YPG sind nun auch nördlich und südwestlich von Manbij

Während Al Kaida, FSA und andere Terroristen sowie in diese Gruppen eingebettene türkische Soldaten auch am Sonntag trotz Waffenstillstandes weitere von westlichen Massenmedien nach wie vor geflissentlich ignorierte Offensiven und Terrorverbrechen gegen die Bevölkerung von Aleppo verbrochen haben, ist es den von den USA unterstützten kurdisch geprägten Einheiten der YPG/SDF im Nordosten der Provinz Aleppo gelungen, in das Gebiet nördlich der von ISIS-Terroristen besetzten Stadt Manbij zu gelangen.

Über die Ortschaften Tukhat und Tukhat Kabir ist es den Kämpfern der YPG nördlich von Manbij offenbar gelungen, in die Ortschaften Dadat und Kurdala Tahtani zu kommen, womit die direkte Straßenverbindung zwischen Jarabulus an der türkischen Grenze und Manbij für die ISIS-Terroristen blockiert ist. Weiterhin ist es den Einheiten der YPG gelungen, von Nordosten her über die Dörfchen Umm Idam und Safiyah zu den Vororten Qibab Bayniyah und Tall Al Rafan zu kommen, wodurch die ISIS-Terroristen in Manbij nun auch von Nordosten her schon ziemlich eng eingeschnürt sind. An der Front südlich von Manbij ist es der YPG gelungen, ein Stück weiter nach Westen voranzukommen. Berichten zufolge sollen nun das Dörfchen Jubb al Kelb Saghir und der Hügel Aqra sowie möglicherweise auch die Dörfchen Klein-Qurah und Groß-Qurah nördlich des Hügels sowie das Dorf Sawdah südlich davon unter Kontrolle der YPG sein. Damit bleiben den ISIS-Terroristen in Manbij für den Nachschub nur noch Wege aus dem Westen und Nordwesten für den Nachschub.

Auf einer Karte von Chuck Pfarrer stellt sich die Lage im Raum Manbij am Sonntag Abend wie folgt dar:

Auf einer Karte von @Phoenix_stevens sieht die Lage am Sonntag Abend wie folgt aus:

ISIS ist in Manbij also schon fast eingekesselt. Sollte ISIS in Manbij vorher nicht plötzlich wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, so ist in den naächsten Tagen damit zu rechnen, dass die YPG die Einkesselung von Manbij komplett macht und Manbij anschließend gestürmt wird. Die von den USA zu Beginn der Manbij-Offensive zur Beruhigung des türkischen Machthabers Erdogan aufgestellte Behauptung, die Meisten der an der Manbij-Offensive beteiligten Kräfte seien zumeist Araber und die wenigen Kurden der YPG dabei hätten nur eine logistische Rolle im Hintergrund, darf inzwischen übrigens als widerlegt gelten. Alle der acht bis vorgestern bei der Manbij-Offensive auf Seiten der SDF ums Leben gekommenen Kämpfer waren Kurden der YPG, die in Kobane bestattet wurden. Und auch der am Sonntag seinen Verletzungen erlegene populäre kurdische Kommandeur „Abu Leyla“ – zu dessen Ehren die Offensive auf Manbij nun in „Märtyrer Abu Leyla Operation“ umbenannt wurde – wird in Kobane bestattet werden. Offensichtlich um sein Missfallen mit dieser Situation zum Ausdruck zu bringen, hat der türkische Machthaber Erdogan am Sonntag Abend sein Militär die syrisch-kurdische Region Kobane grenzüberschreitend mit einigen Artillerieraketen beschießen lassen.

26 Gedanken zu “YPG sind nun auch nördlich und südwestlich von Manbij

    1. Aleppo im Norden mit Türkei/Nato-unterstützten Wahhabi-Werkzeugen oder Raqqah im Osten mit US/Nato-unterstützten kurdischen Werkzeugen, der Öffentlichkeit verkauft als allgemein „Rebellen gegen IS“, könnte das Imperium zumindest eine der beiden Städte unter Kontrolle bringen wollen, um einen terroristisch-destabilisierenden Hebel zum Ziel der seit spätestens 2006 geplanten Balkanisierung Syriens in der Hand zu behalten. GlobalResearch, 18. November 2006: „Projekt eines «Neuen Nahen Ostens»: Kreative Zerstörung als revolutionäre Kraft“ http://www.globalresearch.ca/dem-projekt-eines-neuen-nahen-ostens-kreative-zerst-rung-als-revolution-re-kraft/23196

      Um diese kriegsbrecherischen Pläne des Impriums wirklich zu durchkreuzen und im großen Zusammenhang die Möglichkeiten des Kapitalismus zu verringern, sich abermals auf Kosten der Menschheit in die Katastrophe eines großen Krieges retten zu können, müssen somit sowohl Aleppo als auch auch Raqqah unbestritten und völlständig unter den Schutz eines sich wieder in Frieden und Stabilität entwickelnden Staates der Syrischen Arabischen Republik zurückkehren und dort bleiben.

      Meldungen zufolge hilft derzeit die RF wieder verstärkt bei der Befreiung von ganz Aleppo und die SAA-Befreier stehen nun kurz vor Raqqah. Demnach würden kurdische YPG/SDF-Kräfte bald Farbe bekennen müssen, indem sie gemeinsam mit der SAA die Stadt Raqqqah befreien oder als Werkzeug des Imperiums gegen die SAA kämpfen.

  1. Liebes Parteibuch.

    Wäre es möglich, in einem Artikel die aktuelle militärische Großlage mit den entscheidenden Akteuren in Syrien zu skizzieren?

    Bei diesen ganzen lokalen Scharmützeln -welche für den Fachmann erfrischend, für den Laien aber ermüdend wirken können- bleibt doch der Blick auf die Großwetterlage elementar.

    Eine knappe Zusammenfassung im Sinne der Informationsverdichtung ohne Wertung bietet die Möglichkeit, von der militärischen Ebene auf den politischen Willen aller entscheidenden Akteure zu schließen. Und mehr noch!: Eine solche regelmäßige Zusammenfassung im Sinne der Informationsverdichtung fördert unweigerlich jene Akteure zu Tage, welche vom russischen Generalstab lange erkannt, aber von den russischen Politikern immer noch verschwiegen werden.

    – Warum ist der Netanjahu, hu, hu dieses Jahr bereits das viertemal in Moskau! Der winselt da doch nicht hin, damit seine Sarah von Tel-Aviv bis Moskau und zurück Flaschenpfand einsammeln kann. (Und leider hält Uri Avnery sich ob dieser Reisefreudigkeit auch sehr bedeckt.)

    Stinkt der Haufen schon zu deutlich! Und ist die Teilung Syriens zwischen Moskau und den Zionisten schon in Tüten versandfertig verpackt?-

    1. Hans mein Igel

      Die Kräfte in Syrien sind, genau wie die der zahlreichen anderen Kriege zur Aufrechterhaltung der US-zionistischen Weltherrschaft, die Kräfte der unipolaren Ordnung (Wall Street, AIPAC…) gegen die Kräfte der multipolaren Ordnung (BRICS, Iran…). Und in Syrien ist es genauso wie an anderen Fronten dieses dritten Weltkriegs in Zeitlupe -einschließlich der politischen Fronten in den USA und der EU selbst -, dass, während einige Kräfte zwar eindeutig als der einen oder anderen Seite zugehörig erkannt werden können, es bei anderen Kräften nicht so einfach ist, und die Richtung, in die sie sich entwickeln, erst später klar werden wird.

      Diese globale Kriegslage hat das russische Oberkommando immer im Blick, auch in Syrien, und wichtig ist es, dass aus einem taktischen Sieg in Syrien keine strategische Niederlage im global geführten dritten Weltkrieg in Zeitlupe wird. Für das Gegenteil zu sorgen ist wichtig: dass aus einem taktischen Sieg in Syrien auch ein strategischer Sieg in diesem schmutzigen Weltkrieg neuer Generation wird.

  2. Die Meldung die SAA stände vor Raqqa ist wohl nicht richtig.
    https://mobile.twitter.com/IvanSidorenko1/status/739827075713007616/photo/1
    Sind wohl immer noch 40km bis Tabqa.

    Ich hoffe Lavrov wurde richtig zitiert, wenn ja dann toi toi toi!
    https://www.almasdarnews.com/article/russia-provide-active-air-support-aleppo/

    Der Vorstoß nach Osten scheint zu funktionieren, die SAA steht wohl vor Arak:
    https://www.almasdarnews.com/article/syrian-army-approaches-oil-rich-town-east-palmyra/

    Ende Juni wird in der EU über die Russlandsanktionen entschieden. Wenn sich der gesunde Menschenverstand durchsetzt (ich glaube noch nicht ganz dran, lasse mich aber gerne überraschen)
    dann geht’s Ab 1. Juli mit geballter russischer Luftunterstützung weiter!
    Der russ. Flugzeugträger wird im Juli ins Mittelmeer und teilnehmen, der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt

    1. Stiller Leser

      Zur Offensive der syrischen Armee von Ithriya gen Tabqa hatte ich vor ein paar Tagen hier schon mal gesagt, dass ich da erst mehr handfeste Erfolge sehen will, bevor wir diese Erfolge im Parteibuch stolz verkünden. Ich erinnere mich daran, dass es in diese Richtung vor ein paar Monaten schon einmal eine angebliche Offensive der SAA gab, die sich dann plötzlich in Luft aufgelöst zu haben scheint.

      Auch zum jüngsten Fortschritt von Palmyra gen Arak hätte ich gern erstmal handefestes, bevor wir das im Parteibuch bringen. Dass die SAA ein paar Kilometer vor Arak steht, ist nun schon seit Wochen, wenn nicht Monaten, so. Unspezifische „neue Punkte“ erreicht zu haben, mag viel sein, kann aber auch sehr wenig sein. Solche Informationen sind einfach nicht sonderlich handfest. Handfester sind da schon die Informationen zu den Kämpfen nördlich von Palmyra, und auch nördlich der Straße Homs-Palmyra. Da könnte es tatsächlich vorangehen beim Ausräumen der ISIS-Tasche im Dreieck zwischen Ithriya, Palmyra und Salamiya. Möglicherweise sind die Erfolgsmeldungen zu den Offensiven gen Tabqa und Arak auch Maskerade für Bemühungen der Armee, diese große ISIS-Tasche von Ithriya, Palmyra und Salamiya auszuräumen, aber wer kann das von weitem schon beurteilen.

      Mit Lawrows neuem Statement bezüglich anlaufender sehr robuster russischer Luftunterstützung zur Verteidigung von Aleppo ist es ähnlich. Passende Worte gab es schon viele, nur an passenden Taten dazu mangelte es in den letzten Monaten. Es wird sich schnell zeigen, ob sich nun den Worten entsprechende Taten feststellen lassen werden, oder ob da wieder ein Statement hinterher kommt, dass die großangelegte russische Luftunterstützung – für welche Operation auf dem Boden eigentlich – mal wieder auf US-Bitte auf irgendwann in die Zukunft verschoben wurde.

      Mal schauen.

  3. „und die SAA-Befreier stehen nun kurz vor Raqqah“

    Nun mal langsam.

    Sidorenko erklärt ständig die Falschmeldungen über zu große Fortschritte,und laut ihm sind es noch 40 km bis Tabqah.

    Die SOHR sagt, 15 Meilen bis zum Stausee; dann wären sie „abgebogen“, militärisch durchaus sinnvoll, wenn sie bis zur Straße am See vorstoßen, ist ISIL durchschnitten.

  4. aber gut, wenn es überhaupt irgendwie voran geht. Jetzt auch wieder Richtung Arak, da ging es in den letzten Wochen rückwärts.

    Man fragt sich schon, wieso die SDF da Riesengeländegewinne in kurzer Zeit verbuchen können; und die SAA in der Wüste an jedem Kilometer zu knabbern ht.

    Ansonsten scheint jetzt die Schonfrist für „gemäßigte“, die sich nicht von Al Nusra distanzieren (verbal und auch räumlich), vorbei zu sein; gut.

  5. Hm unübersichtliche Situation. Aber einige Dinge sind ausgesprochen offensichtlich:

    1. Ohne Erdogan und Salman gäbe es keine Krieg in Syrien.
    2. Ohne Washingtons Billigung würden Erogan und Salman keine Krieg gegen Syrien führen können.

    Washington ist das Problem. Egal ob Kurden-Unterstützung hin oder her. Washington unterstützt beide Seiten mit dem Ziel Syrien als Land zu zerstören. So einfach ist das. Und so teuflisch. Aber jeder bekommt früher oder später genau das, was er verdient.

    Was mich interessieren würde: Die Entlastungsangriffe der Terroristen im Raum Aleppo wirken aus der Ferne betrachtet sehr zielgerichtet. Das setzt eine präzise Aufklärung von Schwachstellen voraus. Wer liefert die Aufklärung für die Terroristen? Verräter? Frontlinie zu durchlässig für „Zivilisten“ oder Satelliten- und Spionage-Daten aus Washington? Gibt es hierzu Infos?

    1. Karsvo

      „Ohne Washingtons Billigung würden Erogan und Salman keine Krieg gegen Syrien führen können.“

      Mach die Augen auf! Washington ist kein einheitlicher Block mehr. Die streiten sich da wie die Kesselflicker, und Kern dabei ist eben gerade die Außen- und Kriegspolitik gegenüber Syrien, Iran und Russland. Zwischen Präsidentschaft und Kongress besteht in Washington eine riesige Kluft, wie nicht nur beim Iran-Deal zu sehen war. Und auch zwischen den führenden Präsidentschaftskandidaten 2016, Clinton und Wall Street auf der einen Seite und Sanders, Trump und ihren Unterstützern auf der anderen Seite, besteht diese tiefe Kluft.

      1. „Mach die Augen auf! Washington ist kein einheitlicher Block mehr.“

        Bei allem Respekt: Das halte ich für eine Ausrede. Jetzt bin ich ich mir endgültig sicher, daß Du im letzten Leben mal Politiker warst🙂 . Dieses typische Argumentationsmuster (ich will Macht aber ich bin nicht verantwortlich) ist ja so verräterisch.

        Um Handlungsfähigkeit zu gewährleisten, wurde doch mal des Amt des Präsidenten eingeführt. Und Außenpolitik liegt definitiv im Zuständigkeitsbereich der Regierung. Genauso wie der Oberbefehl beim Präsidenten liegt. Vielmehr wird umgedreht was draus: Obama und seine Vorgänger haben wiederholt die War Powers Resolution und damit ihren verfassungsgemäßen Befugnisse überschritten. Und dann soll der Kongress irgendwo bremsen wo der Präsident definitiv alleine entscheiden kann?

        Beim Iran-Deal hingegen war ja die Zustimmung des Kongress nötig. Beim Tagesgeschäft in der Außenpolitik hingegen nicht. Wenn es anders wäre, hätte eine Regierung ja gar keine Daseinsberechtigung.

        Und weil der Präsident entscheiden kann, trägt er für sein Handeln auch die Verantwortung. Da gibt es kein „meine Lobbyisten wollten aber …“ oder „meine Berater waren sich ja so uneinig“ oder „sonst bekomme ich meine Krankenversicherung nicht durch den Kongress“. Weder Lobbyisten noch Berater entscheiden. Und wenn es um die Zerstörung eines ganzen Landes geht, muß man auch keine faulen Kompromisse wegen anderer Sachthemen machen. Nicht mal beim Budget und die Schuldenbremse wurde ja schon wahlkampftaktisch erhöht. Wenn ein Präsident nicht selber entscheiden kann sondern seine „Berater“, ist er mindestens inkompetent. Wenn andere Sachthemen (auch noch in den letzten 7 Monaten) wichtiger sind als hunderttausende Tote, dann ist er mindestens skrupellos.

        Die Zeit für Ausreden läuft ab …

      2. Karsvo

        „Um Handlungsfähigkeit zu gewährleisten, wurde doch mal des Amt des Präsidenten eingeführt. Und Außenpolitik liegt definitiv im Zuständigkeitsbereich der Regierung. Genauso wie der Oberbefehl beim Präsidenten liegt.“

        Das ist ja genau der Punkt. Ein US-Präsident kommt zwar nie weiter als dass er grundsätzlich 34 Senatoren hinter sich haben muss, weil er sonst unter einem beliebigen Vorwand des Amtes enthoben werden kann, oder, worauf Obama im kleinen Kreise aufmerksam gemacht haben soll, so endet wie MLK, aber ansonsten ist Außenpoliti Sache des Präsidenten. Und US-Außenpolitik läuft letztlich auf das US-Militär hinaus. Mit dem US-Militär gibt es seit 2013, also Obamas 2. Amtszeit, praktisch keine Probleme. In Syrien und Irak kann man sogar durchaus mit einiger Berechtigung sagen, dass das US-Militär des Achse des Widerstandes beim Bekämpfen der Terroristen hilfreich zur Seite steht. Etwa gerade im Raum Manbij, wo das US-Militär Syrien via YPG dabei hilft, einen SPerrgürtel gegen die Türkei zu erreichten, oder in Falluja, wo die US-Luftwaffe die schiitischen Volksverteidigungseinheiten jederzeit unterstützt, wenn sie angefordert wird. Angriffe des US-Militärs auf syrisches, russisches oder iranisches Militär oder Freiwilligenverbände a la Hisbollag gibt es hingegen praktisch nicht. Das US-Militär bombardiert die saudischen ISIS-Proxies, und Al Kaida im Jemen.

        Das Problem in den USA geht vom Kongress und von den Massenmedien sowie den dahinterstehenden Kräften Wall Street und AIPAC aus. Diese – häufig jüdisch-zionistischen – Kräfte wie die hinter Hillary Clinton versuchen Alles, um mehr Krieg gegen die Kräfte der multipolaren Ordnung vom Zaun zu brechen. Und diese zionistischen Kräfte sind es auch, die die Türkei und Saudi Arabien dazu ermuntern, Obama auszusitzen und weiter Terrorkrieg gegen Syrien usw zu führen, in der Hoffnung, der neue Präsident – oder die neue Präsidentin, der die saudische Presse seit dem Ausscheiden von Bush und Rubio ganz offen Unterstützung signalisiert – wird die Lage drehen.

        Und genau darum dreht sich im Moment einer der wichtigsten Konflikte der Welt: wird das US-Militär unter Kontrolle von Kräften bleiben, die der multipolaren Welt freundlich gegenüberstehen (Trump und Sanders), oder wird das US-Militär zurück unter die Kräfte der von den zionistischen und wahhabitischen Radikalen bevorzugten unipolaren -US-geführten Welt fallen – sprich Clinton. Das ist die wesentliche Auseinandersetzung 2016 – dafür zu sorgen, dass die Neocons ihre Finger nicht nochmal auf das US-Militär bekommen, und dass das US-Militär auch in den nächsten Jahren mithelfen kann, die Armeen und Terroristen der Neocons zu besiegen.

      3. „Das Problem in den USA geht vom Kongress und von den Massenmedien sowie den dahinterstehenden Kräften Wall Street und AIPAC aus. “

        Mag ja für die nächste Wahl von Bedeutung sein. Aber doch nicht für den aktuellen Präsidenten. Kann es verstehen, wenn einer auf seine Wiederwahl schielt. Aber doch noch 7 Monate vor Ablauf seiner Amtszeit. Wenn einer da einknickt, dann ist der Job definitiv nicht seine Kragenweite. Und die wird an seinen eigenen Worten gemessen: „YES WE CAN“.

  6. Jetzt doch „offiziell“ vermeldeter Fortschritt

    @AboZain6 Just Reported #SAA ARE NOW 5 KM away from #Taqbah_Crossroads/Sfaiyeh oil field

  7. „oder, worauf Obama im kleinen Kreise aufmerksam gemacht haben soll, so endet wie MLK,“

    Das ist natürlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Totschlagargument. Kann verstehen, wenn einer feige ist, aber dann soll er bitte zurücktreten und den Platz für wen anders frei machen. Obama konnte sich zwar mit „Yes we can“ Lügen die Macht erschleichen aber er wird sich nicht mit „Cannot“-Lügen aus der Verantwortung stehlen können …

    Um das ganze mal etwas konkreter zu machen: Eine Resolution im Weltsicherheitsrat, die Riads und Ankaras Kriege im Nahen Osten zum Kriegsverbrechen erklärt wäre doch durchsetzbar oder? Peking und Moskau dürften da mitziehen, in Paris und London sitzen eh nur Pudel an der Macht („Verlässliche Bündnispartner“). Kongress nicht erforderlich richtig? Wer steht dem im Weg? Nur EINER: Barack Obama. Er ist das Problem. Er hat noch 7 Monate seinen Dreck im nahen Osten selber wegzuräumen. Danach wird es wer anders tun. Und dann werden wir erleben, wie schnell sog. Machtkämpfe beendet sein können …

    1. Karsvo

      „in Paris und London sitzen eh nur Pudel an der Macht („Verlässliche Bündnispartner“)“

      Das Problem dabei ist, wessen Pudel genau da sitzen. London ist da nicht das große Problem, denn in London ist Cameron nach der verlorenen Abstimmung zum Rachefeldzug gegen Syrien nach dem Chemiewaffen-False-Flag in Ghouta auf die Seite des US-Präsidenten übergelaufen. Aber Paris ist ein Problem, Hollande ist nämlich ein genauso treuer Pudel von AIPAC und der Israel-Lobby wie Sarkozy es war. Paris ist keine Marionette Washingtons, sondern eine Marionette Israels und der Israel-Lobby. Deshalb war auch soviel Armdrücken der USA gegen Paris nötig, um den Iran-Deal durchzusetzen.

  8. Noch ein letzter Nachtrag:

    https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/38757-syrien-moderate-rebellen-in-jungster/

    „Zuvor hatten die USA Moskau aufgerufen, die Luftangriffe gegen al-Nusra-Stellungen einzustellen.“

    Ich denke, damit kann man sich zusammenreimen, wer diese präzisen Auklärungsdaten für gezielte Angriffe auf Schwachstellen der SAA liefert. Eine gute Armeeführung könnte aus dieser Not übrigens eine Tugend machen. Nicht alles, was von oben wie eine Schwachstelle aussieht, muß auch eine sein …

    Und was die Rolle von Aipac und Co. betrifft: Aufklärungsdaten werden nicht öffentlich weitergereicht. Soetwas kann Aipac nicht kontrollieren. Wenn Barack Obama das tut, dann nur weil er es selber will („Assad muß weg“).

    Und was Washingtons doppeltes Spiel zur Zerstörung Syriens betrifft: Daran kann man jetzt keinen Zweifel mehr haben oder? Bzw.:

    „Mach die Augen auf!“🙂

  9. Ist es der SAA denn nicht möglich, den Kurden ein paar Kilometer vom Flugplatz Kveyris entgegen zu gehen, um die Türkei-Route für ISIS endlich dicht zu machen? Bin gewiß kein Militärexperte, aber das sollte doch wirklich möglich sein.

    Die Dörfer selbst westlich von Manbidsch fallen gerade wie reife Äpfel, die einzige Autobahn zwischen Kurden und SAA ist fast erreicht. Zehn Kilometer vom Flughafen nach Osten vorgestoßen und deren Südteil ist auch dicht. Zwei Fronten auf so engem Raum – das muß selbst für eine Wundertruppe wie den IS tödlich sein.

    Bindet die Sicherung von Aleppo und Umgebung wirklich alle verfügbaren Kräfte? Gibt es vereinbarte Einflußzonen der Großmächte, von denen wir nichts wissen? Steuert gar eine unsichtbare Hand die stärksten Kräfte von ISIS im Zweifel immer gegen die SAA statt gegen die Kurden?

    1. isjawu

      Die Erklärung dafür, warum die SAA der YPG von Kuwairis aus nicht nach Nordosten entgegengeht, dürfte sein, dass dieses Gebiet für die YPG vorgemerkt ist, und die SAA die YPG nicht unter Zugzwang setzen will, das Gebiet schneller als die SAA befreien zu müssen um es zu bekommen.

      Demgegenüber scheint die YPG der SAA in Raqqa den Vortritt lassen zu wollen, wodurch sich die Offensive der SAA Richtung Tabqa-Raqqa erklären lässt.

      1. Für mich sieht es eher so aus, das die YPG auf die SAA wartet, immerhin steht man im Nordosten viel näher. Man will die Großtechnik lieber zur Unterstützung haben. (Das ginge aber auch wenn die SAA bis Raqqa auf der Südwestseite des Euphrat bleibt und nur punktuell ihn bei Raqqa überquert)
        Auf den Weg nach Raqqa gibt es aber noch paar Probleme:
        Geht man auf den direkten Weg wäre das ein schmaler Streifen und die ISIS hat gezeigt, das es ihr gelingt durch Nadelstiche diese schmalen Wege zu unterbrechen (Khanasser, Nordwestlich Palmyra). Eine Option wäre damit auch: Am Sfaiyeh oil field zur Fernstraße 4 ab zu biegen und dann an der 4 erst einmal Richtung Aleppo zu gehen und den Streifen deutlich zu vergrößern.
        Egal welchen Weg die SAA geht, irgendwann werden dem ISIS die Wege in die Türkei abschneiden, das kann dem ISIS nicht gefallen, es ist mit verstärkter Truppenkonzentration zu rechnen.
        Der Assad-Stausee ist für die Zukunft wichtig. Die ISIS sitzt aber am Hebel, an der Staumauer. Wenn man auf einem langen Anmarsch, so wie jetzt, kommt, kann man Problemlos sich z.B. auf eine Sprengung vorbereiten. Läßt man die ISIS aber erst mal die Stadt, braucht man den Stausee als Nachschubweg. SAA oder YPG könnten dann in einer Blitzaktion die Staumauer versuchen zu nehmen.
        Russland muss der Türkei in Aleppo langsam mal auf die Finger hauen, so das es möglich ist, das der Vormarsch erst mal abgebrochen wird.
        Mal 4 Punkte auf die Schnelle für alle, die die SAA schon in Raqqa sehen.

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