Terroristen im Südwesten von Aleppo kollabieren auf breiter Front

Nachdem die syrische Armee und ihre Partner gestern die einige Wochen zuvor von von Al Kaida geführten Terroristen eroberte Militärbasis Ramouseh im Südwesten von Aleppo wieder vollständig unter ihre Kontrolle gebracht haben, haben die syrische Armee und ihre Partner am heutigen Montag weite Teile der Umgebung der Militärbasis gesichert.

Al Masdar News meldet, dass die syrische Armee und ihre Partner am heutigen Morgen im Südwesten von Aleppo gegen heftigen Widerstand von Terroristen in die Positionen Hügel Shurfah, Dorf Shurfah, Hügel SyriaTel, Luftverteidigungsbasis, Fabrik Baradat, Hügel Maqala, Dorf Al-Zayout, Dorf Musharifah, Ölfabrik und Steinbruch Shurfah eingerückt sind.

Aufgrund des rapiden Zusammenbruchs der Frontlinien der Terroristen ist die Situation nach wie vor in Bewegung. So sollen sich inzwischen auch die Hügel Uhud und Mutah bereits wieder unter Kontrolle der Armee befinden.

In Qarasi sollen heute angeblich wieder Hisbollah-Fahnen hängen.

Noch nicht bestätigt ist gegenwärtig allerdings die Information, dass die Terroristen sich aufgrund ihrer aussichtslosen Lage auch schon aus der Hikmah-Schule und aus den naheliegenden Randbezirken der Siedlung 1070 zurückgezogen haben. Ob die Terroristen da nun wirklich fliehen oder eliminiert werden müssen, wird sich also noch zeigen. Doch das ist nicht mehr wirklich wichtig.

Wichtig ist, dass die von Al Kaida geführten Terroristen mit dem heutigen Zusammenbruch ihrer Front südwestlich von Aleppo nun von der Fontlage wieder ziemlich genau da stehen, wo sie vor ihrer vor rund einem Monat begonnenen Großoffensive auf Aleppo gestanden haben. Die Verbindungsstraße durch Ramouseh zur Versorgung der etwa eineinhalb Millionen Menschen im von der Regierung beherrschten Westteil Aleppos ist zwar noch nicht wieder geöffnet, sodass die Stadt nach wie vor über den langen Behelfsweg durch das nördliche Umland von Aleppo versorgt werden muss, aber da kommt es nun auf ein paar Stunden mehr oder weniger nicht an.

Wichtig ist, dass die Terroristengebiete der Stadt Aleppo wieder wie vor einem Monat fest umzingelt sind. Der Unterschied ist bloß der, dass Al Kaida und Kumpane bei ihrer Großoffensive zur Eroberung von Aleppo so viele ihrer Kämpfer verheizt haben, dass sie nun weder zu einer weiteren Großoffensive noch zur erfolgreichen Verteidigung ihrer Stellungen südwestlich von Aleppo in der Lage sind.

So erklärt es sich, dass die von der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft unterstützten Terroristen heute aus Frust über ihre Niederlage in der Schlacht um Aleppo ein halbes Dutzend Sprengstoffattentäte weit hinter allen Fronten in von der Regierung beherrschten Gebieten verübt haben, durch die sie letzten Informationen zufolge 40 Zivilisten ermordet und mehrere Dutzend weitere verletzt haben. Außer blindwütigem mörderischen Terror fällt den Lakaien der zionistisch-wahhabitischen „Wertegemeinschaft“ nach ihrer militärischen Niederlage im selbst begonnenen Angriffskrieg nichts mehr ein.

Dass die Terroristen mit ihrem blindwütigen Terror irgendetwas anderes erreichen werden, als die Entschlossenheit der syrischen Bevölkerung, Armee und Regierung zu stärken, sämtlichen Terrorismus in Syrien vollständig zu eliminieren, darf allerdings als ausgeschlossen gelten.

17 Gedanken zu “Terroristen im Südwesten von Aleppo kollabieren auf breiter Front

  1. Terroristen werden massenweise ins Paradies eingelassen und sind damit gemäßigt. Jeder derart Gemäßigte genießt ewigen Frieden.

  2. Das sind ja mal beste Neuigkeiten! Die Versorgungsroute ist damit nur noch an einer kleinen Stelle unterbrochen und sollte bald wiederhergestellt werden können.

    Welche Optionen haben die Halsabschneider + Unterstützer der Wertegemeinschaft jetzt noch? Neue Halsabschneider ausbilden und über die Grenze schicken dürfte nicht von jetzt auf gleich von statten gehen. Eine offene Intervention durch die USA ist auch mehr als unwahrscheinlich. Die Kurden als bester Verbündeter und Spaltpilz haben erstmal an ihrem Verrat zu knabbern und merken jetzt so langsam, dass sie nur benutzt wurden. Einzig verbliebener Akteur mit noch umsetzbarer Agenda ist der Schnauzbart, der sich seine geliebten Schutzzonen gerade sichert. Es ist schon enorm auffällig wie er kurz 90 km entlang der Grenze eingenommen hat mit nur einer Handvoll gefallener Soldaten. Auch wenn er das anhand von Absprachen machen darf, wie viel werden die morgen noch wert sein, wenn er erst einmal einen Fuß in der Tür hat? Erdogan bleibt für mich ein unberechenbares Risiko.

    P.S.: Ich hofffe, dass der Ring um Aleppo bis zum 08. November so massiv ist, dass man sagen kann, der Drops ist gelutscht!

    1. sh4n

      mal schauen, wieviel von den Terroristengebieten in Aleppo am 8.11. überhaupt noch übrig ist. Wenn unsere Informationen stimmen, sind die Terroristengebiete in Aleppo schon jetzt weitgehend menschenleer, was die baldige Befreiung einiger dieser Gebiete ermöglichen könnte.

    2. Ach ja… „Wir haben die Grenze gesichert. Und nun ziehen wir uns – der Syrischen Regierung Goodwill zeigend – ganz schnell zurück.“

      Ach ja, die schweren Waffen samt Munition?? Jo mei, die haben wir eben zurückgelassen, damit wir recht schnell Syrien wieder verlassen konnten.

      Weit hergeholt??

      – Konrad Fitz –

  3. Ob in Ost-Aleppo noch ein paar Rebellen eingeschlossen sind oder nicht ist militärisch aus meiner Sicht unwichtig. Doch sollte in alle Richtungen, also insbesondere Richtung Westen und Nordosten die Front noch deutlich verschoben werden. So 15 bis 30 km würde einen deutlichen besseren Puffer schaffen. Das Fronten sich auch mal ganz schnell um 5 km verschieben ist in der Vergangenheit zu oft passiert. Türkische Truppen mit ihren schweren Waffen sollten nicht näher als 60 km an die Stadt rankommen. Falls die RF weiterhin einen No-Fly-Zone über Aleppo aufrecht hält, kann militärisch dann nichts mehr anbrennen. Völlig isoliert werden die Rebellen von alleine aufgeben.

    Ganz andere Frage: ISIS hat ja keine Luftwaffe. Für was braucht die Regime-Change Achse dann Awacs-Luftaufklärungskapazitäten vor Ort? Wollen sie doch gegen die syrische/russische Luftwaffe kämpfen?

    1. Reisender

      „Türkische Truppen mit ihren schweren Waffen sollten nicht näher als 60 km an die Stadt rankommen.“

      Das ist da alles viel enger. Die Stadt Aleppo liegt beispielsweise gerade mal 45 km von der türkischen Grenze entfernt.

      http://wikimapia.org/#lang=en&lat=36.388124&lon=37.067871&z=9&m=h&gz=0;370829772;362187950;302124;0;0;4132650

      „ISIS hat ja keine Luftwaffe. Für was braucht die Regime-Change Achse dann Awacs-Luftaufklärungskapazitäten vor Ort?“

      Zur Aufklärung.

      1. Falls die Türkische Armee vor den Stadttoren Aleppos steht, benötigt es doch nur noch ein False-Flag Aktion. Die „FSA“ wird im Schutz der türkischen Panzer versuchen von Nordosten den 2 km breiten Ring nach Ostaleppo zu durchbrechen. Das könnte ganz schnell zu Panzergefechten mit Luftunterstützung zwischen der SAA und der türkischen Armee sich weiter entwickeln. Dieses Szenario wird sicherlich auch gesehen. Doch mir ist unklar, wie eine solches Szenario verhindert werden kann. Gerade, da die Räume sehr eng sind. So lange die Türkei den Nachschub für die moderaten und weniger moderaten Rebellen in Idlib unterbricht sind ISIS und die Türkei keine Gegner sondern haben das gemeinsame Interesse eines Regime Change.

    2. „ISIS hat ja keine Luftwaffe. Für was braucht die Regime-Change Achse dann Awacs-Luftaufklärungskapazitäten vor Ort?“
      .

      Die AWACS Maschinen sind nicht nur „Aufklärer“. Sie sind auch Gefechtsführungsstände. Mit und durch diese Maschinen können Kämpfe am Boden koordiniert werden, wenn es gewollt ist.

  4. Die „SDF“ (gibt es denn überhaupt noch nichtkurdische Verbände? Egal, man behält natürlich erst mal den Mantel, unter dem es die US-Unterstützung gab) rückt doch langsam gen Osten vor.

    Im Norden haben die Türken-Proxys den gesamten Grenzstreifen eingenommen, und bauen den immer weiter aus; erst mal nicht in Richtung Manbij, die Entscheidung wie es zwischen SDF/YPG/“FSA“ weitergeht, steht noch aus (oder wird noch nicht executiert).

    Wenn die SDF weiter vorrückt, nähert sie sich auch der von ISIL gehaltenen Infanterieschule bei Tal Shair; die sollte sich die SAA holen, auch um den Korridor um Aleppo zu verbreitern, wenn dann die Türkenproxys vielleicht sogar unter Mithilfe des IS vielleicht doch einen Durchbruch versuchen.

    Generell ist es ja schön, wenn feindliche Gruppen sich gegenseitig bekämpfen, zusehen und zurücklehnen.

    Andererseits kann man die SItuation, dass IS-Kräfte gebunden werden, auch gut ausnutzen.

    Momentan hat Südaleppo noch die Priorität; logisch, die wankenden Terroriten und Freunde so weit wie möglich zurückschlagen, testen, wo wieder eine organisierte Verteidigung aufgebaut werden konnte.

    Aber man sollte keineswegs zusehen, wie sich die Türken-Proxys bis auf 4 Kilometer an Ostaleppo heranwanzen.

    Zur Minute wird eine neue Etappe von Eufrat Shield verkündet; es kann gegen Dabiq oder gegen Al Bab gehen, ich glaube eher nicht, dass die Türken bei so viel „schwarzem“ Gebiet auf der Karte jetzt schon gegen „gelb“, also YPG-gehaltenes Manbic, vorrücken.

  5. Ich frage mich garnicht mehr was aus Ypg/SDF wird, ich gehe davon aus das die Kurden solange instrumentalisiert werden bis jeder dort begriffen hat mit wem ein Zusammenleben möglich ist um dann ein mehr oder weniger autonomes Gebiet in der Syrischen Republik zu bekommen.

    Die Türken und Proxys haben die Grenze in ein zwei Monaten fest im Griff. Aber was dann?

    Die Soldaten der Türkei werden Verluste machen und sich dann an der Grenze halten?
    Gehen die Jihafis im Anschluß nach Idlib und alle die sich entscheiden die Waffen sinnvoll einsetzen möchten schließen sich der Regierung an?

    Ich drücke den Soldaten die Daumen beim Gulasch kochen im Norden, jeder Quadratmeter sollte die Front verkürzen, den Sack zuziehen und die Sache schneller zu Ende bringen..

    Ich habe volles Vertrauen in Sie

  6. ZDF heute konnte nicht wieder stehen. Ausführlich e Hetze, das die UNO schon mehrere Giftgasschlägen untersucht, aber so dargestellt, als ob an allen Assad Schuld sei, aber viele Widersprüche, z.B. wie die Fässer da hingekommen sind bleibt Schleierhaft.

    Das in Ostaleppo noch 250 000 Menschen sein sollen, zeigt ja, wie das ZDF informiert ist und was man von Meldungen halten kann.

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