Regierungsumstürze, usw. und sie anklage, dämonisiere ich dann? Dämonisierung ist doch die Anklage unter Abwesenheit der Fakten. Das ist das was der Westen gegen Russland macht, sag das denen. Eskaliert Russland etwa? Russland dämonisiert niemanden. Der der dämonisiert eskaliert, so siehts aus.

    Keine Seite soll dämonisiert werden, ja, aber es gibt keine 2 Wahrheiten. Soll etwa auch nicht angeklagt werden? Soll gegenüber den USA lieber geschwiegen werden? Ich sage nein.

    1. Na also, wir sind uns doch einig. „Der der dämonisiert eskaliert, so siehts aus.“
      Selbst die ISIS-Leute handeln nicht aus Bösartigkeit, sondern weil sie glauben eine total wichtige Aufgabe erfüllen zu müssen. Und indem sie ihre Gegner dämonisieren und entmenschlichen, ist aus ihrer Sicht jedes Mittel gerechtfertigt.
      Und jeder der sich in seinem Bekanntenkreis mal aufmerksam umhört, wird feststellen, das auch die Regel mit den Lügen funktioniert: Wer am meisten über die Verlogenheit der Welt lamentiert, ist meist der Ansicht, dass damit seine eigene Unehrlichkeit durchaus vertretbar ist. Wie oben geschrieben, ist ein Indiz also kein Beweis sondern nur eine Erfahrung, die aber meistens hinhaut.
      Und wie das mit Hilfsorganisationen funktioniert haben wir ja von Soros gelernt.
      Glaubst du tatsächlich beim russische Einsatz in Syrien geht es um das Wohl des syrischen Volkes und nicht um Machtpolitik und einen Stellvertreterkrieg mit den USA?

      1. Josef

        Ich verstehe nicht, wie du auf die abwegige Idee kommst, beim russischen Einsatz in Syrien würde es nicht „um das Wohl des syrischen Volkes und stattdessen „um Machtpolitik und einen Stellvertreterkrieg mit den USA“ gehen.

        Natürlich geht es um das Wohl des syrischen Volkes. Und natürlich geht es dabei auch um das Wohl aller Völker, die unter diesem und anderen Aggressionskriegen der globalen US-geführten Terrorachse leiden, oder wichtiger noch, zukünftig noch leiden könnten.

        Das, was du hier seltsamerweise als einen „Stellvertreterkrieg mit den USA“ bezeichnest, sieht in Wirklichkeit so aus, dass Russland sich recht spät einer nun zunehmenden Anzahl an Ländern angeschlossen hat, die die ständigen Aggressionskriege der globalen US-geführten Terrorachse – und die ständigen knapp unterhalb der Schwelle der offenen militärischen Aggression liegenden Regime-Change-Versuche sind da eingeschlossen – für inakzetabel halten und entsprechend handeln. Die Beendigung der konkreten Aggression in Syrien sowie die Beendigung aller ständigen Aggressionen der globalen US-geführten Terrorachse ist natürlich dem Wohle des syrischen Volkes zuträglich, und wäre nebenbei auch dem Wohle aller Völker der Welt dienlich.

      2. „der globalen US-geführten Terrorachse“
        Das ist jetzt mal ein schönes Beispiel für die Dämonisierung der anderen Seite.

      3. Josef

        „„der globalen US-geführten Terrorachse“
        Das ist jetzt mal ein schönes Beispiel für die Dämonisierung der anderen Seite.“

        Ich finde, es ist ein schönes Beispiel dafür, die Wahrheit auszusprechen über die Leute, die die globale US-geführte Terrorachse bilden. Dazu halte ich die Frage für zielführend, ob die globale US-geführte Terrorachse eine globale US-geführte Terrorachse ist oder nicht. Schauen wir uns ihre Taten an.

        In der jüngeren Praxis der globalen US-geführten Terrorachse finden sich zunächst einmal mindestens drei eindeutige offene Angriffskriege, nämlich die gegen Jugoslawien 1999, den gegen Afghanistan 2001 und den gegen Irak 2003.

        Daneben finden sich zunächst mal noch zwei dicke militärische Kriege, die von der globalen US-geführten Terrorachse widerrechtlich geführt wurden und werden. Und zwar gibt es da erstens den Krieg gegen Libyen 2011, wo die globale US-geführte Terrorachse ein UNO-Sicherheitsratsmandat zum Schutz der Zivilbevölkerung unerlaubt zu einem Regime Change im Verbund mit der Terrororganisation Al Kaida überzogen hat, der in der grausamen Pfählung des libyschen Revolutionsführers Muamar Gaddafi seinen Höhepunkt fand. Und zweitens gibt es da den militärisch geführten Aggressionskrieg der globalen US-geführten Terrorachse gegen den Jemen. Für diesen Krieg liegt zwar eine Legitimierung durch einen ins Ausland emigrierten Staatschef oder Ex-Staatschef vor, doch gegen das Friedensgebot der UNO-Charta verstößt der Krieg gegen den Jemen trotzdem allemal, vom Kriegs- und Menschenrecht ganz zu schweigen. Die USA selbst wissen auch, dass dieser Krieg nicht zu rechtfertigen ist, und beteiligen sich an diesem Krieg nur durch fortgesetzte Waffenlieferungen und Logistik soweit, dass sie glauben, so selbst für diese Verbrechen formaljuristisch nicht belangt werden zu können. Gleichzeitig unterstützen die USA hier jedoch die den verbrecherischen Krieg ausführenden Hände der saudisch geführten Koalition militärisch und diplomatisch.

        Hinzu kommen eine große Anzahl von Putschen und Putschversuchen der globalen US-geführten Terrorachse, die teils unblutig und teils blutig und unter Einsatz von False-Flag-Terror versucht oder vollendet wurden. Da finden sich zunächst einmal zwei Putsche in der Ukraine, 2005 und 2014, wobei letzterer blutig unter Einsatz von False-Flag-Terror wie auf der Institutka und Terror wie in Odessa ausgeführt wurde. Weiterhin findet sich da der Krieg gegen Syrien, wo die globale US-geführte Terrorachse seit 2011 versucht, die syrische Regierung durch die Unterstützung von Terrorismus zu stürzen. Weitere von der US-geführten globalen Achse des Terrors initierte Putsche fanden in Tunesien, Ägypten und Yemen in den Jahren 2011 und 2012 statt. In den zehn Jahren zuvor unterstützte und initierte die globale US-geführte Terrorachse im Jahr 2009 unter anderem blutige Putsche und Putschversuche in Honduras und Iran. In den Jahren davor initierte oder unterstützte die globale US-geführte Terrorachse unter anderem als bunte Revolutionen vermarktete Putsche und Putschversuche, die teilweise von False-Flag-Terror begleitet wurden, unter anderem in Jugoslawien, Kirgistan, Libanon, Armenien, Myanmar, Zimbabwe, Venezuela und Georgien, um nur einige zu nennen. In jüngerer Zeit war außerdem noch Initiierung oder Unterstützung von Putschen und Putschversuchen unter anderem in Thailand, China und Russland zu sehen. Hinzu kommen noch eine Reihe von militärischen Aggressionen des israelischen Herzstücks der globalen US-geführten Terrorachse, unter anderem gegen Palästina, Syrien und Sudan, um auch da nur einige zu nennen.

        Nun, ist die globale US-geführte Terrorachse eine global agierende Terrorachse? Ich denke, es gibt überzeugende Beweise dafür, dass das zutreffend ist. Das, was zum Wohle der ganzen Menschheit notwendig ist, und das schließt die Menschen ein, die in den Staaten leben, deren Führer die globale US-geführte Terrorachse bilden, ist ein Ende der Aggressionen der globalen US-geführten Terrorachse.

  13. Es gibt tatsächlich mehr als nur eine Wahrheit.
    Sehr viele US-Amerikaner glauben am amerikanischen Wesen wird die Welt genesen. Ihr wichtigster Exportartikel ist Ihre Weltanschauung und die dazugehörige Konsumkultur. Dadurch wird jedes beglückte Land zum Ableger und damit zum Handelspartner. Sie sehen die Welt auch eindimensional.
    Mit diesem Denken wurde aus Nazideutschland das Wirtschaftswunder (West)Deutschland. Das gleiche gilt für Südkorea, Malaisia, Polen, Lettland… Und mittlerweile ´haben sich fast alle Länder und vor allem Russland mit enormem Eifer dem Kapitalismus angeschlossen. Aus US-Sicht ist dies eine Erfolgsgeschichte, denn mit dem Wirtschaftsmodell verhilft man verbunden sind Wohlstand und Glück.
    Und vergessen wir nicht, dass Europa im Yugoslawien-konflikt jämmerlich versagt hat. Die USA hat durch Ihr (möglicherweise Völkerrechtswiedriges) Bombardement die Konfliktparteien zu Verhandlungen gezwungen und so dem UNO-Mandat zur Durchsetzung verholfen. Mittlerweile sind die meisten Ex-Yugo-staaten zu einigermaßener Stabilität gekommen. Eine Erfolgsgeschichte?
    Glaubst du tatsächlich die USA haben die Selbstverbrennung dieses Fischhändlers in Tunesien organisiert? Die Realität ist meist banaler.

    1. Josef

      „US-Amerikaner glauben am amerikanischen Wesen wird die Welt genesen.“

      Genau da liegt das Problem mit der US-geführten globalen Achse des Terrors. Sie halten sich selbst für auserwählt, die besondere Mission zu erfüllen, die Welt zu beherrschen, und wer keine US-Herrschaft will, den versuchen die Führer der US-geführten globalen Achse des Terrors gemeinsam mit ihren zionistischen und wahhabitischen Komplizen niederzumachen, mit allen Mitteln, von Farbenrevolutionen über Terror und False-Flag-Terror bis hin zum offenen Angriffskrieg.

      „Jugoslawien … Eine Erfolgsgeschichte?“

      120.000 Tote hat es bei der Zerschlagung Jugoslawiens durch die US-geführte globale Achse des Terrors gegeben, ausgeführt durch die Unterstützung von Separatisten, den Einsatz von Terroristen (unter anderem solchen von Al Kaida und der UCK) sowie einen offenen illegalen Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien. Für die Anführer der US-geführten globalen Achse des Terrors war das natürlich ein Erfolg, denn sie haben sich das zerschlagene Jugoslawien dann auch tatsäöchlich weitgehend wie geplant Untertan machen und in ihre Verbrecherstrukturen NATO und EU integrieren können.

      „Glaubst du tatsächlich die USA haben die Selbstverbrennung dieses Fischhändlers in Tunesien organisiert?“

      Mohamed Bouazizi war Straßenhändler, der Obst und Gemüse verkaufte, keinen Fisch.

      Mohamed Bouazizi hat sich wohl tatsächlich selbst getötet, auch wenn seine Familie sagt, er habe keinen absichtlichen Selbstmord begangen, sondern dass es ein Unfall bei einem Protest gegen die Beschlagnahme seiner Sachen wegen einer fehlenden Genehmigung zur Tätigkeit als Straßenhändler war. Dass er zuvor geschlagen worden sein soll, ist auch fraglich, zumindest wurde die Beschuldigte von dem Verdacht freigesprochen. Wie kommt’s, dass aus so einer Selbsttötung, wie sie ab und zu mal geschehen, plötzlich eine Serie von Putschen und Kriegen im arabischen Raum entstand?

      Die plausible Antwort darauf ist, dass die Serie von Putschen und Kriegen im arabischen Raum anders als von der Massenpropaganda der US-geführten globalen Achse des Terrors gar nicht aus der Selbsttötung von Mohamed Bouazizi entstanden ist. Hinter der als „arabischer Frühling“ vermarkteten Serie von Putschen und Kriegen stand vielmehr jahrelange Arbeit, Planung und Vorbereitung. Ein wesentliches Mittel der Vorbereitung dieser Serie von Putschen und Kriegen war offenbar das 2003 vom US-Außenministerium gestartete Programm MEPI.

      Den Startschuss für die sorgsam geplante Serie von Putschen und Kriegen gab US-Präsident Obama bekanntlich im August 2010 mit seiner berüchtigten – und bis heute immer noch nur teilweise bekannten – Presidential Study Directive 11. Professionelle Unterstützung für den Propaganda- und Organsiationsteil der zivilen Cover-Geschichte lieferte George Soros in Form von Revolutionsprofis. Die Selbsttötung von Mohamed Bouazizi wurde von den Planern der Regime-Change-Serie ausgenutzt, um ihre eigene Urheberschaft zu verschleiern.

      Weitere wesentliche Mittel waren in Tunesien und Ägypten militärische Einflussnahme, die USA stifteten Offiziere in ihren Quasi-Kolonien zum Putsch an. Im Falle von Ägypten machten die USA dabei auch ergänzenden Druck mit einem Flugzeugträger vor der Küste. In Libyen, wo es keine für einen Putsch nutzbaren Militärkontakte der USA gab, bombte die US-geführte globale Achse des Terrors den gewünschten Regime Change herbei. In Syrien und Jemen setzte die US-geführte globale Achse des Terrors hingegen vornehmlich auf Terror und False-Flag-Terror sowie Söldner, um entweder zum Ziel Regime Change zu kommen oder das Land zu zerstören.

      Die Bilanz dieser als „arabischer Frühling“ vermarkteten brutalen und jahrelang sorgsam vorbereiteten Aggression der US-geführten globalen Achse des Terrors sind bislang rund 500.000 Tote, dazu unzählige Verletzte und noch viel mehr Flüchtlinge. Für die Anführer der globalen Achse des Terrors sind eine halbe Million tote Araber sicher ein Preis, den sie gern bezahlen, um zwei Gegner ihrer perversen Allmachtsphantasien auszuschalten. Eine der Anführerinnen dieser Terrorachse, Madeleine Albright, meinte ja auch schon, 500.000 tote Kinder seien ein Preis, der es Wert sei, einen missliebigen arabischen Staatsführer unter Druck zu setzen.

      Das Problem der Führer der US-geführten globalen Achse des Terrors besteht nur darin, dass ihnen ihr Regime-Change-Verbrechen in Syrien nicht gelingen will, und wenn ihnen das Verbrechen misslingt, es dann mit ihren totalitären Weltherrschaftsplänen erstmal vorbei ist.

      1. Jeder verkauft das was er macht als Erfolgsgeschichte und was der andere macht als Horrorszenario.
        Von den Flüchtlingen, aus Syrien erzählen viele (in unserem Helferkreis), dass Sie vor Assad geflohen sind. Da mag es auch welche geben, die das aus strategischen Gründen behaupten. Aber Terroristen sind wohl die wenigsten, das zeigt doch auch, dass von den Hundertausenden Flüchtlingen in Deutschland bisher nur ein paar einzelne, meist sehr dilletantische Attentate verübt oder versucht haben.
        Und du glaubst tatsächlich ein Sieg von Assad würde die USA in irgendeiner Art treffen? Und du glaubst dein Einsatz trägt dazu bei? Du bist ja ein richtiger Gutmensch.
        In diesem Krieg wird es keine Sieger geben, genausowenig wie in Ex-Yugoslawien. Es wird nur irgendwann die Einsicht geben, dass man miteinander reden muss, und der Stärkere muss damit anfangen. Daraus folgt, man erkennt die Starken daran, dass sie aufhören Geländegewinne machen zu wollen. Dazu wäre eine starke, neutrale UNO sinnvoll.
        Es mag sein, dass die USA in ihrer Überzeugung, die Guten zu sein und den Terror bekämpfen zu müssen, eben selbst zu Terroristen werden. Das ist eigentlich ganz normal, denn Krieg gegen den Terrror ist wie mit Tritten jemand von seiner friedfertigkeit überzeugen zu wollen.
        Also achte mal daraf was dich von den Imperialisten unterscheidet und pass auf, dass du dich nicht irgendwann im Spiegel als einer erkennst.

      2. Josef

        „Jeder verkauft das was er macht als Erfolgsgeschichte und was der andere macht als Horrorszenario.“

        Wenn das so ist, dann kann man schauen, was denn stimmt und was einfach nur Lügen sind. Diese Tätigkeit sollte beispielsweise Journalismus ausmachen. Und wenn wir da hinschauen, was in Syrien stimmt, dann stellen wir fest, dass da die zionistisch-wahhabitische Achse ständig und gewohnheitsmäßig terroristische Verbrechen begeht und dazu pausenlos relativ leicht erkennbare Lügen verbreitet, während die andere Seite das nicht macht. Die Verbrechen dieser Achse reichen bis zum Einsatz von Nervengas für False-Flag-Terror, wie man in Ost-Ghouta gesehen hat, bei gleichzeitiger vorsätzlicher Falschbeschuldigung der syrischen Regierung.

        „Von den Flüchtlingen, aus Syrien erzählen viele (in unserem Helferkreis), dass Sie vor Assad geflohen sind.“

        Ja, und den Unfug erzählen sie, und du verbreitest das dann hier weiter, obwohl vermutlich keiner oder kaum einer von den „Flüchtlingen“ Bashar Al Assad in den letzten zehn Jahren überhaupt gesehen hat. Klar erzählen sie das. Glaubst du, die würden erzählen, dass sie ein Mädchen von Nachbarn vergewaltigt haben, weil ihnen die Religion des Mädchens nicht gepasst hat, oder dass sie ihren Nachbarn das Haus angezündet haben, weil der Vater im Staatsdienst arbeitete und sie von den USA dazu angestiftet worden sind? Natürlich erzählen sie von den Verbrechen nichts, die sie begangen haben. Und die deutschen Sicherheitsbehörden sagen ja nun auch ganz offen, dass sie keinen Schimmer haben, was das für Leute sind, die da nach Deutschland gekommen sind. Wie sollten sie auch, wo doch das deutsche Regime auf Geheiß der US-geführten globalen Terrorachse die Beziehungen zu Syrien abgebrochen hat, um so die Terroristen in Syrien diplomatisch zu unterstützen. Die deutschen Sicherheitsbehörden müssten bloß in Damaskus nachfragen, dann würden sie schon mehr über die Verbrechen der Leute erfahren können, die in den letzten Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen sind. Spricht man mit Syrern in Syrien, wird jedoch ziemlich schnell klar, dass viele nach Deutschland abgehauen sind, weil sie in Syrien in Erwartung eines Sieges der globalen US-geführten Terrorachse schwere Verbrechen begangen haben, und sich nun trotz Amnestie schämen, wenn sie den Opfern und ihren Angehörigen in Syrien wieder in die Augen blicken müssten. Selbst westliche Medien berichteten schon vor einem Jahr, dass die Terrorgruppen in Syrien Personalprobleme haben, weil so viele der Terroristen nach Deutschland abgehauen sind, und das sehen wir ja nun auch bestätigt im Ergebnis von Fortschritten der syrischen Armee.

        „Und du glaubst tatsächlich ein Sieg von Assad würde die USA in irgendeiner Art treffen?“

        Ja, natürlich trifft ein Sieg Syriens die USA. Bislang sind die USA mit vielen ihrer Verbrechen durchgekommen, weil sie dafür Unterstützung von Leuten bekommen haben, die zutreffend davon ausgegangen sind, dass die USA sich mit ihrem Terror und ihren Angriffskriegen letztlich immer durchsetzen. So war das in Jugoslawien, im Irak, in Tunesien, in Ägypten, in Libyen, in Syrien, in der Ukraine, so ist es im Jemen und so weiter und so fort, doch wenn die USA nun in Syrien mit dem Regime Change scheitern, dann wird das nicht mehr so funktionieren, weil dann mehr Leute berücksichtigen müssen, dass sie auf der Verlierenseite landen könnten, wenn sie sich der globalen US-geführten Terrorachse anschließen.

        „Und du glaubst dein Einsatz trägt dazu bei?“

        Wir betreiben hier lediglich Journalismus, machen das, was Auftrag der Medien wäre, aber die Lügenpresse versäumt zu tun, weil sie stattdessen lieber Lügenpropaganda zur Unterstützung der geopolitischen Ambitionen der global agierenden zionistisch-wahhabitischen Terrorachse verbreitet.

        „In diesem Krieg wird es keine Sieger geben, genausowenig wie in Ex-Yugoslawien. Es wird nur irgendwann die Einsicht geben, dass man miteinander reden muss, und der Stärkere muss damit anfangen.“

        Es gibt zwei Dinge, die in und für Syrien zu tun sind, damit die Menschen dort wieder normal leben können und der Krieg aufhört.

        Das eine ist, mit jeglicher politisch agierenden syrischen Opposition eine Vereinbarung für Verfassungsänderungen auszuhandeln, mit denen alle Seiten leben können, und auf deren Basis dann neue demokratische Wahlen abgehalten werden, wo bestimmt wird, wer welche Positionen besetzt. Darüber besteht im Grunde auch international weitgehend Einigkeit. Nur die sogenannte „Opposition“ will das nicht, ja nicht einmal darüber reden, oder nur nachdem völlig inakzeptable Vorbedingungen erfüllt wurden, wie das Al Kaida und Konsorten die Macht in Syrien ohne Wahl übergeben wird, dass sie bestimmen dürfen, wer von syrischer Regierungsseite bei zukünftigen Wahlen antritt und so fort. Die sogenannte Opposition zeigte sich geradezu schockiert, als US-Außenminister Kerry ihnen vor ein paar Wochen gesagt hat, sie sollten akzeptieren, dass Bashar Al Assad sich zur Wahl stellt, und ihn anstatt durch Krieg an der Wahlurne besiegen, wenn sie siegen wollen. Die Terroristen, ihre israelisch-saudischen Sponsoren und ihre „Exil-Opposition“ wissen, dass sie Wahlen verlieren würden, und wollen deshalb die Macht ohne Wahlen.

        Und das Zweite ist, dass der Terrorismus eliminiert werden muss, oder anders ausgedrückt, dass diejenigen bewaffneten Terrorgruppen, die sich keiner politischen Lösung zugänglich zeigen, militärisch eliminiert, zerschlagen und zum Aufgeben gebracht werden. Das ist leider notwendig, da es Terrorgruppen gibt, die unter keinen Umständen mit der Gewalt aufhören werden, wenn sie nicht besiegt und dazu gezwungen werden.

        „Es mag sein, dass die USA in ihrer Überzeugung, die Guten zu sein und den Terror bekämpfen zu müssen, eben selbst zu Terroristen werden.“

        Nein, so ist das nicht. Die US-geführte globale Achse des Terrors hat in Syrien ganz gezielt eine Politik der politischen, geheimdienstlichen und militärischen Förderung von wahhabitischem Terrorismus umgesetzt, so wie sie es unter anderem auch in Libyen 2011 und in Afghanistan ab etwa 1979 getan haben. Es ist nicht so, dass die USA im Krieg gegen den Terror selbst zu Terroristen werden, es ist vielmehr so, dass die USA die Förderung von wahhabitsichen Terrorismus als Methode einsetzen, um zu versuchen, ihnen missliebeige Regierungen zu stürzen und andere geopolitische Ziele, wie etwa die Destabilisierung Asiens, zu erreichen. Der zuständige US-Militärgeheimdienstchef war darüber so empört, dass er zum Whistleblower wurde.

        https://levantreport.com/2015/08/06/former-dia-chief-michael-flynn-says-rise-of-islamic-state-was-a-willful-decision-and-defends-accuracy-of-2012-memo/

        Es steht dank der freigegebenen offiziellen Dokumente nicht in Frage, ob Hillary Clinton wusste, dass sie in Syrien Terrorismus unterstützt hat, oder welche horrenden Nebenwirkungen diese ihre Strategie des Krieges mit dem Terror hat. Sie hat im Kongress zu ihrer Zeit als Senatorin sogar selbst erklärt, wie diese US-Politik des Einsatzes von Wahhabismus funktioniert und welche horrenden Nebenwirkungen sie hat

        Der Terrorkrieg, den es in Syrien gibt, ist kein Unfall oder Zufall, sondern ein vorsätzliches, willentlich und geplant begangenes Verbrechen der US-geführten global agierenden Achse des Terrors, genau wie es die Zerstörung von Libyen war, wo Hillary Clinton sich so über das gelungene Verbrechen gefreut hat.

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