Russisch-amerikanische Gespräche vor dem Hintergrund schwächelnder Terroristen in Aleppo

Während die Attacken der von Al Kaida geführten Terroristen zur Eroberung des ihre einzige Nachschublinie in die Stadt Aleppo überblickenden Hügelchens Um Al Qara im Südwesten von Aleppo ziemlich zum Erliegen gekommen zu sein scheinen, haben sich die Außenminister Russlands und der USA am Freitag in der Schweiz zu zwölfstündigen Gesprächen getroffen.

In den letzten Tagen unternommene Versuche der Terroristen, das Hügelchen Um Al Qara südwestlich von Aleppo zurückzuerobern, sind unter hohen Verlusten gescheitert.

Die Unfähigkeit von Al Kaida und Kumpanen, das vor einigen Tagen von ihnen zunächst eroberte und dann bei einer Gegenoffensive wieder verlorene Hügelchen Um Al Qara, das ihre durch Ramouseh führende Nachschubroute in die Stadt Aleppo von Osten her überblickt, nochmals zu erobern, hat dazu geführt, dass die Nachschubroute für die Terroristen bis auf Weiteres als unpassierbar gelten darf.

Militärisch scheint da für die Terroristen in und um Aleppo nach ihren hohen Verlusten in den vergangenen Wochen nichts mehr zu machen. So ist der Verzweiflungsakt zu verstehen, dass Al Kaida und Kumpane auf einem Papier mit Briefkopf FSA das russische Angebot für wöchentliche 48-stündige Feuerpausen zur Lieferung humanitärer Hilfe ablehnten, indem sie ihre Zusage von zahlreichen Bedingungen abhängig machten, darunter die, dass humanitäre Hilfslieferungen nach Ost-Aleppo nicht wie von Russland angeboten und von der UNO vorgeschlagen, nur über die Kastello-Straße im Norden von Aleppo, sondern auch durch den von Al Kaida eroberten, aber inzwischen unpassierbaren Korridor in Ramouseh erfolgen müssen.

Dabei wäre es bei Benutzung des Weges durch Ramouseh völlig unklar, wie die syrische Armee und ihre Partner es dabei sicherstellen könnten, dass da im Schatten von internationalen Hilfslieferungen nicht auch weitere Waffen, Munition und Kämpfer zur Unterstützung von Al Kaida in die von Terroristen beherrschten Gebiete Aleppos kommen würden. Anders als durch eine aus militärischer Not geborener Absicht der Terroristen, militärische Vorteile in Form von Verstärkung durch Waffen, Munition und Kämpfer aus Hilfslieferungen durch Ramouseh an die Bevölkerung der von ihnen selbst kontrollierten Gebiete in Aleppo zu ziehen, ist diese Bedingung auch gar nicht zu erklären. Von daher ist es logisch, dass Russland und Syrien diese Bedingung der Terroristen ablehnen, und Hilfslieferungen in den von Terroristen kontrollierten Ostteil Aleppos erstmal nicht stattfinden. Da es im dicht besiedelten Westteil von Aleppo eine funktionierende Nachschubroute gibt und im dünn besiedelten Ostteil von Aleppo reichlich Hilfsgüter gebunkert wurden, ist das auch erstmal nicht sonderlich tragisch. Aber die Unterstützer von Al Kaida in der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft stellt das vor ein PR-Problem. Über Wochen gab es eine auf angeblicher Not in Ostaleppo aufbauende intensive Propagandakampagne, zu der die sogenannte westliche Wertegemeinschaft lautstark gefordert hat, unbedingt schnellstens Hilfslieferungen in den von ihren politischen Freunden beherrschten Osten von Aleppo zu bringen. Der deutsche Außenminister Steinmeier hat sogar den absurden Vorschlag gemacht, eine Luftbrücke, was auch immer man darunter verstehen mag, nach Aleppo zu errichten. Und nun weigern sich die von der westlichen Wertegemeinschaft unterstützten Terroristen, die von der UNO in Übereinstimmung mit dem russischen Vorschlag angebotenen Hilfslieferungen in Empfang zu nehmen.

So ist es zu erklären, dass die vorgeblich dringend benötigten Hilfslieferungen für Ost-Aleppo seit einger Zeit aus der westlichen Propaganda weitgehend verschwunden sind. Im von der zionistischen US-Postille New York Times veröffentlichten AP-Bericht zum Treffen von Kerry und Lavrov am Freitag tauchten sie trotz der vorhergehenden intensiven Propaganda-Kampagne beispielsweise gar nicht mehr explizit auf. Dem Bericht der russischen Tass zum gleichen Treffen war dagegen zu entnehmen, dass Kerry und Lavrov darüber sehr wohl gesprochen haben. Lavrov sagte dem Bericht zufolge, dass sie bezüglich vieler Schritte Einigkeit erreicht hätten, aber für Hilfslieferungen an Bedürftige, einschließlich denen in Aleppo, noch ein paar Punkte zu machen wären.

Neben der Zustimmung der Terroristen zum Empfang von Hilfslieferungen wie von Russland angeboten und von der UNO vorgeschlagen ausschließlich über die Kastello-Straße stehen auch noch Sicherheitsgarantien der USA für den Transport der Hilfslieferungen von Gaziantep in der Türkei durch von vorgeblich „moderaten Oppositionskräften“ kontrolliertes Gebiet nördlich von Aleppo nach Ostaleppo aus. Die USA wollen dabei nicht zugeben, dass nördlich von Aleppo in Wirklichkeit Terroristen von Al Kaida herrschen, auf die die USA keinen Einfluss haben, und geben gleichzeitig die für den Transport der Hilfslieferungen gefordeten Sicherheitsgarantien nicht ab. Praktisch dürfte es einfacher sein, Hilfsgüter von Damaskus aus auf der Nachschublinie der Regierung nach Aleppo zu fahren und dann auf der Kastello-Straße nach Ost-Aleppo abzubiegen. So müssten Hilfslieferungen nach Ost-Aleppo nicht durch von Al Kaida beherrschte Orte wie Azzaz, Bayanoun und Haritan nördlich von Aleppo transportiert werden. Dann bliebe nur noch das Problem zu lösen, die von Al Kaida geführten Terroristen in Ost-Aleppo dazu zu bewegen, diese Hilfslieferungen an sie selbst und die in den von ihnen kontrollierten Gebieten Aleppos lebende Rest-Bevölkerung auch zu akzeptieren. Auch darauf scheinen die USA nur wenig Einfluss zu haben, was erklären dürfte, warum der russische Präsident Putin am Freitag mit seinem über mehr Einfluss verfügenden türkischen Kollegen Erdogan bezüglich der Beschleunigung von Hilfslieferungen nach Aleppo telefoniert hat. Dass es nun eindeutig die von der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft als moderate Opposition betrachteten Terroristen sind, die Hilfslieferungen nach Ost-Aleppo blockieren, erklärt, warum beispielsweise der mit Zwangsgebühren finanzierte deutsche Propagandasender ARD in der Berichterstattung zum Treffen von Kerry und Lavrov Hilfslieferungen nach Aleppo kaum noch erwähnt wurde.

Dass das Thema „Hilfslieferungen für Aleppo“ beim Treffen von Kerry und Lavrov nicht abgeschlossen werden konnte, bedeutet jedoch vermutlich nicht, dass das Treffen inhaltsleer war. Dafür, dass Kerry und Lavrov sich viel zu sagen hatten, spricht schon die mit über zwölf Stunden sehr lange Dauer ihres Gespräches. Und wie RT berichtet, haben die USA Lavrov zufolge Russland zu den Gesprächen auch erstmalig eine Liste mit den Namen von „Rebellengruppen“ übergeben, die der im Februar geschlossenen Waffenruhe auf Vermittlung der USA beigetreten sein sollen. Russland hat den USA gleichzeitig eine Liste von Namen bewaffneter Gruppen übergeben, die Russland als Bestandteile von Al Kaida in Syrien betrachtet. Die Listen sind öffentlich noch nicht zugänglich, aber im Grunde dürfte der Austausch der Listen bedeuten, dass die USA und Russland allmählich eine gemeinsame Sichtweise dazu entwickeln, welche bewaffneten Gruppen in Syrien als Terroristen bekämpft werden müssen, und mit welchen Gruppen Waffenstillstandsvereinbarungen, Friedensschlüsse und Versöhnungsvereinbarungen im Rahmen einer politischen Lösung des Konfliktes möglich scheinen. Mit der Übergabe ihrer Liste gestehen die USA Russland indirekt zu, dass alle bewaffneten Gruppen, die nicht auf ihrer Liste stehen, friedensunwillige Terroristen sind, die bekämpft werden müssen. Differenzen zwischen den USA und Russland bleiben lediglich bei Gruppen bestehen, die sowohl auf der US-Liste der auf US-Vermittlung am Waffenstillstand teilnehmenden Gruppen als auch auf der russischen Liste der Tarnbezeichnungen von Al Kaida in Syrien stehen. Die Notwendigkeit, diese Gruppen einzeln durchzugehen, dürfte ein Teil der Erklärung dafür sein, dass die Gespräche so lang gedauert haben und nächste Woche auch noch von Experten fortgeführt werden sollen. Ob und inwieweit diese Differenzen noch die bekannten Terrorgruppen Ahrar Al Sham, Jeish al Islam, Jabhat al Fatah und Jabhat Halab betreffen, oder ob die USA nun endlich eingestanden haben, dass diese Gruppen völlig friedensunwillige Terroristen sind, halten Kerry und Lavrov bislang allerdings noch genauso geheim wie die restliche Zusammensetzung der Listen. Daran, ob zu diesen Gruppen eine gemeinsame russisch-amerikanische Position entwickelt werden konnte, dürfte später zu sehen sein, ob die langen Gespräche wirklich einen größeren Fortschritt auf dem Weg zu einer politischen Lösung des Konfliktes in Syrien gebracht haben.

Betont einig haben Russland und die USA sich in Bezug auf den Umgang mit den kurdischen Gruppen gegeben. Sowohl Russland als auch die USA wollen, dass Vertreter der Kurden an den weiteren Gesprächen für eine politische Lösung teilnehmen und Teil der Lösung des Problems werden. Andererseits haben sowohl Russland als auch die USA darauf verzichtet, nach dem Gespräch die Türkei wegen ihres militärischen Vorgehens gegen die kurdischen Gruppen nordöstlich von Aleppo zu kritisieren, was indirekt als Billigung der türkischen Militäroperation gegen die kurdische YPG nach dem Eroberungsfeldzug der YPG und mit der YPG verbundener Kräfte gegen die syrische Armee in Hasakah durch Russland und die USA interpretierbar ist. Dabei dürfte es strategisch darum gehen, die bewaffneten kurdischen Gruppen durch die Türkei soweit zurechtstutzen zu lassen, dass sie ihre in Hasakah zum Vorschein gekommenen absprachewidrigen aggressiven separatistischen Pläne aufgeben, sie zukünftig wieder im russisch-amerikanischen Konsens zur Sicherung der territorialen Integrität Syriens agieren und sie ihre von den USA und Russland gestärkte Kampfkraft ausschließlich zur Bekämpfung von Terrorgruppen einsetzen.

Insgesamt sieht das also gegenwärtig so aus, als dass eine umfassende politische Einigung zwischen den USA und Russland zur Beendigung des Krieges in Syrien nicht mehr allzu weit entfernt scheint, wobei jedoch auch nach einer eventuellen Einigung noch eine Menge an Arbeit bei der Terrorbekämpfung in Syrien zu leisten sein wird, da es den USA an Einfluss auf viele der von ihnen in den letzten Jahren unterstützten Terrorgruppen mangelt. Und mit dem Auftauchen neuer Steine auf dem Weg zum Frieden in Syrien ist, wie etwa der Überfall der YPG auf die syrische Armee in Hasakah gezeigt hat, auch jederzeit zu rechnen. Ebenfalls noch völlig unklar ist, ob eine umfassende Einigung zwischen den USA und Russland zu Syrien noch vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Obama erzielt werden kann, und wenn ja, ob die zionistische Kriegstreiberin Hillary Clinton sich an eine solche Einigung halten würde, falls sie US-Präsidentin wird.

60 Gedanken zu “Russisch-amerikanische Gespräche vor dem Hintergrund schwächelnder Terroristen in Aleppo

  1. Auf Twitter diskutieren Anhänger der SAA zur Zeit, dass diese gerade dabei sei, ihre Soldaten in Attacken auf Ramoush zu verheizen, und das die Führung sich dilettantisch anstellt, durch Wiederholung erfolgloser Strategien (1-3 Panzer + bis 20 Mann) an den exakt selben Angriffspunken.

    Was kann das Parteibuch hierzu berichten?

    1. Ganos

      Es ist uns auch aufgefallen, dass einige Freunde der SAA die Strategie der SAA, die Taktik oder die Umsetzung derselben im Südwesten von Aleppo bemängeln.

      Ich sehe da zwei Strömungen: im Westen von Aleppo gibt es eine gewisse Ungeduld, wann die Verbindungsstraße durch Ramouseh endlich wieder passierbar sein wird. Und in den Reihen der SAA gibt es etwas Ärger darüber, dass die Verluste der SAA im Südwesten von Aleppo höher als nötig zu sein scheinen.

      Beides halte ich für übertrieben. Die Strategie geht auf, aber bis zur Rückeroberung dauert es ein bisschen, weil zuvor möglichst viele Terroristen in die Mausefalle Ramouseh gelockt und eliminiert werden sollen.

      Was du mit 1-3 Panzer + bis 20 Mann beschreibst, sind keine Sturmoperationen, sondern militärische Aufklärungsoperationen. Da will man schauen, ob es in der Gegend noch kampfkräftige Feinde gibt. Solche Operationen sind immer etwas heikel, und da könnte es wohl in der Tat eine etwas bessere Vorfeldaufklärung geben.

      1. ich halte diese aussagen von wegen „falle“ für die halsabschneider für schönfärberei. ich bemängelte schon damals die ausstattung der militärischen festungen zB. nur EIN!!! gradwerfer. im nach herein ist klar der fall der festungen und bildungsstätten war eindeutig militärische strukturelle schwäche und auch nicht zuletzt pioniertechnische unfähigkeit.
        denn was sehen wir derzeit bei der „falle“? sturmgruppen von milizen und hisbollah die von panzerbwehrmitteln und granatwerfern niedergehalten werden! das ist keine (gewalt)aufklärung das ist schlechte, unpassende bewaffnung gepaart mit unvermögen. was sehen wir NICHT zb Geschosswerferbatterien, ausreichend artillerie, niemand der die aufklärungs- und feuerleitdrohnen vom himmel holt (mit grosskaliber scharfschützenwaffen)! vergleichen wir die bewaffnung im donbass und syrien! im donbasss haben die meisten kalaschnikows gewehrgranatwerfer und dazugehörige munition (sehr nützlich /existentiell im häuserkampf). die pro-assadtruppen verfügen nicht einmal über ausreichend granatwerfer, nebelmittel und haben scheinbar ihre munition im aricollege zurückgelassen. wo sind die shmel und ja wo sind die TOS burratino? normalerweise müsste man 2x täglich die gebiete „durchrösten“ in denen sich die halsabschneider befinden. warum passiert dies nicht! eine „ausrede“ zivilisten ist ja wie wir schon desöfteren als „plus“ vermerkten hier NICHT zu vermitteln. auch die kapazitäten der luftwaffe(n) sind nicht ausreichend vor allem die der schlachtflieger und angriffshubschrauber. einziger (professioneller) lichtblick derzeit die tigers (die scheinbar geteilt wurden), aber auch bei denen scheint man verluste schlecht ausgleichen zu können geschweige denn verstärken! die 2,5 tausend frei werdenen soldaten sollten vor einem weiteren einsatz restrukturiert, ausgebildet und neu bewaffnet werden werden. in alleppo sollte man derzeitig sich eingraben, die nachschubwege unter sperrfeuer nehmen und die front halten bis wieder angriffs- und verteidigungskapazitäten im erforderlichen masse eingetroffen sind. ruhm und ehre den soldaten syriens und ihren allierten – von euch sind schon viel zu viele gestorben. aber es hilft auch denen nicht wenn wir die gegner unterschätzen oder uns die realität schön färben.

      2. Bei aller Kritik der „Sofakrieger“, sollte bitte niemals vergessen werden, dass entgegen der imperialistischen Kriegspropaganda, die SAA nicht nur ein Land zu befreien, sondern auch eine Zivilbevölkerung zu beschützen hat, während der Feind Geiseln nimmt.

    2. Irgendwie sieht mir das Ganze nach einer Falle aus. Man macht im Westen mit den normalen Truppen dicht (Linie 1070-Hügelchen) und treibt von Osten dann die Terroristen mit Tiger und Hizbolla in die Falle der Base. Eine von vielen Möglichkeiten. Aber es ist einfach zu ruhig an der Autobahn / Zementwerk.

    3. das problem, die vernebeln/tarnen ihre angriffe noch nicht einmal bzw bekämpfen vorher die drohnen der halsabschneider. (über eigene scheinen sie auch kaum zu verfügen) da würden welche von „konrad“ ausreichen zb um die granatwerferstellungen aufzuklären. ich bin allerdings der meinung die (granatwerfer/ ari) stellungen sind aufgekärt -man hat simpel nicht die (ari) mittel um sie zu unterdrücken und den gegner aus seinen stellungen zu vertreiben!!
      der gegner hingegen scheint über genügend waffen und munition zu verfügen und mittlerweile auch über einige militärische fähigkeit.deren waffen- und munitions“knappheit“ geht soweit das diese mit (sowjetischen) panzerabwehrwaffen in soldatengruppen schiessen, die scheinbar unfähig sind ihre umgebung aufzuklären. es tut im herzen weh was da derzeitig abgeht. einzigst bei der unterdrückung des nachschubs kann man von einem (teil)erfolg sprechen.

    1. Manchmal hab ich das Gefühl die lesen hier und da mit und holen sich Ideen. Vielleicht kommen ja wirklich noch lebende Fassbomben. Oder gar Babystreubomben…Bild klärt auf: „Schau hin, auch wenn es weh tut!“ . Es lässt sich nur noch mit Sarkasmus ertragen, Gott, sind das Schw***e.

      1. Es ist plausibel das Leute der Bildungspresse, der Nachrichtendienste und Spindoktoren auf jeden Fall kritische Blogs, Lageanalysen Unabhängiger sichten, sich alles mögliche anschauen was die Netzgemeinede treibt.
        Unplausibel wäre es wenn „nur“ User und Leser hier vorbeischauen, schließlich muss auch herausgefunden werden was das gemeine Volk denkt.

    2. Das ist schon über 20 Jahre her. Ich kannte den Pilgerkiller. Das Monster… Er war ein junger Mann, in dem Alter wo man mit dem Auto auf Partys flitzt und Mädels aufreißt, Lagerfeuer usw. Er fuhr mit seinem Mini auf der Landstraße. Ja, er war leicht angetrunken. Unter einer Bergkuppe, an einer langen Kurve, wanderten Pilger im Fackelmarsch Richtung Kloster Andechs. Er rauschte mit voller Geschwindigkeit hinein. Es war ein Drama. Vor allem für (wir nannten ihn Joe) ihn selbst. Die Bilder terrorisierte 2 Wochen lang die gesamte Familie, medial und vor Ort: „so sieht er aus, das Monster, der Killer“ , „das ist die Familie des Killers“, “ hier wohnt der Killer“. In einem beschaulichen Dorf eine Tragödie, ein Drama. Und es endete auch als Drama: er brachte sich um, er hielt es nicht mehr aus. „Schauen Sie hin, auch wenn es weh tut“…

  2. In Muaddamiyah laufen offenbar die Vorbereitungen der „Moderaten“, sich ebenfalls nach Idlib versetzen zu lassen, es sollen die Hauptquartiere brennen und die schweren Waffen, die sie zurück lassen müssen.

    Wenn dann die letzten Nester ausgeräumt sind, was noch einige Zeit dauern kann, werden erhebliche Kräfte frei, hier und in Daraya; die Quote 1:2 für Kessel scheint mir eher untertrieben.

    in Ost Ghouta geht es auch voran, eigentlich könnte der große Schnitt schon in kurzer Zeit kommen.
    Wobei die Terror-Moderaten sich gerade wieder vertragen haben, wie stark deren Streit die Erfolge der SAA in letzter Zeit begünstigt hat, ist von außen natürlich schwer zu sagen.

    1. So schnell wird es nicht gehen. Wenn Ostghouta bis Ende des Jahres erledigt ist wäre das ein großer Fortschritt.

      1. Ich meinte nicht erledigt, sondern durchschnitten, von NO nach SW.

        Dem Alloush wurden letztes Jahr noch 15 Tausend Mann attestiert, so einfach sind die nicht zu beseitigen.

        Aber im Zentrum des Gebietes sind einige Militärbasen, wenn sie die jetzt einnehmen, können sie relativ schnell nach Südwesten das ganze Gebiet durchschneiden; für die südlichen und östlichen Gebiete wird es dann schnell eng.

        Vor der Gefahr des Schnitts kann es auch zu Rückzugsbewegungen auf das Kernland um Douma kommen.

        Je kleiner das Gebiet wird, um so kürzer die Frontlinien; und um so schlechter auch die Aussichten, dass das Privat-Kalifat von Alloush große Zukunftsaussichten hat.
        Komplette Einnahme bis Ende des Jahres wäre schön, aber eher unrealistisch.

      2. Irgenwie sehe ich keine Aufspaltung in einer NO-SW_Richtung. Ich sehe d eher ein Vorrücken auf Duma, aber man sich ja irren und bei der SAA weiß man ja nie, zumal es im SO noch weniger bebaute Gebite gibt, wo sich die SAA-Erfahrungsgemäß leichter tut.

  3. Sehr geehrter netmod2013, seit die USA / NATO, an Obamas Höllenkreaturen, ausreichent Flugabwehrraketen geliefert hat ( Déjà-vu Afghanistan ) , trauen sich die Russischen Flugzeuge und Hubschrauber, nicht mehr in das Kampfgeschehen einzugreifen, sie lassen nur noch aus tausenden von Meter ihre Bomben fallen, nicht umsonst, der Einsatz, von Strategischen Überschall Bombern und den Kalibr, die Stinger, haben sie mal wieder, aus dem Kampf Verbannt.

  4. Die Yankees*** haben kein Interesse daran, daß in Syrien der Frieden einkehrt. Sie haben die ganze Sch***e losgetreten um Syrien als Staat zu eliminieren, die ISIS Kopfabschneider sind eine Geburt der CIA. Das wissen mittlerweile die Russen doch auch. Was gibts da zu reden? Die Yankeebrut hält sich sowieso nicht an das was besprochen wurde. Die müssen da alle raus, egal wie…

    1. Ich sehe es im Grunde wie Sie. Aber dieses ganze Theater entlarvt auch das Empire immer weiter und immer mehr vor den Augen der Öffentlichkeit. Kann also nicht schaden. Vor dem WK II z. B. konnten die ihre verlogene Kriegstreiberei noch in Ruhe durchziehen ohne großen Widerspruch oder etwa das sich die Menschen hätten selber informieren können. Die angelsächsische Propaganda funktioniert allerdings heute so nicht mehr in dem Ausmaß. Ich finde Russland macht das schon recht geschickt.

  5. Die in Daraya freigesetzten Terror-Moderaten beteiligen sich gleich an der Offensive in Nordhama, mit so etwas musste man rechnen.

  6. Auch wenn man der Ansicht sein kann, es sei gut, wenn Gegner von Assad sich jetzt gegenseitig beschäftigen hat das Eindringen von türkischen Truppen doch politische langfristige Konsequenzen. Die Türkei labelt ihre Proxy-Krieger alle zu FSA. Egal, ob die Personen vorher bei Al Nusra oder IS oder weiteren Halsabschneidern gekämpft haben. Dann setzt sie ihre Muslim-Brüderschaft Politiker als Vertreter der von ihnen okkupierten Gelände an den Verhandlungstisch.
    In gewisser Form scheint es auch eine Arbeitsteilung zwischen IS und den Türken zu geben. Die IS betreibt noch jene ethnische Säuberungen welche die Türkei braucht um ihre konservativen sunnitischen Glaubensbrüder eine Mehrheit in der dort noch lebenden Bevölkerung zu verschaffen. Durch die Nachrichtensperren kann auch nicht gesagt werden, ob sich IS und türkische Truppen tatsächlich bekämpfen oder weiter Handel betreiben. Fast könnte man sagen, die Türkei kommt dem IS zur Hilfe um ihn vor der SDF zu schützen. Ich habe dazu natürlich keine Beweise, doch alles sieht danach aus, dass die Türkei dafür sorgt, dass die Gebiete, welche von ihnen Kontrolliert sind und jene von der IS territorial verbunden bleiben.
    Aus meiner Sicht wird der Krieg im Norden erst dann zum erliegen kommen, falls die Grenze zur Türkei von der SAA kontrolliert wird. Den Halsabschneidern die Nachschubswege durchdrungen sind.

  7. Die Türken und ihre Proxys rücken immer weiter südlich vor.
    Bis jetzt zeichnet sich keine Linie ab, an der sie halten; der Sajur River könnte eine natürliche Grenzlinie sein, aber direkt am Euphrat sind sie schon drüber.

    Wo soll das hinführen?
    Nach den offiziellen Verlautbarungen der Türken wird gegen Terroristen vorgegangen, soweit wie möglich. Kobani ist im Gespräch.

    Und CENTCOM sagt dazu:

    Also dürfen die Türken so weit vorstoßen wie sie wollen, nicht nur in die Gebiete, die ISIL (wahrscheinlich abgesprochen) vor der Türkei-Offensive verlassen hat.

    Dann gäbe es bald eine großflächige Grenze zwischen IS und türkischem Proxy-Gebiet; also so ähnlich wie bisher, ISIL kann weiter über die Türkei am Leben gehalten werden.

    Das kann Damaskus nicht gefallen, und den Russen auch nicht.
    Und auch den Amis nicht.

    Die SAA ist absehbar nicht stark genug, ISIL und moderatere Terroristen alleine im ganzen Land zu besiegen, wenn die moderaten offen unterstützt werden und mit den Kurden auch kein Zweckbündnis mehr zu erreichen ist.

    1. wir müssen realistisch betrachtet sagen das der westen bereits einen TEILERFOLG in syrien hat. die türkei marschiert in syrien ein (und dies wird als positiv empfunden) sie bedienen sich dabei des gleichen gesocks was anderswo in syrien bekämpft wird. (nicht zuletzt in ostaleppo). es wird eine (islamistische) pufferzone errichtet werden oder rücken die islamistischen verstärkungen mit türkischer lw und panzerunterstützung gleich bis ostaleppo vor? die usa haben mindestens 3 militärstützpunkte auf dem gebiet syriens errichtet (andere nato staaten dem vernehmen nach auch mindestens je einen). und man weiß wo die amis sich einmal eingenistet haben können sie nur noch (theoretisch) militärisch vertrieben werden. also in absehbarer zeit gar nicht! ein neues „camp bondsteel“ entsteht AUF SYRISCHEM BODEN!
      nüchtern betrachtet ist fast all das eingetreten was die syrer (und auch wir)unbedingt verhindern wollten inclusive eines offenen unerklärten krieges! und die weltöffentlichkeit /uno usw SCHWEIGEN. die „friedensbewegung“ wirkt desorientiert bis beifall klatschend. eine reife leistung der westlichen demagogen und geheimdienste. militärisch gesehen ist die feldüberlegenheit der saa und verbündeten mehr und mehr zu mindestens örtlich am (ver)schwinden. ja auch der charakter des krieges hat sich geändert es ist längst kein guerillakrieg mehr! der einzige wirkliche noch vorhandene vorteil der saa + verbündete die luftwaffe, ist nur auf statische ziele einsetzbar und so teilparalysiert.
      Grund keine „antwort“ auf die truppenluftabwehr der halsabschneider und daher vollverzicht auf schlachtflieger und kampfhubschrauber??! in sachen ari scheinen die gegner fast gleichgezogen zu haben (in aleppo hat man gar den eindruck das die „gegenseite“ mehr und effektiver einsetzt).
      was in syrien noch erreicht werden kann ist SCHADENSBEGRENZUNG und der traum von einem VEREINTEN laizistischen syrien ist ausgeträumt – wenn heute der westen noch von vereintem syrien spricht dann meint er unter westlicher /islamistischer klute. so ist eine teilung syriens mittlerweile der“günstige fall“ und nach meiner meinung die einzige chance fortschrittliche menschen in syrien ÜBERLEBEN zu lassen. was dort passiert ist eine katastrophe und alles andere als ein sieg (siehe oben). LEIDER

      1. @ netmod2013

        LEIDER, LEIDER, LEIDER……sehe ich die Situation ähnlich bis genauso….die westliche Wirtschafts-NATO scheint das maximale und ein bisschen mehr in Syrien für sich rausgeholt zu haben.

        Und das auch noch ohne Patriot und Flugverbotszone. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren!

      2. @netmod2013

        „die usa haben mindestens 3 militärstützpunkte auf dem gebiet syriens errichtet (andere nato staaten dem vernehmen nach auch mindestens je einen).“

        Wo haben Sie denn diese Information her? Welche Natostaaten haben wieviele Basen und wo?

        Die USA haben einen Luftwaffenstützpunkt in Hasaka und einen südlich von Kobane (weiss nicht, ob der zweite in Kobane fertig ist.

        Einzig die Russen haben einen Marinestützpunkt in Tartous und eine Luftwaffenbasis in Hmeimim. Das wars‘.

  8. Und folgerichtig die antwort der Kurden:

    „Kurdish official tells al-Mayadeen: Kurdish forces refused request by US to go towards Raqqa“

    Wie gesagt, man kann ISIL als Dead Men Walking sehen; aber das ist gefährlich, es sind verschiedene Szenarien möglich, mit einer Renaissance der härtesten Kalifatisten.

  9. @Alberich

    Gerne würde ich Ihnen rechtgeben, aber die Realtität sieht in meiner Wahrnehmung doch anders aus. Blogs wie dieser, oder ähnliche Quellen haben offenbar eine extrem geringe Reichweite. Das ist einfach so. Die Massenmedien haben nach wie vor die Meinungsbildene Oberhand. Bild und ARD „bilden“ nach wie vor die Massen. Die trägen verdummten Massen, glauben ungefragt nahezu alles was ihnen vorgesetzt wird.

    Alles andere ist nur Wunschdenken, gefährliches Wunschdenken.

  10. Gestern gab es Meldung, das irakische Kräfte in Aleppo gesehen wurden. (mit Bildbeweis)
    Bild-Jihadist Röpcke will 80 russische Spezialisten in Aleppo gesehen haben (Zur Sicherung des Castello Koridors -) )
    USA und Russland sind sich einig über die Bombardierung Miltanter in Aleppo.
    ZDF meldete heute früh die Niederlage der ISIS im Libanon (von Hizbolla kein Wort)
    Südlich Damaskus warden SAA-Kräfte frei
    Wo sind eigentlich die TIGER?

    Könnte ab Wochenende interessant werden in Aleppo und da reden wir wohl nicht von der Sicherung des Castello Korridors oder der Befreiung des Wohnkomplex 1070…

    1. die russischen marineinfanteristen vermute ich im zusammenhang mit sicherstellung von hilfslieferungen über castello road. andererseits greifen zur zeit (nachdem im sw soetwas wie ein militärisches patt eingetreten ist) die halsabschneider wieder verstärkt in der region an. und aus mehreren gründen gehe ich davon aus das die angriffe dort verstärkt werden ua weil hilfslieferungen nur über castello road (weltweit) angedacht und damit die südlich theoretische „versorgungsroute“ der halsabschneider abgelehnt und damit wenigstens für zivile hilfe unbrauchbar geworden ist. dies verdanken wir nicht zuletzt den tigers die eine militärische kontrolle ermöglichen und ihre stellung auch halten! allerdings scheinen die tigers auch nach wie vor (hauptsächlich) in nordaleppo zu kämpfen (bzw. zu sichern). die freiwerdenen kräfte hätte man, wie es sich zeigt eher in mtw auf die spur der busse der halsabschneider setzen sollen. denn davon haben die wenigsten kapituliert (angeblich ca 200) der „rest“ wurde quasi mit saa hilfe umgruppiert! warum wurden die busse nicht markiert und die orte wo sie ihre last ausliessen kurz danach bombardiert? es waren die VERSTÄRKUNGEN die die neuen offensiven bei hama in der form möglich machen die wir nun erleben.
      man fragt sich schläft die AUFKLÄRUNG der saa und vor allem der RUSSEN? Oder ist die gegnerische ABWEHR mittlerweile so stark .dank tornado, awacs, spionageschiffe usw -kurz dem falschspiel des westen?

      1. Nur welche Hilfslieferungen? Die Annahme wurde verweigert.
        Der Hinweis auf Russische Truppen kommt aus mehreren Quellen und sie sind im Norden.
        Und ich sehe die Schließung des Ringes nicht als die große Action, die ich vermutet habe. Ich bleibe dabei Nach dem arabischen Sonntag (den Freitag) wirds interessant.

        Ich weiß nicht, ich lese andere Nachrichten, wie die, das die Terroristen in Ostaleppo stink sauer sind, weil man die Truppen vom Brechen der Belagerung an die Türkische Grenze abgezogen hat. Und jetzt schließt wohl die SAA gerade den Ring wieder…

        Würde jetzt auch noch Handarat fallen, wäre das wohl ein starkes Zeichen und Handarat liegt an der Castello Road. Zufall? …

        Ja und Hama, noch sind es 13 km bis zur Stadt Hama. Geben wir doch der SAA etwas Zeit zum reagieren….

  11. Jund al Aqusa oder wie die Al Quaida-Filiale sich gerade nennt meldet die Einnahme von Helfaya bei der Nord-Hama-Offensive.

    Das ist kein einzelner vorgeschobener Checkpoint oder ein Ein-Kreuzungs-Dorf, sondern schon eine kleine Stadt.

    Aber abwarten, mit der PR-Abteilung und auf veröffentlichten Karten sind die „Rebellen“ oft erheblich schneller als im Feld.

  12. Hassan Ridha ‏@sayed_ridha 37 Min.Vor 37 Minuten
    Jund al-Aqsa & Jaish al-‚Izza are in control of al-Buwaydah, al-Masasaneh & Halfaya, hours after launching offensive

    Dazu diese Karte.

    Das sieht richtig übel aus.
    Klar, man kann immer lokale Überzahlen schaffen, wenn Al Aqsa allein ihre 5000 Mann zusammenzieht, und jede Menge „Moderate“ sich gerne mit ihnen ins Gefecht werfen (um christliche Orte zu „befreien“, wie die dümmlichen Unterstützer schreiben“).

    Aber so große Orte sollten nicht einfach so umfallen.

  13. Etwas OT

    > http://www.welt.de/print/wams/politik/article157880607/Frieden-mit-Assad.html

    „Am deutlichsten wurde das 2012, als US-Präsident Barack Obama eine „rote Linie“ zog und für den Fall des Einsatzes von Giftgas eine militärische Reaktion ankündigte. Als am 21.August 2013 in Ghouta, einem Vorort von Damaskus, das Nervengas Sarin eingesetzt wurde, musste er sich entscheiden. Obama ließ einen Schlag mit seegestützten Cruise Missiles planen. Doch der britische Nachrichtendienst war in den Besitz einer Probe des verwendeten Sarins gelangt. Eine Analyse ergab, das es sich nicht um Sarin des syrischen Regimes handeln konnte, sondern aus den Beständen von al-Nusra stammte. Obama ließ seinen Plan fallen.“

    Eigentlich wollte ich das auf wiki ergänzen aber die massige politische Löscherei auf Artikel- und Diskussionsebene kotzt mich dermaßen an das der Ekel zur zeit zu groß für mich ist.

    1. Danke für den Die Welt-Link. Nur, weil es interessant ist, dass diese Propagandaschmiede, „Zweifel“ an der offiziellen Giftgasversion im Jahr 2016 durchblicken lässt. Wo sie damals „ringdigiding, bomb Syria…red line“ tröteten. Dabei „Whose Sarin?“ http://www.lrb.co.uk/v35/n24/seymour-m-hersh/whose-sarin oldschool. , aber

      „Seymour Hersh’s News Report Banned in U.S…“
      http://www.washingtonsblog.com/2015/10/seymour-hershs-news-report-banned-in-u-s-is-finally-confirmed-in-turkey.html

      oldschool, aber

      „Frieden mit Assad?…dem sich der Westen verweigert – noch“
      Zitat, Ende… „Die Welt“… was da wohl los ist?

  14. Mit Quelle „White House“ getwittert:

    We don’t support Turkey moving south and engaging with SDF …
    Civil war and Russian intervention in Syria. We don’t support Turkey moving south and engaging with SDF, and SDF should not engage Turkey in return: White House

    Das wäre ein anderer Zungenschlag, als in den letzten Tagen.
    Uneinigkeit, oder doppeltes Spiel, oder Zuckerbrot und Peitsche für die undisziplinierten (US-Spezialkräfte gefährdenden) Kurden?

    Wie gesagt, meines Erachtens brauchen die Amis (bzw. Obama) die Kurden als Fußtruppen, um noch deutliche Erfolge gegen den IS zu erzielen; einfach um die Bewertung im Geschichtsbuch zu verbessern.

  15. Die Lage in Hama hellt sich etwas auf, Verstärkungen sollen im Anmarsch sein (Abschneiden von Al Aqsa wird spekuliert), es wird von der Ruhe vor dem (Gegen)Sturm gesprochen, umfangreiche Luftwaffenaktivitäten.

    Und die Stadt Halfaya, 2004 mit 21.000 Einwohnern, könnten jetzt auch doppelt so viele sein, war in einer Versöhnungsvereinbarung und somit weitgehend ohne Armee, nur NDF.

    Ein guter Schachzug von Al Quaida und Freunden, muss man anerkennen. Soll es ihnen im Halse stecken bleiben.

    (Ein Risiko der Versöhungsvereinbarungen; ein anderes sieht man in Homs Al Wear)

    1. Verstärkungen sind immer im Anmarsch.
      Wie zu lesen ist sind mal wieder die „Tiger Forces“ im Anmarsch.
      Eine feine kleine Truppe die überall ist.
      Doch wo ist die Armee?
      Wo sind die NDF und Co.?

      Im Raum Aleppo bewegt sich nichts.
      Die Armee lies sich in wenigen Stunden überrennen und rennt dann Wochenlang ohne jeden Erfolg gegen die Banden an.
      Vor ca. zwei Wochen gab es die letzte mir bekannte Meldung des russischen Generalstabs zur Lage im Süden von Aleppo.
      Wenn ich mich recht erinnere war da von bisher 3000 Toten im Raum Aleppo die Rede die in der angeblichen Falle starben.
      Dazu tausende Verletzte.
      Hier im Parteibuch wurde pi mal Daumen gerechnet dass täglich ca. 250 Terroristen in der „Falle“ sterben.
      Nun seitdem müssten folglich weitere ca. 3000 Terroristen tot sein und weitere Tausende verletzt worden sein.
      Es wurde vermutet dass die Falle die Terroristen im Raum Aleppo, Idlib und Hama schwächt weil sie immer neue Verstärkung in die Falle schicken und damit ihre Bastionen in Idlib, Aleppo und Hama schwächen.
      Dafür dass da nun mehr Terroristen gestorben sind als so manches Land an Soldaten hat sind die aber noch ganz schön munter und sie stehen kurz vor der Stadt Hama und in Latakia tut sich immer noch nichts in Richtung Idlib und in der „Falle“ scheinen sie in Aleppo auch nicht zu sein (dort herrscht im Moment eher ein militärisches Patt und der Zugang zu den Banden in Aleppo ist immer noch offen.
      Wie ich schon länger schreibe zweifele ich an den taktischen, strategischen und militärischen Fähigkeiten der SAA b.z.w. ihrer Führung.
      Nach nun über 5 Jahren bekämpfen sie die Terroristen immer noch als wenn es um militärische Feldschlachten gegen Israel oder in einem Weltkrieg ginge statt gegen flexibel und rücksichtslos (Kampfkraft und Todesmut plus Grausamkeit) kämpfende Terroristenverbände geht die ganz offensichtlich viel intelligenter und wirkungsvoller geführt werden (ich vermute aus dem Ausland) und die ganz offen sichtlich besser über die Positionen und Stärke der Armee informiert sind als es die SAA, der syrische Geheimdienst u.s.w. ist (auch hier vermute ich Aufklärungsdaten aus z.b. aus den USA und/oder Israel).

      Ob die Kapitulation der Banden in Daraya und in anderen Orten (aktuell ist auch Al Waer der Stadtteil von Homs im Gespräch und die Banden dort wollen wohl auch aufgeben) da eine Hoffnung ist wage ich zu bezweifeln denn tausende Soldaten waren nicht in der Lage ein paar hundert seit Jahren isolierten Banden militärisch zu besiegen.
      Auch die Banden in den Orten Rastan und Houla und Umgebung sind seit Jahren isoliert und binden tausende Soldaten und man ist nicht in der Lage die militärisch zu besiegen – wie will man da die viel größeren Banden in Ostaleppo und in Anadan u.s.w. besiegen.
      Überall, außer in der Provinz Tartus gibt es solche Inseln von Terroristen die warum auch immer existieren können und die Kräfte binden.
      Manchmal kommt einen der Gedanke dass die angeblich meist aus dem Ausland stammenden Terroristen Syrien besser kennen als die Regierung und die Armee und der Geheimdienst (der taugt wie üblich in solchen Ländern nichts weil er primitiv und dumm ist und zwar Leute foltern kann aber zu blöd ist Gegner an der langen Leine laufen zu lassen um ihre Strukturen zu erkennen um dann wirkungsvoll handeln zu können. Jobvergabe an Sadisten war noch nie intelligent – da sind die USA und Israel viel besser).
      Lange Rede kurzer Sinn.
      Ich sehe bisher keine militärischen Fortschritte und von Russland hört man seit Wochenerstaunlich wenig.
      Ich komme leider immer mehr zu der Erkenntnis dass es Syrien in der bisherigen Form nicht mehr geben wird denn da toben inzwischen zu viele unterschiedliche Banden und Armeen rum und große Teile der Jugend haben das Land verlassen anstatt für ihre Heimat zu kämpfen oder machen es sich in den von der Regierung gehaltenen Orten bequem anstatt zu den Waffen zu greifen (in Damaskus und Aleppo sieht man im Straßenbild viele junge Männer die so tun als sei tiefster Frieden anstatt für ihr Land zu kämpfen – das ist nun mal das Schicksal solcher Kunstgebilde wie Syrien und Co. siehe u.a. Libyen u.s.w.).
      Dazu kommt dass die Banden nicht ohne eine nennenswerte Unterstützung der Bevölkerung existieren könnten.
      Die scheint besonders in Aleppo und Idlib für die Banden hoch zu sein denn was die da an militärischen Gerät und offensichtlich gut trainierten und organisierten Kämpfern auf die Beine bringen geht nicht gegen die Bevölkerung und die legale Armee des Landes denn die haben da offensichtlich Zehntausende Mann (mehr als die meisten Staaten der Welt an Soldaten haben) unter Waffen und sie sind modern ausgerüstet und sehr intelligent geführt (wie gesagt die militärische Führung liegt zu großen Teilen im Ausland und bei Mächten die gute Geheimdienste und modernste technische Aufklärungsmöglichkeiten wie Drohnen und Satelliten verfügen.).

      Genug gemeckert – ich hoffe trotzdem weiter auf den Sieg der legalen Regierung.

      P.S. Kleine Anmerkung jenseits des Themas Syrien.
      Die USA drohen der EU nun offen wenn Apple und Co. Steuern nachzahlen müssen und aktuell drohen sie betreffs der TTIP Verträge.
      Dass macht mir viel mehr Hoffnung dass immer mehr Menschen in D und Europa erkennen welche feinen Freunde wir da am Halse haben als dass ich Hoffnungen auf ein Syrien in der bisherigen Form habe.

      1. Zum PS. Es ist Wahlkampf, den Parteien steht das Wasser bis zum Hals. Es kann passieren, das nicht nur eine Großpartei sondern beide von den Fleischtöpfen vertrieben werden. Da verspricht man alles. Und speziell die SPD ist berüchtigt, das man nach Wahlen schnell vergisst.
        Eine Wandel sehe ich nicht, der Hoffnungen macht. Weder Linke noch AFD, schon gar nicht Grüne und FDP streben radikale Änderungen an. Bei mir wächst eher die Wut auf die dummen Deutschen.

        Syrien: Woran soll man sehen, das die Bevölkerung hinter den Terroristen stehen? Selbst die Jihadistenwerbung in den öffentlich rechtlichen redet nicht mehr von 300 000 Menschen in Aleppo, weil die Bilder eindeutig sind. Dort gibt es wohl nur noch Kämpfer und deren Familien. Das die Familien zu den Kämpfern stehen ist klar. In Hama scheinen die frisch besetzten Städte leer zu sein, die Anwohner geflohen, nicht mal gestellte Jubelfeiern von der „Befreiung“. Das die Bevölkerung nicht anfängt mit irgendwas gegen schwer bewaffnete Truppen vorgeht, ist auch verständlich.
        Das Saudi-Arabien mehr finanzielle Möglichkeiten hat wie Syrien, Iran oder Russland wissen wir alle und das damit auch immer neustes militärisches Gerät ins Land kommt ist klar.

        Auch klar zu sein scheint, das wir bei einer Frontlinie an den 1. oder 2. Weltkrieg denken, das ist wohl in Syrien anders. In den beiden Weltkriegen gab es relative kurze Frontlinien in Syrien haben wir eine fast endlose. Das wir dann nicht von unseren Vorstellungen von Frontlinien ausgehen können, dürfte auch klar sein.
        Hinzu kommt ein völlig desolates Wer kämpft gegen wem? Das die US den Kurden hilft ist schon stark, das es aber möglich ist, das die US-Airforse Bomben zur Unterstützung der Hizbolla abwirft, grenzt ja fast an Landesverrat…

        Es ist nicht schön, das es nicht so einfach für die SAA ist, nur was ist die Alternative, Dauerkämpfe wie Südsudan oder in anderen Afrikanischen Ländern?

  16. Der Röpcke dreht mittlerweile völlig frei, nennt den Einmarsch von Al Aqsa, offiziell gelisteter Terrororganisation, eine Befreiung für Halfaya. Na wer wünscht sich solche „Befreiung“ nicht, von einer Versöhnungsvereinbarung, um wieder miteinander leben zu können, mitten hinein in die Terrorherrschaft und den Krieg, es wird ja Rückeroberungsangriffe geben.

    Unterdessen sieht das Verhältnis US-Administration — Türkei/Proxys — SDF/YPG heute doch einiges anders aus als zu Beginn der türkischen Offensive.
    Heute wird eine Luftschlaggestütze Rückeroberung der SDF gegen den IS gemeldet, ein Zeichen ihr seid noch unsere Freunde un dhabt unsere Unterstützung (sollten die Luftschläge von den Russen gewesen seien, wäre es natürlic anders, aber so sieht es ja nicht aus).

    Und das WSJ (http://www.wsj.com/articles/turkish-offensive-on-islamic-state-in-syria-caught-u-s-off-guard-1472517789) meint, dass die türken vorgeprescht sind, es noch gar keine genauen Absprachen gab, das OK der Amis fehlte, weil es angeblich noch Zweifel gab, ob der is einfach zu besiegen sei.
    (Letzteres klingt nicht sinnvoll; nach dem Fall von Manbij konnte Jarablus nur noch relativ leicht fallen.)

    Man stellte sich allerdings hinter den NATO-Partner, und wollte die Kurden auch als Verbündete aus dem Operationsgebiet heraus haben.

    Also den völligen Bruch mit den Kurden gab es offenbar nicht.

    Heute sieht es erst mal so aus, als ob die Türken ostwärts gehen und ihren doch schmalen Korridor aufbauen, und die Kurden im Süden den IS bekämpfen, damit können die Kurden leben und die Türken konnten ernsthaft nicht erwarten, ganz Nordaleppo kampflos u.a. von den Kurden einzunehmen.

    Im technical College könnte es heute den Durchbruch geben.

  17. Ein paar Worte an alle SAA Zweifler:

    Die syr. Armee hat schon den strategischen Sieg schon längst errungen spätestens seit dem Al Nusra als Terroristische Organisation ernannt worden ist.
    Es geht alles nach Plan den der Gegner ist längst nicht mehr eine demokratische Bewegung, viel mehr das gegenteil. Die pläne Israels wurden vor langer zeit durchkreuzt und zunichte gemacht. Damaskus konnte nicht getürzt werden, auch nach unzähligen angriffen von best trainierten Elite söldnern aus jordanischen teritorium. Alle Angriffe wurden heldenhaft abgewehrt. In Damaskus gibt es schon wiederaufbauPläne wie auch in Homs. Was den Norden Anbetrifft möchte ich auch beruhigen den Aleppo ist nur eine Frage der Zeit und die türkische Armee bereitet der syrischen Regierung überhaupt kein bedenken vorallem wegen dem aufenthalt der Russen in Syrien. Wenn es soweit ist und die Türken sich quer stellen sollten werden Sie sehr wahrscheinlich mit Guerillia Methoden ausgeschlachtet und zurück gedrängt werden. Warten Sie nur ab bis die SAA wieder kapazitäten hat dann wirds hart für Besatzer mit regulären Truppen. Die Türkei kann ewig ihre Söldner FSA nennen, solange das Assad nicht akzeptiert werden Sie Al Nusra bleiben und auch so behandelt werden bis man sie erneut ausradiert.

  18. @zgvaca:

    Ich weiss du nimmst dir das Thema Syrien & Co sehr zu Herzen und es passiert(e) viel Mist.
    Aber hab weiter Vertrauen, die Lage bessert sich stetig.

    https://mobile.twitter.com/Souria4Syrians/status/770537399617220608

    @nocheinparteibuch:
    Gestern und vorhin wurde ich vom Blog aus automatisch zu malewareseiten weitergeleitet, kannte das eigentlich nur von almasdarnews.com, Sicherheitsleck oder will WordPress uns Ärger mache? Bin ein bisschen Ratlos..

    1. Stiller Leser

      Wir haben bisher keine Malware-Weiterleitung bei WordPress.com bemerkt, aber wenn es so ist, dann hat vermutlich irgendein „Werbetreibender“ WordPress.com eine Weiterleitung zu Malware untergejubelt. Hoffentlich bekommen die das Problem bei WordPress schnell in den griff. An politisch motivierte Absicht würde ich da erstmal nicht denken.

  19. Schlimmer *** sind die Verbrechen des Auswärtigen Amtes und als Drehbuch Schreiben, für verbrecherische Operationen des CIA: Volker Perthes – SWP-Berlin

    in 2011: https://www.youtube.com/watch?v=Cakwa-ObQhU

    Volker Perthes, Jeffrey Feltmann Plan, schrieb das Drehbuch wie man das Land zerstört, durch Terror, Kinder Morde vor Kamera, Terrorismus der übelsten Art, wo man wie in Jugoslawien durch Morde das Volk aufhetzt.

    Die selben Hintermänner auch wie für den 11.9.2001 mit Prinz Bandar, denn Jeffrey Feltmann und Prinz Bandar schrieben den Mord Plan für Syrien, welcher in Details durch die geleakten STRATOR emails bekannt wurde.

    Details des verbrecherischen Deutschen Plan, der mit der FSA bis heute von Verbrechern im Auswärtigen Amte, KFW finanziert wird.

    Deutschland und die Uno gegen Syrien
    von Thierry Meyssan

    http://www.voltairenet.org/article190087.html

  20. Es wird mich interessieren, wie jetzt Nocheinparteibuch grösse Niederlage in Nord Hama kommentert? Das SAA verlässt ein Stadt mit 21000 einwohner kampflos? Das gesamte linie zusammenbricht vor paar hundert Islamisten? Das ein ein Dorf nach anderen kapituliert und Islamisten sich 10 km von Hama befinden? Das keine Bewegung in Latakia stattfindet? Das Xte mal Hissbolah wird von Technische Schule rausgeworfen? Das verluste SAA viel höher sind als die von Islamisten? Das sich IS an Toren von Palmira befindet? Diese Krieg wird nicht in Aleppo entschieden. Aleppo kommt am Schluss. Während SAA ihre Einheiten in Aleppo verheizt nehmen sie sich Islamisten Hama. Quellen, Almasdar, Ivan Sidorenko, Hassan Ridha, Forum Krstarica, Bosnische Forum Leith Abou Fadel…

    1. zgvaca

      Dass die Jihadi-Terroristen Helfaya für eine zeitlang übernehmen, ist kein größeres Problem. Im Gegenteil, wenn die verbliebene Bevölkerung da sieht, wie es ist, unter Jund Al Aqsa zu leben, wird die Bevölkerung sich schnell nach der SAA zurücksehnen, und dann ist das militärisch kein großes Problem.

      Was dabei dann letztlich herauskommt, sind solche Erfolge:

      50 towns and villages in Homs eastern countryside join cessation of hostilities agreement

      http://sana.sy/en/?p=86736

      1. Auf den Videos sieht man, das Helfaya praktisch leer ist, die Bevölkerung geflohen,
        auch ja laut Propaganda als Furcht vor russich/syrischen Luftangriffen. Es gibt keine verläasslichen Informationen, ob sie nach Westen (SAA) oder nach Norden geflohen sind.

    2. Nochmal, da ist KRIEG!
      Was war mit Damascus vor vier Jahren?
      Feinde, viele Feinde vor den Toren (der Innenstadt)
      Was ist mit Damascus jetzt?
      Nach und nach terrorfrei.. Gulasch, Verzeihung Kessel lange zu kochen scheint keine schlechte Idee zu sein wie wir grade sehen..

      Was war mit Aleppo 2013?
      Wenn du dich erinnerst, es war eine furchtbare Lage, fast hoffnungslos..
      Was ist mit Aleppo jetzt?
      Langsame aber stetige Fortschritte, eine langfristige Strategie die zum Erfolg führt.

      Ein Entlastungsangriff von Seiten der Djihadis war abzusehen und schau doch mal, natürlich wird der Krieg auch in Aleppo entschieden und ein paar Dörfer/Städtchen bei Hama kurzfristig abzugeben ist besser als eine Millionenstadt in der Nähe der Türkei zu opfern.

      Wenn mir Sadisten auf Meth entgegen kommen mit Waffen in der Hand dann verziehe ich mich auch lieber, warte bis sie siegessicher sind und klopfe sie dann weich…
      Wo wir grad dabei sind:

      IS vor den Toren Palmyras?
      Ja na und, die sind da seit Monaten!
      Die Silos stehen wieder unter SAA Kontrolle und von da aus lassen sich auch wunderbar Koordinaten durchgeben wenn du verstehst..

      Viel höhere Verluste bei der SAA?
      Keine Ahnung, glaube ich nicht, halte ich für unlogisch und selbst wenn, denkst du aus Sicht eines Menschen der seine Familie, Freunde und sein Land verteidigt das es das nicht wert ist`?

      Und wenn du Angst hast die Achse des Widerstands könnte verlieren dann frag bei der syrischen und russischen Botschaft an ob du ihnen als Stratege helfen kannst!
      Oder bete, oder spende Geld, was weiss ich.. aber lass diese verdammte Panikmache sein, die macht kirre!

  21. Liebes Parteibuch,
    man kann es für falsch halten, was die syrischen Kurden in Hasaka taten. Es stellt jedoch keinen berechtigten Grund für die Bestialitäten der türkischen Amee und ihrer Kopfabhacker dar.

    1. normalerweise hätten bei „den kurden“ alle warnleuchten angehen sollen als klar wurde das ua. die amis verhindern das sie gleichberechtigt an den friedensgesprächen teilnehmen. damit war jedem beobachter klar sie wollen „die kurden“ geradezu zu autonomie bzw eigenen staat zwingen. auch vor allem der hintergrund das die amis kurz davor waren jeglichen „ansatzpunkt“ in der region zu verlieren -und sich ausgerechnet die teilweise ML kurden! zu den „boots on ground“ und alibi für völkerrechtwidrige militärstützpunkte für die staatsterroristen schlechthin angeboten haben. es würde mich im übrigen nicht verwundern wenn die amis/israelis den isis GEZIELT auf die kurden gehetzt haben um sie weiter „vereinnahmen“ zu können. nicht der is sondern die usa. in der perspektive sehe ich das die amis wohl doch noch ihr ziel durchsetzen und die kurden auf raqqa hetzen (wo sie absolut nichts zu suchen haben) dies gilt übrigens für alle gebiete in denen ihnen der rückhalt der bevölkerung fehlt -der stärksten ihrer waffen. entweder greifen sie künftig raqqa an oder die amis lassen sie fallen. stellen sie die us militärbasen in frage, werden die amis sie dann direkt bekämpfen? der (kurdische) „mohr“ hat wieder einmal in der geschiche seine schuldigkeit getan. die andere entwicklung wäre eine tatsächliche verbrüderung mit der pkk usw. und damit ein flächenbrand bis tief in die türkei. aber eines ist auch klar anders als bei den halsabschneidern halten die amis bei den ypg alle modernen waffen unter verschluss. warum sind wohl sonst so viele us sf- operators vor ort?
      das heißt die kurden brauchen neue verbündete (auch israel wird nur noch wiederwillig unterstützen). ich weiss nicht ob russland/ iran / irak dafür in frage kommen – das rad der geschichte dreht sich weiter.

  22. Al Aqsa marschiert wie auf einem Wandertag durch Nordhama, noch immer lokal klare Überzahl; jetzt 5 Kilometer vor Hama Stadt.

    Langer Nachschubweg, gefährdete Flanken; aber so langsam sollte man nervös werden?

    die SDF/YPG haben sich von ihrem Afrin-Gebiet aus ostwärts bewegt und drei Dörfer von ISIS eingenommen. Noch 30 Kilometer aus dieser Richtung bis Al Bab; ob die Türken sich wieder empören, dass die bösen Kurden den armen IS bekämpfen?

    Die YPG meldet einen Waffenstillstand mit den türkischen Proxys in Nordaleppo, die Türken bestreiten dies; aber größere Kämpfe wurden heute nicht gemeldet.

    Und in SW Aleppo gab es scheinbar einen Durchbruch, Quarassi und mehr wurde eingenommen.
    Aleppo-Stadt ist klar die wichtigste Front; aber Hama darf keinesfalls aus irgendwelchen blöden Umständen fallen, wer sollte das verstehen?

    1. wenn man sich das lagebild um hama so anschaut könnte man sagen IDEAL für einen kessel. man lässt die idioten ins lehre laufen macht dann zwischen kernas und maan dicht. sichert gegen verstärkungen bzw entsatzkräfte und -versuche. und zerlegt den kessel mit allem was an flächenwaffen vorhanden ist. soweit die theorie und so wäre es im donbass -nur scheint es nicht viel von allem zu geben. am meisten iriitiert mich warum werden keine TOS burratino und oder werfer mit thermobarmunition eingesetzt? funktionieren assads „rückwertige dienste“ fehlerhaft oder geht die munition und auch gerätschaft zur neige, hat syrien keine mittel mehr um nachschub zu erwerben?
      mir scheint die artillerie des donbass ist mittlerweile leistungsfähiger als die der saa!
      russen sagen jetzt bodenttruppen – „stehen bereit“. dies kann ein wendepunkt sein denn ich glaube nicht das die russen ohne hubschrauber oder saatkrähen reingehen. wünschen wir den saa + verbündeten viel erfolg und vor allem russlands einsatzkräften viel glück!

  23. @ parteibuch

    „Wir haben bisher keine Malware-Weiterleitung bei WordPress.com bemerkt, aber wenn es so ist, dann hat vermutlich irgendein „Werbetreibender“ WordPress.com eine Weiterleitung zu Malware untergejubelt.“

    Mein Ad-Blocker zeigt einiges an blockierter Werbung an, aber wenn ich ihn ausschalte, ist nichts zu sehen; seltsam.

    Wir hatten bis vorhin unerklärbare Werbung auf der Webseite; hier war es der Seitenzähler.

  24. Noch zwei Meldungen vom IS

    Al Adnani, die Nummer zwei, soll tot sein.
    Oder nur für tot erklärt angesichts der Lage um besser abtauchen zu können?

    Und ein Selbstmordvehikel soll zwei türkische Panzer erwischt haben.
    Kann sein, ist schon anderen passiert.

  25. Ivan Sidorenko hellt die Lage zumindest etwas auf.

    Nicht Khattab wurde nahezu kampflos aufgegeben, sondern nur die vorgeschobenen unbefestigten Khattab Depots.

    Der „Tiger“ persönlich hat sich ausführlich die Lage in Hama berichten lassen, es sind Tigergruppen zur Verstärkung angekommen, morgen sollen starke Kräfte der 4. Division da sein.
    Und

    Manchmal ist es in Kriegen so, dass ein General (der Tiger ist ja nicht mal einer) alles raus reißt, na dann soll er mal ordentlich viele Al -Aqsas abschneiden und eintüten.

    Ich warte schon auf die Kommentare der „westlichen Wertegemeinschaft“.

    1. andreas

      Die Hama-Offensive der Jund Al Aqsa lässt sich auch als ein Versuch von Jund Al Aqsa interpretieren, sich nicht in dem aussichtslosen Unterfangen von Muhaisnys Al Kaida Gruppe zur Eroberung eines neuen Korridors nach Aleppo verheizen zu lassen. Muhaisny und Jund Al Aqsa sind darüber, dass Jund Al Aqsa in Hama angreift statt in Aleppo hilft, wohl auch in Zwist geraten.

      Für die syrische Armee ist das nicht schlecht, wenn Terroristen sich untereinander streiten. Und das könnte noch ausbaufähig sein, vielleicht bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Jund Al Aqsa und Muhasnis Al Kaida Jungs.

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