Konservative Revolution in Österreich einstweilen vertagt

Die von vielen erwartete oder erhoffte „konservative Revolution“ in Österreich ist am heutigen Sonntag einstweilen ausgeblieben.

So, wie es gegenwärtig aussieht, steht es bei der Präsidentschaftswahl in Österreich Spitz auf Knopf. Sowohl dem von der tendenziell Russland-freundlichen konservativen Partei FPÖ ins Rennen geschickten Kandidaten Norbert Hofer als auch dem von den transatlantischen Kriegsparteien ins Rennen geschickten Kandidaten Alexander van der Bellen werden nach Auszählung aller in den österreichischen Wahllokalen abgegebenen Stimmen exakt 50,0% der Stimmen vorausgesagt.

Die Entscheidung, ob es in Österreich doch noch zum Sieg über die transatlantische Kriegsmafia reicht, wird demnach frühestens Morgen fallen, wo die Meisten der zahlreichen Briefwahlstimmen ausgezählt werden. Erst dann wird sich zeigen, ob das Manöver der transatlantischen Mafia, mit einem Austausch ihrer Bundeskanzler-Marionette die Wechselstimmung abzubauen, Erfolg hatte, oder ob die konservative Revolution sich bei der Präsidentschaftswahl in Österreich durchsetzen wird.

Fortschritte hat die konservative Revolution am Sonntag hingegen in den USA gemacht. Dort liegt der wohl von der US-Ölindustrie unterstützte konservative Kandidat Donald Trump im Umfragen-Index von RealClearPolitics nun zum ersten Mal vor der im Wesentlichen von jüdisch-zionistischen Milliardären der Israel-Lobby ins Rennen ums weiße Haus geschickten Kriegskandidatin Hillary Clinton, die die groteske Propaganda-Linie vertritt, der russische Präsident Wladimir Putin sei eine Wiedergeburt von Adolf Hitler, weswegen ihrer Meinung nach anstelle der Halsabschneider von Al Kaida, ISIS vornehmlich Russland und die mit Russland verpartnerten Staaten von den USA bekämpft werden sollen.

Nachtrag Montag 15:45h: oe24 meldet, dass die Briefwahlstimmen soweit ausgezählt sind, dass klar ist, dass Van der Bellen zum Präsidenten gewählt wurde.

15:55h: krone.at meldet nun auch, dass Van der Bellen Präsident ist.

16:20h Norbert Hofer hat soeben via Facebook erklärt, dass er die Wahl verloren hat.

11 Gedanken zu “Konservative Revolution in Österreich einstweilen vertagt

  1. Wenn diese offizielle Seite des österreichischen Innenministeriums Seite nicht gehackt wurde dann steht das Ergebnis der Briefwahlen im 2. Wahlgang bereits fest.

    Demnach erhielt Van der Bellen 277.671 Stimmen (51,9%) von 535527 gültigen Briefwahlstimmen
    Hofer erhielt 257856 Stimmen (48.9%).

    http://wahl16.bmi.gv.at/1605-bw_ov_0.html

    1. Hanno

      So wie das da aussieht, dürfte Hofer dann gewinnen. Wenn Bellen bei der Briefwahl nur rund 20.000 Stimmen vor Hofer rauskäme, dann dürfte Hofer gewinnen, weil Hofer ohne Briefwahlstimmen rund 140.000 vor Bellen liegt, siehe:

      http://wahl16.bmi.gv.at/

      Das Probelm bei der Rechnung scheint mir jedoch zu sein, dass nicht nur 540.000 Briefwahlkarten ausgegeben wurden, sondern 885.000. Ich würde also davon ausgehen, dass da noch bis zu 345.000 Briefwahlstimmen auftauchen, und wenn die vor Allem aus Wien sein sollten, wo Bellen dick, ganz dick, gegen Hofer gewonnen hat, dann dürfte es eben doch nahe an 50/50 rauskommen, so wie die Hochrechnung das zeigt.

      Schauen wir mal, ich bin mir sicher, wenn die Atlantiker was an den Briefwahlstimmen drehen, dass die FPÖ ihren Mund dann ganz laut aufmachen wird. Bisher hat Hofer selbst am heutigen Sonnntag Abend jedoch genau wie das Parteibuch gesagt, dass es spitz auf Knopf stehe.

      1. das heutige reale Wahlergebnis nach Urnenzählung (und ohne Hochrechnung von Briefwählern) beträgt rd. 52% für Hofer, 48% für VdB, da traditionell Grüne stärker bei den Briefwählern abschneiden kommt die Hochrechnung auf 50/50;
        wenn @Hanno recht hat mit der Aussage, dass rd. 500.000 Briefwahlstimmen schon ausgezählt sind, und dabei VdB 52% erhielt, bedeutet das:
        die 500.000 Briefwähler sind repräsentativ für alle 885.000 Briefwahlstimmen, dh. die Briefwähler haben 52% für VdB gewählt;
        da aber die Masse der Wähler (rd. 3 Mill. oder mehr) heute 52% für Hofer gewählt hat, so wird Hofer Bundespräsident;

        die Frage, die sich stellt: warum die Hochrechnung dann auf 50/50 kommt, warum der Link von @Hanno nicht mehr funktioniert, und ob morgen mithilfe der Briefwähler das Ergebnis umgedreht werden soll…

    2. Hanno

      Bei Wikipedia läuft gerade eine Diskussion zu der von dir genannten Webseite, und da scheint es so zu sein, dass es offzielle Informationen dazu gibt, dass auf der Seite noch Testdaten drin sind, und dass das keine Realdaten sind, siehe:

      https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Bundespr%C3%A4sidentenwahl_in_%C3%96sterreich_2016&oldid=154608606#vorl.C3.A4ufiges_Endergebnis_inklusive_Briefwahlstimmen

      Wenn das so ist, wäre das extrem peinlich für die Wahlleitung, würde ich sagen.

  2. Wie immer Dank von mir für die Einschätzungen zur aktuellen Situation und auch für die flotten und stichhaltigen Ergänzungen zu den Kommentaren !!!!
    Auch wenn Hofer nicht als erster durchs Ziel kommen sollte,so ist es doch ein ACHTUNGSERFOLG und auf diesem sollten WIR aufbauen und in unserer Banaen Republik Deutschland endlich den Ar…h
    erheben . Dank all den ÖSTEREICHERN die Herrn Hofer ihre Stimme gegeben haben.

  3. Hofer wird das Rennen machen, die Altparteien sehen alt aus. Es ist an der Zeit das sich Österreich Deutschland Frankreich Holland demokratisch neu orientiert..

  4. Ausnahmsweise nehme ich das den Leuten sogar ab mit den Testdaten. Die ominöse Seite mit den Ergebnissen „inklusive Briefwahl“, in Wahrheit NUR Briefwahl, war wohl nur durch direkte Eingabe, also Ausprobieren der URL erreichbar. Dennoch nicht schön, daß sie online ging, aber ich würde das damit nicht als „offiziell veröffentlicht“ betrachten.

    Als Erkenntnis ist mitzunehmen, daß sich bereits sämtliche Parteien, Medien, Kirchen, ja praktisch ALLE gesellschaftlich relevante Gruppierungen gegen das Volk vereinen müssen, um VIELLEICHT noch einmal ums A…l…, pardon um die kleinste bayerische Maßeinheit, zu verhindern daß es wirklich die Macht übernimmt. Darunter all jene Verbände, die sich auf Arbeitsebene durchaus rührig um den kleinen Mann kümmern, aber an der Spitze mit zuverlässigen (Alt-)Parteisoldaten besetzt sind. Von Gewerkschaften kennen wir es ja auch hier nicht anders, aber anscheinend kann es jetzt selbst der offiziellen Katholischen(!) Kirche nicht schnell genug mit der Einführung der Scharia gehen – Pfui Deifi!

    Egal wie es ausgeht, Schlammschlachten und Anfechtungen sind vorprogrammiert bei diesem knappen Ausgang. Vielleicht ist ein schwacher Präsident vdB auch die finale Garantie für einen Bundeskanzler Strache 2017. Und hie wie dort hat der Bundeskanzler und nicht der Präsident die „Richtlinienkompetenz“.

    Allerdings – mit jedem Jahr werden mehr Fakten geschaffen. TTIP droht massiv und natürlich werden weiter fleißig Wähler importiert und eingebürgert, um den natürlichen Schwund aus den Altenheimen auszugleichen. Wir können eigentlich nicht mehr warten!

    1. Es ist eigentlich unerklärlich, warum Rot-Schwarz eine Wahlempfehlung für VdB abgaben.
      Damit schaufeln sie nämlich ihr Grab.
      Ein hachdünner Vorsprung für VdB stärkt nämlich bei der nächsten Wahl Strache. => schwächt Rot und Schwarz.

      Es ist nicht so, dass ein blauer Bundespräsident viel direkt hätte bewirken können, aber das SIGNAL wäre wichtig gewesen:
      Ein Signal gegen CETA und TTIP, ein Signal für eine Reformierung der EU, ein Signal gegen die Unterdrückung durch die USA und die Erpressung von Erdogan und für eine Öffnung zu Russland.

  5. Ich habe gewettet, dass VdB mit einer Stimme Vorsprung gewinnt (Muss!). Das verlangt die Dramaturgie. Den Rest kann sich jeder ausdenken.

  6. Eine gute Zusammenfassung aus dem DGF:
    „Am 21.05., also vor 2 Tagen wundert sich der FPÖ-Generalsekretär, Herbert Kickl, über die Rekordzahl der sogenannten Wahlkarten (Briefwähler).

    Mit Skepsis beäugt FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl den Wahlkarten-Rekord bei der Bundespräsidenten-Stichwahl. „Hier heißt es jedenfalls wachsam sein“, meinte er in einer Aussendung. Beispiele aus der Vergangenheit zeigten, dass bei der Briefwahl immer wieder Ungereimtheiten auftreten.
    Der gewaltige Anstieg bei den Wahlkarten werfe einmal mehr die Frage auf, ob bei Verfügungsberechtigung und Auszählung tatsächlich dem Wählerwillen entsprochen werde – „oder ob Helfershelfer des gegenwärtigen Politsystems hier vielleicht die Gelegenheit nutzen könnten, dem Wählerwillen zugunsten des Systemrepräsentanten Van der Bellen ’nachzuhelfen'“. Im Zuge der Auszählung sei daher besondere Sorgfaltspflicht angebracht.
    Die Wahlbehörden haben genau 885.437 Wahlkarten ausgestellt. Das bedeutet, dass beinahe 14 Prozent der 6,382.507 Wahlberechtigten ihre Stimme nicht im Weg der „klassischen“ Urnenwahl am Sonntag abgeben wollen. Im ersten Wahlgang hatten rund 530.000 Personen per Briefwahl abgestimmt. Grünen-Kandidat Alexander Van der Bellen konnte mit diesen Stimmen seinen Rückstand auf den Freiheitlichen Norbert Hofer merkbar verkleinern.

    Quelle: http://diepresse.com/home/politik/bpwahl/4993363/Herbert-Kickl-befurchtet-Tricks-rund-um-Wahlkarten

    Das ist zunächst eine Feststellung, die getroffen wurde, als überhaupt noch kein Wahlergebnis feststand.
    Dann begann die Wahl und Herr Strache hat dazu eine interessante Grafik gepostet und zwar Ergebnisse des Innenministeriums, noch vor 17 Uhr, als bereits zwei Drittel der Stimmen ausgezählt waren.

    Nach Auszählung von 67,6 % der Stimmen lag Hofer mit 56,37 % deutlich vor van der Bellen, der da auf 43,63 % gekommen war.

    Bitte hier entlang: https://www.facebook.com/HCStrache/photos/a.226243068590.133860.74865038590/10153886222863591/?type=3&theater

    Als dann Strache ca. 15 Minuten nach 17 Uhr von den über 53 % für Hofer sprach, war der Abwärtstrend schon in Fahrt, der am Ende zu 51,9 % führte, allerdings ohne die berühmten Wahlkarten.
    Interessanterweise machte aber der ORF von Beginn an Reklame mit den noch nicht ausgezählten Wahlkarten. Wenn man nur ORF schaute, wußte man offiziell nichts von den realen Ergebnissen, außer über die Hinweise von Strache.

    Ich finde es nun sehr bemerkenswert, daß Hofer von 56,4 auf unter 49,7 % abstürzte, während van der Bellen von ursprünglich 43,6 auf 50,3 % aufstieg.
    Das sind sage und schreibe 6,7 % Differenz, obwohl der Trend nach zwei Dritteln eine klare Richtung anzeigte!

    Und das Medien-Bordell war von Beginn an nahezu sicher, daß van der Bellen gewinnt, indem es eine manipulative Berichterstattung mit unbekannten Stimmen garnierte, und die – oh Wunder – fast punktgenau eintrafen.

    Das erinnert mich ein wenig an die Bundestagswahl 2013, wo anfänglich die AfD knapp bei 5 % notierte, aber später auf 4,7 schrumpfte, obwohl die Ostländer noch nicht wirklich ausgezählt waren. Gemäß dieser Logik hätten mehr Wessis als Ossis damals die AfD gewählt.
    Nun ja, das mag glauben wer will – ich tat dies nicht und hege daher auch große Zweifel an den jetzigen Wahlergebnissen in Österreich.

    Es leuchtet nicht ein, warum sich Briefwähler so anders als Direktwähler entscheiden sollen.
    Außerdem sprach man gestern von einer Unsicherheitsrate von ca. 4 bis 4,5 %.
    Das ist noch mal um 2,5 % getoppt worden!“

    Zu den Wahlkarten: http://diepresse.com/home/politik/bpwahl/4994708/Wahlkarten_Falsche-Geruchte-und-reale-Gefahren?_vl_backlink=/home/index.do :

    „Auch wenn es keine Hinweise auf eine systematische Wahlkartenverschwörung gibt, bleiben bei einer Briefwahl immer Manipulationsmöglichkeiten. So kann man seine Stimme verkaufen, in dem man gegen Geld vor den Augen eines anderen seine Wahlkarte ausfüllt. Oder ein Patriarch könnte seine Kinder zwingen, den Wahlzettel in eine bestimmte Richtung auszufüllen. Oder man wählt für den kranken Opa, der nicht mehr weiß, wie ihm geschieht. Das alles wäre illegal, bloß nicht leicht aufdeckbar, und eine Wahlkarte ist schnell beantragt. Entgegennehmen kann man die eingeschriebene Wahlkarte für jemand anderen, wenn man in derselben Wohnung lebt, auch leicht.“

    Ob das die einzige Panne war ?
    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Falsches-Ergebnis-fuer-WaidhofenYbbs-ausgewiesen/236848231

    Ich denke, die FPÖ wird sich zurückhalten und den Fluß weiterfließen lassen… Es ist zu offensichtlich.

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