Brexit und EU-Krise sind Folgen westlichen Weltbeherrschungsstrebens

Der Sieg für den Brexit in der Volksabstimmung in UK und die damit einhergehende Krise der EU sind Folgen des fanatischen Strebens der Mächtigen der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ nach der totalen Weltherrschaft. Da keine politische Kursänderung zu erwarten ist, sind weitere Zerfallsprozesse im europäischen Teil des überdehnten Empires von Wall Street wahrscheinlich.

Begonnen hatte die EU nach dem zweiten Weltkrieg als Projekt der Herrscher in Washington, die nach dem Krieg als einzige noch über eine funktionierende Industrie verfügten und damit aus dem Krieg als die mit Abstand stärkste Macht der Welt hervorgegangen waren, um die im zweiten Weltkrieg eroberten europäischen Gebiete wirtschaftlich zu einem Block zusammenzufassen, um die westeuropäischen Staaten als einheitlichen Wirtschaftsblock feindlich gegen Moskau und die europäische Einflusssphäre Moskaus in Stellung bringen zu können. Die Montanunion, wie die EU damals noch genannt wurde, diente dabei in erster Linie der wirtschaftlichen Flankierung des von Washington geführten Militärbündnisses NATO, das demselben Zweck diente, nämlich dem Aufrechterhalten des Drucks auf Moskau, nachdem der britisch-amerikanische Plan zur Eroberung von Moskau im zweiten Weltkrieg aufgrund militärischer Undurchführbarkeit verworfen werden musste. Zusammen mit dem von Militär und Geheimdiensten installierten Propaganda-Apparat, der von den Herrschern über Wall Street und ihren Handlangern als „freie Presse“ und „freie Medien“ vermarktet wurde, und den in eine Maschine zur Gehirnwäsche gegen Moskau umfunktionierten Erziehungs- und Bildungseinrichtungen der westlichen Welt bildeten die NATO und die Vorläufer der EU das Kernstück des von Wall Street und der City of London in den folgenden Jahrzehnten vorangetriebenen Hybridkrieges gegen Moskau, der aufgrund des eher im Hintergrund oder auf fernab der Hauptkonfrontationslinie liegenden Schlachtfeldern erfolgenden Einsatzes der militärischen Hauptkräfte auch als „kalter Krieg“ bezeichnet wird. Flankiert wurde die neokoloniale US-Politik des kalten Krieges in Westeuropa durch die atypische strategische Entscheidung Washingtons, Westeuropa, allen voran Westdeutschland, anders als US-Neokolonien etwa in Südamerika und Afrika, nicht auszuplündern, sondern sie mit Investitionen, Industrie- und Sozialpolitik wohlhabend zu machen, um so den zur Aufrechterhaltung der US-Herrschaft notwendigen Einsatz militärischer Gewalt, wie er etwa im NATO-Programm Gladio erfolgt ist, minimieren zu können, und gleichzeitig dem Osten, allen voran Ostdeutschland, zu demonstrieren, dass das westliche System mehr Wohlstand bringt und attraktiver als das östliche System ist.

Und diese hybride Kriegsstrategie Washingtons gegen Moskau funktionierte tatsächlich. Ab etwa Ende der 80er-Jahre war Moskau nicht mehr in der Lage und Willens, zu verhindern, dass Washington wirtschaftliche Probleme dazu ausnutzte, eine Reihe „bunter Revolutionen“ anzuzetteln, durch die in Osteuropa reihenweise Moskau-freundliche Regierungen purzelten, wobei es Washington in einigen Fällen nicht einmal nötig hatte, dem Regime Change mit dem sonst üblichen False-Flag-Terror auf die Sprünge zu helfen. Der Effekt war so stark, dass selbst innerhalb der Sowjetunion Chaos ausbrach, im Baltikum neonazistisch angehauchte Russenfeinde die Macht ergreifen konnten, und ein blutiger Putsch in Moskau selbst schließlich mit der Auflösung der Sowjetunion einherging. Lediglich wenige Ausnahmen gab es, etwa im blockfreien Jugoslawien, wo Belgrad sich gegen die Zerschlagung des Staates durch Separatisten und Terroristen stemmte.

Wall Street und Washington sahen den „Sieg im kalten Krieg“ als Chance zur Vereinnahmung der von Moskau nicht länger geschützten Staaten in ihr Empire. Das betraf inbesondere Osteuropa, das durch die Aufnahme in westliche Bündnisstrukturen dem Einflussbereich Moskaus endgültig entzogen werden sollte, Mittel- und Zentralasien, wo Moskau zu schwach schien, um sich dem Zugriff Washingtons auf die dortigen Energieressourcen widersetzen zu können, Westasien, das von Moskau nicht mehr gegen eine Transformierung im Interesse des von Wall Street geliebten zionistischen Apartheidregimes geschützt werden konnte, und später auch Teile Nordafrikas, wo es noch einige Reste an Unabhängigkeit gab, die nun nicht mehr auf viel Unterstützung durch Moskau hoffen brauchten. Selbstverständlich sind die Interessen und Kalküle Washingtons in der Realität nicht ganz so monokausal wie hier dargestellt, sondern sich vielfältig überlappend, doch mag die Vereinfachung dabei helfen, die auf Weltherrschaft abzielenden Motive hinter der seit den Ende des kalten Krieges zu beobachtenden amerikanisch-europäischen Expansion zu verstehen.

Gängige Methoden dieser Expansion des Empires reichten von wirtschaftlichen Belohnungen und Bestrafungen über Propaganda, Bestechung, Infiltration, Farbenrevolutionen und Terror bis hin zum offenen Angriffskrieg. Die Aufgabenverteilung zwischen NATO und EU hat Washington dabei etwa verteilt wie die zwischen Zuckerbrit und Peitsche. Während die EU bei der Expansion des Empires für Zuckerbrot und wirtschaftliche Belohnungen zuständig ist, ist die NATO für die Peitsche, Herrschaftsausübung durch harte Gewalt und Terror, zuständig. In den 90er Jahren sah es auch zunächst mal so aus, dass das recht gut funktionieren würde. NATO und EU gelang es, sich beinahe synchron nach Osteuropa auszubreiten, das widerspenstige Jugoslawien wurde unter deutsch-amerikanischer Federführung durch die Förderung von Separatismus und Terrorismus zerschlagen und nach einem offenen NATO-Angriffskrieg unterwarf sich schließlich auch Belgrad, in Westasien war zwar der direkte Zugriff Washingtons auf die größten irakischen Ölfelder zwar noch nicht hergestellt, aber es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis Washingtons militärisch-wirtschaftliches Maßnahmenpaket zur Vernichtung 500.000 irakischer Kinder entsprechende Früchte tragen würde, die ehemals von Moskau dominierten öl- und gasreichen Regionen Zentralasiens wimmelten nur so von Agenten der USA und ihrer türkischen und saudischen Partner und im Kaukasus war es Washington gelungen, Russland durch massenhaften Terrorismus in Tschetschenien zu schwächen und zu binden, während Washington erstmals einen Haushaltsüberschuss vorlegen konnte. Nichts, so schien es zur Jahrtausendwende, könnte Washington bei der globalen Durchsetzung des US-Weltherrschaftsanspruchs noch aufhalten.

Und die Herrscher von Wall Street und ihre europäischen Lakaien konnte es gar schnell genug gehen. Während Festlandeuropa mit dem Euro handlich als großes Kolonialpaket zusammengepackt war, ging die Expansion weiter mit Osterweiterungen, der Besatzung Afghanistans als Sprungbrett für die Kontrolle über das Öl Zentralasiens, die Besatzung des Irak zum Beginn der Transformierung Westasiens im israelischen Sinne, reihenweise „Farbenrevolutionen“ mit und ohne Unterstützung durch westlich gesponsorten Terror, etwa in Jugoslawien, Georgien, der Ukraine, Kirgistan und dem Libanon sowie Dutzenden weiteren Versuchen von Farbenrevolutionen, etwa in Armenien und Weißrussland, und einem direkten militärischen Angriff georgischer US-Lakaien auf russische Truppen. Die Kosten der Expansion des Empires wurden über die Ausplünderung der zuvor vom „Washington Consensus“ einigermaßen verschonten Bevölkerungen Westeuropas und Nordamerikas aufgebracht. Da der Systemwettbewerb mit Moskau gewonnen war, konnten die wohlhabenden Schaufensterdemokratien des industrialisierten Westens geschlachtet werden. Und selbstverständlich genehmigten die Herrscher von Wall Street sich und ihresgleichen dabei durch die Verlagerung der Industrieproduktion aus den USA und Westeuropa an Niedriglohnstandorte in neueren US-Neokolonien, Fusionen zur Aussschaltung von Wettbewerb und obendrein staatsfinanzierte Bankenrettungspakete auch noch mal einen kräftigen Extrabonus.

Dass die Expansionsmaßnahmen im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends trotz gewaltiger Kosten oft Fehlschläge waren, so etwa in Afghanistan, Irak, dem Libanon und der Ukraine, hinderte Wall Street und seine Lakaien freilich nicht daran, im zweiten Jahrzehnt des neuen Jahrtausend mit dem Versuch der Expansion des Empires fortzufahren. Nur billiger sollte es sein. Anstatt Libyen und Syrien wie Afghanistan und den Irak militärisch zu besetzen wurden deshalb vom Empire da als Bodentruppen einfach Terroristen von Al Kaida verwendet, während das Empire beim Regime Change in der Ukraine auf Neonazis zurückgriff, wobei das Empire sich aus Kostengründen vor allem auf die Unterstützung der Terroristen durch Propaganda und die Luftwaffe beschränkte.

Zum Brechen des erstarkten russischen Widerstandes gegen die fortgesetzte blutige Expansion des euro-amerikanischen Empires verhängte das Empire wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland. Um China für die Unbotmäßigkeit zu bestrafen, sich politisch an die Seite Russlands gestellt zu haben, arbeitet das Empire an den gegen China und Russland gerichteten Handelsbündnissen TPP und TTIP. Aufkeimender Widerstand der Bevölkerung innerhalb der EU gegen die zur Finanzierung der Expansion erfolgende Ausplünderung der eigenen Bevölkerung bricht das Empire mit der Brüsseler Finanzkeule, wie das am Beispiel Griechenland exemplarisch vorgeführt wurde, und es unter anderem Italien, Spanien und Portigal angedroht wurde.

Natürlich war von Anfang an klar, dass das Führen von Terrorkriegen zur Erweiterung des Empires Nebenfolgen wie Wirtschaftskrisen und Flüchtlingswellen mit sich bringen wird. Doch die Herrscher des expansiven Empires haben ignoriert, dass das politische Folgen innerhalb des Empires haben könnte. Sie waren sich ihrer uneingeschränkten Macht zu sicher.

Das ist der Hintergrund, vor dem der britische Machthaber Cameron es sich gewagt hat, den Stunt zu versuchen, EU-Skeptiker in Britannien durch das Abhalten eines Referendums zur britischen EU-Mitgliedschaft kaltstellen zu wollen. Der gewaltige Propaganda-Apparat des Empires würde ihm schon zum Sieg verhelfen, so das Kalkül dahinter. Doch die britischen Wähler haben sich von der Propaganda von Wall Street und den Drohungen der City of London nicht einschüchtern lassen und die sich ihnen gebotene Chance zum Ausstieg genutzt. In zahlreichen anderen vom expansiven Empire ausgeplünderten Staaten Westeuropas warten viele Leute nur auf eine ähnliche Chance, so etwa die M5S in Italien, der FN in Frankreich und Wilders in den Niederlanden. Und in den USA selbst hat Trump auch noch nicht verloren.

Die Herrscher von Wall Street und ihre Lakaien fürchten sich seit langem erstmals wieder vor der Bevölkerung. Wenn es so weiter geht, wird die Bevölkerung der westlichen Wertegemeinschaft das expansive Empire von Innen zerreißen. Um das zu verhindern, müssten die Herrscher der Wall Street und ihre Lakaien die blutige Expansion des Empires nach Außen und die damit einhergehende Ausplünderung der Bevölkerung im Inneren stoppen. Doch danach sieht es nicht aus. Schon in der nächsten Woche treffen sich die europäischen Lakaien von Wall Street, um eine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland wegen Widerstandes gegen die blutige Ausdehnung des Empires zu verlängern.

Die Bevölkerung von Italien wird als erstes die Chance haben, den Brüsseler Lakaien der Wall Street darauf eine passende Antwort zu geben. Im Oktober steht in Italien ein Verfassungsreferendum an, zu dem der dortige Wall-Street-Lakai Ranzi versprochen hat, dass er zurücktritt, wenn er verliert. Anschließende Neuwahlen könnte die M5S wie zuvor die Bürgermeisterwahlen in Rom und Turin gewinnen, womit sie ein Referendum über einen italienischen Ausstieg aus dem expanisven Empire erzwingen könnte.

Das alles bedeutet natürlich nicht, dass all die Leute verstehen, dass hinter den meisten der Probleme das expansive Empire steckt. Das tun sie nicht. Aber mehr und mehr Leute spüren, dass mit dem westlichen Herrschaftssystem ganz grob etwas im Argen liegt, und sie sehen da den Brüsseler Dschungel und denken durchaus nachvollziehbar, dass es einfacher sein wird, das Arge zu korrigieren, wenn das System überschaubarer und näher an der Heimat dran ist. Bei NATO und den anderen neokolonialen Strukturen von Wall Street, insbesondere dem nahezu allmächtig erscheinenden Propaganda-Apparat, sind es noch nicht so viele Leute, die sehen, dass da was ganz grob im Argen liegt, aber es werden auch langsam mehr, so dass man durchaus hoffen kann, dass es bald auch Referenden zum NATO-Austritt und zur Schließung von US-Besatzungsbasen geben wird. Die nationale Rückgewinnung der von Wall Street beherrschten wichtigen Medien, Justiz- und anderen Staatsorganen findet auch schon in einigen EU-Ländern, man denke etwa an Ungarn, statt, weswegen Wall Street und seine Lakaien darüber jammern.

Nachtrag: Strategen der globalen Herrschaft von Wall Street stimmen dieser Analyse des Parteibuchs im Grunde zu und meinen, das Votum für den Brexit macht NATO Kopfschmerzen. Mit dem feinen Unterschied natürlich, dass die Lakaien von Wall Street die Welteroberung durch die Herrscher von Wall Street als etwas Erstrebenswertes verkaufen, während wir die blutigen Expansionsbestrebungen dieser Verbrecherbande ablehnen.

2. Nachtrag: Jonathan Marshall macht bei Consortium News einen ganz ähnlichen Punkt wie das Parteibuch hier: Die imperiale Überdehnung der EU.

28 Gedanken zu “Brexit und EU-Krise sind Folgen westlichen Weltbeherrschungsstrebens

  1. @einparteibuch,…Begonnen hat die EU nach den 2.WK als Projekt der Herrscher von Washington….. und genauso ist es.Wer sich in der Geschichte auskennt,kann garnicht anders als auf genau diese Aussage zu kommen.Nichts mit EU Bürger Friede,Freude,Eierkuchen aber WIR sind guter Hoffnung,das die denkenden Bürger immer mehr werden und dieser brüsseler Finanzmafia endlich den garaus machen.Der „Hosenanzug“ im Stress schon das allein zu sehen ist eine Freude.
    DANKE für die Kluge und ausfühliche Einschätzung.

  2. Da war er sich zu siegessicher, der smarte Stunt-Man im Auftrag der CoL, der Wall Street und the Crown. So ist das, wenn partikularinteressierte Kreise der tumben Bevölkerung gebetsmühlenartig suggerieren, »überzeugte« Europäer sein zu müssen und man sich fragt: Überzeugt im Sinne von »Ich habe mich überzeugt, es gibt Europa, ich habe nachgeschaut«? Jetzt haben »unüberzeugte« Europäer den Überzeugungstätern geantwortet, als »überzeugungslose« Europäer sozusagen. Die Überzeugten sind not amused.

    Das Problem beginnt, wenn man eine Erfindung mit der Wirklichkeit verwechselt, wenn man glaubt, die Wirklichkeit werde schon der eigenen Einbildungsgabe gehorchen. Und der gigantischen PR-Maschinerie mit Nudging-Elementen. Dieses EU-Europa, das es nicht gibt, weil es eine Erfindung ist, aus historischer und politischer Notwendigkeit, ist eine Nivellierungsmaschine. Nicht so sehr, was Glühlampen und Gurken, sondern was die Gedanken betrifft. Was auch die Ratlosigkeit erklärt, mit der die überzeugten Europäer z.B. durch die Euro-Banken-Flüchtlings-usw.-Krisen taumeln; was die Ruhe erklärt, mit der alle in diesen Strudel schauen. Eines ist jedenfalls sicher: Der Schwindel darf nicht auffliegen. Das würden die Märkte EU-Europa, das sogar eine Mitte haben soll, nicht verzeihen.

  3. Möglicherweise ist der Brexit sogar ganz im Interesse des Hosenanzugs. Ich bin mir da noch nicht final im Klaren. Denn das ganze ähnelt erschreckend der Fĺüchtlingstaktik. „Kommt im Namen der Humanität!“ was dazu führt, dass alle anderen die Arbeit des Blockierens übernehmen müssen (Österreich/Üngarn). Eigentliches Ziel die Grenzschließung über Dritte erreicht.

    Noch ein Beispiel?

    „Wenn die Grenzen geschlossen werden (Schengen) bricht Europa auseinander!“
    Heute verstehe ich den Satz genau umgekehrt: Wenn aufgrund der von mir massenhaft „geholten“ „Flüchtlinge“ die Grenzen geschlossen werden müssen, kann Europa endlich auseinanderbrechen.

    Lets see.

    Ein Riesenkompliment an Einparteibuch!
    Ihr ward die einzige mir bekannte Stimme, die innerhalb der ansteckenden *Es wird keine Brexit geben-„Propaganda“* nüchtern geblieben ist. Und auch am Ende das Ergebnis noch distanziert betrachtet habt. Und ich habe fast alle namhaften Autoren gelesen.

    Das zeigt wie unbeeindruckt Ihr sein könnt. Hut ab – Wenn das kein Qualitätsbeweis ist …

    1. moggi

      Verstehe mich nicht falsch, ich sehe den Brexit immer noch nicht als ausgemachte Sache.

      Die Tricksereien haben ja schon begonnen. David Cameron hatte im Wahlkampf versprochen, wenn UK für den Brexit stimmt, werde er nihct zurücktreten, sondern den Brexit machen. Stattdessen spielt er nun auf Zeit und kündigt seinen Rücktritt an.

      Dass dem deutschen Hosenanzug insgeheim ein Brexit ganz recht sein könnte, könnte schon stimmen. Immer wieder sind es die Briten, die im vermeintlichen Intresse von Wall Street und der City of London eine von Deutschland zu bezahlende aggressive Politik gen Osten wollen, und obendrein wollen die Briten dann auch noch extra wenig selbst dazu beitragen. Die City of London hat nun eine blutige Nase bekommen, was einige in Frankfurt – und wo Frankfurt ist, ist der Hosenanzug oft nicht weit – vermutlich mit insgeheimem Wohlfallen sehen.

      Und Muttis Brüsseler Sprecher Juncker hat auch schon erklärt, er möchte die Scheidungspapiere von den Briten schnell haben, und ohnehin sei das mit den Briten ja keine Liebe gewesen. Das kann ein Manöver sein, um die Briten durch die Provokation einer Gegenreaktion letztlich doch drin zu halten, kann aber auch sein, dass der Hosenanzug nun versucht, die Briten aus der EU rauszuwerfen, und wenn sie nicht gehen, sie dann nur zu unterwerfenden Bedingungen bleiben dürfen.

      Kurzum, in nächster Zeit ist anstelle eines zügigen Brexits erstmal eine Menge Geschacher und Taktiererei zu erwarten. Schlecht ist das aber nicht, denn da ist das Empire beschäftigt und hat weniger Zeit, um neue Kriege nach Außen auszuhecken. Und während das Empire damit beschäftigt ist, irgendeinen Weg zu finden, den Brexit doch noch abzuwenden, könnte schon alsbald ein tatsächlich ernst gemeinter Austrittswunsch kommen, der dann auch durchgezogen wird, etwa von M5S in Italien und kurz später von Le Pen in Frankreich.

      und da würde es dann tatsächlich ans Eingemachte gehen, denn ohne Italien und Frankreich würde der deutsch-nordische Block in der EU plötzlich ziemlich allein sein mit Extrawurst-Briten, südeuropäischen Pleitestaaten und osteuropäischen Habewenig-Staaten, von denen einige insgeheim sowieso schon längst wieder Richtung Moskau tendieren.

      Da könnte es dem expansiven Empire in Europa dann wirklich an den Kragen gehen. Und dann ist da ja noch der Joker Trump, der den atlantischen Block sprengen könnte. Der Brexit reicht nicht, um das Empire zu zerschlagen, aber das Votum für den Brexit könnte ein starker erster Schritt auf dem Weg dahin sein.

      1. Danke für die weiteren Gedanken.
        Ich glaube Europa löst sich mittels Brexit *poe a poe* aus der atlantischen Umklammerung. Schließlich will es weder einen Krieg auf eigenem Boden, noch ans amerikanische Empire gekettet untergehen. Die europäischen Eliten wittern Morgenluft. Und es ist auch nicht gesagt, dass Europa zerfallen will. Eher löst man die langfristig destruktiven internen Bindungen und baut an einem neuem eigenen Europa. Das es dann *allen* besser geht, das es nicht expansiv ist, ist damit nicht gesagt.

  4. Auch wenn @nocheiparteibuch mich sperrt
    es ist an der Oberfläche gekratzt

    Es geht nicht um Kapital bei diesem Konflikt . Es geht um Ideologie. Denn der Osten ( zB Russland ) und der Werte Westen haben beide das gleiche System.

    Aber trotzdem habt ihr Recht die mächtigsten Kapitalisten ( dieser Welt ) führen Krieg, eine Krieg auf unsere Kosten. Es sind die mit WEITEM ABSTAND Reichsten, seit Jahrhunderten, aber ihre Namen werden nie genannt.

    Die Reichsten in der westlichen Welt sind die Kirchen, mit ganz ganz grossen Abstand zu all den anderen möchtegern Reichen ( Stichwort Kirchensteuer seit Jahrhunderden + Grunbesitz + Schenkungen / Erbschaften an die Kirchen )

    Auch die von uns finazierte Lügenpresse wird mind von 2 Mitgliedern dieser Machtgruppe vertreten https://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunkrat.

    Damit steuern / lügen / manipulieren sie ihr „Volk“ mit immer den gleichen Mitteln von der Kanzel bzw aus der Glotze

    Wir haben Werte die wir vertretten müssen. Weil die anderen keine Werte haben geht es dir und dem Staat schlecht. Es geht einfach nix über die Rundfunk Sender was nicht vorher mit dem Runfunkrat abgestimmt wurde.

    Es ist der idologische Kampf West Kirche gegen Ostkirche

    Libanon war 33% orth.geprägt
    Jugoslawien 33% war orth.geprägt
    Ägypten war orth.geprägt
    Syrien war 33 % orth. geprägt
    Ukraine war 50 % orth geprägt – Ostukraine 100%

    Russland ist orth.geprägt ( Kirche grösster Grundbesitzer)
    Griechenland ist orth.geprägt ( Kirche grösster Grundbesitzer )

    Deutschlands Kirche ist grösster Grundbesitzer
    Englands Kirche ist grösster Grundbesitzer
    Frankreich / Spanien / Italien denke genauso

    +++++++++++++++++++++++++++++++
    24 Juni 1812 Russlandfeldzug
    https://de.wikipedia.org/wiki/Russlandfeldzug_1812

    Wir haben seit 1000 Jahren die Kirchen – Spaltung und seit dem bekriegen sich beide Seiten ( DIE MÄCHTIGSTEN DIESER WELT ) gnadenlos mit Gottes Gnaden

    1. Müller

      mach dich nicht lächerlich. Schau mal auf die Militärausgaben, wer oben beim Imperialismus auf der Welt steht, es sind die USA, mit Rüstungsausgaben, die alles in den Schatten stellen, und Basen quer durch die Welt. Und wenn ein Papst nicht aufpasst, ist er genauso ruckzuck Geschichte wie ein US-Präsident, der nicht will, dass Israel Atomwaffen hat. Und bei deiner unsinnigen Liste: der katholische Papst steht im Krieg an der Seite Syriens, allein er hat nicht allzu viel Macht. Die Macht sitzt in den USA, Wall Street und die Kräfte hinter Hillary Clinton.

      Und wenn man da mal schaut, wer das ist, dann stellt man schnell fest, da ist keine Kirche vorn dabei:

      https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/05/12/die-milliardaere-hinter-hillary-clinton-im-portrait/

      Es ist im Gegenteil so, dass die katholische Kirche seit Franziskus gegen das expansive Empire arbeitet. Da, schau, wo der Papst steht:

      1. Der Papst hat in der Tat die letzte Zeit über immer wieder (auch) recht deutlich vor den Machenschaften des Empire gewarnt. Er fuhr die Finanzmafia an und redete vom drohenden Weltkrieg. Ein weiteres Bsp.:

        „Papst Franziskus hat ungewöhnlich scharfe Kritik am moralischen Verfall der Politik geäußert: Bei einer Veranstaltung mit Jugendlichen in Rom sagte der Papst am Montag laut Radio Vatikan:

        „Warum wollen so viele Regierenden nicht den Frieden? Weil sie vom Krieg leben! Es ist die Waffenindustrie – das ist schwerwiegend! Einige Mächtige verdienen mit der ,Fabrik der Waffen‘, verkaufen Waffen an verfeindete Länder. Das ist die Industrie des Todes.“ Und der Papst riet den Kindern, sich die Welt der Macht, des Geldes und der Interessen, mit der auch sie in Berührung kommen, genau anzusehen: „Wenn wir sehen, dass das Wirtschaftssystem um das Geld kreist, und nicht um die menschliche Person… Man opfert viel und führt Krieg, um das Geld zu verteidigen! Deshalb wollen so viele Menschen keinen Frieden: Sie verdienen mehr mit dem Krieg. Man verdient Geld, aber verliert Leben, Kultur, Erziehung, so viele Dinge.“

        http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/05/13/papst-attackiert-verkommene-politik-regierungen-leben-vom-krieg/

      2. Alberich

        Ja, Franziskus ist anders als Johannes-Paul II, der ins Amt gekommen war, nachdem Johannes Paul I. gemeuchelt wurde, kaum dass er ins Amt gekommen war. Johannes-Paul II hatte sich im Kampf gegen die Ungläubigen in Moskau mit dem Empire verbündet, Franziskus steht jedoch offenbar im Bunde mit den Kräften, die sich gegen das Empire wenden, auch in den USA selbst. Seine Ablehnung des blutig-expansiven Empires macht Franziskus wirklich bei nahezu jeder Gelegenheit deutlich.

        @“Müller“

        http://mondoweiss.net/2008/02/do-jews-dominat/

  5. Unter dem Begriff “ flexible Union “ den die Außenminister der Gründungsstaaten jetzt ins Spiel bringen lässt sich allerlei interpretieren. Für mich klingt es jetzt schon so als werden Beschlüsse möglich ohne das die 27 Mitgliedsstaaten einverstanden sind.

    1. Tom

      Der Begriff „Flexible Union“ ist erkennbar ein weiterer Versuch, die sich aus dem Weltherrschaftsstreben des Westens ergebenden fundamentalen Probleme des expansiven Empires mit Blablabla zu überschminken.

  6. Man kann die Entwicklung des USA-Imperialismus sogar bis ins letzte Drittel des 19.Jahrhunderts zurückverfolgen.Der spanische-amerikanische Krieg 1898 (es ging um die Besetzung Kubas) eröffnete eine lange Kette imperialistischer Kriege. Um die Jahrhundertwende zum 20.Jh.war Afrika unter die imperialistischen Mächte bereits aufgeteilt. 1903 eroberten die USA den Zugang zum Panamakanal und es begann ein Kampf um die Neuaufteilung der Welt. Spanien verlor.die Herrschaft über die Philippinen, Puerto Rico und Guam an die USA

    Nach der Gründung eines mitteleuropäischen Wirtschaftsverbandes unter deutscher Führung (eines der wichtigsten Kriegsziele der deutschen Imperialisten im 1.WK) nahmen die amerikanischen Imperialisten den uneingeschränkten U-Boot-Krieg zum Vorwand, um im April 1917 an der Seite der Entente (GB,F,Ru) in den Krieg einzutreten.Nach der deutschen Niederlage im 1.WK gewannen die USA schließlich mit Hilfe des Dawes-Planes und einer 800 Mill.Goldmark-Anleihe und weiteren Krediten über 5 Mrd. Goldmark 1924-26 („Dollar-Sonne“) einen entscheidenden Einfluß auf die deutsche Wirtschaft.

    1. Sehr geehrter sascha313 , das muss man korrigieren, die Entwicklung des USA-Imperialismus begann nicht erst, im letzte Drittel des 19.Jahrhunderts, sondern mit den ersten Schritten, der Europäischen RASSISTEN UND VERBRECHERN, auf Nordamerikanischen Land, es begann mit dem Genozid, an den Ureinwohnern und ab da gab es keinen Moment bis heute, wo sie nicht Mordend und Plündernd, über den Planeten gezogen sind. Sie sind wie eine Biblische Heuschrecken Plage, haben sie ein Land kahl gefressen und Verwüstet, ziehen sie zum nächsten, usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw usw

      1. Bevor Sie korrigieren, Herr Klinkenberg – unter Imperialismus versteht man das höchste Entwicklungsstadium der kapitalistischen Gesellschaftsformation. Der Übergang zum Imperialismus vollzog sich in den fortgeschrittensten kapitalistischen Ländern um die Wende vom 19. zum 20.Jahrhundert. Mithin gab es zur Zeit der Kolonialisierung Nordamerikas, der Vertreibung, Ausrottung und Versklavung der Ureinwohner noch keinen Imperialismus. (nur kurz: Kapitalismus heißt Privateigentum an Produktionsmitteln, private Aneignung der Ergebnisse der Produktion und Ausbeutung der Lohnarbeiter. Das erleben wir heute jeden Tag!)

      2. Mit der dann erfolgenden US-Unabhängigkeitserklärung hatten sich die den amerikanischen Doppelkontinent raubenden europäischen relgionsideologisch versuchenden Weltreichsherrscher [(Welt)Imperialisten] dann zunächst einmal wohl doch ’selbst‘-getäuscht gesehen?

  7. Ich sehe das etwas so. Deutschland braucht die EU und muss auch sehr, sehr viel abgeben, um von den Nachbarn kriegerisch nicht in die Knien gezwungen zu werden. Deutschland ist für Europa gefährlich gewesen und muss lernen sich zu beugen.

    Hitler hat das anders gesehen und eben Krieg mit England durch Bombardierung von London und anderer Städte geführt.

    Deutschland hat die RU nicht als Chance genutzt, seine Machtstellung einzudämmen. Nicht mit Bomben, mit den heutigen Mitteln hat Deutschland in der EU diktiert, zu diktieren versucht. London, Großbritannien waren u.a. die modernen Opfer.

    Brexit war die Antwort, das Gegenfeuer, der Gegenangriff.

    Deutschland sollte jetzt die Klappe halten, um nicht 1945 – oder noch was Schlimmeres – noch Mal zu erleben.

    Unsere Mutti ist die neue Führerin. Es stellt sich die Frage, ist das deutsche Volk in der Lage, die dritten Katastrophe mit eigenen Kräften zu verhindern.

    „Wir schaffen es,“ war wohl ein Signal in der falschen Richtung, weil sehr einseitig, und Deutschland sich damit von ihren Nachbarn abzuheben versuchte.

    1. Genau und Deutsche sind auch keine Menschen.
      Deutsche haben als Sklaven nur das Recht zum Dienen.
      Was ihnen zu Eigen gehört den Menschen!
      Und verehren sie Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg?

      „Tötet, tötet! Es gibt nichts, was an den Deutschen unschuldig ist,
      die Lebenden nicht und die Ungeborenen nicht!
      Folgt der Weisung des Genossen Stalin
      und zerstampft für immer das faschistische Tier in seiner Höhle.
      Brecht mit Gewalt den Rassehochmut der germanischen Frauen.
      Nehmt sie als rechtmäßige Beute.
      Tötet, ihr tapferen, vorwärtsstürmenden Rotarmisten!“

      Zitat aus von der Sowjetischen Botschaft in London herausgegebenen Zeitschrift „Soviet War News“ vom 08.02. bzw. 08.03.1945

      Aber man kann natürlich auch hier schauen:
      http://www.peter-rathay.de/Heimat/ehrenburg_Ilja.htm
      oder http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45141455.html
      Meinten sie das?

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