Engländer zutiefst verletzt: Russen lassen sich nicht verprügeln

Englische Hooligans und die französische Polizei durften bei der Fußball-Europameisterschaft die überraschende Erkenntnis gewinnen, dass Russen sich nicht gern verprügeln lassen.

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2012 sorgte Russland als guter Gast dafür, dass russische Hooligans weitgehend zu Hause bleiben mussten, und weil auch die polnische Polizei die russischen Zuschauer kaum vorbeugend schützte, hatten polnische Hooligans am Russlandtag in Warschau kaum Schwierigkeiten damit, russischen Fußballzuschauern aufzulauern, sie anzugreifen und zahlreiche von ihnen übel zu verprügeln. Einige westliche Medien ließen anschließend die Tatsache, dass es sich um einen Angriff polnischer Hooligans auf russische Fußballfans handelte, unter den Tisch fallen, während andere westliche Medien hämisch nahelegten, der polnische Angriff sei bedauerlich, aber die russischen Fußballzuschauer seien selbst Schuld, verprügelt worden zu sein, weil einige von ihnen Fahnen mitgeführt hätten, die polnischen Nationlisten nicht gefallen haben. Nach dem Tunier wurde der russische Fußballverband wegen einiger kleinerer Beleidigungen in den Stadien obendrein noch zu einer Geldstrafe verteilt, während die UEFA sich für den Angriff der Hooligans des polnischen Veranstalters auf die russischen Zuschauer für nicht zuständig erklärte, weil dieser weit außerhalb des Stadions erfolgt war. Und polnische Medien erklärten den friedlichen Verlauf der Europameisterschaft, in deren Verlauf außer Russen kaum jemand verprügelt wurde, zu einem großen Erfolg. Es war nicht schwer, hinter diesem westlichen Verhalten wenn nicht direkt politische Planung, so jedenfalls von Russlandhass getriebene heimliche Freude daran zu sehen, dass Russen verprügelt wurden.

Und nun ist wieder Fußball-Europameisterschaft, diesmal in Frankreich, und wieder hat sich Russland zur Teilnahme qualifiziert. Und gleich das erste russische Spiel in Marseille sollte ein Knüller sein, der Gegner England, das Ursprungsland von modernem Fußball und Hooliganismus. Schon Tage vor dem Spiel fanden sich englische Hooligans in Marseille ein, um sich in Stimmung zu saufen und ihren Gefühlen Russen gegenüber freien Lauf zu lassen.

Das Parteibuch ist in dieser Sprache nicht ganz firm, aber grob übersetzt haben die besoffenen englischen Hooligans da wohl erklärt, sie seien darauf aus, ein zärtliches Tänzchen mit Russen abzuhalten. Abends brachten die englischen Hooligans sich dann für das am nächsten Tag erwartete Russenklatschen mit Randale in Form, während die Polizei den englischen Hooligans bei der Praktizierung ihrer westeuropäischen Kultur interessiert zuschaute.

Schon mal ein bisschen Klatschen üben, gehörte bei den englischen Hooligans natürlich auch dazu:

Und am nächsten Tag kamen dann auch tatsächlich ein paar russischen Fußballfreunde zu einem Tänzchen. Doch welch Überraschung, anders als 2012 hatte der russische Fußballverband 2016 nur sehr wenige russische Fußballfreunde von der Reise zur Europameisterschaft abgehalten, und so verlief das Tänzchen der englischen Hooligans mit den Russen ganz anders als sie sich das vorgestellt haben. Ein junger Mann in einer grün-weißen Hose filmte das Tänzchen der Russen mit den englischen Hooligans.

Aufgrund des überzeugenden Auftretens der fröhlichen Jungs aus Russland änderten die englischen Hooligans ihren Plan zum Russenklatschen spontan und schenkten ihnen stattdessen zahlreiche ihrer Fahnen zur künftigen Nutzung als Fußabtreter.

Die UEFA war entsetzt, dass die ansonsten doch so zuverlässigen Engländer keinen Sieg errungen hatten und verhängte einen Ausschluss Russlands zur Bewährung, also so etwas wie eine gelbe Karte gegen Russland. Und der französischen Polizei dämmerte es, dass ihre Taktik, immer schön wegzuschauen, anstatt des erwarteten Ergebnises reihenweise verprügelter Russen zu einem Eigentor geführt hatte. Um ihren Fehler wieder gutzumachen, stürmte ein Anti-Terror-Kommando der französischen Polizei in Cannes einen Bus mit Russen auf dem Weg von Marseille nach Lille, dem nächsten Spielort der russischen Fußballmannschaft, und nahm alle darin reisenden Russen, einschließlich Frauen und Kinder, fest. Unverständlicherweise wurde das vom russischen Außenministerium moniert. Dabei war das doch logisch, denn da der Polizei in Marseille aufgrund konsequenten Wegschauens keine einzige Verhaftung eines Russen gelungen war, konnte sie schließlich nicht wissen, ob es sich bei den gesuchten Russen, die die für ihre Friedfertigkeit bekannten englischen Hoologans vermöbelt hatten, um Frauen und Kinder handelte.

Eine Anzahl englischer Hooligans erkannte, dass sie in Marseille einen ziemlich blöden Eindruck gemacht hatten, und fuhren der russischen Nationalmannschaft nach Lille hinterher, um die fröhlichen russischen Jungs zu noch einem Tänzchen zu bitten. Würden sich die Russen darauf einlassen, so könnten die Engländer aufgrund der von Russland schon erhaltenen gelben Karte wenigstens am grünen Tisch noch über den Ausschluss Russlands von der Europameisterschaft einen Sieg erringen. Die französische Polizei unterstützte die englischen Hooligans bei ihrem Versuch, sich in Lille an russischen Fußballfans doch noch irgendwie rächen zu können, in dem sie so tat, als wüsste sie nicht, dass England nicht in Lille, sondern am Donnerstag 40 Kilometer weiter in Lens spielt, und die für ihre Friedfertigkeit bekannten englischen Hoologans nach Lille reisen ließ. Doch die Russen tappten nicht in die Falle und gingen nach Lille nur zum Spiel und nicht in die Stadt, wo die englischen Hooligans warteten.

So ein Mist. Da waren die Enländer natürlich zutiefst verletzt. Und die englischen Gentlemen wurden wütend und ließen ihren Frust an Einheimischen aus, die sie auf den Straßen antrafen.

Klar, dass an all dem nur der Russe Schuld ist. Das kann man nun in allen Zeitungen der westlichen Wertegemeinschaft lesen. Und wer kann es schon leugnen? Hätten sich die russischen Fußballfreunde in Marseille von den englischen Hooligans ordnungsgemäß verprügeln lassen, dann wären die Engländer jetzt nicht so schlecht drauf. Caren Miosga gab sich denn auch bei den deutschen Tagesthemen zutiefst empört. Anders als die notorisch besoffenen englischen Hooligans seien die russischen Hooligans nüchtern gewesen, bemängelte sie den unfairen Vorteil, den die Russen sich in Marseille verschafft hatten.

14 Gedanken zu “Engländer zutiefst verletzt: Russen lassen sich nicht verprügeln

  1. Glückwunsch an die englischen Fußballfans, wenn schon nicht im Kampf Mann gegen Mann waren sie den Russen aber wenigstens im Kampftrinken sichtlich überlegen.

    1. Es wird keine WM in Russland geben. Nachdem die Russen richtig viel Geld in die Hand genommen haben, werden Korruptionsvorwürfe gefunden ( Basis einer Farbenrevolution ). Der H.Seppelt könnte so ein „unabhängiger“ Journalist sein.

      Nachdem das russische Volk mit diesen Korruptionsvorwürfen vergiftet wurde, wird man ihnen die WM weggnehmen. Gründe lassen sich immer finden. Ideal ist, wenn der Putin direkt daran schuld ist.

      Man will Russland zerschlagen und das schon seit Jahrhunderten. Die Mächtigen bekommen das mit der Muttermilch aufgesogen.

      Wenn der grösste Arbeitsgeber im Osten, im Rinnsal liegt, werden sich auch Massen aus dieser Region hier her bewegen.

    2. Andre

      Um das Verhalten englischer Fans bei der WM 2018 würde ich mir keine Sorgen machen. Dafür gibt es im Grunde genommen zwei Möglichkeiten, wo die Nachrichten dann etwa wie folgt lauten würden:

      1. „Die Engländer, ach, das waren ganz nette. Wenn sie in der Kneipe ein Liedchen anstimmen wollten, dann sind sie vorher zum Barkeeper gegangen und haben gefragt, ob sie denn dürfen, ob das niemanden in der Nachtruhe stören würde, und was sie denn singen sollten, damit es dem Publikum auch gefällt. Und dann haben sie zart wie ein Mädchenchor „When The Reds Go Marching In“ gesungen und alle haben applaudiert.“

      2. „Die Engländer, ach, was waren das dumme Rüpel. Wir haben ihnen gesagt, sie sollten sich benehmen, doch sie wollten das partout nicht. Und mit ihrem Gegröle zur Nachtzeit haben sie dann unseren Stepan so geärgert, dass er mal vor die Tür gegangen ist, um sich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Als unser Stepan ihnen dann eine geklebt hat, haben sie geheult wie die Waschweiber, und bei manchen, wo er den dicken Bauch vorn etwas angepiekst hat, kam gleich eine Fontäne Bier raus. Ach, hätten die dummen Engländer sich doch mal bloß benommen oder auf uns gehört. Unser Stepan ist wirklich ein ganz lieber, wenn er nicht provoziert wird, und er spielt auch gern mal Fußball.“

      „Aber, so, nun ja, selbst Schuld sind die Engländer. Jeder weiß doch, dass man russische Bären nicht mutwillig ärgern sollte.“

  2. So eine EM ist ein großes Förderprogramm nationalistischer Emotionen. Diese Veranstaltungen gehören untersagt, da sie das friedliche Zusammenleben von Menschen untergraben.

    [ironie on] Ob heute noch Bayern ein Bundesland von der BRD wäre, falls es einen Wettbewerb der Bundesländer gegeneinander geben würde? Zudem hätte man Schlesien und das Sudetenland immer mitspielen lassen sollen.
    Für den Brexit hätte man die EM noch etwas verschieben sollen. Mit vielen Emotionen lässt es sich besser wählen. [ironie off]

  3. Ohne Frage ist die Blutrunst des gelangweilten (Fussball-) Pöbels ein Indikator dafür, ob und wieweit das Kanonenfutter des Etablisementes für einen Krieg schon gereift ist.

    Und wieder einmal muss das schöne Frankreich als „festländischer Degen“ (Bismarck) für Englands Gestänker herhalten.

    Ein Verschwörungstheoretiker und Kabbalist würde schlußfolgern: 16.06.16 = 666; Deutschland gegen Polen, das knallt! Und dann kann England im Verbund mit Frankreich unter Vorwand Deutschland endlich den Krieg erklären wie am 03.09.1939 = 666.

    Einmal ist Zufall, zweimal ist Menschenwerk.

    – Im übrigen ist das Buch „Die Kunst des Friedens“ von Hagewu wieder aufgelegt worden und damit bestellbar!

  4. was alles gegen Russland von der Presse diffamiert wird ist wohl aus dem Hirn westlicher bescheuerten Presse zu entnehmen.
    Die englischen Hooligans haben mal richtig eine auf die Schnauze bekommen, das finde ich Super.
    Ansonsten kann der Fußballrummel mich kreuzweise am Ar….lecken. Hier geht es nicht um Sport sonder ums reine Geld verdienen..

    1. rain

      „Hier geht es nicht um Sport sonder ums reine Geld verdienen..“

      Wenn es doch nur so wäre. Dann würden wir hier im Parteibuch darüber überhaupt nichts schreiben.

      Doch, was gerade zu sehen ist, ist, dass die westliche Wertegemeinschaft sich dazu entschieden hat, ihren hybriden Krieg gegen Russland auf den Sport auszudehnen, und das nicht etwa im Sinne eines sportlichen Wettbewerbs auf dem Sportplatz, sondern auf Fußtritte im Umfeld. Westliche Polizisten unternehmen beim Fußball, wenn überhaupt, dann nur zögerlich was, wenn russische Fußballfans verprügelt werden, und anschließend bekommt Russland die Verbandsstrafe, während der verantwortliche Westverband nichts bekommt. In der Leichtatlathik wird auf Basis dubioser Stimmungsmache eines deutschen Russlandhassers versucht, Russland gleich ganz auszuschließen, und so weiter und so fort.

      Gleichzeitig wurde die einseitige westliche Propaganda gegen Russland auch auf den Sport ausgedehnt, schlimmer noch als im kalten Krieg. Der Westen geht da vor frei nach der Devise: auf russische Sportler und Sportzuschauer einschlagen, um Putin zu treffen.

      1. Es ist Krieg und zum Krieg, gehört immer auch, die Physiologische Kriegsführung.
        Schließlich ist der wichtigste Lieferant, von Kanonenfutter, für den Plan Barbarossa 2.0 , die Deutschen, immer noch Kriegs-unwillig, da muss die NATO, natürlich dran arbeiten.

      2. „Gleichzeitig wurde die einseitige westliche Propaganda gegen Russland auch auf den Sport ausgedehnt, schlimmer noch als im kalten Krieg.“

        Sämtliche Freunde und Bekannte in meiner Umgebung sind unisono der Meinung, dass die Propaganda, die hier generell gegen Russland, aber auch zu anderen Themen abläuft, weitaus schlimmer ist, als wir es ehemals (1950-1990) sogar im real-existierenden Sozialismus je erlebt haben. Ekelhaft, widerlich, unerträglich, krank.

  5. Es ist auch nicht ganz klar, ob die Götter und Halbgötter ob dieses lächerlichen Schauspieles lachen oder weinen sollen:

    Ein echter König in goldenen Zeiten bot seine Krieger ohne wenn und aber auf!

    Die Betrüger und falschen Könige heutiger Tage allerdings müssen über den Umweg des (demokratischen) Schwindels den Pöbel aufrotzen, um (auf dem nackten Arsch) in einen Krieg rutschen zu dürfen…

    Insofern: Die Methoden sind ewig aber die Drehbuchautoren sind echt Hollywood-verblödet.

  6. Semper aliquid haeret!

    oder besser:

    Audacter calumniare, semper aliquid haeret.

    »Nur frech verleumden, etwas bleibt immer hängen«.

    Für Kriege ist ein unterdrücktes egomanes Mischvolk am Rande seiner Leistungsfähigkeit und ohne gemeinsame Werte allerdings nicht leicht zu gewinnen. Nicht mal mit solchen hässlichen Offensichtlichkeiten. Für Bürgerkriege wohl eher.

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