Waffenruhe in Berg-Karabach

Wie zwischenzeitlich beide Konfliktparteien bestätigen, ist etwas mehr als drei Tage nach dem Beginn des großangelegten Überraschungsangriffes der Truppen des Regimes von Baku auf den separatistischen Defacto-Staat Republik Berg-Karabach am heutigen Dienstag Mittag eine neue Waffenruhe in Kraft getreten.

Details und Bedinungen der Waffenruhe wurden den öffentlich zugänglichen Informationen zufolge zwar noch nicht vereinbart, doch NEWS.am zufolge wurden die Truppen des Regiems von Baku aus den durch den Überraschungsangriff eroberten Positionen vertreiben und es herrscht seitdem tatsächlich eine relative Ruhe an der Front. Das Regime von Baku erklärte zu dem Waffenstillstand hingegen, seine Truppen würden nun ihre Stellungen in den durch die Offensive „befreiten“ Gebieten befestigen. Was da die Wahrheit ist, lässt sich einstweilen nicht überprüfen, aber angesichts der gestern veröffentlichten Karten erscheint es wahrscheinlich, dass die Truppen von Baku ein paar eroberte Hügel im Nordosten von Berg-Karabach noch halten.

Hintergrund des Waffenstillstandes scheint zu sein, dass Russland nicht gewillt ist, aufgrund einer Frontverschiebung um ein paar Hügel im Kaukasus an einer weiteren Front im geopolitisch motivierten globalen anti-russischen Proxy-Krieg der Achse des Terrors zu kämpfen, während gleichzeitig aserbaidschanische Bemühungen um Unterstützung durch die Israel-Lobby in den USA keine geschlossene Rückendeckung für das Regime in Baku im US-Kongress hervorbrachten, sondern der republikanische Senator Mark Kirk stattdessen sogar mit einer scharfen Verurteilung der aserbaidschanischen Aggression hervorgetreten ist.

Was einstweilen übrig bleibt, ist die zahlreichen Toten und die Schäden dieses sinnlosen Krieges zu zählen.

Nachtrag 17:00h Berg-Karabach meldet, dass die Truppen des Regimes von Baku das Feuer auf den Nordosten von Berg-Karabach wiederaufgenommen haben, allerdings mit geringerer Intensität. Der blutige Budenzauber im Kaukasus scheint also noch nicht vorbei zu sein.