Aleppiner Bezirk Owaija und Knotenpunkt Jandoul unter Kontrolle der Armee

Die syrische Armee und die Quds-Brigade haben den Bezirk Owaija im Norden des umzingelten Terroristengebietes von Aleppo vollständig unter Kontrolle gebracht und auf dem Verkehrsknotenpunkt Jandoul im Südwesten des Bezirks die syrische Fahne gehisst.

Am Samstag Morgen noch sah es ungewöhnlich ruhig in Aleppo aus, ganz so, als würden die syrische Armee und ihre Partner, abgesehen von ein paar Luftangriffen zum Ausdünnen der Terroristenreihen, am heutigen Samstag eine Ruhepause einlegen, bevor dann am Sonntag zum syrischen Wochenanfang der Beginn der Befreiung mehrerer Bezirke südlich von Owaija auf dem Programm steht.

Doch nun haben die syrische Armee und ihre Partner erstmal, scheinbar nahezu mühelos, den kompletten Bezirk Owaija unter Kontrolle gebracht, ein Gebiet von, je nach Definition, etwa fünf bis zehn Quadratkilometer Größe. Und obendrein haben sie die Kontrolle über den Verkehrsknotenpunkt Jandoul am östlichen Ende der Kastello-Straße gewonnen, dessen halten den Terroristen in den letzten Tagen so wichtig war.

Dass diese großen Erfolge in Aleppo so rapide möglich sind, zeigt erneut, dass das Terroristengebiet Ost-Aleppo eine hohle Nuss ist. Ein Häufchen Terroristen, fast keine Zivilisten und jede Menge kalte Steine, viel mehr ist das nicht. Es geht in Ost-Aleppo um die Befreiung von Gebieten, die wie eine Geisterstadt aussehen, während unter der weit über eine Million Menschen ausmachenden Zivilbevölkerung von West-Aleppo sicherlich Hunderttausende darauf warten, dass die von der westlichen Terrorgegemeinschaft unterstützten Häufchen an Terroristen aus Ost-Aleppo verschwinden, damit sie endlich nach Hause in ihre leerstehenden Wohnungen in Ost-Aleppo können, ohne dass sie befürchten müssen, dass Banditen sie ausrauben und Terroristen ihnen für ein falsches Wort, oder einfach so, etwa aufgrund eines Missverständnisses, den Kopf abschneiden.

Nachtrag 14:30h: Im Aleppiner Bezirk Manasher Brij östlich von Owaija gehen die syrische Armee und ihre Partner gegenwärtig auch vorwärts:

So schnell wie die Befreiung von Ost-Aleppo vom Terrorismus gerade geht, kommen die Kartenzeichner kaum hinterher.

Nachtrag 14:50h: Wenig überraschend geht es im zwischen Owaija und Manasher Brij liegenden Gebiet der Sägemühle Breij auch vorwärts.

Nachtrag 15:55h: Übrigens, wo die Herzchen der westlichen Terrorgemeinschaft von Jund Al Aqsa und Ahrar Al Sham in der Provinz Idlib gerade damit beschäftigt sind, sich gegenseitig umzubringen, hat die syrische Armee heute etwas weiter südlich im Norden der Provinz Hamah sieben Dörfer und einige Hügelstellungen wieder unter Kontrolle gebracht, wie Al Masdar News berichtet.

Das ist aber, wie hier schon mehrfach gesagt, eine eher unbedeutende Nebenfront weit draußen in der Pampa. Der Krieg wird in der Metropole Aleppo entschieden.

Und da gibt es gerade Berichte, denen zufolge Panzerfahrzeuge der syrischen Armee soeben den Rand des Bezirks Haydaria erreicht haben.

Nachtrag 16:50h: Von @A7_Mirza gibt es eine frische Lagekarte vom Norden Aleppos:

Schwere Kämpfe in Manasher Bureij dauern an.

Nachtrag 17:00h: Übrigens, urs1798 hat in den letzten Tagen noch eine Reihe weiterer bewaffneter ‚Mediziner‘ auf Seiten der Terroristen-Rebellen in Aleppo und Syrien gesammelt und veröffentlicht. Das nur für den Fall, das die „Böser-Assad-bombardiert-Ärzte“-Propaganda demnächst wie angesichts der anstehenden Niederlage der Terroristen in Aleppo zu erwarten wieder los geht.

Nachtrag 17:25h: Die von der westlichen Wertegemeinschaft unterstützten syrischen Rebellen haben ihre friedlichen Aktivitäten zur Durchsetzung von Demokratie, Menschenrechten und Kalifat unterdessen nach Chemnitz verlagert, wie das sächsische LKA nach dem Auffinden einiger Hundert Gramm „hochbrisanten Sprengstoffes“ soeben sinngemäß mitteilte.

Nachtrag 19:45h: SANA hat ein Video von der gestrigen Eroberung des Hügels Tel Sheikh Saeed im Süden des Terroristengebietes in Aleppo veröffentlicht:

Aus dem heute von der Armee und der Quds-Brigade befreiten Bezirk Owaijah im Norden des Terroristengebietes in Aleppo gibt es erste Bilder:

Die syrische Armee und die Quds-Brigade sind inzwischen südöstlich von Owaija zum Tel Asfar vorgerückt, wo gegenwärtig heftig gekämpft wird:

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hat unterdessen Al Kaidas von den USA und anderen NATO-Staaten unterstützte Luftwaffe die Beerdigung des Vaters des Vorsitzenden des Obersten Sicherheitskomitees, Jalal Ruweishan, bombardiert, was mindestens 82 Tote und über 500 Verletzte gefordert hat.

Nachtrag 23:15h: Eine Karte aus „rebellenfreundlicher“ Quelle zeigt die Fortschritte der syrischen Armee und ihrer Partner im Norden von Aleppo in den letzten 10 Tagen – schwarz umrandet:

Zusammengenommen ist das befreite Gebiet in jeder Hinsicht sehr erheblich.

Nachtrag 23:55h: Wie erwartet wurden sowohl der französische als auch der russische Resolutionsentwurf zu Aleppo vom UNO-Sicherheitsrat abgelehnt. Der französiche Entwurf brachte es dabei auf 11 Ja-Stimmen, 2 Enthaltungen (China und Angola) sowie zwei Nein-Stimmen (Russland und Venezuela), was nicht ausreichend ist, weil Russland im UNO-Sicherheitsrat Vetomacht ist. Nun ist der Katzenjammer im Westen groß – ein illegaler Angriffskrieg gegen Syrien geht nicht, weil Russland in Syrien sehr präsent ist und die Lieblingsterroristen der zionistsich-wahhabitischen Wertegemeinschaft des Westens verlieren in Aleppo und Syrien geradezu stündlich weiter an Boden.

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55 Gedanken zu “Aleppiner Bezirk Owaija und Knotenpunkt Jandoul unter Kontrolle der Armee

  1. Der heutige Tag wird wohl als einer der wichtigsten Tage in die syrische Geschichte eingehen. Nicht was, sondern wie man heute weite Teile erobert hat, ist dafür wichtig.
    Außerdem dürfte wohl bewiesen sein, das der Westen immer nur Lügen erzählt hat (300.000 Zivilisten). Auch wenn die Propagandamedien weiter Lügen erzählen werden, auf dem politische Parkett dürfte dieser Schwachsinn nicht mehr haltbar sein. Eigentlich sollte der UNO-Gesandte den Hut nehmen, aber das wird wohl nicht passieren.
    Auch überraschend, das die Loyalisten es schaffen neben einen großen Sieg in Aleppo auch in Nordhama einen Sieg (7 Dörfer) eingefahren haben und auch die Erfolge um Damaskus weiter gehen.
    Ob der kleine Schatten bei Daraa auch noch ein Lichtblick wird und die SAA die beiden Dörfer, die schon lange sich ergeben wollten unter SAA Schutz bringen, wird man sehen.
    Auf alle Fälle kann man hoffen, das jetzt der politische Druck auf Moskau und damit die Gefahr eines 3. Weltkrieges wieder nachlassen kann, was noch bessere Aussichten bekommt, sollte es gelingen bis Ende nächster Woche 50% von Ostaleppo unter SAA Kontrolle zu bringen – eine durchaus machbare Größe.

    Und es stimmt schon, bei aller Freude über die guten Aussichten auch ein Dank an Alle, die es ermöglicht haben allen voran, die vielen, die dafür Ihr Leben gelassen haben.

    1. Lutz

      „Und es stimmt schon, bei aller Freude über die guten Aussichten auch ein Dank an Alle, die es ermöglicht haben allen voran, die vielen, die dafür Ihr Leben gelassen haben.“

      Dem schließen wir uns im Interesse der ganzen Menschheit an. Allein die Qods-Brigade soll nur heute bei der Erstürmung von Owaija nahezu ein Dutzend Mann verloren haben.

    2. Danke Lutz für die schönen Worte.

      Diesen Opfer kann man nicht hoch genug schätzen und deshalb darf das alles nicht umsonst gewesen sein.

      Ein Sieg der Terrorstaaten ist keine Option.

  2. „Dass diese großen Erfolge in Aleppo so rapide möglich sind, zeigt erneut, dass das Terroristengebiet Ost-Aleppo eine hohle Nuss ist.“

    Ja, so sieht es aus. Die Frage wurde auch schon hier gestellt: Warum war das Knacken dieser „hohlen Nuss“nicht früher möglich?

    Und ich habe immer noch eine Szene aus Todenhöfers Reportage „Inside IS“ von der irakischen Front gegen den IS im Kopf, wo eben auch von gar keinen Kämpfen berichtet wurde, sondern dass ab und an in manchen Nächten ein Schuss zu hören sei.

    Aber wie dem auch sei: Der Satz von Leser Lutz ist so richtig, dass ich ihn noch einmal wiederholen muss: „Und es stimmt schon, bei aller Freude über die guten Aussichten auch ein Dank an Alle, die es ermöglicht haben allen voran, die vielen, die dafür Ihr Leben gelassen haben.“

    1. H. Meier

      „Die Frage wurde auch schon hier gestellt: Warum war das Knacken dieser „hohlen Nuss“nicht früher möglich?“

      Die Nuss war ja nicht von Anfang an hohl. Es musste also abgewartet werden, bis die Nuss im Laufe der Zeit immer hohler wurde. und diesen Sommer war es dann soweit, dass sie hohl genug war, um sie jetzt zu knacken. Und das geschieht jetzt, und, wie gesagt, obwohl die Nuss nun reichlich hohl ist, hatte Liwa Al Quds heute schon wieder ein Dutzend Märtyrer. Wäre die Nuss früher für hohl genug für’s knacken befunden worden, wären die Verluste vermutlich höher.

      1. Das ist ein sichtbarer Unterschied: das Imperium riskiert keine an der Heimatfront schwer verkäuflichen eigenen Verluste, sondern legt vorher das Gelände auf Level 0, erklärt alle Toten zu Feinden („sonst wären sie nicht tot“) und das Fernsehen deckt die Verbrechen mit dem Märchen von den „guten Amerikanern, die überall selbstlos und unverdrossen gegen das allgegenwärtige Böse kämpfend, jeden Tag mindestens einmal die Welt retten“.

    2. Wir dürfen wirklich nicht vergessen, vor paar Wochen hatte diese „hohle“ Nuss einen „grösseren Erfolg“. Eigentlich sah es nicht gut aus um Aleppo

      Ich persöhnlich war deswegen stock sauer auf die Russen.
      Ich hatte Verrat vermutet
      Asche auf mein Haupt !!

      Irgendwie sehen wir jetzt immer mehr
      „Auf die Russen kann man sich verlassen“
      Sie sind sogar bereit eigene und höhere Opfer zu leisten.

      Syrien hat einen Freund (auch in schlechten Zeiten) an seiner Seite

      ——————–
      das Parteibuch macht seine Arbeit auch sehr gut
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  3. Sollten die „Rebellen“ tatsächlich es unterlassen haben in ihren 3 Jahren Herrschaft sich eine zweite oder dritte Verteidigungslinie aufzubauen? Ich hoffe, die Aufklärung der SAA ist so gut um einschätzen zu können, ob das Gelände sturmreif ist oder sie mit vorbereiteten Hinterhalten rechnen muss. Weiterhin sie in einem guten Schichtbetrieb arbeitet und den „Rebellen“ keine Zeit zur Neuordnung oder entspannten Schlaf lässt.

    Ob der Werte-Westen in 2-3 Wochen dann behaupten wird, die nicht vorhandenen 275.000 Einwohner seien alle in den aktuellen Kämpfen zwischen die Fronten gekommen und gestorben? Oder werden sie das Thema völlig ausschweigen?

    1. Reisender

      „Sollten die „Rebellen“ tatsächlich es unterlassen haben in ihren 3 Jahren Herrschaft sich eine zweite oder dritte Verteidigungslinie aufzubauen?“

      Die „Rebellen“ hatten vor zwei, drei oder vier Jahren eine solche tiefe, gestaffelte Verteidigung in Aleppo, klassisch für einen Guerillakrieg. War die Armee damals irgendwo durch eine Front der „Rebellen“ durchgebrochen, haben die „Rebellen“ ganz schnell Hunderte oder Tausende Kämpfer zusammengetrommelt, die sich hinter der durchbrochenen Frontlinie unter die Zivilbevölkerung gemischt haben und jedes weitere Vorkommen der Armee verunmöglicht haben. Heute fehlen den „Rebellen“ dafür die Leute. Die Zivilbevölkerung, in der sie sich früher versteckt haben, ist aus Aleppo geflüchtet, und viele „Rebellen“ sind es auch, sodass den „Rebellen“ in Aleppo heute schlicht und einfach die Leute für eine tief gestaffelte Guerilla-Verteidgung fehlen.

      „Ob der Werte-Westen in 2-3 Wochen dann behaupten wird, die nicht vorhandenen 275.000 Einwohner seien alle in den aktuellen Kämpfen zwischen die Fronten gekommen und gestorben? Oder werden sie das Thema völlig ausschweigen?“

      Die westliche Propaganda wird sich dazu ausschweigen oder das offenkundige Nichtvorhandensein Hunderttausender behaupteter Einwohner Ost-Aleppos als „ungelöstes Mysterium“ darstellen. Interessant wird sein, ob die westliche Propaganda damit bei der westlichen Bevölkerung durchkommt oder ob es der westlichen Bevölkerung auffällt.

      1. Ich denke das Beispiel mit der Bevölkerung in Syrien wird nur Freaks und Nerds beschäftigen, die bei dem Thema möglichst immer am Ball bleiben und ihre freie Zeit für diese Sache nutzen, hier und da kommentieren, Kommentarspalten füllen, in der Hoffnung, Menschen zu erreichen und dass es mehr werden, die kapieren. Leute die dafür auch mal ein Rendevouz absagen, oder die Freundin stehen lassen. Die breite Masse wird sich keine Gedanken machen und von Brot und Spielen abgelenkt sein. Die Tagesschau konsumieren, falls sie sich „informieren wollen“.

        Gut, mal sehen wie die russischen Medien diesen Punkt verarbeiten.

        Dem Parteibuch gebührt auf jeden Fall Dank und Respekt für die Zusammenfassung und das Geraderichten über all die Jahre. Oft auch richtige Einschätzungen, wie es weiter geht, auch im Kommentariat, wenn es auch immer mal Zweifler gibt. Wenn man schon nicht in den physischen Kampf ziehen kann, ist es wichtig, zumindest zu versuchen aus all dem Propagandawirrwar halbwegs eine Wahrheit zu suchen. Ich glaube, sonst müsste man sich schämen, als politischer Mensch, mit Interesse, dem Brot und Spiele nicht reichen, wenn man nicht wenigstens die Wahrheit sucht und nach bestem Gewissen verbreitet. Da wir schließlich Teil dieser “ westlichen Wertegemeinschaft“ sind. Dann brauchen sich gewisse Leute nicht über das 3. Reich mukieren, über Stalin, whatever, da sie bei jedem System -mit oder ohne Brot und Spiele- mitlaufen und sich zu Mittätern machen. Und wenn’s nur am Schreibtisch ist (Journalisten)…

  4. Russland sollte diese in Entwicklung befindlichen Drohnenkäpfer schneller fertigen, damit wäre viel gewonnen.

    1. Drohnen sind eine feige Möglichkeit Bomben zu werfen auf Menschen, welche keine Flak oder modernere Luftabwehr haben. Mit Drohnen schüchtert man die Menschen weltweit ein. Das ist eine Waffe des Imperium. Die RF kämpft aber nur in Gegenden, wo sie ein offizielles Mandat haben und genau so ihre Luftwaffe einsetzten können. Russland kämpft nicht gegen Steine werfende Jugendliche oder lokale Dorfvorsteher. Sie feuern nicht auf alle Personen, welche sich in der Nähe eines Mobiltelefon aufhalten von welchem vor einer Woche ein merkwürdiger Anruf statt fand.
      Ich wüßte nicht, was mit Drohnen gewonnen ist? Sie sind zur Überwachung sehr gut. Ihre Hauptschwäche ist funktionsbedingt. Sie sind ferngesteuert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Drohnen durch die elektronische Kampfmittel gekappert werden können. Die Iraner behaupten, dies schon gemacht zu haben.
      Mir ist kein Einsatzszenario bekannt, wo Drohnen etwas deutlich besser könnten als andere Waffensysteme.

  5. Liebe Parteibuch
    Es sieht so aus, dass Juan al Aqsa und Ahrar al Sham über 250 Kämpfer in letzte 2 Tage in Idlib verloren haben. Beide Seite haben Lazarette andere Seite gesturmt und alle Verletzte hingerichtet. Auch Gefangenen würden nicht gemacht.

  6. @ zgvaca

    Ins Feldlazaret eindringen und Verletzte hinrichten? Mein Gott, wie verroht müssen diese Menschen sein!!! Da ist Hopfen und Malz verloren, die sind für NICHTS mehr zu gebrauchen!

  7. Hallo werte Gemeinde.
    Ich habe eine Frage bezüglich der Palestinener in Syrien. Welche Organisation kämpft auf Regierungsseite und welche auf der Seite der Terroristen und wie ist deren Stärke einzuschätzen?

    gruß Tobi

    1. Tobi

      Ich würde sagen, es lassen sich in Syrien im Großen und Ganzen drei bewaffnete palästinensische Strukturen unterscheiden.

      1. PFLP-GC: Eine Abspaltung der linken PFLP, die vor dem gegenwärtigen Krieg in Syrien in enger Kooperation mit der syrischen Regierung die exilpalästinensischen Bezirke in Syrien, insbesondere den großen exilpalästinensischen Stadtbezirk Mahim Yarmouk im Süden von Damaskus, gemanaged hat und bis heute treu zu Damaskus steht. Dazu gibt es aus dieser Schiene palästinensische Armee-Einheiten, die eng mit der syrischen Armee kooperieren. Die PLO unterstützt diese Schiene, im Grunde seit etwa 1970 bis heute (wobei sie 2012-2013 allerdings schwer ins Wanken kam).

      2. Hamas: Die Führung der Muslimbrüder der Hamas hat, nachdem sie rund eineinhalb Jahrzehnte lang ein sicheres Exil in Damaskus gefunden hatte, Syrien verraten und sich auf die Seite von Israel, Katar und NATO-Staaten, allen voran der Türkei, geschlagen. Die Führung von Hamas ist folgerichtig nach Katar umgezogen und ihre Anhänger, oder jedenfalls einige ihrer Anhänger, kämpfen bis heute in Syrien verstreut in allen möglichen Jihadi-Terrororganisationen gegen die syrische Regierung. Sich mit Israel und den Muslimbrüdern gegen Syrien und Iran zu stellen, war in Gaza nicht unbedingt beliebt, denn Iran war und ist die wichtigste Stütze des anti-israelischen Widerstandes in Gaza. So kommt es, dass einige Hamas-Fraktionen in Gaza mit dem katarischen Kurs ihrer Führung überhaupt nicht einverstanden sind. Der Iran unterstützt diese Fraktionen in Hamas in Gaza weiter, wogegen die katarisch-gesponsorte Hamas-Führung in Gaza vorzugehen versucht. Weiter unterstützt der Iran nun in Gaza vermehrt die PIJ, einst eher akademischer Natur, heute, nicht zuletzt dank vermehrter iranischer Unterstützung am Boden schon recht mächtig.

      3. Liwa Al Quds oder eingedeutscht Quds-Brigade oder Jerusalem-Brigade: Offiziell ist das eine bewaffnete Organisation von Exil-Palästinensern aus den exil-palästinensischen Gemeinden in den – zeitweise – vom Terrorismus überrollten Aleppiner Bezirken Nairab und Handarat. Inoffiziell würde es mich nicht wundern, wenn in der exil-palästinensischen Quds-Brigade in Aleppo in Wirklichkeit jede Menge „im Urlaub befindliche“ Mitglieder der iranischen Quds-Brigaden unter dem Kommando des legendären iranischen Generals Qassem Suleimani kämpfen. Die Pointe an der Geschichte ist, dass der zionistisch-wahhabitische Terrorkrieg gegen Syrien wirklich in erster Linie geführt wird, um den Widerstand gegen den Zionismus zu schwächen, aber die iranischen Quds-Brigaden genau deshalb in Syrien massiv eingestiegen sind, um den zionistischen Sieg in Syrien zu verhindern, und sie das tun, eben weil die Islamische Republik Iran, deren Arm die Elitetruppen der iranischen Quds-Brigaden sind, sich wirklich für die Rechte der Palästinenser einsetzt, was auch immer die Kosten sind. Vor Kurzem wurde gerüchtet, dass die Verluste der Quds-Brigaden inzwischen bei deutlich über 1000 Mann liegen sollen, aber die Quds-Brigaden marschieren in Aleppo trotzdem weiter vorwärts. Es fällt mir schwer zu glauben, dass exil-palästinensische Syrer so eine Last tragen können, aber ich habe keinen Zweifel daran, dass die Helden der Elitetruppen von Qassem Suleimani das in Solidarität mit dem gerechten palästinensischen Kampf gegen Unterdrückung, Apartheid und Besatzung können und in Kauf nehmen – und das so bescheiden, dass sie selbst nicht einmal ein Jota der ihnen gebührenden Ehre für die großen „palästinensischen“ Siege in Aleppo beanspruchen.

    2. Syrien gewährte Palästinensern bereits in der tieferen Vergangenheit Unterschlupf. Jarmuk, südlich von Damaskus (Aufnahmecamp, war zuletzt quasi ein Bezirk) entstand vor 70 Jahren. Man schätzt, das in Syrien etwa eine halbe Millionen Palästinenser Unterschlupf fanden.

      2014 überfielen IS und Al Nusra abwechselnd Jarmuk. Auch gab es Gemetzel mit den sog. moderaten Rebellen der FSA, die die Palästinenser angriffen. Die westliche Wertegemeinschaft nutzte das Thema schäbig wie immer und stellte es so dar, als habe Assad die Palästinenser angegriffen. Aber so recht gelang es dem Westen nicht, dass die Propaganda zieht (auf einmal entdeckte der Westen „sein Herz“ für Palästinenser…).

      Die Palästinenser wissen, was sie an Syrien haben. Sicher mag es auch da hier und da verstrahlte Gotteskrieger geben.

  8. Bei aller berechtigter Abscheu gegenüber diesen Verbrechen des Imperialismus, dessen Werkzeuge auch die Wahhabi-Terroristen sind, war das, was unbewusst oder bewusst im Dienste des Imperialismus, faschistische Deutsche mit den Menschen in der UdSSR gemacht haben, sich wohl kaum auf höherem Niveau. Es gab den religiösen Firlefanz, es gab den Glauben, es gab die Verstandesverschlosenheit, es gab die Befehle und dann gab es kein Halten mehr. Die Berichte, später aus der Massenpsychose erwachter Überlebender Täter, waren entsprechend von jenem Entsetzen über das weite Sektrum an Verhaltensweisen, zu denen Menschen auch im Negativen fähig sind geprägt, das auch heute in den Interviews mit den damals durch französische Radiopropaganda desselben Imperialmus aufgehetzten Massenmörder von 1994 in Ruanda erkennbar wird.

    1. @clearly

      Gut, der Unterschied ist aber, dass es ein Krieg zweier Armeen war die klassisch aufeinander trafen. Sowjetunion vs. Deutsches Reich. Und Russland war unter Stalin kriegerischen Tätigkeiten, gelinde gesagt, auch nicht unbedingt abgeneigt. Der Hitler-Stalin-Pakt rührt ja daher. Stalin wollte einen Kuchen von Polen. Balten. Er griff 39 Finnland an. Es gab damals Spannungen und die UDSSR hatte durchaus auch imperialistische Züge, was ja eine damals noch angestrebte Weltrevolution eh beinhaltet. Und selbst Polen sag ich mal so, hat in den 20ern und 30ern auch einen gewissen Teil beigetragen. Trat auch aggressiv auf, wollte Gebietserweiterungen. Großpolen. Genauso auch die Tschechoslowakei. Meine Familie kommt daher. Böhmen. Die Deutschen dort wurden halt auch tatsächlich unterdrückt, vertrieben usw. auch vor dem 2 WK. Den Deutschen wurden nach WK1 ungerechterweise Gebiete abgenommen und Vetsailler Diktat. Das soll jetzt keinesfalls Deutschland, Hitler, entlasten, aber die Geschichte von der armen Sowjetunion ist mir dann zu viel. Die Menschen, Zivilisten, Soldaten, mussten auf jeden Fall leiden. Aber doch auf allen Seiten. Meine Großväter waren beide einfache Wehrmachtssoldaten. Und nein, das ist meine Schutzbehauptung: das waren Menschen die eingezogen wurden um ihr Land zu verteidigen . So wurde das gesehen. Und sie taten ihre Pflicht. Sonst wären sie eventuell getötet worden, was damals bei Fahnenflüchtigen auch in anderen Armeen so gemacht wurde. Und sie waren keine Zombies, die aus Geilheit Menschen mordeten, wie heute getan wird. Es waren auch Menschen und sie hassten (glaubhaft) Krieg. Das ist ja auch ganz menschlich.

      1. Elmar

        „Sowjetunion vs. Deutsches Reich. Und Russland war unter Stalin kriegerischen Tätigkeiten, gelinde gesagt, auch nicht unbedingt abgeneigt. Der Hitler-Stalin-Pakt rührt ja daher. Stalin wollte einen Kuchen von Polen.“

        Ich glaube, da hast Du ein schiefes Geschichtsbild. Stalin war sehr wohl bewusst, dass Hitler ein amerikanisch-britischer Lakai war, dessen Meister ihn dafür auserkoren hatten, Krieg gegen Moskau, und vor allem den Kommunismus/Sozialismus zu führen, der die Machthaber in USA/UK um ihre zusammengeraubten Reichtümer bringen könnte.

        Das sah Stalin unter anderem an der verdeckten USA/UK-Unterstützung für den Putschisten Franko gegen die – unter anderem von Stalin – unterstützte demokratisch gewählte Regierung Spaniens, die sich insbesondere auch in der britisch-amerikanischen Unterstützung für Hitler und Mussolini im damaligen Spanienkrieg zeigte.

        Zur Belohnung für Hitlers feinen Kampf gegen den Kommunismus in Spanien gaben die UK/USA ihrem Lakaien Hitler dann grünes Licht für die Übernahme der Tschechei. Stalin wusste genau, dass das britisch-amerikanische Vorbereitungen für einen Krieg Hitlers gegen die Sowjetunion waren. Stalin wollte deshalb sogar Truppen zur Unterstützung der Tschechei schicken, doch Polen hat den Transit verweigert und stattdessen von Hitler ein Stück Tschechei akzeptiert. Stalin hat an Polen appeliert, mit ihm die Achse UK/USA/Deutschland in Schach zu halten, doch Polen hat lieber gemeinsame Sache mit UK/USA gemacht, und die UdSSR mit Terror zu destabilisieren versucht.

        Stalin war sehr klar, dass die USA als nächstes im Sinn hatten, Hitler gegen Polen, Osteuropa und die Sowjetunion zu schicken, um so den Moskauer Kommunismus, oder wie immer man das nennen mag, was es da gab, zu hetzen. Stalin hat das auch Polen klargemacht, und trotzdem hat Polen sich an die Seite von UK/USA gestellt. Das war die Situation, wo Stalin den Pakt mit Hitler gemacht hat. Stalin hat Hitler so – wenn auch nur vorübergehend – eine Ostgrenze abgetrotzt und damit den Plan von USA/UK vereitelt, Hitler auf Moskau zu hetzen.

        Und das hat auch funktioniert. Anstatt Hitler gen Moskau zu hetzen, sahen sich UK/USA erstmal mit der Notwendigkeit konfrontiert, sich selbst mit Hitler auseinanderzusetzen, weil, wo Hitler nicht mehr nach Osten konnte, er nach Westen ging, und dann sogar die Sowjetunion gegen Hitler zu unterstützen. Anders hätte die Sowjetunion den von USA/UK unbedingt gewollten Krieg zur Unterwerfung der Sowjetunion kaum gewinnen können – selbst in Spanien war ja die Achse D/I/UK/USA stärker – und auch so gab es sehr viele Opfer.

        Falls dich die Zusammenhänge interessieren, gibt es auf Deutsch ein Buch von Gerhart Hass, in welchem, auch wenn man die Person Gerhart Hass sicher kritisieren kann, der Zusammenhang recht anschaulich dargestellt wird, nämlich:

        Münchner Diktat 1938: Komplott zum Krieg (Erschienen im Dietz-Verlag Ost-Berlin 1988)

        Ich denke, das Buch ist gerade heute interessant. Die Parallelen der damaligen fehlgeschlagenen Instrumentalisierung Hitlers dazu, wie die USA gerade ISIS benutzt haben, um Damaskus zu destabilisieren, um dann anschließend – zögerlich – gemeinsam mit Damaskus gegen ihr eigenes Monster ISIS vorzugehen, sind meiner Meinung nach unverkennbar.

        Und ebenfalls unverkennbar sind meiner Meinung nach die Parallen zwischen der damaligen UK/USA-Instrumentalisierung Berlins gegen Moskau, und der heutigen.

      2. Doch, das waren sie, fanatische faschistische Zombies, und vielen von ihnen ist danach bewusst geworden, dass sie genau das waren, manchmal erst Jahrzehnte später: „Wir erwarteten Monster und trafen Menschen“. Und jetzt stehen schon wieder deutsche Truppen an der Angriffslinie von 1941, so als würde Deutschland von Hitler regiert.

        Ganz ähnlich klingen ja heute die Berichte der in den imperialistischen Krieg gehetzten ukrainischen Soldaten. Wer die Nerven hat, selbst heute die Angegriffenen zu beschuldigen, der sollte auch die Nerven haben, sich den Film „Come and see!“ bis zum Ende anzusehen:

        Dass Menschen erkennen, als faschistische Werkzeuge zum imperialistischen Sichern neuer Kapitalanlagemöglichkeiten missbraucht worden zu sein, ist seit Major General Smedley „ich war ein Gangster des Kapitalismus“ Butler 1934, den Vietnam-Soldaten, die Washington ihre Kriegsorden vor die Füße warfen oder den US-Soldaten, die im Irak begriffen haben, dass „wir die Terroristen waren“, ist zudem weder ungewöhnlich noch neu.

      3. Mei @Parteibuch, deutsche Marxisten wie Heinrich Cunow standen offen zu den Kriegskrediten (WK1), mit der Begründung, ein Krieg zwischen kapitalistischen Mächten bringe dem Kapitalismus den Zusammenbruch, wovon die weltweite sozialistische Revolution profitiere…er schrieb es selbst nieder https://archive.org/details/Partei-zusammenbruchEinOffenesWortZumInnerenParteistreit

        Ich kenne natürlich deine Linie und respektiere sie. Es begann wohl mit
        „De Geldbronnen van het Nationaal-Socialisme. Drie Gesprekken met Hitler door Sidney Warburg. Vertaald door J. G. Schoup“ was auch als „Hitler’s Secret Backers“ oder auch schlicht „Der Warburgbericht“ bekannt ist.

        Das Buch aus den 30ern schlug große Wellen und fraß sich Jahrzehnte durch diverse Publikationen. Auch Sutton bediente sich dort. Obwohl damals schon klar war, dass es einen Banker namens Sidney Warburg nicht gab. Und Adressangaben in den USA nicht stimmen, da die Straße gar nicht so weit geht. Eine Fälschung das Buch. Es war eine Gegenpropaganda. Dass Hitler ein Judenbüttel sei, wurde damals durchaus hier und da gestreut, selbst von der SPD.

        Aber gut, es gibt auch Wissenschaftler, die ernsthaft „Hitler’s Tischgespräche im Führerhauptquartier“ alias „Hitler’s Secret Conversations“ zitieren, wie Guido Giacomo Preparata in „Conjuring Hitler“… dieses Buch galt lange als Tatsachenbericht, längst nicht mehr. Auch unter “ Systemhistorikern“ nicht.

        Diese Linie ist für mich ein Widerspruch in sich. Schon allein, dass GB/Britain dann die Seiten wechselte und zusammen mit der Sowjetunion den “ Schützling Hitler“ zusammen mit über 50 Nationen bis auf’s letzte Blut bekämpfte. Dass Zionisten in den USA schon 33 nach Machtantritt zum Boykott deutscher Waren aufriefen usw. Dass es letztendlich die Sowjetunion stärkte. Dass die Briten nichts gegen Krieg hatten, da stimme ich zu.

        Man könnte viel drüber sagen. Belassen wir es dabei. Es ist nicht der Ort das auszudiskutieren. Es führt nur zu Missverständnissen etc. Und wie mir scheint fühlst du dich eh von Haus aus im Recht und belächelst andere Meinungen hierzu. Ich bin irgendwann dazu übergegangen Originalliteratur aus der Zeit zu lesen. Auch Zeitungen usw. um mir mein eigenes Bild zu machen. Auf das was auf dem Markt, Fernsehen, Verschwörungsbüchlein feilgeboten wird, geb ich nichts mehr. Noch vor 10 Jahren war ich selbst Anhänger deiner Linie.

      4. @Clearly

        Nicht dass wir uns falsch verstehen: ich halte Hitlers Lehre, oder das System Nationalsozialismus aus vielen Gründen für falsch.

        Dennoch, angefangen bei meinen Großeltern bis hin zu vielen anderen Menschen, die ich aus der Zeit kannte: nein, es waren keine krieglüsternen Zombies. Es waren teils sehr gute Menschen, die unter dieser Scheiße enorm zu leiden hatten. Egal ob Soldat oder Zivilist. Krieg ist eben brutal, auf allen Seiten. Soldaten im Krieg kämpfen erst mal um ihr Leben und das der Truppe und nicht aus Mordsucht. Und brennende zerbombte Städte waren für die Menschen in Deutschland der pure Horror. Dass man mit diesen Menschen kein Mitleid haben soll oder darf, ist mir schon klar. So wird man ab der Schule und von einer regelrechten Industrie geprägt. Aber richtig ist das nicht. Ich bleib dabei: man muss schon die Zeit vor WK2 in der Weimarer Republik nüchtern analysieren um zu verstehen, warum die Menschen Hoffnungen in Hitler steckten; sie erlebten einen wirtschaftlichen Aufschwung, eine Aufbruchstimmung. Das den Leuten zu verkaufen hatten die Nazis gut hingebracht. Was will die breite Masse? Wohlstand, Arbeit, dass es den Kindern gut geht, Aufstiegschancen, solche Sachen. Um Krieg zu machen, dafür wählte ihn die Masse nicht. Er redete auch nie offen über eine entsprechende Planung. Wie das endet, war nicht vorhersehbar.

      5. @Clearly

        Weil du mit Bildern argumentierst: soll ich dir Bilder von von der Roten Armee vergewaltigten Frauen zeigen? Diverse Massaker usw. Niemals würde ich deswegen sagen, der Russe sei ein Zombie. Schau dir doch einfach auch Bilder der zerbombten Städte in D an. Es war ja nicht nur Dresden, sondern quasi jede Großstadt und mal dir aus, wie die Menschen leiden mussten. Deswegen würde ich nicht sagen, die Engländer seien Zombies. Im Krieg schenkt sich keiner was. Genauso wie es in jedem Krieg Kriegspropaganda gibt, nicht nur in Syrien.

      6. „Doch, das waren sie, fanatische faschistische Zombies,“

        Ja, schau Sie dir an, Hauptstadt der Zombies:
        Berlin im Juli 1945 (in Farbe und HD 1080p)

        Oder hier, soll Berlin um 1900 sein, in Farbe https://m.youtube.com/#/watch?v=B-m9A8mY-U0

        Lauter mordlustige Zombies. Quasi die Brut. Auch Leute, ich will ja nicht mi dem „Land der Dichter und Denker“ kommen. Aber manchmal hilft’s ältere Bücher zu lesen, muss nicht Schiller und Goethe sein, um seine Klischees im Kopf zu bereinigen.

      7. Elmar

        Zur Auslandsfinanzierung Hiters kursieren eine Menge Unfug und Fälschungen. Auf die kommt es aber in diesem Zusammenhang überhaupt nicht an. Der wesentliche Punkt ist, dass (die kapitalistischen Eliten von) UK und USA, obwohl aufgrund inneren politischen Drucks vorgeblich neutral, im spanischen Bürgerkrieg eindeutig auf Seiten des Putschisten Franko und seinem Helfer Hitler gegen die Kriegspartei der gewählten linken/anarchistischen Regierung war, die von der Sowjetunion unterstützt wurde und den Krieg trotzdem verlor.

        Das ist der wesentliche Punkt, um jene Zeit zu verstehen, mehr noch als die „guten amerikanisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen“, die es zweifellos auch gab. Kurt Gossweiler hat zur atlantischen Kapitalfraktion in Deutschland eine Menge geschrieben und im deutschsprachigen Internet findet man diesbezüglich etwa von David Noack durchaus erhellendes:

        https://theheartlandblog.wordpress.com/2011/08/08/kapitalfraktionen-in-deutschland-i-der-atlantik-oder-der-kontinent/

        Dazu gibt es auch noch einen zweiten Teil, der diesbezüglich die Nachkriegssituation beleuchtet:

        https://theheartlandblog.wordpress.com/2011/10/01/kapitalfraktionen-in-deutschland-ii-atlantiker-und-gaullisten-1944-1987/

      8. Elmar

        „man muss schon die Zeit vor WK2 in der Weimarer Republik nüchtern analysieren um zu verstehen, warum die Menschen Hoffnungen in Hitler steckten“

        Ich glaube, wenn man die Machtergreifung – oder „deutsche Revolution“ – wie das damals in Deutschland genannt wurde, mit dem treffenden Begriff „Farbenrevolution“ (Farbe braun) belegt, dann wird vieles klar, was damals in Deutschland geschah – und Parallelen zu dem, was heutzutage woanders geschieht, – man denke nur an Begriffe wie ägyptische, libysche, syrische oder ukrainische Revolution – werden sichtbar.

      9. „Aus der „ergiebigen Kloake des mitteleuropäischen Nationalismus“ erstand in Böhmen 1895 die erste nationalsozialistische Partei der Welt – exklusiv für Tschechen, die dem Internationalismus der Sozialdemokratie abschwören wollten. Hitler hätte also, so Gruša, eigentlich Tantiemen nach Prag überweisen müssen. Für diese rabiate, allerdings niemals rassistische Partei des „Národní socialismus“ wurde Benes erst Außenminister, dann 1935 Präsident der Nation, die er sich mit anderen Politikern im Pariser Exil des Ersten Weltkrieges ausgedacht hatte: Tschechoslowakei.“
        http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/tschechien-die-geburt-eines-nationalisten-1622501.html

        Was hier geschrieben steht ist auch nur teilweise wahr. Nämlich dass die erste nationalsozialistische Partei überhaupt, im heutigen Tschechien entstand. Und zwar noch weit vor dem WK1. Dass sie nicht rassistisch gewesen seien stimmt aber nicht. Benes strebte schon damals einen rein tschechischen Staat mit Slowaken an, wo Deutsche und Ungarn keinen Platz haben sollten. Und schon nach WK1 begannen erste Vertreibungen, da Benes nicht der Einzige war, der so tickte. Auch Massaker, woher auch die Sudetendeutsche Fahne (als Gedenken) herrührt: Erschießung von friedlichen Demonstranten. durch Tschechen. Hin zu den 30ern wurden immer mehr Deutsche teils vertrieben, deutsche Schulen geschlossen, Zwang auf tschechische Schulen zu gehen, gezielte Ansiedlung von Tschechen in jahrhunderte alten deutschen Siedlungen, Dörfern usw. Tschechisierung. Nur so viel dazu. Die Mär von den armen Tschechen. Oh, meine Güte. Aber die Tschechen setzen sich heute damit auseinander. Auch mit der späteren Vertreibung. Das halte ich ihnen zu gute. Aber die Sache mit der Tschechoslowakei (die Slowaken gingen eh missmutig dazu)…darüber gibt es kein ehrliches Geschichtsbild. Wenn man eine Familie hat, die einst mit ein bisschen Handgepäck nach Bayern übersiedelte, denen von Tschechen gar die Fotos und Erinnerungen zertreten wurden (was häufig auch dokumentiert ist), den das Sparbuch geraubt wurde und jeglicher Besitz von Tschechen übernommen wurde, wo die Großtante einem Massaker anheimfiel, sieht man das auch wohl etwas anders. In der Tschchei gab es massenhaft Lager für Deutsche, das Stadion in Prag war für seine Brutalität berüchtigt. Ich wüsste nicht was im Protektorat Böhmen geschehen ist, was die brutale Vertreibung rechtfertigt.

      10. @Parteibuch

        „Ich mache das aber trotzdem.“

        Das ist Dir unbenommen.

        Gleichwohl wundert es mich bei der sonstigen Ausrichtung von Einparteibuch, dass hier nur eine Ost-West-Linie gegen den Kommunismus gesehen werden will, aber z.B. andere Faktoren wie zionistische Bestrebungen außen vor bleiben? Ich werfe jetzt nur einmal Anekdoten von Stalins Umgang mit dem ersten jüdischen Geliebten seiner Tochter oder den bekennenden Antisemiten US-General Patton in den Raum oder – was ich auch erst vor kurzem las – dass AP die Nationalsozialisten mit antisemitischen Material versorgte.

        Die Trennlinien der Interessen sind nicht leicht zu ziehen. Das erleben wir doch aktuell auch im Syrien-Krieg. Warum sollte das vor 80 Jahren anders gewesen sein? Nebenbei: Ich hatte doch schon einmal auf den Schweizer Ganser hier hingewiesen, der die Ätiologie des Syrien-Krieges allein im Streit um Erdgas-Leitungen sehen will. Jetzt hatte ich wieder einen Vortrag von ihm im Internet gesehen – und das Interessante war, dass er wieder einmal die religiösen Motive Israels nicht sehen wollte, aber den Grund des Streites um die Erdgasleitungen dann aber doch religiös verortete, nämlich zwischen den sunnitischen Saudis/Katarern und den schiitischen Iranern. Will sagen: Ohne Religion oder quasireligiöse Ideen, also ohne das Irrationale, sind menschliche Bestrebungen nicht zu verstehen. Die Dinge zeichnen sich nicht immer so schnell und klar ab, wie aktuell im Syrien-Krieg. Ich bin hinsichtlich der Deutung des Zweiten Weltkrieges wirklich sehr gespannt, was wir alles noch erfahren werden. Das ist auch dringend nötig, wenn man denn der Menschheit den Dienst erweisen will, weg von den Kollektivurteilen hin zu den anthropologischen Grundübeln vorzustoßen.

        Besten Gruß!

      11. @Parteibuch

        Ja, das mit dem Drecksack Franco stimmt auf jeden Fall. Hitler umwarb ja anfangs auch die Engländer. Und mit Sicherheit gab es auch englische Diplomaten, die in Hitler anfangs ein nützliches Element sahen. Dann entstand noch due Liason mit Hitler-Mussolini, der Faschismus als Staatsform propagierte – wobei es sich vom Nationalsozialismus Unterschied, und oder aber auch nichts damit zu tun hatte , wie wir heute „Faschismus“ verstehen. Die Liason mit D entstand aus dem Zwist zwischen Frankreich und Italien um Gebiete, Libyen usw. Im WK1 und danach befand sich Italien ja in Gegnerschaft zu D.

        Aber diese Diplomaten, die eine Liason mit Hitler suchten (England) setzten sich nicht durch. Chuchill war auch ein Hardliner. Und England setzte auf den Ausbruch eines großen Krieges mit dem Deutschen Reich. So ehrlich muss man sein, dass Hitler noch versuchte, während und nach dem Polenfeldzug die Sache zu befrieden. Er unterbreitete England Angebote. Ihm ging es um Danzig, den Korridor usw. Polen hatte weit vor Krieh auf Danzig geschielt und die Stadt von Versorgung abgeschnitten, da es einen Seezugang haben wollte, gab’s die Korridorgeschichte nach WK1. Die anderen Gebiete erklärte Hitler bereit Polen zu überlassen. Zumindest formell tat er das. Was man davon halten soll? Wie auch immer, England lehnte ab und so ging der Krieg erst richtig los. Mit Polen hatte sich Hitler ganz klar verschätzt und übernommen. Er dachte, England würde nicht eingreifen. Ich denke nicht, dass es seine Absicht war, einen Weltkrieg zu entfachen. Aber er war ein fanatischer Typ, der glaubte, Angriff sei die beste Verteidigung. Der Erfolg all die Jahre, wo er die ehem. Alliierten an der Nase rumführte machte ihn wohl schwindsüchtig. Hochmut kommt vor dem Fall.

        Dass viele Banken an den Kriegen mitverdienten, wie heute, auch JP Morgan, der ja durch WK1 Fett verdiente, schon klar. Henry Ford, auf dessen Buch „The International Jew“ „Jud Süß“ zurückgeht usw. Aber heute ist das auch so. Die Hochfinanz verdient sich dumm und dämlich an Kriegen. Der Klassiker: alle Konfliktparteien werden unterstützt um es in die Länge zu ziehen, Profit zu maximieren. Trotzdem, ich glaube nicht an die Story des von Zionisten gekauften Hitlers. Er war quasi schon echt und glaubte an seine irre Mission. Er fühlte sich sogar von der Vorsehung dazu berufen, wie man hier und da im Original lesen kann. Er war kein Atheist, wie die Kirchen immer wieder verlogen behaupten…

      12. @Parteibuch

        Und ich denke nicht, dass die Sowjetunion die spanischen Anarchisten aus purer Menschenfreundschaft unterstützte. Die Sowjetunion war auch eine imperialistischen Macht, die auf Expansion und Macht Erweiterung aus war. Unter Sozialisten gab es ohne Zweifel viele gute Menschen, die von einer besseren Welt im Sozialismus träumten. Aber es war auch „Weltrevolution“ eine expansorische Ideologie und diejenigen Sozialisten die auch in Europa an den Schalthebeln saßen, Parteifunktionäre usw. waren längst keine idealistischen Gutmenschen mehr.

      13. @Parteibuch

        „Ich glaube, wenn man die Machtergreifung – oder „deutsche Revolution“ – wie das damals in Deutschland genannt wurde, mit dem treffenden Begriff „Farbenrevolution“ (Farbe braun) belegt, dann wird vieles klar, was damals in Deutschland geschah – und Parallelen zu dem, was heutzutage woanders geschieht“

        Mhm, ich weiß was du meinst. Sehe ich aber anders. 1. Es war eine recht lange Entwicklung mit der nationalsozialistischen Bewegung in Deutschland. Fanatische Nationalisten, die die Zustände in der Weimarer Zeit umkrempeln wollten. Aus ihrer Sicht die Ehre Deutschland wieder herstellen wollten. Und im Juden den Grund aller Übel sahen (Weltverschwörung/Protokolle usw.), dem Bolschewismus, das als Judenwerk betrachtet wurde und daran glaubten. Auch an ihre Mission.

        2. Da es Nationalisten waren, die Deutschland möglichst wieder unabhängig machen wollten und ja auch sehr viel diesbezüglich unternahmen, allein Landwirtschaft und Ernährung, um weniger auf das Ausland angewiesen zu sein.

        Wenn man mal stöbert…die Nationalsozialistische Literatur ist ein gigantisches Werk, das die bestehende Herrschaftsstruktur komplett umkrempeln wollte, worein unglaublich viel Arbeit und Energie gesteckt wurde. Der Nationalsozialismus ist eine eigene Staatsform, als solches sollte man es sehen.

        Insgesamt sehe ich keinen Grund dafür, dass die Globalisten, die es damals schon gab und deren Establishment sich auch unter den Internationalisten verteilte, einen Grund sah, ein solches System in Deutschland zu installieren. Viel lieber hätten sie die Weimarer Republik erhalten, denn so war Deutschland vollkommen ausgeliefert.

        Meine Meinung dazu. Ich kenne so Thesen, alles. Jedem seine Meinung…aber wie gesagt: ich halte Hitler für echt, nicht für eingekauft.

      14. @parteibuch

        Edit: Schleichwerbung für Nazitum und Rassismus entfernt, plonk wegen Trollerei für Elmar

    2. @clearly

      Du sprichst einen wichtigen Punkt an, der mich auch immer sehr berührt: Es ist unglaublich, zu was Menschen fähig sind. Es ist unglaublich, wie Menschen manipuliert werden können. Es ist unglaublich, welche Gruppendynamiken da wirken können. Es ist unglaublich, wie in Kriegen ein kollektives Urteil darüber, wer die Guten und wer die Schlechten sind, oft sehr schwer möglich erscheint. (Vor kurzem las ich wieder einen Bericht über Hannelore Kohl, die damals als 12-jährige mehrfach vergewaltigt wurde) Immer wieder gab und gibt es Versuche, anhand von Rasse, Religion, Ethnie, Staatenzugehörigkeit … moralische kollektive Urteile zu fällen. Kennst Du den us-amerikanischen Psychoanalytiker Stanley Milgram? Der gehörte auch denen, die experimentell feststellen wollten, dass DIE Deutschen eine besondere Veranlagung zum Bösen hätten. Das war eine absurde These, und die wurde in seinen Experimenten auch nicht bestätigt. Die Menschheit scheint sich im Hamsterrad zu drehen, wenn ich mir Kriege wie den um Syrien anschaue, gleichwohl scheint mit der Entwicklung um Aleppo ein Silberstreifen am Horizont. Wenn es doch nur gelänge, diese verirrten Seelen der „Rebellen“ aus ihrem Tunnelblick zu befreien und sie zu ihren Familien zurückkehren zu lassen.

      @elmar

      „Und sie waren keine Zombies, die aus Geilheit Menschen mordeten, wie heute getan wird.“ Menschen können zu Zombies werden – damals wie heute. Da haben sich Menschen offenbar null weiterentwickelt. Ob es Geilheit, Pflichterfüllung, Angst vor Repressalien … ist, die Menschen zu Zombies macht, darüber muss im Einzelfall entschieden werden. Als ich vor Jahren einmal in Stalingrad war, war mein einziger Trost die langen Gottesdienste in den russisch-orthodoxen Kirchen.

      @Parteibuch

      Der Zweite Weltkrieg ist schwer zu beurteilen. Die Geschichtsdeutung der Siegermächte ist vorherrschend – und viele Quellen sind noch nicht zugänglich. Auf alle Fälle würde ich Hitler nicht als „amerikanisch-britischen Lakaien“ bezeichnen. Es sind eben auch Amerikaner und Briten gewesen, die die Sowjetunion militärisch unterstützten. Es sind die Briten und Franzosen gewesen, die nach der Auseinandersetzung mit Polen nur Deutschland – und eben nicht der Sowjetunion – den Krieg erklärten. Wie wäre die Geschichte wohl verlaufen, wenn wir schon vor 80 Jahren Wikileaks, Einparteibuch … gehabt hätten?

      1. H. Meier

        „Auf alle Fälle würde ich Hitler nicht als „amerikanisch-britischen Lakaien“ bezeichnen.“

        Ich mache das aber trotzdem. Der Schwenk zur zeitweiligen britisch-amerikanischen Unterstützung für die UdSSR kam erst nach dem Hitler-Stalin-Pakt 1939, wodurch klar wurde, dass ihnen ihr Monster Hitler vollends entglitten war. Vorher standen UK/USA eindeutig an der Seite Hitlerdeutschlands gegen die Sowjetunion. Nicht vor Faschismus, sondern vor Kommunismus hatten die britisch-amerikanischen Eliten Angst, das trieb sie um, deshalb errichteten sie einen Cordon sanitaire, deshalb standen sie im spanischen Bürgerkrieg auf der Seite von Franco und deshalb standen sie hinter Hitler und Mussolini und deshalb gaben sie Hitler freie Hand in der Tschechei.

        Erst nachdem Hitler sich im Hitler-Stalin-Pakt mit dem Kommunismus verbündete änderten UK/USA ihre Position.

  9. Offtopic (Jemen)
    Zeit online berichtet über den Luftangriff auf die Beerdigung.
    Sogar kritische Kommentare gehen mittlerweile durch, vor ein paar Jahren einfach undenkbar.
    Es ändert sich tatsächlich was, allein das Verhalten der Zensoren zeugt davon das sich die Menschen zumindest erfolgreich gegen Zensur auflehnen. Und die Zensoren sind eben auch nur Menschen die (wahrscheinlich) Miete zahlen müssen; sie scheinen ebenso die Schnauze voll zu haben 🙂

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-10/jemen-luftangriffe-sanaa-tote-bomben-trauerhalle?cid=9345416#cid-9345416

    1. naja, die Jemensache wurde stets unter dem Mantel des Schweigens gehalten. Einfach so gut wie nichts berichtet.

    2. Ja es ist auch wichtig, das über Jemen berichtet wird, es wird aber im Augenblick der Ablenkung dienen, Dem normal Tagesschau-Konsumenten werden die Unterschiede gar nicht auffallen.
      Immerhin hat sich die USA bei der Rettung der Terroristen in Ostaleppo sehr weit vorgewagt. Wir standen ja kurz vor der Kriegserklärung an Russland. In Europa waren Sanktionen gegenüber Russland praktisch beschlossen (auch wenn mir unklar ist in welche Richtung die hätten sein sollen).
      Aleppo ist verloren, jetzt muss man vom hohen Ross runter, ohne das auch nur der Anschein durchkommt, Russland hätte gewonnen, Da die USA selbst noch nicht weiß, wie sie aus der Falle raus kommen, warten unsere Propagandamedien wohl noch auf die neue Sprachreglung. Das führt dazu, das eben Jemen mal für kurze Zeit im Fokus steht.

      Das kritische Kommentare scheinen allgemein schon seit einiger Zeit häufiger durch zu rutschen. Das liegt wohl aber eher daran, das die Werbung nach Anzahl der Klicks bezahlt wird und wenn schon im Artikel Propaganda ist dann auch noch in den Kommentaren, liest das keiner und das das schlecht fürs Geschäft ist, hat man wohl langsam in den Chefetagen begriffen.

  10. @Clearly

    Deswegen find ich auch Putin wirklich einen Großen. Sicher bedauert er auch das Ende der Sowjetunion. Aber er gab auch auf einer Gedenkfeier in Polen kund, dass Stalin mit Hitler kooperierte und beleuchtete auch die Rolle Polens am Vorabend des 2 Wk. Räumte ein, dass beide auch ihren Anteil hatten… Mein Großvater ging noch als Rentner auf Reise nach Ägypten, dort war er in Gefangenschaft und traf sich mit englischen Veteranen. Die hätten sich bestimmt nicht mit einem deutschen Berserker-Zombie getroffen und hatten längst ihr Kriegsbeil begraben… Ich finde das teils schlimm, wie heute auf die Leute von damals generell heruntergeschaut wird. Und das, wo sich die westliche Wertegemeinschaft von einem blutigen Krieg in den anderen verstrickt – auch wenn sie Stellvertreter kämpfen lassen. Das macht es nicht besser.

  11. Sehr geehrter Elmar. Und dann gab es MENSCHEN in Deutschland, wie in meiner Familie, Kommunisten und Gewerkschaftler, die diese Verbrechen, nicht mitgemacht haben und schon in der Entwicklung, vor diesen Verbrechen gewarnt haben. Einige sind im KZ Zerschunden worden, andere, direkt in den Folterhöllen, der Gestapo, andere mussten zu einem Straf- Bataillon, Mortalitätsrate ca.90% , manchen gelang bei diesen Vernichtungseinsätzen, ganz nah beim
    “ Feind“, die Flucht, einer musste die ganzen Jahre, in einem winzigen Verschlag, in der Dachschräge, der Vorausplanend und Frühzeitig angelegt wurde, bis zur Befreiung, durch die Rote Armee ausharren, er hatte Glück, das dieser Stadtteil, der Reichen und der Prominenz, von den Britischen und Amerikanischen Bomben, Ausgespart wurde. Wer zerstört schon, sein Eigentum oder das seiner Freunde.

    1. Ja natürlich gab es die…, werter Felix Klinkerberg. Ich käme auch nie auf die Idee das 3. Reich zu beschönigen.
      Ganz klar war es totalitär, oder autoritär, wie damals Nationalsozialisten selbst bekundeten. Den Kommunisten wurde für alles was in der Weimarer schief lief, die Schuld gegeben. Aber die Kommunisten in D waren halt auch nicht nur die braven Bubis und Mädis…wie sie sich immer hinstellen. Was aber das rücksichtslose Vorgehen der Nazis nicht entschuldigt. Und gerade die Deutschen hatten es doch nach dem 9. November probieren wollen. Die bösen Zombies statteten Kommunisten, Sozialdemokraten etc. mit reichlich Stimmen aus. Da waren es sicher keine Zombies, da sie ja richtig wählten, oder? Die Nationalsozialisten wollten diese „Parasiten“ wie sie es nannten, dann rücksichtslos (wie sie selbst sagten) beseitigen.

      Ich bleib dabei: man muss sich in die Zeit vor 33 hineinversetzen. Was die Leute umtrieb, wie und unter welchen Umständen sie lebten, dass sie auf Hitler setzten, in der Erwartung, er würde die Missstände beseitigen. Auch das Verhalten der Alliierten, das Versailler Diktat (D zahlte 2010 die letzte Rate für WK1), die Ausplünderung Deutschlands -Scheidemann meinte, die Hand solle verdorren, die den Vertrag unterschreibt- und das nach Wilsons 14 Punkten und „alles wird gut“ trug auch dazu bei, dass Hitler überhaupt Zuspruch erfuhr. Ich glaub, sonst hätte ihm niemand in dem Maße (die Zombies) zugehört.

      In der Sowjetunion wurde auch nicht zimperlich mit Systemfeinden umgegangen. Stalin ließ auch deutsche Exilkommunisten verfolgen, schon vor dem Krieg, Gulags usw. Alles deutsche Agenten, klar. Wie er auch den „ehrenwerten“ Trotzki und dessen Anhänher absägte, nicht wahr. Und trotzdem wird die Sowjetunion hier abgefeuert und verherrlicht.

      Nein, mir geht es um so Dinge wie der sog. Kollektivschuld und dass man rundheraus die Menschen von damals aus arroganten Blickwinkel von heute, als Zombies abstempelt. Dass man sich weltweit mit Konflikten beschäftigt, einem die Leute leid tun usw. , man aber auf die Leute von damals spuckt, ohne ein Mitgefühl zu zeigen. Womöglich noch gröhlt: „thanks Bomber Harris, do it again“.

      Mein Großvater, der im Böhmerwald eine Landwirtschaft und ein Wirtshaus betrieb und unwillentlich zum Krieg eingezogen wurde. Ein Mensch der selbst seine Katzen begrub und heulte, war nicht der Einzige, auf den das Prädikat „Zombie“ nicht zutrifft.

  12. Die Frage die hier in diesem Artikel aufgeworfen wurde
    http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950717001312
    kann Russland die
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_Martin_F-22
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_Martin_F-35
    und
    https://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_B-2
    abschießen? Kann mit einem eindeutigen ja beantwortet werden. Es ist nicht einfach aber es ist technisch möglich wenn man weiß wie. Das hat die Luftabwehr der Bundesrepublik Jugoslawien bewiesen als sie eine von diesen Flattermännern
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_F-117#Verluste_bei_Kampfhandlungen
    abschoss und einen weiteren so schwer beschädigte dass er nur verschrottet werden konnte.
    Dazu hatte die Luftabwehr 3 Radarstationen vom Typ
    https://de.wikipedia.org/wiki/P-18
    im Dreieck zusammengeschaltet und schon sind die Fledermäuse sichtbar geworden und konnten hiermit
    https://de.wikipedia.org/wiki/S-125_Newa
    wirksam bekämpft werden.
    Deshalb hat Russland inzwischen 3 Anlagen in Syrien. Eine S-400
    https://de.wikipedia.org/wiki/SA-21_Growler
    Nun auch eine S-300
    https://de.wikipedia.org/wiki/S-300WM
    und den Raketenkreuzer Moskwa
    https://de.wikipedia.org/wiki/Moskwa_(Lenkwaffenkreuzer)#Antiterror-Einsatz
    Wenn diese 3 Anlagen im Dreieck geschaltet werden, dann werden diese Flugzeuge sichtbar und können wirksam bekämpft werden. Dabei können durch alle 3 System gemeinsam bis zu 24 Ziele gleichzeitig mit 48 Raketen bekämpft werden. Die Treffgenauigkeit ist dabei pro Rakete wie folgt:
    – für ballistische Raketen 70%
    – für Flugzeuge 90%
    Deshalb werden die Raketen auch immer Paarweise abgeschossen um einen 100% -igen Erfolg zu erreichen.
    Das die Russen bei dieser Zusammenschaltung auf die syrischen Anlagen
    https://de.wikipedia.org/wiki/S-300PMU-1/2
    verzichtet liegt wohl an folgenden Gründen.
    1. Werden die Russen dem Ausbildungsstand der syrischen Besatzungen hier wohl noch nicht ganz trauen. Denn solche komplexen Systeme und vor allem deren Zusammenarbeit mit einander beherrschen zu lernen geht nicht von heute auf morgen. Da haben die syrischen Soldaten wohl bisher zu wenig Zeit gehabt.
    2. Wird es wohl auch ein Sprachproblem sein das ein wirksames Zusammenarbeiten hier erschwert.

    1. Mit Verlaub…. auf die serbischen Erfahrungen hier zurückzugreifen, ist an sich müßig.

      Im Übrigen gab es damals noch eine (weitaus einfacherer) Theorie, wie die Serben die 117 abschiessen konnten.

      Die Zeit ist nicht stehengeblieben, die Möglichkeiten der Elektronic völlig andere.

      Desweiteren gehe ich nicht davon aus, dass Russland *3 Anlagen in Syrien* hat., sondern (hoffentlich) einige mehr….

      1. @Hans aus Olb

        “ Mit Verlaub…. auf die serbischen Erfahrungen hier zurückzugreifen, ist an sich müßig.“

        .

        Ist es eben nicht, denn hier wird ein physikalisches Grundprinzip ausgenutzt. Die physikalischen Grundlagen der Stealth Technologie
        https://de.wikipedia.org/wiki/Tarnkappentechnik
        bestehen darin dass das Flugzeug einen Teil der Radarstrahlen absorbiert und den Rest so zerstreut dass die aussendende Station kein Echo mehr erhält und das Ziel nun nicht mehr orten kann. Wenn nun mehrere Radarstation, an unterschiedlichen Orten, miteinander gekoppelt werden dann fangen die Stationen die Radarsignale auf die zwar nicht von der eigenen Station kommen aber von den anderen Stationen, die vom Flugzeug „zerstreut“ worden sind. Je mehr Radarstationen dabei beteiligt sind, desto sicherer und größer ist die Erkennungswahrscheinlichkeit und Erkennungsreichweite.
        Was die Anzahl der Komplexe angeht, so sind von Russland die von mir genannten Komplexe bestätigt worden und spekulieren will ich hier nicht. Weitere Komplexe befinden sich in Syrien nur in den Händen der SAA. Deren Verwendung allerdings wegen den von mir schon genannten Problemen wohl schwierig sind.

      2. @Karsten L.

        Zitat:“Wenn nun mehrere Radarstation, an unterschiedlichen Orten, miteinander gekoppelt werden dann fangen die Stationen die Radarsignale auf die zwar nicht von der eigenen Station kommen aber von den anderen Stationen, die vom Flugzeug „zerstreut“ worden sind. Je mehr Radarstationen dabei beteiligt sind, desto sicherer und größer ist die Erkennungswahrscheinlichkeit und Erkennungsreichweite.“

        = entspricht wohl der Wirkungsweise eines *Passivradars*, welches idealerweise auch andere Quellen als die von Radarstationen auswertet. Und das ist ganz interessant, denn die Erkennbarkeit von Objekten ist auch abhängig von der Frequenz (Wellenlänge).

        Ich will keineswegs streiten.
        Ich hoffe nur, die passen da unten alle ganz sehr auf, was sie tun.

      3. @Hans aus Olb

        “ Ich will keineswegs streiten.
        Ich hoffe nur, die passen da unten alle ganz sehr auf, was sie tun.“

        .

        Ich will auch nicht streiten. Nur informieren. Bei den USA bin ich mir nicht wirklich sicher. Allerdings was die Russen angeht da bin ich mir sicher dass sie wissen was sie tun.
        Bei einem massiven Angriff durch die B-2 können maximal 20 Flugzeuge aufgeboten werden. Mehr sind nicht vorhanden. Das macht bei 24 Zielen die gleichzeitig mit 48 Raketen zu fast 100% Wahrscheinlichkeit eines Abschusses einen Totalverlust der teuersten Bomberflotte der Welt.
        Einsatz der F-22 geht nicht da sie als Überlegenheitsjäger konzipiert wurden und für den Bodeneinsatz nur über GPS gelenkte Freifallbomben verfügt die man mit GPS Jammer ablenken kann damit diese entweder im Wasser oder in der Wüste landen.
        Bleibt noch die F-35 da kann ich nur sagen „fröhliches Truthahn schießen“.
        Wenn keine Stealths Flugzeuge eingesetzte werden sondern nur Flügelraketen und F-16 dann müssen die Stationen nicht zusammengeschaltet werden und dann sieht es ganz anders aus.

  13. Im Terroristeninfight zeichnet sich eine Lösung ab:

    Al Nusra kam, sah und verleibte sich Jund al Aqsa ein.

    Bis jetzt noch kein Statement von JA gelesen, aber sie waren wohl erheblich unter Druck.

    1. Vielleicht war das etwas voreilig.

      >>>>
      Hassan Ridha ‏@sayed_ridha 12 Min.Vor 12 Minuten
      Hassan Ridha hat موسى العمر retweetet
      Ahrar Sham spokesperson Abo Yusuf al-Muhajir says they don’t accept Jund’s bay’ah to JFS & that fighting will cont.

      Hassan Ridha hat hinzugefügt,
      موسى العمر @MousaAlomar
      المتحدث العسكري باسم الأحرار ابو يوسف المهاجر في تسجيل صوتي:
      غير صحيح موافقتنا على البيعة ولم نستشر و مستمرون في القتال حتى إنهاء جند الأقصى
      >>>>>>>>

      Ahrar al Sham gegen Jund al Aqsa + Dschebat al Nusra. Das wäre natürlich gut, die dürften ungefähr gleich stark sein; wenn die sich gegenseitig ausschalten, schont das andere Menschenleben.

  14. Zur generellen geostrategischen Einordnung und auch tw. zur Thread-Diskussion hier der Hinweis auf das Interview zum Thema »Die Psychoanalyse als Waffe in den Händen von Geheimdiensten und Militär« mit dem Autor Knuth Müller, dessen umfangreiche Studie »Im Auftrag der Firma« belegt: US-Geheimdienste und -Militär forschen seit Jahrzehnten zu Unterdrückung und Manipulation > http://www.nachdenkseiten.de/?p=27272 (mit div. weiterführenden Links). Geschichte und Folgen einer unerwarteten Liaison zwischen Psychoanalyse und militärisch-nachrichtendienstlichen Netzwerken der USA seit 1940, wie die Beteiligung von Psychoanalytikern, etwa an der Erstellung propagandistischer Strategien während des WKII, der Utilisierung von Patientendaten zur Beeinflussung der zivilen Kriegsmoral und die Erprobung von Wahrheitsdrogen durch Menschenexperimente. Auch Grundlagenforschungen zur Entwicklung »verschärfter Verhörmethoden«, die mit den »Enhanced Interrogation Techniques« während der Bush-Administration ihren bisherigen Höhepunkt erreichten, wurzeln in dieser unerwarteten Zusammenarbeit.

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