Syrische Armee macht in der Provinz Latakia Fortschritte

Während nahezu die ganze Welt auf die Provinz Aleppo schaut und sich fragt, wann dem von der Türkei angetriebenen Terrorspuk da endlich ein Ende gesetzt wird, haben die syrische Armee und ihre Partner im Norden der Provinz Latakia deutliche Fortschritte gegen Erdogans turkisches Gemisch aus Terroristen von Al Kaida und grauen Wölfen gemacht.

Wie Al Masdar News berichtet, ist es der syrischen Armee und ihren Partnern in den Turkmenen-Bergen im Norden der Provinz Latakia soeben gelungen, eine Reihe von Dörfern und Positionen unter ihre Kontrolle zu bringen, nämlich Shahrourah, Hayat, Shayr Al-Nimr, Majbal Abu Ali und Naourah. Dazu hat Al Masdar News folgende Karte von @Hamza_780 veröffetlicht:

Zu beachten bei der Karte ist, dass darauf Norden links oben ist. Etwas übersichtlicher dargestellt hat die neue Lage im Norden der Provinz Latakia @PetoLucem:

Während die Karten von @Hamza_780 und @PetoLucem sich nicht nur in der Form, sondern auch vom Inhalt etwas unterscheiden, zeigen beide Karten im Vergleich zur letzten Karte vom Beginn des sogenannten Waffenstillstandes in den Turkmenen-Bergen eine deutliche Verbesserung der Position der syrischen Armee.

So wie es aussieht, scheinen die syrische Armee und ihre Partner westlich der in Syrien hineinragenden Südspitze der Türkei keine Terrorgruppen mehr dulden zu wollen. Gerüchten zufolge wurde dieser Fortschritt der syrischen Armee und ihrer Partner im Norden der provinz Latakia dadurch begünstigt, dass der türkische Machthaber Erdogan alle ihm verfügbaren Terrorkräfte für die Schlacht um Aleppo zusammenzieht, sodass der syrischen Armee die Fortschritte in der Provinz Latakia nun vergleichsweise leicht gefallen sind.

Es bleibt jedoch noch abzuwarten, ob die syrische Armee und ihre Partner es diesmal endlich durchziehen, die Provinz Latakia frei von Terroristen zu machen, oder ob Russland sich unter Hinweis auf den formell noch bestehenden Waffenstillstand wieder dazu bewegen lässt, die von der syrischen Armee und ihren partnern befreiten Gebiete erneut von Terroristen von Al Kaida und Co vereinnahmen zu lassen.

5 Gedanken zu “Syrische Armee macht in der Provinz Latakia Fortschritte

  1. Liebe Parteibuch
    Es hat sich etwas verändert zwischen Syrien und Türkei. SAA ist nicht weiter in Latakia vorgerückt, weil sie Angst hatten ständig aus Türkei beschossen zu werden. SAA hat eine Pulver Zonne hinterlassen um Türken kein Vorwand zu liefern.
    Und vor paar Tage sagte Erdogan, dass Assad Regim ist kleinere übel als kurdische Staat. Und gestern gab auf mehrere Forum berichte, dass Türkei alle Grenzübergänge in Latakia geschlossen hat. Das hat dazu geführt, dass SAA mehrere Berge und Dörfe leicht eingenommen haben. Wenn in nächste Tagen SAA wirklich an turkische Grenze kommt und nichts passiert, dann befürchte ich einen Deal. Für SAA wird befreiung Latakia eine moralische Erfolg sein und Front Linie um mehrere Kilometer werden dadurch gekürzt.
    Leider an anderen Fronten gibt wenig positives zu berichten. Ofensive in Raqqa ist zu Stilstand gekommen 12 Km vor Tabqa Aerobase. Ob SAA schmalle Korridor halten kann ist zu bezweifeln. Auch bei Palmira gibt keine Bewegungen. Nicht mal Dorf Arak ist befreit trotz das mehrere Medien das verkundet haben. Süd Aleppo ist weiter kritisch.

  2. @zgvaca
    Was gerade in den letzten Stunden in Syrien passiert, ist schwer eindeutig zu erklären. Die Russen haben eines der größten Waffenlager der Islamisten im Norden erledigt. Die SAA befreit die turkmenischen Hochebenen. Habe gerade in einem anderen Blog gelesen, von einem syrischstämmigen, dessen Berichte ich seit Jahren lese und die sich nie als Humbug erwiesen haben, dass das auch ein Hinweis darauf ist, dass die turkmenischen Offiziere, die es vielzählig in der SAA gibt, sich damit wohl eindeutig für Syrien und gegen Erdogan entschieden haben. Was diesem auch ein wenig die Luft aus seiner nationalistischen Karte nehmen dürfte.
    Es gibt wohl auch Hinweise aus der Türkei, dass, und dieses überhaupt laut zu formulieren, ist bei der Geschichte dieses Konfliktes eine mittlere Sensation, eine „Modifikation“ des Verhältnisses zu Syrien „überdacht“ wird.
    Und schließlich hat sich in den USA eine Fünfzigschaft an Diplomaten aus dem Außenministerium gefunden, die eine Petition unterschrieben haben, Obama möge bitte schön militärisch die SAA angreifen und so endlich den seit Jahren erstrebten Wechsel an der Spitze dieses Staates vollziehen.

    Wie du siehst, hat sich in den letzten 48 Stunden sehr viel getan. Wir sollten abwarten und genau beobachten, was das alles zu bedeuten hat.

    1. Wenn die USA einmarschieren wollen, müsste die Lage ja eigentlich günstig für Assad aussehen?

  3. Sieht wieder nach großräumigem Rückzug aus, Mist. Vielleicht bleibt etwas übrig, mal sehen.

    Und was war mit Kabani? Klar ist das Kaff extrem zur Festung ausgebaut, aber warum machen sie sich die Mühe, die umliegenden Hügel einzunehmen; um dann doch wieder zum Rückzug zu blasen?

    Klar ist es ungemütlich auf einem Hügel ohne große Befestigungen, der punktgenau beschossen werden kann.

    Aber in Kabani sollte es doch kaum noch Zivilisten geben.Das Ding ist eher winzig.Wieso macht man das nicht aus der Luft komplett platt? Waffen für jede Art Bunker dürften ja nicht das Problem sein.

    Die Raqqa-Offensive kam an der Kreuzung zum Halten; embeddeter Journalist sagt, es gab danach keine offensiven Aktionen mehr, also sie wurden nicht zurückgeschlagen sondern chillen /(sammeln und restrukturieren die Kräfte) erstmal.

    Ist ok, der nächste Ritt sollte wieder sitzen, mit guter Vorbereitung relativ schnell Kilometer machen und zum See vorstoßen und dort dann auch einigermaßen sicher sein.

    Arak wird wohl schwierig, wenn aus den dahinter liegenden Bergen fleißig Angriffe kommen können, bzw. ist nur mit sehr starken Kräften machbar, ist jetzt einfach nicht dran.

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