Terroristen blockieren weiterhin humanitäre Korridore in Aleppo

Auch am heutigen Freitag haben von Al Kaida geführte und von der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ unterstützte Terroristen wie schon gestern sämtliche von Syrien und Russland eingerichteten humanitären Korridore zu den umzingelten Terroristengebieten in Aleppo weiterhin praktisch vollständig blockiert.

Bis zum frühen Nachmitag hat es allein eine siebeköpfige Familie in einer mehrstündigen Odyssee durch das Sperrfeuer der Terroristen geschafft, von Ost- nach West-Aleppo zu flüchten.

Am heutigen Freitag soll das Sperrfeuer der Terroristen gegen die humanitären Korridore in Aleppo zwar nicht mehr ganz so dicht wie gestern gewesen sein, doch war es immer noch ausreichend, um eine Nutzung der humanitären Korridore zu verhindern.

Nachdem gestern bereits Syrien vor der UNO-Vollversammlung auf die Blockade der humanitären Korridore durch Terroristen unter Führung von Al Kaida aufmerksam gemacht hatte, hat das heute auch der russische Außenminister Sergey Lavrov nochmals in unmissverständlichen Worten dargelegt.

Auch die Evakuierung von mehreren Hundert Verletzten, Kranken und ihren Familien durch die von Syrien und Russland eingerichteten humnitären Korridore konnte am heutigen Freitag noch nicht anlaufen, obwohl ein UNO-Sprecher gestern erklärt hatte, es würden alle notwendigen Sicherheitsgarantien von Syrien, der bewaffneten syrischen Opposition in Aleppo und Russland vorliegen, um damit heute beginnen zu können. Nun heißt es von Seiten des Internationalen Roten Kreuzes plötzlich, dass die internationalen Hilfsorganisationen „wegen fehlender Sicherheitsgarantien“ doch noch nicht mit der evakuierung von Verletzten und Verwundeten aus Ost-Aleppo begonnen werden konnte. Selbst Hasbaraschleudern der westlichen Freunde von Al Kaida wie die Deutsche Welle sind dabei heute nicht mehr umhin gekommen, ihre Leser darüber zu informieren, dass die syrische Regierung schon vor zwei Tagen grünes Licht für die „Evakuierungsaktionen“ gegeben hat und Krankenwagen bereitstehen, wodurch aufmerksame Leser leicht schlussfolgern können, dass das Problem auf der Seite der Terroristen liegt. Als nächsten möglichen Termin für die Evakuierung von Verletzten aus Ost-Aleppo peilen die UNO und ihre Partner nun den morgigen Samstag oder Sonntag an.

Ansonsten setzten die Terrorgruppen in Aleppo ihre Aktivitäten auch heute wie gewohnt fort. Während Terroristen heute die in West-Aleppo liegende Siedlung 3000 mit Granaten beschossen und dabei mehrere Menschen verletzten, rief die von der „westlichen Wertegemeinschaft“ als „moderate bewaffnete Opposition“ vermarktete Jihadi-Terrortruppe Fastaqim eine Generalmobilmachung für Aleppo zum weiteren Kampf gegen die syrische Regierung aus.

Kreml-Sprecher Dmitry Peskov sagte derweil am heutigen Freitag, dass eine mögliche Verlängerung der humanitären Feuerpause in Aleppo von der Situation auf dem Boden abhänge. Der Prozess der Evakuierung von Zivilisten und Kämpfern aus Ost-Aleppo, wofür die humanitären Korridore vornehmlich eingericht wurden, verlaufe zäh und das weitere Vorgehen hänge davon ab, ob die Terroristen in Ost-Aleppo die humanitären Pause nutzen würden, um sich neu zu gruppieren und ihre aggressiven Offensiven fortzusetzen.

Die Diplomatie der soegnannten „westlichen Wertegemeinschaft“ scheint sich derweil darauf zu beschränken, eine neue Propaganda-Offensiven gegen Russland und Syrien wegen der Eliminierung ihrer Lieblingsterroristen von Al Kaida im UN-Menschenrechtsrat vorzubereiten, wobei dem russischen Vertreter im UN-Menschenrechtsrat während seiner Verteidigungsrede das Mikrofon abgestellt wurde, damit Russland das Verbrechen der westlichen Wertegemeinschaft und ihre Partner, Terroristen in Syrien und Aleppo zu unterstützen, dort nicht zur Sprache bringen konnte.

Eine weitere heikle Entwicklung findet gegenwärtig im Norden der Provinz Aleppo statt. Von der Türkei und den USA unterstützte Jihadi-Terroristen haben dort heute eine Offensive mit dem Ziel der Eroberung der Ortschaften Sheikh Issa und Tel Rifaat aus der Hand von von den USA und Russland unterstützten kurdisch geprägten Kräften der YPG gestartet.

Die türkische Armee versucht die Offensive der Jihadi-Terroristen gegen die kurdisch geprägte YPG mit Artillerie zu unterstützen, doch anders als in den Tagen zuvor wurden heute keine Angriffe der türksichen Luftwaffe mehr gegen kurdische Ortschaften oder Positionen in Syrien gemeldet, sodass es gegenwärtig so aussieht, dass die gestrige syrische Drohung, türkische Kampfjets bei Luftraumverletzungen künftig abzuschießen, Wirkung zeigt. Unklar ist jedoch noch, ob die YPG diese Unterstützung der syrischen Armee zu honorieren weiß, oder ob die YPG der syrischen Armee wieder in den Rücken fallen wird, wie sie das bei ihrer Offensive gegen die syrische Armee in Hasakah vor einigen Wochen gemacht hat. Sollte die YPG einen Funken Verstand haben, müsste sie nun eigentlich merken, dass ihre wirkliche Schutzmacht nicht die USA, sondern die syrische Regierung in Damaskus ist. Völlig unklar ist auch noch, was die Attacke der türkischen Proxy-Terroristen auf die YPG für das russisch-türkische Verhältnis bedeutet.

Erfreuliche Nachrichten kamen heute aus dem Großraum Damaskus. Nachdem in den letzten Wochen und Tagen die Terroristen in Daraya und Moadamiya südlich und südwestlich von Damaskus sowie in Qudsaya und Hameh nordwestlich von Damaskus kapituliert und sich in die von Al Kaida beherrschte Provinz Idlib evakuieren lassen hatten, meldet Al Masdar News nun, dass sich offenbar auch in der wichtgsten Damaszener Terroristenhochburg Duma in Ost-Ghouta östlich von Damaskus eine ähnliche Kapitulation der Terroristen anzubahen scheint.

21 Gedanken zu “Terroristen blockieren weiterhin humanitäre Korridore in Aleppo

  1. Wann könnte Aleppo den definitiv fertig gesäubert werden von den Terroristen? Könnte bald eine Ostoffensive bevorstehen gegen Ar-Raqqa auf Seiten Russlands und der SAA? Wobei nach Aleppo zuerst Idlib dran kommt. Das dürfte dann ähnlich wenn nicht sogar schneller befreit werden da denn Terroristen der Nachschub ausgeht.

    1. Biancoceleste

      „Wann könnte Aleppo den definitiv fertig gesäubert werden von den Terroristen?“

      Man schaue sich an, in welcher Geschwindigkeit der Prozess in den letzten Monaten ging, wie lange er anderswo, etwa in Homs gedauert hat, und dann müsste man in etwa ein Gefühl dafür bekommen, wie lange das noch dauert, bis das erledigt ist.

      Ich würde da im normalen Prozess mal so größenordnungsmäßig auf ein bis zwei Jahre tippen, wenn die Terroristen nicht vorher kapitulieren oder die syrische Armee mit iranischer Unterstützung beschließt, dass das Terroristennest nun wirklich schnell ausgeräumt werden muss, etwa um einer Präsidentin Hillary Clinton keinen Anreiz zu geben, zu versuchen, die Lage nochmal zu drehen.

      Grundsätzlich gilt aber: nicht schnell ist wichtig, sondern gründlich und nachhaltig.

      1. Hätte gedacht das ein paar Monate gehen wird bis Aleppo ganz befreit worden ist. Und ja Homs dauerte 3 Jahre, aber die Terroristen in Aleppo haben keinen Nachschub mehr und sind noch zu wenige um den Belagerungsring zu brechen. Um ganz ehrlich zu sein würde ich anstelle von Russland keine Waffenruhen mehr betreiben in Aleppo und es alles ganz schnell gehen lassen bevor Clinton Präsidentin wird. Das muss so gemacht werden. Sonst könnte die Lage gedreht werden wobei auch das recht unwahrscheinlich ist durch das russische Militär. Dennoch müsste man die Militärischen Angriffe verhärten und schneller betreiben. Ausserdem kannst du was noch zum US Wahlkampf sagen?

      2. Biancoceleste

        Es reicht, bis zueinem eventuellen Amtsantritt von HRC die Lage für die Terroristen in Aleppo so hoffnungslos zu machen, dass die USA da nichts mehr dran drehen können. Die tatsächliche Eliminierung der Terroristen kann dann relativ langsam vonstatten gehen, eben so wie es am besten ist, dass es gründlich und nachhaltig geschieht.

        Zum US-Wahlkampf: es scheint leider nicht so gut für Trump auszusehen. Aber mal schauen, noch sind es mehr als zwei Wochen, und die Umfragen sind in den letzten Jahren immer unzuverlässiger geworden.

      3. einparteibuch

        Danke für deine Einschätzungen. Finde den Blog sehr Informativ und Vertrauenswürdig. Demnach ist Aleppo für die USA schon verloren und man kann sich Zeit lassen. Das sind gute Nachrichten. Zum US-Wahlkampf, ich glaube es könnte auch zu einer Art Brexit Shock kommen als die Buchmacher auf Remain wetteten, aber dennoch der Austritt die meiste Zustimmung hatte, damit meine ich das es öffentlich bis zur Wahl so aussieht das Clinton das macht aber am Ende doch Trump gewinnen wird weil man sich verschätzt hat. Wobei das jetzt nicht so kommen muss. Aber wahrscheinlicher ist das die Wahl zugunsten Clintons manipuliert wird: https://www.compact-online.de/wie-clinton-die-wahl-stehlen-will/

        Bin defintiv kein Compact Fan da diese eine Scheinopposition unterstützen mit der AfD und PEGIDA deswegen sind sie untendruch bei mir mehrheitlich.

      4. Das Problem ist wohl auch , das die West-Propaganda so unbedeutend auch nicht ist.
        Russland muß abwiegen.
        Terroristen beseitigen ja, aber etwas vorsichtiger , weil neue Sanktionen wollen die sich auch nicht einfach so einhandeln.
        Immer schön kontinuierlich und mit Mossul kann der glorreiche Westen mal zeigen wie man eine Millionenstadt sauber säubert.

      5. Ich habe eher den Eindruck, dass die jetzige Waffenruhe mit den Abzugskorridoren das letzte Angebot für eine schnelle Eroberung Ost-Aleppos ist, unter anderem auch mit Blick auf die US-Wahlen und Mossul.
        Fallss es nicht gelingt, wird man es anschliessend gemächlicher angehen (vielleicht ein paar schlechte Nachrichten aus Mossul abwarten) und schrittweise vorangehen. Der Westen wird toben und schäumen und kann doch nicht wirklich viel dagegen unternehmen.
        Was ich mich mehr frage, was geschieht mit Al-Bab? Scheinbar haben die Kurden das OK aus Damaskus. Fragt sich nur ob die SAA auch noch einen Vorstoss unternimmt.

  2. Ich befürchte, dass Russen haben von Serben nichts gelernt. Vor 25 Jahre 1992 waren Serben kurz vor Krieg zu gewinnen. Dubrovnik war aufgegeben von kroatische seite. Serben waren an Berg Srdj. Sie könnten Stein in Dubrovnik werfen. Bei Zadar waren Serben in Vororten genau wie bei Sisak und Karlovac. Dann hat westliche Gemeinschaft eine nie endende Waffenruhe ausgerufen. Dann ist noch UNO gekommen und verlangt schwere Waffen abzuziehen und unter UNO kontrolle zu stellen. Wann 1995 haben Kroate mit Oluja begonen hat sich UNO geweigert ihnen zutritt zu Waffenlager zu geben. In Gegenteil Kroate sind in Knin einmarschiert mit Panzer welche noch übermalte DDR Wappen hatten.
    Das hat geendet mit 400 000 vertriebene Serben. Westen hat nie über ihre Schuld in diese Konflikt geredet.
    Wenn Russland spätestens am Sonntag nicht mit Luftschläge beginnt, wird auch diese Waffenruhe nie enden.
    Liebe Parteibuch. Alle wir haben Meinung über Syrien. Aber niergendwo kann ich finden was wird passieren wenn Türken auf SAA trifft?
    Was wird mit Idlib passieren? Dort wird jede Jihadist transportiert. Ich befürchte, dass Türkei wird nicht erlauben ihre vernichtung.
    Und letzte Frage, muss sich SAA in Hama warn anziehen? Jetzt sind wieder hunderte Islamisten von Hahma, Qudsaya, Muhamdaya nach Idlib gebracht worden. Eine neue Ofensive ist sicher zu erwarten.
    Danke für Geduld.

    1. Zgvaca

      „Aber niergendwo kann ich finden was wird passieren wenn Türken auf SAA trifft?“

      Wenn das in Syrien passiert, dann wird die Luftwaffe die türkische Armee eliminieren.

      „Was wird mit Idlib passieren? Dort wird jede Jihadist transportiert.“

      Die werden eliminiert, wenn sie sich nciht versöhnen wollen.

      „Ich befürchte, dass Türkei wird nicht erlauben ihre vernichtung.“

      Die Türkei hat da gar nichts zu melden, und Erdogan hat mit seinen Deals mit Russland auch schon signalisiert, dass er das eingesehen hat.

      „Und letzte Frage, muss sich SAA in Hama warn anziehen?2

      Besser die MiGs und MGs gut nachladen, um die da ins Sperrrfeuer rennenden Jihadis möglichst gründlich zu eliminieren.

  3. bdw 🙂

    ‚Thank you, Russia, Thank you, Putin‘ – ВВС News (2:18 Min)

    Veröffentlicht am 14.11.2015
    „Steven Rosenberg is in Syria and has been following how people there are reacting
    to the Russian military and political strategy.“

  4. Es ist schon beschämend für die deutsche Medienwelt, dass man erst hier bei deinem Blog vorbeikommen muss, um wirklich zu lesen, was gerade in Syrien los ist. Weiter so! Die Zusammenfassungen sollten in einer gerechten Parallelwelt eigentlich abends in der Tagesschau laufen. Danke dafür.

  5. Shaikh
    ‏@mortalunos
    @NorthernStork WOW. Officaial al zenki spokeman said that phase 4 of europhate shield started to besiege the regime who is besieging aleppo

    Die mord_eraten Kinderköpfer melden sich.
    Sollen sie mal kommen, bisher greifen sie kurdische Dörfer an, damit der IS sie wieder einnehmen kann,mal sehen ob sie sich ernsthaft Aleppo nähern.

  6. RT Deutsch – Meldung

    „Der Waffenstillstand bricht: USA wollen Al-Nusra nicht bekämpfen
    21.10.2016 • 15:46 Uhr“

    „Der Kampf gegen AI-Qaida in Syrien hat für das amerikanische Außenministerium keine Priorität. Schuld an der Untätigkeit der USA trägt, laut Außenministerium, natürlich Russland. Offziell kämpfen die US Militärs nur gegen die Organisation „Islamischer Staat“.“

    RT Deutsch
    Artikel
    https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/42217-waffenstillstand-bricht-usa-wollen-al/

    Video (3:22 Min)

  7. Das im Artikel erwähnte Stummschalten des Mikros erklärt sich u.a. aus diesen Infos: Seit 2015 ist der Präsident des UN-Menschenrechtsrats für ein Jahr der Deutsche Joachim Rücker > https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_R%C3%BCcker aus dem Umfeld des AA und der russophoben Merkel-Regierung.

    Der UN-Menschenrechtsrat soll von den Prinzipien Universalität, Unparteilichkeit, Objektivität und Nicht-Selektivität geleitet sein. Er ist durchaus mit Kritikpunkten behaftet, z.B. dass Mitgliedsländer, in welchen die Menschenrechte grob verletzt werden, ebenfalls eine gültige Stimme im Rat haben und sich als Gruppe gegen-seitig stützen können; Saudi-Arabien ist bis Ende 2016 ein aktives Mitgliedsland im Rat. Zitat Spon: Der UN-Menschenrechtsrat, der sich in den letzten Jahren ohnehin als ein Inkompetenzcluster diktatorischer und extrem religiöser Regimes darstellte, macht erneut von sich reden, weil er ausgerechnet einen saudi-arabischen Diplomaten zum Kopf einer Expertengruppe für Menschenrechte ernannte, berichtet Tom Brooks-Pollock im Independent. Diese »einflussreiche Rolle gibt Faisal bin Hassan Trad die Macht zwischen Anwärtern aus der ganzen Welt zu wählen, wenn die UNO Experten für bestimmte Menschenrechtsfragen sucht«.

    Lt. syd/dpa will Herr Rücker versuchen, die Bedeutung der Menschenrechte innerhalb der UNO zu stärken. Er werde sich für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Menschenrechtsarbeit bei den UN engagieren, sagte er. »Die Menschenrechtsarbeit als eines der drei Standbeine der UNO ist eindeutig unterfinanziert«.

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