Syrische Armee bietet Terroristen in Ost-Aleppo erneut Fluchtmöglichkeit an

Die syrische Armee hat am späten Mittwoch Abend eine Erklärung veröffentlicht, in der sie den in Ost-Aleppo umzingelten Terroristen erneut die Möglichkeit anbietet, sich aus Ost-Aleppo evakuieren zu lassen, diesmal allerdings ohne Waffen. Diejenigen, die von der Offerte keinen Gebrauch machen, würden dann jedoch ihr unvermeidliches Schicksal treffen, heißt es weiter.

Außerdem kündigte die syrische Armee an, in nächster Zeit die Einsätze der Luftwaffe in Ost-Aleppo aus humanitären Gründen zu reduzieren. Dadurch sollen die Umstände von Zivilisten verbessert werden, die von Terroristen in Ost-Aleppo als humanitäre Schutzschilde benutzt werden, und außerdem soll es dadurch leichter werden für Zivilisten wie für Terroristen, sich aus den umzingelten Terroristengebieten Ost-Aleppos evakuieren zu lassen. Die westlich-massenmediale Hasbara der Freunde von Al Kaida, darunter, wie so oft, auch die zwangsgebührenfinanzierte staatliche deutsche Tagesschau, verbreitet dazu die plumpe Lügengeschichte, die syrische Armee drohe Zivilisten in Ost-Aleppo mit ihrer Ermordung, falls sie sich nicht evakuieren lassen sollten.

Auf dem Boden in Aleppo sieht es so aus, dass die syrische Armee und ihre Partner in den letzten Stunden über die Hälfte des über Jahre von Terroristen beherrschten Bezirks Bustan Al Basha unter Kontrolle gebracht haben, und vom Bezirk Owaija haben sie Schätzungen zufolge nun auch bereits 45-50%.

Von der Gegend des in der letzten Nacht befreiten Sportkomplexes in Bustan Al Basha gibt es erste Bilder:

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums wies unterdessen noch einmal daraufhin, dass Al Kaida die letzten Waffenstillstandsvereinbarungen dazu genutzt habe, sich neu zu gruppieren und zu verstärken, während die Rebellen und ihre westlichen Unterstützer keine Anstalten gemacht haben, ihren Teil der Verpflichtungen aus dem Waffenstillstand zu erfüllen. Dass Russland sich noch einmal auf einen Deal mit den USA zu Syrien einlässt, der zu nichts anderem als der Stärkung von Al Kaida führt, dürfte also einstweilen nicht zu befürchten stehen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass der Anti-Terrro-Kampf in Ost-Aleppo trotz der vorübergehenden Reduzierung des Einsatzes der Luftwaffe jetzt weitergeht bis es in Aleppo keine Terroristen mehr gibt. Eine Reduzierung des Einsatzes der Luftwaffe bedeutet auch nicht, dass sie nicht mehr fliegt und der syrischen Armee und ihren Partnern beim Vorrücken an der Terrorfront hilft.

Wenn sich das Terrorproblem in Aleppo zumindest teilweise friedlich durch Evakuierung lösen lässt, ist das natürlich gut, aber soweit das nicht der Fall ist, müssen und werden die syrische Armee und ihre Partner für die vollständige Eliminierung von Al Kaida und Konsorten in Aleppo sorgen. Allein im Bezirk Bustan Al Basha sollen in den letzten Stunden 30 Terroristen eliminiert worden sein.

Nachtrag 14:50h: Das Militärmediennetzwerk hat ein frisches Video vom Vorrücken der syrischen Armee in Bastan Al Basha veröffentlicht:

Nachtrag 15:00h: Von @PetoLucem gibt es eine neue Karte von Aleppo, auf der das jüngste Vorrücken der Armee in Bustan Al Basha verzeichnet ist:

Nachtrag 15:15h: Eine Quelle bei den Tigern hat soeben mitgeteilt, dass die Terroristen sich aus dem Steinbruch nordöstlich der Ruinen des Kindi-Krankenhauses zurückgezogen haben:

@MIG29_ ist normalerweise eine recht zuverlässige Quelle, aber mal schauen, ob sich dieses Gerücht im Laufe der nächsten Stunden bestätigt.

Nachtrag 15:35h: Allerherzlichst. Russland unterstützt die Initiative des UNO-Sondergesandten De Mistura, Al Kaida aus der Stadt Aleppo zu evakuieren, wie der russische Vize-Außenminister Bogdanov heute erklärte. und dann fügte Bogdanov noch süffisant hinzu: „Es ist höchste Zeit, dass das getan wird. Wir werden sehen, ob De Mistura eine positive Antwort bekommt.“ Wie viel Realitätsverlust geht da noch? Es ist schon etwas schwer zu glauben, dass der UNO-Sondergesandte De Mistura wirklich glaubt, dass Al Kaida sich aus Ost-Aleppo zurückzieht, nur weil ihm das gefallen würde.

Nachtrag 19:30h: Noch unbestätigten Berichten zufolge haben die syrische Armee und ihre Partner die Umspannstation südlich von Owaija unter Kontrolle gebracht:

@sayed_ridha meldete demgegenüber vor zwei Stunden, die syrische Armee habe nördlich des Verkehrsknotenpunktes Sakhur das Gebäude und den Turm der Elektrizitätsfirma unter Kontrolle gebracht und den Hügel oder Steinbruch südwestlich von Breij. Nördlich des Verkehrsknotenpunktes Sakhur ist auf Wikimapia eine elektrische Umpsannstation verzeichnet.

South Front meldet demgegenüber die syrische Armee habe eine Umspannstation im Norden des Bezirks Suleiman Al Halabi unter Kontrolle gebracht.

@raedsyrian002 meldete derweil, dass die syrische Armee auch im Bezirk Salah Eddin ein Stück vorwärts gekommen sei.

Mal abwarten, ob sich da die eine oder andere Nachricht demnächst bestätigt oder als Missverständnis erweist.

Terrororisten in Aleppo ist es unterdessen am heutigen Donnerstag SANA zufolge „gelungen,“ durch wahllosen Beschuss acht Menschen in West-Aleppo zu ermorden und 58 weitere zu verletzen.

Katyushas haben die Terroristen heute zum Beschuss West-Aleppos verwendet.

Nachtrag 20:00h: Ruptly hat heute ein Video aus dem Industriegebiet von Owaija veröffentlicht und schreibt dazu, die syrische Armee setzte ihren Vormarsch in Owaija auch am heutigen Donnerstag fort:

Es ist auch da viel kaputt, aber es scheint da, anders als anderenorts, auch noch was weiter nutzbares an Gebäuden zu stehen.

Nachtrag 23:00h: Axis of Resistance hat eine Karte zu den heutigen Fortschritten der syrischen Armee im Bezirk Salaheddin veröffentlicht – insbesondere soll da eine Khalid-Bin-Walid-Moschee unter Kontrolle gebracht worden sein:

Bei der Khalid-Bin-Walid-Moschee scheint es sich um die Moschee zu handeln, die ansonsten als Salaheddin-Moschee bezeichnet wird.

Nachtrag 23:45h: Axis of Resistance hat nun auch eine Karte zu den oben bereits erwähnten Fortschritten der Armee nördlich des Verkehrsknotenpunktes Sakhour veröffentlicht:

Es geht dabei offenbar darum, dass die syrische Armee auf einen „Hügel Sheikh Fares“ vorgerückt ist, der ihr Feuerkontrolle über den Verkehrsknotenpunkt Sakhour und einige seiner Zufahrsstraßen gibt.

49 Gedanken zu “Syrische Armee bietet Terroristen in Ost-Aleppo erneut Fluchtmöglichkeit an

  1. Interessanter Artikel der DWN mit vielen Querverweisen, der sich der neuen Rolle der Türkei widmet:
    „USA im Abseits: Türkei und Russland kooperieren in Syrien“
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/10/06/usa-im-abseits-tuerkei-und-russland-kooperieren-in-syrien/

    „Der türkische Sender Ulusal Kanal berichtet, dass die Befreiung von Dabiq sowohl aus ideologischen als auch aus taktischen Gründen wichtig sei. Dabiq sei das ideologische Zentrum von ISIS. Zudem gibt es dort eine hohe Konzentration von ISIS-Kämpfern. Aus taktischen Gründen kann die ISIS-Stadt Al-Bab nur dann befreit werden, wenn zuvor Dabiq befreit wird. Denn nur dann sei der Weg nach Al-Bab auch weitgehend abgesichert. Der türkische Geopolitiker Cahit Dilek sagte dem Sender, dass die „Operation Euphrates Shield“ nur dann erfolgreich abgeschlossen werden kann, wenn sich Ankara und Damaskus einigen und auch kooperieren.“

    Ulusal Kanal ist ein oppositioneller, hardcore kemalistischer Sender, der mit Erdogan öffentlich scharf ins Gericht geht und den Erdogan immer mal schließen will. Immer mal interessant zu gucken, da es den ganzen Tag um aktuelle türk. Politik geht. Wer einen türk. Bekannten oder so hat…oder Türkisch kann. Ein Sender mit gewissem Propagandapotential, aber halt von der anderen Seite…
    http://www.ulusalkanal.com.tr/canliyayin/canliyayin.php

    1. Naja, es sagt schon viel über die Kampffähigkeit von „Euphrates Shield“, wenn die ausserstande sind, das 10km südlich der türkischen Grenze liegende Städtchen Dabiq zu erobern. Es wäre auch falsch, ihnen die Eroberung von Al Bab zu erlauben, da haben sie noch weniger zu suchen. Das sollte in einer gemeinsamen Aktion von SAA und SDF befreit werden.

      1. „Das sollte in einer gemeinsamen Aktion von SAA und SDF befreit werden.“

        Tja, dann müssten sich Teile der Kurden einmal entscheiden und nicht so viel mit dem Ami ins Bett gehen…

    1. Reisender

      Der deutsche Rechtsstaat funktioniert nicht, sondern er misst mit zweierlei Maß: die kleinen Kriminellen verfolgt er, die großen rührt er nicht an.

      Konkret: Ein kleiner V-Mann des LKA und ein paar seiner Kumpane wurden für die Unterstützung von Ahrar Al Sham mit Kleidung und Krankenwagen für ~150k Euro verurteilt. Der große Außenminister Steinmeier hat sich politisch für Ahrar Al Sham stark gemacht, was unzweifelhaft wesentlich wertvollere Unterstützung dieser Terrorgruppe als Kleidung und Krankenwagen für ~150k Euro sein dürfte, und sehr viel später erfolgte, zu einem Zeitpunkt, wo wirklich jedem klar sein musste, dass Ahrar Al Sham eine bombenlegende Terrorgruppe im Netzwerk von Al Kaida ist:

      https://www.tagesschau.de/inland/syrien-stuttgart-101.html

      Trotzdem wird gegen Terroristenunterstützer Steinmeier nicht mal ermittelt, geschweige denn, dass er als Unterstützer der Terrorgruppe Ahrar Al Sham verurteilt würde.

      1. Verhandeln um den Frieden kann man nur mit dem Feind. Ziel der Verhandlungen kann ja auch ein Gefangenenaustausch, Waffenstillstand oder die Freilassung von Geiseln sein. Wie häufig verhandelt man mit Regierungen, welche alle nach Den Haag gehören? – Etwa wegen Angriffskriege, extralegale Dronenmorde, systematische Überwachung der ganzen Zivilbevölkerung.
        Mit Geiselnehmer, welche gerade eine Bank überfallen oder Öl klauen oder Fabriken demontieren würde man vermutlich auch verhandeln. Falls ein Geiselnehmer jedoch sagt, dass er und seine Freunde nicht ein Fluchtauto wünschen sondern zum Vorstandsvorsitzende gewählt werden möchte, dann sollte er in eine Gummizelle.

      2. Reisender

        Es ist richtig, dass Frieden nur mit dem Feind verhandelt werden kann. Aus diesem Grund halte ich es auch nicht für einen Fehler, wenn etwa mit den Taliban, Al Kaida, ISIS, FSA oder Ahrar Al Sham verhandelt wird. Verhandeln bedeutet ja auch nicht unbedingt, solche Gruppen nicht gleichzeitig militärisch in Schach zu halten. Wenn bei solchen Versuchen nichts bei raus kommt, eben weil das Extremisten sind, die keinerlei politischer Lösung außer ihrer eigenen Machtergreifung mit Ziel Genozid zugänglich sind, dann ist das zu erwarten und schade, aber der Versuch, trotzdem zu verhandeln, kostet eben im Vergleich zu den bei Militäroperationen verlorenen Menschenleben auch fast nichts.

        Steinmeier hat aber etwas ganz anderes erklärt, nämlich dass mit Extremisten und Terroristen nicht verhandelt werden soll. Und dazu har er sich dann gleichzeitig dafür ausgesprochen, mit Ahrar Al Sham zu verhandeln. Steinmeier hat Ahrar Al Sham damit politisch vom zutreffenden Extremismus- und Terrorvorwurf reingewaschen.

        Gleiches passiert auch in den deutschen Medien, immer und immer wieder, auch heute. Man schaue nur auf die heutige Tagesschau-Schlagzeile: „IS-Anschlag auf syrische Rebellen.“

        http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-831.html

        Mit „syrische Rebellen“ meint die Tagesschau die Terrorgruppe Ahrar Al Sham, denn die hat der ISIS-Anschlag in Atmeh heute getroffen.

        http://syria.liveuamap.com/en/2016/6-october-among-those-killed-in-atmeh-bombing-is-ahrar-alsham

        Das kann der Tagesschau kaum entgangen sein, wo sie hier lobenswerterweise schon vom US-Narritiv abweicht, der ISIS-Anschlag in Atmeh habe ein „Flüchtlingslager“ getroffen. Und so eine Schlagzeile von den „syrischen Rebellen“ von Ahrar Al Sham bringt die Tagesschau am geichen Tag, wo sie berichtet, dass in Stuttgart vier Männer wegen Unterstützung der „Terrorvereinigung“ Ahrar Al Sham als Terrorhelfer strafrechtlich verurteilt wurden.

        Da geht es um öffentliches Reinwaschen der Terrorgruppe Ahrar Al Sham zu einer sympathischen Gruppe von „Rebellen“ genau wie bei Steinmeier.

      3. @Parteibuch

        „Trotzdem wird gegen Terroristenunterstützer Steinmeier nicht mal ermittelt, geschweige denn, dass er als Unterstützer der Terrorgruppe Ahrar Al Sham verurteilt würde.“

        Wenn sich der Generalbundesanwalt eine Ermittlung getraute, dann würde er als politischer Beamter sofort abgesetzt. I.ü. schaue man sich nur einmal an, wie nach der Tornado-Entscheidung die Strafanzeigen gem. § 80 StGB (iVm Art 26 GG) gegen Merkel, Steinmeier und von der Leyen abgebügelt wurden. Und jetzt reisen Bundestagsabgeordnete auch noch nach Incirlik – und darunter auch noch Mitglieder von Parteien, die ehemals als friedensbewegt galten und die nur noch auf Erdogan fixiert sind. Das ist einfach nur zynisch und peinlich.

        P.S. Ab und an muss ich es sagen, auch wenn ich es viel öfter denke: Vielen Dank für Arbeit von Einparteibuch!

        P.P.S. Noch eine Frage, weil mich der Kampf der Anti-Isis-Koalition gegen den Feind, den sie uns immer verkaufen will, auch interessiert: In der FAZ las ich folgenden Bericht zu der vor einiger Zeit von der westlichen Geberkonferenz beschlossenen Einnahme von Mossul (und Raqqa) im Herbst: http://www.faz.net/aktuell/politik/irak-und-tuerkei-bestellen-botschafter-ein-14467228.html Was ist da der Hintergrund? Ist das „nur“ eine Sache zwischen Türken und Irakern? Oder stecken da größere Pläne von Neuordnungen anhand von konfessionellen Unterscheidungen dahinter?

      4. Meier

        „Was ist da der Hintergrund? Ist das „nur“ eine Sache zwischen Türken und Irakern? Oder stecken da größere Pläne von Neuordnungen anhand von konfessionellen Unterscheidungen dahinter?“

        Soweit mir bekannt, hat das im Hintergrund wenig mit „konfessionellen Unterscheidungen“ zu tun, aber dafür viel mit Öl. Die Türkei ist der Meinung, sie könne wirtschaftlich nicht auf ihre Ölquellen nahe Mossul, Erbil und Kirkuk verzichten. Bagdad meint hingegen, dass diese Gebiete Teil des irakischen Staatsgebietes sind. Die Türkei meint hingegen, dass die heutigen international anerkannten Staatsgrenzen in der Region ungerecht und damit ungültig sind, weil der Weltmacht Türkei mit der Grenzziehung vor mehr als 100 Jahren ihr Öl geraubt wurde und als illegitimer Kleinstaat habe die irakische Regierung in Bagdad da den Bedürfnissen der ottomanischen Weltmacht Türkei in Bezug auf Kontrolle über ihr Öl Rechnung zu tragen. So in etwa meine ich, das vor ein paar Jahren – noch bevor es ISIS in Mossul gab – in der regierungsnahen türkischen Presse gelesen zu haben.

      5. @Parteibuch

        „Die Türkei meint hingegen, dass die heutigen international anerkannten Staatsgrenzen in der Region ungerecht und damit ungültig sind, weil der Weltmacht Türkei mit der Grenzziehung vor mehr als 100 Jahren ihr Öl geraubt wurde und als illegitimer Kleinstaat habe die irakische Regierung in Bagdad da den Bedürfnissen der ottomanischen Weltmacht Türkei in Bezug auf Kontrolle über ihr Öl Rechnung zu tragen.“

        Schei.e, ich hätte nicht fragen sollen, denn das war genau die Antwort, die ich schon befürchtete. Wir Menschen leben im Hamsterrad: Der Imperialist ist tot, lang lebe der Imperialist. Gibt es denn keine Atwort, die noch ein wenig einen Idealismus befeuern kann?

      6. H. Meier

        „Wir Menschen leben im Hamsterrad: Der Imperialist ist tot, lang lebe der Imperialist. Gibt es denn keine Atwort, die noch ein wenig einen Idealismus befeuern kann?“

        Ich würde es andersherum als triftigen Grund für Optimismus sehen. Dadurch, dass es bei dem türkisch-irakischen Konflikt im Nordirak im Kern eigentlich nur um das bisschen Öl des Nordirak geht, und weniger um Idealismus und Religion wie etwa bei Israel/Palästina und Kashmir, dürfte der Konflikt im Nordirak vergleichsweise leicht lösbar sein.

        Die Lösung liegt im Nordirak auf der Hand: der Irak verkauft der Türkei das dortige Öl zu guten Konditionen, und die Türkei respektiert und unterstützt dafür die Souveränität und territoriale Integrität des Irak. Das wäre eine Win-Win-Lösung für beide Seiten. Dazu gehört dann aber auch zwingend, dass die Türkei gegen die Versuche von USA/NATO/israel arbeitet, den Nordirak, und da insbesondere Barzanis „kurdische Autonomieregion“, als Hebel zur Destabilisierung von Bagdad und Teheran zu nutzen, anstatt da selbst mitzumachen. Das Ergebnis dieser US/NATO/Israelischen Destabilisierungspolitik via Nordirak sehen wir ja jetzt mit ISIS und Krieg ohne Ende. Das nützt weder Bagdad noch Ankara.

      7. Ich find ja den älteren Artikel der Deutschen Welle, anlässlich Steinmeiers Besuch in Katar immer noch interessant: Beide sitzen in „Friends of Syria“ (typisch zionistiischer schwarzer Humor) und haben das Problem, dass die von ihnen unterstützten Terroristen sich teil gegenseitig erschießen.

        „Support for Islamists in Syria

        Doha is more or less openly supplying militant Islamist groups in Syria with money and weapons. In some regions, these groups – such as the Ahfad al-Rasul Brigade – are fighting directly against the Free Syrian Army, which is the opposition force supported by the Friends of Syria collective. The Friends of Syria group, which most recently met in London for talks, includes Germany as well as the United Arab Emirates – but also Qatar.“
        http://m.dw.com/en/steinmeier-talks-syria-labor-abuse-in-qatar/a-17675743

        Es ist schon zum Fremdschämen…

      8. Meier

        Im türkisch-irakischen Konflikt gibt es gerade eine neue Entwicklung:

        US-led coalition says Turkish army ‘on its own’ in Iraq as Baghdad calls UNSC meeting

        https://www.rt.com/news/361855-iraq-us-turkey-troops/

        So wie es ausschaut, sagt die USA Erdogan: lass Versuche bleiben, den Nordirak weiter zu destabilisieren. Das ist interssant, weil es in der Vergangenheit oft so aussah, als seien die USA mehr noch als die Türkei Haupttriebkraft der Destabilisierung des Nordirak.

      9. „Falls ein Geiselnehmer jedoch sagt, dass er und seine Freunde nicht ein Fluchtauto wünschen sondern zum Vorstandsvorsitzende gewählt werden möchte, dann sollte er in eine Gummizelle.“

        Das Geschehen des imperialistischen Kapitalismus originell beschrieben. Die Gummizelle wird von vorstandsvorsitzenden Geiselnehmern etwas anders verwendet; das Material zu Knüppeln verarbeitet, werden diese den Komplizen in der Regierung verkauft.

      10. @Parteibuch

        Danke für die Rückmeldungen.

        „Ich würde es andersherum als triftigen Grund für Optimismus sehen. Dadurch, dass es bei dem türkisch-irakischen Konflikt im Nordirak im Kern eigentlich nur um das bisschen Öl des Nordirak geht, und weniger um Idealismus und Religion wie etwa bei Israel/Palästina und Kashmir, dürfte der Konflikt im Nordirak vergleichsweise leicht lösbar sein.“

        Das ist in der Tat zutreffend.

        Den weiteren Ausführungen entnehme ich eine kritisische Distanz zu kurdische Autonomiebestrebungen? Ist die Wahrnehmung richtig? Aber wären diese Bestrebungen nicht auch ein wichtiger Hebel für einen Frieden in der Region. Diejenigen, die nur Öl und Geld sehen, wären doch durch entsprechende wirtschaftliche Verträge zufriedenzustellen. Die breite Masse des Volkes braucht ein idealistisches identitätsstiftendes Bild. Das kann Religion sein. Das kann aber auch ein Staat oder ein Gebiet mit mehr Autonomie sein. Im übrigen hielte ich es für starkes moralisches Druckmittel in der Außenwirkung auf den israelisch-palästinensischen Konflikt, wenn dem nach dem Zerfall des osmanischen Reiches „vergessenen“ Volk mehr Rechte zugestanden würden. Dann könnte man sagen: Seht her, so gehen wir damit um – und nun, lieber Herr Netanjahu, tue es uns gleich.

        Grenzen sind erst einmal wichtig. Sie werden durch notwendige wirtschaftliche Verpflechtungen ohnehin eine Papierform sein – aber eine wichtige und friedensstiftende.

      11. H. Meier

        „Den weiteren Ausführungen entnehme ich eine kritisische Distanz zu kurdische Autonomiebestrebungen? Ist die Wahrnehmung richtig?“

        Ja, selbstverständlich, und das nicht nur in Bezug auf kurdische Gebiete. Separatismus und Autonomiebestrebungen bedeuten immer eine Schwächung der Zentralregierung, und da sie geopolitisch nicht im luftleeren Raum stattfinden, sind sie de facto, gerade in Konfliktregionen, immer ein Hebel für auswärtige Mächte, um eine Region zu destabilisieren. Viele Menschen in mehrheitlich kurdisch bevölkerten Gebieten sind begeistert von Separatismus, und merken nicht, wo das hinführt – zu permanenten Auseinandersetzungen. Kirkuk ist unser! Nein, unser! Nein, wir wollen das Öl von Kirkuk! Am Ende sieht es dann so aus, auswärtige Großmächte Ölquellen zu Staaten erklären, man denke nur an Kuwait, Katar und Bahrain, um sie instabil zu halten und ausbeuten zu können, ohne der Bevölkerung in der Umgebung vom Reichtum abgeben zu müssen. Und wenn es dann – mit äußerer militärischer Unterstützung durchgesetzte – Autonomie für ein Gebiet eines Staates gibt, dann geht das Spiel gleich wieder von vorn los, und Bevölkerungsteile des autonomen oder separierten Gebietes, die damit unzufrieden sind, fordern ihrerseits Separation und Autonomie vom autonomen und separierten Gebiet, man denke nur etwa an Serben im Kosovo.

        Was die kurdische Frage angeht, so sah es 2010 eigentlich schon recht gut aus. Eingebettet in regionale Kooperation, Freihandel und visafreies Reisen, und dem Recht für jeden, der das will, kurdisch zu sprechen, wo er will, schien das Problem der kurdischen Frage da schon beinahe erledigt gewesen zu sein, bis 2011 der internationale und türkische Angriffskrieg gegen Syrien begann, wodurch dann prompt kurdische Autonomiebestrebungen wieder militarisiert und für geopolitische Spielchen ausgenutzt wurde. Wohin es jetzt gehen muss, ist eigentlich auch klar: wieder zurück nach 2010, und dann weiter, zu guter regionaler Kooperation zwischen Ankara, Damaskus, Bagdad und Teheran, wo die Kurden eine grenzüberschreitende Brücke in der Region bilden, anstatt sich von interessierter Seite als Proxy-Krieger gegen die eigene oder benachbarte Regierungen ausspielen zu lassen.

        Eine Auswirkung auf den Israel/Palästina-Konflikt sehe ich nicht, egal wie die „kurdische Frage“ gelöst wird. Mit Israel sehe ich im wesentlichen drei Probleme:

        – Israel befindet sich zumindest teilweise auf militärisch geraubtem Land und setzt den imperialistischen Landraub ungebrochen fort.
        – Israel ist ein Apartheidstaat, in dem nicht alle Bürger/Einwohner vor dem Gesetz gleich sind.
        – Israel und die zugehörige mächtige Israel-Lobby in westlichen Staaten versuchen die Welt in einen Krieg nach dem anderen zu treiben, um vom fortgesetzten Landraub Israels und der israelischen Apartheid abzulenken, und das leider mit recht großem Erfolg.

        Der letzte Punkt ist meiner Meinung nach der schlimmste. Der ist vom Umfang und der Schwere der Konflikte her gesehen nicht vergleichbar mit den lokalen und regionalen Konflikten, die durch die genuinen und geschürten kurdischen Autonomiebestrebungen entstehen. Und dieser Punkt, die erfolgreiche internationale Kriegstreiberei der Israel-Lobby, hebt das Israel/Palästina-Problem von der Wichtigkeit her auch weit über israel-ähnliche systematische Diskriminierungen wie es sie auch anderswo gibt, etwa in Bahrain, um nur ein Beispiel zu nennen.

    2. Die BRD und Rechtsstaat der war gut LOL .Nicht mal die Wahlen sind gültig und der faselt mir was von Rechtsstaat .

      (Edit: Snip)

      Bereits am 03.07.2008 urteilte das Bundesverfassungsgericht unter Aktenzeichen 2 BvC 1/07 und 2 BvC 7/07 das bisherige Wahlverfahren für „widersinnig“, „willkürlich“ und daher „verfassungswidrig“.

      1. @Bernstein
        Eigentlich wissen wir garnichts aus der Türkei.

        Woher auch ?
        Aus den Medien die uns die Weisshelme als nobelpreisswürdige Organisation verkaufen?
        Aus den Medien die uns die Faßbomben als die ultimative zivile Tötungsmaschine verkaufen?
        Aus den Medien die uns Drohnen als human und chirurgisch verkaufen?

        Wer einmal lügt den glaubt man nicht …
        Warum soll dieses Sprichwort nicht auch auf „unsere“ Medien zutreffen

        Wir wissen nix aus der Türkei
        weil wir keine unabhängigen Medien haben

        PS.
        Ich mag die Türkei auch nicht
        aber bin auch vorbelastet durch diese Medien

  2. Wäre ein Teil von New York von Terroristen besetzt, so würden die Amis keine langwierigen Waffenstillstands-Verhandlungen eingehen, sondern zügig diese Banditen eliminieren.

  3. Nach den jüngsten Drohungen über mögliche „verdeckte Angriffe“ der USA , ergreift Russland weitere Maßnahmen zum Schutz seiner Stützpunkte in syrien.
    Am Freitag soll ein Abkommen zwischen Moskau und Damaskus zur ständigen Stationierung ihres Luftwaffenverbandes ratifiziert werden.

    …Nach der Ratifizierung eines solchen Abkommens werden die Stützpunkte in Syrien für die gesamte Vertragszeit de facto zu russischem Territorium. Dann wird es keinen Unterschied mehr geben, wohin eine gegnerische Rakete flog – auf den Stützpunkt Hmeimim oder nach Kamtschatka. Die zu erwartende Reaktion wird diesselbe sein…….

    Hier der ganze Artikel

    https://de.sputniknews.com/zeitungen/20161006/312837762/usa-gewalt-optionen-gegen-russland.html

      1. Und direkt noch einen Schuss hinterdrein, also nun wird offen Tacheles geredet :

        „S-300 und S-400: Russland verspricht US-Piloten in Syrien „Überraschungen“

        „Ich möchte die amerikanischen Strategen daran erinnern, dass die russischen Militärbasen in Hmeimim und Tartus durch die Fla-Raketensysteme S-400 und S-300 geschützt sind. Deren Wirkungsradius wird für nicht ‚identifizierte Flugobjekte‘ eine Überraschung sein“, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow, Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Donnerstag.

        Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161006/312846596/russland-usa-syrien-warnung.html

        Die „Miesmacher“ hier sind ja reichlich verstummt, hatte immer die Vermutung, dass es sich um Zion-Trolle handelte, war doch ihr vordringlichstes Anliegen die Achse des Widerstandes vor allem die Kämpfer der syrischen Armee herabzuwürdigen und zu verunglimpfen.

      2. ….da die Kommentatoren, Anna Kheiri, sowie Henry Blues schon den HAMMER DES TAGES, hier erwähnt haben „Russland verhängt de Facto Flugverbotszone über Syrien“, muss ich nichts mehr hinzufügen….. ausser von gestern eine Betrachtung der Russischen Online-Zeitung Vez.ru……

        https://de.sputniknews.com/politik/20161005/312821250/russische-s-300-systeme-syrien.html

        Vz.ru schreibt, die S-300WM-Stationierung im syrischen Tartus sei völlig pragmatisch: „Es ist im Moment dringend nötig, die Flugabwehr-Sicherheit von Hmeimim und Tartus zu erhöhen (…) Zwar verfügen die Dschihadisten über keine Marschflugkörper und Tarnkappenjets, doch sie sind durchaus in der Lage, etwas Kleines aus Behelfsmaterial zu fertigen und von einem Kamel aus abzufeuern. Um solche Ziele abzufangen, sind eben die Kapazitäten der S-300WM-Systeme gefragt. Der jüngste Beschuss der russischen Botschaft in Damaskus bestätigt, dass die Befürchtungen aktuell sind.“

        …..ISIS-Raketen, von Kamelen gestartet…….. ha, ha, ha, ha ha……

        ….HEUTE WISSEN WIR MEHR……

        Gruß Yorck, Fränzelsmühle

        PS. Die Botschaft, dürfte an der Ostküste angekommen sein, werden sie es Trotzdem wagen ????

  4. De Mistura ist völlig vernebelt.. Ich habe die Artikel bei den MSM gelesen. Einfach unglaublich „..in Würde mit Waffen hinausgeleiten… bla.. bla..“

    Ob die mittlerweile von Koks auf Meth umgestiegen sind?
    Diese und andere Allmachtsphantasien bringen die menschliche Zivilisation ständig an den Abgrund.

    Wie schön das die Russen diesbezüglich eine klare Sprache sprechen:

    1. @Stiller Leser

      „De Mistura ist völlig vernebelt.“

      Das glaube ich nicht. Die Kommunikation ist genial, denn wer das Angebot nicht annimmt, der kann nur blöd dastehen – und dass sind nicht Assad, Putin&Co. Wie viele mögen es überhaupt noch sein? Kann man die nicht kaufen?

      1. Ich hege da kaum Zweifel, dass es da in erster Linie um „ganz bestimmte Spezies“ geht, die man da „in Würde“ herausholen will. Sollen die Syrer sich bloss nicht drauf einlassen und uns lieber diese Spezialkräfte in aller Öffentlichkeit vor führen.

  5. Die deutschen Tornados in Incirlik bleiben ab heute Abend wegen “technischer Mängel” am Boden;

    ob hier ein Zusammenhang mit den, inzwischen sehr klaren Maßnahmen von russischer Seite in Syrien besteht kann ich nicht beurteilen, allerdings fällt der Zeitpunkt schon auf…

    http://augengeradeaus.net/2016/10/modernste-tornado-jets-der-luftwaffe-muessen-am-boden-bleiben-auch-in-incirlik/

    https://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/!ut/p/c4/NU7LCsIwEPyW_kDS6MHHrbUignjwovVSts1SQtNNSbcNiB9vcnAG5jIPRr5lJMFqemDjCKx8ybozxzaINmgUMPCC1uIsYJkbjWODhmbgj3ymZkx0jpCTMhKbqL0Hdl5MzrNNzuJ9dITRss5VVapd_of6FufL7XRXh211LR9psA0ba2iIHxyt6Bm1nMZxH4os-wEflwED/

  6. @H. Meier

    „Schei.e, ich hätte nicht fragen sollen, denn das war genau die Antwort, die ich schon befürchtete. Wir Menschen leben im Hamsterrad: Der Imperialist ist tot, lang lebe der Imperialist. Gibt es denn keine Atwort, die noch ein wenig einen Idealismus befeuern kann?“

    .

    Wir leben nur in einem Hamsterrad wenn wir es zulassen. „Der König ist Tod, Lang lebe der König“ gilt nur wenn wir uns nicht wehren. Wer sich wehrt und kämpft kann verlieren. Wer sich nicht wehrt und nicht kämpft hat verloren.

  7. Nachdem Rußland jetzt eine Flugverbotszone verhängt hat
    http://www.liveleak.com/view?i=d8b_1475773161 ,
    welch ein Zufall:
    „Berlin (dpa) – Die Tornado-Jets der Bundeswehr in der modernsten Version müssen wegen eines technischen Defekts vorerst am Boden bleiben. … “
    Besser als Kabarett…Flintenuschi zieht ihren Schwanz ein…und den Mainstreammedien hat es die Sprache verschlagen bzw. warten auf Anweisungen aus Tel Aviv und Washington.

    1. @Stefan W
      „Flintenuschi zieht ihren Schwanz ein“

      Wenn etwas passiert in Syrien
      soll es Russland signalisieren „wir haben nix damit zu tun“
      ( und gibt RU einen TIP das was geplannt ist )
      Ich überlege gerade ob ich sie wieder vL nenne und nicht mehr Flintenuschi

      Wenn ich richtig liege müssen wir sie als erste vernünftige Politikerin aus DE einstuffen

      als Russe in Syrien könnte ich heute nicht schlafen
      Ich würde gerade jetzt extrem wachsam sein !

      1. @ Müller
        Kriegsministerin vdLeyen und ihre Richtlinien-Kompetenz-Verwalterin haben mMn riesige Angst davor, dass einer oder mehrere ihrer Tornados als »nicht identifizierte Flugobjekte« eingestuft werden könnten, wovor Generalmajor Igor Konaschenkow, Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums eindringlich warnte und »dass die russischen Soldaten im Notfall kaum Zeit haben würden, um die Zugehörigkeit und genaue Flugbahn von Flugzeugen und Raketen zu klären«. Diese Erklärung bedeutet unmissverständlich die letzte Warnung der RF und dass Flugzeuge, die syrische Truppen angreifen, ab jetzt abgeschossen werden.

        Vor den Konsequenzen schlottern den beiden kriegsverliebten (russophoben) Transatlantiker-Frauen die Knie: Flugzeuge, von der BRD entsandt, um sich an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in der Republik Syrien zu beteiligen, werden von deren verbündeter Schutzmacht Russland (UNO-Mandat) abgeschossen. Diesen GAU könnten sie weder verheimlichen, noch politisch überleben. Die Zeiten der an den Tag gelegten deutschen Hybris mit peinlichen Besenstiel- und provokanten Anakonda-Manöverspielen sind Vergangenheit.

      2. @ Müller & Stefan W.

        Ich denke mal eher, dass das die erste Form von Befehlsverweigerung ist, die verantwortungsvolle Offiziere der deutschen Luftwaffe da durchziehen. Wenn’s nach der Raute oder nach Flintenuschi gehen würde – ein von den Russen abgeschossener deutscher Tornado, würde dermaßen gut in die „Böse-Russen-Propaganda“ passen, dass man es von oben gradezu herbeisehnt.

  8. ….hier die LETZTE WARNUNG; aus Moskau, gehe lieber jetzt in mein Bett…

    Das Verteidigungsministerium Russlands hat den US-Militärs eine letzte Warnung vor den Folgen ihrer möglichen Schläge gegen die syrischen Regierungstruppen ausgesprochen. Darauf wies der Präsident der Akademie für geopolitische Probleme, Konstantin Siwkow, am Donnerstag in Moskau hin.

    Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161006/312848763/russland-usa-syrien-angriffe-warnung.html

    Gruß Yorck, Fränzelsmühle

    1. Die letzten Tagen zeigen mir wieder, dass man tatsächlich nicht von „der USA“ oder „der US-Regierung“ sprechen darf. Es scheint dann doch einige rationale Menschen dort zu geben, welche die Kriegstreiber ausbremsen wollten. Es werden Informationen an die Presse durchgestoßen. Diese sieht darin kein Staatsgeheimnis sondern veröffentlicht die Gedankenspiele. Die RF greift das Thema dann umgehend auf und schafft innerhalb von 24 Stunden pressewirksam eine neue rote Linie.

      In der Kombination von dem „versehentlichen Beschuss“ bei Deir Ezzor und jenen Pressegerüchten ist die Reaktion von der RF verständlich. Dies kann/muss jetzt Obama aufgreifen. Ich hoffe natürlich, er gibt klare Anweisungen, dass es keine unidentifizierte Flugobjekte mehr über Syrien geben wird. Obama möchte kaum in die Geschichte eingehen als jener Präsident, welcher den WK III. gestartet hat.

      1. Ob OBAMA, so stark ist, dem zu wiederstehen, werden die nächsten Tage zeigen…. danach, gibt es kein Zurück…..

        Gruß Yorck, Fränzelsmühle

      2. „Obama möchte kaum in die Geschichte eingehen als jener Präsident, welcher den WK III. gestartet hat.“

        Wie das dann erzählt wird hängt ausschließlich davon ab, wer gewinnt…

        Angesichts des Zerstörungspotentials das auch die Macher hinwegfegen könnte, den Globus unbewohnbar und damit der Verlust auszubeutender Menschen, glaube ich nicht an einen 3. Weltkrieg im Stile des WK1 und 2.

    2. Hallo Yorck,

      „Letzte Warnung“ kann man eigentlich nur so interpretieren, dass Russland Informationen vorliegen, nach denen ein Schlag gegen die syrische Armee unmittelbar bevorstehen sollte.

      Das wiederum hiesse, da Russland angekündigt hat, dass jeder Anschlag auf die syrischen Streitkräfte als ein Anschlag auf die russischen Streitkraäfte gesehen wird, dass Russland nun gezwungen sein wird, auf irgendeine Weise zurückzuschlagen.

      Dieser Schlag der Russen müsste in einer Weise ausfallen, dass die USA in Schockstarre versetzt und endgültig den dümmsten, rücksichtslosesten Kriegstreibern in Washington und Tel Aviv zeigt, dass sie ausgespielt haben.

      1. ….hier nochmals von Heute, „Härter“, kann es nicht gesagt werden….

        Russlands Außenamt warnt: Syrien kann viel stärker explodieren als Libyen

        Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20161007/312861379/russlands-aussenamt-syrien-staerker-explodieren-libyen.html

        ….wer die Aussagen der Russischen Freunde und Kameraden, „lesen“ kann, weiss, was das heisst…… denke, die Ostküste, revidiert ihre Pläne, zum Umsturz in Syrien, …..sonst war es ihr LETZTER Plan….

        Gruß Yorck, Fränzelsmühle

  9. „Wenn ich richtig liege müssen wir sie als erste vernünftige Politikerin aus DE einstuffen“

    Meiner Meinung nach hat das eher mit Machtkalkül als mit Vernunft zu tun.Da Krieg in Deutschland der Medienhetze zum Trotz extrem unbeliebt ist wird dieser Schritt eher der Angst vor der nächsten Bundestagswahl geschuldet sein.

    1. Na immerhin.
      In den letzten Jahrzehnten machten die Parteien der einheitlichen Front ja Politik, als ob es gar keine Wähler gäbe.

  10. Friedensnobelpreis 2016 geht an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos.

    Ein gutes Signal; wenn es in einem Land bewaffnete Konflikte mit Gruppen gibt, die tief in der Gesellschaft verankert sind und damit auch berechtigte Interessen letztlich militärisch vertreten, braucht es eine Einigung, es kann keinen nachhaltigen militärischen Sieg geben.

    Was sagt uns das für Syrien?

    Bashar al Assad macht das genau richtig; auch Milizionäre, die mit Al Quaida und anderen Terrororganisationen zusammen arbeiten, können durch Versöhnungsvereinbarungen wieder Teil der Gesellschaft werden.
    Auch wenn das ein schwerer Schritt ist; anders wird es langfristig keine Lösung geben.

    Anders sieht es natürlich bei Terrororganisationen selber aus, welche Einigung soll es mit dem IS geben? Ihr kriegt halt die Hälfte des Landes und macht dort euren Gottesstaat mit Öl- und Gasfeldern, und wir warten, bis ihr stark genug seid, uns überrennen zu können.

    Es geht um die Verdeutlichung der Ziele der Organisationen, um keinen Rückhalt in der Bevölkerung aufkommen zu lassen.
    Und natürlich die Unterbindung der ausländischen Finanzierung und Versorgung mit Waffen und Kämpfern. Dann wäre es ja auch schnell vorbei.

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