Frühling

Nun ist er also da, der Frühling 2016, meteorologisch zumindest, auch wenn das Wetter da noch so überhaupt nicht nach ausschaut. Und doch bietet sich gerade der Frühlingsanfang in diesem Jahr dazu, einfach mal Frühlingsgefühle zu zeigen und ein paar lose Gedanken zu Gott und der Welt locker kreisen zu lassen.

Die Welt ist zu Beginn dieses Frühlings so kaputt wie sie es selten war. Da ist zunächst einmal die internationale Situation. Bei den zahllosen Kriegen schaut es seit einiger Zeit so aus, als ob jedes Jahr ein neuer Krieg hinzukommt anstatt dass zur Abwechselung mal einer beendet wird. Die Liste wird immer länger: Palästina, Afghanistan, Somalia, Irak, Libyen, Syrien, Nigeria, Ukraine, um nur einige schon länger währende Kriege zu nennen, und jetzt gibt es auch noch, eine Errungenschaft des letzten Frühlings, einen dicken Krieg im Jemen, sowie einen sich in der Entstehung befindlichen Krieg in der Türkei. Hinzu kommt, dass mit China die einzige potente Alternative zur US-Weltdiktatur wirtschaftlich schwächelt, rechte US-Lakaien in Lateinamerika an den Wahlurnen Sieg über Sieg einfahren, und der durch Überproduktion bedingte Preisverfall beim Erdöl Russland, Iran und Venezuela finanziell in die Seile drückt.

Und doch, trotzdem, oder gerade deshalb, gibt es in diesem Frühling auch einigen Grund dafür, hoffnungsvoller zu sein als in den letzten Jahren. Das betrifft zunächst einmal die von den Herrschern der westlichen Welt und ihren Komplizen angezettelten Kriege rund um die Welt. Das mit dem Anzetteln und Beginnen von Krieg über Krieg gelingt der in der westlichen Welt herrschenden Angriffskriegsverbrecherbande zwar immer noch ganz gut, aber, jedenfalls seit dem Krieg gegen Jugoslawien, konnte diese skrupellose Bande keinen Krieg mehr gewinnen, was der wesentliche Grund dafür ist, dass die Liste der laufenden Kriege immer länger wird. Und nichts zügelt den Appetit auf mehr Krieg besser als eine krachende Niederlage.

Dabei ist es längst so, dass nicht nur die von den Herrschern der westlichen Welt mit Destabilisierung und Krieg überzogenen Länder rund um den Globus zerstört werden, sondern die Kriege und ihre Kosten, und natürlich die hinter den Kriegen stehende Mentalität der ungezügelten Gier und des ungebremsten Dominanzstrebens der Herrscher der westlichen Welt, auch immer mehr zur Zerstörung der Staaten und Gesellschaften der westlichen Welt selbst führen. So wurde etwa im NATO-Kraftzentrum USA die Mittelklasse weitgehend ausgelöscht, die südeuropäischen NATO-Staaten sind von Schuldenkrisen zerfressen, und im wirtschaftlichen Herz NATO-Europas, Deutschland insbesondere, aber etwa auch in Frankreich und Britannien, führt steigender Frust zu immer mehr Wut und Polarisierung in der Gesellschaft. Die Methoden der Herrscher der westlichen Welt zur Beherrschung der eigenen Bevölkerung versagen zunehmend. So erregen ihre geheimdienstlichen Kontroll- und Manipulationssysteme inzwischen bei einem Großteil der Bevölkerung mehr Zorn als dass sie ein Sicherheitsgefühl vermitteln und ihre gleichgeschaltete Propaganda macht sich immer lächerlicher.

Heute nun, am meteorologischen Frühlingsanfang 2016, besteht nach all den von der in der westlichen Welt herrschenden Verbrecherbande angerichteten Katastrophen eine recht hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass es einen deutlichen Schritt zur Entmachtung dieser Bande geben wird, was einer tiefen Zäsur in der Geschichte der westlichen Welt gleichkäme. So wie es aussieht wird die im NATO-Kraftzentrum USA herrschende zionistische Lobby heute eine von zwei Spuren zur US-Präsidentschaftswahl 2016 verlieren, nämlich die republikanische. Dass die zionistische Lobby die republikanische Spur verliert, hat es lange nicht mehr gegeben. Die zionistische Lobby feuert aus all ihren Propaganda-Rohren auf Donald Trump, doch die in den letzten Jahrzehnten ökonomisch ausgeplünderte Basis der Republikaner ist sehr wütend und scheint sich davon nicht beeindrucken zu lassen. Die Attacken gegen Trump bewirken das Gegenteil des Erwarteten: je aggressiver und penetranter die Attacken des Establishments gegen Trump sind, desto mehr verstärkt das bei vielen Wählern den Eindruck, dass Trump genau die richtige Wahl ist, um dem korrupten Establishment möglichst kräftig in die Klötze zu treten.

Gewinnt Trump heute wie allseits erwartet den Supertuesday, dann wird es mit Sicherheit einen heißen amerikanischen Frühling geben. In den USA bahnt sich damit nämlich eine politische Umwälzung an, die als „konservative Revolution“ in die Geschichsbücher eingehen könnte. Die Chancen von Hillary Clinton, diese Bewegung zusammen mit der Israel-Lobby im November zu stoppen, dürften, auch wenn sich das in den Umfragen bislang selten wiederfindet, nicht gerade rosig sein, denn, wie die Popularität von Bernie Sanders zeigt, der Zorn über die weitgehende Auslöschung der Mittelklasse in den USA ist bei den Wählern der Demokraten kaum kleiner als bei den Republikanern. Und Hillary Clinton steht mit ihrer ganzen Persönlichkeit dafür, dass das Establishment in Washington genauso korrupt weitermacht wie die letzten Jahre. Trump hingegen war gerade in ökonomischen und außenpolitischen Fragen bei den Republikanern bislang schwammig genug, um sich bis November noch links von Hillary Clinton zu positionieren, und damit Anhänger des demokratischen Anti-Establishment-Kandidaten Bernie Sanders in seine konservative Anti-Establishment-Bewegung aufzunehmen.

Mit bereits eingenommenen Positionen wie von Regime Changes in fernen Ländern Abstand zu nehmen und mit – anstatt gegen – Russland bei der Bekämpfung von Terrorismus zu arbeiten, den Freihandelsdeal TPP abzulehnen und bei Krankenversicherungen für mehr Wettbewerb zu sorgen, so dass sie preiswerter werden, dürfte er bei vielen Anhängern von Bernie Sanders offene Türen einrennen. So erklärt es sich auch, dass Bernie Sanders in Umfragen gegen Donald Trump besser abschneidet als Hillary Clinton. Würde es der demokratischen Partei darum gehen, unbedingt die Wahl im November zu gewinnen um Trump zu stoppen, wäre sie gut beraten, wenn sie anstelle von Clinton den Außenseiter Sanders aufstellt, von dem wie von Trump erwartet wird, dass er in Washington aufräumen wird, wenn er Präsident wird, wenngleich, natürlich, auf seine Art und so wie er das für richtig hält. Doch danach sieht es nicht aus. Vielmehr sieht es so aus, dass das US-Establishment und die Israel-Lobby unbedingt Clinton durchdrücken wollen und ihnen das in den Vorwahlen auch gelingt, wobei es, wie oben erklärt, nicht unwahrscheinlich ist, dass sie dafür dann im Ergebnis im November Präsident Trump bekommen.

Nun ist gerade Frühlingsanfang, und deshalb mag es hier nun ein paar wilde Gedanken geben, was das bedeuten könnte, wenn Donald Trump nach heftigen Schlachten im Sommer im November tatsächlich zum Präsidenten der USA gewählt werden sollte. Weiter soll dazu mal angenommen werden, dass Trump sich tatsächlich als der Gegner der Israel-Lobby erweist, für den er allgemein gehalten wird, und nicht etwa als ein U-Boot der Israel-Lobby, worauf etwa das Anheuern von Michael Glassner, dem AIPAC-Direktor für den Südwesten, als politischen Direktor für seine Wahlkampagne hindeuten könnte.

Im nahen Osten wäre dann damit zu rechnen, dass Trump seine Außenpolitik auf den Krieg gegen Al Kaida & Co ausrichten würde, er dabei Stärke zeigen würde, und er Staatssponsoren von Al Kaida, etwa Saudi Arabien und die Türkei, entweder auf Linie bringen oder sie zu Gegnern der USA umdeklarieren würde. Recht passable, möglicherweise sogar gute, Beziehungen wären hingegen zu Russland, und wohl auch zu Iran, zu erwarten. Gegen Israel direkt könnte Trump aufgrund der auch nach den Wahlen 2016 wieder erwarteten festen israelischen Mehrheit im US-Kongress wenig unternehmen, aber damit, dass Trump auch nur einen Finger mehr als nötig für Israel rührt, bräuchte Netanjahu nicht zu rechnen. Außerdem könnte Trump offen oder verdeckt daran arbeiten, die Israel-Lobby in den USA und weltweit zu schwächen. Im Grunde würde das im nahen Osten auf die praktisch ungebrochene Fortsetzung der von Obama in seiner zweiten Amtszeit begonnenen Außenpolitik hinauslaufen. Im Verhältnis zu China will Trump China einerseits zum Währungsmanipulator ernennen und mit Handelsbeschränkungen das US-Handelsdefizit gegenüber China abbauen, was China überhaupt nicht gefallen würde, andererseits jedoch TPP platzen lassen, was China sicherlich sehr gefallen würde.

Richtig spannend könnte werden, wie es unter einem US-Präsidenten Trump in Europa weitergehen würde. Von kostenlos dem Ausland zur Verfügung gestellten US-Truppen hält Trump beispielsweise nichts, weshalb er etwa fordert, dass, wenn die USA ihre Truppen in Südkorea und Japan belassen, diese Länder dafür bezahlen sollen. Eine logische Erweiterung dieses Gedankens wäre, wenn Trump auch von Deutschland und anderen europäischen Ländern verlangen würde, dass sie die Kosten für die da stationierten US-Besatzungstruppen übernehmen. So etwas könnte durchaus zu interessanten Diskussionen führen, auch in Deutschland.

Ebenfalls spannend könnte es werden, welchen Kräften und Parteien Trump in Europa Rückenwind, und vielleicht auch mehr als nur symbolische Unterstützung, geben würde. Würde ein US-Präsident Trump etwa die zionistische Lobby in Frankreich schwächen wollen, so wäre es sicherlich nicht undenkbar, dass er da bei den Präsidentschaftswahlen Marine Le Pen gegen die zionistischen Lakaien Hollande und Sarkozy unterstützt. Berührungsängste mit Rechten wie dem Front National hat Trump sicherlich nicht. Auch in anderen europäischen Staaten finden sich von den zionistischen Massenmedien geschmähte Rechtsparteien, über die Trump Einfluss auf Europa nehmen könnte. In Deutschland etwa würde die einwanderungskritische AfD vor der Bundestagswahl 2017 geradezu wie ein natürlicher Partner eines einwanderungskritischen US-Präsidenten Trump aussehen. Wenn Trump der zionistischen Lobby richtig einschenken wollte, könnte er außerdem linke Anti- oder Nicht-Zionisten in Europa unterstützen, etwa Jeremy Corbyn in Britannien. Verstärken könnte US-Präsident Trump den Effekt zur Befreiung Europas aus dem Griff der zionistischen Kriegslobby noch, wenn er dabei mit Russland zusammenarbeiten würde.

Sollte ein mit der Israel-Lobby im Clinch liegender US-Präsident Trump so methodisch vorgehen, dann müsste das eigentlich dazu führen, dass die zionistische Kriegslobby sowohl in Europa als auch in den USA in Schutt und Asche gelegt wird, woraufhin „der große Verhandler“ Donald Trump dann auch die von der zionistisch-wahhabitischen Achse ausgehaltenen Terrorgruppen Al Kaida und Co auf den Misthaufen der Geschichte befördern und den israelisch-palästinensischen Konflikt lösen könnte. Das wäre sicherlich wünschenswert.

Bei all der für die nächsten Wochen und Monate zu erwartenden amerikanischen Frühlingseuphorie: manchmal ist auch bei frühlingshaften Gedanken Vorsicht angezeigt. Während die Russen mit Putin, die Ungaren mit Orban und die Inder mit Modi Glücksgriffe bei konservativen Revolutionen gemacht zu haben scheinen, haben die Türken voll ins Klo gelangt. Der nationalistische türkische Machthaber Erdogan und sein Kumpan Davutoglu galten mal als Hoffnungsträger mit ihrer kritischen Haltung zu israelischen Verbrechen und ihrer demonstrativen Null-Problem-Außenpolitik, aber heute ist davon nichts mehr übrig. Und gerade frühlingshafte Bewegungen konservativer Revolutionen können sehr üble Eigendynamiken entwickeln, wie nicht nur das Beispiel Ägypten der Welt gerade erst vor Augen geführt hat.

Wie würde es sich wohl leben, unter Präsident Trump, Präsidentin Le Pen, Bundeskanzlerin Petry und Premierminister Corbyn?

Nachtrag 6.3.2016: Sieh an, sieh an. US-Neocon-Kriegstreiberin Anne Applebaum – verheiratet mit dem langjährigen polnischen Neocon-Außenminister Sikorski – malt im zionistischen Hetzblättchen „Washington Post“ genau das gleiche Szenario von Wahlsiegen von Trump, Le Pen und Corbyn wie hier das Parteibuch, und sie ist in heller Panik, dass das das Ende des zionistischen Empires bedeuten könnte.

23 Gedanken zu “Frühling

  1. Ginge vllt lieber eine Bundeskanzlerin Wagenknecht? Den Rest gerne so, wie vom Parteibuch ausgeführt.

    1. TaxiMan

      Klar, das wäre prima.

      Und ehrlich gesagt, im Unterschied zu den USA, Frankreich, und Britannien steckt die Bewegung gegen die zionistische Kriegslobby und ihre Lakaien in Deutschland ohnehin noch in den Kinderschuhen. Trump, Le Pen und Corbyn haben bei den nächsten Wahlen gar nicht schlechte Chancen, wirklich zu gewinnen, Petry und Wagenknecht haben das 2017 nicht. Wie könnte ein Weg zu einer Bundeskanzlerin Wagenknecht aussehen?

      Wagenknecht könnte es sehr helfen, wenn jemand wie Sanders US-Präsident wäre. So ein von den USA ausgehender globaler Zeitgeist, der dann auch nach Deutschland überschlägt, könnte sie an die Macht spülen, als richtige Frau zur richtigen Zeit. Sanders wird das heute wohl nicht schaffen, aber seine Bewegung wird weitermachen, bis um Nominierungsparteitag im Juni, und darüber hinaus, so ähnlich wie die Ron-Paul-Revolution 2008 und 2012 jeweils bis zum Parteitag weitergemacht hat, auch wo Ron Paul nicht mehr gewinnen konnte. Die Früchte dieser von Ron Paul aufgebauten Bewegung erntet nun, acht bis vier Jahre später, Trump. Das gleiche könnte mit der von Sanders aufgebauten sozialistischen, oder besser gesagt, sozialdemokratischen, Bewegung in der demokratischen Partei passieren, nämlich dass sie sich 2020 oder 2024 gegen den Establishment-Flügel durchsetzt und nach vier oder acht Jahren Trump-Präsidentschaft an die Macht kommt. Entsteht damit sowas wie ein globaler sozialistischer oder sozialdemokratischer anti-zionistischer Zeitgeist, dann könnte eine Bundeskanzlerin Wagenknecht etwa 2025 oder 2029 eine sehr realistische Möglichkeit sein.

      Schneller könnte es vielleicht gehen, wenn die Linke und die AfD gemeinsame Sache machen, um das korrupte Establishment in Deutschland zu stürzen, etwa so wie Syriza und die ANEL es in Griechenland machen. Aber auch da gibt es eine Menge Hindernisse.

      1. @ Einparteibuch,….wenn die Linke und die AfD gemeinsame Sache machen……der WITZ war gut!
        Bei der Linken wissen WIR ja schon von der transatlantischen Unterwanderung und deshalb darf
        sie auch schon an die Fressnäpfe zum naschen.Bei der AfD bin ich mir noch nicht so sicher,zu kurz war bisher ihr Parteileben.
        Was WIR brauchen ist Bürgerdemokratie und das beginnend in der Kommune OHNE diesen Parteienfilz bzw.Marionettentheater und ohne dieses ewige Links und Rechtsdenken.

      2. Mariano

        Dass Syriza und die ANEL in Griechenland eine Regierung bilden könnten, hat auch kaum einer für möglich gehalten.

        Unterwanderung durch die zionistische Achse gibt es in allen Parteien und Bewegungen in Deutschland. Was die Linke von den praktisch komplett übernommenen CDU/CSU/FDP/SPD/Grünen unterscheidet, ist, dass es da noch einen anti-zionistischen und Anti-NATO-Flügel gibt.

        Im Übrigen ist Parteien zu verbieten oder abzuschaffen auch keine Lösung des politischen Problems, weil sich die zionistischen Seilschaften ähnlich wie die der zionistischen Lobby angeschlossenen NATO-Seilschaften ohnehin quer zu den Bewegungen und Parteien gebildet haben, und deshalb durch eine Abschaffung von Parteien eher noch gestärkt als geschwächt würden. Auch Links und Rechtsdenken wird es wohl immer weitergeben, denn immer wird es in der Politik Richtungsfragen geben, wo sich zwei Lager gegenüberstehen, die in unterschiedliche Richtungen wollen, etwa mehr Staat oder weniger Staat. Allerdings kann es dabei trotzdem zu einer Zusammenarbeit kommen, wobei sich dann irgendwo in der Mitte getroffen wird, wenn andere, gewichtigere Fragen auftauchen, etwa die, einer Bande von global aktiven seriellen Angriffskriegsverbrechern, die mit dem Ziel der Errichtung einer Weltdiktatur operiert, das Handwerk zu legen.

  2. Die Hoffnung auf die harmonische Führungspersönlichkeit ist immer wieder verlockend. Personen sind jedoch, bei entsprechendem Skrupellosigkeit, immer austauschbar. Daher ist es wichtiger, dass es eine breite Bewegung gibt.

    1. Reisender

      Sehr richtig und wichtig.

      Trump scheint auf der von Ron Paul aufgebauten Bewegung aufzubauen. Bernie baut nun das linke Gegenstück dazu auf. Le Pen hat auch lange eine Bewegung. Corbyn ist auf gutem Weg, eine Bewegung aufzubauen, und hat schon eine große Partei vom Establishment zurückerobert.

      In Deutschland ist der Aufbau einer Bewegung offensichtlich noch nicht so weit gediehen. Aber was nicht ist, kann noch werden.

  3. „…Eine logische Erweiterung dieses Gedankens wäre, wenn Trump auch von Deutschland und anderen europäischen Ländern verlangen würde, dass sie die Kosten für die da stationierten US-Besatzungstruppen übernehmen. So etwas könnte durchaus zu interessanten Diskussionen führen, auch in Deutschland. …“

    Leider ist mit größeren Diskussionen vermurlich nicht zu rechnen, da Deutschland schon seit 1945 für die Kosten aufkommt.

    Das steht sogar im Grundgesetz!

    GG Art 120
    (1) Der Bund trägt die Aufwendungen für Besatzungskosten und die sonstigen inneren und äußeren Kriegsfolgelasten nach näherer Bestimmung von Bundesgesetzen.

  4. Die Kosten der US-Soldaten in der BRD werden bereits von der besetzten BRD finanziert.

    1. Carlos, Hansi

      Na, selbst wenn man das glaubt, dann überlegt mal, was in Deutschland los wäre, wenn Trump öffentlich im TV verkündet, er habe Deutschland gerade eine Rechnung für 30 Milliarden Dollar jährlich an Unterhalt für die in Deutschland stationierten US-Soldaten geschickt, und wenn die Rechnung von Deutschland nicht pünktlich bezahlt wird, macht er Ramstein und so weiter zu und zieht die US-Soldaten ab.

      1. Carlos

        Eben. Das könnte zum Beispiel eine Folge einer Präsidentschaft Trump sein.

        Das würde auch erklären, warum die deutschen Medienhuren sich unisono in schrillem Gekreische gegen Trump aus vollstem Herzen überbieten, obwohl Trump vermutlich für einige wichtige deutsche Interessen, auch Kapital-Interessen, etwa einer besseren Beziehung Westen-Russland, gar nicht schlecht wäre.

  5. Wie würde es sich wohl leben, unter Präsident Trump, Präsidentin Le Pen, Bundeskanzlerin Petry und Premierminister Corbyn?

    Sicherlich nicht allzu schlecht. Zumindest ein Schritt in die richtige Richtung würde ich sagen. Der Gedanke, dass Linke und AfD gemeinsame Sache machen könnten, obwohl ich das leider für sehr unwahrscheinlich halte, würde mir aber auch gefallen. Aus beiden Lagern kommt viel vernünftiges und sind sich hier und da auch recht nahe. Konnte man schon zu Lucke- und Wagenknecht-Zeiten in Talkrunden & Co. beobachten. Wenn man sich bei Bedarf auf einen gesunden Mittelweg einigen kann, warum nicht?! Man verachtet und distanziert sich zwar, aber hey, da ist ne Menge Potential.

    Mit der BRD als Besatzungskonstrukt und all ihren Knebelverträgen ist das allerdings so eine Sache. Ein Trump könnte da in der Tat evtl. ein kleiner Hoffnungsschimmer sein.

    Danke für die Frühlingsgefühle.

  6. Hallo noch ein Parteibuch,

    das ARD hat ein Interview mit Assad aufgenommen.

    Es ist online.

    > http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/interview-assad-100.html#

    „Das komplette Interview mit dem syrischen Präsidenten Bashar al-Assad wird am 1. März 2016 um 20:15 Uhr auf tagesschau24 in der Sendung „Weltspiegel-Extra“ ausgestrahlt und auch auf den Seiten von tagesschau.de zugänglich gemacht.“

    Ich habe beim ersten reinhören und von der Länge her keinen Unterschied zu der Version auf der youtube-Seite des syrischen Präsidenten bemerkt.

    > https://www.youtube.com/watch?v=Y3rE_P1bFnQ&feature=youtu.be

    Bei unseren Medien würde es mich schon etwas überraschen wenn sie da nicht etwas raus geschnitten hätten. Aber Assad „durfte“ sogar sagen das jetzt erst verhandelt wurde weil seine Gegner insbesondere die USA sich bisher sträubten.

    1. dirk

      Seit dem Interview 2011 mit Barbara Walters von ABC, wo ABC Satzteile von Assad durch Schneiden so zu neuen Sätzen zusammengefügt hat, dass sie den gegenteiligen Sinn ergaben, funktioniert die Masche mit dem Schneiden nicht mehr. Assad lässt sich vor jedem Interview schriftlich bestätigen, dass der Sender das ganze Interview ohne Schnitt (außer offensichtliche Versprecher, die in gegenseitigem Einvernehmen weggeschnitten werden dürfen) sendet, dass die Übersetzung vor Ausstrahlung vom syrischen Präsidialamt abgezeichnet wird, und er lässt grundsätzlich jedes Interview auch mit eigenen Kameras aufzeichnen, was den Sendern anders als ABC damals, wo das syrische Präsidialamt ohne Wissen von ABC mitgeschnitten hatte, nun auch bekannt ist.

  7. Was verstehst du mit „Konservativer Revolution“ ? Diese wortwörtliche ‚Worthülse‘ verpackt ja politisch und historisch durchaus verschiedene Konzepte. Ein paar Erläuterungen, vielleicht ?

    Out of topic: Ich mache hier zwei Wetten (ums Recht) wegen Mosul. Erstens die irakische Armee wird vor den sogenannten Milizen (PMU) Mosul versuchen zu erobern und zweitens werden sie scheitern.

    Mir erscheint das nicht im Fokus, klar ist doch, dass alles jetzt nur Vorbereitungsmaßnahmen der Achse des Widerstands ist, gegen den Islamischen Staat, sicher die Kontrolle über das eigene Territorium ist für die syr. Regierung wichtig (besonders Aleppo), aber der Endkampf steht hier noch bevor. Und dieser Kampf ist erst zu Ende, wenn er auf irakischer Seite zu Ende ist. Da aber die amerikanische Seite im Kampf gegen IS die Führung übernommen hat (siehe irakische Armee), können wir hier mehr als nur Reibereien und Interferenzen erwarten.

    1. nur

      Dass unter einer „konservativen Revolution“ ganz unterschiedliche Dinge verstanden werden können, beschreibt das wesentliche Problem mit Trump und seiner Bewegung ganz gut: da können auch ganz unterschiedliche Dinge passieren, und erst recht bei rauskommen. Das einzige, was mit Trump und seiner Bewegung, wenn sie sich durchsetzt, wirklich sehr klar ist, ist, dass es damit wohl ziemliche große Umwälzungen im politischen Gefüge der USA – und wohl auch der Welt – von rechts her geben wird. Wo das insgesamt wirklich hinführt, ist – wie bei potentiellen Revolutionen üblich – viel weniger klar, auch wenn in dieser Bewegung relativ starke Kräfte drin zu sein scheinen, die die Israel-Lobby entmachten wollen.

  8. @ Mario Karbe & einparteibuch

    Mario, ich möchte Deinen Ansichten beispringen und wäre ebenfalls dafür, die Parteien komplett auf zu lösen. Nur was setzen wir an die Stelle? Wer regiert dann? Wie werden Entscheidungen getroffen?

    Ganz einfach! Durch uns!

    Problemanalyse:
    Das generelle Problem der jetzigen parlamentarischen Demokratieform ist deren Angreifbarkeit via Korruption/Erpressung/Unterwanderung.

    Kann man das eindämmen/abschaffen? Nein, das ist nicht möglich. Es wird sie imeer geben die Korruption/Erpressung/Unterwanderung.

    Lösung:
    Keine Angriffsfläche mehr bieten!

    Parteien, Parlament und Regierung ersatzlos streichen und vorher mittel eines Fragenkatalogs, der periodisch aktualisiert wiederholt wird, feststellen wohin die Reise gehen soll.

    Solch einen Fragenkatalog gibt es schon, wenn auch unter anderer Zielsetzung: http://www.wahl-o-mat.de

    Den Wahlberechtigten wird solch ein Fragenkatalog wie Briefwahlunterlagen zugesand. Dann haben alle 1-2 Monate Zeit gegeben alle Fragen an zu kreuzen. Die Fragen sind kurz und können jeweils mit JA/NEIN/EGAL beantwortet werden.

    Aus der Atomkraft aussteigen? – JA/NEIN/EGAL
    Bundeswehr raus aus Afghanistan? – JA/NEIN/EGAL
    Grenzen schließen? – JA/NEIN/EGAL
    etc.

    Ein großes Internetportal mit Diskussionforen zu jeder Frage berät über Pro und Contra.

    Und dann senden die Wahlbnerechtigten den Fragenkatalog an das örtliche Rathaus, wo sie in großen Glaskästen im Foyer gesammelt werden.

    Zum Stichtag bitten wir die 9. Klassen der umliegenden Schulen, die neutralen Umschläge zu öffenen, die Fragenkataloge heraus zu nehmen und aus zu werten. Erlebnispädagogik Demokratie!

    Nach der Auswertung wissen wir erstmalig, was der Bürger, der Souverän will. Was wäre das für ein Fortschritt!!!

    Dann nehmen wir für jede Frage einen Beamten und beauftragen ihn den Volkswillen aus zu schreiben. Etwa so: „Liebe Expertenteam, das Volk hat den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Bitte bewerbt Euch bei mir für die Umsetzung dieser Aufgabe. Wer kann es am umweltvewrträglichsten, nachhaltigsten, günstigsten, schnellsten? usw.“

    Die Expertenteams treten in Konkurrenz zu einander und da werden schon ein paar gute Angebote bei sein. Man nimmt einfach das beste, oder stimmt noch mal drüber ab.

    Der CCC baut uns bestimmt auch eine transparente, fälschungssichere Onlineversion zum abstimmen.

    Die Entscheidungen müssen zurück zum Souverän!!!

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