101% pro-Israel

Thomas Mair, der Mörder der gegen den Brexit kämpfenden britischen Abgeordneten Jo Cox, wird in Massenmedien durch die Bank als vom Willen zum Brexit getriebener rechtsextremer Volltrottel dargestellt, der mit seiner Tat unbeabsichtigt dem Lager der Brexit-Gegner starken Auftrieb gegeben hat.

Dabei war dieser Effekt eigentlich absehbar, und schon kurz nach der Tat stieg der Kurs des britischen Pfundes seit langer Zeit mal wieder, ein Zeichen dafür, dass Finanzinvestoren, die angesichts des drohenden Brexit britische Pfund verkauft haben, nun wieder Vertrauen darin hatten, dass David Camerons Plan aufgehen würde, die Abstimmung zum Verbleib in der EU zu gewinnen und damit den EU-Gegnern in Briannien den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Dafür, dass die Ermordung der Brexit-Gegnerin Jo Cox die Tat eines fanatischen rechtsextremen Brexit-Befürworters war, sprach zunächst einmal, dass der Täter Berichten zufolge bei der Tat „Britain First“ – zu deutsch „Britannien zuerst“ – gerufen haben soll – was unter Brexit-Befürwortern eine beliebte Parole gegen die Herrschaft der Brüsseler EU-Bürokratie ist. Außerdem ist „Britain First“ der Name einer rechten Organisation, die sich in der Tat für den Brexit positioniert hat, sodass es denkbar erschien, der Täter habe mit seinem Ausruf nicht nur eine politische Parole gerufen, sondern auch den Namen der Organisation genannt, die er unterstützt. Und auch Polizisten gegenüber soll der Täter nach seiner Verhaftung kundgetan haben, er habe seine Tat für Britannien, „Britannien zuerst“ und die die „Bewahrung der Unabhängigkeit Britanniens“ begangen.

Mit dieser Geschichte gab es für die Brexit-Gegner jedoch einige Probleme. Einige Zeugen waren sich nicht sicher, ob der Täter wirklich „Britain First“ gerufen hat, bei den Polizistenaussagen, der Täter habe erklärt, die „Unabhängigkeit Britanniens bewahren“ zu wollen, stellt sich die Frage, ob das Bewahren des gegenwärtigen Status Quo nicht eher das politische Anliegen der Brexit-Gegner ist und die Organisation „Britain First“ bestritt öffentlich jede Verbindung zu der Tat – und natürlich kann jeder zu jeder Gelegenheit „Britain First“ rufen, und das bedeutet noch lange nicht, dass die Organisation „Britain First“ damit irgendewtas zu tun hat. Außerdem hat Richard Silverstein darauf aufmerksam gemacht, dass Jo Cox neben ihrer Gegnerschaft zum Brexit und der vom Parteibuch bereits dargelegten fanatischen Unterstützung des Terrorkrieges gegen Syrien noch eine andere wichtige Positionen hatte, nämlich die Unterstützung von Muslimen in Britannien und dabei vor allem auch die Unterstützung von Palästina gegen das israelische Apartheidregime, während Britain First getrieben von xenophobem Araber- und Muslimhass fest an der Seite Israels steht. Die Verbindung zur Organisation „Britain First“ kann nicht belegt werden, und selbst wenn, kämae als Motiv für die Tat dann auch Hass auf Araber und Muslime und mit ihnen kollaborierende Verräter an Britannien in Frage, was natürlich den politisch ausschlachtbaren Effekt für die Brexit-Gegner spürbar verringern würde.

Aber nun gibt es eine neue Geschichte. Der Täter Thomas Mair ist einer der frühesten Anhänger einer in London ansässigen exil-südafrikanischen Gruppe weißer Rassisten namens Springbok Club, berichtet die Zeitung Daily Mail. Und da diese Gruppe ihre Anhänger in einem Newsletter aufgefordert habe, nichts zu tun, um den wünschenswerten Brexit nicht zu gefährden, stünde die Ermordung von Jo Cox damit klar in Zusammenhang mit der Brexit-Kampagne, heißt es weiter, und voilà, der von den Brexit-Gegnern dringend benötigte Effekt zur Ausschlachtung des Mordes für den Verbleib Britanniens in der EU ist wieder da. Was die Daily Mail freilich nicht schreibt, ist, dass Springbok Club neben einer weißen rassistischen Agenda auch einen strikt zionistischen Hintergrund hat, weswegen einige britische Rechtsextremisten diese Organisation als ein zionistisches U-Boot in der rechten Szene Britanniens betrachten.

Wie die Rechtsaußen-Webseite „European Knights Project“ im Juni letzten Jahres mitteilte, versuchte Jack Sen, eine kurz zuvor von UKIP wegen „rassistisch aufgeladener“ Bemerkungen als Kandidat suspendierter Aktivist zur „Unterstützung der Weißen“ in Südafrika, eine gemeinsame Veranstaltung mit den eigentlich ähnlich gelagerten pro-südafrikanischen Rechtsaußen vom Springbok Club anzubahnen. Doch Alan Harvey lehnte ab, mit der Begründung, Jack Sen sei bei UKIP wegen Antisemitismus herausgeflogen, doch der Springbok Club sei „101% pro-Israel.“

Damit darf man konstatieren, dass der rechte Springbok Club, dem der Mörder von Jo Cox nahegestanden haben soll, sich beim Brexit in einem Interessenwiderspruch befand. Während rechte britische Nationaisten den Brexit ansonsten praktisch durch die Bank befürworten, fürchtet Israel den Brexit, denn Israel meint, mit einem zur EU gebündelten Europa sehr gut zu fahren, während Israel bei einem denkbaren Auseinanderbrechen der EU infolge des Brexits von einigen bisherigen Mitgliedsstaaten vermutlich nicht mehr eine Vorzugsbehandlung wie heute von der EU erhält. So erklärt es sich auch, dass die streng zionistisch eingefärbten Massenmedien der westlichen Welt den möglichen Brexit praktisch durch die Bank als Katastrophe wie auch ein Weltuntergang kaum schlimmer sein könnte, darstellen.

In Bezug auf die Ermordung von Jo Cox bedeutet das, dass, wenn das nicht die Tat eines verwirrten Einzeltäters, sondern ein wohlkalkulierter zionistischer False-Flag-Anschlag gewesen sein sollte, Zionisten damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hätten: zum einen hätten sie den von Israel befürchteten Brexit damit deutlich weniger wahrscheinlich gemacht, und zum anderen haben sie eine Gegnerin von Israel aus dem britischen Parlament entfernt. Für einen fanatischen Unterstützer von Israel, sagen wir, jemand, der „101% pro-Israel“ ist, könnte das ein starkes Motov für so eine Tat sein. In der Vergangenheit hat die zionistische Mafia schon für weniger Nutzen riskantere Verbrechen begangen.

12 Gedanken zu “101% pro-Israel

  1. „So erklärt es sich auch, dass die streng zionistisch eingefärbten Massenmedien der westlichen Welt den möglichen Brexit praktisch durch die Bank als Katastrophe wie auch ein Weltuntergang kaum schlimmer sein könnte, darstellen.“

    Eben. Das allein spricht schon Bände. Wenn die zio-Massenmedien gleichgeschaltet Alarm schlagen sollte man stets hellhörig sein und kann es für die Menschheit gar nicht so schlecht sein. So war es auch beim Schottland-Referendum, so ist es bei Trump, so ist es bei den sog. Populisten und bei vielem anderen auch. Wer dem Empire auf dem Weg der weiteren Ausdehnung einer auf unbegrenzte Weltherrschaftsdiktatur gerichteten Politik ans Bein pinkeln will, wird natürlich bekämpft. Eine EU-Kolonie lässt sich auch besser kontrollieren und ausnehmen.

  2. habe so die leise Befürchtung, dass es ein politischer Anschlag mit tödlichen Ausgang war, um die der EU Befürworter zu stärken.
    Denn es ist schon sehr auffällig, dass kurz vor dem Referendum dieser armselige Anschlag ausgeführt wurde…
    Bauern werden immer zuerst geopfert, bei den großen Schachspiel, in dieser politischen Welt.
    Jedes System wird kurz über lang an sich selbst scheitern, dass hat uns die Vergangenheit gezeigt.

  3. Das Schlimme ist,
    wenn sie damit ihre Ziele erreichen wird sich dieser Terror immer mehr als geeignetes Mittel etablieren. Ist jetzt schon auf einem unerträglichen Mass gestiegen. Hoffe die Briten raffen das. Damit wird es noch viel viel Schlimmer für sie und auch uns

    Es ist Zeit zu zeigen SO erreicht man NIX

    Diese Führungen in der EU ist einfach unfähig.
    Die kann mit ihrer Millarden schweren Lügenpresse einfach nix erreichen, Sie muss auf Mittel zurückgreifen wie Drohungen, Angst , Terror …

  4. Führung der EU „unfähig“..na gut. Der eigentliche Krux an der Sache ist, dass sie mit Haut und Haaren der zionistischen Agenda verschrieben sind.
    Der „City of London“ wird ja von manchem, womöglich nicht zu Unrecht als das bedeutendere Zentrum als der „Wall Street“ angesehen. Das wird doch sicherlich eine, womöglich die entscheidende Frage sein beim Thema Brexit.

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