Hillary Clinton rutscht ab

Zu Beginn des Nominierungsparteitages der Demokraten steckt Hillary Clinton in den bisher größten Schwierigkeiten ihrer Präsidentschaftskampagne 2016.

Nach der Einstellung der Ermittlungen wegen Geheimnisbruchs mit ihrem privaten E-Mailserver durch das US-Justizministerium nach einer entsprechenden Empfehlung des FBI sah es beinahe so aus, als würde Israels Darling Hillary Clinton gegen den republikanischen Außenseiter Donald Trump in lockerem Gleitflug zur Präsidentschaft kommen können. In nationalen Umfragen lag Clinton im Schnitt rund fünf Prozent vor Trump, in den Swingstaaten sah die Situation ähnlich gut für Clinton aus, während wesentliche Vorwahlgegner dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump offen die Gefolgschaftschaft verweigern gab ihr Vorwahlgegenkandidat Bernie Sanders nach seiner Niederlage eine offizielle Wahlempfehlung für Hillary Clinton ab, während Trump sich mit dem Spendensammeln schwer tut sprudeln Spendengelder für sie und beinahe alle wichtigen Medien unterstützen sie offen gegen Trump.

Kaum zwei Wochen ist das her, wo die Lage für Clinton so rosig aussah, doch heute sieht die Welt für Clinton ganz anders aus. Jüngere nationale Umfragen sehen Donald Trump nun im Schnitt nahezu gleichauf mit Hillary Clinton. Im nationalen Huffpo-Aggregator hat Clinton nun nur noch 0,7% Vorsprung auf Trump:

Real Clear Politics sieht im Durchschnitt beim Trump-Clinton-Vergleich gegenwärtig sogar Trump knapp vor Clinton:

Erklärbar ist der Gleichzug von Trump sowohl damit, dass Trump stärker wird, als auch damit, dass Clinton schwächer wird. Trumps Auswahl des Governeurs von Indiana, Mike Pence, als seinen Vizepräsidentschaftskandidaten lässt den Anti-Establishmentkandidaten Trump nun offenbar auch für Wähler wählbar erscheinen, die ihn vorher partout nicht wählen wollten, während Trumps bisherige Anhängerschaft an der Auswahl nicht negativ Anstoß nimmt, und insgesamt war wohl auch der republikanische Nominierungsparteitag für Trump trotz kleinerer Pannen ein Erfolg, der ihm zusätzliche Wähler bringt. Hillary Clinton scheint hingegen der von ihr ausgewählte Vizepräsidentschaftskandidat Tim Kaine auf die Füße zu fallen. Neue Wählerschichten erschließt Hillary Clinton mit ihrem „zentristischen“ Vize nicht, während die teilweise weit links stehenden und auf Veränderungen hoffenden Anhänger von Bernie Sanders sich durch CLintons biedere Entscheidung für Tim Kaine eher noch weiter von der Establishment-Kandidatin Clinton zu entfremden scheinen. Obendrein könnte auch der Freispruch zweiter Klasse durch das FBI, das zwar keine Anklage gegen Hillary Clinton forderte, ihr jedoch trotzdem öffentlich einen extrem verantwortungslosen Umgang mit geheimen Informationen bescheinigte, sie Sympathien von Wählern gekostet haben.

Natürlich bedeuten ein paar nationale Umfragen, die Trump vor Clinton sehen, noch längst nicht, dass Trump gewinnt. US-Präsideent wird nicht, wer die meisten Stimmen von der Bevölkerung bekommt, sondern wer 270 Wahlmännerstimmen aus den Bundesstaaten auf sich vereint, die im Alles-oder-Nichts-Verfahren gewählt werden. Deshalb kommt es auf die Swing-Staaten an, und da liegt Clinton in Umfragen insbesondere in den wichtigen Swing-Staaten des Rostgürtels im Schnitt jeweils etwa zwei bis drei Prozent vor Trump. Außerdem stehen in vielen Bundesstaaten nicht nur Trump und Clinton auf dem Wahlzettel, sondern auch noch Jill Stein von den Grünen und der libertäre Gary Johnson, die, auch wenn sie nur wenige Stimmen bekommen, damit zum Zünglein an der Waage zwischen Trump und Clinton werden können. Außerdem ist die Wahl noch über drei Monate hin, weshalb bis zur Wahl noch viel passieren kann. Und schließlich weisen Unterstützer von Clinton zutreffend daraufhin, dass Nominierungsparteitage dazu da sind, um ihren Kandidaten jeweils einen Aufschwung zu geben, und die jüngsten Umfragen in der Zeit entstanden sind, wo Trump den Aufschwung von seinen Nominierungsparteitag gerade bekommen hat, Clintons Nominierungsparteitag, von dem sie einen Aufschwung bekommen soll, jedoch noch nicht zu Ende ist.

Doch Clintons Nominierungsparteitag läuft bislang nicht gut für sie. Während Trumps Vorwahlgegenkandidat Ted Cruz dafür ausgebuht wurde, dass er Trump nicht unterstützt, wurde Bernie Sanders von seinen Anhängern dafür ausgebuht, dass er Clinton unterstützt. Da es letztlich nicht die Vorwahlgegenkandidaten sind, deren Stimmen die Wahl im November entscheiden, sondern die der Wähler, kann das noch wichtig werden. Hinzu kommt, dass unmittelbar vor Clintons Nominierungsparteitag Tausende von Emails geleakt wurden, aus denen hervorgeht, dass die Parteiführung der Demokraten im Vorwahlkampf heimlich Clinton gegen Sanders unterstützt hat, was bei Anhängern von Sanders natürlich gar nicht gut ankommt. Clinton hat aufgrund dieses Skandals die mächtige demokratische Parteichefin Debbie Wasserman Schultz einen Tag vor dem Parteitag als Bauernopfer gebracht. Doch vielen Anhängern von Sanders reicht das nicht, um ihre Wut zu mildern, und dass Debbie Wasserman Schultz nun für die Kampagne von Clinton arbeiten wird, verbessert die Stimmung auch nicht gerade. Ob Clinton durch ihren Nominierungsparteitag wirklich wie Trump durch seinen einen Aufschwung in der Wählergunst bekommt, bleibt also noch abzuwarten. Ein Zeichen dafür, wie nervös das Email-Leak von der Parteiführung der Demokraten die CLinton-Kampagne gemacht hat, ist, dass sie anstatt ein Dementi zu den darin enthaltenden Enthüllungen abzugeben, stattdessen mit einer grotesk anmutenden Erklärung ohne jeden Beweis Russland beschuldigt, die Emails gestohlen und geleakt zu haben, um damit Trump zu helfen.

Aber auch wenn Clinton durch ihren Nominierungsparteitag einen Aufschwung bekommen sollte, kann ihre Kampagne in den nächsten Wochen und Monaten natürlich noch straucheln. Ein für Clinton verheerendes Ereignis wäre etwa, wenn von Hackern erlangte bislang unbekannte Emails von ihrem privaten Webserver, den sie für dienstliche Kommunikation genutzt hat, demnächst im Internet auftauchen sollten. Denkbar wäre auch, dass den Wählern demnächst auffällt, dass Clintons Großspender fast ausschließlich jüdisch-zionistische Milliardäre sind, während der Milliardär Trump kaum mehr als Kleinspenden einwirbt, und Trump das in den Augen der Wähler sympathischer macht, etwa weil sie Underdogs sympathischer finden oder weil sie die von den USA im Interesse Israels rund um die Welt geführten Kriege satt haben. Es kann also, egal was beim demokratischen Parteitag herauskommt, vor dem Wahltag durchaus noch einiges passieren.

Und dann ist neben einer jederzeit möglichen Erholung der Umfragewerte von Clinton natürlich auch noch die wichtige Frage offen, ob es wirklich einen Unterschied macht, wenn Trump anstelle der von der Israel-Lobby favorisierten Kriegstreiberin Clinton zum Präsidenten der USA gewählt werden sollte. Trumps außenpolitisches Konzept schaut im Vergleich zur Politik von Clinton zwar geradezu vernünftig aus, doch insbesondere beim wichtigen Punkt Israel ist Trump in den letzten Monaten von seiner ursprünglich lobenswert neutralen Haltung dazu auf Druck der Israel-Lobby schon so erheblich abgerückt, dass Trump schon jetzt wie einer von vielen bedingslosen Unterstützern des zionistischen Apartheidregimes ausschaut.

10 Gedanken zu “Hillary Clinton rutscht ab

  1. Das B. Sanders, das freiwillig macht, glauben doch wohl nur Träumer, da gibt es in der US Folklore, ein erprobtes Mittel: Ein Angebot, das KEINER ablehnen kann !
    Er hat schließlich Familie und Freunde und wohl auch ein Menschliches Empfinden, das ihn Erpressbar macht, wenn ihm, mit dem Tod von tausenden seiner Landsleute gedroht wird.
    Das diese Economic Hite Men, nur außerhalb der USA arbeiten, ist sehr sehr sehr Unwahrscheinlich, denn die Gewalt, die die USA , in die ganze Welt tragen, spiegelt sich auch IMMER schon, im Inneren der USA wieder.

  2. “ (…)Ein Zeichen dafür, wie nervös das Email-Leak von der Parteiführung der Demokraten die CLinton-Kampagne gemacht hat, ist, dass sie anstatt ein Dementi zu den darin enthaltenden Enthüllungen abzugeben, stattdessen mit einer grotesk anmutenden Erklärung ohne jeden Beweis Russland beschuldigt, die Emails gestohlen und geleakt zu haben, um damit Trump zu helfen. (…)“

    Dieser Teil des Textes ist wohl am aussagekräftigsten dahingehend, mit was für einem Biest wir es mit der Clinton zu tun haben.
    So niederträchtig muss man schließlich erst mal sein, selber größten Mist zu verzapfen und dann zu versuchen, davon abzulenken, in dem man sozusagen dem Überbringer der schlechten, aber wahren Nachrichten den schwarzen Peter zuschiebt.

    1. Von der kriminellen Zionistendirne hatte ich auch nichts anderes erwartet.
      Viel schlimmer finde ich das die „unabhängigen Medien“ genau das selbe Programm fahren.Der böse Russe, die fanatischen und populistischen Sanders Befürworter die Hillary ausbuhen, kein Wort über die Leaks und den Rest des veröffentlichten 9/11 Berichtes.

  3. Die Zionistenfraktion wird sicherlich auf beide Pferde setzen. Zu Beginn mehr auf Hillary und nun, da sichtbar wird, dass Hillary schwächelt und Trump immer mehr Zuspruch erfährt, muss auch der Einfluss auf diesen Kandidaten verstärkt werden.

    Es wird sich zeigen, inwieweit Trump dieses Spiel nur mitmacht bis er am Ziel ist, um dann zu zeigen, dass er tatsächlich ein weitgehend unabhängiger Politiker ist, der seine eigenen Vorstellungen durchsetzten wird. Denn schliesslich ist er, zumindest bleibt der Eindruck, aus grösstenteils eigenen Kräften und Ressourcen bis hierher gekommen. Es könnte sein, dass er jetzt den Anschein geben will, dass er die Israel Lobby integrieren wird und er den Israelfreundlichen Kurs der USA weiter fortsetzen wird, damit ihm die Israel Lobby keine weiteren Steine in den Weg legt.

    Ansonsten muss man zu dem Schluss kommen, dass auch Trump ein geschickt eingesetzter Trumpf ist, um die Massen zu täuschen und sie im Glauben zu lassen, dass sich eine grosse Veränderung vollzieht.

    Ich möchte gerne glauben, dass Trump es ehrlich meint.

  4. „doch insbesondere beim wichtigen Punkt Israel ist Trump“

    Ist schon richtig. Bei Trump muss und kann man einfach nur abwarten was er machen wird wenn er´s denn werden sollte. Kann ja sein, dass er ein geschickter Spieler im Wahlkampf ist und es momentan eben einfach nur so ausschaut. Allein schon aus Sicherheitsgründen wenn ihr wisst was ich meine. Dieses hü & hott macht sonst keinen großen Sinn. Was er vor kurzem in Cleveland so von sich gegeben hat klang auch wieder ziemlich vernünftig. „Amerikanismus, nicht Globalismus, wird unser Credo sein“, kein Regime-Change mehr usw. Ist doch im Grunde anti-Mafia-Sprech. Wie auch immer.. Hoffentlich bleibt uns zumindest diese geisteskranke Hexe da erspart. Witzig fand ich auch seine Äußerungen zur WTO.

  5. So ist Herr Trump, mal wieder eine, der wenigen Hoffnungen, für uns Menschen, denn wenn jedes Land, sich zuerst auf sich selber konzentriert, sein Land aufbaut und Entwickelt und die Länder einen gleichberechtigten Austausch miteinander Pflegen, dann ist eine Welt des Friedens und der Entwicklung greifbar.

  6. Die Rede von Frau Obama letzte Nacht hatte fast den Charakter einer verdeckten Präsidentschaftsbewerbung für die nächste Wahl im Jahre 2020.

    Die Frau kann richtig frei reden (oder waren da Teleprompter im Spiel?). Leider war der Inhalt Unsinn, aber die Verpackung war echt spitze: Michelle for President🙂

    Dass der Westen jetzt zunehmend Frauen installiert, die sich verbissener und männlicher als jeder Mann gerieren -allerdings mit Perlenkette und ohne Schnurrbart- ist schon schlau gedacht. Denn diese verbiesterten Dinger beißen niemals in die Hand des Herren, während ein Rüde doch irgendwann auf Augenhöhe behandelt werden will und somit zur Gefahr werden kann (siehe z.B. Gerhard Schröder von 1998 Jugoslawien bis 2003 Irak).

    Bereits aus diesem Grund ist die Clinton eine brandgefährliche Alternative zu Donald Trump. Denn der Kerl hat im Gegensatz zur Clinton ein ausgewachsenes Selbstbewußtsein und damit einen eigenen Kopf.

    Als passendes Versatzstück für die BRD lauert in der Stauffenbergstraße 18 in Berlin bereits jene Person, welche das Kanzleramt übernehmen möchte und bereits mit der Feldpolizei des Militärs im Inneren droht.

    Die Aufstellung einer Nationalgarde (oder Leibstandarte?-) ist dann nur ein logischer Schritt…

    Und so rollt -mit Perlenkette, Föhnfriseur aber ohne Schnurrbart verkleidet- der Faschismus für das deutsche Volk aus der Stauffenbergstraße 18 erneut ins Land.

    Und wer die Ironie in der Geschichte findet, zahlt einen Taler.

  7. Zum zweiten:

    Natürlich ist der Austausch vom Schnurrbart zur Perlenkette als Täuschungsmanöver zur erneuten Installation faschistischer Strukturen nicht ausreichend und auch sehr, sehr krisenbehaftet, weil oberflächlich und dauerbewerbungsnötig.

    Da nimmt die Verpackung also weit über Gebühr mehr Kraft in Anspruch als der Inhalt, und damit kann auf Dauer kein effizientes Ergebnis erwirtschaftet werden.

    Es wird also Schund mit eingebauter Sollbruchstelle verkauft: austauschbare Politiker eben.

    Was in diesem System allerdings noch fehlt, ist die allgemeine Entsorgungsstelle für diese ausgebrauchten Geräte. öffentliche Sperrmüllentsorgungsstellen sozusagen.

    Aber vielleicht könnten die mitlesenden Geheimdienstmitarbeiter der herrschenden Kamarilla nach Rücksprache eine Empfelung bereit stellen?! Das wäre doch überaus freundlich.

    Im übrigen: Wer den Richstab, das Richtmaß der angeborenen Wahrheit verrät, legt sich mit seiner eigenen Seele an. Und diese Methode des Selbstbetruges mag heute sehr in Mode sein, führt aber unweigerlich in den Selbstuntergang. Denn niemand betrügt die eigene Seele ungestraft.

    Deine Seele nämlich gehört nicht dir, sondern du gehörst deiner Seele. Und sie war schon unendlich lange vor dir da. Und bilde dir bitte nicht ein, nur weil sie sich in deinem sterblichen Kadaver manifestiert hat, sei sie ebenso sterblich wie dein Kadaver. Am Ende aber erhebst du dich noch und wirst zu deiner eigenen Seele. Bravo!: der Mensch bekommt Flügel und seine Träume werden wahr.

    – Und wie immer ein herzliches Dankeschön an mein geliebtes Parteibuch.

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