Seymour Hersh: Bernie Sanders erster nicht vom Geld New Yorker Juden abhängiger demokratischer Präsidentschaftsbewerber

Nachdem J.J. Goldberg vor ein paar Tagen in einer Podiumsdiskussion bei der Jahresgala von J Street über den Einfluss von jüdischem Geld auf die US-Politik geredet und damit ein Tabu gebrochen hat, hat der aus einer litauisch-jüdischen Familie stammende prominente Journalist Seymour Hersh nun erklärt, der jüdische Kandidat Bernie Sanders sei der erste demokratische Präsidentschaftskandidat, seit er sich erinnern kann, der sein Geld nicht von reichen Juden in New York bekommt.

Den Kommentar hat Seymour Hersh bei Democracy Now abgegeben, hier im Video ab etwa Minute 4:44:

Hier ist eine Übersetzung des Parteibuchs von Hershs Kommentar:

Ich war oft in Israel, habe viele Freunde da, und es gibt da viele gute Leute, aber wir alle wissen, dass wir auf Kurs – Chaos wird kommen. Und hier haben wir jetzt einen Typen, der im Rennen um die Präsidentschaft ist. Das ist etwas, glaube ich, wissen Sie, verboten – eine verbotene Aussage. Aber er ist der erste Demokrat seit ich Politik beobachte, 50 – ich bin alt, älter und launischer als Bernie. Aber, jedenfalls, er ist der erste Demokrat, der tatsächlich nicht zur jüdischen Gemeinschaft in New York gehen musste, um Geld für seine Bewerbung als Präsident zu bekommen. Und das ist etwas erstaunliches. Wir könnten in der Lage sein, wirklich unsere Politik zu ändern und die Israelis wissen zu lassen, dass es da eine Einigung geben muss – nicht nur eine Teilung, nihct nur zwei Staaten, sondern eine echte Einigung, eine Friedensvereinbarung, in der Gegend.

Donald Trump bekam, wie vorher im Video zu sehen, auch Lob von Seymour Hersh, weil er die NATO überflüssig genannt hat, was sie auch wirklich sei, nur was man sonst rechts nie höre.

PS: Mondoweiss weißt dazu übrigens darauf hin, dass es nicht das erste Mal war, dass Seymour Hersh öffentlich über jüdisches Geld gesprochen hat, dass die Kriegstreiber der Israel Lobby stark macht. 2007 hat Symour Hersh bei Democracy Now bereits gesagt, dass jüdisches Geld aus New York hinter den Bemühungen des US-Kongresses stehe, zur Unterstützung Israels Krieg gegen Iran anzuzetteln.

12 Gedanken zu “Seymour Hersh: Bernie Sanders erster nicht vom Geld New Yorker Juden abhängiger demokratischer Präsidentschaftsbewerber

  1. Das mag ja ganz nett sein, wird Sanders doch wohl aber nicht mehr helfen die Vorwahlen zu gewinnen!???

    P

    1. Wie verrotter die US Politik ist, zeigt das die Verbrecherin, Massenmörderin und schlimmer wie Hitler und Stalin zusammen: Hillary Clinton wohl nomiert wird

      1. …auch Portoschenko nannte Hitler und Stalin in einem Atemzug , noch dazu verglich er Hitler mir Putin. Da sind Sie ja in einer netten Gesellschaft!

  2. Bernie ist selber Jude!
    Aber was noch schlimmer ist: er ist überzeugtes Mitglied der Klimasekte.
    Wie auch immer, des dürfte Hillary werden.
    Keine dürfte die Roten Knöpfe hundertfach so drücken wie Hillary und damit kreischen „We came, we bombt, and the world died.“

  3. Ob Bernie dann als Unabhängiger antritt? Ich weiß nicht, wie voll seine Wahlspendentöpfe sind. Jedoch scheint die Demokratische Partei nicht immer neutral gewesen sein und hat häufig einseitig Clinton unterstützt.
    Bernie, in seinem Alter, kann auch gut alles auf eine Karte setzten. Doch welche Schritte für die soziale Bewegung gut ist können wir hier aus Europa kaum abschätzen. Clinton gleich Krieg. Sie wird das „Feudalsystem“ etwas durchlässiger machen. Es können dann auch eine Hand voll Angehörigen von Randgruppen Prinzen und Prinzessinnen werden. Der Hofnarr darf auch Afro-Amerikaner sein. Doch die Masse der Menschen, egal ob jetzt Nachkommen von irischen, deutschen oder italiänischen Einwanderer oder ehemalige Sklaven etc. werden den Status des freien Bauern und Handwerker verlieren und Leibeigene werden. Dann kann zwar jede Magd und Knecht theoretisch auch mal geadelt werden. Doch für die Masse der Menschen wird es immer ein Traum bleiben. Sie werden die Schulden für ihre Ausbildung abstottern. Wenn sie ausgequetscht sind, landen sie auf der Straße und werden an der nächsten Krankheit dahingerafft.

  4. DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT Teil 2

    Wie gerne greift man doch nach jemandem, der wie ein Strohhalm aussieht. Wir wissen, daß nach den „Change“-Lügen die Neocon Agenda lückenlos fortgsetzt wurde aber haben immer noch nichts daraus gelernt. Und jetzt mache man mal einen Schwenk von Worten und Wunsch-Projektionen zu Taten und harter Realität:

    http://www.actvism.org/articles/fakten-sanders-clinton

    Ab 1:45 hat Jeremy Scahill einiges zur Realität über Sanders ausgegraben. Ja: Sanders in trauter Eintracht mit den Neocons. Überrascht? Wie oft denn noch?

    Erst wenn Worte an Taten gemessen werden, wird sich wirklich etwas ändern. Das ist notwendig. Aber es ist auch hinreichend. Ja so einfach. Wir brauchen die Welt nicht zu ändern. Nur uns selbst.

    1. Karsvo

      Nein, das überrascht keineswegs. Bernie Sanders ist ja – zumindest bislang – auch in dem System gefangen, wo extrem-zionistische Milliardäre die USA beherrschen. Ohne deren Agenda zumindest zum Teil mitzumachen, kann man – oder jedenfalls konnte man – in den USA keine Wahlsiege erringen. So lässt es sich auch erklären, dass Bernie Sanders für die von der NRA gewollten Gesetze gestimmt hat – ganz ohne finanzkräftige Lobby und starke Organisation im Rücken kann man in den USA bislang keine Politik machen.

      Deshalb ist die Besondersheit, dass er der erste ernsthafte demokratische Präsidentschaftskandidat ist, dessen Kampagne nicht von jüdischen Milliardären finanziert wird, so bedeutsam. Das verschafft Sanders, falls er Präsident werden sollte, eine gewisse Unabhängigkeit von diesen Milliardären. Das ändert aber nichts daran, dass diese Milliardäre trotzdem noch über jede Menge Macht verfügen, insbesondere über die Medien. Deswegen kann er sich in seiner Wahlkampagne kaum weiter aus dem Fenster lehnen, als die Bevölkerung das mitmacht. Ob Sanders – anders als der größte Teil der an US-Exzeptionalismus glaubenden US-Bevölkerung – wirklich progressiv und friedenswillig ist, sei mal dahingestellt – der Unterschied zu Clinton – die noch keinen Krieg für Israel gefunden hat, den sie nicht mochte, und selbst mit Madeleine Albright (Zur Erinnerung, das war die, die sagte, „500.000 tote Kinder sind ein Preis, der es Wert ist, den Dikator Hussein zu schwächen“ und dafür anschließend von Bill Clinton zur Außenministerin befördert wurde.) 2016 noch Wahlkampf machte – ist jedenfalls riesig.

      1. „Bernie Sanders ist ja – zumindest bislang – auch in dem System gefangen …“

        Hm … Warst Du im letzten Leben mal Politiker🙂 ? Das klingt so wie „Man hat mich gezwungen … mit Geld!“ oder „Ich war jung und brauchte das Geld“.

        Tatsache ist doch, daß Sanders erwiesenermaßen Teil dieses Systems war. Und jetzt soll alles ganz anders sein, weil:

        „… dessen Kampagne nicht von jüdischen Milliardären finanziert wird, so bedeutsam. Das verschafft Sanders, falls er Präsident werden sollte, eine gewisse Unabhängigkeit von diesen Milliardären.“

        1. Nach der Wahl wird er auch von seinen Wählern unabhängig sein.
        2. Hier geht es nur um die öffentlich bekannte Finanzierung. Wenn es um soviel Macht geht, wird nicht immer alles öffentlich gemacht. Das war nicht nur bei Kohls schwarzen Kassen so.

        Wie dem auch sei: Kann sein, daß sich Sanders vom Saulus zum Paulus gewandelt hat. Kann auch sein daß nicht. Die Fragen sind also: Soll man das Risiko eingehen und erkennt man an, daß es ein erhebliches Risiko gibt? Vor allem vor dem Hintergrund, daß Politik in Washington (nicht nur da aber auch) ein einziger Lügensumpf ist („Change“).

        „der Unterschied zu Clinton – die noch keinen Krieg für Israel gefunden hat, den sie nicht mochte … ist jedenfalls riesig“.

        Der Unterschied von Obamas Friedensnobelpreisrede zu Romney war auch riesig und trotzdem wütet in Syrien der Teufel, wurde in Libyen und der Ukraine die Regierung gekickt, ist die Polizei in USA jetzt wie eine Armee gegen das Volk aufgerüstet, können Leute seit dem NDAA 2012 einfach einkassiert werden, wird mittels Drohnen Staatsterrorismus betrieben, usw., usw.. Und die Destabilisierung des nahen Ostens hat ja wohl offensichtlich das Ziel, daß der Einäugige König unter den Blinden in der Region ist.

        Der echte „Unterschied“ bestand doch gerade darin, Obama seine Wähler einfach über seine wahren Ziele getäuscht hat. Damit muß endgültig Schluß sein.

      2. Karsvo

        „Die Fragen sind also: Soll man das Risiko eingehen und erkennt man an, daß es ein erhebliches Risiko gibt?“

        Es geht hier nicht um das Eingehen eines Risiskos. Irgendeiner von den Mafioso da wird in den USA sowieso Präsident werden, daran kann keiner etwas ändern, weil die Bevölkerung und das Machtsystem in den USA so gestrickt sind, dass da immer nur Schurken an die Macht kommen können – wer sich unter Schurken nicht zurechtfindet, kommt erst gar nicht soweit, dass er bei einer Wahl eine wichtige Rolle mitspielen darf.

        Mit anderen Worten: es ist da in den USA so ähnlich wie in Deutschland. Allerdings kann man als Außenstehender durchaus versuchen, zu erkennen, welcher dieser Mafia-Typen das kleinere Übel darstellt.

  5. „Allerdings kann man als Außenstehender durchaus versuchen, zu erkennen, welcher dieser Mafia-Typen das kleinere Übel darstellt.“

    ok damit ist schon mal der Kontext vorgegeben. Niedriges Niveau bzw. kleineres Übel.

    Meine Kernaussage ist demgegenüber: Versuchen kann und sollte man aber es könnte auch der bessere Lügner statt das kleinere Übel sein.

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