Kollaps der Terroristen in Syrien beschleunigt sich

Was für ein Tag! Die Lakaien der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse in Syrien sind auf breiter Front eingebrochen. Nicht nur wurde Ayn Daqnah nördlich von Aleppo befreit, sondern die Terroristen kassierten am Sonntag noch viel mehr Niederlagen. Und Erdogan, Salman und Netanjahu können ihre Lieblinge von Al Kaida & Co offenbar nicht retten.

Aber der Reihe nach. Und da zuerst zu dem, was gut gesicherte Fakten sind. Der wichtigste Erfolg im Kampf gegen den Terror in Syrien war zweifellos die Befreiung des rund drei Kilometer östlich der drei Tage zuvor befreiten Menagh Air Base im nördlichen Aleppiner Umland gelegenen kleinen Dörfchens Ayn Daqnah durch kurdische Kräfte der YPG und ihre Partner in den SDF. Die große strategische Bedeutung der Befreiung des kleinen Dörfchens ergibt sich daraus, dass es genau auf der direkten Verbindungsstraße zwischen den Terrorhochburgen Azaz und Tel Rifaat und damit nahezu genau im Zentrum der Al-Kaida-Tasche Azaz-Tel-Rifaat-Marea liegt.

Die YPG/SDF dominieren damit die Tasche und Al Kaida und Co haben kaum noch eine Chance. Gelingt es den Kräften der YPG/SDF, von Ayn Daqnah aus noch drei Kilometer nach Südosten vorzurücken, umzingeln sie damit die Terrorhochburg Al Rifaat, gehen sie drei Kilometer nach Nordosten umzingeln sie damit die Terrorhochburg Azaz und haben damit den für den Terrornachschub wichtigen Grenzübergang Bab Al-Salameh so gut wie blockiert, und wenn sie noch vier Kilometer direkt nach Osten vorwärts kommen und das Dorf Kaljibreen einnehmen, haben sie Kontakt zur Front gegen ISIS und die Al-Kaida-Terrortasche damit in der Mitte zerschnitten. Wohin auch immer die YPG/SDF von Ayn Daqnah aus zuerst weiter vorwärts gehen, so bedeutet es „Game Over“ für die von der Türkei unterstützten Terroristen von Al Kaida und Co nördlich von Aleppo.

Die saudischen und türkischen Sponsoren von Al Kaida und Co sind wütend über die Erfolge der YPG und ihrer Partner der SDF im Kampf gegen den Terror nördlich von Aleppo. Um das zu demonstrieren, hat der saudische Diktator Salman am Samstag F-15 Kampfjets „für den Einsatz in Syrien“ auf die türkische Luftwaffenbasis Incirlik verlegt, und das türkische Erdogan-Regime lässt das türkische Militär seit Samstag von der Türkei aus Positionen der YPG und SDF in Syrien aus mit rund 30 bis 40 km weit schießenden Haubitzen unter Feuer nehmen, darunter seit Sonntag auch Ayn Daqnah. Westlichen Medienberichten zufolge sollen dabei zwei Menschen in Syrien getötet worden sein. Als Grund für dieses offene Verbrechen der Aggression gegen Syrien gibt das türkische Regime an, es sei unzufrieden damit, dass die von Russland und den USA unterstützten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) mit der in der UNO vertretenen syrischen Regierung kooperieren würden und die syrische Menagh Air Base von Terroristen von Al Kaida und ihren Komplizen befreit haben, mit denen das türkische Regime sympathisiert. Der Effekt dieses Verbrechens des Erdogan-Regimes dürfte jedoch, auch wenn er vom türkischen Machthaber Erdogan nicht beabsichtigt ist, vornehmlich darin bestehen, die Kooperation der SDF mit der syrischen Regierung zu festigen.

Nichtsdestotrotz haben die jüngsten Ereignisse in Syrien dazu geführt, dass US-Präsident Barack Obama am Sonntag den russischen Präsidenten Wladimir Putin angerufen hat. Dabei vereinbarten sie, am in München von der Internationalen Syrien-Unterstützungsgruppe vereinbarten Friedensplan für Syrien festzuhalten und ihn durchzusetzen. Im Weiteren haben unter anderem Sprecher der Außenministerien von den USA und Frankreich, der Extremzionist Fabius ist da weg, die türkische Aggression gegen Syrien öffentlich kritisiert. Syrien hat in Briefen an den UN-Sicherheitsrat gefordert, tätig zu werden, um dieser direkten Unterstützung des Terrorismus durch die Türkei ein Ende zu bereiten, und außerdem in einem weiteren Brief an den UN-Sicherheitsrat erklärt, dass etwa 100 Bewaffnete, von denen angenommen wird, dass ein Teil davon türkische Soldaten und Söldner seien, in der Gegend von Azaz nach Syrien eingedrungen seien. Ein iranischer Luftwaffengeneral hat derweil am Sonntag erklärt, Iran sei bereit dazu, den syrischen Luftraum zu verteidigen, wenn Syrien darum bitte. das zionistische Apartheidregime hat unterdessen öffentlich propagiert, Syrien entlang konfessioneller Linien auseinanderzubrechen.

Nun zu dem, was man eher als Gerüchte, Analysen und Meinungen zur Entwicklung nördlich von Aleppo beschreiben kann, nach bestem Wissen und Gewissen des Parteibuches, hierbei so gut es geht zutreffende und glaubwürdige Informationen zu verbreiten, obwohl die Informationslage schlecht ist und die militärische Lage sich im Moment beinahe stündlich gravierend ändert. Der wichtigste Punkt dürfte der Anruf von Obama bei Putin gewesen sein. Mit Sicherheit ist da der türkische Beschuss Syriens besprochen worden. Die russische Meldung zu dem Telefonat bezüglich der Einigkeit von Obama und Putin, den Münchener Deal durchzusetzen, kann kaum etwas anderes bedeuten, als einen gemeinsamen Beschluss, dem türkischen Machthaber Erdogan ob seiner Verletzung des Deals grob in die Klötze zu treten. Die öffentliche Kritik Frenkreichs, der wichtigsten europäischen Schutzmacht der Jihadis in Syrien, am türkischen Beschuss Syriens, lässt vermuten, dass die EU dabei mit an Bord ist. Aus Syrien waren anschließend weiterhin Gerüchte zu hören, dass die russische Luftwaffe im Raum nördliche von Aleppo sehr intensiv im Einsatz ist, und es dabei den Eindruck hat, sie suche mehr nach türkischen Aggressoren als nach gewöhnlichen Terroristen in Syrien. Der sektiererische Vorstoß Israels zur Telung Syriens zielt offensichtlich darauf ab, Syrien insgesamt zu schwächen, die israelische Besatzung der syrischen Golanhöhen diplomatisch zu festigen und die von Israel favorisierten Terroristen von Al Kaida, ISIS und FSA vor einer vollständigen Niederlage zu bewahren.

Zur Lage am Boden nördlich von Aleppo in Syrien gibt es haufenweise unbestätigte Informationen, die besagen, dass die YPG/SDF schon deutlich weiter seien als nur das Dorf Ayn Daqnah erobert zu haben, und zwar insbesondere dergestalt, dass sie außerdem das nördlich von Ayn Daqnah gelegene Dörfchen Kafr Khasir ganz oder teilweise und außerdem den Nordteil der Terrorhochburg Tel Rifaat einschließlich des Bahnhofs der Stadt kontrollieren. Erdogans angeblicher Transfer von 400 Terroristen aus der syrischen Provinz Idlib in der Norden der Provinz Aleppo durch die Türkei konnte gegen die Fortschritte der YPG/SDF offenbar nichts ausrichten, und ebensowenig die Entsendung von Spezialkräften der türkischen Armee.

Außer der Klatsche im nördlichen Umland von Aleppo mussten die Terroristen in Syrien am Sonntag noch weitere herbe Niederlagen wegstecken. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete am Sonntag, dass Einheiten der syrischen Armee am Sonntag östlich von Aleppo die Stabilität und Sicherheit in den Ortschaften Barhlin, Sin und al-Jdeidah wiederhergestellt habe. Inoffiziell, aber glaubwürdig, wurde jedoch auch schon berichtet, dass die syrische Armee von ISIS-Terrroristen die Kontrolle über Taibah und Abu Danah nahe des Kraftwerkes errungen hat.

Die unmittelbare Nähe der syrischen Armee zum Kraftwerk wurde unter anderem durch folgendes Foto glaubhaft gemacht, bei dem jeder selbst ermessen kann, wie weit die syrische Armee noch vom von ISIS beherrschten Kraftwerk östlich von Aleppo entfernt ist.

Die Erfolge in Aleppo sind noch nicht alles, was die syrische Armee, die YPG und ihre jeweiligen Partner am Sonntag im Kampf gegen den Terror erreicht haben. Aus der Provinz Latakia meldet SANA, dass die Armee dort am Sonntag die Dörfer Barrouma, Mazyan, Rweiset, Hmeiroush, Majdal Kikhia, Sheikh Mustafa, Sheikh Ayoub and Ayn al-Ghazal sowie die strategischen Anhöhen 679, 466 and 448 vom Terrorismus befreit hat. Das Dorf Bruma, oder Barrouma, dürfte darin der Brummer sein. @PetoLucem hat dazu eine Karte gemacht.

Viel bleibt den Terroristen in der Provinz Latakia nicht mehr, und es wird immer weniger. Da wundert es nict, dass es Berichte gibt, denen zufolge der türkische Machthaber Erdogan aus Frust in der syrischen Provinz Latakia seine Armee auf Stellungen der syrischen Armee schießen lässt.

Doch ds ist nicht alles. Wie SANA weiter berichtet, konnten im Kampf gegen ISIS im Südosten der Provinz Homs außerdem strategische Höhen eingenommen werden, und in Deit Ezzor ist es der syrischen Armee gelungen, mehr als 100 Terroristen zu eliminieren. Weiterhin entdeckten syrische Sicherheitskräfte am Sonntag in der Provinz Sueida SANA zufolge eine Fahrzeug voll mit Waffen, von denen ein Teil israelischer herkunft war. In der Provinz Deir Ezzor wurde unterdessen ein Massengrab gefunden, wo ISIS-Terroristen die Leichen von mehr als 100 ihrer Opfer entsorgt hatten. Einem ISIS-Terroristen gelang es am Sonntag unterdessen, in der Provinz Hama zwei Menschen durch eine Autobombe zu töten.

Für den heutigen Montag ist mit weiteren Erfolgen der syrischen Armee zu rechnen. Es ist gutes, sonniges Flugwetter bei Temparaturen von über 20° C angesagt.

Nachtrag Montag Nachmittag: SANA meldet aus der Provinz Aleppo, es sei Stabilität und Sicherheit in Kafr Naya wiederhergestellt worden. Das ist es seltsam, denn auf den meisten Karten wurde Kafr Naya vor einer Woche bereits als befreit eingezeichnet, und außerdem wurde heute von anderer Seite berichtet, Kafr Naya sei von kurdischen Kräften eingenommen worden. Wie auch immer, jedenfalls sit damit offiziell, dass Kafr Naya vom Terror befreit ist. Außerdem bestätigt SANA, dass östlich von Aleppo Teibah (SANA schreibt es Al-Tiba) befreit wurde.

Nachtrag früher Montag Abend: SANA meldet aus der Provinz Aleppo außerdem die Befreiung von Misqan direkt nördlich des Korridors nach Nubl und Zahraa. Das ist neu und erfreulich. Der eigentliche Knüller des Tages ist aber die – noch unbestätigte – Nachricht, dass kurdische Kräfte von YPG/SDF die volle Kontrolle über die Terroristenhochburg Tel Rifaat gewonnen haben sollen. Sollte das zutreffen, hat das Ausräumen der Azaz-Marea-Tel-Rifaat-Terrortasche am Montag einen großen Satz nach vorn gemacht.

Sham fm meldet, dass kurdische Kräfte die Kontrolle über Tel Rifaat haben. Reuters/SOHR meldeten hingegen gerade, dass die YPG/SDF nicht die volle Kontrolle, sondern „nur“ 70% Kontrolle über Tel Rifaat haben. Bis 100% ist es da aber auch nicht mehr weit. @maytham956 meldet, im Nordosten von Tel Rifaat gebe es noch Kämpfe.

@AlepooMartyrs meldet die befreiung von Ahras – östlich von Misqan – durch die syrische Armee und ihre Partner.

Weiter geht es hier im Artikel „Kafrnaya, Misqan, Ahras befreit, Tel Rifaat in Arbeit.

21 Gedanken zu “Kollaps der Terroristen in Syrien beschleunigt sich

  1. Das Abschneiden der Nachschubwege und Dichtmachen der Grenze zur Türkei, ergibt sofortige Erfolge. Erdogan wird damit zum Rumpelstizchen!

  2. Hi Parteibuch,

    das sind sehr erfreuliche Nachrichten.
    Wenn Erdogan jetzt auch auf die SAA schießen lässt, wie schätzt das Parteibuch die Eskalationsspirale ein? Wird es bei ein paar wütenden Beschüssen bleiben, die aber an der Niederlage nichts mehr ändern werden – oder wird Erdogan die türkische Armee in den Krieg schicken?
    Wenn FR/EU und USA tatsächlich daran interessiert wären Erdogan Einhalt zu gebieten, was wäre dann deren Druckmittel. Offene Sanktionen gegen einen Nato-Staat wären ja irgendwie auch ein Eigentor für das eigene Ansehen. Es müsste irgend etwas indirektes sein – z.B. Waffen an die Kurden (?).

    Danke und Gruß
    sh4n

    1. sh4n

      Die „Eskalationsspirale“ wurde hier gerade diskutiert:

      https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/02/13/saudische-f-15-in-der-tuerkei-show-oder-wahnsinn/

      Druckmittel gegen Erdogan hätten EU und USA reichlich (ein bisschen wirtschaftlicher – EU – und militärischer – USA – Liebesentzug würde die Türkei an den Rand eines Kollaps bringen), nur scheinen Merkel und Co unwillig sie zu nutzen. Stattdessen wird Erdogan für seine „schurkische“ Erpressungs- und Amoklauf-Politik mit Geld und politischen Zugeständnissen belohnt. Warum? Möglicherweise fürchten EU und USA, dass Erdogan aus der NATO austritt. Das ist sein wirkliches Drohpotenzial, denn 75% oder so aller Türken halten nichts von der NATO.

  3. Bei all den guten Nachrichten und dem Daumen-Drücken für die syrischen Seite .. auch im Krieg geht es nicht immer nur in eine Richtung. Schön jedoch ist vor diesem Hintergrund das blanke Entsetzen der Mainstreammedien und Politiker über den Stand des „Projektes Syrien“: Eigentlich war es ja von US + Willigen aus Europa und Arabien gedacht, um all jene zu schwächen: Hezbollah, Iran, Russland. Und jetzt, siehe da: alle die drei waren nie stärker als jetzt. Diese Speichellecker in Medien und Politik merken – bewusst oder unbewusst – das Syrien zum historischen Wendepunkt werden (kann): es markiert den Anfang vom Ende der US-dominierten WeltUNOrdnung. Das merken sie, und deshalb ist die Lektüre von Zeit, Welt etc. momentan ein großes Vergnügen: die Jungs drehen da echt durch😉

  4. Je näher die syrische Allianz der türkischen Grenze rückt, desto kleiner wird für die Türkei das Zeitfenster, um zu reagieren. Ist Aleppo erst mal umzingelt, oder gar befreit, werden die Türken alle Karten ausgespielt haben.
    Dieser Vorwärtsdrang der SAA und ihrer Freunde ist zugleich eine Riesenchance für die gerechte Achse als auch ein Umstand, der eine bescheuerte reaktionäre Handlung seitens Ankara, mit noch ungeahnten Folgen, hervorrufen kann.

    1. Danke, beruhigend zu hören, dass es noch mehr Vernünftige gibt. Bei Menschen in Syrien, die der US-geführte Westen durch seine Saudi-Kriminellen versucht mit deren islamisch getarntem Faschistenterror abschlachten zu lassen, wird eine Journalistin aus dem US-geführten Westen freundlich aufgenommen. Wie Eva Bartlett in diesem Interview sagt: Das ist inspirierend.

      Sollte ich nun tatsächlich einen halbwegs unvoreingenommenen CNN-Bericht von einem Besuch bei der Syrischen Arabischen Armee an der Palmyra-Front gesehen habe, dann ist dies das Video: https://www.youtube.com/watch?v=ApQxQxGwua8&feature=youtu.be

  5. Assad hat angekündigt, ganz Syrien zu befreien. Dazu zählen doch auch die Golan-Höhen?-

    Yaàlon hat auf der Siko sehr unverhohlen mit den Saudis geflirtet und verkündet, das Israel den Siegeszug Assads nicht so prickelnd findet.

    Übernimmt Israel gerade die Führung in der Gruppe Türkei-Saudi-Arabien-Israel? Und halten Merkel und Obama deshalb gegen die Türken still??

  6. Merkel & Co sind nicht nur nicht gewillt, die Türkei zur Deeskalation zu zwingen, Merkel stellt sich heute mehr oder weniger offen auf die Seite der Agressoren Türkei und ISIS, indem sie eine Flugverbotszone fordert.
    Sie schließt zwar Verhandlungen mit IS aus, aber «In der jetzigen Situation wäre es hilfreich, wenn es dort ein Gebiet gäbe, auf das keine der Kriegsparteien Angriffe fliegt – also eine Art Flugverbotszone»
    Hilfreich für wen?
    Was für ein verlogenes Gewäsch! Gibt es doch nur eine Kriegspartei, die dort fliegt, die syrischen Streitkräfte mit ihren russischen Alliierten. (Von den Amis und übrigen Gangstern im Osten Syriens und im Irak mal abgesehen, die beträfe so eine Flugverbotszone entlang der türkisch-syrischen Grenze auch nicht.)
    Merkel fordert also indirekt die Unterstützung von IS im Kampf gegen die kurdische YPG, die bisher von der russischen und syrischen Luftwaffe unterstützt im Norden Syriens operiert.
    Merkel, wie man sie kennt.

    1. Ist jetzt Frau Merkel eingentlich wegen dem Vorbereiten eines Angriffskrieges fällig? Sie fordert in ihrem Amt, dass über dem Gebiet eines unabhängigen Staates dieser Staat seine eigene Luftwaffe nicht mehr verwenden kann. Um dies durchzusetzten müssen ja alle Luftverteidigungseinheiten zuerst ausgeschaltet werden. Frau Merkel fordert demnach die Bombadierung von russischen und syrischen Streitkräften. Ich hoffe, so mancher Wähler der CDU sucht sich eine wählbare Alternative.

      1. Reisender

        Nein, nicht mal entfernt. Merkel hat bloß ihre Meinung kundgetan, dass sie es gutheißen würde, wenn die Konfliktparteien in Syrien sich auf eine Flugverbotszone einigen würden. Das heißt natürlich nicht, dass Merkel Syrien eine Flugverbotszone militärisch und mit deutscher Beteiligung aufzwingen will.

        Was sie sagt, ist aber so komplett an der Realität vorbei, dass es völlig irrelevanter Unfug ohne jede praktische Bedeutung ist. Sie könnte sich damit um eine Nummer als Clown im Zirkus bewerben.

  7. Reuters meldet Raketeneinschlaege in Krankenhaus in Azaz.
    Sofort wird in dem Artikel Russland damit assoziert – per anonymer Zeugen-Mutmaßungen anhand der „Anzahl der Flugzeuge und Staerke derer Bewaffnung“.

    Ein Raketenangriff auf ein anderes Krankenhaus in Marat Numan wird mit dem merkwuerdig formulierten Zitat von Mego Terzian von MSF, „The author of the strike is clearly … either the government or Russia“ (1:1 so aus dem Artikel kopiert), ebenfalls Russland zugeschrieben.

    Auch ein Video mit Babys in Brutkaesten findet in dem Artikel Erwaehnung.

    http://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-missiles-idUSKCN0VO12Y
    http://www.zerohedge.com/news/2016-02-15/turkey-vows-harshest-reaction-kurdish-advance-syria-missiles-hit-hospitals-school

    1. Sie können nicht gezwungen werden, die Wahrheit zu sagen, aber sie werden dazu gebracht, immer offensichtlicher zu lügen.

  8. In Nordaleppo geht es nun doch mit höherem Tempo voran. Miskan, südlich Tel Rifaat, soll von der SAA genommen worden sein. Militarymaps zeigt bereits Ahras, östlich Miskan, befreit. Morgen wird die YPG ISIS gegenüber stehen.

    1. Vielleicht auch erst übermorgen. ;–)

      Aber das ist ja egal.

      Ich wäre nicht überrascht, wenn Kafr Nasih, der letzte Ort in der „Tasche“ südlich von Tell Rifaat, geräumt wird; nicht zu halten und auch strategisch bedeutungslos geworden. (es wurden ja auch keine großen Kämpfe aus Masqin und Ahras gemeldet).

      Dann ist es nur eine Frage der Absprache, bis wie weit nördlich die SAA vorrückt, also ob die SDF schon dort direkt zur Grenze des IS vorstößt.

      Der Knotenpunkt Kaljibrin dürfte ist strategisch noch sehr bedeutend, solange südlich davon noch Mare in „Rebellen“hand ist.
      Außerdem kann man dort kaum eingekesselt werden, wie in den südlichen Dörfern, die heute genommen wurden.

      Also kann sein, dass um Kaljibrin und Kafr Kalbin nochmal heftiger gekämpft werden muss; aber es wäre natürlich extrem überraschend, wenn dort nochmal eine „Wende“ käme.

      Wieviele „grüne Männchen“ aus der Türkei und co bräuchte es dafür? Unwahrscheinlich, zumal schweres Gerät nicht mehr unauffällig reinzubringen ist (und die TOWs gegen die kurdische leichte Infanterie nichts ausrichten.
      Ganz auszuschließen ist auch ein Einmarsch der türkischen Armee nicht; aber das wäre wohl die letzte Grenze, die Erdogan überschreiten würde, da wird es wohl doch noch einen Funken Verstand geben.

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