Weitere Fortschritte der syrischen Armee im Raum Ost-Ghouta

Nach dem erfolgreichen Ausräumen der Terroristentasche im Süden von Ost-Ghouta vor zehn Tagen beginnen die syrische Armee und ihre Partner nun damit, den südöstlichen Zipfel des von Terroristen der Islam Armee und Al Kaida beherrschten Gebietes von Ost-Ghouta östlich von Damaskus zu befreien.

Wie Al Masdar News am Morgen mitteilte, ist es der syrischen Armee und ihren Partnern von Hisbollah und der Palästinensischen Befreiungsarmee in der Nacht zu Sonntag gelungen, bei Nashabiya von Süden her kommend den Fluss Barada zu überschreiten und damit die dortigen Linien der Terroristen zu durchbrechen. Später am Sonntag meldete Al Masdar dann, dass es der syrischen Armee und ihren Partnern am Sonntag bei Bahariyah ebenfalls gelungen ist, von Osten her in Richtung des Ortszentrums vorzurücken.

Auf einer Karte dargestellt ergeben diese Fortschritte der syrischen Armee und ihrer Partner in Ost-Ghouta ein ziemlich eindeutiges Bild:

Offensichtlich versuchen die syrische Armee und ihre Partner von Süden und Osten gleichzeitig kommend, den südöstlichen Zipfel der Terrorenklave Ost-Ghouta zu befreien. Sollte das demnächst gelingen, wird das einst riesige Terroristengebiet Ost-Ghouta wieder ein gutes Stückchen kleiner.

PS: Mohammed Alloush, Anführer der saudisch-gesponsorten Islam-Armee, ist soeben gerade als Chefverhandler der sogenannten Opoosition (HNC, Riyadh-Gruppe) zurückgetreten. Öffentlich begründet hat er das mit „dem Versagen von Genf“ – freilich ohne zu erwähnen, dass er es selbst war, der den Waffenstillstand und den Genfer Friedensprozess für seine Gruppe „Islam-Armee“ dadurch aufgekündigt hatte, dass er währenddessen öffentlich zu umfangreichen Angriffen auf die syrische Armee aufgerufen hat. Daran, dass seine Islam-Armee in ihrem Kerngebiet in Ost-Ghouta nun eine Niederlage nach der anderen kassiert, ist er also selbst Schuld. Er hätte stattdessen auch einen Waffenstillstand haben können, aber er wollte unbedingt mehr Krieg. So sieht das aus, wenn jemand sein Blatt überreizt.

4 Gedanken zu “Weitere Fortschritte der syrischen Armee im Raum Ost-Ghouta

  1. Liebe Parteibuch
    Dein Optimismus hatte ich gern. Meine Informationen sagen, dass in Naschabiyah 10 Häuser eingenommen würde und gar keine Front verschiebung in Bahariyah statt gefunden haben. Aber in Homs Stadt haben Islamisten wieder in Stadtteil Al Waer kämpfe aufgenommen. Und in Dair el Zoir haben Islamisten mehrere Punkte eingenommen. Ein schwarze Tag für SAA. Eigentlich ein schwarze Monat Mai fèr SAA. Verluste von Khan Thuman und Tel Eis sitzen noch sehr tief. Befreite paar Hügel in Wüste ist kein ausgleich für diese Verluste. Erfolg in Ost Ghuta ist nur Dank ausseinander setzungen zwischen Islamisten zu bedanken.

  2. Lieber „zgvaca“,

    ich bewundere wie informiert Du immer bist, Deinen Pessimismus möchte ich aber nicht geschenkt haben. Gab es je einen optimistische oder nicht defätistischen Kommentar von Dir?

    Liebe Grüße
    Reinhard (in der Sache ein Freund🙂

    1. Lieber Reinhard
      Ich komme aus Kroatien und war eine von wenige in Friedens Bewegung welche 1991-1992 diese Wahnsinn verhindern versuchte. Nach Mauer Fall waren unsere Erwartungen an Westen gross. Aber sehr bald habe ich echte Gesicht von Westen besonders Deutsche Regierung und später auch USA gesehen. Schon 1991 habe ich in Mala Luka erste Deutsche Soldaten gesehen welche schon damals Kroatische Faschiste ausbildete. Unsere überzeugung, dass Europa wird nie dulden eine faschistische Regierung haben sehr bald uns etwas anders gelernt. In meine naivität habe ich in Name kroatische Antikriegs Bewegung mit USA Abgesanten gesprächen geführt. Ich war sogar bei serbische Sturz von Milosevic bei Otpor dabei. Und auch irgendwann ich, habe gelernt wie Mächtig Westen ist und wie naiv ich war. deswegen diese Pesimismus.
      Schöne Grüsse

  3. @zgvaca Mindestens mir fehlen in allen Berichten jene Informationen, welche tatsächlich den Krieg entscheiden. Wie viele Menschen unter Waffen sind gefallen oder schwer verwundet? Wer kann in welchem Umfang in den nächsten Monaten wie viele neue Einheiten aufstellen? Wer wird von der jeweils örtlichen Bevölkerung als Befreier oder Besatzer angesehen? Wie steht es mit der Logistik? Was ist denn jetzt dabei, wenn an einem der hunderte Frontabschnitte Einheiten Stellungen aufgeben und sich auf eine tiefere Verteidigungslinie zurückziehen. Ja, dort wurde die Front um 5 km verschoben. Doch die Front hat gehalten. Es gab keinen großflächen Durchbruch. Wie viele Personen auf welcher Seite gefallen sind, wissen wir nicht. Falls es nur um Geländegewinne gingen würde, müsste man auf die Gebiete ja einfach ein paar A-Bomben werfen und dann mit Panzern rasch durchfahren. Doch die SAA & Freunde wollen ja die Zivilbevölkerung schonen und möglichst viel Infrastruktur erhalten. Sie wollen auf der eigenen Seite nicht massenhaft Verluste. Eine schnelle Erstürmung wie am D-Day bedeutet halt auch, 25 bis 75 % Verluste auf der eigenen Seite von Anfang an mit einkalkulieren. Zusätzlich mit einer völligen Übermacht anzugreifen.
    Aus meiner Sicht hat sich die Verlauf des Krieges im Gegensatz zum letzten Jahr völlig verändert. Damals war es ein Verlust nach dem anderen. Heute sind es langsame aber ständige Gebietsgewinne mit einzelnen Rückschlägen.

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