Trump liegt nun auch in North Carolina und Nevada vorn

Bei Hillary Clinton und den sie bezahlenden jüdischen Milliardären brennt der Baum. Weder das viele Geld der zionistischen Kriegsmafia noch die geballte Ladung massenmedialer Anti-Trump-Propaganda halten Hillary Clinton oben. Nachdem das Umfragemittel von Real Clear Politics Donald Trump letzte Woche bereits in Florida und Ohio vorn hatte, liegt Trump da nun auch in North Carolina und Nevada vorn.

Das bedeutet, dass Trump nun im RCP-Umfragemittel nur noch sechs Wahlmännerstimmen Rückstand auf Clinton hat, 266 zu 272.

Donald Trump muss nur noch vier Stimmen kippen und den Rest halten, um Israels Pferdchen Hillary Clinton zu schlagen.

Wie CNBC in einem Kommentar offenlegt, scheint Trump die besten Karten dazu in Colorado und Michigan zu haben.

In neun Wahlmännerstimmen schweren Colorado sieht die Lage dabei so aus, dass Trump da möglicherweise schon vorn liegt, dazu nur noch nicht ausreichend Umfragen durchgeführt wurden, die das bestätigen, sodass das RCP-Umfragemittel Clinton deshalb noch vorn sieht. Hintergrund der überraschenden Entwicklung in den Rocky Mountains scheint zu sein, dass der ehemalige Governeur des Nachbarstaates New Mexico und libertäre Präsidentschaftskandidat Gary Johnson sehr viel Unterstützung bei der jugendlichen Basis der Demokraten widerfährt, die ihm insbesondere seine Vorreiterrolle bei der Legalisierung von Marihuana hoch anrechnen. Clinton fehlen diese traditionell demokratischen Stimmen für den libertären Johnson in Colorado für einen Sieg gegen Trump.

Im Bundesstaat Michigan, der über 16 Wahlmännerstimmen entscheidet, liegt Clinton zwar in allen Umfragen vorn, doch es gibt ernsthafte Zweifel am Wähler-Modell der letzten Umfrage. Ginge man von einem wahrscheinlicheren Szenario zur Wahlbeteiligung aus, hätte Trump in der letzten Umfrage wohl bereits gleichauf gelegen, meint CNBC. Im Rostgürtel-Staat Michigan spielt eine wesentliche Rolle, dass Hillary Clinton als langjährige Befürwortin von Arbeitsplätze verlagernden Freihandel und Gegnerin fossiler Energie ohnehin nicht besonders beliebt ist. Trump hat mit seiner kritischen Positionierung zu Freihandel und Unterstützung für fossile Energie im Rostgürtel einen strategischen Vorteil, und die letzte Umfrage in Michigan wurde gemacht, moch bevor Ford ankündigte, weitere Arbeitsplätze von Michigan nach Mexico zu verlagern. Mit anderen Worten: es ist duchaus möglich, dass Trump auch in Michigan inzwischen bereits in Führung liegt, es seitdem bloß noch keine ehrliche Umfrage gab.

Eine weitere gute Chance, Hillary Clinton weitere Wahlmännerstimmen abzunehmen, hat Donald Trump im über zehn Stimmen verfügenden Bundesstaat Wisconsin gleich östlich von Michigan, wo Trump in den letzten Wochen kräftig aufgeholt hat und nun nur noch drei Prozent hinter Clinton liegen soll. Etwas entferntere Chancen auf den Sieg hat Trump außerdem noch in Virginia, New Hampshire, Minnesota und Pennsylvania, wo er gegenwärtig noch nicht ganz in Schlagdistanz liegt, aber aufzuholen scheint.

Hält Trump das, wo er gegenwärtig vorn liegt, dann schon würde ein einziger zusätzlicher Staat Trump reichen, um Präsident zu werden, gleich ob das ein großer Staat wie Michigan, ein mittelgroßer Staat wie Colorado oder ein kleiner Staat wie New Hampshire ist. Enger könnte das Rennen um die Präsidentschaft also kaum sein. Und am nächsten Montag soll es dann die erste TV-Debatte zwischen Clinton und Trump geben. Wie die republikanischen Vorwahlen gezeigt haben, kann Donald Trump kaum etwas besser als TV-Debatten, während die kranke Hillary Clinton Angst vor ihnen hat.

Bei der Präsidentschaftsdebatte am Montag könnte es für Clinton außerdem zum Problem werden, dass sie, um ihren milliardenschweren Sponsoren zu gefallen, angekündigt hat, in Syrien eine Flugverbotszone zum Schutz von „Rebellen“ verhängen zu wollen, wohlweißlich in Kauf nehmend, dass das nicht nur Krieg gegen Syrien, sondern auch Krieg gegen Russland bedeuten würde. Trumps Position ist hingegen, dass er lieber gemeinsam mit Russland Al Kaida bekämpfen möchte als gegen Russland Krieg zu führen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Syrien ist es nicht unwahrscheinlich, dass in der TV-Debatte die Frage nach einer Flugverbotszone in Syrien kommt, und Clintons Position, im Interesse Israels zusammen mit Al Kaida Krieg gegen die Nuklearmacht Russland zu führen, ist gelinde gesagt bei der US-Bevölkerung nicht gerade pop ulär, auch wenn die von Zionisten dominierten Massenmedien allesamt pausenlos darauf hinarbeiten.

16 Gedanken zu “Trump liegt nun auch in North Carolina und Nevada vorn

  1. „Trump liegt nun auch in North Carolina und Nevada vorn“
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    Bei aller „Freude“ darüber sollten wir hier nie vergessen dass beide für uns nur die Wahl zwischen der Pest und der Cholera sind. Hier gibt es für uns nur ein Kriterium wen wir unterstützen können. Das Kriterium heißt „Von wem“ geht die größere Gefahr für einen 3. WK aus? Alles andere tangiert uns bisher nur.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Weltkrieg

  2. Ich habe keinen Plan, aber mir kommt alles extrem komisch vor. Ich würde langsam behaupten der Trump ist das wahre Pferdchen. Ok er ist mir trotzdem viel symphatischer.

    Wenn man sich die Vita der „netten Frau von Nebenan“ anschaut, da steht als letztes drin, GEFEUERT von Obama.

    Das dieser Mann die Wünsche übererfüllt hat da brauchen wir uns nicht streiten. Warum feuert er die Dame die seine Arbeit fortsetzen soll?

    Aber auch egal. Raus kommt nix gutes so oder so.
    Nach der Wahl läüft es wieder wie zuvor.
    Wenn nicht sogar noch schlimmer

    1. kruse

      Es ist anzunehmen, dass Obama und Clinton in Sachen Geo- und Kriegspolitik zu unterschiedlichen Lagern gehören. Die Ziocons behaupten das schon lange, und auch bezogen auf Luftangriffe gegen Syrien standen und stehen Obama und Clinton auf unterschiedlichen Seiten.

      Dazu passt auch, dass Obamas enger Vertrauter David Axelrod im Wahlkampf gegen Clinton schießt, während der Boss Obama Clinton als Parteifreundin pro-forma unterstützt:

    2. Ich habe einmal die These gelesen, der wirkliche Auftrag der US-Eliten an Obama sei, die Macht des AIPAC (American Israel Public Affairs Commitee, die wichtigste zionistische Lobby-Organisation in den USA) einzuschränken. Und ich halte diese These für einigermaßen plausibel. Zumindest ist ein Zurückdrängen des israelischen/zionistischen Einflusses auf die US-Politik das, was man in den letzten Jahren beobachten konnte. Ohne eine derartige Vorarbeit wäre ein Iran-Deal undenkbar gewesen (Netanjahu, aber auch die zionistische Lobby in den USA, haben versucht, das mit allen Mitteln zu bekämpfen).
      Jetzt zu H. Clinton: ich rechne sie dem zionistisch beeinflußten Flügel zu. Obama wurde sie mehr oder weniger aufgedrängt als Außenministerin, zu einem Zeitpunkt, an dem Alternativen nicht durchsetzbar waren. Im Zuge des Zurückdrängens des zionistischen Einflusses gab es für Obama die Möglichkeit, Clinton loszuwerden, und diese Möglichkeit hat er genutzt. Übrigens kann die Entlassung des Generals David Petraeus in einem ähnlichen Kontext gesehen werden.
      Unter diesem Aspekt gesehen sehe ich es nicht so, dass Clinton die Arbeit von Obama fortsetzen soll. Im Gegenteil, Clinton soll den von Obama erreichten (nationalen) Handlungsspielraum wieder einschränken zugunsten zionistischen Einflusses.
      Man könnte es sogar so sehen, dass Trump es ist, der diesen Aspekt der Arbeit von Obama fortführen würde.
      Wobei ich etwas zurückhaltend bin, Trump als den großen Heilsbringer zu sehen. Wenn er einmal im Amt ist, wird er sich vielen „Sachzwängen“ unterwerfen müssen. Und vermutlich wird er vom eigenen „tiefen Staat“ erpresst werden, mit der Drohung, wenn er nicht spurt, wird er so wie J.F.Kennedy enden. Aber – das hat Obama gezeigt -, es gibt Handlungsspielraum, und wenn der genutzt wird, gibt es auch sichtbare Änderungen.

      1. Matthias

        Ich stimme dem im Grunde zu, würde das in Nuancen aber anders sehen.

        Und zwar würde ich nicht von einem „wirklichen Auftrag der US-Eliten an Obama“ zur Einschränkung der Macht von AIPAC sprechen, sondern vielmehr davon, dass es seit jüngerer Zeit eine Spaltung der US-Elite gibt. Bislang war AIPAC die Verkörperung der US-Elite, genauso wie Wall Street, die eng verbandelt mit AIPAC ist. Die Ursache dafür scheint zu sein, dass die von AIPAC und Wall Street vorangetriebenen ständigen Nahostkriege im Interesse Israels und die Kursnahme der Israel-Lobby in Richtung neuer kalter Krieg für einen nenenswerten Teil der schwerreichen US-Elite extrem geschäftsschädlich sind. Die wollen lieber lukrative Geschäfte mit Asien und China machen, als Gelder in Kriegen für Israel zu verbraten oder gar einen neuen kalten Krieg, wo sie von wichtigen Märkten abgeschnitten wären.

        Bei Obama selbst lässt sich eine Entwicklung erkennen. In seiner ersten Amtsperiode hat er ohne Not wie von der Israel-Lobby gewünscht Libyen durch Krieg zerstört, und in der zweiten Amtsperiode hat er die Israel-Lobby damit, dass er keine Luftangriffe auf Syrien befohlen hat, geradezu zur Weißglut gebracht, und dann obendrein noch den von Israel gewünschten Iran-Krieg mit dem Iran-Deal sabotiert, Israel mit Friedensverhandlungen zu Palästina bloßgestellt und radikale Zionisten von den Schalthebeln der Macht im US-Militär entfernt.

        Dieser politische Richtungswechsel Obamas ist bei den False-Flag-CW-Attacken in Ghouta das erste mal mit voller Wucht ans Licht gekommen, als er daraufhin, sehr zur Überraschung der zionistischen Lobby, nicht Syrien bombardierte, sondern eine Kooperation mit Russland und Damaskus zur Beseitigung der syrischen C-Waffen einging. Denkbar ist sogar, dass der False-Flag-CW-Anschlag in Ghouta bei Obama eine imaginäre rote Linie überschritten hat, woraus er für sich die Schlussfolgerung gezogen hat, mit aller ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die für dieses Verbrechen verantwortliche Israel-Lobby und ihre Komplizen vorzugehen.

  3. Liebes Parteibuch
    Also ich bin ja mal gespannt ob Hitlary zum Duell auftaucht, oder ob vorher schnell was passiert um dem zu entgehen. Ich denke da auch an einen Ausnahmezustand. Aber das ist alles noch Hirnunordnung momentan, es prasselt ja nur noch auf jedes Bürger Dach.
    Dass diese Psychopathin schwer angeschlagen ist sieht ein Blinder und wer setzt schon auf einen lahmen Gaul ? Doch nur wenn man ihn nicht mehr braucht.
    Vergiftungen die Russland unterstellt werden, sind meiner Meinung wenn überhaupt Zuhause zu suchen. Mir fällt da Polonium ein, das in Great Britan Alexander Litwinenko verabreicht wurde.
    Ansonsten habe ich momentan ein ganz mieses Gefühl.

  4. Ich habe auch so den leisen Verdacht das man eigentlich Trump möchte aber so tut als wäre Hillary die richtige Wahl. Ein Täuschungsmanöver? Wie haben wir uns damals gefreut als Obama gewann und alle dachten das es jetzt frieden auf der Welt gibt. Auch wenn mir klar ist das er eigentlich ein guter hätte sein können, er es aber nicht sein durfte.

    Was mich jedoch viel mehr verwundert @Parteibuch, Sie glauben also wirklich das es freie Wahlen in den USA gibt? Das nicht betrogen wird und die Stimme des Volkes wirklich zählt? Ich kann mir kaum vorstellen das die Eliten so viel Geld investieren und dann tatsächlich das Volk wählen lassen?

    1. Also ich habe mich nicht bei Obama gefreut. Selbst schuld. Die Wahlen in den USA sind durchaus freier wie in der BRD. Dort kann die Basis wenigstens den Präsikandidaten wählen.

    2. Hans

      Natürlich werden Wahlen manipuliert. Es wird zwar auch beim Zählen der Stimmen manipuliert, aber die wesentlichen Manipulationen werden bereits lange vor der Wahl durchgeführt, nämlich bei der Aufstellung der Kandidaten.

      Da sorgen die Herrschenden dafür, dass die von den großen Partei-Organisationen aufgestellten Kandidaten samt und sonders ihre Lakaien sind. In Deutschland geschieht das, regelmäßig fern von der großen Öffentlichkeit, bei der Zusammenstellung der Wahllisten und Direktkandidaten der großen Parteien, und in den USA in den Vorwahlen, wo die Massenmedien durch gezielte Propaganda dafür sorgen, dass beide großen Parteien Lakaien des Establishments aufstellen.

      Wenn dann die eigentliche Wahl stattfindet, hat die Bevölkerung unter den aussichtsreichen Kandidaten und Parteien regelmäßig nur noch die Wahl zwischen unterschiedlich angestrichenen Lakaien des Establishments, die in den für das Establishment wichtigen Fragen ziemlich exakt die gleiche Politik verfolgen, diese jeweils bloß mit anderer Rhetorik garnieren. Auf die USA bezogen bedeutet das regelmäßig, dass die Demokraten die vom Establishment gewünschten Angriffskriege als „humanitäre Intervention“ verkaufen, während die Republikaner die gleichen vom Establishment gewünschten Angriffskriege als präventive Sicherheitsmaßnahme durchführen wollen. Ein praktischer Unterschied zwischen den Varianten ist da nicht gegeben, die Bevölkerung hat die Wahl schon lange vor dem Wahltag verloren.

      Diesmal ist dem Establishment aber bei den republikanischen Vorwahlen ein Missgeschick passiert: anstatt dass da einer ihrer Lakaien wie Bush und Rubio gewonnen hat, hat da Trump gewonnen, der für das Establishment unannehmbar ist, weil er gute Beziehungen zu Russland will, und anstatt die vom Establishment geforderten Kriege mit dem Terror gegen Syrien, Iran udn Russland gemeinsam mit Russland den Terror bekämpfen will. Das ist der Grund dafür, warum die Massenmedien des Establishments pausenlos auf Trump einprügeln, nicht etwa seine Haltung oder Rhetorik zu für das Establishment nebensächlichen Themen wie Immigration. Hintergrund des Erfolges von Trump ist eine Spaltung im bisherigen US-Establishment, ohne die der Erfolg von Trump mit seiner Guerilla-Wahlkampftaktik undenkbar wäre.

      Die Möglichkeiten des Establishments, die Wahl direkt am Wahltag zu manipulieren, sind vergleichsweise gering. Ntaürlich wird da mit der Wählerregistrierung manipuliert, und wenn das Ergebnis knapp ist, sicher auch bei der Auszählung und Zusammenrechnung des Ergebnisses, wie das wohl etwa bei GW Bush im entscheidenden Bundesstaat Florida geschehen ist. Doch gegen einen Erdrutschsieg eines ungewollt durchgebrochenen Kandidaten ist das Estbalishment ziemlich hilflos, soviel Manipulation geht am Wahltag nicht. Da sit die Strategie des Establishments dann eher, den durchgebrochenen Kandidaten nach einem Wahlsieg durch Nutzung ihrer Machtmittel in ihr politisches Konzept zu zwängen und mit politischen, wirtschaftlichen und juristischen Erpressungen dazu zu zwingen, die vom Establishment gewünschte Außen- und Kriegspolitik zu machen, gleich ob der durchgebrochene siegreiche Kandidat was anderes versprochen hat, ob er das will oder nicht.

  5. „Das bedeutet, dass Trump nun im RCP-Umfragemittel nur noch sechs Wahlmännerstimmen Rückstand auf Clinton hat, 266 zu 272.“

    Auch wenn bei früheren US-Präsidentschaftswahlen die sogenannten „Wahlmänner“ oft für „ihren“ Kandidaten stimmten, müssen nicht alle sogenannten „Wahlmänner“ dazu verpflichtet sein, für „ihren“ Kandidaten zu stimmen.

    „Das Electoral College wählt alle vier Jahre den US-amerikanischen Präsidenten. Sieger der Wahl ist jeweils der Kandidat, der die absolute Mehrheit der Wahlmännerstimmen auf sich vereint (also wieder Mehrheitswahlrecht). Sollte keine absolute Mehrheit für einen Kandidaten zustande kommen, so wählt das Repräsentantenhaus als Kammer, die dem Volk am nächsten ist, den Präsidenten, der Senat den Vizepräsidenten.
    […]
    Ungebundenheit an Wählerwillen – Die Wahlmänner sind teilweise frei in ihrer Entscheidung. In den Anfangszeiten der USA wurden sie einem Kandidaten jeweils fest zugeordnet. Heute gibt es in einer großen Anzahl von Bundesstaaten Gesetze, die von den Wahlmännern verlangen, nur für einen bestimmten Kandidaten abzustimmen. In der Praxis werden in jedem Staat nur die Unterstützer eines Präsidentschaftskandidaten bestimmt. Das kann bei knappen Wahlergebnissen dazu führen, dass sich im Electoral College andere Mehrheitsverhältnisse bilden als bei der eigentlichen Volkswahl. Zuletzt geschah dies 2000 bei der Wahl von George W. Bush.“

    Wikipedia, 23. September 2016
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlmann

    1. Clearly

      Der von dir zitierte Wikipedia-Artikel vermischt zwei verschiedene Dinge.

      1. Fall: Faithless Electors: Es kommt immer mal wieder vor, dass ein Wahlmann nicht für den Kandidaten abstimmt, für den er vor der Wahl aufgestellt wurde. Das ist recht selten und hat noch nie Einfluss auf das Ergebnis einer Präsidentschaftswahl gehabt:

      https://en.wikipedia.org/wiki/Faithless_elector#2000_to_present

      Bei einer knappen Entsceidung 270 zu 268 für Trump, etwa wenn Trump da gewinnt, wo er gerade vorn liegt, und zusätzlich noch New Hampshire mit seinen vier Stimmen gewinnt, könnte diese Wahl allerdings die erste werden, wo das tatsächlich wichtig wird.

      2. Fall: Die Mehrheit an Wahlmännerstimmen hat ein anderer Kandidat als die Mehrheit an Wählerstimmen. Das ist 2000 geschehen, und das liegt unmittelbar im Design der indirekten Präsidentenwahl in den USA. Dieses Wahlsystem hat aber auch Vorteile, zum Beispiel den, dass es beide Kandidaten dazu zwingt, intensiv um die „politische Mitte“ zu werben. Es nützt Kandidaten in diesem Wahlsystem nichts, mit scharfer Rhetorik und radikalen Programmpunkten die Unterstützung in den Staaten, die eigene Hochburgen sind, von 60% auf 80% hochzutreiben. Ob Trump Texas mit 55% oder 85% gewinnt, oder ob Clinton Kalifornien und New York mit 85% anstatt 55% gewinnt, hat keinen Einfluss auf das Endergebnis der Präsidentenwahl. Stattdessen sind Kandidaten gezwungen, intensiv um Wähler der politisch in der Mitte stehenden Bundesstaaten, auch Swingstaaten genannt, wie Florida und Ohio zu werben, um eine Mehrheit an Wahlmännerstimmen zusammenzubekommen. Und weil das Wahlsystem so ist, ist die hier veröffentlichte Karte mit dem Electoral College auch wichtiger als die Führung von Clinton in nationalen Umfragen. Eine von großen demokratischen Vorsprüngen in Kalifornien und New York gemachte Mehrheit an Wählerstimmen insgesamt in den USA kann Clinton sich zwar als Schmuck an die Brust heften, bedeutet aber eben nicht den Gewinn der Präsidentschaft, denn dazu braucht es die Mehrheit der Wahlmännerstimmen.

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