Syrische Armee drückt in Aleppo weiter vorwärts

Nach den großen Erfolgen gestern im Nordosten von Aleppo drückten die syrische Armee und ihre Partner auch am heutigen Sonntag weiter vorwärts.

Der Schwerpunkt der Bemühungen der Armee und ihrer Partner, dem Terrorismus in Aleppo ein Ende zu bereiten, scheint heute ein Vorstoß von Westen auf den Verkehrsknotenpunkt Jandul am östlichen Ende der Kastello-Straße in Nordaleppo gewesen zu sein. Die von Al Kaida geführten Terroristen versuchen dagegen verzweifelt, die Front zu halten, um zu verhindern, dass die syrische Armee anschließend über die Ringstraße tief in die Terroristengebiete Aleppos, bis nach Sakhur und weiter, eindringen kann. Bis zum heutigen Sonntag Abend haben die syrische Armee und ihre Partner den Verkehrsknotenpunkt Jandul deshalb noch nicht sichern können, aber soweit vorwärts gekommen, dass sie nun direkte Feuerkontrolle über den Verkehrsknotenpunkt Jandul haben, sind sie am heutigen Sonntag doch.

Aus dem rund drei Kilometer südlich des Verkehrsknotenpunktes Jandul gelegenen Bezirk Suleiman Al Halabi wurde am Sonntag gemeldet, der syrischen Armee und ihren Partnern sei es dort nach tagelangen Kämpfen gelungen, den „größten Teil“ der städtischen Wasserwerke unter Kontrolle zu bringen. Obwohl das Wasser in den meisten der nicht von Terroristen übernommenen Bezirke West-Aleppos vom Wasserwerk in Suleiman Al Halabi gepumpt wird, bedeutet die anstehende Befreiung des Wasserwerks allerdings leider nicht, dass es fortan wieder regelmäßig fließend Wasser geben wird, denn die Terroristen haben, auch wenn sie die Kontrolle über das Wasserwerk verlieren, immer noch die Möglichkeit, den Zufluss von Wasser zum Wasserwerk tiefer in den Terroristengebieten zu sperren. Trotzdem sind die großen und recht massiven Gebäude des Wasserwerks natürlich eine wichtige militärische Position. Vom mühsamen Kampf um das Wasserwerk Suleiman Al Halabi, wo die syrische Armee schwere Waffen nicht einsetzt, um das Wasserwerk nicht unnötig zu beschädigen, hat Anna News ein Video veröffentlicht, das am Freitag gedreht wurde:

Hundert oder zweihundert Meter westlich des Wasserwerk Suleiman Al Halabi drücken die syrische Armee und ihre Partner von Süden und Westen her kommend im Bezirk Bustan Al Basha eine weitere Offensive, wobei es am heutigen Sonntag auch wieder kleinere Fortschritte gegeben haben soll. Noch nicht ganz klar ist das taktische Ziel der Offensive der Armee in Bustan Al Basha. Denkbar ist etwa, dass die syrische Armee und ihre Partner über einen Vormarsch in Bustan Al Basha lediglich das Wasserwerk Suleiman Al Halabi vor einem finalen Sturmangriff umzingeln wollen. Denkbar ist aber auch, dass die syrische Armee und ihre Partner über Bustan Al Basha von Süden her zum Verkehrsknotenpunkt Jandul vorstoßen wollen, um die Terroristengebiete Ost-Aleppos auf breiter Front weiter einzuschnüren. Und ebenfalls ist es möglich, dass die syrische Armee und ihre Partner die Front in Bustan AL Basha knacken will, um anschließend von dort direkt in die angrenzenden Terroristengebiete Ostaleppos reinzugehen, was möglich sein könnte, wenn die Gebiete verlassen sind und bis auf die Front keine größeren Hindernisse mehr aufweisen. Was allerdings klar ist, ist, dsss die Terroristen die Front in Bustan Al Basha verbissen verteidigen und dabei jede Menge Verluste in ihren Reihen in Kauf nehmen. Allein gestern kamen bei den Kämpfen in Bustan Al Basha zwei Terroristenführer ums Leben.

Weiterhin wurde am frühen Sonntag Morgen gemeldet, die syrische Armee und ihre Partner hätten nordöstlich des Verkehrsknotenpunkten Jandul eine Offensive zur Befreiung des Bezirks Owaija vom Terrorismus gestartet. Später am Sonntag wurde dann aber erklärt, dass diese Offensive ohne Geländegewinne vorerst zurückgestellt wurde. Trotzdem ist unverkennbar, dass die syrische Armee und ihre Partner sich an weiten Teilen der Front Ostaleppos im Vorwärtsgang befinden und Al Kaida und Konsorten nicht in der Lage sind, den Vormarsch der syrischen Armee und ihrer Partner in Ost-Aleppo aufzuhalten.

Der zionistische Westen versucht aufgrund der aussichtslosen Lage von Al Kaida in Aleppo gegenwärtig wieder mal, mit unsinniger Lügenpropaganda wie angeblich gezielten Angriffen auf angeblich geheime Krankenhäuser und von dubiosen PR-Firmen organisierten Demonstrationen in westlichen Staaten öffentliche Unterstützung für einen als „No-Fly-Zone zur Friedenserzwingung“ vermarkteten NATO-Angriffskrieg gegen Syrien und Russland zur Unterstützung von Al Kaida anzukurbeln und Syrien durch das Ausüben von Druck auf den syrischen Partner Russland im UNO-Sicherheitsrat stets neue Steine bei der Eliminierung von Al Kaida in den Weg zu legen. Doch es sieht nicht danach aus, dass das klappt. Bei ihren Demonstrationen haben die Freunde von Al Kaida in westlichen Ländern bloß unfreiwillig offengelegt, dass sie die gleichen Maskenbilder haben, wie sie der Al-Kaida-Ableger „Weißhelme“ in Aleppo bei ihrer erstunkenen und erlogenen Greuelpropaganda verwendet. Und bezüglich der diplomatischen Vorwürfe an Russland, Russland und Syrien würden in Aleppo Krankenhäuser und andere zivile Einrichtungen bombardieren, hat der russische Vize-Außenminister Gennady Gatilov trocken entgegnet, die westlichen Vorwürfe seien unbegründet, der Anti-Terror-Kampf gehe gut voran, obwohl Terroristen die Taktik verwenden, zivile Einrchtungen als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Damit har er zweifellos recht, und auch die Verwendung des geheimen und nun angeblich völlig zerstörten Feldlazaretts „M10“ als Treffpunkt von hochrangigen Terroristen ist bestens belegt.

Gern ist Russland Gatilov zufolge bereit, für die Vereinbarung von wöchentlichen 48-stündigen Waffenruhen in Aleppo zu sorgen, aber die USA das ablehnen und stattdessen auf einer einseitigen 7-Tage-Waffenruhe durch die syrische Armee bestehen, gibt es bislang eben keine solche Verständigung zwischen den USA und Russland. Und weil es die Einigung nicht gibt, wollen die USA jetzt mit Russland nicht mehr reden. Das geht einher mit einem französischen Entwurf für eine völlig einseitige UNO-Sicherheitsratsresolution zu Aleppo, die offenbar nur dem Ziel dienen soll, dass Russland dagegen sein Veto einlegt, und die zionistische Hasbara dann Russland als Buhmann präsentieren kann. Gleichzeitig erklärt jedoch die EU, dass sie mit Russland und Iran über kurze Waffenruhen zum Liefern humanitärer Hilfe vom Westteil in den Ostteil Aleppos redet, womit sich unterschiedliche Positionen von USA, EU und EU-Mitgliedsstaaten abzeichnen.

Das diplomatische Chaos im Lager der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft ist der vermutlich deutlichste Indikator dafür, das ihre Al-Kaida-Schützlinge in Aleppo gerade heftig verlieren, und die Mächtigen im Westen keine realistische Idee mehr haben, wie sie Al Kaida in Aleppo noch aus der Patsche helfen können. Nach der heutigen Enthüllung, dass das US-Militär beim Krieg gegen den Irak vor ein paar Jahren Hunderte Millionen Dollar für die professionelle Produktion von Al-Kaida-Propaganda ausgegeben hat, wird die heutige Unterstützung für Al Kaida in der westlichen Öffentlichkeit auch nicht gerade einfacher zu verkaufen. Alle Zeichen deuten auf einen baldigen syrischen Sieg.

Nachtrag 23:30h: @Syria_Hezb_Iran hat eine übersichtliche 3D-Karte von der Gegend Jandoul-Awijah veröffentlicht, und vertritt den Standpunkt, dass die syrische Armee bereits einen Teil von Awijah kontrolliert – ob es stimmt, dürfte für Außenstehende unmöglich beurteilbar sein:

Ruptly hat ein frisches Video veröffentlicht, wozu es heißt, die syrische Armee übernehme die Kontrolle über die strategische Jandoul-Straße:

Die Jandoul-Straße müsste die sein, die vom Verkehrsknotenpunkt Jandoul nach Norden abgeht. Wenn Ruptly behauptet, die Armee kontrolliere die Straße, dann fragt es sich, welchen Teil davon.

Und für den Schluss für heute: South Front hat eine Karte veröffentlicht, aus der hervorgeht, wie die syrische Armee und ihre Partner demnächst Awijah unter Kontrolle bringen könnten, nämlich von Südwesten kommend den Wohnbezirk Awijah zunächst einkesselnd:

Dieser Angriffszug erscheint durchaus schlüssig und könnte schon bald erfolgen.

Nachtrag 23:45h: Zu allerallerletzt für heute: die USA haben in der Provinz Idlib einen führenden Nusra-Terroristen mit einem Drohnenangriff getötet.

45 Gedanken zu “Syrische Armee drückt in Aleppo weiter vorwärts

  1. Ich bin absolut überrascht über die raschen Erfolge der SAA und Partner. Kann mir jemand erklären, warum es nach jahrelangem Stillstand in Alepo selbst im urbanen Kampfgebiet beinahe
    tägliche riesige Geländegewinne gibt. Desweiteren kann mir jemand Prognosen über die
    zukünftigen Entwicklungen in Aleppo im speziellen und Syrien im allgemeinen geben?

    1. Tobi

      Ja. Jahrelang hat die syrische Armee in Aleppo-City nichts gemacht außer die Defensive zu halten, Feuerpositionen zu unterdrücken und Terroristen zu eliminieren. Den Terroristen ist währenddessen die Bevölkerung aus den von ihnen beherrschten Gebieten abgehauen, und viele Terroristen sind es auch, weil sie sich mit Terroristen anderen Terroristen gestritten haben.

      Jetzt gibt es im terroristenbeherrschten Ost-Aleppo, einem recht großen urbanen Gebiet, fast keine Zivilbevölkerung mehr, und vermutlich auch nur noch 2 bis 4 Tausend Terroristen-Hansel, die da die Fronten halten. Und mit denen räumen die syrische Armee und ihre Partner gerade auf, wozu sie mit einer Mannstärke von 80k und reichlich Luftunterstützung angerückt sind.

      Bricht den Terroristen eine Front in Aleppo, verlieren die Terroristen oft gleich den ganzen Bezirk, weil es in den Terroristenbezirken kaum noch Menschen gibt, die einen Vormarsch der Armee aufhalten könnten.

      1. Sind wirklich 80k auf Regierungsseite in Aleppo eingesetzt? Dies würde ja massiv Truppen freisetzen wenn der Kessel geräumt wäre.

      2. Bohnennase

        80k ist die Größenordnung, von der ich gehört habe. Da sind dann aber alle mitgerechnet, Truppen, die Aleppo nach außen absichern, was natürlich auch nach dem Ausräumen des Kessels weitergemacht werden muss, ebenso wie NDF und Freiwillige von Hisbollah und aus Iran und Irak, von denen sich möglicherweise nicht allzu viele an anderen Fronten in Syrien einsetzen lassen.

        Aber insgesamt stimmt das natürlich: wenn der Terroristenkessel in Aleppo ausgeräumt ist, oder auch nur deutlich verkleinert wird, werden eine Menge Truppen für andere Aufgaben frei, wo ich damit rechnen würde, dass sie dann zum Abschließen und Ausräumen der Tasche West-Aleppo/Idlib/Nord-Hama/Nord-Latakia eingesetzt werden. Praktischerweise dezimieren die Jihadis sich da durch wilde Attacken in Nord-Hama gerade selbst, was das Abschließen und Ausräumen der Tasche einfacher machen dürfte, wenn es soweit ist.

    2. @Tobi

      Die SAA und ihre Verbündeten lassen den Rebellen keine Zeit mehr für Reorganisation. Waffenstillstände sind erst einmal passe. Das hat Russland/Syrien/Iran sicher nicht immer in Harmonie aber nicht desto trotz ein halbes Jahr vorbereitet, in dem man der Öffentlichkeit die Reaktion der Terroristen auf Waffenstillstände demonstriert hat.
      Am wichtigsten scheint mir aber, dass der Nachschub an Waffen und Kämpfern aus der Türkei signifikant zurück gegangen ist. Und während die Terroristen unter Riesenaufwand (auch an menschlichen Ressourcen) den Krieg führten, hat die SAA darauf geachtet, ihre Soldaten nicht sinnlos zu verheizen und dadurch Kräfte gespart und die Motivation ihrer Soldaten gehoben.

      Und die USA arbeiten auf anderen Schauplätzen – und bislang leider nicht ganz erfolglos – an ihrem Plan von „Neuen Nahen Osten“. Dazu gehört ein neues Kurdistan – auf auf Kosten der Türkei. Die US-Amerikaner stecken nicht umsonst so tief bei den Kurden mit drin.
      Außerdem findet derzeit das große Umflaggen des IS zu Moderaten statt – so mein Eindruck. Ob aber die Türkei oder deren „Verbündeten“ die Kontrolle über diese neuen Moderaten haben wird, ist für mich noch nicht geklärt. Erdogan würde sie sicher gern gegen die Kurden benutzen, die USA gegen die Syrer. Ich hoffe beide liegen am Ende daneben.
      Die große Frage ist auch, inwieweit Erdogan durch seine Säuberungen im Sicherheitsapparat den US-geführten Schattenstaat in der Türkei geschwächt hat.
      https://peds-ansichten.de/2016/09/tuerkische-gratwanderungen-1/

      Beste Grüße, ped43z

    3. Lieber sehr vereehrter Herr Tobi, versuche mal auf Ihre Fragen einzugehen…..

      ….denke, die Syrische Arabische Armee, hat mit ihrer Reorganistion, sowie der Ausbildung Zehntausender Soldaten, sowie der Bewaffnung, sowie der Ausbildung Syrischer Offiziere, in China, eine ungeahnte Schlagkraft gewonnen…. desweiteren, wurden die Truppenstärken der Verbündeten aufgestockt, welche die us-Sauds und Quataris, nicht mehr liefern konnten…

      ….da durch die „Versöhnung“; der Türkei mit Russland, auch der Nachschub, über die Türkei, so richtig mehr klappt, nur noch „us-nato-kopfabschneider“; WERDEN VERSORGT…. mit mini-Mengen…. weil sonst Russland….. dem Erdogan, …. DU…DU…DU…. sagt……????

      …..man hat den us-zionisten-neocons, mit dem letzten „Waffenstillstand“, russischer Seite, noch einen „gesichtswahrenden Ausgang, aus ihrem Dilemma offengehalten….“

      …da aber sich die US-Administration, nicht einig ist, WIE KANN ASSAD beseitigt werden, damit das bäh-er-däh-merkel ihre Gasleitung bekommt aus Quatar…
      ….und die Russen, sowie Chinesen, Widerstand auf ALLEN Ebenen zeigen…..

      ….und man erkannt hat auf Verbündeter Seite, mit diesem Propagandagewäsch, der us-zionisten, Ein für Alle Mal aufzuräumen….. wird dieser Weg gegangen….

      …Ostaleppo, wird, bis spätestens November, wenn überhaupt, wahrscheinlich schon vorher, von den us-zionisten-Kopfabschneidern befreit werden….. sowieso nur Ruinen….

      …Russland und Verbündete, werden KEINEN Waffenstillstand mehr zustimmen….

      …sollten die amis, Blödsinn machen in Syrien, dem Russischen Generalstab, sind SÄMTLICHE AUFENHALTE der us-Terroristen-Koordinierungsstellen bekannt….

      …..an Flugverbotszone, ami-seits, überhaupt nicht zu denken…. weder nochmals die Syrische Arabische Armee, anzugreifen…..

      …..Meine Prognose für Sie, halten Sie es wie Elvis….
      …muss ich den, muss ich denn aus Srien hinaus…..
      https://www.izlesene.com/video/elvis-presley-muss-i-denn-zum-stdtele-hinaus-wooden-heart-1960/8701830

      …RUS und CHIN, fegen den letzten us-Dreck weg, aber weltweit…… ?????….. werden es sowieso, machen müssen…… ???

      Gruß Yorck, Fränzelsmühle

      1. Sehr geehrter Herr York, dein stenografisches Textbild nervt mich!
        Ansonsten volle Zustimmung 😉

    4. Für eine Offensive brauche ich eine lokale Überzahl, in der Großstadt um so mehr.

      Solange Ost-Aleppo frei erreichbar war von Idlib und auch Nordaleppo aus, konnten im Falle der Notwendigkeit schnell frische Kräfte und Waffen herangebracht werden. Größere Offensiven der SAA und Allies also nicht sehr erfolgsversprechend.

      Mit der Verbindung von Aleppo nach Nubl/Zahra war der schnelle Nachschub aus der Türkei abgeschnitten; das war ein Kraftakt, zwar nur kleinere Orte, aber stark befestigt, und wohl nur mit massiver russischer Luftunterstützung möglich.

      Danach konnte es an die Durchtrennung der Castello-Road gehen,auch das dauerte seine Zeit. Die „Gemäßigten“ und ihre Terroristenfreunde konzentrierten sich auf Südwest-Aleppo, mit dem Ziel der Einkesselung.

      Es sah wie ein Tausch aus, Castello-Road gegen Ramouseh.

      Doch Ramouseh ließ sich nicht halten, dafür hätten sie einen breiteren Streifen einnehmen müssen.
      Ob das geplant war durch die Regierungstruppen, oder nur eine glückliche Fügung, ist jetzt egal, es ging gut aus.

      Mit etwas Sachverstand war relativ schnell klar, dass Ramouseh wieder an die SAA fallen wird, wer in Ostaleppo bleibt, also in der Falle sitzt, abgeschnitten vom Nachschub.

      Noch dazu gab es die türkische Opertion Euphrat Shield, für welche dringend zusätzliche Kämpfer gesucht wurden; bei der Wahl, in Ostaleppo in der Falle zu sitzen, oder zum Freiheitskämpfer der westlichen Wertegemeinschaft gegen ISIS, zu werden, gut bezahlt und ausgerüstet, haben wohl einige letzteres genommen.

      Andere sind einfach nach Idlib gegangen, da ist man noch bewegungsfrei, und es gibt ja auch die Offensive in Nordhama, das macht ja auch mehr Spaß als im Kessel zu sitzen.

      Ob die Türken jetzt im Gegenzug für die anscheinend zumindest stillschweigende Genehmigung für ihre Pufferzone auch die Unterstützung für die Terroristen und Freunde, kann man vermuten.

      Nun sitzen nur noch relativ wenige im Kessel, viel zu wenig für das immer noch recht große Gebiet.
      Und man kann nur hoffen, dass noch möglichst viele davon aufgeben, oder wenigstens aus Aleppo verschwinden, damit es schneller und mit weniger Verlusten geht.

      1. Für die kurzzeitige Sprengung des Kessels wurden sicher auch viele Kämpfer aus Ostaleppo eingesetzt. Ich schätze dass die Islamisten alleine dadurch die Hälfte ihrer Kräfte in Aleppo verloren haben.

      2. ….denke, es läuft, Alles wie geplant…..

        Gruß Yorck, Fränzelsmühle

        …Ende Oktober, wissen Wir mehr……

    5. Mhm, grundsätzlich brachte Russlands eingreifen und aktive Unterstützung Syriens und Assad die Wende. Um diesen Krieg zu gewinnen oder gegen die Terroristen halten zu können, braucht’s das Zusammenspiel aus Bodentruppen und Luftwaffe. Das war ab dem aktiven Einschreiten Russlands gegeben. Vorher war die Unterstützung passiver Natur, Waffenlieferungen usw. Russland schaffte es Kooperationen zu bilden, da das Interesse einiger Nachbarstaaten wie Iran klar so gelagert sind, dass die Terroristen weg müssen, da sie sonst die eigenen Territorien gefährden. So kam es nach und nach zu Befreiungen, Gebietsgewinne durch die SAA. Hierdurch lassen sich Kapazitäten binden. Es entstehen immer größere Räume die wieder syrisch kontrolliert werden. Dadurch lässt sich der Druck erhöhen. Ganz andere Logistikmöglichkeiten und vor allem: die Moral in der SAA steigt, was für eine Armee und deren Partner besonders wichtig ist. Und so ging es auch in Aleppo vorwärts, Stück für Stück. Wenn alles klappt, haben sich die Syrer wirklich um ihr Land sehr verdient gemacht, können stolz sein und sie werden davon lange zehren.

      Zudem muss man sagen: Syrien hatte vor paar Jahren schon wieder vielfach die Oberhand. Assad konnte Terroristen zum Aufgeben bringen. Aber dann kam die ISIS-Geschichte, wo plötzlich, völlig unerkannt 🙂 ganze Horden von Terroristen aus Erdlöchern krochen, sich auf amerikanische Panzer schwangen, amerikanische Raketenwerfer im Schlepptau…und sich natürlich sofort auf den Weg gen Syrien machten.
      Das hatte wieder alles durcheinander gewirbelt und Syrien in die Defensive.

      Durch die starke Präsenz der Russen haben die anderen aus dem Westen (Briten, USA, auch Fronkreisch) nicht mehr so viele Möglichkeiten ihre geliebten Vollbartträger unter dem Deckmantel (IS-Bekämpfung) zu unterstützen. Wenn auch Russland davor zurück scheut völlig dicht zu machen. Das würde der zionistischen Propaganda auch zu sehr nutzen.

      Der Nachschub für die Terroristen wird umso mehr gestört, je mehr Gebiet eingenommen ist. Die Türkei ist ein entscheidender Faktor. Nach dem Putsch scheint sich doch was zu ändern. Und ich denke, Erdogan sah ein, dass er osmanische Träume vergessen kann, da das der Westen eh nicht will und sich aus der Sache um Syrien heraus für die Türkei nichts entsprechend entwickelt, was Annexionen ermöglicht. Der Putsch zeigte Erdogan, dass er es sich nicht mit Russland ganz verscherzen sollte. Weil ihn die einseitige Ausrichtung gen Westen den Arsch Kosten könnte.

      Alles insgesamt wirkt zusammen. Der Westen kann Russland drohen. Aber wenn Russland entschlossen bleibt, kann der Westen militärisch nichts aufbieten in Syrien (Bodentruppen). Die amerikanische Gesellschaft ist „kriegsmüde“ und wenn man amerikanische Zeitungen liest…die wissen auch was läuft. Die Öffentlichkeit wär nicht für eine Intervention zu gewinnen. Und Obama zieht das auch nicht mehr durch. Wer solls sonst machen? Deutschland :-). Mit den innenpolitischen Problemen derzeit, niemals. Das macht Uschi nicht. Frankreich? Steckt auch in innenpolitischen Problemen und wird kaum Kampfgruppen schicken. Auch bald Wahlen, wie in D. Viele andere Länder haben kein Interesse, sich für Moslems den Arsch aufzureißen. Die Türkei würde das nur machen, wenn was dabei rausspringt und es Unterstützung gibt.

      Insofern, es läuft gerade gut für Russland und Syrien. Russland muss knallhart dranbleiben, die Situation nutzen, dass sich Syrien weiter durchbeißen kann.

      Sanktionen? Mal sehen…die europ. Wirtschaft hat doch die Schnauze voll von Antirusslandsanktionen und muss die Wirtschaft in die Schwünge bringen. Und was will die USA selbst gegen Russland groß sanktionieren? Bisher blieb das an Europa hängen…
      Die Saudis Pfeifen langsam auch aus ihren Löchern.

      Wenn man das seit 2011 mitverfolgt: es gab Zeiten, wo man meinte, bald ist es zu Ende. Es schaut momentan gut aus. Gespannt kann man sein wie die Wahl ausgeht und was Clinton eventuell anstößt. Aber sie wird auch Zeit brauchen, erstmal alles auf die Wege zu bringen. Ich denke, und hoffe, dass sich erstmal die Monate nichts großartig zu Gunsten des Westens verschiebt. Und auch die Medienschlacht verlor der Westen. Er ist nicht mehr in den Herzen der Menschen und so wollen sie es doch haben.

    6. Hinzu kommt: in Deutschland stehen nächstes Jahr Wahlen an. Auch in Frankreich. In Österreich die Sache mit Hofer nicht zu vergessen. Wachsender Unmut. Auch gerade seit der Flüchtlingskrise. Merkel hat sich vielfach verschätzt. Was die Aufnahmebereitschaft der Deutschen anbelangt und auch was die Verteilung in der EU betrifft. Es gab den Brexit.

      Ganz normal wird jetzt die Zeit der großen Versprechungen (Wahlkampf) anlaufen. Es wird auch im Interesse der deutschen Regierung sein, dass keine Massen z.B. aus Syrien nach D strömen und es dort nicht weiter eskaliert. Nach den Wahlen, mal sehen…

      Ich kann Linke menschlich verstehen. Aber wer sich für eine Politik der offenen Tore „no border, no nation“ einsetzt, spielt unfreiwillig das Spiel der Eliten. Denen ist es doch gerade recht, wenn alles was noch gesund ist, aus den Ländern nach Europa käme. Da z.B Syrien dann einfach die Menschen ausgingen und die Länder einfacher zu bekämpfen wären.

      Eine Friedensbewegung muss sich für das Ende der Interventionen, dem Ende der Terrorförderung und einer massiven finanziellen Unterstützung und Aufbauarbeit all der geschundenen Länder – insbesondere Syrien- einsetzen. Aber doch nicht dafür, dass man die halbe Welt in Völkerwanderungen nach Europa bringt. Wie irre sind diese Leute?

      1. Der Freiheitstskampf des Volkes der Syrischen Arabischen Republik ist eines der deutlichsten Beispiele der jüngsten Vergangenheit bis heute: Nationalstaaten sind der einzige Schutz vor den Angriffen des Imperialismus, sonst sagt das Großkapital: „Alles meins“.

        Nach dem Sieg der Friedens- Solidaritätsinteressen sind Nationalstaaten nicht nur nutzlos, sondern hinderlich und werden aufgelöst durch die Völkersolidarität.

        Wer also sich unter den Bedingungen des derzeit wieder besonders blutig wütenden Imperialismus für etwas einsetzt, das auf die Auflösung der Nationalstaaten hinausläuft, steht keineswegs links, sondern am meisten rechts, bis weit hinein in den Faschismus. Erkennbar auch daran, dass bei den beiden am meisten nationalistischen Staaten der Welt mit dem Auflösen beginnen würde, wer nicht im Dienste des Imperialismus dies nur für andere fordernd rechts stünde.

      2. @Clearly

        Ja.

        Bzgl. klassischen linken Werten: Politik für die kleinen Leute, Völkerverständigung, republikanisches Denken, den Menschen eine Teilhabe an der Macht einräumen, elitäre Machtstrukturen verhindern, bin ich Linker.

        Allein Völkerverständigung setzt aber voraus, dass es überhaupt Völker gibt…und nicht eine weltweite „bunte“ Einheitsbevölkerung. „Monokulturen“ die nebeneinander koexistieren, wie es wiederum sog. echte Rechtsextreme wünschen (wobei rechts eigentlich hier nicht der richtige Begriff ist) sind genauso idiotisch und utopisch wie die Welt des bunten Einheitsbreis, wie es manche sog. Linken gerne hätten und wofür sie ihnen unliebsame Mächte und Völker gern aus dem Weg räumten. Der Mensch verliert sich darin. Ihm fehlen Rückzugsgebiete, in der Monokultur, wie in im bunten Einheitsbrei.

  2. Liebe Parteibuch
    Ein Stadt, kann man lange mit wenig Leute verteidigen. Islamisten haben gesamte Stadt untergraben. Mit Tunelen sind in Lage überall Verstärkungen zu schicken. So ein Bezirk, kann 50 Leute erfolgreich verteidigen. Eine Position wird von 3-4 andere gedeckt. Panzer sind in engen Strassen fehl am Platz. Alles muss Infaterie erledigen. Ein Vorrücken wird mit automatischen Waffen gestopt. Auch verlorene Position ist leicht zurück zu erobern, wenn andere Positionen noch in Takt sind. Eine Haus wird mehrmals erobert und verloren. Westliche Propaganda hat Ziel erreicht. SAA darf nicht stärkere Waffen benutzen um Vorwärts zu kommen. Ein langsame Vorgehen ermöglich auch Islamisten sich Planmässig an Reserve Positionen zurückziehen. Ein schnelle Vorgehen bringt viele Opfer. Deswegen versucht Angreifer immer Gebiet um mehrere kleine Kessel zu teilen. Mit Tunelnetz ist auch diese Vorteil minimiert. Islamisten haben zur Zeit ein zu grösse Gebiet um diese Gebiet halten zu können. Sie ärgern SAA und ziehen sich langsan zurück. Am Schluss werden sie sich in 3-4 Bezirke eingraben und lange, lange, lange ausharren.

    1. Die syrische und russische Luftwaffe hat mit den Bombardierungen gezeigt, das man die Bausubstanz Ostaleppos abgeschrieben hat, da spielt es auch keine Rolle, wenn da ein Panzer durch rollt, Auf Zivilisten braucht man wohl auch keine Rücksicht zu nehmen.
      Größtes Problem könnte sein, das man so schnell vorrückt, das man mit Minenräumen nicht hinterher kommt.
      Um zu vermeiden, das man sich eingräbt, greift die SAA wohl auch mit als erstes das Zentrum an. Ansonst strebt man wohl die Bus-Lösung an, das heißt Abtransport von Ostaleppo nach Idlib.

      Ich hatte ja geschrieben, das ich die Notwendig einer Aufteilung in kleine Gebiete nicht sehe, der Aufwand ist im Verhältnis zum Nutzen zu gering, SAA kommt auch so schnell voran.

    2. @zgvaca

      „So ein Bezirk, kann 50 Leute erfolgreich verteidigen“

      Sieht zu diesem Zeitpunkt nicht danach aus.
      Außerdem wird gerade deutlich, dass für SAA und Alliierten die Eroberung von Ostaleppo erste Priorität hat.
      Vlt. erinnern Sie sich noch an die Eroberung von Homs?
      Ein ähnliches Szenario spielt sich gerade in Ostaleppo ab, nur ausgeklüglter und schlagkräftiger durch Entschlossenheit und russische Präsenz/Unterstzützung die Sache in Aleppo ein für alle mal ein Ende zu setzen.
      In den letzten Jahren war Aleppo ein zu heißes Pflaster für die SAA, eine Falle/Hinterhalt des Westen. Hätte die SAA den Versuch gemacht Aleppo zu erobern, hätten die Medien so reagiert wie sie es heute tun und eine Nato Intervention mit sich gebracht. Das wollte man Umgehen in dem man die Terroristen in Schach gehalten hat und ihnen ein Teil Aleppos überließ, um dem Westen die Hoffnung zu lassen das Ding doch noch drehen zu können. Parallel dazu hat Russland bis Mitte 2015 auf allen Eben verhandelt bis es keine Alternativen mehr gab, als selbst militärisch einzugreifen. Durch die Präsenz der Russen, kann nun die Befreiung Aleppos beginnen und eine Nato Intervention muss hundert mal öfter Überlegt werden als es vor dem Jahr 2015 war.

      „Sie ärgern SAA und ziehen sich langsan zurück. Am Schluss werden sie sich in 3-4 Bezirke eingraben und lange, lange, lange ausharren.“

      Die vorhergegangen Aktionen in Ramouseh und Castelo haben Al Qaida und Unterstützer aus der Reserve gelockt und das Kreuz gebrochen, diesen Ereignissen zu Folge ist es kein Nadelstich was die SAA im Moment unternimmt, sondern eine Invasion und das werden und können die Terroristen nicht mehr als paar Wochen durchhalten.
      Es handelt sich gerade in Aleppo um eine Beschlossene Angelegenheit.
      Die USA und Partner stehen gerade echt vor einer vernichtenden Niederlage und bereuen es bestimmt den Waffenstillstand gebrochen zu haben.

      @Parteibuch

      Danke für die informativen Berichte, Recherchen und das aufdecken der Hintergründe die hinter den Aktionen aller Beteiligten stehen.
      Man freut sich immer auf Ihre aktuellen Berichte und den interessanten Kommentaren auf dieser Seite.

      1. @ Elmar. clearly und Sanherib

        Danke an das Parteibuch für die unermüdlichen, detaillierten Analysen. Bewundernswerte Arbeit.

        Danke such an die oben genannten und die Ansichten zu Nationalstaaten und die Analyse von Sanherib. Der Zeitpunkt für Eroberungen muss stimmen und die endlosen Verhandlungen waren aus heutiger Sicht keine Schwäche, sondern gezielter Zeitgewinn.

        Putin soll Erdogan am 10. Oktober in der Türkei treffen. Gibt es Informationen, was dort auf der Tagesordnung steht? Die Kurden, pipelines, der Irak? Wahrscheinlich alles zusammen.

  3. Die Türkenproxys nähern sich Dabiq, gestern sprach einer von 48 Stunden; na wenn sie sich da mal nicht verrechnen.

    Heute hatten sie 50 Opfer in einem Minenfeld, wird wohl doch kein Spaziergang.

    Derweil wurde Kämpfe der SDF in Kalijbrin, also in der Mare-Aziz-Tasche der gemäßigten Terroristen, gemeldet.

  4. Hier ein paar anschauliche videos von den Kämpfen der letzten Tage.
    Mit Schnipseln aus den Alkaida Propagandavideos.
    Da kann man sich einen Eindruck vom Gelände und den Schwierigkeiten machen,
    die noch vor den Soldaten liegen.

  5. ZDF gestern Abend; Bilder vom Kindi-Krankenhaus, garniert mit der AUssage, dass dieses gestern bombardiert wurde.

    Kein Wort darüber, dass die Moderaten und ihre Terroristenfreunde das Krankenhaus vor Jahren zerstört haben, u.a. mit Selbstmordanschlägen, und jetzt eben jene „Moderten“, die sich Livebildern von Kinderkopfabschneidungen brüsten, von dort vertrieben wurden. Widerlich.

  6. Ich stimme Dir in deiner Analyse (zgvaca) nicht zu. Wenn die SAA im Offensivmodus bleibt, verbrauchen auch die Orks so viel Munition am Tag, ohne Resserven auffüllen zu können, dass in recht kurzer Zeit (1-2 Monate) die Lage im Kessel für sie hoffnungslos sein wird. Häuserkampf kostet aber viele Opfer. Offenbar hat man sich entschieden, diesen Preis jetzt zahlen zu wollen und Aleppo zurück zu gewinnen. Ich freue mich, denn Aleppo ist mehr als nur ein Symbol für den Kampf gegen die dschihadistische Komintern.

  7. Ein stiller Leser möchte sich für die hervorragende Arbeit von Parteibuch bedanken und auch für die sachkundigen Forenbeiträge. Schön, dass Yorck hierher gefunden hat, dessen Beiträge auch immer mit kulturellen Beiträgen gemischt sind. Vielen Dank Yorck, Sie haben mich schon oft aus einem Stimmungstief herauskatapultiert.

    1. ….bin doch schon jahrelang Parteibuchleser, genau wie von Carsten Laurisch, aber als „Anhänger von Elsässer“, habe ich mir lange nicht getraut, hier zu schreiben….

      …Danke, für die Komplimente…

      ….nicht Stimmungstief werden….. heute, haben die us-zionisten, mit der neuen Installation, der erweiterten S-300 Systeme in Tartus, eine in die Fre*** bekommen, denen tun die Zähne weh…..

      Der Traum, Syrien in Besitz zu bekommen, ist damit, ENTGÜLTIG, ausgeträumt….

      Gruß Yorck, Fränzelsmühle

  8. Mit dem Überfall der USA auf die Syr. Armee mit über 60 Toten, haben die sich ins eigene Knie geschossen, weil damit der Waffenstillstand gebrochen wurde und die Unterstützung für den ISIS offen erkennbar wurde

    1. Diese verbrecherische Tat mag ein Schuss in das eigene Knie gewesen sein. Aber die Behandlung durch die Power dieses vorsätzlichen Verbrechens hernach bei der UNO war ein Schuss in den eigenen Kopf der USA!

      Tschurkin war ob dieser Reaktion entsetzt; nicht zuletzt deshalb, weil jemand mit freiwilligen und eigenhändigen Kopfschuss sämtliche Satisfaktionsfähigkeit sofort vernichtet und damit als „Partner“ für Verhandlungen naturgemäß vollkommen ausfällt.

      Dieses diplomatische Vakuum -durch Größenwahn, Schwachsinn und Hilflosigkeit gezeugt und gekennzeichnet- muss der Russe ersteinmal realisieren! ***

  9. Könnte hinter der offiziellen Aufkündigung der Verhandlungsgespräche der USA mit Russland bezüglich Aleppo noch etwas mehr stecken als die Lustlosigkeit eines enttarnten und abtretenden Aussenministers der USA, bzw. der Aufgabe eine verlorenen Schlachtfeldes?

    Ist es möglich, dass im Kessel von Aleppo weiße Djihadisten angelsächsicher Herkunft sitzen, denen zeitnah die Gefangenschaft droht??

    Und sollen europäische Hilfskonvois nun helfen, diese weißen Militärspezialisten entkommen zu lassen wie einst Odysseus seinen Mannen aus der Höhle des Zyklopen entkommen half??? (-vielleicht im Gewand katholischer Geistlicher unter den Schafen < Selbstironie, liebes Parteibuch.)

    Denn die indirekte Kriegserklärung durch den Pressesprecher, Konteradmiral Kirby -Mc Cain soll ihn einen Idioten genannt haben- an Russland war doch mehr militärisch als politisch motiviert.

    Die Gefangennahme solcher angelsächsischer Militärspezialisten im Kessel von Aleppo zumindest wäre ein weiteres Ass in der diplomatischen Hand Russlands, welches sich auch nach dem Präsidenten- und Aussenministerwechsel der USA trefflich spielen ließe…

    – Wunschdenken durch fehlerhafte Kombination der Beobachtungen?: das kann sein.

    Und es wäre doch zu interessant in Erfahrung zu bringen, ob dieser hinhaltende Widerstand im Kessel von Aleppo vollkommen ohne die physische Anwesenheit westlicher Militärspezialisten derartig möglich ist!

    Aber wie auch immer. Zumindest spielt die Katze wieder mit der Maus; und läßt sich nicht wie bei "Tom und Jerry" nach Art von Hollywood am Nasenring durch die Manege der Weltgeschichte führen. Und schlafende Katzen sind keine dummen Katzen, sondern sie träumen von den diebischen Mäusen; denen nach erfüllter Spiellust mit einer scharfen Kralle der Bauch aufgeschlitzt wird, um das Gedärm offenzulegen und herauszuschleudern. Denn die Galle und anderes Gekröse darf im Braten nicht enthalten sein. Weil die Katze ist rein und sie liebt das Filet ohne Bitterkeit.

    1. Das Gerücht gab es bereits als man versuchte die Belagerung auf zu sprengen.
      Aber die Frontlinie ist so nicht so dicht (Tunnelsystem), das solche „Berater“ da nicht raus kommen.
      Man kann wohl eher das Verhalten der USA deuten, das die „Berater“ Ihre Tätigkeit einstellen sollen…

      Also darauf zu hoffen, das da paar GIs in SAA-Gewahrsam greaten, braucht man nicht

  10. Ich bitte die werte Community um eine Eischätzung ,um die von der Tüerkei in Nordsyrien.

    Mir kommt es so vor als ob die FSA dort von der Türkei gut ausgestattet wird Anweisungen bekommt und dann die Drecksarbeit für diese machen soll, sprich gegen die Kurden , IS und und dann gegen die SAA vorgehen soll.
    Ich kann mir irgenwie nicht vorstellen, dass die FSA motiviert ist gegen ein bis aufs letzte kämpfenden IS im Städtekampf vorzugehen oder ob sie nicht doch lieber gegen den “ pösen“Assad kämpfen würden

    Gruß Tobi

    1. Tobi

      Die türkischen Jihadi-Proxies in der Azaz-Jarabulus-Tasche haben keine gemeinsame Front mit der syrischen Armee. Wo auch immer die vorrücken, können sie das nur gegen ISIS und die SDF/YPG. Siehe dazu die betreffenden Frontlinien etwa hier auf dieser Karte:

      Kämpfen die türkischen Jihadi-Proxies gegen ISIS ist das für die syrische Armee eine erfreuliche Entwicklung: Terroristen eliminieren sich gegenseitig, und erspart der syrischen Armee Arbeit. Genauso berichtete das auch die iranische Fars News Agency heute:

      Heavy Infighting Rages among Terrorists in Northern Syria

      http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950713000986

      Kämpfen die türkischen Jihadi-Proxies in der Azaz-Jarabulus-Tasche gegen die YPG/SDF bekommt Erdogan Ärger mit den USA, und mit Moskau, Damaskus und Teheran. Sollte die YPG sich allerdings noch mal so ein Ding wie den Überfall auf die syrische Armee in Hasakah leisten und damit die Einheit Syriens bedrohen, dann könnten Damaskus, Teheran udn Moskau geneigt sein, Erdogans Jihadi-Proxies freie Hand beim Eliminieren der YPG zu lassen.

      Damit, dass nach einem Kampf der türkischen Jihadi-Proxies gegen ISIS, und anschließend gegebenenfalls gegen die YPG noch viele der türkischen Jihadi-Proxies übrig sind, ist nicht zu rechnen. Die, die übrig bleiben, werden dann von der syrischen Armee genau wie alle anderen Terroristen in Syrien vor die Wahl gestellt, entweder eine Versöhnungs-/Kapitulationsvereinbarung abzuschließen oder eliminiert zu werden.

      1. @ Pateibuch

        Genial! 🙂
        Verdammt gefickt eingeschädelt! Welch wunderbare Entwicklung!

    2. @Tobi

      Was wir aber nicht sehen können, ist Möglichkeit und Umfang, dass über die FSA IS-Kämpfer zu Moderaten werden. Der Einfluss der Türkei auf Daesh wird aus meiner Sicht unterschätzt. Über die Muslimbruderschaft hatte die Türkei von Anfang an auch diverse Verbindungen zu anderen Salafisten-Gruppen, einschl. Al-Nusra (al-Qaida) und IS.

      Vergessen wir nicht, dass über den MIT aktiv die Rückzugsgebiete des IS in der Türkei betreut und Kämpfer ausgebildet wurden. Die Strukturen des IS stecken doch teilweise schon im türkischen Schattenstaat. Man bedenke nur den umfangreichen Ölhandel mit geraubtem syrischen Öl, das geht weit über Geheimdienst und Militär hinaus.

      Vergessen wir auch nicht, dass der türkische Geheimdienst-Chef im vorigen Jahr bereits vorgeschlagen hatte, eine diplomatische Vertretung des IS in der Türkei einzurichten. Erdogan hatte sich spätestens 2012 entschieden, alles was in irgendeiner Weise salafistisch ist, zu unterstützen; als Werkzeug vor allem gegen die Kurden, aber auch als Werkzeug um eine gemäßigt sunnitisch und von den Muslimbrüdern geprägte neue syrische Regierung zu installieren.

      Schattenregierung, da denke ich auch gleich an Schattenboxen. Ich habe meine Zweifel, ob die Kämpfe zwischen den türkischen Proxies und dem IS tatsächlich überall erbittert geführt werden und glaube eher, dass uns hier eine Show geboten wird, um den IS als wieder verwendbare Extremisten in andere Strukturen zu überführen.

      Das alles weiß die Achse Syrien/Russland/Iran/(Irak) – und handelt pragmatisch. Ich bin mir sicher, dass im Hintergrund klare Ansagen der Russen an die Türkei ausgesprochen, welche aber auch die Paranoia der Türken vor einem Kurdenstaat berücksichtigen. Dabei wird auch ein gewisses Gegengewicht zu den Aktivitäten der USA bei der PYG und Barzanis Pseudo-Staat erhalten.

      —-
      @Moderator: Ein Beitrag von mir wurde nicht veröffentlicht. Ich nehme an wegen des wiederholten Setzens von eines Links auf meine eigene Seite (ein anderer Grund fällt mir beim besten Willen nicht ein). Wenn Sie das stört, sagen Sie es einfach und gut ist. Danke!

      Beste Grüße, ped43z

      1. ped43z

        Nein, das unterdrücken des Kommentars war keine Absicht, der ist im automatischen Spamfilter von WordPress.com hängengeblieben, warum auch immer. Habe ihn gerade aus dem Spamordner rausgefischt und freigeschaltet.

        Beste Grüße

  11. gute Entwicklung in der Tat.
    Ich glaube allerdings ,dass die Jihadi-Proxies keinen richtigen Bock haben im Häuserkampf
    oder auf schwierigem Terrain gegen den IS zu kämpfen.
    Ich denke die Türkei bezahlt diese Söldner üppig und stattet sie gut aus.
    Diese erzählen ihrem Zahlmeister dann alles , was dieser hören will und sei es die
    utopische Einnahme Rakkas( ohne die Kurden natürlich)

    Gruß Tobi

    1. „Bock“ ist so eine Sache; ISIS ist ein gefährlicher Gegner, die Verluste des letzten Jahres dürfen da nicht zu Fehleinschätzungen führen.

      Und wieviele „Moderate“, begleitet von „Unmoderaten“, die Türken wirklich auftreiben konnten, bleibt unklar. Diverse türkische Panzer gingen schon drauf, man kämpft also offenbar nicht gegen Langbartträger mit Pfeil und Bogen.

      Für den IS ist die Lage momentan nicht einfach, im Prinzip heißt es auch bis zur US-Wahl abzuwarten.

      Wenn sich in Washington die Kriegstreiber durchsetzen, egal ob sie sich als „humanitäre Interventionisten“ bezeichnen, dürfte ein massive Aufrüstung der „Opposition“ in Syrien erfolgen. MANPADS passen in Bananenpaletten, an den nagelneuen Grad-Werfern sieht man, dass auch Großgerät problemlos an Dschihadisten geliefert werden kann.

      Die Frage, wie viele Söldner man zum kämpfen kriegt, hängt natürlich entscheidend von der Hhe des Soldes ab, kleiner Schattenhaushalt beim CIA, da geht einiges.

      Sollte die Lufthoheit gebrochen werden, ist auch eine Niederlage der Regierungstruppen und Aliierten nicht ausgeschlossen.
      Russland muss sich im Falle massiver Abschüsse von Flugzeugen entscheiden, wie tief es sein Schicksal mit dem Syriens verknüpft; derzeit noch offen, auch wenn vieles nach einem All in aussieht.

      Wenn die Regierungstruppen zusammenbrechen, bricht natürlich nicht Frieden und Freiheit aus, sondern Kämpfe zwischen den „Oppositionellen“ um die Macht; ISIS dürfte wahrscheinlich ohnehin aus Mossul vertrieben werden; dann werden jede Menge Kräfte frei, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie große teile Syriens (also außer der Wüste, die sie schon haben), einnehmen können.

      In dem Fall werden sich die Türken ganz pragmatisch mit ihnen einigen.
      Eine Umflaggung würde dies vereinfachen.

      Geht man beim IS davon aus, dass es nicht so gut läuft, sieht es anders aus.
      Rechnet man mit einem absehbaren Zusammenbruch der „Rebellen“, weil sie einerseits geplättet werden und andererseits wegen Aussichtslosigkeit in Versöhnungsvereinbarungen gehen, werden viele Truppen frei zur Bekämpfung des IS.

      Im Irak sind sie seit längerem auf dem Rückzug, wegen massiven Drucks.

      Letztlich müssen sie mit einer Niederlage rechnen.

      Dann heißt es, die Ideologie sauber zu halten; das Kalifat ohne Staat ist zwar nicht so ganz attraktiv, aber hat auch eine spirituelle Ebene.
      Von der aus bekennen sich ja weltweit diverse Gruppen zum IS, man kann also jederzeit irgendwo neu anfangen.

  12. Es geht offenbar weiter

    The Inside Source ‏@TheInsideSourc 16 Min.Vor 16 Minuten
    #Syria // #Aleppo // SAA is advancing on the Owija district and is heavily bombarding rebel positions.

    Manche schreiben schon vom Rückzug der „Rebellen“, aber da heißt es immer vorsichtig zu sein.

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