Terroristen in Douma jammern

„Einwohner von Douma, Syrien, befürchten, sie werden das nächste Aleppo,“ betitelte die US-Hasbaraschleuder PRI gestern eine AFP-Meldung. Was US-Zionisten gestern verbreiten, wird heute natürlich über Deutschland ausgekippt. Und so titelt Springers N24 heute auf deutsch: „Offensive wie in Aleppo – Heftige Luftangriffe auf belagerte Stadt Duma.“

Ein „Aktivist Mohammed“ darf da jammern: „Alles ist möglich. Es könnte uns so ergehen wie Ost-Aleppo.“ Und die britische Einrichtung zur Verbreitung von Terroristenpropaganda SOHR jammert, dass die syrische Armee und ihre Partner schon bis auf drei Kilometer an Douma, eine Hochburg der „mächtigen Rebellengruppe“ Dschaisch al-Islam in der Region Ost-Ghuta im Nordosten von Damaskus, wie Springer erklärt, herangekommen seien.

Neu ist an der Meldung aus Duma freilich nichts, außer dass es der von radikalen Zionisten geführten sogenannten westlichen Wertegemeinschaft so langsam zu dämmern scheint, dass ihre Lieblingsterroristen nicht nur in Aleppo keine Chance mehr haben, sondern dass sie es auch andernorts in Syrien, insbesondere auch im Großraum Damaskus, irreparabel vergeigt haben. Vor einer Woche bereits zitierte die zionistische Terrorpropagandaschleuder „Syria Direct“ „Duma-Einwohner Mohammed“ zur anstehenden Niederlage der Terroristen in Duma mit den Worten: „die Furcht ist greifbar.“ „Douma ist nun der Gnade der Artiellerie des Regimes von einer anderen Front ausgeliefert.“ Und weiter kommt da ein „Bürgerjournalist“ Firas al-Abdullah aus Duma zu Wort, der erklärt, dass die syrische Armee und ihre Partner die Militärbasis Katibat al-Ishara drei Kilometer östlich von Duma unter Kontrolle gebracht haben, und das keine kleine Sache sei, weil das „Regime“ damit auf sicherem Grund stehe und Duma nun offen vor ihm liege. Informationskanäle, die nicht den zionistisch-wahhabitischen Terrorismus in Syrien unterstützen, berichteten das freilich schon vorher, so etwa Al Masdar News, deren Karte von Syria Direct verwendet wird.

Natürlich wird von der zionistischen Propaganda auch nicht erklärt, um was für Terroristen es sich bei der ehemals mächtigen, nun aber in ihrer Hochburg Duma vor der Niederlage stehenden „mächtigen Rebellengruppe“ Dschaisch al-Islam, oder deutsch Islam-Armee, handelt.

Die von Saudi Arabien unterstützte „Islam-Armee“ ist eben jene Terrorgruppe, die hauptverdächtig ist, die False-Flag-Attacke mit Chemiewaffen im August 2013 begangen zu haben. Ihr damaliger Anführer, Ex-FSA-Damaskus-Chef Zahran Alloush rief seine Anhänger öffentlich dazu auf, gemeinsam mit den Freunden von Al Kaida Alawiten und Schiiten in Syrien auszurotten und möglichst grausam zu ermorden und Christen zu vertreiben, und befahl seinen Leute unter anderem, in Käfigen gehaltene Geiseln, darunter Frauen, als menschliche Schutzschilde in Douma aufzustellen. Ihr heutiger Anführer, Zahrans Bruder Mohammed Alloush, kündigte als Leiter des in Saudi Arabien gebildeten „Hohen Verhandlungskommitees“ im April diesen Jahres siegesgewiss einen von den USA und Russland vermittelten nominellen Waffenstillstand zwischen „Rebellen“ und der syrischen Regierung durch einen öffentlichen Aufruf auf, syrische Regierungskräfte, wo immer sie anzutreffen seien, auf alle nur erdenklichen Weisen umzubringen. Und praktisch gleichzeitig gab es dazu Artiellerie-Angriffe der Islam-Armee auf nict von Terroristen kontrollierte Bezirke in Damaskus.

So sieht es aus. Nachdem „Rebellenführer Mohammed Alloush“ aus Duma den Waffenstillstand in Wort und Tat siegesgewiss kündigte, jammert nun ein „Aktivist Mohammed“ aus Duma in der zionistischen Massenpropaganda, dass die syrische Armee und ihre Partner nicht nur in Aleppo, sondern auch im Raum Damaskus vor dem Sieg stehen. Die syrische Armee und ihre Partner beschäftigen sich derweil erfolgversprechend damit, den Terrorismus in der Tasche Khan Al Shih – Deir Khabiyah 20 Kilometer südwestlich von Damaskus zu eliminieren, um die Terroristen im Großraum Damaskus von ihrer Nachschubschmuggelroute aus Israel abzuschneiden.

Und dann beschossen heute Terroristen aus Ost-Ghouta die russische Botschaft in Damaskus mit Raketen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Terroristen in Ost-Ghouta und ihre saudischen und israelischen Unterstützer Russland damit nicht milde stimmen werden.

Somit ist also damit zu rechnen, dass demnächst noch mehr Gejammer der Hasbara über die fortschreitende Niederlage von Islam-Armee, Al Kaida und Konsorten im Großraum Damaskus geben wird.

PS: Damit Al Kaidas Luftwaffe nicht dumme Gedanken in die Tat umsetzt, hat die russische Föderation übrigens gerade ein S-300-Flugabwehrsystem auf ihrer Marinebasis in Tartous installiert.

Nachtrag 20:00h: Die syrische Armee und ihre Partner robben sich von Osten näher an Duma heran.

Vorwärts zu kommen ist da zwar recht aufwändig, weil alles untertunnelt ist, aber es geht doch voran.

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35 Gedanken zu “Terroristen in Douma jammern

  1. @Parteibuch

    Was hat es mit der Achse Saudi-Arabien Israel auf sich? Was ist der vorherrschende Kit dieser Achse? Eine religiöse Frage wird es wohl nicht sein. Da muss anderes viel, viel drängender sein. Ist es die Geschichte, also wie aus Arabien Saudi-Arabien wurde, also der koloniale Einfluss? Ist es die gemeinsame Feindschaft mit dem Iran? Oder landet man aktuell doch wieder bei den Erdgasleitungen?

    Was ist für das Parteibuch der Schlüssel für das aktuelle Verständnis der Achse?

    1. Meier

      Der Schlüssel zum Verständnis der gegenwärtigen Achse Israel/Saudi sind gemeinsame Interessen.

      Das gemeinsame Interesse ist ihre regionale Dominanz zu erhalten. Israel kann das nicht ohne dass die Saudis als Statthalter Israels und der USA die arabische Welt dominieren und die Saudis können das nicht ohne dass die US-Israel-Lobby die USA auf pro-saudischen Kurs hält. Kommt ihnen ihre Dominanz – gestützt auf US-Militärmacht – abhanden, müssen beide Staaten mit ihrem Untergang rechnen, weil beide grotesk unzeitgemäße Entitäten, ein Apartheidstaat und eine brutale mittelalterliche Steinzeitdiktatur, und Überbleibsel des Kolonialismus sind, die außer Macht kaum Legitimation für sich beanspruchen können.

      Israel hat also das Interesse, dass Saudi Arabien über die Arabische Welt herrscht, und Saudi Arabien hat das Interesse, dass die Israel-Lobby in den USA an der Macht bleibt. Das ergänzt sich gut. Störend dabei sind anti-koloniale Bewegungen in der Region, die gegen Ende der Sowjetunion weitgehend liquidiert wurden, aber in schwachen Staaten wie Iran, Syrien und Libyen noch etwas weiterlebten. Anti-koloniale Bewegungen, auf nationale Souveränität abzielend, sind eine tödliche Gefahr für die Dominanz von Israel und Saudi Arabien, weil sehr viele Menschen im nahen Osten es Leid sind, in faktischen US-Protektoraten zu leben, und sie deshalb sehr viel populäre Zustimmung gewinnen können, siehe etwa Hisbollah. Das erklärt die gemeinsamen saudisch-israelischen Bestrebungen, möglichst allle anti-kolonialen Bewegungen und Staaten zu vernichten, gleich ob schiitisch wie Hisbollah, zaiditisch wie die Houthis im Jemen oder sunnitisch wie Gaddafis Libyen. Es erklärt auch das gemeinsame Misstrauen gegen die Muslimbrüder, weil es innerhalb der Muslimbrüder auch anti-koloniale Strömungen gab oder gibt. Dass die anti-kolonialen Strömungen der Region nun mit der erneuten Unterstützung durch Moskau – und Peking – im Streben nach einer multipolaren Weltordnung gleichberechtigter und nicht nur formell souveräner Staaten wieder Aufwind erfahren, ist aus Sicht der saudisch-israelischen Achse völlig inakzeptabel. Sie übersehen dabei geflissentlich, dass das ihre eigene Missachtung der staatlichen Souveränität anderer Staaten zum neuen hoch von de facto anti-kolonialen Kräften viel mehr zu beiträgt.

      Die Geschichte betrachtend, halte ich diese Analyse hier für recht interessant:

      How Zionism helped create the Kingdom of Saudi Arabia

      http://mondoweiss.net/2016/01/zionism-kingdom-arabia/

      Grob auf deutsch übersetzt hier:

      Israel und Saudi-Arabien: Eine historische Allianz

      http://www.gegenfrage.com/israel-und-saudi-arabien/

      Die nackte Existanz Saudi Arabiens hing schon immer am Zionismus.

      Noch ein wichtiger Aspekt kommt hinzu: die gemeinsame Täterschaft bei 9/11. So ein Verbrechen gemeinsam zu begehen verbindet. Das schafft ein starkes gemeinsames Interesse, dass das auf keinen Fall auffliegen darf.

      1. Dann passt das hier letztendlich oder interpretiere ich da was falsch? Passt das ins Bild?

        „Scholl-Latour erzählte mir daraufhin, dass er in Saudi-Arabien die Protokolle der Weisen von Zion als Bettlektüre in Hotels entdeckt hatte, in denen er damals abgestiegen war und dass er von einem hohen saudischen Würdenträger als Deutscher darauf hingewiesen wurde, dass Saudis und Deutsche angeblich einen gemeinsamen Feind hätten, den Zionismus.“

        http://www.cashkurs.com/kategorie/buch-und-filmtipps/beitrag/gastbeitrag-begegnungen-mit-peter-scholl-latour-ein-personliches-portrait-von-ramon-schack/

      2. Alberich

        Da ist ein dicker Fehler drin, insbesondere wenn man das im Kontext des Interviews liest. Ich weiß nicht ob Peter Scholl-Latour oder Ramon Schack den Fehler gemacht hat.

        Im Iran ist Antisemitismus verpönt und Juden sind im Iran gut integriert, das ist richtig. Aber im Iran wird Anti-Zionismus gepflegt, und zwischen Antisemitismus und Anti-Zionismus wird im Iran fein unterschieden – zumindest versucht das die iranische Führung der iranischen Elite und dem iranischen Volk seit geraumer Zeit einzuimpfen.

        In Saudi Arabien wird hingegen Antisemitismus gepflegt, das passen die Protokolle als Bettlektüre fein hinein. Aber Antizionismus wird in Saudi Arabien lediglich als Erweiterung von Antisemitismus öffentlich propagiert. Zwischen Antizionismus und Antisemitismus wird in Saudi Arabien regelmäßig kein Unterschied gemacht. Aber: die saudische Führung sieht es so, dass „die Juden“ in Amerika und damit der Welt herrschen. Und das saudische Regime erkennt diese Weltherrschaft an, und ordnet sich dem im gemeinsamen Interesse – wie oben ausgeführt – heimlich unter. Bloß nicht öffentlich zusammen sehen lassen, ist da die Devise, weil die saudische Bevölkerung eine strategische Partnerschaft Saudi Arabiens mit den – oder die saudische Unterwerfung unter die – „Juden“ nicht akzeptieren würde. Die saudische Bevölkerung will ja nicht mal US-Truppen im Land. Genau aus diesem Widerspruch speist es sich ja, dass – auch saudische – Ideologen von wahhabitischen Terrorgruppen wie Al Kaida, ISIS und Co so wütend auf das saudische Regime sind, obwohl sie sich gleichzeitig vom saudischen Regime unterstützen lassen.

        Für Israel stellt der saudische Antisemitismus kein Problem dar. Im Gegenteil, Zionismus lebt vom Antisemitismus, und war mit dem Antisemitismus immer bestens verpartnert. Man denke da bloß an die zionistische Partnerschaft mit dem antisemitischen Hitler-Regime oder die guten zionistischen Beziehungen zum britischen Antisemiten Winston Churchill.

        Die iranische Haltung, antizionistisch, aber nicht antisemitisch, ist hingegen ein echtes strategisches Problem für Zionisten und Israel. Israel verliert dadurch seine Existenzgrundlage, weil die Existenz des Aprtheidstaates Israel eben mit Antisemitismus gerechtfertigt wird.

      3. Im iranischen Parlament gibt es ja auch einen festen jüdischen Sitz als Interessenvertretung iranischer Juden, was bei aller Antiiranpropaganda

        immer verschwiegen wird. Und dann erst Ahmadinedschads falsch übersetzte in Umlauf gebrachte Rede…

        „Parlament Etwa 25.000 Juden leben heute im Iran. Das sind so viele wie in keinem anderen muslimischen Land im Nahen und Mittleren Osten. Die Regierung erkennt sie als offizielle Minderheit an und gewährt ihnen Bürgerrechte. Im iranischen Parlament, der Madschles, ist ihnen ein Sitz reserviert. Der jüdische Abgeordnete Ciamak Moresadegh sagt, sie seien damit sogar »überrepräsentiert«.“
        http://www.juedische-allgemeine.de/mobile/article-view?id=21668

        Die jüdische Allgemeine lässt sich als vernünftig ansehen…

        Bzgl. der Theorie: Verbindung Hitler-Zionismus hab ich eine andere Meinung. Sutton & Co kenne ich natürlich. Aber mühselig darüber zu debattieren. In Deutschland sowieso. England war auch im 1. Weltkrieg auf zionistischer Seite.

        Was hält das Parteibuch – in diesem Zusammenhang- von Benjamin Freedman’s (vom Glauben abgefallener Jude und Antizionist) berühmter Hotelrede?

      4. Wenn ich das noch einwerfen darf, interessant ist es, wie manche Rabbis (ich nenne ihn den Italiener, Zionist durch und durch) das Ende der Welt beschreiben …

        (Editor: nein, darfst du nicht. Dieser Rabbi ist keineswegs repräsentativ für Judemtum oder Zionismus und Bekloppte gibt es in allen Religionen und Weltanschauungen.)

      5. Elmar

        Die „Jüdische Allgemeine“ ist fest in der Hand radikaler Zionisten, ganz ähnlich wie die jüdischen Gemeinden in Deutschland, und erst recht der „Zentralrat.“ Aber drumherumgekommen, zuzugeben, dass die Regierung im Iran – und nicht nur diese Regierung – sich bemüht, iranische Juden vor antisemitischen Übergriffen (und den Machenschaften des Mossad) zu schützen und zu einem gut integrierten Teil der iranischen Gesellschaft zu machen, ist nicht mal die jüdische Allgemeine.

        Was Benjamin Freedman angeht, so bin ich der Meinung, dass er zeitlebens zumeist sektiererischen Müll verbreitet hat, vor und nach seiner „Konversion.“

      6. @Parteibuch

        Passt schon…dein/euer Blog. Welcher Rabbi ist schon repräsentativ? Repräsentativ für eine Religion? Wie in jeder Religion die Represäntanten, denken das eben auch einige Rabbis von sich und andere Rabbis sehen das wieder anders. Im Gegensatz zur katholischen Kirche gibt es dort nicht „den Repräsentanten“, einen Vertreter Gottes auf Erden, der die Auslegung der Lehre grundsätzlich überwacht, vorgibt, bzw. nach seinem gut Dünken oder zumindest in seiner Verantwortung veranlasst.

        Rabbi Yosef Mizrachi ist nicht irgendeine ganz kleine Nummer. Warum das Video rausgeschmissen wird, mir unverständlich. Ein Vortrag, wo er das Ende der Tage nach seiner Sicht und anhand der Torah beschreibt. Verstehe ich jetzt nicht ganz. Aber passt schon… klar.

      7. @ Parteibuch

        Bzgl. jüdischer Allgemeine wollte ich eigentlich relativ vernünftig schreiben. Nun ja, z.B im Fall Sheen/Blumenthal stellte sie sich gegen den Zentralrat und die Entscheidung der deutschen Politiker und protestierte. Dass grundsätzlich spez. in D alles einem gewissen Gesamtbild entspricht, klar.

        Freedman „sektiererischen Müll“. Deine Meinung, okay. Für mich naja, sehr vereinfachend. Aber als Vertreter der – wie ich vermute- Sutton & Co-Linie nachvollziehbar…
        Und gut ist’s…

      8. Hallo Einparteibuch,

        Eine Frage in diesem Zusammenhang:

        (Edit: Off-Topic-Frage entfernt)

      9. Vielen Dank für die Rückmeldungen Parteibuch et al

        „Der Schlüssel zum Verständnis der gegenwärtigen Achse Israel/Saudi sind gemeinsame Interessen.“

        Ja, so wird es sein. Ja, so muss es sein, denn schließlich sind die Saudis aktiv im Syrien-Krieg. Mit wird immer ein wenig schwindelig, wenn von DEN Saudis und DEN Israelis gesprochen wird. Der westlich idividual-sozialisierte Mensch wird das wohl dahingehend differenzieren müssen, dass damit eine entsprechend mächtige Elite gemeint ist und dass es dann immer interessant ist, wie sich Eliten und Volk unterscheiden. Es muss für einen streng antisemitsch gepolten Saudi aus dem Volk schwerlich vorstellbar sein, wie seine saudischen Eliten mit Israel gemeinsame Sache machen können. Oder ist das dem saudischen Volk gar nicht bekannt? Gleiches gilt umgekehrt für die Juden, die ansonsten auch immer schön ihren Anti-Islamismus pflegen. Da muss doch eine solche Achse vom Volk als unmoralisch, ungerecht oder wie immer man das nennen mag empfunden werden. Das Volk muss seine Eliten immer an die von den Eliten selbst aufgestellte Moral erinnern und sie diskutieren. So geschieht Veränderung. Ich werde mit Spannung verfolgen, wie sich die Dinge weiter entwickeln – und frage mich, wie wohl ein Danach aussehen könnte/wird.

        P.S. Apropos Moral: Leserin Anna Kheiri hatte hier die Rede von Baschar al-Dschaafari verlinkt. Dschaafari ist ein toller Redner. Bei seiner Geschichte von den a-moralischen saudischen Geschäftsleuten und Geistlichen in Indonesien bliebt mir einfach die redensartliche Spucke weg. Das ist eine riesige Sauerei, was die da treiben.

    2. Gaddafi hat ja auch schon die Achse, Saudi mit Israel als teuflisch kritisiert. Danach wurde er eliminiert

    3. Und um es rund zu machen:

      Der erste Irak-Krieg hatte neben der Schwächung des Irak ein ganz anderes wichtiges Ziel.
      Und deshalb wurde der Irak ja auch in den Kuweit-Krieg gelockt. Es war ja nun mal so, dass die Kuweitis schräg in Öllagerstätten unter irakischem Territorium bohrten.
      Hussein hat damals in Washington explizit nachgefragt, ob die Kuweitis das machen dürften. Und die heimtückische Antwort hieß: „Nein, bestraft sie nur, wir haben dich (Hussein) doch auch gegen den Iran tatkräftig unterstützt, nur zu!“

      Die USA brauchten diesen Krieg nämlich unbedingt, um dauerhaft eigene Truppen auf der arabischen Halbinsel stationieren zu können. Sie benötigten die Zustimmung einer empörten Weltöffentlichkeit. Denn, dass irgendein arabischer Staat (welcher Coleur auch immer) Besatzungstruppen auf seinem Territorium zulässt, war bis dahin eigentlich ein absolutes No Go.

      Die Türken sollten sich, was ihre eigenen Großmachtansprüche betrifft, ab und zu mal an das Schicksal des Hussein-Staates erinnern. Als missbrauchte Hure benutzt und dann weggeworfen …

      Beste Grüße, ped43z

  2. Eine Bitte habe ich: Statt der Formulierung »siegesgewiss einen von den USA und Russland vermittelten nominellen Waffenstillstand zwischen „Rebellen“ und der syrischen Regierung« generell Russland _vor_ den USA zu nennen. Die USA führen seit Jahren in Syrien mit ihrer Koalition der Willigen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg, begehen dort mit ihren Terroristen Kriegsverbrechen und gehören asap aus dem Territorium der Syrischen Republik und deren Luftraum verjagt, angeklagt und für die angerichteten Schäden vollumfänglich haftbar gemacht.

    Ich erwähne das deshalb, weil am Sonntag im Presseclub des Staats-TV diese unerträgliche Frau, die mal beim German Marshall Fund of the United States arbeitete, in der ihr eigenen, abstossenden Besserwisser-Tonalität zielführend davon ablenken will; sie wollte den Zuschauern vermitteln, dass es eine Art von Gnade der USA wäre, mit Russland über Waffenruhe oder –stillstand in Syrien zu verhandeln. Man denkt, im falschen Film zu sein.

    1. @Profil

      „Frau, die mal beim German Marshall Fund of the United States arbeitete“

      Ich glaub ich weiß, wen du meinst. Mardhallfundi halt…wes Brot ich ess…
      So schlimm wie früher ist’s aber nicht mehr, wo „jeder“ gleich die Ohren spitzte “ uhh, von German Marshall Fund…“. Was er/sie sagt sei Gesetz usw.

  3. Wurde der „vineyardsaker.de“ gesperrt?

    Wer hat etwas gehoert?

    Heute wurde schon in den Kommentaren drueber fabuliert was dann passiert.

    1. @manner
      „Wurde der „vineyardsaker.de“ gesperrt?“

      ***

      bin auf die Geschichte des „liebsten“ RuPhil gespannt

    2. Die Seite geht wieder.

      Sorry, aber wir muessen ja alle etwas gegenseitig auf uns aufpassen damit keiner verloren geht.

    1. Absolut empfehlenswert, der Artikel den Sie verlinkt haben, auch von mir vielen Dank!

      Für die Leser: Es geht um eine Rede des syrischen Außenministers am 10.September in New York

      Beste Grüße, ped43z

    2. Sorry für die Schlamperei, es ist nicht der syrische Außenminister, sondern der Vertreter Syriens bei der UNO.

      Tut mir leid!

  4. ….wie lange, schreibte ich es denn schon, zuerst eine Liedele…….

    „….in den Ruinen, von Ost-Aleppo, steht der Letzte CIA-Agent auf Wacht, schaut auf seine toten Kameraden, der „Rebellen-ISIS-AL NUSRA und sonstigen zionisten-Terroristen, die der böse RUSSE, SAA und Verbündete, umgebracht…. ????“
    …Melodie ist hier…..

    youtube.com/watch?v=NJ7QBepUtWk

    …doppelt hält besser, damit es verstanden wird….. ????

    youtube.com/watch?v=3Wxc7UqCSqg

    ….und hier noch was ganz niederträchtiges, von den ELENDEN DRECKSRUSSEN….. (…war damals Modern, unter Dr. Joseph Goebbels, wie beim Heutigen Prof. Joseph Fischer, von den Gruenen….)…….

    …diese Elenden Drecksrussen, haben es doch geschafft, S-300, nach Syrien zu schaffen…
    ….habe auch gefunden wie, da die Dummen Russen, keine us-Technologie mehr bekommen…

    …die „Die Wolgatreidler“; haben die Raketen, nach Syrien geschleppt…. Ilja Repin, hat es photographiert…..

    de.wikipedia.org/wiki/Die_Wolgatreidler#/media/File:Ilia_Efimovich_Repin_(1844-1930)_-_Volga_Boatmen_(1870-1873).jpg

    ….was macht WWP, …… der füttert Wildpferde und entlässt sie in ein grösseres Gehege…..

    youtube.com/watch?v=Eaj-D_M6DXI

    …..würde raten, OH BAMA; solle weiter Golf spielen, auf Hawai, solange Hawai, noch zu den usa gehöret……..es dreht sich ALLES; aber NICHT MEHR, um die us-zionistenkolonie…

    …..nachdem die Russen ihre Bastschuhe, die Chinesen, ihre Reislatschen abgelegt haben, sieht es für die nordamerikanischen kuhjungen-Stiefel, nicht besonders aus….. ist, noch zurückhaltend gesprochen.. …sie sollten KEINEN Versuch wagen… es wäre ihr LETZTER.. ?

    Gruß Yorck, Fränzelsmühle

  5. Mitteilung an all die neuen netten Kommentatoren hier

    Herich willkommen erst mal.

    Wir ihr vielleicht schon gemerkt habt, wird hier recht strikt zensiert.

    Das Geschieht unter anderem deshalb, um Trollen keine Chance zu geben, Diskussionen gezielt zu zerstören.

    Bitte denkt beim Kommentieren daran, euch möglichst kurz zu fassen, nicht zu schwafeln, beim Thema des Artikels zu bleiben, Euch gepflegt auszudrücken, unterlasst Ad-Hominem-Attacken und überlasst dem Parteibuch die Moderation. Weniger ist hier mehr.

    Und bitte verzichtet auch auf das Posten von stundenlangen Videos von irgendwelchen idiotischen Extremisten, frei nach dem Motto: was auch noch interessant/übel ist, schaut mal hier. Keiner hier beim Parteibuch hat Lust sich stundenlang Videos von Extremisten vor einer Kommentarfreischaltung anzuschauen, erst recht nicht, wenn der Kommentar wohl off-topic zu sein scheint.

  6. Aus den DWN:

    >>>>>>>>Ein Offizieller sagte der Post: „Ein vorgeschlagener Weg, um die Weigerung des Weißen Hauses betreffend Angriffen gegen das Assad-Regime ohne Beschluss des UN-Sicherheitsrats zu umgehen, könnte darin bestehen, dass die Angriffe verdeckt und ohne öffentliche Anerkenntnis“ gemacht werden können. Mit anderen Worten: Die Hardliner schlagen vor, einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu führen und die Öffentlichkeit darüber zu täuschen, dass dieser von US-Kräften ausgeführt wurde. Die Post berichtet, dass die CIA und der Generalstab diese Strategie unterstützen. Sie werde als eine „kinetische Operation“ bezeichnet. Auch der stellvertretende Vorsitzende des Generalstabs, General Paul Selva, unterstütze eine solche Variante. Damit habe die Idee nun deutlich mehr Unterstützer als noch vor einiger Zeit.>>>>>>

    Der PotUS ist eine lahme Ente; hat zwar noch offiziell die Leitlinien in der Hand, an den Knöpfen sitzen aber andere.

    Diese anderen haben von Obama auch nichts mehr zu befürchten, der ist quasi weg.
    Bei einem frische Präsidenten sieht es anders, so eine Karriere kann auch mal schnell beendet sein, wenn man auf den falschen Knopf drückt, und dabei entdeckt wird.

    Insofern werden einige versucht sein, gerade jetzt zuzuschlagen.

    Oder sie setzen darauf, dass die gute Demokratin und Menschenfreundin eh gewählt wird und dann natürlich jeder böse Diktator ganz offiziell aus dem Amt gebombt werden muss, und warten ab.

  7. Was sagen denn die Experten, wie viele Missiles kann denn das in Syrien stationierte S200 und S300 so abfangen, und wie zuverlässig?

    1. andreas

      „Was sagen denn die Experten, wie viele Missiles kann denn das in Syrien stationierte S200 und S300 so abfangen, und wie zuverlässig?“

      In Tests zeigten sich die russischen Raketen sämtlichen amerikanischen Raketen wohl deutlich überlegen. Trefferquoten bei der Raketenabwehr von 95% sollten da drin sein. Aber die Trefferquote hängt außer von den angreifenden Waffen sicherlich stark von weiteren Umständen, etwa Entfernung, Tarnung und elektronische Kriegsführung, ab. Letztlich würde erst bei einem echten Kampf gegen NATO-Raketen bekannt werden, ob die S200/S300/S400 wirklich so gut sind wie ihr Ruf ist.

      Was ich noch sagen kann, ist dass man sich durch die Typbezeichnungen S200/S300/S400 nicht verwirren lassen sollte. Mit etwas russischem „Tuning“ und Teiletausch lassen sich aus nominell als S200 gehandelten Systemen wohl Systeme machen, die ähnlich leistungsfähig wie moderne S400-Systeme sind. Erst das S500 ist ein wirklich neues, anderes System.

      Wie viele Raketen die Russen in Syrien wirklich haben, und was es braucht, um die Systeme zu überlasten, dürfte ein streng gehütetes Geheimnis sein.

  8. Die Kurden in Hasake übergeben die Uni und andere Gebäude der Regierung; ein gutes Zeichen.

    1. andreas

      „Die Kurden in Hasake übergeben die Uni und andere Gebäude der Regierung; ein gutes Zeichen.“

      Das erscheint mir zwar logisch, ist mir aber neu. Hast du dafür eine Quelle parat?

      1. Nur eine verseuchte ;–)

        Das sieht aber aus wie ein angeheftetes statement auf arabisch.

  9. Falls man die Sicherheitslage in Syrien und im Irak vergleicht stellt sich für mich ein deutlicher Unterschied dar. In Syrien haben sich relativ schnell, ab 2012 klare Fronten gebildet. Es gab Gebiete, in welchen „bewaffnete Rebellen“ sich festgesetzt hatten und jene, wo sie nicht waren. Ab dem Zeitpunkt konnten die Rebellen keine „Hit and Run“-Taktik mehr verwenden. Es gibt ein „sicheres“ Hinterland. Hier erfolgen fast keine Anschläge. Jetzt auch nicht mehr wie in der Türkei oder im Libanon. In Frontnähe gibt es leider den Beschuß von Wohngebieten und öffentlichen Einrichtungen. Im Irak hingegen gibt es ständig auch größere Anschläge weit ab der Front.

    Dafür gibt es jetzt drei Thesen:
    – Es wird über die zwei Länder einfach unterschiedlich berichtet.
    – Die neu aufgebauten Sicherheitskräfte im Irak sind aus unterschiedlichen Gründen einfach unfähig. Etwa benutzten sie untaugliche Sprengstoff-„Schnüffel“-Geräte.
    – die „Rebellen“ sind in Syrien deutlich weniger in der Zivilbevölkerung verankert. Können in diese nicht abtauchen. Sie stammen nicht aus ihr. Sie sind ein Terrorimport.

    1. Reisender

      Meine Vermutung wäre, dass die Gesellschaften in West-Syrien und dem Irak einfach anders sind, vielleicht zu beschreiben als gemischter, bürgerlicher und weniger tribalistisch. In Ost-Syrien, siehe etwa am Euphrat von Raqqa abwärts, scheint mir die syrische Gesellschaft eher mehr so zu sein wie in weiten Teilen des Irak, etwa weiter flussabwärts am Euphrat Richtung Ramadi und Falluja bis hin nach Bagdad. Weiter südlich, etwa im schiitisch geprägten Basra, ist es dann im Irak auch anders und es gibt da dann zum Beispiel im Irak auch kaum noch Anschläge.

      Hinzu kommt natürlich, dass der Krieg im Irak schon viel länger dauert.

    2. These: wenn die „Moderaten“ und ihre Terroristenfreunde in Syrien besiegt sind, und es auch zu einer Zweiteiung Regierung/ISIS gekommen sein wird, wird es längere Zeit an verschiedenen Orten Anschläge geben.

      So lange es viele heiße Fronten gibt, muss man nicht auf Hinterland-Terror zurück greifen sondern geht an die Front.

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