Sanders geht mit einem weiteren Sieg in Wyoming nach New York

Antikriegskandidat Bernie Sanders hat die Vorwahlversammlungen der Demokraten im kleinen Bundesstaat Wyoming mit 156 Stimmen (55,7%) zu 124 Stimmen (44,3%) gegen die mit der Israel-Lobby verbandelte notorische Kriegstreiberin Hillary Clinton gewonnen und geht damit mit einem weiteren Sieg in die wichtigen Vorwahlen in New York in zehn Tagen.

Bezüglich der gewonnenen Wahldelegierten hilft das Ergebnis in Wyoming Sanders nicht, seinen – nach Rechnung der NYT – 219 Delegierte großen Rückstand auf Clinton aufzuholen, denn von den ohnehin nur 14 Delegierten aus Wyoming auf der demokratischen Spur erhielten Sanders und Clinton je sieben.

Aber um einen Delegierten mehr oder weniger ging es im kleinen Wyoming ohnehin nicht. Was an Wyoming wichtig war, war mit dem Schwung eines weiteren Sieges nach New York zu kommen, wo auf der demokratischen Spur am 19. April in geschlossenen Vorwahlen gleich 247 Delegierte verteilt werden. Und das hat Bernie Sanders nun mit seinem Sieg in Wyoming geschafft. Clinton liegt zwar in Umfragen in New York vorn, doch Sanders hat nach reihenweise Siegen in den letzten Wochen durchaus noch eine realistische Chance, New York, die Nominierung und die für Sanders vergleichsweise einfache Präsidentschaftswahl im November dann sowieso, zu gewinnen. Und die haushoch favorisierte Kampagne von Hillary Clinton und die hinter ihr stehende zionistische Mafia werden trotz öffentlich zur Schau gestellter Siegesgewissheit zunehmend nervös, eben weil sie wissen, dass Sanders noch gewinnen kann:

Der von der Clinton-Kampagne zum Unterstreichen ihrer Erfahrung gewählte Twitter-Hashtag #HillarySoQualified ist spektakulär nach hinten losgegangen.

Um fehlende Unterstützung bei der jungen internet-affinen Generation auszugleichen, versucht die Clinton-Kampagne nun offenbar, mit bezahlten Trollarmeen Kritik in sozialen Netzwerken zu blockieren – ein Armutszeugnis, das sie bei jungen Wählern nur noch unbeliebter machen dürfte.

Die zionistische Mafia ist in Panik und setzt deshalb auf massive Lügenpropaganda gegen Sanders, einschließlich der Verwendung ihrer schwersten Sturmgeschütze wie der New York Times und der Washington Post.

Wie bereits im Parteibuch erklärt, kann das für Clinton jedoch auch kräftig nach hinten losgehen, denn viele Wähler sind das korrupte Establishment gründlich leid, und umso entschiedener eben dieses Establishment sich für Clinton in die Bresche wirft, umso mehr sehen sie, dass Clinton die Falsche ist und sie mit einer Wahl für Sanders richtig liegen.

7 Gedanken zu “Sanders geht mit einem weiteren Sieg in Wyoming nach New York

  1. Dann hoffe ich einmal, dass Sanders noch eine reale Chance hat….

    Wäre natürlich auch ein klares Signal für die Politik in Europa, wenn Sanders wirklich Präsident werden würde.

  2. Kennt jemand die Rundungsregeln für die Delegierte? Bei 156 zu 124 steht es 6,2 zu 7,8. Nicht nur beim kaufmännischen Runden würde man die Delegierte dann 6 zu 8 aufteilen. Nach welchen Regeln kommt dann 7 zu 7 raus?

      1. 8:6 nach Hare-Niemeyer
        8:6 nach d’Hondt
        8:6 nach Sainte-Laguë/Schepers (Höchstzahlverfahren)
        8:6 nach Sainte-Laguë/Schepers (Divisorverfahren)
        8:6 nach Adams

        7:7 ist für mich undemokratisch

      2. Reisender

        Die demokratischen Regeln werden, wie man in den USA sagt, von Democrats – vorn ein großes D und am Ende rats- gemacht. Die Vorwahlregeln in den USA werden zum Bewahren des Status Quo buchstäblich von Parteibonzen und nicht selten in Hinterzimmern gemacht, weshalb sie völlig konfus und intransparent sind, ähnlich wie viele Nominierungsprozesse von Parteien in Deutschland. Dass bei den Vorwahlen der Demokraten in Wyoming überhaupt nur 280 Stimmen abgegeben wurden, spricht schon Bände, wie sehr die Partei das System da geschlossen hält.

        Auch zu den Delegierten in Wyoming gäbe es, wenn einen die Feinheiten der Parteijuristerei interessieren, eigentlich noch eine Menge mehr zu sagen als sieben zu sieben. Bei den Greenpapers zum Beispiel wird nicht ganz ohne Grund etwas anders als bei AP gezählt:

        http://www.thegreenpapers.com/P16/WY-D

        Weil das alles so konfus ist, gibt auch jede (echte) Nchrichtenseite (die sowieso alles nur woanders abschreiben rechnen natürlich nicht selbst) den Stand bei der Anzahl der insgesamt über alle Vorwahlen gewonnenen Delegierten mit etwas anderen Zahlen an. AP unterscheidet sich zum Beispiel von der NYT, und die wieder von den Greenpapers, und so fort.

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