Trump und Clinton weiter auf Siegerstraße während Rubio implodiert

Bei den Vorwahlen zur US-Präsidentschaftswahl 2016 am Dienstag Abend haben der dem zionistischen Establishment überhaupt nicht genehme republikanische Kandidat Donald Trump und das mit demokratischem Lippenstift angemalte Pferdchen der Neocon-Kriegstreiber, Hillary Clinton, ihren Vorsprung jeweils ausgebaut, während die Kampagne von Israels Liebling Marco Rubio auf der republikanischen Spur regelrecht implodiert ist.

Auf der republikanischen Spur gab es am Dienstag vier Wahlen, nämlich für die wahlberechtigte Öffentlichkeit offene Vorwahlen in den Bundesstaaten Mississippi und Michigan, parteiinterne Vorwahlen in Idaho und eine parteiinterne Wahlversammlung in Hawaii. Dabei wurden zusammen 150 von insgesamt 2472 Delegierten gewählt, die auf der Parteiversammlung in Cleveland ab dem 18. Juli den republikanischen Präsidentschaftskandidaten bestimmen, und zwar 40 in Mississippi, 59 in Michigan, 32 in Idaho und 19 in Hawaii.

Im tiefen Süden in Mississippi, wo Trump mit seinem Versprechen einer Mauer an der Grenze zu Mexiko gut ankommt, und im nördlichen Michigan mit seiner Auto-Hauptstadt Detroit, wo Trump mit seiner Position gegen Freihandelsabkommen wie TPP gut ankommt, hat Trump all die mit Hilfe von bestellten Umfragen herbeiphantasierten Hoffnungen der Lobby Lügen gestraft, dass sein Stern am sinken ist, und die beiden größten Staaten des Tages mit jeweils zweistelligem Vorsprung auf den jeweils Zweitplatzierten Ted Cruz überzeugend gewonnen. Im kleinen und sehr konservativ-christlich geprägten nordwestlichen Agrarstaat Idaho wurde Trump demgegenüber mit rund 28% hinter dem radikalen Predigersohn Ted Cruz, der da etwa 44% holte, Zweiter. Dadurch hat Donald Trump am gestrigen Dienstag seinen Vorspung an Delegierten auf den im Rennen um die Nominierung an zweiter Stelle liegenden Ted Cruz wieder ein Stück ausgebaut. Dass Trump dann auch noch Hawaii gewonnen hat, setzte der Wahlnacht für Trump das Sahnehäubchen auf. Der wirkliche Knüller des Abends steckte aber wieder in den Plätzen dahinter, nämlich das erneut unterirdische Abschneiden des Lieblings der Israel-Lobby und des Establishments, Marco Rubio.

Im großen Industrie- und Autostaat Michigan brachte es Marco Rubio nur auf 9%, und im Südstaat Mississippi gar bloß auf 5%, womit er da nicht nur jeweils Vierter und Letzter wurde, sondern auch die in diesen Staaten geltenden 15%-Hürden jeweils klar verfehlte und deshalb in den beiden größten Staaten des Abends trotz des dortigen proportialen Wahlmodus völlig ohne Delegierte blieb. Im christlich-wordwestlichen Kartoffelstaat Idaho schaffte dann Marco Rubio zwar rund 16%, womit er da Dritter und nicht Letzter wurde, doch in Idaho gilt eine 20%-Hürde, weshalb er auch aus der Vorwahl in Idaho ohne einen einzigen Delegierten hervorging. Bei den den Dienstag abschließenden Parteiversammlungen im sehr kleinen Inselstaat Hawaii gab es dann keine Prozenthürde, doch da der Inselstaat seine wenigen Delegierten proportial zum Wahlergebnis verteilt, kommen da bei 13% Wahlergebnis für Rubio eben auch nur zwei oder drei Delegierte raus. Anders gesagt, schlechter konnte der Abend für Marco Rubio, den Liebling des Establishments, gar nicht laufen. Und was für den Kandidaten des Establishments schlecht ist, ist natürlich gut für den Anti-Establishment-Kandidaten Donald Trump, weil die vom Establishments geschmiedeten Ränkepläne gegen ihn sich damit einmal mehr als Makulatur erwiesen haben.

So kommt es, dass CNN am Dienstag nach der Wahl meldete, dass die Chancen des einstigen Favoriten Marco Rubio auf die Nominierung nun nur noch bei 1% gesehen werden, ein einflussreicher Zionist bei Slate Marco Rubio aufforderte, seine Kampagne sofort zu beenden, um noch zu retten was zu retten ist, ABC meldete, die Kampagne von Rubio sei verwelkt, und der TV-Sender NBC schrieb, die Kampagne von Marco Rubio sei am Dienstag Abend „implodiert.“ Die da nun die Kampagne von Rubio nach seinem desaströsen Abschneiden am Dienstag im Grunde genommen für erledigt erklärt haben, sind wohlgemerkt nicht seine Gegner, sondern Medien des Establishments, die bis dato mit allen Mitteln versucht haben, Marco Rubio irgendwie aufzupeppeln und so gut es nur geht zu unterstützen.

Als wesentlicher Grund für Rubios katastrophales Abschneiden wird genannt, dass Rubio einerseits versucht hat, sich als der seriöse Kandidat des Establishments zu inszenieren, er andererseits jedoch Donald Trump mit wüsten Schimpftiraden und unter der Gürtellinie attackiert hat, um Trump seine Angriffe, wie er sagt, mit gleicher Münze heimzuzahlen. Dabei hatte der schmächtige Rubio etwa auf Wahlkampfveranstaltungen erklärt, Trump habe kleine Hände, und dabei impliziert, wenn die klein seien, dann könnte man davon ausgehen, bei Trump sei auch etwas anderes klein. Trump ging in der nationalen republikanischen TV-Debatte vor großem Publikum darauf ein, präsentierte seine Hände, erklärte dazu, seine Hände seien noch nie kritsiert worden, und anschließend behauptete er unter lautem Gelächter, man könne sich darauf verlassen, dass er, Trump, auch sonst bestens ausgestattet sei.

Im Nachhinein betrachtet könnte das tatsächlich der Augenblick gewesen sein, wo Rubio alles verloren hat. Trumps zornige Anhänger haben kein Problem damit, freuen sich eher darüber, dass der Haudegen Trump unausgesprochene Regeln der politischen Korrektheit bricht, doch bei Rubios Anhängern des Establishments ist das anders. Rubio hat durch seine wüsten Schimpftiraden lediglich bewiesen, dass seine vorgebliche Seriosität und sein ansonsten zur Schau gestelltes gutes Benehmen nur aufgesetzte Masken sind. Ähnliches gilt auch für die wüste Attacke des Ex-Präsidentschaftskandidaten Romney gegen Trump, und seine anschließende offene Wahlwerbung für Rubio. Romney hat damit nur nochmal demonstriert, dass das Establishment Trump wirklich nicht leiden kann. Und da eben sehr viele republikanische Vorwähler ihrerseits das Establishment und den Wahlverlierer Mitt Romney nicht leiden können, ist die Unterstützung für Trump bei den republikanischen Vorwählern nach Romneys Attacke logischerweise durch Romneys Attacke nicht gefallen, sondern gestiegen.

Das Establishment der republikanischen Partei und die Israel-Lobby stecken damit einmal mehr in der Zwickmühle. Halten sie an Rubio und ihrer Strategie fest, Trump mit drei Kandidaten so viele Stimmen und Delegierte wegzunehmen, dass Trump die absolute Mehrheit von 1237 Delegierten auf dem Wahlparteitag im Juli verpasst, so laufen sie Gefahr, dass Rubio Stimmen gegen Trump auf sich zieht, die zu keinen Delegierten für Rubio führen, sondern wie am gestrigen Dienstag eher dazu führen, dass Trump mehr anstelle von weniger Delegierten bekommt, weil seinen Konkurrenten Stimmen fehlen, die Rubio bekommen hat. Das Dilemma verschärft sich nur noch dadurch, dass von nun an auf der republikanischen Spur auch im „Gewinner-bekommt-Alles-Modus“ gewählt wird. Schon am nächsten Dienstag wählen mit Florida, Ohio, Illinois und Missouri gleich vier große Staaten im Gewinner-bekommt-Alles-Modus, und um Trump da Siege zu nehmen, wäre es sinnvoll, weniger Kandidaten gegen ihn zu haben, die sich gegenseitig die Stimmen wegnehmen. Da ihr Liebling Marco Rubio von den noch im Rennen verbliebenen Kandidaten wohl der Schwächste ist, müsste die Lobby Rubio nun eigentlich aus dem Rennen nehmen, um Trump zu verhindern. Doch Rubio sieht sich nach wie vor als zukünftiger Präsident, der um das zu werden, nur noch eben seinen Heimatstaat Florida gewinnen muss, und er will deshalb vor den Vorwahlen in Florida nächsten Dienstag nicht aufgeben.

Dabei ist es natürlich gleichzeitig so, dass ein Drei-Wege-Rennen Trump-Cruz-Kasich für Trump auch hilfreich sein kann, seinen Vorsprung zu verteidigen und langsam mehr Delegierte einzusammeln, bis er über die Ziellinie ist. Und selbst wenn Trump es nicht ganz schaffen sollte, 1237 Delegierte zu bekommen, er aber trotzdem klar die meisten Delegierten hat, dürfte es nahezu unmöglich sein, beim Nominierungsparteitag einen Gegenkandidaten durchzudrücken, ohne dass gleichzeitig die Wahl im November so gut wie sicher an die Demokraten fiele, zumal Cruz, Rubio und Kasich jeweils eigene riesige Schwächen haben.

Ex-Tea-Party-Star Marco Rubio hat zwar theoretisch ein Profil, das sowohl sehr christliche und sehr konservative Wähler als auch moderate und einige unabhängige Wähler ansprechen könnte, doch anstatt dass er bei all diesen Wählergruppen ankommt, kommt er bei gar keiner Wählergruppe mehr gut an. Cruz oder Kasich rauszunehmen, mal abgesehen davon, dass sie da auch noch zustimmen müssten, geht aber für die Lobby eben aufgrund ihrer Schwächen auch schlecht. Der im Rennen Zweitplatzierte Cruz etwa punktet bei sehr christlichen und sehr konservativen Wählern gut, kommt aber bei moderat konservativen und unabhängigen Wählern schlecht an, wie sich gestern in Michigan wieder gezeigt hat, wobei das Problem darin besteht, dass die meisten Staaten, die noch keine Vorwahlen hatten, eben moderate Staaten wie Michigan sind. John Kasich punktet hingegen bei moderat konservativen und unabhängigen Wählern gut, kommt aber bei sehr christlichen und sehr konservativen Wählern schlecht an, wie gestern in Mississippi und Idaho zu sehen war, und außerdem liegt er nunmehr schon 400 Delegierte hinter Trump zurück. Trump punktet hingegen mehr oder weniger bei allen Wählergruppen, so dass, wenn sich das Rennen auf zwei reduziert, Trump erst recht die besten Chancen hat, die für einen eindeutigen Sieg im Nominierungsrennen notwendigen 1237 Delegierten zusammenzubekommen, gleich wer am Ende noch gegen Trump übrig ist. Kurzum, im Grunde sieht die Situation für Trump trotz des mächtigen Gegenwindes von der Israel-Lobby und ihrer Medienmaschine immer besser aus. Gewinnt Trump am nächsten Dienstag genau wie gestern drei von vier Staaten, dürfte seine Nominierung so sicher sein, dass größere Teile des republikanischen Establishments sich mit der Kandidatur von Trump vermutlich notgedrungen arrangieren werden anstatt ihn weiter zu bekämpfen.

Auf der demokratischen Spur gab es gestern auch wieder mal nichts neues. Da wurde gestern nur in Mississippi und in Michigan gewählt. Die von der Israel-Lobby unterstützte Angriffskriegsverbrecherin Hillary Clinton hat Mississippi gewonnen, während Sanders überraschend stark war und den größeren Staat Michigan gewonnen hat.

Da Clinton jedoch wieder mal in einem Südstaat einen Kantersieg erzielt hat, während Sanders im Norden nur knapp gewonnen hat, und die Delegierten auf der demokratischen Spur grundsätzlich proportional verteilt werden, hat Clinton am Ende gestern mehr Delegierte als Sanders gewonnen, womit sie ihren Vorsprung auf Sanders weiter ausbauen konnte.

Sanders bleibt damit mit 540 Delegierten zwar weiter an Clinton mit ihren nunmehr 745 Delegierten dran, doch damit er Clinton noch abfangen kann, muss Clinton schon kräftig stürzen. Das ist allerdings etwa in Form einer Anklage wegen Geheimnisbruch mit ihrem Emailserver nach wie vor durchaus vorstellbar.

15 Gedanken zu “Trump und Clinton weiter auf Siegerstraße während Rubio implodiert

  1. „Das ist allerdings etwa in Form einer Anklage wegen Geheimnisbruch mit ihrem Emailserver nach wie vor durchaus vorstellbar.“

    Hat nicht die Lobby eine solche Macht um dies zu verhindern?

    1. Alberich

      Das ist die große Frage dahinter. Dass Clinton wegen ihres Email-Servers noch nicht angeklagt und verurteilt wurde- tewa wie David Petraeus, kann man durchaus schon als erfolgreiche Arbeit der Lobby sehen. Dass die meisten ihrer Emails nun veröffentlicht werden, zeigt jedoch, dass es im Justizapparat offenbar sehr starke Gegenkräfte gegen Clinton gibt. Also, im Grunde genommen, kann man erwarten, dass das etwa so hält, dass Clinton davon ein paar Schrammen abbekommt, aber keinen K.O.

      Die große Unbekannte dabei ist, ob jemand und wenn ja, wer alles, Abzüge von ihrem Emailserver hat. Würden „Anonymous,“ „Wikileaks“ oder sonstwer morgen einen per Hack organisierten Dump von Clintons Emailserver veröffentlichen, woraus hervorgeht, wie Clinton dienstliche Emails trotz gegenteiligen Eides zurückgehalten hat und ihre Wähler belogen und streng geheimes Material da vorschriftswidrig gespeichert hatte, dann könnte das von heute auf morgen einen Dammbruch geben, den keine Lobby kitten kann.

      1. Es gibt aber nicht nur die E-Mails, sondern auch die noch die geheime Goldman-Sachs-Rede.

        Manche halten nicht die E-Mails, sondern diese Rede für Clintons größtes Risiko:

        http://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/warum-eine-rede-bei-goldman-sachs-hillary-clinton-zu-fall-bringen-kann-a-1079276.html

        WikiLeaks dürfte den Text (aufgrund der überwältigenden Poll-Mehrheit) bald auf seine „Most Wanted List“ setzen:

        Damit ist wohl zu erwarten, dass für die Rede (wie bereits in andern „Most-Wanted“ Fällen) eine fette Belohnung per Crowdfunding gesammelt und ausgeschrieben werden wird. Bei TTIP-Leaks handelt es sich dabei immerhin um eine sechsstellige Summe. Ob da nicht der eine oder andere Bankster ins Grübeln kommt…?

  2. Im Mai 2015 bei 64,2% stehend, konnte Clinton sich zwar von einem 24%-Absturz auf ein absolutes Tief von 40,2% im Septenber 2015 bis Anfang Dezember 2015 zurück auf 58,3% deutlich erholen, was offenbar auch den 20% von Konkurrent Biden zu verdanken war, der Ende Oktober 2015 aufgegeben hatte, danach ging es jedoch wieder stetig abwärts bis auf 47,2% im Februar 2016, sodass Clintons Werte trotz einer leichten Erholung im März 2016 auf aktuell 51%, weiterhin zwei intakte Abwärtstrends aufweisen, den langfristigen ab Mai 2015 vom absoluten Hoch bei 64,2% und den kurzfristigen ab Februar 2016 vom Zwischenhoch bei 58,3%.

    Auch wenn letztlich auf dem Parteitag der Delegierten entschieden wird und auch bei weiter bestehenden Abwärtstrends Werte von über 50% für Clinton am Ende ausreichen könnten, die Dem-Nomination zu gewinnen, sollte im Blick behalten werden, dass eher und entgegen allen Benachteiligungen in den Medien, Bernie Sanders´stetiger Aufwärtstrend von 5,3% bis auf 42,2% nach der Sprache eines Siegers klingt, solange es der Sanders-Kampagne gelingt den Anstieg fortzusetzen, also längere Seitwärtsbewegungen sowie ein Absinken unter 35% zu vermeiden.

    Datenquelle, Skalierung auf MAX: http://www.realclearpolitics.com/epolls/2016/president/us/2016_democratic_presidential_nomination-3824.html

    1. clearly

      Die Mathematik sieht für Bernie so aus, wenn man mal die Superdelegierten außer Acht lässt, in der Annahme, sie werden wie bei Obama nachher am Ende doch den populären Sieger mittragen, auch wenn sie sich eigentlich schon Clinton versprochen haben: 4051 Wahldelegierte gibt es, die Mehrheit liegt also bei 2026. Clinton hat bislang 745, Sanders 540. Um die Mehrheit der Wahldelegierten noch zu gewinnen braucht Sanders von jetzt an im Schnitt:

      (2026-540)/(4051-745-540)=53,72% der noch zu vergebenden Delegierten.

      Anders als bei den Republikanern geht es bei den Demokraten nicht mit Winner-takes-all, sondern proportional weiter.

      Sanders muss also Clinton jetzt schon ziemlich satt überholen. Mit Siegen von 52% zu 48% wie in Michigan kommt Sanders nicht mehr zur Nominierung. Clinton reichen ab jetzt demgegenüber schon 46,28%.

      Die nationalen Umfragen sind aber inzwischen wenig aussagekräftig, da daraus nicht hervorgeht, wie die Werte in dem Teil der USA sind, der noch nicht gewählt hat, und noch genauer, wie die Werte da sind, wo nun sehr bald gewählt wird. Das ist es, worauf es nun ankommt. Sanders verweist vermutlich darauf zurecht, dass er von nun wohl günstigeres Gelände vor sich hat. Der Deep South war sehr schlecht für ihn. Aber er braucht trotzdem Siege, und zwar schnell, und einen noch größeren Rückstand kann er sich schlecht leisten, weil auch die Anzahl der noch nicht vergebenen Delegierten immer kleiner wird. Trotzdem lässt sich in den nationalen Umfragen Sanders Hauptproblem ablesen: der Trend sah gut aus, aber es gab eine Seitwärtsbewegung in den letzten Wochen, anstatt dass er seinem längeren Trend entsprechend an Clinton vorbeigekommen wäre. Um noch zu gewinnen, müsste Sanders nun in nationalen Umfragen eigentlich schon führen.

      Nächsten Dienstag geht es bei den Demokraten um Florida, Illinois, Ohio, North Carolina und Missouri, zusammen fast 700 Delegierte. Wenn Bernie da gewinnen würde, nicht nur symbolisch, sondern so, dass sein Rückstand bei den Delegierten nicht größer, sondern kleiner würde, dann wäre Bernie wieder gut im Rennen. Das Problem: er liegt in Umfragen in vielen dieser großen Staaten, die nächste Woche wählen, 20 bis 30% zurück. Auch wenn Bernie in Michigan gegen einen zweistelligen Umfragerückstand gewonnen hat, so sieht viel danach aus, dass sich am nächsten Dienstag das Muster von letztem Dienstag wiederholt: Bernie fährt einen „überraschenden“ knappen Sieg in einem Staat ein, vermutlich Illinois (Chicago), während Clinton in Florida und Ohio mit dicken Siegen die meisten der vielen Delegierten da abräumt und sie ihren Vorsprung damit weiter ausbaut.

      Dass Bernie dieses Muster, nämlich nach Staaten praktisch ein Unentschieden gegen Clinton zu holen, aber durch knappe Siege und hohe Niederlagen bei der Delegiertenzahl in Rückstand zu geraten, bislang nicht brechen konnte, dass sehe ich als sein Hauptproblem an. Anders gesagt: er sieht gut aus, er macht nette Schlagzeilen mit Achtungserfolgen, holt aber zuwenig Delegierte.

      Daran, dass dieses Muster noch bricht, und Bernie in schwer umkämpften Battleground-States noch die dicken Siege gegen Clinton einfährt, die er braucht, glaube ich nur noch, wenn Clinton mit einem dicken Skandal auf die Nase fällt. Das müsste aber nun bald kommen, denn die Zeit wird immer knapper für Bernie.

      1. Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Die trotz des stetigen Anstiegs der Sanders-Werte, relativ zu denen Clintons, geringeren absoluten Prozentwerte entsprechen ja in etwa dem, was an Wahlergebnissen herauskommt. Der im meinem Fazit angesprochene weitere Anstieg müsste sich dann in den besagten „dicken Siegen“ ausdrücken. Wie gesagt, „wenn“.

  3. Wieso wählen die Schwarzen eigentlich so stark Clinton?

    „Mam“ wird es schon richten?

    1. Sehr geehrter andreas, genau aus dem gleichen Grund, aus dem die Mehrzahl der arbeitenden Menschen, bei uns, immer und immer und immer wieder SPD wählen, obwohl sie von denen, seit Anbeginn, immer und immer und immer Verkauft und Verraten wurden und den Farbigen in USA ging es mit den „Demokraten“, auch noch nie anders.

  4. Felix Klinkenberg, da ist aber schon ein Unterschied; in den USA gibt es ja nur die Wahl zwischen Demokraten und Republikanern, und zumindest in den letzten Jahrzehnten war es für alle Normalamis und erst recht für Ärmere und Arme rational, Demokraten zu wählen, angesichts der Alternative.

    Die haben zumindest etwas dafür gesorgt, dass es staatliche Investitionen gibt (öffentliche Leistungen braucht nicht der Reiche, der verzichtet lieber gerne auf die nötigen Steuern), und zumindest einige Sozialleistungen.
    Und generell gibt es unter Republikanern mehr Investitionen in die Realwirtschaft, statt vorwiegend „Finanzinnovationen“.

    Wenn nach Bush nochmal 8 Jahre „Republikaner“ statt Obama gekommen wäre, sähe es jetzt ziemlich bitter aus im Land; was natürlich für die unteren und mittleren Schichten ein Problem wäre (das Problem ist, dass der Großteil der Mitte denkt, er gehört zur Oberschicht, oder er kann es schaffen, dorthin zu kommen).

    Bei der Frage Sanders oder Clinton geht es ja nicht um Demokraten oder Republikaner.

    Deshalb die Frage: wählen die Schwarzen die Südstaatenmissis, weil sie denken, sie wird eine gute Missis sein? Wieso konnte Sanders da nicht landen mit einer Kampagne? Er musste ja nur die Fakten darstellen, das st doch eigentlich leichter als Herumzulügen.

    1. „Nur die Fakten darstellen“ mag vllt. etwas bei denkenden, mündigen Menschen bringen- das mag tatsächlich die Art und Weise sein selbige zu erreichen. Der ganze US-Wahlkampf aber bisjetzt (und eigentlich noch viel mehr als das) suggeriert, dass man es nicht mit solchen Menschen zutun hat. Die Zustände in der amerikanischen Gesellschaft (und vllt. auch in der gesamten Welt) kommen in vielerlei Hinsicht schon dem ganz nahe, was einmal scherzhaft in einem -übrigens amerikanischen- dystopischen Film karikiert wurde: Eine „Idiokratie“. (Idiocracy, 2006)

    2. andreas

      Meine Meinung zu Sanders unterirdisch schlechtem Abschneiden bei Schwarzen im Süden: Sanders fehlen da die Connections und er erzeugt da nicht die richtigen Vibrations.

      Die Clintons sind im Süden seit der Zeit von Bill Clinton bestens mit den Führern der Schwarzenbewegung verbunden. Auch wenn man es plausibel darstellen kann, dass die Präsidentschaft von Clinton für die schwarze Bevölkerung des Südens etwa wegen der Sozialleistungenskürzungen schlecht war, war sie es für die Elite der dortigen Schwarzenbewegung nicht: sie haben unter Bill Clinton erstmals richtig Macht bekommen.

      Sanders bleibt also nur, wie sowanders auch, der Weg direkt über die Wähler. Doch da traf die Kampagne des selbsterklärten Sozialisten Sanders im Süden auch bei schwarzen Wählern auf den Widerspruch, dass die sich oft als streng gläubige Christen sehen und vom „gottlosen Sozialismus“ nichts wissen wollen, was auch immer Sanders sonst noch so versprechen mag.

      Das zusammen erklärt dann aus meiner Sicht recht gut, wieso die Kampagne von Sanders in den Südstaaten überhaupt nicht erst in Schwung gekommen ist. In Michigan im Norden der USA (mit der Auto- und Arbeiterstadt (!) Detroit) war das übrigens anders als in den Südstaaten: da hat Sanders bei schwarzen Wählern gar nicht so schlecht abgeschnitten, und bei jungen schwarzen Wählern sogar gewonnen.

    3. Sehr geehrter andreas, nach dem die Farbigen, im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil, das eigentlichen Kanonenfutter stellten und sie sowohl in Europa als auch in Asien, die Hauptlast, der Kriege, zur Unterwerfung von Deutschland und und Japan und die Installierung des US Empire geleistet hatten, kehrte nach Hause zurück und mussten wieder bestimmte Busse benutzen, kurz waren immer noch Sklaven. Sie waren natürlich nicht mehr mit ihrem Sklavendasein zufrieden, gaben das an ihre Kinder weiter und so baute sie allmählich eine schwarze Freiheitsbewegung auf, als die Bewegung, den Herren“menschen“ Dynastien, zu gefährlich für ihr Regime wurde, wurden die charismatischen Galionsfiguren Eliminiert, zB. Martin Luther King und Malcom X , usw, usw usw . Jetzt war für die nächste Generation, die Vorbilder beseitigt und nun konnten sie neue Vorbilder an deren Stelle setzen und so gaben sie ihnen extrem Egoistische brutale Vorbilder, zB. Gangsta-Rap und setzten sie unter Drogen. Während zu Zeiten des Black Movement, das Gemeinsame vorherrschte, waren nun nur noch Einzellkämpfer unterwegs. Wer noch über-bleibt, sind die Onkel Tom Nigger, die gab es immer schon und auch Heute noch, von dehnen ist aber keine Entwicklung zu Erwarten, die sind durch die etlichen Kirchen, gut beschäftigt und machen weiter brav, was die Kirchenführungen vorgeben.

  5. Hier ein kurzer Bericht zu den Kontakten von D. Trump rein bis nach Zion. Ist der Einfluss so umfassend???

    http://www.liveleak.com/view?i=ddd_1457862655

    Trump and the Jewish Zionists
    Trump is completely cooperative with the Jewish Zionists and Israelis that control America… Even his present business, The Trump Organization, is Jewish controlled..

    for instance:
    Michael D. Cohen – Executive Vice President
    Alan Weisselberg – Chief Financial Officer
    Andrew Weiss – Executive Vice President of Construction
    Cathy Hoffman Glosser – Executive VP Global Licensing
    Elizabeth Klein – Public Relations (Rubenstein Associates)

    Trump’s daughter, Ivanka, is married to a Zionist Jew, Jared Kushner.

    He is the perfect puppet that gives Americans the illusion they have a voice and that is why you see him often in Jewish-Zionist owned
    mainstream TV channels blabbing away.

    HE IS OWNED or else he would not appear on TV.

    A point of hypocracy is the fact that Trump’s signature clothing line is manufactured in Mexico while he states: „Mexicans are stealing our jobs.“

    He states that he will build the mother of all walls along the border with Mexico to keep Mexicans out without noticing that Mexicans are no longer coming to America in search of jobs… NAFTA created plenty of jobs in Mexico.

    Trump promises to make America’s military even larger and more demonically insane than it already is.

    Do your own research regarding Trump’s relationship with Felix
    Sater
    who
    was born in the Soviet Union, the son of Rachel and Mikhail Sater, according to public records, court testimony and
    a federal indictment. He has said his parents, who are Jewish, moved first to Israel, then to Baltimore and finally to New York in the early 1970s to escape “religious persecution.”

    Mr. Sater was born Haim Felix Sater, but he once testified in court that he “Americanized” his name to Felix Henry Sater in the early 1990s.

    Sad to say…. there is no candidate presently running for the Presidency who is not totally on board and completely cooperative and controlled by the Zionist Jews who completely control America.

    Comic John Oliver on Trump and remember what Oscar Wilde once stated: „If you want to tell people the truth make them laugh, otherwise they will kill you.“

    Read more at http://www.liveleak.com/view?i=ddd_1457862655#5zGsVP5ytAzk7l42.99

    1. Ben

      Die Tätigkeit von Mitgliedern der jüdischen Gemeinden findet man in den USA, und nicht nur da, überall, an führenden Stellen, und natürlich auch bei Trump. Die Liste ist im Übrigen unvollständdig, sowohl was Trump angeht, als auch sonst die politischen Verhältnisse der USA.

      Die ganze republikanische Partei ist in der Hand von wenigen, oft jüdischen, Milliardären, und bei den Demokraten und in der Wirtschaft, insbesondere in den Medien, sieht es kaum anders aus, denn die USA sind ein zutiefst rassistischer Staat, wo es für die Karriere wichtig ist, jüdisch zu sein.

      Darum, ob jemand Jude ist oder nicht, geht es aber überhaupt nicht. Was wichtig ist, ist die vorgeschlagene Politik. Und die unterscheidet sich bei Trump erheblich, und zwar in die friedliche Richtung, von seinen republikanischen Mitbewerbern.

      https://deutsch.rt.com/meinung/37065-worauf-beruht-hass-us-establishments/

      Darum geht es. und natürlich geht es auch darum, dass eine kleine Clique von Mafioso, die sich selbst mal als Neocon bezeichnet hat, die USA und die Welt zum vermeintlichen Wohle Israels in Krieg über Krieg treibt. Mit denen liegt Trump über Kreuz, genauso wie übrigens Obama, und ein großer Teil der elitären 3% Minderheit der jüdischen Bevölkerung der USA auch, und zwar selbst dann, wenn sie der zionistischen Ideologie anhängen.

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