Syrische Armee ist zurück in Artilleriebasis von Aleppo

Der syrischen Armee und ihren Partnern, insbesondere Hisbollah, ist es am gestrigen Mittwoch mit Unterstützung der russischen Luftwaffe von Nordwesten kommend gelungen, in Teile der vor einigen Tagen von Terroristen unter Führung von Al Kaida eroberten Artilleriebasis Ramouseh im Südwesten von Aleppo vorzudringen.

@PetoLucem hat eine frische Lagekarte dazu gemacht.

Nach den hohen Verlusten in den vergangenen Tagen sieht es nicht mehr so aus, als könnten die Terroristen von Al Kaida und ihre Kumpane ihre Stellungen im Südwesten von Aleppo, die sie zur Unterstützung von – russischen Angaben zufolge – bis zu 8.000 in Aleppo umzingelten Terroristen brauchen, noch lange halten. Terroristen von ISIS haben am Mittwoch versucht, ihre Kumpane von Al Kaida durch eine Attacke auf den Militärflughafen Kweiris von Osten zu entlasten, doch auch das war nicht erfolgreich.

Den von der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ unterstützten Terroristen unter Führung von Al Kaida ist es unterdessen gelungen, zehn Zivilisten in Aleppo zu ermorden.

14 Gedanken zu “Syrische Armee ist zurück in Artilleriebasis von Aleppo

  1. „Dschihadisten abzuwehren syrischen Armee Angriff auf Ramousah Base
    Von Izat Charkatli – 18/08/2016“
    https://www.almasdarnews.com/article/jihadist-repel-syrian-army-attack-ramousah-base/

    Liebes Parteibuch!

    Erstens scheint beim Kopieren deinerseits was schiefgelaufen zu sein, da zweimal der glöeiche Inhalt gesetzt wurde – ich vermute mal, du wolltest Nachtrag reinsetzen.

    Zweitens siehe oben (und nach militarymaps.info von 8 Uhr bei mir): gestriger Regierungs-Angriff/Offensive war leider noch nicht erfolgreich.

    – Konrad Fitz –

  2. Al Karassi ist auch laut militarymaps.info wieder befreit:
    18.08.2016 По данным различных источников, подразделения САА и союзных формирований установили контроль над н.п. Карасси. https://goo.gl/l5oq94

    Ich hffe nun auf Khan Tuman – und sicher nicht nur ich.

    Schwer genug ist es ja für SAA&Allies…

      1. Wie gewonnen, so zerronnen – leider!

        Al Carasso und seit Mittag auch Ameriyah wieder überrannt.

        Schlauer Plan?

      2. Konrad

        Das primäre Ziel der Operationen der SAA und ihrer Partner im Südwesten von Aleppo ist nicht die Rückeroberung von einigen Quadratkilometern Stadtrandgebiet, sondern die Eliminierung möglichst vieler Terroristen, mit möglichst wenig eigenen Verlusten und zivilen Kollateralschäden. Eine Charge Terroristen wurde da eliminiert, dann wurden die Positionen wieder verlassen, sodass die nächste Charge Terroristen da zur Eliminierung antreten konnte. Das wird so wohl solange fortgesetzt werden, bis da keine neue Charge Terroristen mehr zur Eliminierung antritt.

  3. Das Russland nächste Woche einen längeren Waffenstillstand angeboten hat, könnte ja bedeuten, das man die Verbindung zur Innenstadt über den Südosten dann wieder hergestellt sein soll. Damit könnte man die Infrastruktur für Westaleppo in dieser Pause wieder herstellen.
    Das dann die Lebensmittel und Arzneimittel nach Ostaleppo über die sicheren Korridore also über SAA-Gebiete geliefert werden müssen, würde wohl zu einen weiteren Aufschrei bei denen die den Waffenstillstand haben wollen, geben.
    Unklar ab dann die notwendigen Gespräche möglich sind, da ja die UNO die Gespräche verschoben hat. Und ob die, die den längeren Waffenstillstand wollen, sich dann auch daran halten?????

    1. Ich halte das mit dem Waffenstillstand für ein taktisches Angebot. Man geht davon aus, dass Al-Kaida (oder wie die jetzt schon wieder heißen) das sowieso ablehnt und man dadurch den Westen in eine argumentative Klemme bringen kann. Danach kann man in Moskau sagen, ja, wenn ihr nicht mit uns kooperieren wollt, dann ziehen wir eben unseren Plan durch.
      Denn die militärischen Anzeichen deuten in eine andere Richtung:
      – Angriffe mit Langstreckenbombern jetzt von einem iranischen Stützpunkt aus
      – Überflugrechte für Marschflugkörper über den Irak
      – das Kooperationsabkommen zwischen der VR China und Syrien über militärische Zusammenarbeit: neben Unterstützung bei der Ausbildung und dem Üblichen sollen chinesische Einheiten in Syrien trainieren. Nun ja, „üben“ kann man das auch nennen. Ich gehe eher davon aus, dass das der Deckmantel für eine direkte Beteiligung des chinesischen Militärs ist. Also: neue Bodentruppen.
      Zusammengenommen hört sich das für mich an wie: man holt gerade zum finalen Schlag aus.

      1. So funktioniert das leider nicht, Egal wer nicht mitzieht, schuld sind im Westen immer die Russen, genau wie im Donbass.
        Eventuell geht es ja an die syrische Bevölkerung, die ja nicht von Bild-Jihadisten, Welt oder spiegel-Retter oder den anderen Qualitätsmedien verarscht werden.
        Auf alle Fälle nimmt es den Propaganda-Druck. Am Donnerstag war der #Aleppo nur noch orange vom syrischen Rettungswagen…

  4. Es ist beunruhigend zu wissen, dass Russland schon wieder einen Waffenstillstand vereinbart, wo es gerade den Terroristen an den Kragen geht. Verstehe nicht warum man Al Qaida wieder erstarken lassen will, wie lange noch soll die SAA kämpfen? Wie oft soll der Feind reanimiert werden?
    Wenn Aleppo noch dieses Jahr nicht zugunsten der Regierung übergeht, dann wirds Hart mit Hillary diese zu besiegen.

    1. @sanherib
      „Es ist beunruhigend zu wissen, dass Russland schon wieder einen Waffenstillstand vereinbart, …. Al
      Qaida wieder erstarken lassen will ….Wie oft soll der Feind reanimiert werden?“
      Folgende Begründung wäre denkbar:
      Der Waffenstillstand – wenn er kommt – dauert 48 Stunden pro Woche. In der Zeit kann die UNO humanitäre Hilfe leisten. Die UNO-Beamten sehen dann, wie viele Zivilisten im belagerten Gebiet noch sind und Flüchtende können weder zurückgehalten noch beschossen werden. Wenn das Gebiet dann zivilistenfrei ist, dann kann gebombt werden, was das Zeug hergibt. Die Terroristen werden wohl damit beschäftigt sein, ihre Toten zu bergen und zu begraben, um Seuchen vorzubeugen – das ist im Interesse von ganz Aleppo. Wenn dann die Terroristen die Leichenberge sehen, dann geben sie möglicherweise doch auf.

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