Kampf um die Straße zwischen Palmyra und Deir Ezzor

Nach der Befreiung von Palmyra Ende März durfte erwartet werden, dass die syrische Armee im Anschluss daran auch die Wüstenstraße von Palmyra nach Nordosten in die rund 150km entfernte Stadt Deir Ezzor, wo eine Einheit der syrischen Armee von ISIS-Terroristen umzingelt ist, befreien werden. Die Terrorgruppe ISIS will das natürlich mit allen Mitteln verhindern, doch die syrische Armee und ihre Partner machen zunehmends mehr Druck.

In den letzten beiden Monaten war die syrische Armee bei Palmyra im Wesentlichen damit beschäftigt, die Umgebung der Stadt zu sichern, wobei sie nach Osten bis kurz vor die Ortschaft Arak vorgerückt ist. Nun soll es offenbar weitergehen. Wie Fars News am heutigen Montag Morgen mitteilte, wurden in den letzten Tagen zahlreiche Panzer und anderes militärisches Gerät an die Front von Palmyra verlegt, um damit die Straße von Palmyra nach Deir Ezzor wieder unter Kontrolle zu bringen.

Gleichzeitig mit dem Beginn der Vorbereitungen für eine größere Offensive von Palmyra nach Nordosten gibt es heftige Kämpfe zwischen der syrischen Armee und ISIS-Terroristen in der Gegend Panorama südwestlich von Deir Ezzor. Die Gegend Panorama liegt ganz im Südwesten der von der syrischen Armee gehaltenen Tasche in Deir Ezzor an der Straße nach Palmyra. Die syrische Nachrichtenagentur SANA hat soeben ein Video von einigen der Kämpfe veröffentlicht, mit denen die syrische Armee von Deir Ezzor aus in der Gegend Panorama gegen die Blockade von ISIS vorgeht.

Bei den Kämpfen um die Kontrolle über die Gegend Panorama gelang es der syrischen Armee, zahlreiche ISIS-Terroristen zu eliminieren, und die restlichen ISIS-Terroristen, teilweise unter Zurücklassen ihrer Ausrüstung, in die Flucht zu schlagen.

Sollte es der syrischen Armee gelingen, die Straße von Palmyra nach Deir Ezzor wieder unter Kontrolle zu bringen, bleibt der Terrorgruppe ISIS als Verbindung zwischen den von ihr beherrschten Gebieten in Syrien und Irak lediglich noch ein schmaler und störanfälliger Korridor, denn 40 Kilometer nördlich von Deir Ezzor beginnt nach den dortigen Fortschritten im letzten Winter bereits das von den kurdisch geprägten Kräften der SDF kontrollierte Gebiet im Nordosten Syriens.

12 Gedanken zu “Kampf um die Straße zwischen Palmyra und Deir Ezzor

  1. Liebe Parteibuch
    Was passiert in Muadimiyah. An Stadthaus weht Syrische Flage. Angeblich haben sich Islamisten und Regierung geeinigt über friedliche übernahme von Stadt. Alle Barikade sind aufgereumt und Humanitàre Hilfe wird geliefert. Weiss Parteibuch mehr?

    1. zgvaca

      In Muadamiyah gibt es einmal mehr einen Versöhnungsversuch.

      Mal schauen, ob das diesmal hält.

  2. Also von Palmyra nach Deir Ezzor sind es nicht bloß 10km, da werden wir wohl uns noch längeren Wunschdenken hingeben müssen. Vor allem könnte ein schmaler Streifen, ähnlich Khanasser von ständigen Nadelstichen bedroht sein. Außerdem sind ja auf dem Weg noch einige Erdgas und Erdölvorkommen, die ISIS nicht freiwillig hergeben.
    Das jetzt da gerade Aktivitäten kommen, hängt wohl auch mit einer Unterstützung für die Irakische Armee zusammen.
    Das der Nachschub nach Deir Ezzor durch die Wüste funktioniert, sieht man ja an den reichlichen Erfolgen der dortigen SAA-Kämpfer. Sicher wäre es schön, wenn am Wochenende die Straße in Hand der SAA wäre, aber bitte nicht gleich die SAA wieder verdammen, wenn es scheinbar keine Fortschritte gibt.

    1. Sehr geehrter Lutz, Der Nachschub, für die Höllenbrut, des Fürsten der Finsternis Obama, ist nicht auf Wüstenpisten angewiesen, der Nachschub, an Waffen, Munition, Drogen und Dollar, wird Pünktlich und reichlich, durch die Air Forces, der NATO Eingeflogen. Die Flugzeuge und Hubschrauber, der Nato, verfliegen sich nämlich ständig und werfen die Versorgungsgüter, rein aus Versehen ab.

      1. Also, die glorreichen Kämpfer der SAA in Deir Ezzor als „die Höllenbrut, des Fürsten der Finsternis Obama“ zu bezeichnen, nehme ich dann persönlich

  3. SYRPER zeigt den ersten T90-Panzer bei Aleppo, das ist ein großer Fortschritt!

    1. Sehr geehrter Lutz, es war die Rede, von dem Nachschub, für Obamas Höllenkreaturen ISIS, Al CIAda, usw.
      Die Versorgung der Eingeschlossenen Syrer, kommt schon lange, sehr Unregelmäßig durch die Luft.Sie werden hoffentlich bald Befreit werden.

  4. Jugoslawien / Serbien zerschlagen, Griechenland wirtschaftlich zerstört, Ukraine neutralisiert und Syrien in Agonie; Libanon lala.

    Es bleibt als Gegner (potentielles Fressopfer) nur noch das christlich-orthodoxe Russland?

  5. Das die USA gerade heute weiter auf Raqqa vorrücken und passt ins Bild: Man kann wohl davon ausgehen, das Syrische Assadkämpfer, Kurden und die Irakische Armee und das mit Segen sowohl aus USA und Russland soweit zusammenarbeiten, das man bei einen so wichtigen Angriff wie auf Falludscha auch unterstützt. Damit dürfte alles was auf syrischen Gebiet gegen den ISIS läuft, vor allem der Bindung syrischer ISIS-Kämpfer in Syrien hinauslaufen. Wenn’s so ist, ein Riesenerfolg für alle und wenn dann auch noch nebenbei bei Fortschritte abfallen: Phantastisch.

  6. Sehr geehrter Lutz, was ist daran Phantastisch, das der US- Israelische Plan: For the Greater Middel East, vollendet wird und ein US Protektorat in Syrien Installiert wird, den die Kurden, sind genauso wie die Europäer, die nützlichen Idioten.

    1. Es wäre phantastisch, wenn die wichtigsten Gegner des ISIS Ihre Aktionen koordinieren, selbst wenn die Syrischen Gegner den Fakt ausnutzen, das der ISIS im Irak schwer beschäftigt sind.
      Das wäre besser als was die sogenannten Rebellen in Syrien machen. Das man da auch nehmen muss, was man kriegt ist wohl klar. Die Irakische Regierung ist ja auch etwas Umstritten ist oder das die Kurden irgendwann klären muss, wer das sagen hat (YPG/PKK) ist auch klar.
      Und der Ausgangspunkt war: Die Versorgung der Helden in Deir Ezzor wohl eine sichere Versorgung auch mit Waffen und Manpower haben. Da man nicht alles aus Flugzeugen abwerfen kann dürfte es sichere Versorgungswege durch ISIS-Gebiet zu geben, genau wie die anderen Enzsklaven durch SAA sicher versorgt werden können.
      So lange das in Deir Ezzor gewährleistet ist, besteht auch nicht der Zwang die Straße unbedingt befreien zu müssen

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