Geplanter EU-Beitritt des Kalifats steht vor neuer Hürde

Aus dem Terrorkalifat dringen ja nur selten heikle Nachrichten nach draußen, weil die Verbreitung der Wahrheit da unter schwerster Strafe steht. Aber etwas ist nun doch durchgedrungen.

Sputnik berichtet:

Türkei: Gefasste IS-Kämpfer erweisen sich als Mitglieder von regierender Partei

Vier der 15 Terroristen von Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die bei einer Anti-Terror-Operation im türkischen Izmir Anfang April festgenommen worden sind, haben sich als offizielle Mitglieder der regierenden türkischen „Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung“ (AKP) entlarvt, wie die örtliche Zeitung 9 Eylül berichtet.

Bei Hausdurchsuchungen stellte die Polizei vier Gewehre, Dokumente und andere Unterlagen sicher, die auf eine Verbindung mit Daesh hinweisen. …

Das sei nicht das erste Mal, dass sich gefasste Terroristen als Mitglieder der regierenden Partei entpuppen. Bei einer ähnlichen Operation im Juli 2015 hatte die Polizei von Izmir sieben mutmaßliche Daesh-Terroristen gefasst, die aus Syrien in die Türkei gekommen waren. Zwei von ihnen waren Mitglieder der regionalen Abteilung der AKP in Menemen in der Provinz Izmir.

Sultan Erdogan hat unterdessen Besuch vom insbesondere aufgrund seiner Tätigkeit als Chef der „Saudi High Commission for Relief to Bosnia and Herzegovina“ weltbekannten König Salman bekommen, wo sie über ISIS und Al Kaida gesprochen haben.

– So, Al Kaida oder ISIS?
– Ich würde sagen, wir fahren damit fort, beide zu unterstützen?
– … Baby …

Wie es heißt, waren die Gespräche zwischen Sultan Erdogan und König Salman erfolgreich und sie haben sich vereinigt.

Unerwartete Schwierigkeiten gibt es jedoch mit dem geplanten Beitritt des Kalifats zur EU. Nachdem die deutsche Bundeskanzlerin einem EU-Beitritt des Kalifats kürzlich den Weg geebnet und seinen Sultan obendrein mit sechs Milliarden Euro beschenkt hatte, äußerte nun die französische Politikerin Marine Le Pen scharfe Kritik an Merkel, wie Sputnik berichtet:

Le Pen wirft Merkel „Hochverrat am Volk“ vor

… „Dieser Deal ist ein ernstes demokratisches Problem“, sagte Le Pen im Exklusivinterview mit dem russischen TV-Sender LifeNews. Erstens sei Frau Merkel dazu nicht befugt gewesen sei. „Zweitens handelte sie gegen den Willen der meisten Europäer, indem sie mit Erdogan über Bedingungen verhandelte, die von vornherein inakzeptabel waren: sechs Milliarden Euro Subventionen, Visafreiheit für die Türken und Beitritt der Türkei zur EU.“ … „Die Türkei gehört weder historisch noch kulturell oder geografisch nach Europa und hat deshalb in der Europäischen Union nichts zu suchen“, so Le Pen.

Der Beitritt des Kalifats zur EU könnte damit doch noch hürdenreicher werden als bislang gedacht, denn Marine Le Pen hat recht gute Chancen, nächstes Jahr Präsidentin von Frankreich zu werden, und die von Angela Merkel durchgedrückte Anbiederungspolitik der EU gegenüber der Türkei sorgt erst recht dafür, dass ihre Chancen auf die Präsidentschaft beinahe täglich weiter steigen. Damit stecken Angela Merkel, die „westliche Wertegemeinschaft“ und das Kalifat in einer Zwickmühle: je energischer der EU-Beitritt des Kalifats vorangetrieben wird, desto stärker werden auch die Widerstände dagegen.

Auch für die zur Vermeidung von Umständlichkeiten geplanten Reiseerleichterungen aus dem Kalifat in die EU verheißt das natürlich nichts Gutes. Und sogar bei der militärischen Bündnissolidarität droht nun Ärger durch ein geplantes neues Gesetz gegen Azubis des Kalifen in der Bundeswehr.

5 Gedanken zu “Geplanter EU-Beitritt des Kalifats steht vor neuer Hürde

  1. Merkel gehörte deswegen entweder in die Klapsmühle, oder in eine geschlossene Anstalt, weil ein Seelenklempner kann diese vielen Undichtheiten nimmer reparieren.
    Merkel vor ein ordentliches Gericht zu bringen, sind bei der Hörigkeit dieser Verantwortlichen ein unmögliches Unterfa ngen.

  2. Da haben die russischen Flugzeuge und Raketen für Syrien ja unter getarnt türkischen ISIS-Männern und AKP-Mitgliedern viele Erdogan-Wähler ihrem Kreuzchen-Machen für immer entzogen. Der Größenwahn des Kalifen, ein großosmanisches Reich zu errichten, hätte nach Abstimmung mit China und Russland, einschließlich Friedens- und Kooperationsangeboten funktionieren können. Aber, zu blöd, nämlich statt dummer Zeitungen besser gut informiert lügenfreie Internetblogs zu studieren, hat der Erdowahn-Trottel die Zeichen der Zeit nicht sehen, geschweige denn deuten können. Der glaubt ja Heute noch, dass die USA die führende Weltmacht wären, Europa ein weltpolitischer Faktor und der Dollar echtes Geld wäre.

    Nicht „BILD Dir Deine Meinung“ sondern „ErBLOG Dir Weisheit“ ist angesagt.

    1. Welcher Türk redete vor 10 Jahren über das Osmanische Reich? Meist wusste man als deutscher Gymnasiast mehr davon als Türken selbst. Zumindest in Deutschland. Die AKP machte das ganz geschickt die Türken mit Osman anzufixen und mit Stolz aufzuladen. Dabei war der Stolz der Türken einst die Monarchie überwunden und sich gegen die Engländer und Verbündeten bis von Neuseeland und weiß Gott woher behauptet zu haben (Dardanellenschlacht). Atatürk gründete die Republik. Jetzt kommt Erfolg, baut sich nen Palast und setzt sich und seinem Land nen Turban auf. Wie in Bayern Lederhosen und Hightech, so in der Türke Kopftuch und… Wenn die Leute Asche haben finden sie scheinbar zur Religion. Aber Erdogan spielt doch auch nur seinen Part in der Umgestaltung des Nahen Ostens. Der türkische Oppositionssender Ulusal Kanal (interessanter Kemalistensender, immer die neuesten “Verschwörungstheorien“) http://canlitv.mobi/ulusal-kanal brachte mal einen Zusammenschnitt über Aussagen Erdogans in denen er sich selbst mit dem sog. Greater Middle East Project in Verbindung bringt http://m.liveleak.com/view?i=abf_1417876866 Mag sein, dass Erdogan dachte, es springe für ihn dabei auch was heraus…Teile Syriens z.B. und er könne sich als New Osman feiern lassen. Aus Sicht der Türken die in D aufwuchsen (deren Großeltern einst Analphabeten aus Anatolien waren, die in Deutschland neben der Arbeit ihren Namen schreiben lernten) und sich irgendwie minderwertig fühlten, ist das natürlich auch eine Sache: “Alda, voll krass, dem Osmanische Reich. Die waren voll hart, voll mächtig, Türken weisch Alda“. Und so baut Erdogan da drauf. Er hat das quasi reaktiviert bei den Türken die auf Vollverschleuerung und “große, große Auto“ stehen…

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