Blockade von Zahraa und Nubl durchbrochen

Vor wenigen Minuten sind Einheiten der syrischen Armee und Kämpfer von Hisbollah aus Nubl und Zahraa in der Mitte des Ortes Maharsat Al Khan nördlich von Aleppo aufeinandergetroffen, womit der Ort Maharsat Al Khan als befreit und die über drei Jahre währende Blockade von Nubl und Zahraa als durchbrochen gelten darf.

@Ibra_Joudeh hat ein Bild von dem Treffen gepostet:

@Syria_Protector hat die neue Lage auf einer Karte dargestellt:

Bei @A7_Mirza sieht die neue Karte wie folgt aus:

@Miladvisor hat eine Übersichtskarte angefertigt, worin auch zu sehen ist, dass die syrische Armee heute nicht nur Maharsat Al Khan nördlich von Aleppo befreit hat, sondern auch Al-Sin östlich von Aleppo – womit nun die Terroristen von ISIS südlich der Linie Aleppo – Kuwairis praktisch eingekesselt sind:

Bei @PetoLucem sieht die neue Karte so aus:

Zu hoffen ist, dass die Verbindung diesmal, anders als vor gut einem Jahr, auch wirklich hält.

Ein Video von den Kämpfen um Maharsat Al Khan gibt es inzwischen auch:

Al Masdar News hat eine Karte gemacht, die sich in einiger Hinsicht besser mit der Einschätzung des Parteibuches deckt als die obigen Karten, etwa bezüglich der Breite der Verbindung und der Situation in Rityan:

@sayed_ridha erwartet, dass die syrische Armee sich als nächstes um die Befreiung von Mayer und Rityan kümmern wird, um die neue Verbindung abzusichern, bevor es dann im Süden und Westen von Aleppo weitergeht. Das Parteibuch schließt sich der Meinung an, meint jedoch, dass die syrische Armee klug beraten wäre, die Verbindung nach Nubl und Zahraa noch deutlich breiter abzusichern, einerseits mit der Einnahme von Bayanoun, andererseits aber auch nach Norden, wo die syrische Armee durchaus weiter bis kurz vor Tel Rifaat gehen könnte – und sollte.

Einige westliche Propaganda-Outlets der sogenannten „Westlichen Wertegemeinschaft“ verbreiten die Lüge, dass die syrische Armee mit dem Bruch der Blockade von Nubl und Zahraa die Terroristen und ihre Sympathisanten in Aleppo umzingelt oder eingekesselt hätte. Das ist nicht richtig, denn es gibt nach wie vor eine Verbindungslinie von der Türkei über Bab Al Hawa in die Terroristengebiete von Aleppo. Der Weg ist aber natürlich weiter, insbesondere von Marea, Tel Rifaat und Azaz aus gesehen, nd außerdem ist er nicht ganz einfach, weil sich manche Terroristen auf dem Weg von Bab Al Hawa nach Aleppo untereinander nicht ganz grün sind, aber er existiert.

Wie Sputnik unter Berufung auf Al Mayadeen berichtet, wollen sich einige ungenannte bewaffnete Oppositionskräfte nördlich von Aleppo nach hohen Verlusten in den Reihen der Terroristen der syrischen Armee anschließen. Nach unbestätigten Parteibuch-Informationen dürfte es sich dabei um Teile der „Zanki-Brigaden“ handeln. Der UNO-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hat die Genfer Gespräche unterdessen bis zum 25. Februar ausgesetzt, um der dortigen von den Saudi und der Türkei unterstützten Terroropposition mehr Zeit zu geben, um sich zu entscheiden, ob sie verhandeln wollen oder nicht.

Später Mittwoch Abend: insbesondere um Rityan wird nach wie vor hart gekämpft. Der syrische Reporter Jafar Ali ist inzwischen bis nach Nubl durchgekommen.

SANA meldete zwischenzeitlich, dass die Terroristen im Dorf Mayer von jeglichem Nachschub abgeschnitten sind. Weiterhin heißt es in der Meldung von SANA, dass die syrische Armee im Osten von Aleppo auch das Dorf Uwainat direkt westlich von Al Sin unter Kontrolle gebracht hat, wozu Al Masdar News ergänzte, dass die syrische Armee auch die Kontrolle über das Dorf Jubb Al Kalb südöstlich von Al Sin gewonnen hat, nachdem die dort stationierten ISIS-Terroristen geflohen seien. Letzte Meldungen sagen, dass die syrische Armee nun mit ISIS-Terroristen um die Kontrolle über das Dorf Teibah südöstlich von Jubb Al Kal kämpft.

Die Verluste bei der Schlacht zum Durchbrechen der Blockade von Nubl und Zahraa waren nicht nur auf Seiten der Terroristen exorbitant, sondern auch auf Seiten der syrischen Armee und ihrer Partner sehr hoch. So sollen in den letzten zwei Tagen im Raum Aleppo allein 12 iranische „Berater“ ums Leben gekommen sein, darunter der iranische Brigadegeneral Mohsen Ghajarian, weiterhin mindestens zwei hochrangige Kommandeure irakischer Milizen, und natürlich zahlreiche Soldaten und Kämpfer der Achse des Widerstandes in niedrigeren Rängen.

Die Schlacht um die Befreiung von Nubl und Zahraa geht unterdessen mit unverminderter Härte weiter. Noch ist keine Straße nach Nubl und Zahraa benutzbar, der Korridor nach Nubl und Zahraa ist alles andere als sicher und die Terroristen unternehmen nach wie vor wütende Gegenangriffe.

Donnerstag Morgen:

Terroristen in Idlib jammern, dass sie nun kein Öl von ISIS mehr kaufen können, weil der Weg blockiert ist:

Natürlich werden in der Grafik der Terroristenpropaganda aus Idlib an ISIS im Gegenzug für Öl Lebensmittel geliefert, obwohl Al Kaida und Freunde das ISIS-Öl in der Realität vor allem mit Waffenlieferungen an ISIS bezahlen dürften. Für ISIS bringt die Kappung der Verbindungslinie Idlib-Marea-Um Hwash also auch ein Problem bei der Beschaffung von Waffen und Munition mit sich.

Kräfte der kurdischen YPG haben die Dörfchen Ziraya und Kurayba nördlich von Nubl und Zahraa vom Terrorismus befreit, wodurch Nubl und Zahraa etwas sicherer werden.

In Nubl und Zahraa werden unterdessen immer mehr Soldaten der syrischen Armee jubelnd empfangen:

In Deutschland verbreitet die Tagesschau unterdessen Märchen zu den Genfer Gesprächen:

„Diese Kämpfe rund um Aleppo haben dazu geführt, dass die Opposition nicht mehr mit dem Regime verhandeln will, bevor nicht eine Waffenruhe herrscht“, sagt ARD-Korrespondent Henning Winter. Doch das Assad-Regime will die Kämpfe weiterführen.

Doch der Leiter der Terroristen-Delegation in Genf hat gestern vor laufender Kamera so ziemlich das Gegenteil dessen erklärt, was die Märchenschau behauptet, nämlich dass die „Opposition“ nicht zu einem Waffenstillstand bereit ist, beziehungsweise selbst zu Gesprächen über einen Waffenstillstand nur dann bereit ist, wenn, wie der Chef der Oppositionsdelegation sich ausdrückt, sie „eine politische Transition sieht, wo Bashar Al Assad keinen Platz in Syrien hat“ – was auf die Verweigerung eines Waffenstillstandes hinausläuft, weil Präsident Assad natürlich nicht zur Erfüllung einer Gesprächsbedingung von Terroristen „für Gespräche über einen Waffenstillstand“ sein Amt aufgibt, was die „Opposition“ auch sehr genau weiß. Vereinbart wurden von der internationalen Syrien-Gruppe in Wien deshalb Gespräche ohne Vorbedingungen, und die sogenannte „Opposition“ stellt trotzdem wieder Vorbedingungen. Das Problem der „Opposition“ in Genf ist, dass sie auf dem Boden in Syrien defacto Extremisten wie Al Kaida repräsentiert, und Al Kaida einen Waffenstillstand oder auch nur Gespräche darüber ablehnt, wenn der Waffenstillstand nicht den Sieg einbringt. „Assad muss weg“ damit ein wahhabitischer Terrorstaat in Syrien entstehen kann, ist das unverhandelbare Ziel der extremistischen Kräfte von Al Kaida auf dem Boden in Syrien. Deshalb kann die sogenannte „Opposition“ in Genf nicht über einen Waffenstillstand verhandeln, selbst wenn sie das will und die syrische Armee auf dem Vormarsch ist, so unvernünftig das von außen erscheinen mag.

Eine Stunde syrisches Fernsehen heute, natürlich inklusive Feiern in Nubl und Zahraa:

Donnerstag Mittag:

Somar Hatem von Al Manar ist in Zahraa:

Sham FM meldet, dass die syrische Armee die Kontrolle über das Dorf Mayer direkt östlich von Nubl gewonnen hat. Letzte, noch unbestätigte, Meldungen sagen, dass die Terroristen sogar aus dem Ort Kafr Naya vier Kilometer nördlich von Maharsat Al Khan bereits geflüchtet sein sollen.

Die Verbindung nach Nubl und Zahraa wird damit sicherer. Die Situation in Nubl und Zahraa entwickelt sich immer mehr zu einer großen Party.

Donnerstag Abend: Die Informationen, dass Mayer und Kafr Naya in der Hand der Armee sind, sind falsch. Mayer ist von der syrischen Armme und ihren Partnern zwar umzingelt, aber drinnen herscht nach wie vor Al Kaida. Und auch gegen Stellungen von Terroristen in Kafr Naya fliegt die russische Luftwaffe nach wie vor Angriffe.

Weiter geht es im Artikel „Ein paar Worte zur Lage bei Nubl und Zahraa.

34 Gedanken zu “Blockade von Zahraa und Nubl durchbrochen

  1. Eine Frage an Parteibuch.
    Erdogan hat mehrmals Rote Linie gezogen. Kurden sind über Euphrat gekommen und Latakia ist fast verloren. Jetzt wo SAA geschnitten hat Nord Aleppo bleibt ihn sehr kleine Streifen um Stadt Azaz welche er noch wie „Mässige Rebellen“ verkaufen kann. Westlich sind verhasste Kurden. In Süden rückt SAA voran und in Osten steht IS. Erdogan langsam bekommt ruf, dass er mit IS unter eine Decke steckt. Jetzt wäre für ihm ideale Moment und wahrscheinlich letzte Gelegenheit in diese Gebiet einzumarschieren und das verkaufen wie sein Kampf gegen IS. Er könnte sich wie Verteidiger Turkmenische und Sunitische Völker verkaufen und erbitterte Gegner von IS. Wenn er diese Teil verliert, dann glaube ich nicht, dass er wegen paar Bergen in Latakia oder Idlib ein Konflikt mit Russland riskieren will. Mit Aleppo ist Beute viel grösser. Was denkt Parteibuch über diese Szenario und welche Reaktion aus Damaskus oder Mosva werde folgen?

  2. zgvaca

    Die Reaktion aus Damaskus und Moskau auf einen dauerhaften und schwerwiegenden Einmarsch der türkischen Armee nach Syrien, und sei es nur in eine Tasche, wären zunächst friedliche Mittel, und wenn die nicht fruchten, militärische Mittel, bis die türkische Armee da wieder weg ist. Erdogan weiß das, und möchte sich die Klatsche ersparen, weshalb das Szenario in diesem Jahr eher unwahrscheinlich ist. Anders könnte das Aussehen, wenn er im nächsten Jahr Rückendeckung für so etwas vom Weißen Haus in Washington bekäme.

      1. Carlos

        Ja, natürlich. Wenn die türkische Armee sich nicht zurückzieht, bis die YPG oder SAA vor Ort ist, wird es da Krieg gegen die türkische Besatzungsarmee geben. Im Moment ist die syrische Armee aber noch nicht bei Jarabulus, weshalb es da gegenwärtig wohl eher mal zu Scharmützeln zwischen der türkischen Armee und ihren Partnern von ISIS kommt, was YPG und SAA interessiert zur Kenntnis nehmen.

    1. @ einparteibuch,….nächstes Jahr Rückendeckung vom weissen haus…,na dann wünschen WIR dem syrischen Volk und seinen Verbündeten das sie bis zum Jahresende Fakten schaffen und dem sultan den syrisch türkischen Grenzverlauf deutlich Aufzeigen .

    2. Schätzt du die türkischen Streitkräfte als so schwach ein, dass sie nur mit Hilfe der USA gegen die SAA/Russland bestünden?
      Da wäre ich mir nicht so sicher, aufgrund der Größe der Armee, ihrer Ausstattung und auch der ideologischen Schulung, also der Bereitschaft der Militärs. (Da lasse ich mich aber gerne eines Besseren belehren – und mich auch beruhigen)

      Wahrscheinlich ist die Verhinderung eines Einmarsches der Türkei alleine dem Widerstand der USA zu verdanken (oder dem allerletzten Fünckchen Vernunft innerhalb der US-Administration).

      Wir wissen doch alle, dass eine direkte Auseinadersetzung Nato-Armee -Russland unkontrollierbare Folgen doch nicht nur für die Region, sondern für den Weltfrieden haben könnte.

      1. Noway

        Wenn die türkische Armee einen illegalen Aggressionskrieg in Syrien kämpft: ja – und selbst, ob es da mit den USA reichen würde, ist, wie du richtig ausführst, reichlich fraglich. Wenn sich dabei bei der türkischen Armee in Syrien ein paar Verluste ansammeln, würde es schnell eng für Erdogan und die AKP, demokratisch, aber auch ein Putsch wäre nicht ausgeschlossen.

        Wenn Syrien, Iran und Russland die Türkei in der Türkei angreifen würde, dann wäre das natürlich was ganz anderes, dann wäre die türkische Armee groß und stark, und Millionen fanatische Türken stünden hinter ihr.

  3. *** Zu hoffen ist, dass die Verbindung diesmal, anders als vor gut einem Jahr, auch wirklich hält.***
    Im Gegensatz, zu der Situation vor einem Jahr, können wir jetzt alle, wohl entspannter sein, weil die Russische Luftwaffe, die zusammengezogenen Einheiten, für eine Gegenoffensive, sofort Eliminieren. Da ihre Versorgungssituation, wegen der präzisen Bombardierungen , ihrer Nachschub- Wege und ihre Nachschubzentren, ehe sehr schlecht ist, werden sie kaum die Kraft, zu einem Gegenangriff haben. Darum ja die dringenden Rufe, aus dem Imperium, nach einem sofortigen Waffenstillstand.

    1. Wie man immer wieder sieht, sollte man sich ausschließlich die Luftüberlegenheit verlassen, hier hilft nur Masse, hei0t ein gutes Spagat zwischen Kontrolle und schnelle Eroberung weitere Gebiete zu finden.
      Erfreulich, das es des großen Aufwandes immer noch gelungen ist, das man im Osten auch noch Erfolge hat und warum glaube ich nur, das jetzt die Stoßrichtung nicht das Kraftwerk und nicht Aleppo sind sondern die M4. Und wieso wäre ich nicht überrascht, wenn ein Angriff von Tal Hasel in Richtung Nordost (entlang der Eisenbahn zum Kraftwerk) Aber ich hatte ja schon festgestellt, das ich bei der SAA lieber nicht spekulieren sollte

    1. Whatever

      Ja, aber die Meldung von RT ist falsch. Die syrische Armee ist gerade erst in der Gegend von Kinsibba angekommen, möglicherweise auch schon drin, aber befreit ist Kinsibba noch nicht. Das wird wohl auch noch ein paar Tage dauern.

  4. Ich möchte dem Parteibuch meine größte Hochachtung zollen. Ich kenne mich in dieser Gegend einigermaßen aus, weil ich fast 30 Jahre in der Türkei beruflich tätig war. Auch alle Staaten des Nahen Ostens und Nord Afrika kenne ich ausgezeichnet, mit Ausnahme Israels.
    Das, was mir vom Parteibuch geboten wird, freut mich immer wieder. Ich lese jeden Tag die Pressemeldungen von Syrien, Iran, Libanon, Türkei etc. und finde immer beim PB einen guten Anker der „Wiederbesinnung“. Ich habe noch gegen Ende April 2011 in Aleppo im Christenviertel, wo ich so gerne war, meinen Wein getrunken und bin traurig, dass allein die Restaurierung im Falle der Vernunft (wo gibt es die?) und des von allen Seiten propagierten aber nicht gewollten Friedens meine restlichen Lebensjahre übersteigen wird. Es bleibt ein Gedenken in Trauer an ganz Syrien mit allen seinen – wie ich sie in meinen fast unzähligen Reisen in diesem so schönen Land erlebt habe – so großen Menschen. Danke für Eure Berichterstattung.
    Für mich ist der Türkei in keinem irgend gearteten Fall zu trauen. Die Türkei ist dann gefährlich, wenn sie an den Rand gedrängt wird (habe ich oft genug erlebt). Das ist jetzt der Fall durch eine Politik, die ihre feste Schiene, in der sie vor 10 Jahren gefahren ist, völlig verlassen hat. Der Terror im Südosten ist künstlich und hausgemacht. Ich habe persönlich die Wahlen im Juni erlebt und die Freude der Kurden nach Erreichung von über 13%. Dabei waren das nur Leihstimmen hauptsächlich von linken Gruppen aus den westlichen Großstädten, die die Kurden über die 10%-Schranke gehoben haben. Der danach startende Terror mit 2 sehr großen Bombenabschlägen an der syrischen Grenze und in Ankara war hausgemacht, die Bombenleger Kurden, die zum IS konvertiert sind und aus einer Stadt kamen, aus Adiyaman. Die Regierung wusste von diesen!! Gibt es was schöneres – Kurden gegen Kurden?
    Nun, mit dem idiotischen Abschuss eines russischen Bombers und dem Bombenanschlag in Istanbul steht die Türkei wieder mit dem Rücken zur Wand. Die zukünftige von der internationalen Politik gewollte Lage im Kurdengebiet ist noch nicht völlig geklärt. Was kann oder darf man unternehmen, ohne in Konflikt mit den Russen zu geraten? In Bezug auf die Syrische Regierung oder deren Militär hat man sich ja so nie große Zurückhaltung auferlegt. Wie weit geht der Rückhalt durch die USA?
    Gerade diese Fragen spitzen sich nun zusammen und der Kommentar des Parteibuchs macht mir immer wieder ein neues und frühes Fenster auf. Dafür danke ich ganz herzlich!!
    Peter Toplack

  5. Der Durchbruch wird wohl nach Norden und Süden verbreitert werden:
    „The national army is just a few kilometers from the seized Nobbol and Zahraa towns in rural Aleppo,“ Al-Manar TV correspondent reported.
    He added that the Syrian army also managed to cut the militants‘ supply routes linking Meyer, Hayyan, Hraytan and Andan in the northern countryside of Aleppo.

  6. Aus Kriegspropagandazwecken werden ja selten Verluste auf eigener Seite offen gelegt. Ich fände das Verhältnis von Gefallenen zu befreiten qkm spannend. Einfach mal eine lineare Fortschreibung, wie viel Fläche noch befreit werden muss und wie viele Verluste damit verbunden sein könnten. Dieser Blutzoll muss ja auch immer gesehen werden, wenn man um Verhandlungslösungen sucht. Zudem wird der Blutzoll ja noch erheblich ansteigen, wenn die urbande Gegenden befreit werden sollen.

    1. Reisender

      So ein Quotient wäre militärisch großer Unfug. Es geht für die SAA nicht darum, möglichst viele qkm zu befreien, sondern den Gegner zu bezwingen, und das optimalerweise in immer dem gleichen Gebiet, das entweder praktisch leer ist oder ohnehin schon so schwere Kriegsschäden hat, dass es vollständig wiederaufgebaut werden muss.

      Verhältnisse von
      – unterstützenden Bevölkerungsteile der jeweiligen Seiten,
      – Überläufern in die jeweiligen Richtungen,
      – Deserteure/Kapitulanten der jeweiligen Seiten,
      – kampfunfähig Verletzten der jeweiligen Seiten,
      – Gefallene der jeweiligen Seiten, und
      – personelle Reserven der jeweiligen Seiten
      würden besser abbilden, wo der Krieg steht.

  7. Habe vor ein paar Monaten einen Libanesen kennengelernt, der war ganz überrascht, als ich ihm meine Ansichten zu Syrien (IS=SA=US, etc.) erzählt habe, und siehe da: Er hat es bestätigt. Er sagt, das wissen dort alle. Das Parteibuch kann also nicht so falsch liegen…🙂

  8. Liebe Parteibuch
    Seit gestern hört mann Gerüchte, dass ein Teil von Islamisten verhandelt mit SAA um Seite zu wechseln. Ich könnte niergendwo finden welche Milizen, welche Positionen und wie viel Leute. Weiss Parteibuch mehr davon?
    PS. Es gibt auch Gerüchte, dass Dorf Mayers ist in SAA Händen. Ausser eine Meldung auf Twitter habe ich nichts gefunden. Deswegen nehme ich an, dass diese Geschichte noch nicht wahr ist.
    Heute haben Kurden Gunst der Stunde ausgenutzt und 2 Dörfer neben Mayers eingenommen. Werden sie nicht mit SAA in Konflikt kommen wegen Einfluss Zonne?
    Und Russen wahrnen wegen Turkische Invansion in Syrien?
    Werde sehr dankbar für Deine Meinung.

    1. zgvaca

      Antwort ist oben im Text in den Nachträgen. Zur Kooperation von SDF und SAA im gemeinsamen Kampf gegen Al Kaida im Norden der Provinz Aleppo: ich sehe da kein Problem.

    2. Welche Interessen der SAA sind durch die YPG gefährdet? Die YPG sorgen zuverlässig dafür, dass die Nachschubwege in die Türkei durchschnitten werden. Der Grenzschutz bindet sehr viele Menschen welche die SAA an anderer Stelle auch benötigt. Dies kann eine aus aus Anwohnern gebildete Selbstverteidigungskraft viel besser.
      Die YPG bittet sogar die SAA z. B. Luftverteidigung in ihren Gebieten sicherzustellen. Hier kann eine Arbeitsteilung statt finden. Sicherlich wird der Weg zu einer neuen Verfassung noch lang sein. Die politische Macht kann geteilt werden. Militärisch hat man mit der AKP-Türkei einen gemeinsamen Feind welchen beide Seiten als tötliche Bedrohung erleben. Es spricht vieles dafür, dass von beiden Seiten dies sehr pragmatisch gesehen wird. Lieber kooperiert man gemeinsam gegen die Türkei als sich auch noch untereinander aufzureiben.

  9. Es hat sich ja die letzten Tage und Wochen schon abgezeichnet, aber die Medienmeldungen des heutigen Tages von den diversen Seiten lassen zur G e w i ß h e i t werden, dass die Offensive weniger den Nachschublinien gegolten hat als vielmehr der Sicherung von Aleppo-Stadt vor einer militärischen Operation der Türkei, wie damals 2012.

    Es gibt auch so etwas wie eine Koordination zwischen Kreml und Weißem Haus(?), obwohl ich nicht genau erkennen kann, worin diese besteht. K o n t e r k a r i e r t wird diese Zusammenarbeit ebenfalls aus us-amerikanischer Richtung des Pentagon(?).

    Ich denke, die N A T O – L i n i e mit den Terroristen als Bodentruppen und dem US-Außenminister auf internationalen Konferenzen und den NATO-Pressesprecher für die mediale Berichterstattung in Europa wird so nicht länger aufrecht zu erhalten sein.

    1. In den Medien geht es um die Deutungshoheit. Dort wird nicht berichtet, dass direkt 35.000 Menschen aus einer jahrenlangen Belagerung befreit wurden. Da die Türkei wie auch ihre Proxy-Krieger das ganze kurdische Gebiet Afrin (Efrin) mit belagert hatten können auch diese Menschen wieder „per Fuß“ diese Gebiete verlassen oder mit lebensnotwendigen Gütern, etwa Medikamenten versorgt werden. Alles per Hubschrauber einzufliegen ist viel zu teuer.

      Doch dies würde ja die Türkei und die „Moderaten Rebellen“ in einem anderen Licht erscheinen lassen. Daher wird der Spin jetzt geändert. Es ginge um die Niederschlagung der Protestbewegung in Aleppo, Assad wolle nicht verhandeln sondern setzt auf die militärische Karte. Weiterhin sei Aleppo jetzt von der Versorgung aus der Türkei abgeschnitten.

      Die letzte Aussage ist ja mit einem Blick auf die Frontkarten widerlegt. Da sind die restlichen Aussagen dieser „Experten“ wohl genau so Propagandalügen.

      1. Darauf wollte ich ja hinweisen: dass weder die Unterstützung der syrischen Kurden, noch ihre Bekämpfung durch die Türkei in die NATO-Linie passen. Die NATO braucht für ihre Bodentruppen fanatisierte Islamisten und keine säkularen Kurden, die so ganz und gar nicht in das gegenwärtige Bild des fundamentalistischen Terrors passen. A u s d i e s e m G r u n d bieten sie sich auch als Partner für Weißes Haus und US-Außenministerium an, nicht für das Militär.

        Die Militaristen in den USA haben eine andere Wahrnehmung als die Zivilisten. H i e r geht es um die Deutungshoheit.

  10. Ich möchte mich nur für die aktuellen Berichte hier bedanken.
    Ach ja..
    in deutschen MSM-Radio war heute zu hören das Russland wegen seiner andauernden Einsätze (gegen die IS-Terroristen) am Abbruch der Gespräche schuld wäre.
    Ist das nicht dreist? Man könnte verzweifeln.

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