Syrische Armee drückt Zange im Norden von Aleppo weiter zu

Der syrischen Armee und ihren Partnern ist es am heutigen Sonntag gelungen, die Zange zum Abschneiden des Nachschubs der Terroristen in Aleppo von Südwesten und von Nordosten kommend weiter zuzudrücken.

Von Südwesten her frisst sich die syrische Armee weiter durch das östlich des Hauptstraßenknotenpunktes Balleiramoun gelegene Industriegebiet in Richtung Norden zum Busbahnhof Al-Leiramoun voran, wobei die direkte Kontrolle über den bisher nur unter Feuerkontrolle stehenden Hauptstraßenknotenpunkt Al Leiramoun demnächst als Nebenprodukt erreicht werden dürfte. Gleichzeitig ist es von Nordosten kommenden Einheiten der syrischen Armee gelungen, von den südlichen Mallah-Farmen und vom Jabenja-Hügel einige Hundert Meter gen Süden und Westen zum Castello-Restaurant und zum dortigen Abschnitt der Castello-Straße vorzurücken, wodurch dieser Abschnitt der bislang nur unter Feuerkontrolle der Armee stehenden Castello-Straße nun auch unter direkter Kontrolle der syrischen Armee und ihrer Partner steht.

Auf Lagekarten eingezeichnet lässt sich erkennen, dass die syrische Armee damit die bislang nur unter Feuerkontrolle stehende einzige Nachschubroute der in der Stadt Aleppo agierenden Terroristen von zwei Seiten weiter von Norden und von Süden wie mit einer Zange von zwei Seiten zudrückt.

Weniger als zwei Kilometer sind es noch, bevor die von Südwesten und Nordosten vorrückenden syrischen Armeeeinheiten aufeinandertreffen und die bislang nur durch Feuerkontrolle erfolgende Einkesselung aller Terroristen in Aleppo damit auch durch Präsenz am Boden vollständig ist.

Ist die Verbindungslinie der syrischen Armee und ihrer Partner zwischen Leiramoun und Mallah komplett, sind damit erstens alle Terroristen in der Stadt Aleppo dicht eingekesselt, zweitens erhält die syrische Armee eine kurze Verbindung zwischen dem Nordwesten von Aleppo in das nördliche Umland und drittens dürfte im dichtbebauten Wohnviertel Bani Zeid eine vergleichsweise kleine, von jedem Nachschub abgeschnittene Tasche mit Terroristen entstehen, die für die Terroristen kaum haltbar sein dürfte und über kurz oder lang an die syrische Armee und ihre Partner fallen wird. Wie die syrische Armee und ihre Partner dann weiter vorgehen werden, wird man sehen. Klassisches militärisches Vorgehen würde darauf hinauslaufen, das Gebiet der in der Stadt Aleppo eingekesselten Terroristen in mehrere kleine Taschen zu zerstückeln und dann eine Tasche nach der anderen auszuräumen, bis es keine von Terroristen gehaltenen Gebiete in der Stadt Aleppo mehr gibt.

Sollte die Türkei sich anlässlich des offenbar von den USA aus organisierten Putschversuches in der Türkei dazu entschließen, die Seiten zu wechseln und sich mit Russland zu verbünden, ist es aber auch denkbar, dass der Terror im ganzen nördlichen Syrien mangels türkischer Unterstützung ziemlich schnell zusammenbricht und der Weg zur Beendigung des Terrors in der syrischen Provinz Aleppo auf politischem Weg deutlich abgekürzt werden kann. Bemerkenswert für die Perspektive einer möglichen zukünftigen Kooperation der Türkei mit der Achse des Widerstandes erscheint auch die Enthüllung, dass der türkische Außenminister Cavusoglu mit seinem iranischen Amtskollegen Zarif bezüglich des Putsches in der Türkei gleich drei mal telefoniert hat.

28 Gedanken zu “Syrische Armee drückt Zange im Norden von Aleppo weiter zu

  1. Cui bono? Der Putsch spielt Erdogan auf einmalige Weise in die Hände und ermöglicht ihm, die gewünschte präsidiale Diktatur durchzudrücken. Und wenn die Inszenierung durch die USA unterstützt wurde, hat Erdogan vermutlich schon ein Dankesschreiben verfaßt. Damit dürfte die hintergründige Unterstützung des IS und der anderen Terrorkräfte eher zunehmen.

    1. dw-seneca

      Höre bitte auf, hier den Unfug der Hasbara der Massenpropaganda reinzumüllen. Es gibt kein Dankesschreiben Erdogans an die USA. Und zumindest ein Teil der putschenden Soldaten hat offensichtlich außerhalb der Befehlskette gehandelt und wird deshalb nun verfolgt. Erdogan und seine Regierung beschuldigen die USA, den Putschversuch unterstützt zu haben. Das bringt massive Spannungen zwischen den USA und der Türkei mit sich, die bis zum Austritt der Türkei aus der NATO führen könnten. Der US-gestützte Putschversuch war also durchaus echt, nur eben nicht erfolgreich.

      Wie bereits gestern gesagt, scheint bei dem Putschversuch aber einiges schiefgelaufen zu sein:

      Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Erdogan vor dem Putsch Bescheid wusste, den Putsch trotzdem nicht vorab gestoppt hat, damit seine Gegner aus der Deckung kommen und eleminiert werden können und er den Putsch statt zu stoppen infiltrieren lassen hat. Denkbar ist sogar, dass der Putsch eine Sting Operation von Erdogan selbst war.

      Sollte das so gewesen sein, dann dürften die Putschisten eine Menge unangehme Überraschungen erlebt haben, etwa dass Erdogan und Yildirim nicht da waren, wo die Putschisten gedacht haben, dass sie seien, und dass große Teile des Militärs, die sie für Unterstützer des Putsches gehalten haben, in Wirklichkeit loyal zu Erdogan waren und so weiter und so fort.

      Es ist keineswegs immer so, dass derjenige, der einen Krieg gewinnt, ihn auch angefangen hat. Tatsächlich passiert es nicht selten, dass diejenigen, die einen Krieg anfangen, sich dabei verkalkulieren und dann verlieren. Man denke nur daran, wie die USA unter Bush den Irak überfallen haben. Cui bono? Iran. Das heißt noch lange nicht, dass nicht USA und UK, sondern Iran den Krieg gegen den Irak begonnen hat. Iran hat den Krieg aber trotzdem gewonnen.

      1. Sorry, aber das ist keine sachliche Grundlage. Der „Putsch“ war aus zwei Gründen keiner. Zum einen mehr als schlecht geplant. Das türkische Militär hat nach Verfassung den Auftrag Säkularität zu sichern und dies oft praktiziert. Hier gibt es Erfahrung was wann wo wie gemacht werden muss. Selbst die Säuberungen der letzten 12 Jahre können solche Erfahrungen nicht einfach eliminieren. Der zweite Grund ist das schnelle handeln und die Art des Handeln von Erdogan und seinen Schergen. Du nimmst an die wussten lediglich was davon und konnten sich vorbereiten. Genauso gut kann das eine „Sauerländer“ Gruppe gewesen sein im Militär. Unzufriedene welche angeleitet wurden durch den Geheimdienst bewusst oder unbewusst.

        In jedem Fall gibt es nur einen Nutznießer. Erdogan. Die Armee steht Aktuell vor der Zerschlagung. Am Ende wird da eher eine Waffen SS stehen als noch eine Atatürk verpflichtete Armee. Und der Rest des Landes hat eh Ausgespielt.

        Daher solltest Du deine Angriffe gegen User nicht so leichtfertig fahren. Kein guter Gefallen den du dir hier machst.

      2. triangolum

        Sorry, wenn ich Kommentatoren, die hier unter dem falschen Artikel von Massenmedien in die Welt gesetzte unsinnige Verschwörungstheorien posten, anders beurteile als du.

        „Inszenierung“ hieße, an dem Putsch war nichts echt, sondern es war alles nur gespielt. Doch da waren einige Leute, die meinten es mit dem Putsch sehr ernst. Und die Beziehungen der Türkei zu den USA wurden nicht verbessert (Dankesschreiben), sondern klar verschlechtert, weil die USA von der Türkei öffentlich beschuldigt werden, Drahtzieher des Putsches zu sein.

        „Du nimmst an die wussten lediglich was davon und konnten sich vorbereiten. Genauso gut kann das eine „Sauerländer“ Gruppe gewesen sein im Militär. Unzufriedene welche angeleitet wurden durch den Geheimdienst bewusst oder unbewusst.“

        Das habe ich doch beinahe so geschrieben, da Vorabwissen und Infiltration des Putsches durch Erdogans Leute oder gleich eine von Erdogan ausgehende Sting Operation (was auf ein Szenario ähnlich dem der Sauerlandgruppe hinausliefe) zum Nachdenken zur Auswahl angeboten.

        Trotzdem ist eine Sting Operation keine Inszenierung, die Leute, die sich da als Mörder hergeben, meinen es durchaus ernst damit. Der Unterschied zwischen der Sauerland-Gruppe und putschenden Soldaten ist, dass im Fall der Sauerlandgruppe Zivilisten zu Straftaten verführt wurden, was moralisch sehr bedenklich ist, Soldaten jedoch wissen, dass sie legitim getestet werden können, ob sie ihre Befehle auch im Falle einer „Verführung“ befolgen. Soldaten, Offiziere zumal, wissen hingegen, wie sie sich im Falle einer „Verführung“ zu verhalten haben. Verhalten sie sich dann befehlswidrig, – etwa indem sie den Versuch ihrer Anwerbung für einen Putsch nicht anzeigen, dann sind sie dafür voll verantwortlich und müssen völlig zurecht die Konsequenzen ihres befehlswidrigen, unzuverlässigen und verräterischen Verhaltens ausbaden.

    2. Wenn die Truppen bei Mallah nicht nach Südwesten sondern nach Südosten gehen würde, hätte man etwa 500m Farmland bis zu den Kurdischen Gebieten und der Kessel wäre auch dicht.
      Es spricht aber dafür, das man eine SAA-interne Lösung entlang der Castello-Road anstrebt. Ist das der Preis für die 180° Wende der Türkei, das die Zusammenarbeit mit den Kurden zurück gefahren wird?
      Ich hatte mich geirrt, als ich nicht geglaubt habe, das die SAA in Aleppo ernst macht, ich hoffe ich irre mich auch hier.

  2. …und Saudi-Arabien fordert seine „Bürger“ in der Türkei auf, diese zu verlassen.

    Warum, weshalb und wer sind diese „Bürger“?-

      1. …und den entscheidenden Tipp hat Erdogan von Russland oder vom Iran oder von beiden bekommen?

        Und hier stinkt es noch gewaltig nach dem Schwefel aus der westlichen Hölle: Haben Kerry und Nuland nach vorne dem Lawrow und dem Putin Versprechungen zu Syrien gemacht, weil hintenrum der Putsch westlich orientierter türkischer Militärs gegen Syrien schon in Sichtweite war?

        Und bezahlt wurden diese türkischen Putschisten mit saudischen Geld.

      2. Hans Igel

        Schauen wir mal.

        Erdogan zeigt jedenfalls bezüglich des Drahtziehers des Putschversuches mit dem Finger eindeutig auf die USA, und zwar konkret nach Pennsylvania, wo, geschützt durch die USA, Gülen lebt. Sein Regierungschef Yildirim hat kurz nach dem Putschversuch ganz eindeutig gesagt, jedes Land, das Gülen unterstütze, sei ein Feind der Türkei. Und Erdogans Arbeitsminister Soylu hat ganz direkt gesagt, dass die USA für den Putschversuch verantwortlich sind.

        Das sind starke Worte der Türkei über den großen NATO-Verbündeten USA, und man wird nun in einiger Zeit sehen, was den Worten an Taten folgt. Bleibt es bei der türkischen Einschätzung, dass die USA Feind der Türkei sind, wäre es für die Türkei nur konsequent, dann auch aus dem US-geführten Militärbündnis NATO auszutreten.

  3. Eine Spaltung der sog. „Freunde“ Syriens. Macht gleich nochmehr Hoffnung!
    Wenn Erdogan sich tatsächlich auf die Seite des Widerstands schlägt könnte der Krieg in Syrien um ein gutes halbes Jahr abgekürzt werden.

    Stimmten die Gerüchte aus der Putschnacht die türkische Armee wäre aus dem Irank abgezogen?

    1. Stiller Leser

      „Stimmten die Gerüchte aus der Putschnacht die türkische Armee wäre aus dem Irank abgezogen?“

      Nein.

  4. Das türkisches Regime ist nun offen verfeindet mit US-Regime und deutschem Regime.

    Schlimmere Feinde kann man nicht haben.

    Diese extrem paranoiden imperialistischen zwei westlichen Regimes erkennen langsam, dass Multipolarität unzerstörbar ist, weigern sich aber noch immer das nicht zu ignorieren.

    Das türkische Regime hat das letztlich erkannt und weiß deshalb, dass es auf Seiten der Russischen Föderation und zukünftig in der SOZ besser aufgehoben ist.

    1. Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Zieleinrichtungen von Snipern Drohnen aber auch von Sprengstoff jetzt Profis übergeben wird, falls Erdo die Nato verlassen will. Dieser Putsch also nur als Warnung zu verstehen ist. Genau nach seiner 180 Grad Drehung (Syrien) der Putsch.

      1. Alberon

        Nein, eigentlich sind die USA jetzt mit ihren üblichen Methoden erstmal durch.

        1. Kompromat veröffentlichen (Hat US-Agent Gülen keinen Erfolg mit gehabt gegen Erdogan)
        2. Farbenrevolution (Gezi-Proteste, waren auch nicht von Erfolg gekrönt)
        3. Wahlkampfhilfe für Opposition (Obama-Berater hat HDP-Wahlkampf geholfen, AKP hat aber trotzdem gewonnen)
        4. Unterstützung für bewaffnete Regierungsgegner (PKK und die US-gestützte YPG ärgern Erdogan wirklich, bedrohen aber bislang nicht seine Herrschaft)
        5. Einfluss im Militär nutzen, um Regierung wegzuputschen (gerade jämmerlich gescheitert)

        Was den US-Regime-Change-Profis nun noch an Option bleibt, ist mehr vom gleichen, der Versuch der Ermordung Erdogans durch CIA/Mossad a la Castro oder offener Krieg, a la Irak, vorbereitet natürlich durch möglichst mörderische Sanktionen. Das Problem dabei ist, dass Mordversuche gewaltig nach hinten losgehen können und ein Krieg gegen die Türkei auf türkischem Boden nur sehr schwer zu gewinnen ist und die Türkei im Falle eines CIA-Mordversuches gegen Erdogan oder bei der notwendigen mehrjährigen Vorbereitung eines Krieges geradezu zwangsläufig in eine Allianz mit Russland und Iran getrieben würde.

        Ergo: der Köcher der USA ist leer, die USA hat keine realistische Option mehr gegen Erdogan.

    1. Mahmoud Ayad

      Ja, das stimmt, wirtschaftlich kann der westliche Block noch einiges mehr tun, um Erdogan unter Druck zu setzen. Aber auch das dürfte nach hinten losgehen, wenn der Westen das versuchen sollte, weil Erdogan dann wie schon Russland nach dem Putsch in der Ukraine und den nachfolgenden westlichen Sanktionen kaum noch eine andere Wahl bliebe als sich mit der Türkei China, Russland und Iran anzuschließen.

      Mal schauen, so etwas könnte durchaus der endgültige Bruchpunkt der Türkei mit der NATO werden.

  5. Es ist doch noch nicht lange her, da war Erdogan noch der Schnauzbart vom Bospurus, Erdowahn, Erdolf etc.
    Wenn er jetzt die Seiten wechseln würde, dann ist er auf einmal der Gute? Wenn manche ihn schon auf der Achse des Widerstands sehen, ist das nicht ein wenig lächerlich? Der Mann ist auch für die Toten auf Seiten der syrischen Verbündeten mitverantwortlich: Russisches Militär, Hisbollah und Revolutionsgarden. So einen würde ich kaum als neuen Verbündeten in meinen Reihen wilkommen heißen. Erdogan hat beim Krieg gegen Syrien nicht seine ihm von Nato und GCC zugeteilte Rolle gespielt, er hatte seine eigene blutige Agenda.

    Zudem ist eine Normalisierung der Beziehung zu RF und Ir noch nicht gleich ein Seitenwechsel. Den würde Tr wirtschaftlich auch nicht überleben. Einen Ausfall von EU, USA & GCC als Handelspartner kann sich die Türkei nicht erlauben.

    OT: Was ist eigentlich mit den Kurden? Sind die jetzt „licked candy“ weil sie sich von den USA unterstützen lassen?

    http://www.bpb.de/internationales/europa/tuerkei/187249/handelspartner

    1. sh4n

      „Wenn er jetzt die Seiten wechseln würde, dann ist er auf einmal der Gute?“

      Gut und schlecht sind theoretische theologische Konzepte. In der Praxis ist die Welt nicht weiß oder schwarz, sondern besteht aus Schattierungen von Grau-Tönen. Wenn Erdogan die Türkei wirklich aus der NATO und in die SCO führen würde, hätte er damit einen Teil der Schuld, die er auf sich geladen hat, wieder abgebaut. Und natürlich wäre das ein geopolitisches Großereignis, etwa vergleichbar mit dem Fall der Mauer in Berlin 1989, nur andersherum. Natürlich würden China, Russland und Iran das begrüßen. Und selbstverständlich würde das bedeuten, dass Erdogan die Grundprinzipien des SCO-Bündnisses erfüllen muss: Terrorismus, Separatismus und Extremismus bekämofen und nicht fördern. Und das müsste Erdogan natürlich nachprüfbar tun, etwa indem er seine alten Terrorkameraden ans Messer liefert. Ob der Schnauzbart vom Bosporus das wirklich macht, bleibt abzuwarten, aber das ist der Weg, wie Syrien und seine Partner diesen Weltkrieg gewinnen. In Syrien wurden in den letzten Jahren schon unzählige Terroristen nach ihrer Aufgabe wieder integriert. Der Strafanspruch steht da klar hinter dem Willen zurück, den Krieg zu gewinnen und Frieden zu erreichen, und das geht am besten mit Überläufern, die so von Feind zu Freund werden.

      Was die Kurden angeht, so könnte – und müsste – sicherlich eine Lösung gefunden werden, mit der auch die Kurden leben können. Da gab es in der Türkei vor ein paar Jahren unter Erdogan auch durchaus schon Ansätze in die richtige Richtung, etwa indirekte Gespräche Erdogans mit APO via HDP. Bei einem Umschwung der Türkei von NATO zu SCO könnten diese Ansätze sicher – etwas modifiziert – wiederbelebt werden.

  6. einparteibuch sagt:
    18. Juli 2016 um 01:12

    „… Soldaten jedoch wissen, dass sie legitim getestet werden können, ob sie ihre Befehle auch im Falle einer „Verführung“ befolgen. Soldaten, Offiziere zumal, wissen hingegen, wie sie sich im Falle einer „Verführung“ zu verhalten haben. Verhalten sie sich dann befehlswidrig, – etwa indem sie den Versuch ihrer Anwerbung für einen Putsch nicht anzeigen, dann sind sie dafür voll verantwortlich und müssen völlig zurecht die Konsequenzen ihres befehlswidrigen, unzuverlässigen und verräterischen Verhaltens ausbaden.“

    Zumindest hier in Deutschland bin ich als Soldat (und auch als Bürger) letztendlich dem Grundgesetz verpflichtet und nicht der Befehlsausführung wenn diese dem GG wiederspricht.
    Zumindest in der Theorie.
    In der Praxis stehe ich dann vor Gericht und müsste dann laut dem Richter „völlig zurecht die Konsequenzen meines befehlswidrigen, unzuverlässigen und verräterischen Verhaltens ausbaden.“

    „völlig zurecht die Konsequenzen meines befehlswidrigen, unzuverlässigen und verräterischen Verhaltens ausbaden.“ mein lieber Scholli Parteibuch.
    Auch wenn ich sonst meistens einer Meinung mit deinen Analysen bin, aber mit diesem Satz wurden schon seit jeher unliebsame und nicht konforme Menschen aus dem Verkehr gezogen.

    1. Stefan W.

      „mit diesem Satz wurden schon seit jeher unliebsame und nicht konforme Menschen aus dem Verkehr gezogen.“

      Da gibt es einen gewaltigen Unterschied. Hier geht es nicht darum, dass Soldaten in Kadavergehorsam verbrecherische Befehle ausführen sollen, sondern darum, dass Soldaten, insbesondere Offiziere, ihrer Pflicht nachkommen müssen, Anstiftungsversuche von blutigen Verbrechen in der Armee – und nichts anderes ist ein Putsch – durch das Befolgen der Befehle der vorschriftsmäßigen Meldung solcher Versuche zu verhindern.

  7. Ich gebe hier uneingeschränkt dem Parteibuch recht, wobei ich Gülen vielmehr dahinter sehe als SA.
    Erdogan hat sich mit der Entschuldigung bei Russland possitioniert.
    Das schmeckt USA/SA gar nicht.
    Ich hoffe er unterlässt jegliche Unterstützung der Kopfabschneider, dass werden Russland und Syrien aber sicher sofort bemerken.

  8. Was ist eigentlich an dem Gerücht dran, das die SAA keine aktive Eroberungen inerhalb einer Woche machen wird, da die Flugunterstützung fehlt. Grund die 30t Munition, die in der sogenannten Defensiv-factory in die Luft geflogen sind?

  9. Lutz

    „Was ist eigentlich an dem Gerücht dran, das die SAA keine aktive Eroberungen inerhalb einer Woche machen wird, da die Flugunterstützung fehlt.“

    Nichts. Heute gab es Flugunterstützung, und die SAA ist in Aleppo und der Provinz Latakia auch weiter vorangekommen.

    „Grund die 30t Munition, die in der sogenannten Defensiv-factory in die Luft geflogen sind?“

    Munition gibt es in Syrien überall mehr als reichlich. 30t Munition bedeuten praktisch nichts.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.