Systematische Propaganda für USA und NATO am Beispiel der schweizer NZZ

Albrecht Müller hat bei den Nachdenkseiten gerade darauf hingewiesen, dass ein paar engagierte Menschen gerade mal die in der ach-so-neutralen Schweiz erscheinende Neue Zürcher Zeitung im Hinblick auf NATO/US-Kriegspropaganda gegen Russland und Syrien basierend auf dem Ansatz von Lord Ponsonby untersucht haben und ihr Ergebnis auf dem Blog Swisspropaganda veröffentlicht haben.

Wenn man weiß, dass die Medien der westlichen Wertegemeinschaft im Wesentlichen die Funktion einer Kriegswaffe haben, deren Wirkprinzip darin besteht, mit so etwas wie einer gleichgerichteten Bandbreite einen kriegsentscheidenden „isolierten Informationsraum“ aufzuspannen, und dass die Schweiz zur westlichen Wertegemeinschaft gehört, dann ist natürlich das Ergebnis nicht überraschend, dass auch die Neue Zürcher Zeitung zu großen Teilen aus vergleichsweise leicht identifizierbarer NATO/US-Kriegspropaganda besteht.

Albrecht Müller regt seine Leserinnen und Leser dazu an, die von der schweizer Studie zur NZZ benutzte einfache Methode von Ponsonby-Morelli zu nehmen, und damit auch deutsche Medien auf Kriegspropaganda hin zu untersuchen, etwa die eigene Regionalzeitung, die Süddeutsche, die Zeit, den Spiegel, die Tagesschau, das Heute Journal und die Bild-Zeitung. Wir vom Parteibuch unterstützen die Anregung von Albrecht Müller uneingeschränkt, auch wenn dabei als Ergebnis natürlich zu erwarten ist, dass dabei das ohnehin offensichtliche bei rauskommen wird: nämlich das all diese Medien massiv NATO/US-Kriegspropaganda machen. Diese uniforme Kriegspropaganda quer durch die deutschen Massenmedien nachzuweisen, hat durchaus einen Wert: da kann man dann drauf in ernsthaften politischen Diskussionen darauf verweisen, und so wird es für die Drahtzieher der Kriegspropaganda immer schwieriger, für die Ausblendung dieses riesigen Problems zu sorgen. Und dann möchte das Parteibuch noch eine Anregung hinzufügen, nämlich auch das nach Einschätzung des Parteibuchs tödlichste und giftigste Hetzblättchen Deutschlands anhand der Kriterien von Ponsonby-Morelli auf US/NATO-Kriegspropaganda hin zu untersuchen: nämlich die taz. Nach Einschätzung des Parteibuches ist es so, dass die US/NATO-Kriegspropganda der taz viel effektiver und damit giftiger und tödlicher ist als etwa die von Springerpresse, Spiegel, SZ und Zeit, weil viele Leser beim Aufschlagen von Springerpresse und Co ohnehin mit von kommerziellen Interessen der Waffenindustrie geleiteter US/NATO-Kriegspropaganda rechnen und deren Propaganda damit leichter erkennen, während sie sich bei der betont werbefreien „grün-alternativen“ taz von ähnlicher US/NATO-Kriegspropaganda, die oft auch noch geschickter, weil subtiler und nicht so platt gestrickt ist, viel eher übertölpeln lassen.

Propaganda wirkt schließlich bei weitem besser, wenn sie von den Zielobjekten nicht als solche erkannt wird. Insofern entsprechen die 1928 von Lord Ponsonby aufgestellten Kriterien von Kriegspropaganda der Steinzeit der Psychologie der Massen. In den letzten 88 Jahren haben sich, wenig überraschend, genau wie der Rest der Wissenschaft, natürlich auch die Techniken der Kriegspropaganda dramatisch weiterentwickelt. Die von Lord Ponsonby systematisierten eher plumpen Techniken, etwa die Dämonisierung und Personifizierung des Feindes als Diktator mit genozidalen Absichten oder überzogene Greuelpropaganda, dienen heute vor allem dazu, die Bandbreite des Meinungsspektrums soweit zu verschieben, dass subtiler, geschickter und damit effektiver gemachte Kriegspropaganda leichter von den Zielobjekten als „moderate Meinung“ geschluckt und übernommen wird.

Eine sehr effektive, subtile und moderne Methode der Kriegspropaganda haben die Menschen von Swisspropaganda in ihrer Studie auch kurz angesprochen, nämlich das – systematische – Verschweigen wichtiger Tatsachen. Bei verschwiegenen Tatsachen haben auch kritische Leser natürlich keine Chance, zu erkennen, dass da etwas wichtiges verschwiegen wurde und erst recht nicht was, wenn sie es nicht ohnehin schon wissen. Um die Wirkmächtigkeit der modernen Kriegspropagandatechnik des Verschweigens zu erkennen, muss man sich nur mal vorstellen, was in der westlichen Welt los wäre, wenn sämtliche Medien in sämtlichen Artikeln zu Syrien im Fuß einer jeden Meldung, also da wo das für die Funktion von Kriegspropaganda enorm wichtige und deshalb ständig wiederholte Narrativ steckt, die in folgenden Zeilen erklärten wahren Tatsachen hinzufügen müssten:

Um Syrien mit dem Ziel eines Regierungssturzes zu destabilisieren, haben die Regierungen der USA und anderer westlicher Staaten im Jahr 2012 dem damaligen Chef des US-Militärgeheimdienstes zufolge die bewusste und vorsätzliche Entscheidung getroffen, im Osten Syriens und Westen Iraks ein jihadistisches Terror-Emirat zu schaffen, so wie es dann auch in Form des aus der Terrorgruppe Al Kaida hervorgegangenen sogenannten „Islamischen Staates“ realisiert wurde. Das Ziel des Regierungssturzes in Syrien wird von den Regierungen der USA und anderer westlicher Staaten auf Betreiben mächtiger Gruppen der Israel-Lobby verfolgt, die sich davon versprechen, dem mit Syrien verbündeten und dem israelischen Apartheidregime gegenüber kritisch eingestellten Staat Iran zu schaden.

Weiter stelle man sich nur mal vor, jeder Artikel zur Ukraine müsste im Fuß die in folgende Zeilen genannten wahren Tatsachen verbreiten:

Um einer Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Russland einerseits und den USA und den EU-Staaten andererseits in Bezug auf die Beendigung des zur Schwächung des Iran geführten Terrorkrieges in Syrien entgegenzuwirken und Spannungen zwischen den NATO-Staaten und Russland zu erzeugen, haben in westlichen Staaten einflussreiche Kräfte der Israel-Lobby nach der russisch-US-amerikanischen Einigung zur Vernichtung der syrischen Chemiewaffen im September 2013 in dem für Russland wichtigen Staat Ukraine Gruppen von Neonazis finanziert und bewaffnet, die mit einem fälschlicherweise der ukrainsichen Regierung in die Schuhe geschobenen Massenmord im Februar 2014 mit der Israel-Lobby verbandelte Oligarchen in der Ukraine an die Macht geputscht wurden. Die USA und andere westliche Staaten unterstützen seither die von Neonazis getragene Putschregierung in der Ukraine, während Russland der neonazistischen Putschregierung ablehnend gegenübersteht.

Natürlich verschweigt die westliche Propaganda solche Fakten kollektiv, denn das sind von der US/NATO-Kriegspropaganda verschwiegene wichtige Tatsachen, die, wenn die Bevölkerung westlicher Staaten darüber Bescheid wüsste, sie möglicherweise auf die Barrikaden treiben würde. So wird Kriegspropaganda heutzutage durch Verschweigen gemacht, und diese Propagandatechnik ist so wirkmächtig, dass viele Menschen solche „kognitive Dissonanz“ auslösende Fakten noch nicht einmal dann zur Kenntnis nehmen, wenn sie ihnen mit hieb- und stichfesten Beweisen unter die Augen gerieben werden.

Doch wichtige Tatsachen kollektiv zu verschweigen ist natürlich nicht die einzige moderne Technik im Arsenal zeitgemäßer Kriegspropaganda. Diese Technik wird von moderner Kriegspropaganda vielmehr mit anderen effektiven Methoden kombiniert, etwa mit der Technik des Agenda-Setting, die ihrerseits dann auch ziemlich nahtlos in die sogenannte Schock-Stratetie übergehen kann. Um die Wirkmächtigkeit von modernen Kriegspropaganda-Techniken wie Agenda-Setting und Schock-Strategie anzureißen, deren ganzes Ausmaß dicke Bücher füllt, seien hier nur zwei Szenarien dazu kurz angedacht.

Ausgangssituation: das israelische Militär, die Israel-Lobby und ihr angeschlossener Propaganda-Apparat in der westlichen Welt möchten gern das ganze Land zwischen Mittelmeer und Jordan dem Staat „Israel“ durch kriegerische Maßnahmen einverleben, um in dem Gebiet einen möglichst rein zionistsichen Kolonialstaat errichten, und dazu das von muslimischen Ureinwohnern besiedelte Land ethnisch säubern. Aufgabenstellung: Die Aufgabe für die westliche Kriegspropaganda ist nun, die Bevölkerungen der westlichen Staaten, die Kriege mit dem Ziel des Landraubes und ethnische Säuberungen für unmoralisch halten, dazu zu bringen, den völkerrechtswirdigen gewaltsamen Landraub zu akzeptieren und dem Staat Israel nicht die Unterstützung zu entziehen.

Bei der Anwendung der Methode „Agenda-Setting“ könnte die Kriegspropaganda etwa etwa fortwährend zusamengelogene Behauptungen verbreiten, dass Israel kritisch gegenüber eingestellte, ganz ganz böse muslimische Staaten in der Region, nennen wir sie in diesem Beispiel Irak und Iran, Terrorismus unterstützen und nach Nuklearwaffen streben, um so einen zweiten Holocaust zu machen und den moderaten, menschenrechtsachtenden und schutzbedürftigen Staat Israel zu vernichten. Wenn die Kriegspropaganda-Technik des Agenda-Setting klappt, schaut fast die ganze Welt dann nur noch auf die bösen, bösen Staaten Iran, die im Verdacht stehen, Terrorismus zu unterstützen und nach Nuklearwaffen für einen Angriffskrieg gegen Israel zu streben, während das Militär der Nuklearwaffenmacht Israel derweil weitgehend unbeachtet von der öffentlichen Meinung die Kolonialisierung und ethnische Säuberung der von Muslimen bewohnten Gebiete westlich des Jordan vorantreiben kann.

Allein mit publizistischen Mitteln der Kriegspropaganda wie Verschweigen und Agenda-Setting wäre es natürlich schwer, solche ehrgeizigen Ziele durchzusetzen wie mitten im 21. Jahrhundert Kriege zum Landraub führen und ethnische Säuberungen exekutieren zu können, ohne dass es zu gravierenden Problemen kommt, selbst für Israel und die mächtige Israel-Lobby in westlichen Staaten. Um das Problem zu lösen, böte es sich für die Kriegspropaganda an, das publizistische Mittel des Agenda-Setting im Rahmen einer Schockstrategie mit Mitteln der „schwarzen“ Propaganda der Tat in eine integrierte Strategie zu kombinieren. Konkret könnten das israelische Militär und die israelische Lobby im Rahmen einer Schockstrategie etwa „islamische Terroristen“ ein paar Flugzeuge in das World Trade Center und das Pentagon fliegen lassen, offene und verdeckte Kriege von NATO-Staaten gegen Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und die Ukraine anzetteln. Dann wären die westlichen Staaten über Jahre und Jahrzehnte mit Millionen von Kriegstoten und Kriegsflüchtlingen so beschäftigt, dass das israelische Militär in Jerusalem und im Westjordanland soviel Land rauben und so viele ethnische Säuberungen machen kann, wie es will, ohne dass sich dagegen in westlichen Staaten irgendwelcher nennenswerter Widerstand regt.

9 Gedanken zu “Systematische Propaganda für USA und NATO am Beispiel der schweizer NZZ

  1. Am 22.6. hat der Psychologe Prof. Mausfeld im Rahmen eines Kolloquiums des Insituts für Psychologie an der Universität Kiel einen Vortrag gehalten, der sich mit dem Thema Demokratie, sowie den Methoden des Meinungs- und Empörungsmanagements auseinandersetzt. Angeboten wurden anhand von Beispielen Einblicke in die tatsächliche Verwaltung unserer Demokratie und wie mit den Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements das Volk in Apathie und der Illusion des Informiertseins gehalten wird. Quelle Vortrag > https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M

    »Warum schweigen die Lämmer?« Demokratie, Psychologie und Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements. Vortrag von Prof. Dr. Rainer Mausfeld. > http://www.maskenfall.de/?p=9017 Das Transkript kann auf Free21 als PDF (5 MB) heruntergeladen werden.

    Ergänzung zu Kriege mit dem Ziel des Landraubes und ethnische Säuberungen: Israel’s Secret Plan for a »Second Israel« in Ukraine by Wayne Madsen > http://www.strategic-culture.org/news/2014/12/03/israel-secret-plan-for-second-israel-in-ukraine.html The Israeli and Ukrainian Jewish plan is to resettle the Ashkenazis from the West Bank in the Russian autonomous republic of Crimea after what they see will be an eventual retrocession of the peninsula to Ukraine.(…)

    1. Profil

      Der Vortrag von Mausfeld wr ja oben im Artikel bereits verlinkt. Wayne Madsen, den wir ansonsten schätzen, versucht mit seinem Artikel „Israel’s Secret Plan for a »Second Israel« in Ukraine“ offenbar Gegenpropaganda zu machen – nett gemacht, aber das verschleiert die tatsächlichen relevanten Zusammenhänge Israel/Israel-Lobby/Neocons – Syrien – Ukraine.

      Die sind etwa hier beschrieben:

      https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2014/02/18/zionisten-offenbar-treibende-krafte-beim-versuch-von-regime-change-in-der-ukraine/

      https://consortiumnews.com/2014/03/19/neocons-ukraine-syria-iran-gambit/

      https://consortiumnews.com/2014/04/27/why-neocons-seek-to-destabilize-russia/

    2. Neenee, das kann man nicht einfach als Gegenpropaganda abtun. Steckt mehr dahinter.

      Also erstmal, der Aritkel, auf den sich Wayne Madsen bezieht, ist unterzeichnet mit Grosser-Spass und Ostropoler. (Tante Gugel fragen: Hersch Ostropoler war ein jüdischer Spaßmacher, Komiker und Narr.🙂 Dies Augenzwinkern entgeht natürlich all den Amis, die ohne jede Fremdsprachenkenntnis über die Geschichte Europas daherschwadronieren.

      Trotzdem hat die Sache einen wahren Kern.

      Zum einen stimmt die Geschichte von den Chasaren, auch wenn sie jüdischerseits meist bestritten wird. Dazu einfach mal „Der dreizehnte Stamm“ von Arthur Koestler lesen, der selber Ostjude war.

      Zum anderen gab es in der Tat mal ein Projekt der Ansiedlung von Juden auf der Krim. (Wie ja auch Madagascar mal im Gespräch war.) Die Krim ist nicht weit vom ursprünglichen chasarischen Stammland zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Vor allem aber ist sie ein schönes und sonniges Stückchen Land und als Halbinsel relativ abgeschlossen. Hier der lesenswerte Artikel zu dieser in Vergessenheit geratenen Episode:

      How Stalin played the Americans with the „Crimean California“ project
      http://www.fort-russ.com/2015/03/how-stalin-played-americans-with.html

      Und jetzt kann man mal nachdenken. Wie wird es in Nahost weitergehen? Ist Israel die Endlösung der Judenfrage? Oder wird man vielleicht irgendwann eine neue Lösung brauchen, oder zumindest eine zweite in der Hinterhand haben wollen?

      Warum also nicht in einem russisch-ukrainischen Bruderkrieg die dummen Christen sich gegenseitig vernichten lassen (wie es ja auch 1914-18 und 1939-45 geklappt hat) und dann friedlich die Krim „wiederbesiedeln“?

      Tja – daraus wird nun nichts!

  2. Also, das Parteibuch gehört doch wohl vom Verfassungsschutz beobachtet! Solche kruden Verschwörungstheorien wiederzukauen!. Wie hieß es noch mal, „Die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson“. Die ganzen Anschuldigungen im Text triefen vor Antisemitismus!

    Ich muss sagen, wenn man länger Parteibuch liest, spürt man eine gewisse Dissonanz. Was ist Wahrheit, was nicht? Durchs ständige Einhämmern der Massenmedialen Propaganda verspüre ich Unbehagen bei der Rezeption der Israelkritik hier. Man merkt den Zorn der Autoren, die sich auch mal zynisch und sarkastisch äußern. Es ist fast wie in Matrix; nimmst du die rote, oder die blaue Pille? Schwierig neutral zu bleiiben. Sobald man sein eigenes Inneres bewusst beobachtet, ist man jedoch schon auf einem gutem Weg, zur Realität.

    ein spekulativer Gedanke noch: angenommen, Bernie Sanders gewinnt, die westlichen Gesellschafften werden hin zu mehr Gerechtigkeit umgewandelt und die Zionisten wären gezwungen, einen Einheitsstaat mit den Palestinensern zu bauen. Dies währe wohl kaum möglich, nach den Jahrzehhntelangen Unterdrückung dieser, oder? Evtl. wäre ein Vorgehen nach Südafrikanischem Beispiel möglich?

    1. Ganos

      „Wie hieß es noch mal, “Die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson”. Die ganzen Anschuldigungen im Text triefen vor Antisemitismus!“

      Das hat die moderne Propaganda auch prima hinbekommen. Da wird Kritik an einer immer schon zutiefst rassistischen Ideologie, Zionismus, einfach zu Rassismus, nämlich Judenfeindschaft, umgedeutet, und so die ganze zionistische Mafia gegen jegliche fundamentale Kritik immunisiert und die Kritik sogar tabuisiert. Dabei ist es eigentlich einfach zu sehen, dass Israel und Judentum zwei völlig verschiedene Dinge sind, auch wenn die Propaganda stets versucht, das zionistische Gebilde Israel als „Staat der Juden“ darzustellen, damit Zionismus und Judentum gleichzusetzen und die zionistischen Verbrechen allen Juden aufzubürden. Dabei weiß es die Propagnda besser: sobald nämlich jemand Israel und Judentum gleichsetzt und dabei Israel scharf kritisert, wie etwa Gilad Atzmon das macht, dann wird von der Propaganda sofort – und zu Recht – gesagt, dass es antisemitisch, also rassistisch, ist, Israel und das Judentum gleichzusetzen. Aber wenn der israleische Regierungschef Netanjahu sich hinstellt, und als Führer aller Juden und Israel als „Staat der Juden“ ausgibt, dann wird das übernommen, ohne auf den krassen Antisemitismus in den Aussagen zu verweisen. So funktioniert Propaganda mit doppenlten Standards.

      Aber natürlich provozieren wir vom Parteibuch auch, was dann etwa zu “kognitiver Dissonanz” führt, wenn wir anstatt außer die Ausdrücke „Neocons“ und „Israel-Lobby“ auch den Ausdruck „zionistische Mafia“ verwenden. Der Ausdruck „zionistische Mafia“ ist selbstredend polemisch, da es im Kern der Kritik natürlich nicht um verurteilte Mafia-Mitglieder, sondern um unbescholtene Glücksspiel-Magnaten wie Meyer Lansky, Sheldon Adelson und ein paar ihrer sauberen Kumpel geht.

      „angenommen, Bernie Sanders gewinnt, die westlichen Gesellschafften werden hin zu mehr Gerechtigkeit umgewandelt und die Zionisten wären gezwungen, einen Einheitsstaat mit den Palestinensern zu bauen.“

      Genau das ist es, warum die zionistische Mafia Bernie Sanders fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Damit wäre nämlich nicht nur das israelisch-palästinensische Konflikt gelöst, sondern die Mafia würde damit auch ihren wichtigsten Rückzugsraum verlieren, von wo aus sie die Aktivitäten der organisierten Kriminalität in der westlichen Welt, die schließlich auf die komplette Übernahme der Staaten hinauslaufen, ungestört organisieren kann. Sanders ist vor allem auch deshalb so gefährlich, weil an ihm Antisemitismus-Anwürfe, Hauptwaffe der zionistischen Propaganda, nicht kleben bleiben. Obendrein würde die Wahl von Sanders zum Präsidenten auch noch zeigen, dass der Antisemitismus in westlichen Staaten inzwischen so gering ist, dass die Menschen problemlos einen Juden zum Präsidenten wählen, wenn ihnen seine Persönlichkeit und sein Programm gefällt, was die von Zionisten zusammengelogene Behauptung, Israel sei als ultimativer Schutz der Juden vor Antisemitismus notwendiig, kraftvoll widerlegt.

      „Dies währe wohl kaum möglich, nach den Jahrzehhntelangen Unterdrückung dieser, oder?“

      Was die Palästinenser angeht, so würden sie jubeln. Auch Hisbollah und Iran würden den Sieg feiern, dass anstelle des Apartheidregimes über Palästina endlich das Prinzip „ein Mann – eine Wahlstimme“ getreten ist. Auch viele zionistische Siedler, Besatzer, im Westjordanland würden sich freuen, bedeutet es doch, dss sie wohnen bleiben könnne, wo sie wohnen.

      Aber die Mafia, und alle angeschlossenen Stellen, Lakaien, Capos, Bankster, Wirtschaftsbetrüger, Aufschneider, und so fort, wird sich mit allen Mitteln dagegen wehren, weil es, siehe oben, nicht nur das Ende ihres rassistsichen Apartheidregimes über Israel bedeuten würde, sondern auch das Ende ihres ungestörten Organisationsraumes für ihre kriminellen Aktivitäten in der westlichen Welt bedeuten würde – und außerdem eine Strafverfolgung für in der Vergangenheit begangene Verbrechen – (der Kennedy-Mord ist defacto durch Ableben der Täter verjährt, aber etwa bei 9/11 ist das noch anders) – denkbar wäre. Was das bedeutet, kann man erahnen: Sheldon Adelson hat ja einen nuklearen Angriffskrieg gegen den Iran gefordert, weil der Iran genau diese für die Mafia schlimmste Forderung öffentlich erhebt: „ein Mann, eine Wählerstimme“ für alle Einwohner und ein Ende des rassistischen Systems in Palästina.

      „Evtl. wäre ein Vorgehen nach Südafrikanischem Beispiel möglich?“

      Ja, natürlich, nur so geht es: Muslime, Juden, Christen, Palästinenser und Einwanderer, alle gemeinsam gegen die Mafia und den zionistischen Rassismus – für einen Staat westlich des Jordanlandes, in dem alle EInwohner die gleichen Rechte haben.

  3. zur taz:

    Als ich vor Jahren wieder eine Tageszeitung abonnieren wollte, entsschied ich mich automatisch für das angeblich linke Blatt taz.

    Ich abbonierte sie, und las sie täglich – mit dem Ergebnis, dass ich mich ob der Berichterstattung täglich ärgern musste. Und ob der dortigen Meinungsverbreitung (Propaganda) schier Fassunglos war!

    Nachdem ich mir das eine Weile angesehen hatte, und somit zweifelsfrei bewiesen war, dass die dortige Kriegspropaganda System hat und nicht unter Versehen/Ausrutscher etc. abgetan werden kann, kündigte ich erbost mein Abonement. Und dachte mir: „Mein Gott, wie viele fallen darauf wohl rein!? Schreklich!“

    Ich abonierte gleich im Anschluß die Jungen Welt, die ich auch heute noch lese, und von der ich durchweg nur Gutes berichten kann! Sei es die neutrale Art der Berichterstattung, das Festhalten an Wahrheit, auch wenn man die „eigenen Reihen“ anschwärzen muss, der Aboservice, mit seiner Möglichkeit des Sozialabo´s und des Förderabo´s, die automatische nicht-Verlängerung des kostenlosen Probeabo´s, die Unternehmensstruktur einer Genossenschaft – alles total Fair, und wie man es selber wünschen und machen würde!

    Von meiner Seite aus: Ein Hoch auf die Junge Welt! Die einzige uns verbliebene Tageszeitung!
    http://www.jungewelt.de

  4. Das Verschweigen von Tatsachen nimmt ja mittlerweile groteske Formen an.

    Das Obama-Interview bei 60 Minutes wurde bei Sputnik und bei den DWN zur Kenntnis genommen (über google news findbar), die Wahrheitspresse hat es einfach ignoriert.

    War ja auch ganz unbedeutend, da hat der Oberbefehlshaber doch nur erklärt, dass die Nahostpolitik seines Vorgängers sowie seine eigene gescheitert ist, und eine andere angekündigt.

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