RJC-Kopf Adelson kapituliert vor Trump

Der vom Spitzenfunktionär der Koch-Brüder, Corey Lewandowski, gemanagte designierte republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist einen wesentlichen Schritt weiter dabei gekommen, sich gegen die Neocons durchzusetzen und zum unangefochtenen Chef der republikanischen Partei aufzuschwingen.

Zum inoffiziellen Kopf der Republican Jewish Coalition, dem Multimilliarden schweren Glücksspiel-Unternehmer und größtem Wahlkampfspender 2012, Sheldon Adelson, haben wir im Parteibuch in der letzten Zeit wenig geschrieben. Auch als wir uns kürzlich darüber lustig gemacht haben, dass der aufgrund der zionistischen Medienarbeit extrem unbeliebte Charles Koch, dessen strammrechts-christliche Bewegung Trump die Nominierung ermöglicht hat, Hillary Clinton bei ABC einen öffentlichen Todeskuss gab, indem er erklärte, dass er möglicherweise lieber Clinton anstelle von Trump unterstützen würde, haben wir Adelson, der die starke Macht hinter Netanjahu, den Neocons und ihrer Israel-über-Alles-Krieg-Krieg-Kriegsideologie ist, und seine schon vor einer Woche kurz und überraschend geäußerte Unterstützung für Trump nur beiläufig erwähnt.

Der wesentliche Grund für diese Zurückhaltung war, dass es schwierig einzuschätzen war, ob Adelson seine plötzliche Unterstützung für Trump ernst meinte, oder ob er Trump damit nur einen Todeskuss verpassen, also Trump mit seinem schlechen Ruf herunterziehen, wollte, ähnlich wie das Charles Koch vor einigen Tagen bei ABC offensichtlich mit Clinton gemacht hat. Schließlich liefen trotz der von Neocon-Führer Adelson halbherzig geäußerten Unterstützung für Trump die unablässigen Attacken der Neocon-Propaganda gegen Trump auf Hochtouren weiter. Der Führer der Hasbara der Neocons, Gründersohn Bill Kristol, proklamierte vorgestern noch, dass die – von Trump angestrebte – Einigung der Partei die Kapitulation bedeutet.

Mit der vollmundigen Unterstützung von Donald Trump durch Sheldon Adelson in einem Artikel in Jeff Bezos Neocon-Postille „Washington Post“ sieht das nun anders aus. Nicht nur klingt seine Unterstützung nun sehr deutlich, sondern obendrein hat Adelson bisher auch das von der New York Times dazu verbreitete Gerücht nicht dementiert, dass er plant, Trump über 100 Millionen Dollar Wahlkampfhilfe zu geben und gleichzeitig bei der Unterstützung von Kandidaten für den Kongress in diesem Jahr sehr zurückhaltend zu sein. Insbesondere die Kanalisierung des Spendengeldes für die Kongresswahlen über Trump dürfte Trump sehr hilfreich dabei sein, Abgeordnete und Kandidaten für den Kongress davon zu überzeugen, gut mit Trump zusammenzuarbeiten und damit die Partei hinter Trump zu einen. Bill Kristol hat recht damit, dass das Adelsons Kapitulation vor Trump ist – wäre da besondere Sympathie, hätte Adelson bei den Vorwahlen sicher nicht Trumps Gegenkandidaten unterstützt. Um Adelsons Kapitulation zu verstehen, muss man sich in seine Lage versetzen. Trumps Nominierung noch zu verhindern, geht nicht mehr. Adelson hat nun zwei Möglichkeiten, entweder weiter gegen Trump zu arbeiten oder den designierten republikanischen Kandidaten Trump bei der Präsidentschaftswahl zu unterstützen.

Angenommen, Adelson würde nun weiter gegen Trump arbeiten. Dann git es wieder zwei Möglichkeiten: Adelson gelingt es, den Wahlsieg von Trumo im November zu verhindern, oder Trump gewinnt im November trotzdem. Beide Varianten wären schlecht für Adelson. Verliert Trump im November, bekäme Adelson von Trump und der republikanischen Partei die Schuld daran zugewiesen, und die Partei würde nach der Wahl einen parteiinternen Krieg gegen Adelson und seine Neocons führen, den Adelson nicht gewinnen kann. Dabei wäre es dann durchaus denkbar, dass Anhänger von Trump im Kongress aus Rache – und zur Säuberung der republikanischen Partei von den Verrätern – mit Demokraten zusammenarbeiten, wenn es darum geht, Adelson fertig zu machen, wobei etwa der Entzug seiner Glückspiellizenz an Anfang sein könnte. Auf die Unterstützung von den Demokraten oder ein erfolgreiches Überlaufen zu den Demokraten kann Adelson als so etwas wie Feindbild Nummer 1 des liberalen Flügels der Demokraten kaum hoffen. Und würde Trump die Präsidentschaftswahl trotz Querschüssen von Adelson gewinnen, dann wäre damit zu rechnen, dass Trump all seine so gewonnene Macht dazu nutzt, um Adelson und seine Neocon-Bande an Parteiverrätern dann damit nach allen Regeln der Kunst und nach Strich und Faden fertig zu machen.

Durch die Unterstützung von Trump sieht die Welt für Adelson viel besser aus. Verliert Trump, kann Adelson sagen, an ihm habe es nicht gelegen. Mit Verweis auf die Unfähigkeit von trump und seinen Leuten, zu gewinnen, können Adelson und seine Leute dann wieder mehr Macht – oder die volle Kontrolle – über die republikanische Partei einfordern. Adelson stünde also wieder so da, wie unter der Präsidentschaft von Obama, angeschlagen durch eine demokratische Präsidentschaft, aber mit großer Unterstützung durch die Partei – ganz so, als wenn seine Pferdchen Bush und Rubio die Wahl gegen Clinton verloren hätten. Gewinnt Trump hingegen die Präsidentschaft, dann kann Adelson sich als erfolgreichen teamorientierten Flügelstürmer der Partei präsentieren und seinen Teil an Ruhm und Ehre daran sowie einen politischen Preis für seine Unterstützungsarbeit einfordern. Das reicht dann zwar vermutlich nicht, um die Interessen Israels wieder vor die der USA zu stellen, wäre für Adelson aber viel besser als alle anderen Varianten.

Mit der Unterstützung von Adelson für Trump ist nun zu erwarten, dass die republikanische Partei einschließlich noch versprengter Neocons sich ziemlich schnell hinter Trump versammelt, dass Trump zügig die vielen Spendengelder zusammenbekommt, die er für seine Wahlkampagne und die übliche Finanzierung von Rennen für den Kongress durch den Präsidentschaftskandidaten braucht, und dass der als Stealth-Kandidat der Koch-Brüder angetretene Medien- und Verkaufsprofi Donald Trump der vornehmlich von eher liberalen jüdischen Milliardären wie George Soros finanzierten demokratischen Kriegstreiberin Hillary Clinton über den Rostgürtel kommend sehr gefährlich werden wird. Trump ist mit seiner von vornherein auf die Swingstaaten des Rostgürtels abgestimmten politischen Botschaft exzellent positioniert, um die Präsidentschaftswahl gegen die angeschlagene und gerade für den wichtigen Rostgürtel schlecht eingestellte demokratische Kandidatin Clinton zu gewinnen.

Trump und seine Koch-Manager beweisen also einmal mehr strategische Weitsicht, dass sie sehr genau wissen, was sie tun, und die Wahlkampagne wie einen im Detail durchgeplanten Krieg führen.

18 Gedanken zu “RJC-Kopf Adelson kapituliert vor Trump

  1. Nach der Erklärung von Sheldon Adelson gibt es für die Neocons kaum noch Hoffnung, dass Kristol & Co. für die Präsidentschaftskandidatur eines „unabhängigen Republikaners“ genug Geld auftreiben könnten. Fred Barnes (Stellvertreter von William Kristol im „Weekly Standard“) scheint jetzt auch vor Trump zu kapitulieren. Würde der „Weekly Standard“ Hillary Clinton unterstützen, dann würde er viele Leser verlieren, ohne neue Leser zu gewinnen.

    Zitat:
    „On November 8, we’ll choose between Clinton and Trump. It’s not so much that he is better, though he is. But she fails to meet minimal standards a conservative or a Republican should insist on. A vote for Clinton would be wrong. Voting for a third-party candidate or not voting would be half a vote for Hillary. To defeat her and the myth, a vote for Trump is required.“
    http://www.weeklystandard.com/the-hillary-myth/article/2002380

    1. hanswernerklausen

      Ja, und dabei hat sich PNAC/AEI-Neocon Reuel Marc Gerecht in derselben Ausgabe noch soviel Mühe gegeben, den Neocons in einem ellenlangen Artikel klarzumachen, dass sie Hillary Clinton unterstützen müssen, weil Clinton die beste Chance sei, die USA zurück auf Kriegskurs gegen den Iran zu bringen.

      http://www.weeklystandard.com/article/2002384

      Was nun spannend zu sehen sein wird, ist inwiefern die Tritte der Neocons unter dem Tisch gegen Trump weitergehen. Man kann ziemlich sicher sein, dass Trump sich an solche Tritte der Neocons unter dem Tisch – wenn sie nun nicht sehr plötzlich aufhören – auch nach der Wahl im November noch erinnern wird, egal ob egal gewinnt oder verliert, und spätestens dann kräftig gegen die Neocons zurücktritt.

  2. Neocon-Darling Senator Ben Sasse aus Nebraska hat die Trump-Bewegung nun auch eingetütet:

    http://www.omaha.com/news/politics/delegates-at-nebraska-gop-convention-smack-down-ben-sasse-s/article_81ab22b0-19ef-11e6-8d8d-93e8a7154d6a.html

    Da bleiben bei den Republikanern nun nicht mehr viele versprengte Truppen der Neocons übrig, die noch einen Aufstand gegen Trump wagen könnten.

    Paul Singer gehen die Kandidaten für so einen Versuch aus:

    http://thehill.com/homenews/campaign/279890-where-gop-donors-stand-on-trump

  3. ob nun christlich stramm-rechts oder zionistisch ist mir völlig wurscht…!

    Von mir aus kann sich das ganze Gesindel einen Bürgerkrieg liefern…!

    Ich kann einfach nicht verstehen warum ihr diesen dritten Welt Staat so viel Beachtung beimesst?

    1. ansa

      „Ich kann einfach nicht verstehen warum ihr diesen dritten Welt Staat so viel Beachtung beimesst?“

      Wir schauen bei den USA so genau hin, weil dieser Staat nach wie vor große Macht hat, und diese Macht in weiten Teilen der Welt großen Einfluss hat. US-Präsidenten machen unter anderem Kriege – oder seltener Frieden – , ihr Geheimdienst CIA hat großen Einfluss auf Regierungen anderer Staaten, und sie haben so großen Einfluss auf die öffentliche Meinung, dass sie oft auch prägend für den Zeitgeist sind, etwa in wirtschaftlicher, sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht.

      Mit anderen Worten: ein Wechsel der US-Präsidentschaft kann nicht nur sehr wichtig für Kriege wie die gegen Libyen, Syrien, Irak, Jemen und Afghanistan sein, sondern auch auf den Zeitgeist in inoffiziellen US-Kolonien wie Deutschland, EU, Japan und so fort stark wahrnehmbare Auswirkungen haben.

      1. Hängt es wirklich so sehr von der Person des Präsidenten ab, welche aussenpolitische Agenda in den USA gefahren wird. Mitunter wird er ja m. E. nach zu Recht auch als „Präsidentendarsteller“ bezeichnet ?
        Ich gehe so-wie-so eh davon aus, dass Clinton wie auch immer durchgedrückt wird.
        Dass sich nun reihenweise vormals Anti-Trump Neocons hinter ihn schlagen deute ich eher als „Umarmung“, um ihn letztendlich in den Griff zu bekommen.
        Ich halte das Kartell im Hintergrund für mächtig seine Agenda durchzudrücken, gleich wer sich „Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika“ nennen darf. Ich muss da immer etwas schmunzeln, wenn er durchgehend in den Gazetten als der mächtigste Mann der Welt geschimpft wird.
        Ich teile daher auch nicht uneingeschränkt die positiven Hoffnungen die ich beim Parteibuch bei eine Wahl von Trump meine auszumachen.

    2. Henry

      Ja, gerade in der Außen- und Kriegspolitik kann eine Menge davon abhängen, wer Oberbefehlshaber über US-Militär und Geheimdienste ist.

      Einmal hängt da sicher einiges von der Person des Präsidenten ab – etwa bezüglich der Frage, ob der Präsident den Finger schnell am militärischen Abzug hat oder eher nicht. Mit Romney als Präsidenten hätten wir 2013 mit ziemlicher Sicherheit eine massive Bombardierung der syrischen Streitkräfte gesehen, anstelle eines Deals mit Russland und Syrien zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen.

      Und dann hängt natürlich eine Menge ab davon, welche politischen Kräfte einen Präsidenten stützen, also welche Interessen diese politischen Kräfte haben. Ohne Unterstützung durch politische Kräfte kann ein Präsident nur wenig machen. Das setzt natürlich voraus, dass es wirklich eine Wahl zwischen zwei verschiendenen Krfäten gab, und nicht etwa die Wahl nur darin bestand, ob zionistische Extremisten die nächsten von ihnen durchgesetzten US-Angriffskriege für Israel republikanisch mit Sicherheitsinteressen oder demokratisch mit Menschenrechtsrethorik begründen. So ein Fall könnte etwa die Wahl zwischen Bush und Gore 2000 gewesen sein.

      Aber man kann zum Beispiel sagen, dass es mit Mitt Romney oder Hillary Clinton und den radikalzionistischen Milliardären, die sie jeweils politisch stützen, den Iran-Deal sicherlich nicht gegeben hätte – das war ein Projekt von Obama und den etwas liberaler-zionistischen Milliardären, die Obama unterstützen.

      Und so gibt es auch erhebliche Unterschiede der Interessen von dem hinter Trump stehenden dem öl- und realwirtschaftsnahen Koch-Netz einerseits und den Interessen von dem hinter Rubio, Bush und Clinton stehenden radikalzionistischen Wallstreet-Netz andererseits – die dann etwa in eine unterschiedliche Politik münden dürften. Ölfirmen wie Koch dürften etwa gar nichts davon halten, dass die Saudis einen Ölpreiskrieg gegen Iran und Russland zum Wohlgefallen Israels führen, während Zionisten und Wall Street das prima finden. Aufgrund dieser unterschiedlichen Intressen ist dann auch eine unterschiedliche Politik gegenüber Saudi Arabien zu erwarten – Trump hat etwa bereits mehr als deutlich gemacht, wie kritisch er die Saudis sieht, was den Kochs und ihren Partnern durchaus gefallen dürfte.

      Die Beeinflussung des globalen Zeitgeistes durch den US-Präsidenten ist hingegen etwas schwieriger zu fassen, aber wenn man es rückwirkend betrachtet, dann kann man durchaus sehen, wie die Präsidentschaften sich auf die weltweiten Stimmungen der Bevölkerungen ausgewirkt und sie tief verändert haben – das aber übrigens nicht immer so, wie von den Präsidenten geplant, man denke nur, an George W. Bushs „Erfolg“ dabei, weltweiten Widerstand gegen den US-Imperialismus zu schüren, oder Bill Clintons „Erfolg“ bei der Erschaffung einer Anti-Globalisierungsbewegung.

      Diese Richtungsänderungen des Zeitgeistes sind schwer zu greifen, aber es gibt sie und US-Präsidenten haben Einfluss darauf. Rückwirkend mag man bei Obama etwa vielleicht erkennen, dass Obama die USA weg von der Allianz mit den saudischen Wahhabiten und hin zu besseren Beziehungen mit Iran gesteuert hat. Oder man wird es so sehen, dass Obama den unter Clinton und Bush von Zionisten geschürten Zeitgeist der radikalen Islamophobie umgedreht hat. Vielleicht wird Obama auch als derjenigen in die Geschichte eingehen, der mit seiner Politik eine Allianz zwischen Russland und China zustande gebracht hat, und in Europa Bewegungen wie die AfD stark gemacht hat. Man wird das sehen.

      Was zukünftige Präsidenten angeht, ist es natürlich noch ungleich schwerer zu sagen, welche Auswirkkungen sie auf den globalen Zeitgeist haben werden. Wenn Clinton wie erwartet weiter serienweise Kriege für Israel und Saudi Arabien führt, wird sie damit die ganze Welt wie beabsichtigt zionisieren oder wird sie damit einen gigantischen Rückschlagseffekt gegen Zionismus und Wahhabismus auslösen? Und wird Trump möglicherweise wie erwartet den von den hinter Hillary, Jeb und Rubio stehenden Neocon-Kräften gewünschten Krieg gegen Iran vermeiden, aber dafür einen unerwarteten Krieg gegen China beginnen?

      So etwas ist sehr schwer vorherzusehen.

      1. Vielen Dank für die Mühe einer solch umfangreichen Antwort.
        Von mir dazu noch einige Gedanken : Präsident-Oberbefehlshaber…….na ja, da sind auch immer genügend Leute um ihn. Frage auch, mit welchen Informationen er von wem mit welchen Interessen versorgt wird. Und, war es nicht so, dass z.Bspl. Nixon einfach für unzurechnungsfähig erklärt wurde, oder so ähnlich ?
        Ich gehe auch davon aus, dass es unterschiedliche Interessen und Vorgehensweisen von verschiedenen Fraktionen in der Machtelite gibt und die sich möglicherweise in den Kandidaten fokussieren. Ob und welche der Fraktionen letztendlich positiver (welche Kriterien will man da anlegen?) zu bewerten ist, na ja, die USA als alleinige unumschränkten Hegomon auf der Welt wollen wohl bei keiner in Frage gestellt.
        Dass dieser Hegemon zu Ende geht scheint mir nicht die Frage, sondern wieviel Unheil er noch anrichtet, bis ihm nichts übrigbleibt zu kapitulieren.
        Ich sehe das eben nicht so sehr personalisiert sondern suche eben nach den Hintergründen, aber da haben Sie sicher mehr Einblick, bei mir sind es eher Ahnungen.

      2. Henry

        Nixon hat die Parlamentsmehrheit verloren und ist einer Amtsenthebung dann durch einen Rücktritt zuvorgekommen. Nixon war seinerzeit übrigens der Ansicht, er liege im Amtsenthebungsverfahren mit der jüdischen Kabale – oder so ähnlich – im Streit. Das war damals übrigens ein nicht ganz unähnlicher Konflikt wie heute der zwischen Trump und den Neocons – Nixon wurde damals wie Trump heute von den überwiegend weiß-christlichen Südstaaten unterstützt, und Nixons Gegner waren damals unter anderem – wie bei Trump heute – die jüdische Zeitung Washington Post.

    3. „Von mir aus kann sich das ganze Gesindel einen Bürgerkrieg liefern…!
      Ich kann einfach nicht verstehen warum ihr diesen dritten Welt Staat so viel Beachtung beimesst?“

      So etwas macht mich sprachlos: Die Clique, die sich an Macht festgesetzt hat, sind nicht die USA. Ja natürlich sollten sie repräsentieren. Aber genau das ist ja das Problem mit Verrätern, daß sie eben genau das nicht tun, sondern die Seite gewechselt haben. Die Menschen in den USA sind in erster Linie Opfer und nicht Täter. Ebenso wie hier viele Opfer von IM Erika und ihren Seilschaften sind.

      Das ist kein Konflikt zwischen Ländern sondern zwischen oben und unten. Und nur wenn wir uns einig sind, werden wir das Problem lösen.

  4. Um den Hirn Müll zuverstehen der NeoCons, sollte man das mal lesen, denn es steht auf der Website des John Bolton, der dieses Institut betreibt.

    Man verherrlicht den Irak Krieg als Erfolg, die Bundeswehr ist lächerlich und hat Nichts verstanden.

    Der große Rückzug des Westens

    von Giulio Meotti = (Kulturredakteur der Tageszeitung Il Foglio, ist ein italienischer Journalist und Autor.)
    14. Mai 2016

    Englischer Originaltext: The Great Western Retreat
    Übersetzung: Stefan Frank

    ………………………….
    2003 war Italien gemeinsam mit Spanien und Großbritannien eines der sehr wenigen Länder gewesen, die in dem ehrenwerten Krieg im Irak an der Seite der Vereinigten Staaten gestanden hatten – ein Krieg, der bis zu dem schändlichen US-Rückzug am 18. Dezember 2011 erfolgreich war.

    Heute rennt Italien wie Spanien vor seiner Verantwortung im Krieg gegen den Islamischen Staat davon. Dass Italien sich an Aktionen gegen den IS beteiligen könnte, hat Italiens Verteidigungsminister Roberta Pinotti ausgeschlossen, nachdem die EU-Verteidigungsminister eine französische Anforderung nach Hilfe zuvor noch einhellig unterstützt hatten.

    Italienische Soldaten, die auch vor dem Büro meiner Zeitungsredaktion in Rom stationiert sind, bieten den Anschein von Sicherheit, doch die Tatsache, dass die Hälfte von Italiens Armee sich um die innere Sicherheit kümmert, statt offensive Militäraktionen durchzuführen, sollte uns zu denken geben. Diese Zahlen werfen nicht nur ein Licht auf Europas innere Front im Kampf gegen den Terror – von den französischen banlieues bis nach „Londonistan“ –, sondern auch auf den großen Rückzug des Westens.

    US-Präsident Barack Obama hat mit dem Rückzug der amerikanischen Streitkräfte aus dem Nahen Osten geprahlt, der Teil seines Erbes als Präsident sein soll. Doch sein schmählicher Abgang aus dem Irak ist der Hauptgrund dafür, dass der Islamische Staat an die Macht gekommen ist – und der Grund, warum Obama den militärischen Rückzug aus Afghanistan verschoben hat. Dieser Rückzug der USA kann nur mit dem Fall von Saigon verglichen werden; seinerzeit musste die amerikanische Botschaft mithilfe eines Hubschraubers evakuiert werden.

    In Europa sind die Armeen nicht einmal mehr für einen Krieg bereit. Die deutsche Armee ist inzwischen nutzlos, und Deutschland gibt lediglich 1,2 Prozent des BIP für Verteidigung aus. Das deutsche Heer hat die niedrigste Truppenstärke in der Geschichte……
    Im Januar kam ans Licht, dass die Aufklärungsflugzeuge der deutschen Luftwaffe nicht bei Nacht fliegen können.

    Viele europäische Staaten haben mit ähnlichen Umständen zu kämpfen wie Belgien mit seinem gescheiterten Sicherheitsapparat. Selbst ein hochrangiger US-Geheimdienstoffizier verglich kürzlich die belgischen Sicherheitskräfte mit „Kindern“. Und Schwedens oberster Befehlshaber, Sverker Göranson, sagt, sein Land könne eine Invasion höchstens eine Woche lang abwehren.

    Auch Großbritannien wird sowohl von seinen amerikanischen als auch von seinen europäischen Verbündeten schon seit zehn Jahren als eine im Abstieg begriffene Macht angesehen, die sich nur noch auf innere Angelegenheiten konzentriert. Die Briten werden immer mehr zu einem Inselvolk – zu einem Kleinengland.

    http://de.gatestoneinstitute.org/8038/rueckzug-westens

    Ein italienischer Journalist (erst seit kurzem als Journalist tätig auch für Israel

    Giulio Meotti

    https://giuliomeotti.com/

    1. navy

      Ja, der Text ist typisch für die Neocons. Ihre Ziele werden auch da klar erkennbar; Israel über Alles, Krieg, mehr Krieg, noch mehr Krieg, schneller Krieg, mehr Rüstungsausgaben, und wenn die Kriege der Neocons schiefgehen, dann waren daran Leute Schuld, die nicht genug Krieg wollten. Das sind die Markenzeichnen der Neocons.

    1. Schade, das Trollerei entfernt wird, wenn es denn welche war. Ist halt dennoch interessant was Leute denken und wie sie so ticken bei solchen Themen. Obwohl sein Beitrag oben bis auf „Gesindel“ auch ziemlich unsinnig war.

      Danke jedenfalls für die letzten Beiträge des PB und auch die Antworten seitens des PB nimmt man dankbar als kleines, interessantes Extra gerne mit. Nun würde mich mal kurz interessieren, wie ihr folgenden Absatz bewertet. Auch wenn das in der Vergangenheit schon mal diskutiert wurde bzw. auch hier tlw. schon aus dem Artikel und den Antworten hervorgeht.

      „Sie haben viele mächtige Menschen aus Geheimdiensten, auch Politiker wie Gorbatschow, Helmut Kohl etc. kennengelernt. Wer ist Ihrer Meinung nach, der mächtigste Mensch auf dem Planeten?

      (Überlegt einen Augenblick…) Der machtloseste Mensch ist Barack Obama. Das ist ein reiner Polit-Darsteller. Solche Menschen sind Marionetten und spielen nur die Rolle des Mächtigen. Große Macht muss man meines Erachtens dort suchen, wo das Machtmittel Nr. 1 beherrscht wird. Das ist die Leitwährung, das ist die Federal Reserve. Am ehesten sind diese Personen in diesem Umfeld zu finden. Auch wer die Preise für Gold und Diamanten fixiert, lässt sich auch leicht recherchieren. Konfuzius hat gesagt „Wenn Du wissen willst, wer die Macht hat, dann frage Dich, wen Du nicht kritisieren darfst.““

      http://www.cashkurs.com/kategorie/gesellschaft-und-politik/beitrag/interview-mit-kolja-spoeri-teil-3-die-oelwaffe-fluechtlingsindustrie-und-die-fed/

  5. „Nixon wurde damals wie Trump heute von den überwiegend weiß-christlichen Südstaaten unterstützt, und Nixons Gegner waren damals unter anderem – wie bei Trump heute – die jüdische Zeitung Washington Post.“

    Dann geht diese Wahl also um einen Trump, der wie Nixon in Vietnam Atombomben werfen will, eine Clinton, die Atombomben werfen will und einen Sanders, der für Neocon-Kriege stimmt, was letztlich ebenfalls auf das Werfen von Atombomben hinausläuft und der schon jetzt mitverantwortlich ist für die fünfhunderttausend durch die Blockade ermordeten irakischen Kinder, von denen Hillary Clintons derzeitige Wahlkampfhelferin und Vorgängerin im Amt der US-Außenministerin, im landesweiten US-Fernsehen sagte, „es war den Preis wert“.

    Dazu Jeremy Scahill, investigativer Journalist, Kriegskorrespondent und Autor der internationalen Bestseller “Dirty Wars: The World Is a Battlefield” und “Blackwater: The Rise of the World’s Most Powerful Mercenary Army”, berichtete aus Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Jemen und Nigeria:

    „Vor allem ist Hillary Clinton eine der legendären demokratischen Kriegshetzer der modernen US-Geschichte. Sie ist das, was ich eine „Cruise-Missile-Liberale“ nenne, die glauben daran, Raketen abzufeuern, um Probleme zu lösen und rund um die Welt zu zeigen, wie knallhart sie sind. Als Hillary Clinton Außenministerin war, hat sie in Wirklichkeit die Paramilitarisierung einiger Armeedivisionen des Außenministeriums geleitet. Damit war sie die Hauptarbeitgeberin der privaten militärischen Vertragspartner [u. a. Blackwater], die im Auftrag der US-Regierung arbeiten und war eine der Schlüsselfiguren bei der schrecklichen Zerstörung, die wir jetzt in Libyen sehen, weil sie den Regierungssturz unterstützte.“

    Und Bernie Sanders hat kürzlich nicht nur öffentlich direkt zugegeben, Obamas menschenrechtsverbrecherische Mordliste zu unterstützen.

    „…um bei der Wahrheit zu bleiben, Bernie Sanders ist in den 1990ern ein Unterstützer und Unterzeichner eines Gesetzes gewesen, das von Donald Rumsfeld, William Kristol und diesen berüchtigten Neocons geschrieben wurde, die das Desaster der Irak-Invasion angerichtet haben, mit Unterstützung der Demokraten. Bernie Sanders unterzeichnete das Schlüsseldokument, das Gesetz, das als Ergebnis des „Project for a New American Century“ geschaffen wurde und das von Bill Clinton verlangte, den Regierungssturz im Irak zum Landesgesetz zu machen. Bernie Sanders stimmte für dieses Gesetz, das – noch mal – von Donald Rumsfeld und den Neocons ausgearbeitet worden war.

    Bernie Sanders hat anschließend das brutalste Regime der Wirtschaftssanktionen in der Geschichte der Menschheit unterstützt, das hunderttausende Iraker das Leben kostete. Er unterstützte Präsident Clintons als als sogenannte Flugverbotszonen getarnte Bombardierung des Irak, die am längsten andauernde Bombenkampagne seit Vietnam. Bernie Sanders war für Regierungssturz. Bernie Sanders unterzeichnete ein Neocon-Gesetz, das die Irak-Invasion erst möglich machte. […] Das Desaster der Irak-Invasion, das er nun Hillary Clinton vorhält, hat Bernie Sanders selbst ermöglicht.“

    https://www.youtube.com/watch?v=nswznyccyTg ab Min. 2:10

    Wie sagte seinerzeit schon George W. Bush im Fersehinterview: „Wir können nicht verlieren.“ Bei solchen Scheinwahlen wohl wirklich nicht.

  6. Die USA haben sich so gründlich verstrickt, daß die letzte Schlinge dieses Gehäkels nur noch um den eigenen Hals passt.

    Mit der Clinton wird es schneller gehen, mit Trump the Trumpet wird es etwas länger dauern.

    Auf ein Wunder zumindest hofft doch kein klarer Kopf! Denn dieses Wunder hieße den sofortigen und totalen Ausstieg der USA aus allen offenen und verdeckten Kriegen.

    Und diese heroische Tat traut Trump sich nicht nur nicht; sondern diese ungeheure Überlebensnotwenigkeit für die USA wird ihm nicht einmal bewußt sein. Aber vielleicht macht er ja Paul Craig Roberts zum Aussenminnister…

    – Ansonsten wie immer herzlichen Dank für die fundierte Recherche des parteibuches.

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