Terroristen bereiten neue Großoffensive in der Provinz Aleppo vor

Während die syrische Armee und ihre Partner trotz täglicher massiver Brüche des Waffenstillstandes durch Terroristen in Aleppo eine mit dem Waffenstillstand kompatible defensive Haltung einnehmen und zur Bekämpfung des Terrors in der Provinz Aleppo bislang nicht vorwärts marschieren, bereitet das insbesondere von der Türkei und Saudi Arabien unterstützte Gemisch aus Al Kaida, Ahrar Al Sham, Islam Armee und anderen „Rebellen“ eine neue Großoffensive im Raum Aleppo vor.

Der Saudi Abdallah al-Muhaysini, einer der wichtigsten Führer von Al Kaida, Ahrar Al Sham und anderen Terroristen und Rebellen in den Provinzen Aleppo und Idlib, war in den letzten Tagen zur Vorbereitung der Großoffensive der Terroristen damit beschäftigt, in Flüchtlingslagern, insbesondere im Lager Atme auf der syrischen Seite des westlich von Aleppo gelgenenen Grenzüberganges Bab Al Hawa, Kämpfer für die kommende Offensive von Al Kaida und Co anzuwerben. Die Flüchtlingslager sind schon seit langem ziemlich ausgequetscht auf ihr Potenzial an Kämpfern für die Terroristen, und so konzentriert sich der saudische Terroristenführer auf die Rekruitierung von immer jüngeren Kämpfern, Jugendliche und Kinder eingeschlossen. 1000 Kämpfer für die kommende Schlacht um Aleppo will er bereits rekrutiert haben und 5000 will er da insgesamt neu rekrutieren. Der stellvertretende Komandeur von Ahrar Al Sham erklärte unterdessen offiziell, der Waffenstillstand existiere nicht mehr, und er und die seinen würden sich bereit machen, die syrischen Regierungstruppen in den kommenden Tagen anzugreifen.

Auch das offizielle Militär des türkischen Erdogan-Regimes macht sich an der Grenze zur Provinz Aleppo bereit für eine große Schlacht. Wie berichtet wurde, hat das türkische Militär am Dienstag 33 Lastzüge mit Panzern und militärischer Ausrüstung in Richtung syrische Grenze, genauer gesagt, ins Gebiet von Kilis am nördlich von Aleppo gelegenen Grenzübergang Bab Al Salameh, wo von der Türkei unterstützte Terroristen von Al Kaida und Co sich seit Monaten einerseits Kämpfe mit kurdisch geprägten Oppositionskräften von YPG und SDF und andererseits Kämpfe mit Terroristen von ISIS liefern.

Weiterhin gab das US-Militär bekannt, dass es im Mai mobile Rakatenwerfer vom Typ Himars in der Türkei an die Grenze zu Syrien verlegen werde. Während das US-Militär nicht genau sagen wollte, wo an der Grenze die Himars-Raketenwerfer aufgestellt werden sollen, erklärte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu dazu, dass die Himars-Raketenwerfer an der Grenze nördlich der Provinz Aleppo stationiert werden und sie gebraucht würden, um die „moderate Opposition“ beim Kampf gegen ISIS im Raum Manbij im Nordosten der Provinz Aleppo zu unterstützen, was dazu dienen soll, eine „Sicherheitszone“ im Norden der Provinz Aleppo einzurichten. Die Himars-Raketen der USA würden dazu gebraucht, weil ihre Reichweite im Unterschied zu den türkischen Artilleriegeschützen, mit denen die Türkei seit Monaten auf Kurden und ISIS nach Syrien hinüberschießt, nicht nur 40, sondern 90 Kilometer beträgt, so der türkische Außenminister. Was dabei wichtig zu verstehen ist, ist, dass die Erklärung des türkischen Außenministers offensichtlich nicht die ganze Wahrheit ist. Erstmal ist es so, dass die von der Türkei als „moderate Opposition“ bezeichneten Kräfte mit Al Kaida verwobene Terroristen sind. Die direkt östlich der Region Manbij gegenwärtig stehenden und von den USA unterstützten kurdisch geprägten Oppositionskräfte von SDF und YPG betrachtet und bezeichnet das türkische Regime demgegenüber als Terroristen. Damit ist es klar, dass die Unterstützung dieser Kräfte bei der völkerrechtswidrigen Einrichtung einer „Sicherheitszone“ eben nicht gemeint ist. Vielmehr geht es der Türkei darum, im Norden der Provinz Aleppo eine „Sicherheitszone“ zu schaffen, die von der Türkei unterstützten Terroristen von Al Kaida und ihren Komplizen eine sichere Basis für Terrorattacken gegen die syrische Armee, ihre Partner und die zur syrischen Regierung stehende syrische Bevölkerung bietet. Und noch etwas ist an der Erklärung des türkischen Außenministers auffällig, nämlich seine Erklärung, dass 90 Kilometer weit reichende Rakaten für den Kampf gegen ISIS in der Region Manbij gebraucht würden, weil die schwere türkische Artillerie nur 40 Kilometer weit reiche. Manbij liegt aber nicht einmal 30 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt und die Region Manbij liegt damit ohnehin sehr wohl jetzt schon in der Reichweite der an der Grenze aufgestellten schweren türkischen Artillerie. Der Verdacht liegt deshalb nahe, dass die Türkei sich von der Stationierung der Himars-Raketen an der türkischen Grenze erwartet oder erhofft, dass sie gegen andere Ziele als ISIS-Terroristen in der Gegend von Manbij eingesetzt werden, etwa gegen syrische Regierungstruppen, zum Beispiel in der Stadt Aleppo, die nämlich im Unterschied zur Region Manbij tatsächlich gerade so eben außerhalb der 40 bis 45 Kilometer Reichweite der an der Grenze zu Syrien aufgestellten schweren türkischen Artillerie liegt.

Zusammengenommen ergibt das das ziemlich eindeutige Bild, dass Terroristen von Al Kaida, Ahrar Al Sham und ihre Partner in Kürze im Raum Aleppo eine große Schlacht gegen die syrische Armee und ihre Partner eröffnen wollen. Die Anzeichen der militärischen Vorbereitung dafür sind sehr eindeutig. Interessanterweise ist auf Seiten der syrischen Armee und ihrer Partner seit Wochen nichts mehr von einer militärischen Vorbereitung auf eine große Schlacht im Raum Aleppo zu hören. Vor rund drei Wochen noch waren die Nachrichten nach massiven Offensiven der Terroristen voll von syrischen Truppenverlegungen in den Raum Aleppo, der syrische Regierungschef höchst persönlich hatte eine große syrische Gegenoffensive im Raum Aleppo angekündigt, das russische Militär hatte die Nachricht dem Grunde nach bestätigt, doch es gab keine große syrische Gegenoffensive und seitdem ist von Vorbereitungen der Achse des Widerstandes auf eine große Schlacht im Raum Aleppo nichts mehr zu hören. Stattdessen scheint die syrische Armee wieder mit der Front gegen ISIS bei Palmyra beschäftigt zu sein. Dabei muss es dem syrischen, iranischen und russischen Armeekommando völlig klar sein, dass im Raum Aleppo bald eine Großoffensive von Terroristen zu erwarten ist, denn die Spuren der Hinweise darauf sind breit wie eine Autobahn.

Doch anstatt sichtbarer militärischer Vorbereitungen auf eine große Schlacht im Raum Aleppo trifft Russland sichtbare diplomatische Vorbereitungen. Vor einer Woche hatte der russische Außenminister Lawrow lediglich öffentlich gefordert, dass Gruppen, die den Waffenstillstand sabotieren, auf die Terrorismus-Liste der UNO gesetzt werden. Gestern hat Russland dann einen offiziellen Antrag beim zuständigen Gremium des UN-Sicherheitsrates gestellt, die beiden von der Türkei und Saudi Arabien unterstützten Gruppen Ahrar Al Sham und Islam Armee aufgrund ihrer Verflechtung mit Al Kaida offiziell in die UN-Liste terroristischer Organisationen aufzunehmen. Vor dem Inkrafttreten des Waffenstillstandes hatten die westlichen Veto-Mächte auf Betreieben der Türkei und Saudi Arabiens die Aufnahme dieser beiden Gruppen auf die UN-Terrorliste mit der Begründung abgelehnt, dass diese beiden Gruppen den Waffenstillstand und eine politische Lösung in Syrien unterstützen würden. Wo diese beiden Gruppen nun offiziell und öffentlich erklärt haben, dass sie ihre Interessen nicht durch von der UNO vermittelte Friedensgespräche, sondern durch bewaffneten Kampf durchzusetzen gedenken, bleibt abzuwarten, wie die westlichen Veto-Mächte mit dem russischen Antrag umgehen.

Die Bemühungen Russlands zur Aufnahme von Ahrar Al Sham und Islam Armee auf dei UN-Terrorliste gehen einher mit der Dokumentation von unzähligen von Al Kaida und Al Kaida und Ahrar Al Sham gemeinsam gehaltenen Positionen in Aleppo durch russische Stellen, wie sie die russische Nachrichtenagentur Anna News etwa vor drei Tagen auf einem Video veröffentlicht hat.

Bestrebungen, die Präsenz von Al Kaida und die Kollaboration von Ahrar Al Sham mit Al Kaida in Aleppo zu leugnen, wie es etwa John Kerry versucht hat, werden so widerlegt. Und angesichts dessen, dass der Sprecher des Außenministeriums Admiral John Kirby daran anschließend öffentlich erklärt hat, in Bezirken von Aleppo gebe es eine Präsenz von Nusra – also Al Kaida – und die seien legitime Ziele, weil sie nicht durch die Waffenstillstandsvereinbarung geschützt sei, und außerdem sei Al Kaida in Aleppo mit anderen Gruppen, ansonsten eigentlich durch die Waffenstillstandsvereinbarung geschützten Gruppen, durchmischt, so dass es sehr schwer sei, in Aleppo Al Kaida von anderen Gruppen zu trennen. Das deutet darauf hin, dass die USA bereit sein könnten, Russland in Bezug darauf, welche Gruppen in Aleppo Terroristen sind und wo in Aleppo Angriffe der syrischen Regierung gegen Terroristen legitim sind, ein Stück weit zu folgen. Das wiederum könnte unter anderem dazu führen, dass die russischen Bemühungen zur Aufnahme von Ahrar Al Sham und Islam Armee auf die UN-Terrorliste trotz saudischen und türkischen Widerstandes bald von Erfolg gekrönt sein könnten. Sollten die Türkei und Saudi Arabien nach einer Aufnahme von Ahrar Al Sham auf die UN-Terrorliste diese Gruppen weiter unterstützen, kämen sie dabei unter größeren internationalen Druck. In jedem Fall aber dürfte ein sich abzeichnender Positionswechsel der USA zu mit Al Kaida verflochtenen Gruppen im Raum Aleppo bedeuten, dass der syrischen Armee und ihren Partnern beim anstehenden großen Anti-Terrorkampf im Raum Aleppo weniger internationaler Gegenwind ins Gesicht blasen wird.

Auch die Diplomatie in Bezug auf die Genfer Gespräche scheint Russland zu führen. So erklärte der stellvertretende russische Außenminister Bogdanov gestern, die aufgrund der Entscheidung von Ahrar Al Sham und Islam Armee, lieber ihren Austritt aus dem Waffenstillstand zu erklären und zu kämpfen als weitere Verhandlungen in Genf zu führen, unterbrochenen Genfer Friedensgespräche zu Syrien der UN würden voraussichtlich um den 10. Mai fortgesetzt werden, was darauf schließen lässt, dass Russland ziemlich konkrete Vorstellungen über das weitere Vorgehen hat. Weiterhin hat der russische Außenminister Lawrow gerade noch einmal öffentlich bekräftigt, dass Russland auf einer Teilnahme syrischer Kurden an den Verhandlungen in Genf bestehe, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass Russland sich auch diesbezüglich gegen die Türkei durchzusetzen gedenkt.

Insgesamt ist möglicherweise ganz geschickt von Syrien und Russland, anstelle mit einer militärischen Gegenoffensive auf die permanenten Attacken von Terroristen und schweren Brüche des Waffenstillstandes durch „Rebellen“ in Aleppo erstmal mit diplomatischen Mitteln zu reagieren. Sollten die Terroristen und Rebellen nun in Aleppo ihre angekündigte Großoffensive starten und sich dabei weiter öffentlich als die Terroristen und Waffenstillstandsbrecher entblößen, die sie sind, dann besteht die Möglichkeit, ihnen nicht nur eine schwere militärische Niederlage zu bereiten, sondern den Terroristen und ihren staatlichen Unterstützern gleichzeitig auch einen schweren politischen und diplomatischen Schlag zu versetzen. Diese Überlegungen passen auch dazu, dass der russische Präsident Putin gestern erklärte, das russische Ziel sei es, angesichts der noch nie so weit erfolgten Ausbreitung von Terrorismus, die die ganze Zivilisation bedrohe, eine möglichst breite internationale Anti-Terror-Front aufzubauen. Mit ziemlicher Sicherheit kann man jedenfalls annehmen, dass die syrische Armee und ihre Partner sich auf die zu erwartende neue Großoffensive von Terroristen in der Provinz Aleppo sehr wohl auch militärisch gut vorbereiten, selbst wenn sie das gerade nicht an die große Glocke hängen.

Dass bald sehr schwere Kämpfe im Raum Aleppo erwartet werden, heißt natürlich nicht, dass es in der Provonz Aleppo gegenwärtig ruhig ist, im Gegenteil es gibt da seit Wochen laufend schwere Scharmützel, mörderischen Terror und andere Morde aller Art. Zunächst einmal gibt es da natürlich den täglichen mörderischen Terror durch den Beschuss mit aus Gasflaschen gebauten Raketen und anderen Granaten, der sich mittlerweile praktisch über das gesamte kurdische und regierungstreue Stadtgebiet von Aleppo zieht. Gestern wurden durch solche Akte wahl- und sinnlosen Terrors in Aleppo sieben Zivilisten ermordet und 35 weitere verletzt. Anna News hat gestern ein paar dieser offenbar völlig auf wahllos beliebige Stadtgebiete in Aleppo zielenden Terrorattacken live gefilmt.

Wie die Aussagen von überlebenden Opfern zeigen, kann dieser Terror jeden überall in Aleppo treffen.

Ein Ziel des Terrors ist nicht erkennbar, weder geografisch noch militärstrategisch. Das einzige, was die Terroristen mit dem wahllosen Terror der Bevölkerung von Aleppo erreichen, ist, dass die Bevölkerung von Aleppo eine unbändige Wut auf die Terroristen hat. Die dürfte sich auch auf die Soldaten der syrischen Armee abfärben und damit für reichlich Motivation bei der syrischen Armee im Falle eines eventuellen Gegenangriffs sorgen.

Bislang beantwortet die syrische Armee diese Terrorattacken jedoch bloß durch Gegenfeuer auf die Feuerpunkte und Waffenlager der Terroristen. Obwohl eigentlich jedem klar ist, dass nur eine Bodenoffensive und die Einnahme der Feuerpositionen der Terroristen durch die syrische Armee diesem Terror wirklich ein Ende bereiten kann, sieht die syrische Armee davon bislang in Anerkennung des Waffenstillstandes ab. Die westlichen Massenmedien berichten gegenwärtig regelmäßig anhand von von westlich unterstützten Terrorhelfern wie den mit Al Kaida verflochtenen Weißhelmen gedrehten Propaganda-Videos über das Gegenfeuer der Armee auf die Feuerpunkte und Waffenlager der Terroristen, und „vergessen“ dabei gleichzeitig regelmäßig die Ursache für diese mörderische Gewalt während des Waffenstillstandes zu erwähnen, nämlich den anhaltenden Terror der Terroristen.

Weiterhin greifen von der Türkei unterstützte Terroristen von Al Kaida gemeinsam mit einigen sogenannten moderaten Rebellen unter Bruch des Waffenstillstandes kurdisch geprägte Einheiten von SDF und YPG an. Dabei haben diese mit AL Kaida verflochtenen Rebellen, die offenbar einen größeren Anteil Spezialkräfte der türkischen Armee enthalten und von der Türkei aus mit Artilleriefeuer der türkischen Armee offen unterstützt werden, gestern offenbar den Ort Ain Daqnah nördlich von Aleppo unter Bruch des Waffenstillstandes von kurdischen Kräften der SDF erobert.

Weiterhin gibt es im Norden der Provinz Aleppo entlang der türkischen Grenze laufend Angriffe von mit Terroristen von Al Kaida verflochtenen und von der türkischen Armee offen, unter anderem mit Feuerschutz, unterstützten „Rebellen“ wie Ahrar Al Sham gegen Stellungen von ISIS. Anders als die syrische Armee und die kurdischen Kräfte hält sich ISIS aber nicht aufgrund eines Waffenstillstandes mit Gegenangriffen zurück, sodass die Kontrolle über einige Dörfer entlang der Grenze zur Türkei im Norden der Provinz Aleppo seit Wochen hin und her geht. Gestern sollen da beispielsweise angeblich mal wieder ISIS-Terroristen einige Dörfer von den offen von der Türkei unterstützten Terroristen zurückerobert haben. Außerdem scheinen die ISIS-Terroristen sich so über die anhaltenden Angriffe von anderen von der Türkei unterstützten Terroristen auf ISIS-Stellungen nahe der türkischen Grenze zu ärgern, dass ISIS-Terroristen in den letzten Tagen einige höchstrangige Führer von Ahrar Al Sham durch mehrere Mordanschläge von ISIS-Schläferzellen in der Provinz Idlib, nur wenige Kilometer südwestlich von Aleppo, umgebracht haben.

Auch wenn nicht ganz klar ist, wie ernst die Angriffe von Al Kaida, Ahrar Al Sham und andere von der Türkei unterstützte Teroristen gegen ISIS-Stellungen nördlich von Aleppo sind, so lässt sich jedenfalls feststellen, dass die von der Türkei massiv unterstützten Terroristen und Rebellen von Al Kaida, Ahrar Al Sham und Kumpane gegenwärtig stark genug fühlen, um zu versuchen, gleichzeitig Gebiete von der syrischen Armee, von US-unterstützten kurdischen SDF-Kräften und von ISIS zu erobern. Diese Strategie der Türkei und ihrer Schützlinge ist jedoch riskant, denn sie machen sich damit sehr viele Feinde gleichzeitig.

35 Gedanken zu “Terroristen bereiten neue Großoffensive in der Provinz Aleppo vor

  1. Ich bete für die Menschen von Aleppo das die Russen bald die notwendigen Punkte in der Diplomatie zusammen haben um ein offizielles Eingreifen mithilfe der Spezialkräfte im Norden Syriens zu rechtfertigen.

    Vielleicht kann dann der Iran seinen dortigen Einsatz mit Verweis auf das Militärbündnis offiziell ausweiten.

    Ich drücke die Daumen!
    Danke für den Artikel

  2. danke liebes Parteibuch für die ausführlichen Informationen.

    Die Fragen die offen sind, sind Die, wie lange kann die Syrische Armee einer Übermacht trotzen kann moralisch, wie Gesellschaftlich.

    Was uns aber zu einer anderen Frage führt. Sollte die USA mit ihren wackelnden Schwanz Türkei den dritten Weltkrieg vom Zaune brechen dürfte jedem in der Welt klar werden das die USA kein Hort der Demokratie darstellt sondern der Erniedrigung, Versklavung, Terrorismus, Mord Erpressung etc.

    Die Menschheit ist wahrscheinlich verdammt erst eine riesiges Blutopfer zu bringen um zu begreifen das das westliche Wertesystem um die City of London, Washington DC, New York, Brüssel eben kein erstrebenswertes Weltbild ist.

    Wenn die Menschen in der Welt kein Blatt mehr vor dem Mund nehmen ist es für die politischen Führer die sich gern als westliches Wertesystem darstellen schwer eine vernünftige Rechtfertigung zu schaffen die Glaubhaft wirkt. Sie werden sich in vielen Widersprüchen wieder spiegeln.

    Deswegen mein Appell, wie sollten anfangen wieder vom Faschismus vom gesellschaftlichen Terrorismus, welches die Würde des Menschen, sein Selbstbestimmungsrecht, seine Freiheit als zivilisierte Charaktereigenschaft entfernt werden soll sprechen.

    .. es wird immer offensichtlicher das die NATO als Militärischer Komplex, sein wirtschaftlichen Niedergang aus dem Zins und Zinsgeschäft die Lösung immer im Außenbereich sucht.

    Die NATO ist eine Terroristische Organisation. egal ob eine Türkei als Wackelnder Schwanz für die NAto eine Rechtfertigung bringt.

    Es erinnert mich ein wenig an die Historischen Gegebenheiten in den zwanziger und dreißiger Jahren welches schlussendlich von der City of London genutzt wurde Europa zu versklaven.

    die Türkei ist das ehemalige Polen der zwanziger Jahren. Die Polen sollen zwischen 1925 und 1938 eine Ethnische Säuberung durchgeführt haben bei dem 2.5 Millionen Menschen ihr leben verloren haben. an Ukrainern Belarussen, Litauern, Esten, Ungarn Slowaken Tschechen, Deutschen, Russen, dies soll gedeckt wurden sein durch die City of London.

    Wie gesagt mich erinnert die ein wenig an die jetzige Situation.

    Wann beginne wir wieder vom Faschimus zu reden.

    oder wie Brecht es sagte. “ Fruchtbar noch ist der Schoß aus dem es kroch“

  3. Es sind umfassende Informationen durch Ein Pb. gegeben wurden.
    Natürlich fällt auf, das insbesondere Russland erst den Boden vorbereitet bevor es eine Vernichtungsorgie in der Provinz Aleppo startet.
    Es ist die Art und Weise der Russen alles, aber auch alles vorher abzusichern, durchzuplanen und alle Schritte zu unternehmen, damit die Weltöffentlichkeit die Prozesse und deren Ergebnisse nach vollziehen kann. Die VSA halten sich zurück, das sie eindeutig durch die Russen in Schach gehalten werden.
    Es ist die Art und Weise der westlichen Informationspolitik sprich Propaganda, man kann auch sagen orientalische Ausschmückungen mit viel, Getöse, Unwahrheiten und Lügen und vor allem das Herausstreichen der eigenen Größe, die nun einmal das Niveau dieser Verbrecher ausmachen.
    Die Russen bereiten vor und machen keine großen Worte oder Meldungen vorher.
    Der Norden Syriens bis zur türkischen Grenze wird gereinigt werden

  4. Was mich nur wundert ist die USA, die sagen ja immer wie wichtig ihnen die Kurden sind und das sie von ihnen unterstützt werden( Waffen, Ausbildung usw.)
    Und auf der anderen Seite stellt die USA den Türken diese Raketenwerfer zu Verfügung, obwohl sie ja genau wissen müssen das die Türkei damit nicht Halma spielen, sondern diese auch einsetzen werden, vorallem gegen die Kurden.
    Also tanzen die USA mal wieder auf 2 Hochzeiten gleichzeitig.

    1. LUKAS

      Vorsicht Missverständnis: Die USA stellen die Himars-Raketenwerfer nicht der Türkei zur Verfügung, sondern wollen sie in der Türkei nahe der syrischen Grenze positionieren. Die werden da von US-Soldaten bedient und nicht Erdogan, sondern Obama wird die Befehle geben, auf wen oder was mit diesen Raketen geschossen werden wird.

      Das kann noch richtig heikel und spannend werden. Da sind noch sehr viele Varianten denkbar. Es ist sogar denkbar, dass Erdogan die türkische Artillerie auf von den USA unterstützte Kurden schießen lässt, die von von der Türkei unterstützten Terroristen von Al Kaida & Co angegriffen werden, während Obama mit den Himars-Raketenwerfern eben jene von der Türkei unterstützte Terroristen von Al Kaida und Co beschießen lässt.

      1. Sehr geehrtes einparteibuch, da ist aber die Hoffnung, Vater ihres Gedanken.
        Die Herren“menschen“ Dynastien, der City und Wall Street, gestatten keinen, von ihren KriegsKöter , der US Army / NATO, irgendwelche Eigenständige Gedanken oder Handlungen zu Unternehmen. So wie die US Air Forces, die Syrische Armee bombardieren, so wird die US Army, mit den Himars Raketenwerfern, am ehesten, die Syrische Armee, die Schiitischen Freiwilligen und die Hisbollah beschießen. Sie müssen die Feinde ihrer Herrscher und Hohen- Priester von Mammon vernichten, und nicht ihre Höllenkreaturen. Nur Russland hätte die Möglichkeiten, die Raketen abzuschießen, bevor sie die Heimatverteidiger Eliminieren. Sie werden es aber nicht machen, weil das Imperium, von Jüngern, der Religion des Todes geführt wird und sie ein anderes Verhältnis zu Tod haben, wie die Russen, die dem Leben und der Menschlichkeit verpflichtet sind und deshalb, keinen heißen III Weltkrieg wollen.

  5. Danke Einparteibuch für den Hinweis.
    Ich glaub dort weis keiner so genau für wen und für welches Ziel dort gekämpft wird. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und das macht die Sache ja so kompliziert.
    Viel Glück den Syrischen Volk das die Lage bald wieder besser wird.

  6. @novtime
    „Deswegen mein Appell, wir sollten anfangen wieder vom Faschismus vom gesellschaftlichen Terrorismus, welches die Würde des Menschen, sein Selbstbestimmungsrecht, seine Freiheit als zivilisierte Charaktereigenschaft entfernt werden soll sprechen.“

    Tue ich schon lange,und ja,auch Deutschlands Eliten und ein Teil der Bevölkerung sind faschistisch durch und durch.
    Man denke nur an den Umgang mit den Bevölkerungsteilen die man entmenschlichend HARTZ 4 Empfänger nennt usw.
    Dieses Land ist ein riesiges Arbeitslager bei dem auch die Entsorgung der nicht mehr profitabel ausbeutbaren mit organisiert ist.Hitler wäre begeistert! Deutschland braucht keine Lager mehr dazu,die lassen die Menschen mitten unter uns verrecken und kein Schwein juckt das.
    Das Entsorgungsprogramm heißt Hartz 4 und wieviele Menschen damit schon in den Tod getrieben wurden wissen nur die Betreiber dieses Programms.

    So und jetzt zum Artikel!
    Danke wie immer für den Artikel !
    Die Russen lassen sich nicht in die Karten schauen und wie die USA reagieren wenn man ihre als Speerspitze gegen eine ISLAMISTISCHE Türkei gerichteten Kurden massakriert,bleibt offen.
    Durchaus möglich das man Erdogan dann gleich mit entsorgt,die Türkei geographisch zerschlägt.
    Dort ist nichts mehr unmöglich

  7. Bin mir sicher, dass derzeit die Drohnen-Aufklärung heißläuft und kluge Stäbe Strategien vorbereitet haben und erforderlich nachjustieren. Nicht nur für die Schlacht bei Aleppo, sondern gegen einen türkischen Geländegewinn. Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, bei ErdoWahn gehts andersrum.

  8. Wenn alle Seiten sich die Mühe machen, von Greultaten der anderen Seite zu berichten, kann davon ausgegangen werden, dass es bald zu schwersten Gefechten kommt. Der gerechte, notwendige Krieg wird herbeigeschrieben.

    1. Sehr geehrter Reisender, bitte immer Ursache und Wirkung, im Blick behalten. Denn wer hat Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Ukraine, Syrien, Angegriffen und wer Leitet die Moslembrüder / Wahabieten? Der CIA ist es.

      1. Über Ursache und Wirkung oder gar Verantwortung wollte ich gar nichts schreiben. Mir ist eher aufgefallen, dass wenn aus einem Spannungsgebiet mit täglichen Toten plötzlich wieder auf der ersten Seite berichtet wird, die Tagesschau einen Beitrag sendet, sich Veränderungen abzeichnen. Mal geht es Richtung „neuer Waffenstillstand“, meist zum offenen Kampf, eine neue Offensive. Damit bei dieser zurückgeschossen werden kann, muss zuerst einmal die Meldung über den Angriff erfolgen. Die Meldungen haben auch viel mehr etwas zu tun mit laufenden Verhandlungen oder Entscheidungen in irgend einem Parlament als mit dem tatsächlichen Kriegsverlauf vor Ort. In Syrien sind viele Krankenhäuser in die Luft gesprengt worden. Das ist nie in den Medien gekommen, solange es „unsere“ „moderate“ „Rebellen“ waren. Gestern waren die News voll damit, das schmeckt ganz komisch.

  9. Dieser Artikel zieht ein sehr detailiertes Bild aus Aleppo und Umland und erklärt verständlich, warum die syrische Armee keine überhasteten Aktionen gegen die FSA ausführen wird, danke dafür!

    ABER: es gibt nicht nur die Konfliktparteien SAA-FSA sondern auch den IS. Und hier verstehe ich die defensive Haltung der SAA kein bisschen.
    Deir Ezzor ist weiter eingekesselt, warum wird nichts unternommen (ausgenommen die paar Tiger-Streitkräfte, die seit gefühlten Wochen zwischen Palmyra und Arak/T3 rumdümpeln)? Hieß es nach der Befreiung Palmyras nicht, man wolle so schnell wie möglich auf der Straße nach Deir Ezzor vorrücken?
    Die IS-Tasche nördlich von Palmyra besteht immer noch – warum rückt man nicht vor, obwohl man von 3 Seiten angreifen könnte?
    Warum befreit man das Gebiet zwischen Khanasser und dem Assad-See nicht und nimmt hin, dass der IS immer wieder in Richtung Khanasser vorstoßen kann?
    Warum räumt man nicht endlich die IS-Tasche in Damaskus?

    Fragen über Fragen…

    1. Was ist IS? Ein von Washingtons Westen geschaffenes Gebilde, islamisch getarnt, faschisiert, trainiert, finanziert und bewaffnet von Washingtons Westen und seinen Verbündeten im Nahen Osten. Mit dieser „Terrorgruppe“ wird beabsichtigt:

      – Washingtons Westen zu helfen, ganze Staaten oder zumindest innerhalb der Staatsgebiete Territorien zu destabilisieren, die Washingtons Westens private Konzerne und Banken dann durch ihre bürgerlichen Regierungen und mit ihrem Nato-Militär unterwerfen können

      – die „Schuldigen“ zu spielen bei vom Westen als „islamisch“ vorgetäuschten Terroranschlägen

      – den Medien ein „Feindbild“ zu liefern, um die westlichen Bevölkerungen in einem endlosen Spannungszustand irrationaler Angst zu halten.

      Der „Krieg gegen Terror“ ist ein Schmierentheater – Don’t support it.

      Diese Clowns sind Washingtons sogenannter „Islamischer Staat“ für „offene Investorengebiete“: https://deutsch.rt.com/gesellschaft/38072-todes-helmkamera-is-terrorist-zeichnet

      Wenn also Meldungen über, dem sogenannten „IS“ zugeschriebene militärische Wirkung bestätigt werden, sollte wohl eher von operierenden Spezialtruppen der US-geführten Nato-Staaten ausgegangen werden.

      1. Völlig egal, wie Sie die Terroristen/Spezialtruppen etc. nennen, meine Fragen beantwortet das kein bisschen.

      2. „ABER: es gibt nicht nur die Konfliktparteien SAA-FSA sondern auch den IS.“

        Sie selbst haben also die Terroristen genannt, nämlich „IS“, deshalb die Antwort, was „IS“ ist. Wenn „IS“ eine vom US-geführten Westen und Nahost-Komplizen geschaffene Söldnertruppe ist, was könnte die bekommen, wenn derzeit die SAA versuchen würde, von Ihnen genannten Gebiete zu befreien? „IS“ könnte US-geführte Luftunterstützung bekommen, gegen die SAA. US ist die Konfliktpartei, nicht „IS“. Beantwortet das Ihre Fragen?

      3. „Beantwortet das Ihre Fragen?“

        Nicht ansatzweise. Dieser Logik folgend dürfte die SAA die Terroristen überhaupt nicht bekämpfen, es könnten ja immer Luftschläge der Amis drohen.

        Nochmal: warum befreit man in einem Kraftakt Palmyra und versäumt es dann die nördlichen Regionen ebenfalls von den Terroristen zu befreien?
        Warum befreit man in in einem Kraftakt den „Khanasser-Highway“, nur um nicht bis zum Assad-See alles aufzuräumen, stattdessen lässt man zu, dass die Terroristen diesem Nadelöhr immer wieder gefährlich nahe kommen können.
        Warum lässt man die IS-Tasche in Damaskus zu, anstatt dort aufzuräumen?

      4. Zu Pragmatisch 1.5. 21:45 Uhr
        Sicher wünschen wir uns, nachdem die SAA Palmyra befreit hat, das es nun ganz Syrien befreit, wir vergessen dabei aber immer die Möglichkeiten. Neben vielen Faktoren spielt auch das Geld eine Rolle. Die Wirtschaft floriert nach einen Jahrelangen Krieg nicht unbedingt, man muss Sold zahlen, Waffen kaufen… Bei Al Eis sieht man die Probleme. Mindestens 2 Versuche den strategisch wichtigen Berg zurück zu erobern sind gescheitert.
        Zu einem Vormarsch zum Assad-Stausee- Dieser Streifen ist für den ISIS wichtig. Man könnte ihn vielleicht holen, aber nur halten, wenn er eine gewisse Breite hätte und das scheint utopisch. Die Idee zur Staumauer vor zu rücken, sitzt seit Monaten fest.
        Richtig ist, das man sich auf Gebiete konzentriert, die anderen Gebiete gilt es mit Minimalen Aufwand zu halten. Lange war es Latakia auf das man sich konzentrierte. Lange konnte die Stadt noch aus den Bergen beschossen werden, das ist jetzt praktisch vorbei.
        Jetzt geht es um Damaskus, die Hauptstadt. Speziell in Ost-Ghouta scheint es da ja Fortschritte für die SAA zu geben, Wichtig auch die Versorgung der Terroristen ein zu dämmen. Für die schwere Technik der SAA ist die Wüste südöstlich der Linie Damaskus – Palmyra eine ideale Spielwiese.
        Zu Aleppo: Ja die Propagandaschlacht läuft. Nachdem schon vor 3 Wochen der letzte Kinderarzt umgebracht wurde, geschah das jetzt wieder????? IS hat wohl schon Stellungen südlich von Aleppo angegriffen. Die SAA hat in Al Eis und Khanasser nicht alle Gebiete zurück erobert und da scheinbar oder real Schwäche gezeigt. Schaun wir mal, Truppen als Palmyra und Damaskus hat die SAA wohl nicht abgezogen.

      5. „Dieser Logik folgend dürfte die SAA die Terroristen überhaupt nicht bekämpfen, es könnten ja immer Luftschläge der Amis drohen.“

        Um hier sinnloses Ausufern zu vermeiden und deshalb das Thema abzuschließen: Es war Ihre Rede von bestimmten Gebieten im Osten Syriens, wo Washington mit der Ausrede, den sogenannten „IS“ zu bekämpfen, nach dem seitens der US-geführten Nato erklärtermaßen seit über fünf Jahren auch für Syrien geplanten Libyen-Szenario, in Wirklichkeit damit begonnen hat, den islamisch getarnten Wahhabi-Terrorfaschos Luftunterstützung zu bieten. Deshalb die Erklärung, was IS ist, nämlich US. Syrische Flugzeuge abzuschießen, die in diesen Gebieten US-Terrorsölder bekämpfen, hatte Washington bereits angedeutet, übernähmen derzeit russische Flugzeuge die Luftunterstützung bei der Befreiung dieser Gebiete von US-geführten Terrorsöldnern, könnte das als Auftreten einer Besatzungsmacht ausgelegt werden, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen, und gegen luftunterstützte US-Terrorsöldner ohne entsprechende Eigensicherung vorzugehen wäre Selbstmord. Wenn also eine Logik gemeint sein sollte, dann diese.

        Wie lange das noch so hingenommen wird ist fraglich, denn strategisch hat Washington verloren. Mit dem auf Anfrage der rechtmäßigen Regierung Syriens erfolgten schnellen Ausschalten der gesamten Infrastruktur US-geführter Schlächterbanden in Syriens Westen hat die RF nicht nur Washingtons Option zerlegt, aus ganz Syrien ein Aufmarschgebiet zu machen, von dem aus Washington mit beliebig vielen US-geführten Terrorgruppen durch die US-geführte Nato-Türkei und das US-geführte Georgien in Russland einzumarschieren, sondern hat auch eindrucksvoll bewiesen, falls nötig mit denselben Lenkwaffen bei Washingtons terroristischen Saudi-Statthaltern anklopfen zu können. Zudem ist mit den Luftabwehrstellungen der RF vor der Küste und in Latakia der syrische Luftraum bei Bedarf für alle feindlichen Flugzeuge dicht, ausgedrückt mit dem Satz des RF-Präsidenten: „Wir können niemandem verbieten über Syrien zu fliegen, wenn er sich traut“. Offenbar bleibt die letzte Entscheidung bei der um Beistand bittenden Regierung des vom Imperialismus angegriffenen Landes und das ist gut so.

  10. In Nordaleppo sind die türkisch unterstützten Truppen auf dem Rückzug gegen ISIS. Mal dahingestellt, mehr Show oder mehr Kampf, egal, ein Grund für die Türkei die Felle davon schwimmen zu sehen, schließlich sollen wo da die Flüchtlingslager entstehen für die man die Mrd. von der EU bekommt.
    Die SAA konzentriet sich derzeit auf die Gebiete östlich von Damaskus einschließlich östlich Palmyra, da schaut kaum einer hin und ausländische Truppen ala Türkei, USA sind weit.
    In Aleppo dürften die größten Probleme die Nadelstiche gegen die Lebensader sein, die Elitetruppen bindet. Für die SAA dürfte es Sinn machen diesen Streifen nach Westen also FSA aus zu dehnen, das da ständig der Waffenstillstand verletzt wird ist klar, einmal ein Gegenschlag wäre denkbar.
    Aleppo (Ost) wäre nur interessant, um den ständigen Beschuss ein zu dämmen, aber da sind so viele Ruinen, die sich zum Partisanenkrieg eignen, da wären dann Probleme aus der Richtung vorprogrammiert. Ebenfalls eher ein Problem könnte Latakia sein, da geht es eher schleichen immer weiter zurück, die SAA verliert Territorium.

  11. eine sichere Verbindung zum Iran , West Irak ist der Schlüssel für Syrien. Was passiert bei einer Seeblockade? Was will man mit einem zerbombten Aleppo momentan? Nach dem Nord Sued Schnitt kommt jetzt der West Ost Schnitt.

    Ausserdem teilt man auch Issis.
    Aleppo ist Ablenkung.

    1. Krause

      Eine sichere Verbindung von Iran ans Mittelmeer zu schaffen ist nicht nur das Ziel Syriens, sondern das Ziel der Achse des Widerstandes. Und dazu will die Achse des Widerstandes Syrien und Irak komplett stabilisieren und sie komplett in die Achse des Widerstandes integrieren. Darum geht’s.

      Das wollen Kriegsgegner wie das saudische und israelische Regime mit ihrem Terrorkrieg verhindern.

      Was die sichere militärische Verbindung zum Iran in der gegenwärtigen militärischen Lage angeht, so ist die Situation nicht sonderlich dramatisch.

      Es besteht eine sichere Flugverbindung von Syrien über den von einer pro-iranischen Regierung geführten Irak zum Iran und damit auch weiter über das kaspische Meer nach Russland. Die Verbindung ist getestet, denn die Kriegsgegner haben bereits vor Jahren mit viel Energie, aber erfolglos versucht, Druck auf den Irak zu machen, um die Verbindung zu kappen. Der darauf erfolgte Versuch, die irakische Regierung mit ISIS zu stürzen, ging für die Kriegsgegner schief. Damit kann Syrien auf unabsehbare Zeit Menschen und leichtes Material aus dem Iran bekommen.

      Schweres Material kommt natürlich über das Meer. Einen Landweg freizumachen, etwa durch den kurdischen Norden von Irak und Syrien, oder durch Anbar via Deir Ezzor/Bukamal oder Rutba, wäre militärisch auch möglich, ist aber nicht dringend.

      Eine Seeblockade hatten die Kriegsgegner vor rund vier Jahren schonmal überlegt, aber Abstand davon genommen, weil die Achse des Widerstandes an der syrischen Küste Yakhont-Anti-Schiff-Raketen aufgestellt hat, mit denen sie an einer Seeblockade beteiligte Kriegsschiffe versenken kann, und weil das Versenken russischer Schiffe, was etwa mit einem U-Boot-Krieg denkbar wäre, Krieg gegen Russland bedeutet, und entsprechende russische Antwortmaßnahmen, die bis hin zur Versenkung sämtlicher in die Reichweite russischer Superkavitations-Torpedos kommender Flotten der NATO mit einem anschließenden umfassenden Nuklearkrieg zwischen der NATO und Russland reichen könnten, dann wohl unausweichlich wären.

      Kurzum, eine Seeblockade Syriens dürfte ähnlich fatale Folgen haben wie eine Angriff mit Atomraketen auf Moskau und ist deshalb unwahrscheinlich. und außerdem wäre eine Seeblockade möglicherweise noch nicht mal kriegsentscheidend, weil Syrien, wenn es drauf ankommt, vermutlich auch über Luft- und Landwege aus dem Iran versorgt werden kann.

  12. Am 27.April soll in dem von Terroristen besetzten Teil der syrischen Stadt Aleppo ein Luftangriff auf ein Krankenhaus verbrochen worden sein. Zur fraglichen Zeit hatte nur die US-geführte Koalition mindestens ein Flugzeug in Aleppo: Tweets from Aleppo https://twitter.com/halabtweets

    Von der im Terroristengebiet tätigen Organisation „Ärtze ohne Grenzen“ kaum ein Wort zu dem praktisch vor ihren Augen verbrochenen, pausenlos fortgesetzten Bombenregen der Terroristen auf die Wohngebiete im Regierungsteil Aleppos: http://21stcenturywire.com/2016/04/25/syria-aleppo-is-burning-and-western-media-is-silent/

    Stattdessen werden von der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ fortlaufend Verurteilungen wegen eines angeblichen Luftangriffs auf eine durch die Fassbomben-Kriegspropaganda vorbereitete westliche Öffentlichkeit losgelassen und damit die tatsächlich Krankenhäuser bombardierenden Terroristen unterstützend, indirekt Syrien und Russland beschuldigt: https://twitter.com/msf?lang=de

    Beweisgesichert in Sachen Krankenhaus ist nämlich derweil nur, dass Obamas Terroristen eines bombardiert haben und zwar ausgehend von dem Terroristengebiet Aleppos, in dem auch die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ tätig ist: https://twitter.com/MmaGreen/status/724755020000841728

    1. clearly

      Der angebliche tödliche Angriff der syrischen/russischen Luftwaffe auf das angebliche MSF-Krankenhaus in Sukkari wurde inzwischen als komplett von Terroristen und ihren Unterstützern zusammengelogener Propaganda-Fake entlarvt:

      https://urs1798.wordpress.com/2016/04/28/die-tagesschau-luegt-ganz-dreist-ueber-aleppo-sukkari-thomas-aders/

      Einen Angriff auf ein Krankenhaus gab es in Aleppo allerdings wirklich. Im zweiten hier im Parteibuch-Artikel eingebetteten Video wurde ab etwa Minute 2:25 der am 26.4.2016 erfolgte Beschuss des auf Regierungsseite liegenden Ibn-Raschid-Krankenhauses mit Gaszylinder-Raketen durch Terroristen aus allernächster Nähe von Anna News gefilmt.

      1. Da behaupten Leute Ärzte zu sein, grenzenlos allen Menschen zu helfen, Zivilisten zu schützen, in einem Krankenhaus zu sitzen, das bombardiert worden sein soll, und dann kommt heraus, dass diese sogenannten „Ärzte ohne Grenzen“ nicht nur wieder einmal alles erstunken und erlogen haben, sondern damit auch noch das tatsächlich verbrochene Bombardieren von Krankenhäusern durch die wegen ihres zur Schau getragenen Menschenhasses kaum anders als Faschos zu nennende Terroristen decken. Wie tief muss man graben, um zu dem Niveau zu kommen, auf das diese Leute gesunken sind?

  13. Ich hab versucht zum Thema im Tagesspiegel bei einem entsprechenden Syrienartikel zu kommentieren, dass die Rebellen seit Wochen Zivilisten in Aleppo bombardieren und Aleppo keine Hochburg der Rebellen sondern der Regierung.

    Ich stellte die Fragen, wieso so viele Aspekte ausgelassen werden, wieso im Sinne der Radikalislamisten, die weltweit Terror verbreiten, berichtet wird.

    Mein Kommentar wurde nicht veröffentlicht.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/krieg-in-syrien-waffenruhe-vor-dem-aus-alle-25-minuten-ein-toter/13515992.html?pageNumber=0&ajaxelementid=%23commentInput

  14. @ Noway

    Ja auch mein Eindruck ist, dass weder die deutschen Massenmedien noch die meisten deutschen Politiker an einer objektiven Berichterstattung bzw moralisch angemessenen Reaktionen bei den Konflikte in Syrien interessiert sind.

    Vorgestern oder Gestern hörte ich zB auf wdr -Assad Regime einseitiger Waffenstillstand für die Region Damaskus – gelingen zweifelhaft – Raum Aleppo nach SOHR 200 tote Zivilisten – Regime hatte Bombenangriff auf Kinderkrankenhaus durchgeführt.

    Derartige einseitige Bevorzugung der Kopfabschneider bei Politik und Medien kann kein Zufall sein sondern muss beabsichtigt sein.

    Ich habe den Eindruck das zuweilen die deutschen Politiker und Medien mehr Benzin in den Konflikt werfen als Obama. Was ich mir durch eine sehr große Nähe von deutscher und israelischer Politik erkläre.

    1. @Dirk

      Dein Eindruck täuscht Dich sicherlich nicht. Das Merkel-Regime – und damit auch der deutsche Mainstream – war und ist eine treibende Kraft bei dem lange geplanten Regimechange in Syrien durch die Unterstützung von islamistischen Terrorbanden. Thierry Meyssan fasst in diesem Artikel die Rolle Deutschlands im Syrienkonflikt kurz zusammensammen:

      http://www.voltairenet.org/article191551.html

      Ein grundlegender Wandel in der Berichterstattung über Syrien (und anderer Krisenherde wie Ukraine) ist daher nicht zu erwarten, da ansonsten die hässliche Fratze bundesdeutscher Außenpolitik offen zu Tage kommen müßte.

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