Straße durch Ramouseh nach West-Aleppo wieder geöffnet

Am heutigen Freitag Vormittag hat die syrische Armee die vor vier Wochen durch einen großen Terrorangriff unterbrochene und im Laufe der letzten Woche von der Armee und ihren Partnern zurückeroberte Versorgungsroute durch Ramouseh im Südwesten von Aleppo wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Die Einwohner von Westaleppo müssen damit nicht mehr den langen und gefährlichen Umweg durch von der kurdischen YPG beherrschte Stadtteile über die Kastello-Straße und kleine Dörfer im Norden von Aleppo und nahe dem ISIS-Gebiet liegende Behelfspisten durch Vorstadtgebiete im Osten von Aleppo fahren, um von und nach Aleppo zu reisen, sondern können wie in den letzten drei Jahren wieder den kurzen Weg durch Ramouseh nehmen, und gleiches gilt für den Transport der großen Mengen an Nahrung und anderen Versorgungsgütern, die die rund eineinhalb Millionen Einwohner der von der Regierung beherrschten westlichen Bezirke in der Stadt Aleppo zum Leben brauchen.

Für die in den nahezu menschenleeren Bezirken Ost- und Süd-Aleppos herrschenden Terroristen von Al Kaida und Co bedeutet die Entwicklung der letzten Woche natürlich, dass sie damit endgültig von jeglichem Nachschub abgeschnitten sind.

Obwohl militärisch nun eigentlich die Kapitulation der Terroristen in der Stadt Aleppo fällig wäre, versuchen die in Ost-Aleppo herrschenden Terroristen noch, Macht durch die Ablehnung der Lieferung ziviler Hilfsgüter für die Restbevölkerung Ost-Aleppos zu demonstrieren und den Prozess ihrer Kapitulation damit durch die faktische Geiselnahme der von ihnen beherrschten Restbevölkerung Ost-Aleppos, so gering wie ihre Anzahl auch sein mag, in die Länge zu ziehen. Es kann also trotz der militärisch gewonnenen Schlacht um Aleppo noch eine ganze Weile dauern, bis diese terroristische Massengeiselnahme beendet ist und die syrische Armee auch tatsächlich die Kontrolle über die ganze Stadt wieder hat.

Die von Al Kaida geführten Terroristen westlich von Aleppo sind derweil nicht nur durch die hohen Verluste bei ihrem Großangriff auf Aleppo in den letzten Wochen stark geschwächt, sondern haben gestern bei einem Luftangriff in Kafer Naha 20 Kilometer westlich von Aleppo auch noch ihren militärischen Oberbefehlshaber sowie weitere hochrangige Kommandeure verloren. Hier besteht die Möglichkeit, dass es im Verlaufe der Bestimmung eines neuen Oberbefehlshabers zu einer Verstärkung von Fraktionskämpfen unterschiedlicher Terrorgruppen in der Al-Kaida-Allianz kommt, wie sie vor einigen Tagen bereits in Ariha südlich der Stadt Idlib aufgetreten sind. Weiterhin könnte der Zwist zwischen den von Al Kaida geführten Terroristen und ihren Unterstützern der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft in den nächsten Tagen dadurch zunehmen, dass sie die USA als für diesen Luftangriff verantwortlich sehen, obwohl es bislang weder von den USA noch von Russland und Syrien eine offizielle Erklärung dazu gibt, welche Luftwaffe den Angriff tatsächlich ausgeführt hat.

Für das weitere Geschehen im Krieg in Syrien wichtig werden könnte in den nächsten Tagen noch, dass die jüngst wieder gut miteinander auskommenden Präsidenten Russlands und der Türkei, Putin und Erdogan, dazu gestern miteinander telefoniert haben. Noch sind die Berichte dazu zwar widersprüchlich, ob es dabei hinter den Kulissen bereits eine Einigung auf einen Waffenstillstand in Aleppo – oder gar das Kriegsende in Syrien – gab, aber wenn es eine russisch-türkische Einigung gibt, dann wären damit die USA, Katar und Saudi Arabien weitegehend aus der Gleichung zur Beendigung des Krieges in Syrien eliminiert, da es diesen Staatssponsoren des Terrors ohne die Türkei – abgesehen von Jordanien und Israel, von wo aber nur Nebenkriegsschauplätze erreichbar sind – an einem eigenen Zugang zum syrischen Kriegsgebiet mangelt. Höchste Zeit, den zur Durchsetzung illegitimer israelischer Interessen vom Zaun gebrochenen zionistisch-wahhabitischen Terrorkrieg gegen Syrien endlich zu beenden, ist es allemal.

Nachtrag: Die syrische Armee hat den Terroristen im Ostteil der Stadt Aleppo 48 Stunden für die Kapitulation eingeräumt. Entsprechende Flugblätter wurden bereits gestern Abend über den von Terroristen beherrschten Gebieten der Stadt Aleppo abgeworfen. Praktisch könnte das bedeuten, dass die syrische Armee nach ihrer üblichen informellen 48-stündigen Offensivpause am islamischen Wochenende (Freitag/Samstag) sich schon am Sonntag Morgen daran machen wird, den ohnehin nahezu menschenleeren Terroristenkessel Ost-Aleppo auszuräumen und damit die ganze Stadt Aleppo wieder unter Kontrolle der Regierung zu bringen.

24 Gedanken zu “Straße durch Ramouseh nach West-Aleppo wieder geöffnet

  1. In Latakia geht es richtig schnell vorwärts.

    „Rebellen“ erschöpft, oder sind die Truppen in Hama oder noch in Aleppo?

    Oder sieht es so aus, wenn die Türken nicht direkt hinter der Grenze die Logistik übernehmen?

    So kann es doch noch ein Stück weiter gehen. (und bitte bitte endlich dieses Kabani plätten, dann fallen etliche Gebiete dahinter)

    1. andreas

      In Latakia hat es meines Erachtens eine ähnliche Operation wie in Aleppo gegeben. Die syrische Armee hat da die Terroristen in den letzten Monaten etwas vorrücken lassen, doch alles, was die Terroristen da erobert hatten, waren völlig evakuierte oder schon lange entvölkerte Gebiete und tote Steine.

      Die syrische Armee und ihre Partner hatten dann aufgrund einfacher Feinderkennung und ohne störende Zivilisten als menschliche Schutzschilde dazwischen einfaches Spiel bei der Eliminierung der Terroristen mit überlegenen schweren Waffen. Jede Person, die sich in die von Terroristen zur Kampfzone gemachten Gebiete begibt, kann erstmal als Ziel behandelt werden, es sei denn, sie ist klar als Zivilist zu erkennen wie etwa von den Terroristen manchmal in die Schlacht mitgenommene Kinder.

      Nachdem die Terroristen so laufend hohe Verluste in denen von ihnen eroberten menschenleeren Positionen und auf den Nachschubwegen erlitten, waren sie stark geschwächt, sodass die syrische Armee und ihre Partner da nun wieder auf der ganzen Breite der Front relativ leicht vorrücken und in ihre vor einigen Monaten verlassenen Stellungen einrücken können.

      Auch da ist die große Frage nun bloß, ob die syrische Armee auch noch darüber hinaus vorrücken wird und etwa Kabbani einnimmt. Vom Kräfteverhältnis könnte sie das locker, die Frage ist bloß, ob Damaskus und Moskau das auch politisch für eine wünschenswerte Botschaft halten.

  2. Ich hoffe, die Armee macht ihre Ankündigung wahr und zerschneidet und leert den Ost-Aleppo-Kessel baldigst. Möge das Narrativ von den braven Zivilschützern und idealistischen Kinderärzten dann gleich mit verschwinden! Mögen die Banden sich von diesem Stoß nicht mehr erholen!

    Hat das Parteibuch Informationen über das militärische Engagement der Chinesen? Bislang habe ich nur von Beteiligung am Wiederaufbau gelesen. Wollten die nicht ihr Anti-Terror-Personal in Syrien „trainieren“ lassen?

    1. sh4n

      Nein, wir haben auch keine neuen Informationen zum militärischen Engagement Chinas in Syrien.

      https://www.rt.com/news/356161-china-syria-military-training/

      China legt bei seinem militärischen Engagement viel Wert auf Diskretion.

      Praktisch würde ich aber vermuten, dass China günstig – oder gar kostenlos – Waffen liefert und im Gegenzug dafür wertvolle Erfahrung bekommt, wie die chinesischen Waffen sich im Feld schlagen und wo sie noch Defizite und Verbesserungsbedarf aufweisen.

      1. Demeter

        China möchte nicht Kriegspartei in Syrien werden und bevorzugt eine indirekte Rolle.

  3. Das Pentagon dementiert den Luftschlag? Also doch kein Abkommen mit USA. wäre auch verwunderlich, würde es ja ihren master-plan stören..

    1. Gurki

      Dass die USA den Luftangriff abstreiten, heißt nichts und hat keine Auswirkungen mehr.

      Es heißt nichts, weil ohnehin jeder weiß, dass die USA lügen, dass sich die Balken biegen, und Auswirkungen hat das Dementi auch nicht, weil ihre Terror-Proxies sie trotzdem für den Luftangriff verantwortlich machen.

  4. Am Donnerstag früh hieß es noch der Sturm auf Khan Tuman habe begonnen, am Abend kam eine Karte von Peto Lucem, wo die Grenze auf einmal weit weg von Khan Tuman war.

    Heißt wohl: die Hisbollah wurde zurück gepfiffen und da die neuen Grenzen etwa den alten Stellungen entsprechen, die sich wohl leichter verteidigen lassen und die auch von Irakischen Kämpfern zu halten sind, scheint wohl mehr dahinter zu stehen. Ich vermute mal, das man sich nicht wegen eines Gegenangriffs in Stellungen zurück zieht. Dies heißt wohl die Elitetruppen werden wo anders gebraucht werden.
    Der Vormarsch sowohl Stadtauswärts als auch in Richtung Stadtautobahn verlief erstaunlich schnell und ohne große Gegenwehr, also hoffen wir mal, das die Flugblätter mehr wie eine Ablenkung sind. Freue mich schon auf Bild-Jihadist Röpcke und den Rest der Qualitätsmedien, wie sie das verkaufen.
    Wer ist der erste, der einen riesigen Flüchtlingsstrom prophezeit nach Europa? Und wie löst man 250 000 Menschen in Luft auf.

    1. Lutz

      Frühere Meldungen vom beginnenden Sturm auf Khan Tuman waren offensichtlich etwas weit hergeholt. In Wirklichkeit gab es eine Vorwärtsbewegung Richtung Khan Tuman, die aber noch weit entfernt von Khan Tuman war. Das heißt aber nicht, dass es nicht doch bald einen Sturm direkt auf Khan Tuman gibt. Kann sein, muss aber nicht. Wir werden es sehen.

      250.000 in Ost-Aleppo nicht-existente Menschen in Luft aufzulösen ist kein Problem für die westliche Hasbara. Da wird dann einfach gar nicht berichtet oder es heißt dann, die Menschen seien wohl „ins Umland“ geflüchtet, was dann keiner kontrollieren kann, und wenn die Regierung sagt, dass sie in Ost-Aleppo einfach keine 250.000 Menschen angetroffen hat, dann heißt es, dass sei „Assad-Propaganda“ und schon deswegen unglaubwürdig.

      Die westliche Propaganda bewerkstelligt locker größere Lügen-Aufgaben, nur, da sie zu oft zu viele Lügen zu verbreitet, fällt das langsam immer mehr Menschen auf.

      1. Ich erwarte jetzt in den nächsten Wochen auch keinen Angriff auf Khan Tuman mehr, Hauptaugenmerk dürfte Ostaleppo sein.
        Was sich damit sagen wollte: Man ist in wenigen Tagen sehr weit nach Osten gekommen und hatte wohl gute Chancen die Stadt zu nehmen. Das man auf eine solche Chance verzichtet, muss gute Gründe haben und umsonst waren ja nicht die obersten Führer in der Region.
        Wenn man darauf verzichtet hat mit dem vorhandenen Schwung die Stadt zu nehmen, macht es keinen Sinn, es zeitnah erneut zu versuchen. Damit ist wohl auch ein Vormarsch Richtung Idlib nicht in Sicht.

    2. Die werden ja nicht aufgelöst sondern mal wieder mit echt russisch-amerikanischem Frieden versorgt.
      Es geht, nach bewährter Methode, mal wieder in die nächste Verlängerung des Krieges.
      Die syrische Armee ist im Vorwärtsgang und prompt kommt ein Waffenstillstand um die Ecke damit sich die Banden wieder neu sammeln können und neue Waffen bekommen können damit dieser Krieg bloß nicht mit einem militärischen Sieg der legalen Regierung endet.
      Da freut man sich gerade darüber dass der Angriff der Terroristen auf Aleppo abgewehrt wurde und die Armee Boden gut macht und prompt kommt ein Kerry-Lawrow Frieden um die Ecke.
      Ich fass es nicht…

  5. Bin verwirrt, was macht Lawrov da?

    Demilitarisierte Zone? Keine SAAF über Aleppo?
    Castello-Straße mit Zugang zum Jihadigebiet???

    Im Netz wird schon geunkt das es nun mal wieder war. Von wegen Waffenstillstand…

    Retten die USA mal wieder den Ar*** ihrer Proxies?

    Bitte bitte liebes Parteibuch, sag mir das das ein Schachzug ist und nicht eine besch***ene Diplomatieoffensive der Russen -.-

    1. Stiller Leser

      Der wesentliche Punkte des neuen russisch-amerikanischen Abkommens ist, dass wesentliche Teile eben dieses Abkommens geheim bleiben sollen:

      … Lavrov said.

      “We cannot make these documents public. They contain rather serious, sensitive information. We don’t want it to fall into hands of those who would surely try to disrupt the implementation of the measures stipulated within in the framework of humanitarian delivery supplies and in other parts of our agreements.”

      https://www.rt.com/news/358855-syria-ceasefire-plan-kerry-lavrov/

      Eine Bewertung des Abkommens von außen, wer dabei welche Konzessionen im Gegenzug für welche anderen Konzessionen gemacht hat, ist dadurch nicht möglich.

      Wir hier beim Parteibuch sind uns jedoch sehr sicher, dass Putin und Lavrov genau wissen, was sie tun, und die Vereinbarung auch mit Damaskus und Teheran abgestimmt ist.

      Bei Kerry wäre ich da nicht so sicher, es gibt Anzeichen, dass der Deal dicke Kröten für die Saudis beinhaltet, die USA ihren Teil des Deals nicht erfüllen können, weil ihre Lieblingsterroristen sich nicht daran halten wollen, und so weiter und so fort. Deshalb wäre es für eine Beurteilung des Deals wichtig zu wissen, welche Konsequenzen gegen die US-Lieblingsterroristen und ihre Unterstützer da vereinbart wurden, für den Fall, dass sie sich nicht an den Deal halten. Doch wesentliche Teile des aus fünf Dokumenten bestehenden Deals sind geheim, und dieser wesentliche Teil gehört wohl dazu.

      1. Das schaut doch sehr nach dem Schema der Waffenstillstände in der Ukraine und dem letzten Waffenstillstand, welcher von den Amis mit verhandelt wurde, in Syrien aus. Also Vorteile für al Kaida und Konsorten. Das Teile des Inhaltes sogar geheim sind macht die Sache doch noch schlimmer, da kann die westliche Presse behaupten Assad habe den Waffenstillstand gebrochen, ohne irgend etwas nachzuweisen.

        Es ist doch auffällig das „diese Waffenstillstände“ kommen wenn die US Proxis etwas am verlieren sind.

  6. Welche Rolle spielt die Ukraine im Peschmerga Konflikt?

    In einem Video fahren 3 gepanzerte Kraz Spartan durch die Botanik.
    Da passen jeweils 6 Kämpfer plus Besatzung 2 Mann hinein.

    Nimmt die Ukraine selbst an Kampfhandlungen Teil?
    Von den Fahrzeugen gibt es nicht einmal ausreichend viele für die eigene Armee.

  7. Gefunden bei anna-news.info unter:

    Курдский спецназ Пешмерга

    Übersetzt: Kurdische Spetznaz der Peschmerga

  8. Da kommt – wie stets zur Unzeit, muß ich leider sagen – prompt die nächste Waffenstillstandsvereinbarung, kaum daß die Terroristen mit dem Rücken zur Wand stehen.

    Augenscheinlich wollen ihnen ihre Puppenspieler wieder einmal eine Verschnaufpause verschaffen und ihnen die Möglichkeit geben, sich zu reorganisieren.

    Das ist in den letzten Jahren der – wievielte? siebente, achte? – Versuch dieserart zwischen Kiew und Damaskus. Jedesmal wurde der Angriffsschwung einer siegreichen Verteidigerarmee gebremst, der Feind sicherte seine Linien, wurde mit frischen Kräften und Material gestärkt und rückte dann während der vom ihm unzählige Male gebrochenen Waffenruhe Stück um Stück in zuvor verlorene Positionen, ja oft noch weiter vor.

    Damit muß endlich Schluß sein. Dem Feind auf der Verliererstraße nachsetzen und ihn restlos vernichten: Das ist das Gebot.

    1. Bin der selben Meinung werter R. Ketelhohn, aber dieser Lawrow ist für mich das Letzte. ***

      Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache. Weder im Donbass noch in Syrien machten und machen die „Waffenstillstände“ Sinn. Offenbar hat auch Russland kein Interesse daran Nägel mit Köpfen zu machen und man hält alle Konflikte somit am Köcheln.
      Jeder kann sich seinen eigenen Reim auf den 745. Waffenstillstand machen, der pünktlich dann immer vereinbart wird, wenn die demokratischen Scharia-Kopfabschneider Rebellen verlieren. Die Amis sorgen sich um Ihre Söldner, die Russen möchten Ihre westlichen „Partner“ nicht verägern. Am Ende zieht der Lawrow brav vor den Amis den Schwanz ein.
      Frage: Weshalb verhandelt man eigentlich mit Lügnern und Mördern? Einmal verstehe ich ja, aber das zehnte mal wieder verar***t werden? Wie gesagt, da ich den Russen nicht mangelnden Verstand vorwerfe bleibt nur Variante B – Angst vor dem strengen Blick von Obama oder heimliche, gemeinsame Agenda als good Cop/bad Cop im Sinne der Khazaren- Zion Mafia. Deren Ziel ist Erez und dafür möchte Tel Aviv lieber das eigene Gezücht ISIS in Damaskus sitzen haben, wurde offiziell schon verlautbart.

      http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/19280

      Und gleich noch dazu, die Ziele Israels in Syrien

      http://besacenter.org/perspectives-papers/israels-interests-in-syria/

      Schönes WE allen.
      Danke Parteibuch für die tolle Arbeit hier.

  9. Ich kann das nicht glauben…..geheime Vereinbarung oder nicht, das spielt gar keine Rolle! Die elenden extremistischen Salafis sollen nicht schon wieder eine Verschnaufpause bekommen um sich wieder zu reorganisieren… wie viele Male will sich Russland und Syrien von den USA am Nasenring durch die Arena ziehen lassen? Unfassbar!

  10. Seit der grundsätzlichen Einigung zwischen Putin und Obama gibt es ja erkennbare Linien für einen umfassenderen Befriedungsprozess in Syrien.

    Dazu zählt die Identifizierung von Terroristen und „moderaten Oppositionellen“.

    Erstere werden bekämpft, letztere werden Teil des Versöhnungsprozesses.

    Da es solche Verhandlungen schon seit Jahren gibt, kann es grundsätzlich keine Verschlechterung der Position von Damaskus sein.

    Nun zieht sich seit fast einem Jahr das Problem, dass die Amis etliche Terroristen aktiv unterstützen, und somit zu Moderaten erklären wollten, für die Russen unzustimmbar.

    Der aktuelle Luftschlag auf ein Führungstreffen Al Nusra + „Moderate“, ist ein Zeichen, dass sich etwas ändert.

    Egal ob die Amis es waren oder nicht: sie habe erst spät dementiert, das ist das Zeichenan die „Moderaten“: so langsam wird es ernst, eine Entscheidung muss her.

    Und die ist ja recht einfach:mit Al Nusra und anderen Terroristen im Schützengraben gegen Damaskus, oder Kampf gegen IS und mit blütenweißer Weste am Verhandlungstisch, mit lokaler Machtteilung.

    Ich sähe auch gerne einen Durchmarsch in Ostaleppo, Latakia und Ost Ghouta in den nächsten Tagen und Wochen.

    Aber letztlich heißt es im Bürgerkrieg, die andere Seite zur Aufgabe oder zur Verhandlung zu bewegen.
    Und Terrororganisationen müssen auc in auswegloser Lage nicht aufgeben und können noch für zigtausende Tote sorgen.
    Wenn man die jetzt möglicherweise von zigtausenden schwer bewaffneten und finanziell unterstützten Kämpfern trennen kann, dann sollte man das versuchen.

    Und jeden Bruch des Waffenstillstandes sofort beantworten.

    1. Erdrückend ist inzwischen die Beweislast, sogenannte „Fassbomben“ haben die Hauptbeschuldiger Tel Aviv und Washington bekanntermaßen selbst eingesetzt und benutzen das Wort nun als propagandaverseuchten Begriff gegen die von ihnen Angegriffenen, um ihre Investition der wie auch immer genannten islamisch getarnten Wahhabi-Söldnerbanden zu schützen.

      Also, gerade wenn – wie damals von Nicaragua erfolgreich eingereicht – eine Klage in Den Haag wegen US-Terrorismus gegen die Syrische Arabische Republik im Moment lächerlich aussichtslos erscheinen mag, könnten zumindest erwachsene Menschen ihre Augen nur schwer noch länger verschließen, vor dem wahren terroristisch-rechtsextremistischen, imperialistisch-faschistischen Charakter US-westlich kapitalistischer Profitkriegspolitik[1].

      [1] „Der Krieg ist die großzügigste und wirkungsvollste Reinigungskrise zur Beseitigung der Überinvestition, die es gibt. Er eröffnet gewaltige Möglichkeiten neuer zusätzlicher Kapitalinvestitionen und sorgt für gründlichen Verbrauch und Verschleiß der angesammelten Vorräte an Waren und Kapitalien, wesentlich rascher und durchgreifender als es in den gewöhnlichen Depressionsperioden auch bei stärkster künstlicher Nachhilfe möglich ist. So ist … der Krieg das beste Mittel, um die endgültige Katastrophe des ganzen kapitalistischen Wirtschaftssystems immer wieder hinauszuschieben.“ – Ernst Winkler, Theorie der natürlichen Wirtschaftsordnung, Heidelberg 1952, S. 125

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