ISIS übergibt Jarabulus an türkische Lakaien

Nach einer wenige Stunden dauernden Offensive der türkischen Armee und von der Türkei sowie den USA unterstützten Jihadisten hat die Terrorgruppe ISIS die Kontrolle über die syrische Grenzstadt Jarabulus im Nordosten der Provinz Aleppo ohne größere Kämpfe an die von der Türkei aus angreifenden Kräfte abgetreten.

Berichtet wurde, dass die in Jarabuslus anweseneden ISIS-Terroristen sich nach Al Bab zurückgezogen haben. Denkbar ist allerdings auch, dass nicht wenige ISIS-Terroristen in Jarabulus einfach zu den von der Türkei aus operierenden Jihadis umgeflaggt haben. Außer der Stadt Jarabulus selbst haben die von der Türkei aus operierenden Kräfte außerdem noch einige Dörfer in der Umgebung von Jarabulus unter ihre Kontrolle gebracht, sodass die neue Lagekarte in der Gegend am Nachmittag etwa wie folgt aussah:

Am Abend gab es Berichte, dass ISIS sich auch südlich von Jarabulus komplett vom Eufrat zurückgezogen hat, weswegen auch die YPG/SDF von Manbij aus ein wenig nach Norden gehen konnte und sich da nun von der Türkei unterstützten Jihadis gegenübersieht:

Trotz dieser kleinen Gewinne nördlich von Manbij war der heutige Mittwoch ein rabenschwarzer Tag für die kurdisch geprägten Kräfte unter Führung der YPG, die gestern noch ihren Sieg über die syrische Armee in Hasakah gefeiert hatten. Schließlich hatte die YPG selbst beabsichtigt, Jarabulus unter ihre Kontrolle zu bringen, doch nun sitzen da die Kräfte der mit ihnen im Clinch liegenden Türkei. Sich bewusst, dass sie soeben in Hasakah der syrischen Armee in den Rücken gefallen war, behauptete die YPG am Donnerstag Morgen, die Türkei habe die Offensive auf Jarabulus begonnen, um damit Syrien und Iran im Kampf gegen die YPG – und ihre Schutzmacht USA – zu unterstützen.

Das mag schon stimmen, worauf etwa die Zurückhaltung Irans und Russlands bei der Verurteilung dieser türkischen Verletzung der syrischen Souveränität hindeutet. Doch diese Ansicht blendet aus, dass auch die USA die Türkei bei der Offensive zur Eroberung von Jarabulus unterstützt haben. Und am Nachmittag gab es dazu bei dem Besuch von US-Vizepräsident Joe Biden noch eine richtig dicke Backpfeife von den USA für die YPG. Joe Biden erklärte sich solidarisch mit der Türkei und erklärte, dass ein nordsyrischer Kurdenstaat inakzeptabel für die USA sei. Joe Biden trieb es dann noch auf die Spitze, indem er von der YPG ultimativ verlangte, sich aus sämtlichen in den letzten Monaten mit US-Unterstützung von ISIS eroberten Gebieten westlich des Eufrat zurückzuziehen auf die östliche Seite des Eufrat, und der YPG im Fall von Ungehorsam als Strafe androhte, ihr sämtliche US-Unterstützung zu entziehen. Der YPG, die sich mit ihrer Unterstützung der Attacke von Asayish-Kräften auf die syrische Armee und ihrer Partner in Hasakah völlig von den USA abhängig gemacht hat, blieb nichts anderes übrig, als umgehend zu erklären, dem Wunsch der USA nachkommen zu wollen – und das, obwohl die YPG bei ihrer mit US-Unterstützung geführten Offensive auf Manbij Verluste im dreistelligen Bereich hatte und der Rückzug auf das östliche Ufer des Eufrat das vorläufige Ende ihres Traums von einem zusammenhängenden kurdisch kontrollierten Gebiet von Kobane bis Afrin bedeutet.

Die Motivlage der USA für diese Forderung gegen ihre kurdischen Schützlinge ist vordergründig, dass sie damit versuchen will, ihre Allianz mit ihrem NATO-Partner Türkei zu retten, die sowohl durch den Putschversuch in der Türkei als auch durch die US-Unterstützung für die YPG schweren Schaden genommen hat. Von der Türkei vor die Entscheidung gestellt, ob die USA lieber die YPG oder die Türkei als geopolitischen Partner in Westasien möchten, blieb den USA demnach keine andere Wahl als sich auf die Seite der Türkei zu stellen. Im Hintergrund könnte es aber durchaus auch eine Rolle gespielt haben, dass das US-Militär von seinen Schützlingen in Syrien seit einiger Zeit fordert, ausschließlich gegen ISIS, Al Kaida und andere Terroristen und nicht gegen die syrische Armee und ihre Partner zu kämpfen. Mit der Attacke auf die syrische Armee hat die YPG gegen diese US-Forderung verstoßen und damit durch Bruch russisch-amerikanischer Vereinbarung zur Dekonfliktierung die Gefahr heraufbeschworen, dass aus dem Kampf gegen den ISIS-Terror ein von den USA nicht gewollter heißer Konflikt zwischen den USA und Russland wird. Dieser Überlegung folgend bekommt die YPG nun für ihre Rücksichtslosigkeit, in Hasakah eigenmächtig einen US-unterstützten Krieg gegen Damaskus, und den Mächten hinter Damaskus, also insbesondere Teheran und Moskau, anzuzetteln, nun westlich des Eufrat eine derbe Ohrfeige von den USA.

Wie dem auch sei, um sich der US-Forderung nach einem Rückzug aus dem Gebiet westlich des Eufrat erfolgsversprechend widersetzen zu können, bräuchte die YPG nun ganz dringend massive Unterstützung von Damaskus, Teheran und Moskau. Dass diese Unterstützung nicht kommt, hat sich die YPG mit ihrem Krieg gegen die syrische Armee in Hasakah jedenfalls selbst zuzuschreiben. Abzuwarten bleibt freilich noch, ob die Ohrfeigen für die YPG Wirkung in der Art zeigen, dass bei der YPG ein Umdenken einsetzt, und sie erkennt, dass es ohne die Unterstützung von Damaskus, Teheran und Moskau überhaupt kein kurdisches Autonomiegebiet in Nordsyrien geben wird, und Attacken der YPG auf die syrische Armee deshalb ein Schuss ins eigene Knie sind.

Für die syrische Armee ist die jüngste Entwicklung in Jarabulus nicht negativ, denn sie verheißt, dass Terroristen und ihre Unterstützer sich untereinander streiten anstatt geeint gegen die syrische Armee zu kämpfen. Die syrische Armee nutzte die Fokussierung der Türkei auf Jarablus denn auch dazu aus, um in und um Aleppo kräftig weiter von der Türkei unterstützte Terroristen unter Führung von Al Kaida zu eliminieren, und damit dem Ziel, in der als kriegsentscheidend angesehenen Schlacht um Aleppo siegreich zu sein, wieder einen Schritt näher zu kommen.

Nachtrag 23:00h: Letzten Informationen zufolge will sich die YPG nun doch weigern, sich aus dem Gebiet westlich des Eufrat zurückzuziehen. Damit liegt die YPG nun offensichtlich mit den USA über Kreuz. Es dürfte spannend werden, zu sehen, wie die USA mit den sich einander ausschließenden Wünschen der Türkei und der YPG umgehen werden. Das dürfte ein schwieriger Eiertanz für die USA werden, bei dem die USA am Ende sowohl die Türkei als auch die YPG als Verbündete verlieren könnten.

Nachtrag 23:20h: Berichten zufolge ist es südlich von Jarabulus am Abend bereits zu ersten Gefechten zwischen von der Türkei und den USA unterstützten Jihadisten und den – zumindest bis gestern – von den USA unterstützten kurdisch geprägten SDF/YPG-Kräften gekommen.

Nachtrag 01:30h: Die türkische Armee setzt als Speerspitze ihrer – selbstverständlich völkerrechtswidrigen – Jihadi-Offensive gegen ISIS und die bis gestern von der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft unterstützten syrischen Kurden übrigens insbesondere etwa ein Dutzend Leopard-Panzer aus Deutschland ein.

22 Gedanken zu “ISIS übergibt Jarabulus an türkische Lakaien

  1. Das Fell des Bären

    Die Türkei ging durchaus erhebliche Nachteile ein um die Terroristen in Syrien zu unterstützen, zahlreiche Flüchtlinge, ein Machtvakuum in dem sich kurdische Nationalisten sammeln und aufbauen konnten und die wieder zur Türkei einsickern könnten, keinerlei Handel mit Syrien und schlechtere Beziehungen zum Iran.

    Das alles wegen ein paar Dollar aus Saudi Arabien und vielleicht ein hinter vorgehaltener Hand gegebenes Lob von den USA?

    Nein, ich glaube die türkische Regierung will wieder ein Stück von Syrien abschneiden (zahlreiche graue Wölfe und turkmenische Gruppen kämpfen ja auch schon seit längerem in Syrien) und einsacken und genau das sehen wir jetzt. Warum sollte sich die staatliche türkische Macht aus den in Syrien besetzten Gebieten zurückziehen? Militärisch werden weder die Kurden, der Iran noch die SAA der türkischen Armee Paroli bieten können. Und mit der Bevölkerung in dem besetzten Gebiet werden die Türken schon zurecht kommen ggf. wie 1938.

    1. Ein paar Kilometer Grenzgebiet sind vielleicht Verhandlungsmasse. Aber grundsätzlich hat sich meiner Meinung nach die Situation geändert. Seit Tagen betont die türkische Regierung ihre Gemeinsamkeiten mit der syrischen Regierung: Integrität der Staatsgebilde. Und das nicht zufällig. Wenn man den Diplomatensprech übersetzt, lautet der Deal: die russische Regierung (und das ist die, die für eine Neuordnung im Nahen Osten die wirklich entscheidende ist, auch wenn man der US-Regierung zur Gesichtwahrung zugesteht, mitreden zu dürfen) sorgt dafür, dass die syrischen Kurden die Grenzen der Türkei respektieren (also kein eigener Staat, der auch eine Sogwirkung auf die türkischen Kurden hätte) dafür, dass die Türkei keine größeren Gebietsansprüche in Syrien stellt. Die derzeitige Situation in Jarabulus – obwohl klar völkerrechtswidrig – wird von Moskau abgenickt worden sein, um den kurdischen Milizen in Syrien mal eine Lektion zu erteilen. Ich gehe aber davon aus, dass es keine Erlaubnis aus Moskau gibt, wesentlich weiter vorzurücken. Dabei gehe ich davon aus, dass die russische Regierung die Aktion mit einem Anruf hätte unterbinden können. Denn geostrategisch hat die Türkei nur noch die Option, sich an die Russischen Föderation anzunähern – das Verhältnis zu den USA ist so vergiftet, dass da keine kooperative Zusammenarbeit mehr zustande kommt – man arbeitet nur noch wie ein zerstrittenes Ehepaar widerwillig zusammen, weil man eben gemeinsam in der NATO ist. Daher kann es sich die türkische Regierung nicht leisten, gegen den Willen der russischen Regierung zu handeln. Wenn sie es tun würde, gäbe es nach ein paar ernsthaften Ermahnungen wieder Wirtschaftssanktionen, Tourismusboykott, Gaspipeline auf Eis gelegt – ich glaube, die türkische Regierung hat verstanden, wo der Hammer hängt.

      Möglicherweise gibt es eine Absprache, die der Türkei einen Sicherheitskorridor zwischen den syrisch-kurdischen und den türkisch-kurdischen Gebieten zugesteht. Das bedeutet aber keineswegs, dass die Türkei darüber hinausgehende Forderungen stellen kann und in Syrien machen kann, was sie will. Vom politischen Kräfteverhältnis her kann sie derzeit keine Forderungen stellen.

      1. @Matthias
        „Wenn man den Diplomatensprech übersetzt, lautet der Deal:“ ….
        „das Verhältnis zu den USA ist so vergiftet……“
        „Möglicherweise gibt es eine Absprache, die der Türkei…“

        alles nur Wunschdenken.

        Dieser Plan ist in WDC ersonnen. Die Russen schlucken ihn jetzt. Könnte sein weil sie die „Kontrolle bzw Einfluss“ über die Kurden verloren haben. Das ist die optimistische Betrachtung.

        oder weil sie keinen 3ten WK wollen
        oder Zeit gewinnen wollen

        oder wie das Parteibuch hier sagt

        „Für die syrische Armee ist die jüngste Entwicklung in Jarabulus nicht negativ, denn sie verheißt, dass Terroristen und ihre Unterstützer sich untereinander streiten anstatt geeint gegen die syrische Armee zu kämpfen“

        Wir haben die beste INFO quelle die es gibt für Syrien. – 20:00 die HD Propagandashow

        läuft was nicht wie geplant,
        tröten Göppels HD Enkel – „Fassbomben, Regime, Giftgas, das letzte Krankenhaus …“. Wr bekommen tote Kinder zu sehen.

        wenn alles gut ist und im Plan des WDC,
        gibt es keine Nachrichten oder schöne friedliche Bilder, so wie diesmal , „massen von Panzer, auf frisch geernteten Feldern“ – „so idyllisch dort, da gibt es die schönsten Jungfrauen „

      2. Das sehe ich einiges anders. Die Türkei hat überhaupt keine Wahl sich wirtschaftlich nur nach Russland zu orientieren da sind die USA und deren Blockpfeifen (unter anderem Deutschland) viel zu wichtig.

        Militärisch wird es keinen UN Sicherheitsratsbeschluss geben das die Türken Syrien wieder verlassen müssen wenn die USA dies nicht ebenfalls unterstützen.

        Und wegen ein paar tausend Araber und Turkmenen die nach einer türkischen Säuberung in dem Gebiet verbleiben würde Russland die Türkei kaum angreifen. Wir haben es doch gesehen nicht nur türkische Unterstützung und türkische Granaten auch ganz offiziell türkische Truppen haben die Grenze nach Syrien passiert und die Russen haben nur zugeschaut.

      3. Nachtrag das die Türkei und Syrien sich einigen würde mich freuen allerdings sagte in dem letzten deutschsprachigen Interview vom 12.8.2016 Erdogan zu Frau Rados das Assad unbedingt weg muss.

        Und Assad sieht sich selbst als jemand der für die Einheit Syriens einsteht.

      4. dirk

        „das die Türkei und Syrien sich einigen würde mich freuen allerdings sagte in dem letzten deutschsprachigen Interview vom 12.8.2016 Erdogan zu Frau Rados das Assad unbedingt weg muss.“

        Die dahinter versteckte große verbal-diplomatische Positionsänderung der Türkei zu Syrien ist, dass die Türkei nun sagt, sie akzeptiere es, wenn Assad Teil des Überganges in Syrien ist.

        http://bigstory.ap.org/article/ef6fa94895854d96abb111ccc11986d0/turkey-assad-can-be-part-transition-syria

        Das bedeutet im Klartext: die Türkei ist nicht mehr kategorisch dagegen, dass Assad einstweilen syrischer Präsident bleibt. Und das „einstweilen“ kann ziemlich lang werden.

        Diese Position lässt sich nämlich später recht einfach erweitern zu „Der Übergang kann leider lang dauern und Assad kann dabei auch noch eine Weile länger Präsident bleiben.“ Und wenn dann mit dem Ende des Überganges auch der Krieg zu Ende ist, dann kann sich die Position nochmal ändern in „wir wünschen uns demokratische Wahlen für Syrien, und wenn Assad dabei antritt und gewinnt, dann wollen es die Syrer offenbar nicht anders.“

  2. Ja ja diese Kurden wieder mal. Sie sollten Richtung Raqqa ziehen aber die wollten einfach nur den Korridor

    Egal jetzt haben die Türken und Amis gezeigt, wie zerstitten sie wirklich sind. Hoffe alle Beteiligten haben es begriffen.

    Pech gehabt, mal sehen ob die unabhängigen Kurden es jetzt raffen wer Freund und Feind ist.

  3. Am Ende wird es noch heißen, die Amis haben den Yinon-Plan vermasselt, weil die ihre Proxies nicht unter Kontrolle halten konnten🙂

  4. Die einzige fortschrittlich-revolutionäre Lösung:

    – Allianz SAA-Kurden-Rußland-Irak-Iran-Hisbollah-(Jemen)
    – friedliche Autonomie-Lösung innerhalb der jeweiligen Staaten für die Kurden
    – Reformen in Syrien, Irak, Libanon (und bald auch Iran)
    – Zerschlagung des türkischen Staates da keine Reform möglich
    – Zerschlagung Saud-Arabiens und der Golf-Diktatur-Staaten (feudalistisch)
    – Entmachtung des Barzani-Clans (feudalistische irakische Kurden, Peshmerga)

    Unsere Aufgabe hier:
    – sozialrevolutionäre antiimperialistische Bewegung (konfessionsübergreifend)
    (USA/NATO/EU/Israel müssen wenigstens etwas in Schach gehalten werden)
    – Einwirken auf Kurden und andere Immmigranten aus o.g. Ländern
    in Hinblick auf den Aufbau der Allianz
    – sowie Kampf gegen Seilschaften wie z.B. Muslimbrüder auch hier und
    andere Seilschaften der gesellschaftlichen/wirtschaftlichen Eliten

    Klingt einfach aber schwierig …..

  5. Hat es der Westen diesmal etwa rechtzeitig gemerkt, dass durch seine militärische Unterstützung einstmalige Freiheitskämpfern irgendwann immer zu Monstern werden? Monster gibt es in der Gegend bereits genügend. Langsam sollte auch den linken Kurden-Romantikern klar werden, dass dieser fiese Stellvertreterkrieg weder ein geeignetes noch ein legitimes Mittel zum Erlangen einer Autonomie ist. Das geplante kurdische Staatsgebilde würde nämlich viele Gebiete umfassen, in denen nicht nur große Anteile anderer Ethnien leben, sondern sogar solche, in denen die Kurden in der Minderheit wären. Damit wären die kommenden Nahostkonflikte vorprogrammiert.

  6. Nun, nichts geschieht zufällig. Kann es sein, dass die Kurden von ihren cleveren Beratern zu dem Schildbürgerstreich in Hasaka angestiftet wurden, damit sie die SAA in der aktuellen Situation eben nicht zu Hilfe rufen können. Das klärt das „Warum“ und „Wieso ausgerechnet jetzt“!

    1. Könnte sein. Karin Leukefeld vermutet in einem aktuellen Interview, dass die USA über die kurdische Autonomieregion im Irak Einfluss genommen haben.

  7. Oder grob gesagt, solch „rosige“ Aussichten gab’s seit Beginn dieses Krieges nicht.

    Die wichtigsten Ballungsgebiete werden langsam aber stetig sicherer, die Terrorfürsten erkennen das sie nicht viel davon haben..

    Ich glaube übrigens auch nicht das die Türkei sich mal eben eine Scheibe Syrien einverleibt- wenns da nicht Absprachen (Russland – Türkei Syrien und Co) gab werd ich katholisch

    Ich sehe hier langfristige Strategien die langsam immer besser greifen.

    Und wie gesagt, verglichen mit der Lage vor ein zwei Jahren..

  8. Leute was ich was ich sehe ist noch mehr Leichen.
    Krieg bis zur vollständigen Erschöpfung aller. Einschließlich der ISIS.

    Gewinner ist USA.

    Gruß Paule

  9. Die Kurden haben sich nun selbst ins Knie geschossen. Die USA haben sie verraten, vermutlich weil sie nicht gleichzeitig Gülen und die Unterstützung der Kurden gegen die Türkei durchbekommen. Die SAA hat es genau richtig gemacht und die Truppen in Hasaka abgezogen. Die Kurden werden nun mittelfristig bei Assad und den Russen zu Kreuze kriechen müssen, denn sie werden nun im Süden vom IS und im Westen von den türkisch gestützten Islamisten Druck kriegen. Für Assad hat sich die Lage damit weiter vorteilhaft entwickelt. Die Kurden werden nun ihr Seperationsbestrebungen aufgeben müssen und sich mit einer autonomen Region innerhalb Syrien zurfrieden geben müssen. Derweil werden weitere Kräfte der islamistischen Rebellengruppen bei den Kurden gebunden.

  10. Versöhnungsvereinbarung in Daraya?
    Erste Konvois sollen schon unterwegs sein.

    Das wäre ein großes Symbol!

    Und auch einige tausend SAA-Kräfte, die frei werden für andere Aktionen; Ghouta zerschneiden, läge nahe, oder sonstwas.

    1. andreas

      Ja, da soll es eine Vereinbarung geben. Die in Daraya noch verbliebenen nicht aufgabewilligen etwa 500 Jihadis sollen wohl nach Idlib transferiert werden, von wo aus sie dann entweder am Kampf um Aleppo teilnehmen und sich eliminieren lassen oder in Richtung Türkei/Deutschland flüchten können.

      Aber bis die Transferbusse mit den Jihadis nicht losgefahren sind, kann der Deal jederzeit noch platzen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.