Terroristen weniger zahlreich als erwartet zum Angriff auf Aleppo erschienen

Die vom saudischen Al-Kaida-Führer Muhaysni seinen Anhängern versprochene Belohnung in Form der süßesten Jungfrauen im Falle ihres Todes im gegenwärtig laufenden Angriff auf Stellungen der syrischen Armee zur Herstellung einer neuen Nachschubroute für die in der Stadt Aleppo umzingelten Terroristen hat bislang weniger Terroristen als erwartet dazu bewogen, an dem „Großangriff“ teilzunehmen.

Wie ein Reporter der russischen Nachrichtenagentur Anna News am heutigen Montag aus dem Angaben der zionistisch-wahhabtischen Propaganda zufolge kurz zuvor von Terroristen eroberten Bezirk „1070“ im Westen von Aleppo berichtete, sind zur von Al Kaida angeführten großen „Schlacht zur Beendigung der Belagerung“ von Aleppo anstelle der erwarteten 30.000 bis 50.000 Terroristen bislang nur etwa 3.000 bis 5.000 Terroristen erschienen.

Der Bericht von Anna News aus dem nahe der gestern umkämpften Hikmet-Schule gelegenen Randbezirk 1070 zeigt nicht nur, dass die Meldungen der zionistisch-wahhabitischen Propaganda, denen zufolge den Terroristen die Eroberung des Bezirks 1070 gelungen sei, falsch sind, sondern auch, dass die syrische Armee im Bezirk 1070 noch über reichlich Reservekapazitäten verfügt. Einigen Terroristen ist es jedoch gelungen, in einige Teile des Bezirks 1070 einzudringen, weshalb Zivilisten evakuiert werden mussten. Die syrische Armee ist gegenwärtig dabei, die in den Bezirk 1070 und die Hikma-Schule eingedrungenen Terroristen zu eliminieren, und hat sie dazu offenbar zunächst einmal mit einem Flankenmanöver vom Nachschub abgeschnitten.

Auch an der Front nahe der Ortschaft Sabiqiyah einige Kilometer südlich ist es ruhiger als erwartet. Zwar ist der Ort der zionistisch-wahhabitischen Propaganda zufolge am heutigen Montag von Terroristen überrannt worden, doch vor Ort ist davon nichts bekannt, wie das Militärmedienzentrum des Widerstands in einem heutigen Video zeigt.

Ebenso falsch sind syrischen Angaben zufolge Behauptungen, den Terroristen sei es gelungen, in das südlich des Bezirks 1070 gelegene Dorf Mushrifah einzudringen. Ähnliches gilt für die Verbindungsstraße von Aleppo nach Damaskus. Dort berichtete die zionistisch-wahhabitische Propaganda, diese sei bei Khanasser von ISIS-Terroristen aus Solidarität mit ihren in der Stadt Aleppo umzingelten Al-Kaida-Kumpanen angegriffen und blockiert worden, doch ist davon vor Ort nichts bekannt und der Verkehr läuft da normal. Verkehrsbehinderungen durch den häufigen Artillerie-Beschuss der Aleppo attackierenden Terroristen gibt es allerdings auf der Straße vom Flughafen Aleppo in den Westteil der Stadt bei Ramouseh.

Im Norden von Aleppo gelang es der syrischen Armee und ihren Partnern unterdessen, im nahe der bis letzten Donnerstag umkämpften Castello-Straße gelegenen Bezirk Camp Handarat ein Stück weiter voranzukommen.

Die von von der russischen Luftwaffe unterstützte syrische Armee und ihre Partner scheinen bei der Eliminierung der Terroristen südlich und westlich von Aleppo also der zionistisch-wahhabitischen Lügenpropaganda zum Trotz recht gut voranzukommen, auch wenn die Anzahl der bei ihrem gegenwärtigen Angriff eliminierten Terroristen aufgrund ihrem geringer als erwarteten Erscheinen russischen Angaben zufolge erst 800 betragen soll.

Ein Wehrmutstropfen in der ansonsten guten Stimmung in Aleppo ist allerdings, dass es Terroristen am heutigen Montag aus bisher noch nicht geklärten Gründen gelang, über der Provinz Idlib einen von einer humanitären Hilfsmission in Aleppo in die russische Basis nach Latakia heimkehrenden russischen Hubschrauber abzuschießen, wodurch alle fünf in dem Hubschrauber fliegenden russischen Soldaten ihr Leben verloren und ihre Körper, tot oder noch lebendig, von Terroristen geschändet wurden.

38 Gedanken zu “Terroristen weniger zahlreich als erwartet zum Angriff auf Aleppo erschienen

  1. Die Karte von heute Abend sieht ja schon ganz anders aus, zwar haben die Terroristen Gebiet erobert, aber dafür auch ziemlich starke Verluste erlitten, außerdem haben die Elite Einheiten der Republikanischen Garde und die Tiger Forces eine Gegenoffensive gestartet mit starker Russischen Luftunterstützung.
    Ob das barbarische schänden der toten Russischen Soldaten so eine gute „Idee „war, glaube ich ehr nicht das schreit nach Rache, immerhin ist der Hubschrauber über Gebiet der sogenannten „moderaten Kopfabschneider“ geschehen.
    Warten wir mal den morgigen Tag ab, wie die Situation dann ausschaut. ob da von den Eroberungen der Terroristen noch viel übrig ist.
    Ich vertraue da ehr der SAA und ihren Partner und der Russischen Luftwaffe die sich dieses mal voll reinhängt.

      1. Danke Parteibuch.
        Als ich den Kommentar schrieb kannte ich nur die vorige Karte.
        Also kann man sagen viel Rauch um nix, außer riesen Verluste der Terroristen.
        Sie SAA hat dazugelernt und macht die Fehler, die sie früher gemacht hat nicht nochmal, abgerechnet wird zum Schluss und nicht am Anfang einer Offensive.
        Ich freu mich für die SAA und ihre Partner.

  2. Dass die Konteroffensive so erfolgreich verlaufen würde, hätte ich nicht erwartet. Dennoch: Die Anstrengungen einer Konteroffensive sind enorm; warum ist die SAA nicht von Anfang an in der Lage, ein Gebiet wie Hikmat oder das Housing Projekt zu verteidigen?

    Jetzt greifen nach letzten Meldungen auch die Schiiten aus Nobbul/Zahra in die Kämpfe mit ein. Die stille Reserve? Dass sie Kämpfen können, haben sie ja in 2 oder 3 Jahren Belagerung durch Nusra etc bewiesen…

    1. oleander

      „Warum ist die SAA nicht von Anfang an in der Lage, ein Gebiet wie Hikmat oder das Housing Projekt zu verteidigen?“

      Ein vorübergehender Rückzug ist ratsam, um die Terroristen identifizieren zu können. Ohne Rückzug ist ein bewaffneter Terrorist auf ein paar Hundert Meter Entfernung nicht von einem bewaffneten Mann unterscheidbar, der einfach nur sich, seine Familie und sein Hab und Gut gegen Kriminelle verteidigt. Zieht die die Armee sich ein Stück zurück, dann ist das einfach zu unterscheiden: wer als Bewaffneter in das von der Armee gerade vorübergehend verlorene Gebiet einrückt, ist mit ziemlicher Sicherheit ein Terrorist und darf bekämpft werden.

      1. erstmal ganz großes Danke für diese SUPER Arbeit.
        Gestern haben eigentlich alle Kanäle den Untergang vermeldet.
        Nur einer nicht, –> das Parteibuch <– .
        Und es hatte Recht !!!
        SEHR GUTE ARBEIT

        zu
        "Ein vorübergehender Rückzug ist ratsam, um die Terroristen identifizieren zu können. "

        Ich denke das ist die neue "Russenstrategie".
        In der "Schlacht um Ilowajsk" und generell in der Ukraine sind glaube die "meisten" am friendly fire gestorben ( zuviele ). Ich denke in Syrien ist das friendly fire auch ein grosses Problem. Ärger deswegen mit den Iranern und Hisbollah sind eigentlich bekannt.

        denke die Antwort darauf ist jetzt.

        Man sammelt die Kämpfer an definierten Punkten ( ALLE ) wenn die Rebellen Angriffe erfolgen. Das ist der erste Rückzug. Dann können die RAF SAF Artillerie reagieren. Könnte sein die SAA lassen noch paar Leute an der Front für die Zielmarkierung bzw Feuerleitung.

        Ok diese Taktik kann auch schief gehen, siehe Al Is. Aber Menschenleben werden geschont, weniger friend fire Tode.

        zumindest in den letzten Videos sieht man die SAA weniger in Abwehrkämpfen zB im Graben sondern eigentlich immer an solchen Konzentrationspunkten auf den Einsatz wartent.

      2. Danke …

        Nicht Friendly Fire ist das Hauptproblem der Armee, sondern die Unterscheidung zwischen Terroristen und bewaffneten Zivilisten, die sich bloß verteidigen. Dieses Problem wird durch vorübergehende Rückzüge gelöst. Wer in die aufgegebenen Stellungen der Armee nachrückt, gilt als Terrorist.

  3. Wie geht es weiter Parteibuch?

    Gibt es eine Gegenoffensive? Wie ist eure Einschätzung? Der Korrdor ist ja sehr schmal. Ich war gestern total entsetzt über die anfänglichen Erfolgsmeldungen der „ich nenn sie mal Rebellen“!
    Dieses Aleppogebilde „SAA“ mit dem schmalen Korredor Richtung Damaskus ist ja sehr anfällig gegegn Angriffe.
    Nach der einseitigen Waffenpause der SAA ging es ja in den letzten Monaten nur bergab. Ich war sehr positiv überrascht, dass der Ring um Aleppo geschlossen werden konnte

    Ist es denn nicht sinnvoll diesen Korredor zu verbreitern und dagegen die östlichen Gebiete zu vernachlässigen. …..
    Es ist für einen interessierten Laien aber auch nicht sehr einfach das alles einzuordnen,
    Jedenfalls freue ich mich dass der Angriff zurückgeschlagen wurde……Viva SAA….

    1. Lenny

      „Wie geht es weiter Parteibuch?“

      Die syrische Armee wird Stück für Stück ganz Aleppo unter ihre Kontrolle bringen. Das kann zwar etwas dauern, weil sie immer wieder Verhandlungen zum Versöhnen, Kapitulieren und Überlaufen führt, aber am Ende wird die ganze Stadt Aleppo (mit Ausnahme der von der YPG gehaltenen Stadtteile) wieder unter Kontrolle der Armee stehen.

      Möglicherweise wird sich die Armee allerdings zwischendurch gezwungen sehen, von Aleppo eine Offensive gen Südwesten zu starten, um die Blockade von Fua und Kafraya (ca 50km südwestlich von Aleppo) zu brechen, falls die Situation der Einwohner da zu schlecht wird. Ansonsten würde die Armee damit vermutlich eher warten, bis die YPG soweit ist, von Afrin nach Jisr Shughur vorzustoßen, wodurch in dem Gebiet eine Anti-Terror-Operation mit multiplen Achsen entstünde, was das Vorankommen einfacher machen dürfte.

      Die (schmale) Versorgungsroute von Homs durch die Wüste nach Aleppo zu verbreitern ist kein dringliches Problem, die läuft seit drei Jahren gut. Dringlicher wäre es, etwas durch Anlegen eines Sicherheitsgürtels dafür zu sorgen, dass der mörderische Beschuss von Aleppo durch Terroristen aufhört, und dafür zu sorgen, dass Aleppo wieder regelmäßig fließend Strom und Wasser hat, wozu die entsprechende Infrastruktur, von der Teile unter Kontrolle von Terroristen stehen, unter Kontrolle gebracht, reparariert und/oder neu gebaut werden muss.

  4. Gibt es überhaupt eine verlässliche Größenordnung, wie viele Terroristen noch in Aleppo seien könnten? 30-50.000 sind doch eine gewaltige Menge.

    1. Hans

      Siehe unseren Beitrag: „Rebellen“ hindern Menschen im eingeschlossenen Ostteil Aleppos an der Flucht

      https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/07/30/rebellen-hindern-menschen-im-eingeschlossenen-ostteil-aleppos-an-der-flucht/

      Da beschäftigen wir uns ja ausführlich mit der Frage, wie viele Menschen wohl noch in den Terroristengebieten von Aleppo sind, und da sind wir zu dem Ergebnis gekommen, wahrscheinlich 30-50k, die allermeisten davon Terroristen oder bewaffnete Regierungsgegner, und nur einige wenige Zivilisten. Verlässlich ist das aber nicht. Es könnten inzwischen auch viel weniger sein.

      Interessant finde ich etwa die Videos von der „großen“ Demonstration gegen die Umzingelung am Sonntag in den Terroristengebieten von Aleppo.

      Ich würde sagen, die Terroristen haben da bei ihrer über Tage beworbenen „Großdemo“ gerade mal 200 bis 300 Demonstranten, davon vielleicht 20 Frauen und 50 Kinder, vorzeigen können, die dann durch nahezu leere Straßen gelaufen sind. Klar, viele Terroristen waren an den Fronten schwer beschäftigt und konnten deshalb nicht demonstrieren, aber die „Großdemo“ war trotzdem sehr, sehr klein, und die Straßen waren sichtbar sehr, sehr leer.

  5. Es gibt Gerüchte, dass Camp Handarat vollständig befreit worden sei.

    Schauen wir mal, ob die sich verdichten und bestätigen.

    1. Liebe Parteibuch
      Handarat ist noch fest in Islamistischen Händen. Sogar Mosche welche nah an Front Linie liegt ist noch unter Islamisten.
      Islamisten melden in letzte Stunde viele Wünsch Vorstellungen. Angeblich halten sich in Komplex 1070 immer noch. Sie blabern von 6 Phasen ihre Ofensive. Laut ihren Quellen haben sie 12 000 Islamisten für diese Operation vorbereitet.
      Angeblich heute versuchen sie wieder Artelerie Schule einzunehmen. Diese Woche werde entscheidend sein, ob Krieg bald endet oder geht in Unendlichkeit.

      1. Nun ja.
        Im Stadtteil Ramouse haben die Banden es mal wieder geschafft einen Tunnel unter eine Kaserne zu graben und sie in die Luft zu sprengen.
        Das ist ja nicht das ersten Mal.

        Wie ist es möglich das die Armee und die Dienste so schlafen und nicht merken wie hunderte Meter lange Tunnel gegraben werden.
        Da muß die Erde irgendwo raus.
        Da herrscht Betriebsamkeit und das geht auch nicht ohne Geräusche vor sich (es gibt mit Sicherheit Geräte die solche Geräusche registrieren – aber man sitzt lieber in der Kaserne und trinkt Tee und wundert sich dann.
        Noch vor ein paar Tagen befürchten mitdenkende Kommentatoren dass eine Tunnelbombe unter eben dieser Kaserne hochgehen könne (bot sich bei einem Blick auf die Karte einfach an) – aber man schläft lieber und trinkt Tee und denkt um Allahs Willen bloß nicht darüber nach was der Gegner wohl anstellen könnte um dann schlagartig geweckt zu werden.
        Lernen die denn nie!?

      2. Hanno

        Tunnel mit Technik wie Sensoren usw zu entdecken ist extrem schwierig. Das bekommen z.B. die Israelis beim Gaza-Streifen trotz all ihrer modernsten US-Technik regelmäßig auch nicht hin.

  6. Hallo leute erst mal vielen dank für euren „job“ ihr seit für mich die hauptinformationsquelle in sachen syrien (allabendlich einmal southfront).
    es ist schön einen kompass zu haben -auch etwas pessimistische lesermeinungen (begründet oder unbegründet) runden das lagebild ab.
    und dazu hätte ich mal eine frage. kann es sein das die operation aleppo zum jetzigen zeitpunkt der saa von den islamfaschos AUFGEZWUNGEN wurde? bzw eine eigendynamik entwickelte. denn zunächst konzentrierte man sich ja hauptsächlich auf den „is“/nusra/turkmenen und das gebiet ghouta? also die (weitere) sicherung damaskus. wie bekannt ist wird die kusnezow (im herbst) vor die syrische küste verlegt dies bedeutet (mindestens) eine verdopplung? der russischen Angriffskapazitäten! sind die halsabschneider dadurch (und der situation türkei) in zugzwang geraten und haben diese „entscheidungsschlachten“ der saa ZU FRÜH aufgedrängt???

    1. netmod2013

      Aufgezwungen haben die Terroristen der Armee diese Aleppo-Operation, indem sie sich auch nach den Siegen der Armee im letzten Herbst und Winter völlig unwillig gezeigt haben, einen Waffenstillstand zu halten und stattdessen die zivilen Stadtgebiete von Aleppo immer heftiger beschossen haben.

      Spätestens Anfang Juni, wo sich die Verteidigungsminister von Syrien, Russland und Iran in Teheran zu einer wichtigen Besprechung getroffen haben, dürfte deshalb die militärische Befreiung von ALeppo beschlossen worden sein, die gegenwärtig zu beobachten ist.

      1. Wenn Bewohner täglich beschossen werden, fragt man sich irgendwann, warum die Schutzmacht nichts unternimmt.
        Den Feldherren in Moskau und Teharan dürfte etwas anderes nicht gefallen haben. Die ständigen Nadelstiche sowohl von ISIS als auch den gemäßigten Terroristen führte dazu, das die Truppen ständig reagierten. Truppenverlegungen um Löscher zu stopfen, waren Gang und Gebe. Die SAA musste wieder selbst agieren und dazu hat man wohl diesen Plan auf den Tisch gelegt, den die SAA jetzt professionell durchführt. Das es nach der Blockade zu einer Art Aufbrechversuch kommen musste, ist wohl Teil des Planes. Das der Gegner dann auch noch das macht, was die SAA wollte, wohl eher Glück.
        Das man von einer Entscheidungsschlacht redet, ist wohl übertrieben. Die Große Frage ist wohl, wie stark wurden die Kräfte an anderen Fronten geschwächt und können das die regionalen Truppen nutzen und wollen die das? Viel wichtiger ist wohl die moralische Wirkung: Feldplanmäßig eine Belagerung aufgebaut und jeder Versuch das zu verhindern zum Scheitern verurteilt. Und dann hat die eigene Führung der Terroristen die eigenen Leute in eine Falle geschickt, wo jeder 5te ins Gras gebissen hat. Und auch die Leute vom Handarat Camp sind nicht unbesiegbar.
        Aber die Terroristen beherrschen immer noch weite Teile und Gleichzeitig gegen ISIS und Terroristen zu kämpfen ist wohl auch für die SAA zu viel. Und die YPG dürfte Interesse dran haben, so lange Erdogan im eigenen Land beschäftigt ist, an der Türkischen Grenze Fakten zu schaffen. (ich vergaß, es gibt keine Absprachen zwischen YPG und SAA). Deshalb wird es wohl Ende August ein Waffenstillstandsabkommen geben, was viele SAA-Fans der SAA übel nehmen werden, weil jetzt die Terroristen wieder Zeit haben die mächtigen Lücken zu schließen. Bis Ende des Monats ist Zeit, vielleicht geht ja der Plan nach weiter??? Idlib????

    2. Eine Anmerkung zur „Admiral Kusnezow“: Ich habe länger gerätselt, was dieser Einsatz soll. Eine solche Operationsbasis würde Sinn machen, wenn man eine Küste angreifen will, aber keine Landbasis in der Nähe hat. Die russische Luftwaffe kann den Flughafen bei Latakia nutzen, und wenn sie wollte, sicher auch weitere syrische Militärbasen. Von Land aus zu operieren ist immer wesentlich angenehmer als von einem Flugzeugträger/Flugdeckträger aus. Denn an Land hat man genug Platz um Waffen und Betriebsstoffe zu lagern, Personal unterzubringen, die Versorgung des Personals ist billiger und vor allem können die Flugzeuge wegen der längeren Startbahn eine höhere Waffenlast mitführen. Außerdem ist das Risiko von Unfällen bei Start und Landung wesentlich geringer. Deswegen und da die Küste von Syrien überwiegend in loyalistischer Hand ist, macht meines Erachtens ein Flugzeigträger vor der Küste von Syrien für Angriffe in Syrien keinen Sinn. Zu einer Verdoppelung der Kapazitäten bräuchte die russische Luftwaffe nur mehr Flugzeuge nach Syrien verlegen – es waren ja auch schon einmal wesentlich mehr als zum jetzigen Zeitpunkt.
      Und es ist auch nicht abzusehen, dass der an Land verwendete Flughafen vielleicht von Terroristen überrannt wird (und man eine Ausweichmöglichkeit bräuchte).
      Meine ursprüngliche Vermutung war, dass man sich damit vielleicht auf eine Eskalation in Libyen vorbereitet. Dort stehen keine Flugplätze an Land zur Verfügung (außer vielleicht ägyptische Militärflughäfen), so dass ein Flugzeugträger Sinn macht.
      Seit dem versuchten Militärputsch in der Türkei wird mir allerdings zunehmend klarer, wozu der Einsatz gedacht ist: für den Fall einer militärische Eskalation der USA gegen die Türkei. Die Türkei vollzieht gerade eine geopolitische Wende, weg von USA, Europa und Nato, hin zu Russland, Iran und China.Für die USA steht damit viel auf dem Spiel: ohne den Stützpunkt Incirlik ist das reibungslose Funktionieren der globale Militärmaschinerie der USA ernsthaft gefärdet. Und ohne die Türkei als Bündnispartner wird der Einfluss der USA im Nahen Osten langfristig stark geschwächt. Um das zu verhindert, wurden bereits „Maßnahmen“ eingeleitet:
      1. Als Warnschuss: der Anschlag auf den Istanbuler Flughafen.
      2. Da Erdogan sich davon nicht hat beeindrucken lassen, der Versuch eines Militärputsches. (Das sehe ich als Plan A).
      3. Plan B, eine zweite Welle eines Putsches wird durch die radikale Aufräumaktion in der Türkei von Tag zu Tag weniger wahrscheinlich.
      Bleiben die Pläne C und D:
      Plan C: Wirtschaftskrieg gegen die Türkei – das wird mit Sicherheit kommen
      Plan D: eine offene militärische Aktion gegen die Türkei. Und damit macht der Einsatz eines Flugzeugträgers richtig Sinn und rechtfertigt auch den hohen Aufwand: um einen vorgelagerten Posten im Mittelmeer zu haben, um die US-Marine von den Küsten der Türkei fernzuhalten.

      1. @Matthias

        https://de.wikipedia.org/wiki/Admiral_Kusnezow#Einsatzprofil
        lies dir mal das Einsatzprofile der Kusnezow durch.

        „….Ihre Kampfflugzeuge dienten dem Schutz der Flotte gegen feindliche Flugzeuge. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden zusätzliche Systeme installiert, um auch andere Aufgaben wahrnehmen zu können. Dennoch gilt die Verteidigung gegen feindliche Flugzeuge und Schiffe weiterhin als Hauptaufgabe der Kusnezow…..“

        Die ist nicht ein Flugzeugträger wie die Amis so haben,
        sondern für ganz andere Zwecke da.

        1 Def.Flugzeugträger

      2. Matthias

        Der russische Flotteneinsatz im östlichen Mittelmeer, einschließlich Admiral Kusnezow, ist vornehmlich eine vorgelagerte Küstenverteidigung und dient dazu, dabei zu helfen, dass kein anderer Staat Syrien von See aus mit der Flotte angreifen kann. Ein seegestützter Krieg – wie gegen Libyen 2011 – geht deshalb für die NATO gegen Syrien nicht so ohne weiteres.

  7. Es sieht so aus, dass Islamisten aus Aleppo haben auch Kräfte gesammelt um ein Ausbruch zu wagen? Es kommen schwere Momente für SAA.

    1. Zgvaca

      Wenn es stimmt, dass die in Aleppo eingeschlossenen Terroristen eine große Offensive versuchen, wäre keine ganz schlechte Nachricht.

      Verlieren sie bei der Offensive, wovon auszugehen ist, könnte ganz Aleppo danach nämlich im Gegenzug von der syrischen Armee komplett befreit werden.

      1. Würde es Sinn machen, das Gebiet der umzingelten Mörderbanden zu teilen? So könnte man doch einer größeren Offensive der eingeschlossenen Kopfabschneider entgegenwirken?

      2. RussianMuslim

        „Würde es Sinn machen, das Gebiet der umzingelten Mörderbanden zu teilen?“

        Ja, das unter Kontrolle zu nehmende umzingelte Gebiet zu teilen ist beim Ausräumen von Taschen klassische Militärtaktik. So kann die umzingelnde Kraft die Umzingelten mit einem jeweils maximalen Überzahlverhältnis nacheinander angehen. Die schlauchförmige Geografie des Terroristengebietes bietet ein Zerhacken des Gebietes in mehrere Teile obendrein geradezu an.

        Beim Terroristengebiet der Stadt Aleppo würde es sich für die syrische Armee meiner Meinung nach anbieten, eine Teilung des Terroristengebietes entlang der Flughafenstraße oder vom Flughafen durch Marja zur Zitadelle zu erzwingen. Das sollte nichte allzu schwierig sein, und auch beides gleichzeitig müsste möglich sein, wobei dann das Gebiet zwischen Marja und Flughafenstraße der teilende Sperrgürtel wäre.

  8. Es ist immer wieder sehr gut, sich hier beim „Parteibuch“ zu informieren, um eine Orientierung zu haben. Nun hat nämlich gerade ein Herr Sydow von „Spiegel Online“ den unglaublichen Artikel „Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung“ im Internet publiziert, der von Lesern ohne andere Informationen vermutlich sogar geglaubt wird. Wobei uns doch schon der ganz normale Verstand, der Menschenverstand, sagt, dass diese Personen und Gruppen Verbrecher sind, weil sie uns ja auch hier in Europa gerne umbringen, abknallen, in die Luft sprengen.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-die-islamisten-sind-aleppos-letzte-hoffnung-a-1105806.html

  9. Sieht meiner Meinung nach nicht wirklich gut in Aleppo aus ;(… oder wie sieht das; das Parteibuch und andere „conaisseurs“….

    1. Also in Aleppo ziehen die Terroristen alle Truppen zusammen. Das klinkt Furcht einflößend. Auch werden wohl (auf beiden Seiten) einige Karten so manipuliert, das es günstiger für ein Brechen der Belagerung aussieht. Während die einen die Ratten aus Ihren Löchern holen wollen, damit man mehr Kämpfer hat, macht es die anderen Seite um die Ratten abschießen zu können.
      Versucht man diesen Faktor raus zu filtern, sieht die Lage so schlecht nicht aus. Von einem bevorstehenden Durchbruch kann wohl nicht die Rede sein.
      In wie weit eine Zunahme der Frontlänge Probleme machen könnte, hängt in 1. Linie von der Stärke der SAA-Einheiten ab, nur wird man dazu keine Angaben finden.
      Da sowieso viele Falschmeldungen im Netz sind, sollte man wohl am Besten das Thema bis Freitag links liegen lassen.

  10. Ich wünsch Syrien viel Glück. Ich hoffe, dass es Assad mithilfe Russlands schafft, das Land wieder zu begrüßen. Seit es losging beobachtete ich den Konflikt. Auch die Entwicklung in der westlichen Propaganda. Gerade die ersten Jahre war es unglaublich schwer, sich in Kommentarspalten gegen, den „böser, böser, Assad“-Mainstream durchzusetzen. Man wurde gesperrt, als Faschist bezeichnet, der einen Schlächter fördere (gerade auf linken Outlets, wie der taz). Dann war es schon mal soweit, dass die syrische Armee Oberwasser bekam. Einige Terroristen begannen das Handtuch zu werfen. Dann, wie aus dem Nichts kam ISIS…welch ein Zufall? In einer Nacht und Nebelaktion krochen “ vorher unbekannte Krieger in Scharen wie aus Erdlöchern, mit Amipanzern und Raketenwerfer, und marschierten ganz easy vom Irak nach Syrien. Nun hoffe ich, da Russland Syrien nicht nur mehr indirekt, sondern direkt unterstützt, dass sich die Syrer durchsetzen werden und der Hölle auf Erden, die ihnen bereitet wurde, irgendwann entkommen. Assad war in einer Rede ans Volk einst schon zuversichtlich: das (Syrien gemeint) sei ihr letztes Spiel in der Verschwörung und sie würden verlieren…. siehe am Ende https://m.youtube.com/watch?v=kZyqJnaOQa8

    Das Parteibuch war all die Jahre immer nah dran am Geschehen und sortierte zwischen den Propagandafronten aus. Das ist eine Arbeit die man hoch schätzen muss, denn man benötigt den richtigen Riecher, Erfahrung, politische Bildung Textverständnis und natürlich viel Zeit. Da ich die Zeit zur Zeit nicht habe, sich alles schnell wandelt, man schnell aus der Sache raus ist, nutze ich gern das Parteibuch. All die Jahre hatte ich manchmal ein schlechtes Gefühl. Wir leben hier im Goldenen Käfig, Menschen in Syrien in der Hölle. Manchmal dachte ich: „fahr hin, tu was dort“. Wenigstens meinen Mitmenschen versuche ich eine andere Seite des Konflikts zu zeigen. Und das kann harte Diskussionen und Anfeindungen nach sich ziehen. Bis zur Kündigung der Freundschaft, passiert… Aber sonst könnte ich mein Gewissen nicht erleichtern. Aber selbst im Mainstream (auf Kommentarseite) Tat sich Einiges. GEZ-Staatspropaganda ist natürlich, oder leider, immer noch die Hauptströmung.

    Wie ich finde, ein noch sehr guter Blog, auf dem ich auch immer mal reinschaue, leider zu wenig besucht
    https://syria360.wordpress.com/

  11. Ich wollte mich auch mal bedanken, klasse Informationsquelle hier.
    Tagesschau ertrage ich nicht mehr, die machen aus kopfabschneider und Leichenschänder freundliche Rebellen und sind nur am hetzen gegen Russland.
    Hier in Deutschland werden sie Terroristen genannt, in Syrien Rebellen. Ich hoffe die Syrische Armee siegt über diese Mörderbanden.

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