Clinton und die Lobby stecken in Schwierigkeiten

Über Monate wurde von zionistischen Massenmedien behauptet, mit Trump hätten die Republikaner keine Chance zu gewinnen. Doch nun schaut es stattdessen so aus, dass die Demokraten es mit Clinton sehr schwer haben werden, zu gewinnen.

Als Donald Trump seine Kandidatur zu den Präsidentschaftswahlen 2016 bekannt gab, wurde er belächelt. Die vor ein paar Jahren von radikalen Zionisten aufgekaufte Huffington Post erklärte etwa demonstrativ, über die Kandidatur von Trump nicht in der Rubrik Politik, sondern in der Sparte Entertainment zu berichten. Als Trump im Laufe des Jahres 2015 in den Umfragen bei den Republikanern vorn lag, machte sich Schadenfreude bei den Demokraten breit. Sie waren der Überzeugung, Trump mit seinen gewaltigen Negativwerten bei Frauen, Schwarzen und Latinos würde die Republikaner insgesamt runterziehen und Clinton damit den Sieg gegen einen sich mutmaßlich am Ende durchsetzenden seriösen republikanischen Kandidaten wie Jeb Bush oder Marco Rubio auf dem Silbertablett servieren. Als sich zu Beginn des Jahres 2016 herauskristallisierte, dass Trump die Vorwahlen der Republikaner möglicherweise doch gewinnen kann, freuten sich die Demokraten darüber, dass die Republikaner mit Trump den denkbar schwächsten Kandidaten aufstellen könnten. Diese Kalküle erklären neben der Tatsache, dass Sendungen mit Trump für die Medien sehr profitabel waren, weil Trump mit einem hohen Unterhaltungs- und Skandalfaktor stets für gute Einschaltquoten sorgte, warum die die Demokraten unterstützenden zionistischen Massenmedien Trump im Vorwahlkampf breiten Raum gaben und ihn in vielen ihrer Sendungen immer wieder reden ließen. Den grob polternden Trump möglichst viel im TV reden zu lassen, würde dazu führen, dass er die Wähler zu den Demokraten treibt, so die Idee demokratischer Wahlkampfstrategen. Trumps Vorwahlgegner Ted Cruz verglich die kostenlose Medienaufmerksamkeit für Trump mit einer Wahlkampfspende im Wert von zwei Milliarden Dollar, gegen die er keine Chance gehabt habe. Als Trump dann vor zwei Wochen die Nominierung perfekt machte, freute sich das demokratisch-zionistische Kommentariat darüber, dass die republikanische Partei mit Trump und seinen gewaltigen Negativwerten nicht nur einen denkbar schlechten Kandidaten habe, sondern darüber obendrein auch noch tief zerstritten sei, wie etwa, offenbar vom Hedgefund-Milliardär Paul Singer unterstützte, öffentliche Bemühungen von Bill Kristol und Mitt Romney zeigen würden, zu den Wahlen im November einen unabhängigen Kandidaten gegen Trump ins Rennen zu schicken.

Nun lacht keiner mehr über Trump. Im Gegenteil: langsam macht sich Panik im Lager der notorischen Kriegstreiberin Hillary Clinton, bei den sie finanzierenden jüdisch-zionistischen Milliardären und beim Establishment der demokratischen Partei breit. Zwar haben die Republikaner noch nie einen Kandidaten ins Rennen um die Präsidentschaft geschickt, der höhere Negativwerte als Donald Trump hat, doch Hillary Clinton toppt die Negativ-Werte von Trump inzwischen. Weiterhin ist es Trump in den letzten zwei Wochen trotz der Sabotage-Versuche von einigen Neocons wie Romney, Bush und Kristol gelungen, die Funktionäre und Stammwähler der republikanischen Partei hinter sich zu vereinigen, womit die republikanische Partei derzeit recht geeint hinter Trump steht, während die demokratische Partei über die Kandidatur der radikal-zionistischen Kriegstreiberin Clinton ziemlich zerstritten ist. Auch bei den nationalen Umfragen hat Donald Trump in den letzten zwei Wochen dementsprechend kräftig aufgeholt und liegt mit Hillary Clinton inzwischen nahezu gleichauf – oder sogar schon vor Clinton, wobei Trump insbesondere bei den oft wahlentscheidenden unabhängigen Wählern, die weder demokratische noch republikanische Stammwähler sind, inzwischen deutlich vor Clinton liegt.

Zu den steigenden nationalen Umfragewerten von Donald Trump kommt hinzu, dass Trump in der ganzen Anlage seiner Kandatur beste Voraussetzungen dafür geschaffen hat, in den entscheidenden Staaten des Rostgürtels gegen Hillary Clinton zu gewinnen, wo seit Reagan kein republikanischer Präsidentschaftskandidat mehr gewonnen hat. Hält Trump die Bundesstaaten, die Mitt Romney 2012 gewonnen hat, und gelingt es ihm gleichzeitig Florida, Ohio und Pennsylvania zu gewinnne, reicht ihm das schon, um Präsident zu werden. Und das sieht recht erfolgversprechend aus. Im Swingstaat Florida dürfte Trump als Outsider der Business-Klase ebensogut punkten können wie Rick Scott.

Und im Rostgürtel ist Trump nicht nur in Ohio und Pennsylvania vor Clinton oder dicht an ihr dran, sondern nun auch schon in New Hampshire, während er gleichzeitig den traditionell republikanischen Süden, etwa Georgia und Arizona, gegen Clinton vereinigt. Wenn Trump mit seiner liberalen New Yorker Art ein paar Stimmen von radikalen Christen in Texas verliert, kann er das hingegen locker verschmerzen, denn da gewinnt er sowieso, und auch, dass er schlechte Karten hat, mit den Stimmen von Latinos New Mexiko und Colorado von den Demokraten zurückzuholen, ist nicht schlimm, denn New Mexiko und Colorado bringen zusammen gerade einmal 14 Wahlmännerstimmen auf die Waage. Im Rostgürtel gibt es hingegen viele Wahlmännerstimmen zu gewinnen, in Ohio 18, in Pennsylvania 20, in Michigan 16, in Wisconsin 10, und in New Hampshire und Iowa nochmal vier und sechs. Gewinnt Trump im Rostgürtel dick, muss er Florida also nicht einmal gewinnen.

Und im Rostgürtel sieht es wirklich gut aus für Trump. Seine Konzentration darauf, Arbeitsplätze schaffen und so Amerika wieder groß machen zu wollen, die von ihm angekündigte und von Gewerkschaftern der Region lange geforderte Neuverhandlung von Freihandelsverträgen wie NAFTA, TPP und WTO sowie das Bekenntnis zu heimischen fossilen Energieträgern wie Öl und Kohle, seine Opposition gegen sinnlose Kriege im nahen Osten und das teure NATO-Bündnis, seine Kritik an illegaler Einwanderung und seine „politisch inkorrekte“ Dampfplauderei gegen das Establishment sind alles Punkte, die im Rostgürtel grundsätzlich gut ankommen.

Clinton liegt hingegen, obwohl sie von Gewerkschaften unterstützt wird, mit ihrem politischen Programm mit den Wählern, und insbesondere der Arbeiterklasse, völlig über Kreuz. Clinton steht für das Establishment, Jobvernichtung durch radikalen Freihandel und den Kampf gegen die heimische Kohleindustrie und sinnlose Kriege im nahen Osten zum Wohlgefallen der Israel-Lobby.

Und obendrein steht sie vor allem dafür, sich je nach Zeitgeist welchen reaktionären Kräften auch immer anzubiedern. Wenn sie heute nun erklärt, sie war schon immer dafür, wogegen sie früher war, und schon immer dagegen, wofür sie bislang war, dann schafft das nicht Vertrauen, sondern macht sie politisch unglaubwürdig.

Und eine gute Antwort auf die gerade im Rostgürtel vorherrschende Kritik, dass ihr politisches Programm nach wie vor von jobvernichtenden globalistischen Konzepten wie Freihandel und weltweiten Kriegen zum Wohlgefallen der Israel-Lobby bestimmt ist, hat sie nicht. Denn im Kern ist das nun mal ihr Programm und wirklich ändern kann sie es, selbst wenn sie wollte, auch nicht so ohne weiteres, weil dieses Programm es ist, was ihre Großspender von der Wall Street im Gegenzug für ihre Spenden von Hillary Clinton verlangen. Gleichzeitig gibt es im Rostgürtel nur wenige Schwarze und Latinos, bei denen die auf die Umgarnung von ethnischen Minderheiten abzielende Rhetorik von Hillary Clinton verfangen kann. Auch mit den ständigen Attacken ihrer Kampagne und der angeschlossenen zionistischen Medien, Trump sei ein Weiberheld, dürfte Clinton nichts erreichen.

Die Wähler wissen das und haben das längst in ihre Kalkulation eingepreist, genau wie dass Trump als Geschäftsmann mit allen schmutzigen Tricks im Buch seine Geschäftsinteressen verfolgt und er, vorsichtig ausgedrückt, auch nicht unbedingt ein frommer und asketisch lebender regelmäßiger Kirchgänger ist. Sie unterstützen ihn vielmehr gerade deshalb, nämlich weil sie glauben, dass ein mit allen Wassern gewaschener und brutal agierender Geschäftsmann genau der richtige dafür ist, um eine Chance zu haben, den Augiasstall der politischen Klasse in Washington ausmisten zu können. Durch die weichen Attacken mit Home-Stories über sich angeblich mal schlecht von Trump behandelt fühlende Frauen, zumal wenn sich ein Teil dieser Geschichten anschließend als vom demokratischen Establishment zu Wahlkampfzwecken erlogen und erstunken herausstellt, wird lediglich der Eindruck verstärkt, dass die Schweine im Augiasstall in Washington Trump wirklich überhaupt nicht mögen, was die vielen Wähler, die wollen, dass der Augiasstall ausgemistet wird, dann dazu bewegt, ihn erst recht zu unterstützen. Und wenn Trump dann im Gegenzug zu den demokratischen Frauengeschichten über ihn anführt, dass Bill Clinton Frauen vergewaltigt und Hillary Clinton das gedeckt hat, dann führen die Attacken von Hillary Clinton gegen Donald Trump sie erst recht nicht zum gewünschten Ziel einer weiteren Diskreditierung von Trump.

Und dass Hillary CLinton mit ihrem plumpen und offenen Versuch, den Wählern Angst einzuflößen, bei denen weiter kommt, die den Schweinestall in Washington endlich ausgemistet wissen wollen, darf auch getrost beweifelt werden. Clinton begibt sich damit vielmehr auf das politische Niveau von Schlamm-Catchen, einer Disziplin, wo Trump anerkanntermaßen Großmeister ist. Die Taktik der weichen gefühlsduseligen Negativkampagnen gegen Trump ist schon für seine republikanischen Konkurrenten allesamt nach hinten losgegangen, und jetzt macht Clinton den gleichen Fehler, was dazu beiträgt, dass Trump in den Umfragen weiter steigt. Was Clinton stattdessen machen müsste, um Trump zu stellen, ist ihn mit harter Politik anzugehen. Das Problem dabei ist, dass ihr das sehr schwer fällt, weil Trumps unkonventionelles politisches Programm vom Inhalt her beliebter ist als das von den Interessen von Wall Street und der Israel-Lobby dominierte politische Programm von Clinton. Es ist deshalb durchaus realistisch, davon auszugehen, dass Trump in Umfragen, und insbesondere in den Swingstaaten des Rostgürtels, demnächst weiter zulegen wird, und zwar selbst dann, wenn Hillary Clinton nicht wegen Geheimnisverrat, Meineid und ähnlichen in Zusammenhang mit ihrem Email-Server stehenden Verbrechen von der Justiz angeklagt werden sollte.

Die einzige, gegen Trump noch Erfolg versprechende Wahlkampfstrategie für die demokratische Partei wäre es, Hillary Clinton aus dem Rennen zu nehmen und stattdessen Bernie Sanders als Präsidentschaftskandidat aufzustellen. Bernie Sanders liegt mit seinem gegen Wall Street und Kriege zum Wohlgefallen Israels gerichteten Wahlkampf in allen Umfragen klar vor Donald Trump.

Sanders hat das Programm und die dahinter stehende Glaubwürdigkeit, um Trump das Wasser abzugraben, und zwar insbesondere in den Swingstaaten des Rostgürtels. Der selbsterklärte demokratische Sozialist Sanders ist vom Standpunkt des wichtigen wirtschafts- und verteidigungspolitischen Programmes betrachtet in vielerlei Hinsicht etwa wie Trump, nur Sanders ist dabei zuverlässiger und sauberer, und vor allem ohne die Negativlast des skandalträchtigen Partylöwen und Dampfplauderers Trump. An Sanders vorbeizukommen wäre deshalb für Trump extrem schwierig, wahrscheinlich unmöglich. Nur macht die demokratische Partei keine Anstalten, Sanders aufzustellen. Sanders gewinnt zwar in letzter Zeit ziemlich viele Vorwahlen, doch insgesamt kann er Clinton bei der Anzahl der gewählten Delegierten nicht mehr einholen. Die demokratische Partei könnte, wenn sie wollte, das Ergebnis der Vorwahlen mit ihren Superdelegierten noch zu Gunsten von Sanders drehen.

Doch damit ist nicht zu rechnen. Die allermeisten Superdelegierten haben schon vor Beginn der Vorwahlen erklärt, Hillary Clinton wählen zu wollen. Und die Großspender von Wall Street und Israel-Lobby werden mit aller Macht darauf drängen, dass ihr Pferdchen Clinton, und sei es noch so angeschlagen, auch wirklich nominiert wird, denn Clinton ist die letzte Chance für die Lobby, an der Macht zu bleiben. Die demokratische Partei dürfte damit einer Niederlage im November entgegengehen. Dadurch dürfte der Sanders-Flügel nach der Wahl gegen den Flügel von Clinton, Wall Street und Israel-Lobby gestärkt werden, nicht unbedingt soweit, dass die demokratische Partei dabei von den zionistsichen Rassisten der Israel-Lobby gesäubert wird, aber vielleicht schon soweit, dass die Israel Lobby die Kontrolle über die demokratische Partei verliert. Viel fehlt dazu, wie der überraschend starke Aufstand von Sanders zeigt, ohnehin nicht mehr.

Doch damit sind die schlechten Nachrichten für die Israel-Lobby noch nicht zu Ende. Auf der republikanischen Spur findet derzeit offenbar ein ähnlicher Machtkampf gegen die radikal-zionistischen Neocons statt. Wie das Parteibuch vor ein paar Tagen schon mitteilte, dürfte der Erfolg von Trump kein Zufall sein, sondern Ergebnis einer diskreten, aber sehr effektiven Unterstützung durch das strammrechts-christlich geprägte Netzwerk der Koch-Brüder. Gestern nun hat das Koch Institute, der hauseigene politische Arm der Koch-Brüder, in Washington eine Konferenz zur Außenpolitik der USA abgehalten, zu der unter anderem die Autoren des der Israel-Lobby verhassten, aber offenbar die Politik der Obama-Regierung in wesentlichen Teilen leitenden Buches „The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy“ eingeladen wurden, Stephan Walt und John Mearsheimer, und obenso Ex-Botschafter Chas Freeman, der mit der Israel-Lobby ebenso über Kreuz liegt. Der Extremzionist Eli Lake verlieh im zionistischen Nachrichtendienst Bloomberg sein Entsetzen darüber Ausdruck, dass das politische Institut der Kochbrüder zur Konferenz über die zukünftige Außenpolitik der USA gleich mehrere der Israel-Lobby verhasste Experten für Außenpolitik eingeladen hat, aber keinen der sich als „neokonservativ“ bezeichnenden superaggressiven Zionisten der Republikaner. Die eher liberale und friedensliebende Webseite „The Intercept“ merkte in seinem Bericht von der Konferenz zu der von den strammrechten Koch-Brüdern finanzierten Konferenz überrascht an, die Teilnehmerliste lese sich eher so wie man sie auf einer linksliberalen Friedensdemonstration als auf einer Konferenz der größten Gönner der Republikaner erwarten würde, und den größten Applaus im Publikum habe es dabei auch noch für kriegskritische Äußerungen gegeben.

Eigentlich ist es gar nicht so schwer zu erraten, warum die strammrechten Ölmilliardäre Koch mit ihrem Netzwerk nun plötzlich die Israel-Lobby auf’s Korn nehmen. Die Israel-Lobby ist die treibende Kraft hinter dem Konflikt mit Iran und Russland, und im Rahmen dieses Konfliktes unterstützt die Israel-Lobby Saudi Arabien dabei, durch Marktflutung einen Ölpreiskrieg gegen Russland und Iran zu führen, der seit nunmehr fast eineinhalb Jahren für Ölpreise um die 50 Dollar das Fass, und teilweise sogar deutlich darunter, sorgt. Ein wesentlicher Kollateralschaden dieses Preiskrieges ist die heimische US-Ölindustrie, die aufgrund ihrer teuren Fördertechniken wie Fracking, Tiefsee- und Arktisbohrungen zu Preisen von 50 Dollar Tag für Tag riesige Verluste anhäuft und auf Dauer nicht existieren kann. Um das Blatt zu wenden und die US-Ölindustrie wieder profitabel zu machen, müssen Saudi Arabien und die mit den Saudis kollaborierende Israel Lobby in die Knie gezwungen werden.

Und es sieht gerade sehr danach aus, dass das geschieht, zwar nicht aus Menschenrechts- und Friedensgründen über die demokratische Schiene, wie die liberalen Kritiker um Bernie Sanders sich das denken, aber aufgrund von knallharten Geschäftsinteressen der US-Ölindustrie, die nicht gewillt ist, zum Kollateralschaden der aggressiven Politik der Israel-Lobby zu werden, aber es geschieht endlich. Bei 9 Mio Fass US-Förderleistung pro Tag geht gibt es für die US-Ölindustrie bei einem Preis von 50 Dollar im Vergleich zu einem Preis von 100 Dollar jährliche Mindereinnahmen von über 150 Milliarden Dollar. Bei solchen Summen fallen ein paar Hundert Millionen Dollar für den politischen Kampf gegen die Israel-Lobby kaum ins Gewicht.

Nachtrag 21. Mai: Die Panik der Unterstützer von Clinton dringt nun auch bei CNN an die Öffentlichkeit.

10 Gedanken zu “Clinton und die Lobby stecken in Schwierigkeiten

  1. Frank Walter Steinmeier hat sich sehr schlecht über Trumpf geäussert, über sein Aussenpolitischen Programm, was der … nicht einmal gelesen hatte.

  2. Soweit ich gelesen habe, wird wohl Sanders eine Empfehlung für Trump an seine Wähler aussprechen. keine Ahnung ob das stimmt.

    1. heiner

      Nein, Sanders wird ganz sicher keine Empfehlung für Trump abgeben, sondern eine für Clinton. Die Frage ist dabei jedoch, wie engagiert Sanders diese Empfehlung abgeben wird, und wie viele seiner Anhänger seiner Empfehlung folgen.

      Eine große offene Frage dabei ist etwa, welche politischen Konzessionen Clinton an Sanders für eine engagierte Empfehlung von Sanders zu machen bereit sein wird. Das kann sowohl inhaltliche Konzessionen zur Innen- und Außenpolitik betreffen als auch personelle Konzessionen. Clinton könnte Sanders etwa das Amt des Vizepräsidenten anbieten, was ihr im Wahlkampf gegen Trump gewaltig helfen könnte. Dabei wäre die Frage dann, ob Sanders das Amt nimmt, und wenn ja zu welchen Bedingungen. Und die weitere Frage wäre dann, ob das die Anhänger von Sanders wirklich alle überzeugen wird, das Team Clinton/Sanders zu wählen.

      Sollte Sanders nicht den Posten des Vize-Präsidenten bekommen, ist die wesentliche offene Frage, wie viele von Sanders Anhängern Clinton nicht wählen werden, also etwa einfach zu Hause bleiben, eine Drittpartei wie die Grünen wählen oder gar Trump wählen. Sanders persönlich hat darauf nur begrenzten Einfluss, insbesondere wenn er nicht glaubwürdig erklären kann, dass er selbst mit an Bord von Clintons Präsidentschaft ist und Clinton ihm keine wesentlichen politischen Zugeständnisse gemacht hat. Da wird von den Anhängern von Sanders sehr genau geschaut, ob Clinton Sanders an Zugeständnissen nur heiße Luft anbietet, oder ab ihre Zugeständnisse belastbare Substanz haben. Und gerade mit der Substanz dürfte es schwierig für Clinton werden, denn ihre Großspender von der Wall Street wollen in vielerlei Hinsicht so ziemlich genau das Gegenteil von dem, was die Anhänger von Sanders wollen.

  3. „Sanders hat das Programm und die dahinter stehende Glaubwürdigkeit … zuverlässiger und sauberer, und vor allem ohne die Negativlast des skandalträchtigen Partylöwen“

    Dafür aber mit der Negativlast politischer Entscheidungen, die seinem jetzigen Programm diametral entgegenstehen. Ja ich weiß, das wurde hier schon mal thematisiert: Worte an Taten messen und auf was von beidem man Glaubwürdigkeit sinnvollerweise stützt. http://www.actvism.org/articles/fakten-sanders-clinton

    Aber dieser Persilschein für Sanders ist mir dann doch etwas zu dick aufgetragen. Trump bringt natürlich jede Menge starker Sprüche aber er ist politisch unbelastet, weil neu in der Politik. Daher muß der Gegner das „Partylöwe“-Thema aufblasen auch wenn es vor dem Hintergrund des sich anbahnenden wirtschaftlichen Zusammenbruchs, Millionen von Toten durch Angriffskriege im Interesse eines kleinen weit entfernten Landes und eines von Korruption zerfressenen politischen Systems unmaßgeblich ist.

  4. Der Knoten der vermeintlich sexuellen Übergriffe Trumps wurde im Mainstream ja bereits geschürzt. Und diese Story ist sicherlich nicht zu Ende, sondern geplant unterbrochen. Es lauert also die Peripetie… das retadierende Moment, die Katastrophe.

    Wann wird dieser Giftpfeil nun aus dem Köcher der Neocons geholt und abgeschossen: erst während der Präsidentschaftswahl oder bereits vorher?

    -Drei Akte Zeit bleiben den Banditen noch.

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