Über Hillary Clinton hängt das Damoklesschwert ihres Emailservers

Am Freitag hat das US-Außenministerium einer gerichtlichen Anordnung vom letzten Jahr folgend mal wieder einen Stoß ausgedruckter dienstlicher Emails vom Privatserver von Hillary Clinton veröffentlicht, dabei diesmal jedoch 22 Emails als „Top Secret“ zurückgehalten.

Für die Präsidentschaftskampagne der unter anderem von der Spekulationsbank Goldman Sachs und der Lobby des zionistischen Apartheidregimes unterstützten Ex-Außenministerin ist das ein schwerer Schlag. Gerade erst hatte die Kampagne von Hillary Clinton für die wichtigen ersten Vorwahlen in Iowa Rückenwind durch eine fragwürdige Umfrage der mit der zionistischen US-Machtelite verbandelten Politikberatungsfirma „Gravis Marketing“ bekommen, da war der positive Eindruck damit schon wieder hin. Das offenkundige Problem von Hillary Clinton besteht dabei darin, dass Hillary Clinton im letzten Jahr erklärt hatte, sie habe die Vorschrift ignoriert, für dienstlichen Emailverkehr die Emailserver des US-Außenministriums zu benutzen, weil das für sie bequemer gewesen sei, und ein Bruch von Dienstgeheimnissen habe dabei nicht passieren können, weil sie sich bewusst gewesen sei, dass Emails generell unsicher seien, und sie deshalb keine geheimen Informationen per Email ausgetauscht habe. Nun legt Hillary Clinton wert auf die Feststellung, dass einige der Informationen, die sie über Email kommuniziert hat, möglicherweise jetzt geheim seien, aber zum Zeitpunkt ihres Austausches nicht als geheim klassifiziert waren. Dabei ist das Problem mit den soeben nicht veröffentlichten Emails, dass die darin enthaltenen „Top Secret“ Informationen aus einem Special Access Program stammten, wozu aufgrund von Geheimhaltung nur Personen mit besonderer Zugangsberechtigung Einblick hatten, womit ein Indiz dafür gegeben ist, dass diese Informationen auch zum Zeitpunkt ihrer Versendung über Clintons Emailserver zumindest juristisch als geheim anzusehen waren. Das muss aber natürlich nicht so sein. Und so hat Clinton nun, nachdem 22 ihrer Emails als streng geheim eingestuft wurden, eine Erklärung herausgegeben, mit der sie die US-Regierung auffordert, die Geheimhaltung zu ändern und die E-Mails zu veröffentlichen, damit die Öffentlichkeit sich selbst ein Bild machen kann, wie wenig geheimhaltungsbedürftig die in ihren E-Mails enthaltenen Informationen seien.

Soweit ist durchgesickert ist, dürfte es in den nun nicht veröffentlichten Emails praktisch darum gehen, dass Hillary Clinton da unter anderem US-Kriegsverbrechen in Form von internationalen Drohnenmorden diskutiert hat. Da es heute weitgehend bekannt ist, dass die USA in aller Welt morden und Kriegsverbrechen begehen, würden die Wähler das womöglich nicht schlimm finden, wenn es so sein sollte, dass sie das schon vor Jahren in privaten Emails thematisiert hat, freilich ohne das öffentlich deutlich anzusprechen. Doch US-Präsident Obama denkt offenbar gar nicht daran, das internationale Drohnenmordprogramm der USA zu deklassifizieren. Bei der CIA-nahen US-Nachrichtenagentur AP wurde nun die Meinung dazu geäußert, dass die als „Top Secret“ klassifizierten Emails von Clintons Emailserver zwar für Hillary Clinton in Bezug auf die Vorwahlen in Iowa ärgerlich seien, ihr aber strafrechtlich dadurch kein Ungemach drohe, weil sie, wenn überhaupt, dann jedenfalls keinen absichtlichen Geheimnisbruch begangen habe. Ob das durch die korrupte und politierte US-Justiz juristisch auch wirklich so gesehen wird, bleibt jedoch abzuwarten, denn natürlich hat Hillary Clinton absichtlich – aus Bequemlichkeit, wie sie sagt – gegen die Vorschrift verstoßen, dienstliche E-Mailserver zu verwenden, und insbesondere der Republikanern nahestehende Richter könnten da durchaus aus Prinzip entscheiden, dass ein absichtlicher Bruch von Vorschriften auch strafrechtliche Konsequenzen haben muss, wenn denn dadurch die Gefahr eines Geheimnisbruchs entstanden ist. Und weiter zu argumentieren, dass die Gefahr eines Geheimnisbruchs durch die vorschriftswidrige Benutzung eines privaten Emailservers für dienstliche Angelegenheiten eben allemal entstanden ist, ist nicht schwierig. Welch harsche Strafen in den USA auf Geheimnisbruch stehen, lässt sich etwa am Fall von Chelsea Manning erkennen, die 35 Jahre Haft für einen Geheimnisbruch in Bezug auf US-Kriegsverbrechen erhalten hat. So ist es auch nicht schwer nachzuvollziehen, dass das FBI bereits seit längerem diesbezüglich gegen Hillary Clinton ermittelt, und so ganz ausgeschlossen ist es damit eben nicht, dass die Ermittlungen zu etwas führen, auch wenn dabei dann im Fall der 68-jährigen Hillary Clinton wegen mangelnden Vorsatzes wahrscheinlich eine vergleichsweise leichte Strafe wie zwei, zehn oder 20 Jahre Haft im Raum stehen würde. Das wäre dann jedenfalls das Ende der politischen Karriere der Kriegsverbrecherin Hillary Clinton.

Doch Hillary Clintons Problem mit ihrem früheren Emailserver könnte noch viel größer sein. Als sie im letzten Jahr gereichtlich dazu verdonnert wurde, ihre dienstliche Korrespondenz darüber dem US-Außenministerium zur Prüfung und Veröffentlichung zu übergeben, hat Hillary Clinton die bemerkenswerte Entscheidung getroffen, die Emails in ausgdruckter Form, zusammen 55.000 Seiten, zu übergeben. Die spannende Frage diesbezüglich ist, warum sie die 55.000 Seiten Emails – auf immerhin rund 22 Kisten Kopierpapier – mühsam ausgedruckt hat, anstatt einfach eine CD mit einem Datendump zu übergeben. Das hätte schließlich viel weniger Arbeit für alle Seiten bedeutet hätte. Und obendrein hätte es ihr vermutlich auch erspart, dass die Überprüfung der Emails auf klassifizierte Inhalte so lange dauert, dass die Veröffentlichung in die heiße Phase ihres Wahlkampfes hineinreicht. Aus informationstechnischer Sicht ist die ANtwort naheliegend: Hillary Clinton hat die Emails in gedruckter Form übergeben, um sicherzugehen, dass darin keine Metadaten, wie IDs – so etwas wie Seriennummern von Emails – und ähnliche Informationen, enthalten sind, mit denen bewiesen werden könnte, dass sie das Gericht missachtet und ihre Emails nur unvollständig übergeben hat.

Das mag das Gericht einstweilen zufrieden gestellt haben. Doch wenn ihr privater Emailserver gehackt gewesen sein sollte, und nun in den nächsten Monaten irgendwo im Internet Emails von ihr auftauchen sollten, die sie dem Gericht verheimlicht hat, dann dürfte die Präsidentschaftskampagne von Hillary Clinton gelaufen sein, gleich was sie da verschwiegen hat. Denn dann geht es nicht mehr um ihre Emails, sondern darum, dass sie das Gericht zur Vertuschung eines Skandals vorsätzlich belogen hat, was, ohne Ansehen der Sache eine Straftat ist, auf die drakonische Strafen stehen. So ein Verhalten, und nicht etwa Zigarren in Geschlechtsteilen, hätte auch ihren Mann Bill in der Lewinsky-Affäre fast Kopf und Kragen gekostet, und das obwohl er da Präsident war. Für Hillary Clinton als bloße Kandidatin wäre da Gefängnis fast unausweichlich. Ganz unwahrscheinlich ist das nicht, denn wie seit den Enthüllungen durch Edward Snowden bekannt ist, waren die Fähigkeiten der NSA, und anderer Dienste vermutlich auch, beim Hacken fremder Syteme viel größer als viele, auch sehr gute, Systemadministratoren zuvor angenommen hatten. Selbst in SSL gab es, und es gibt sie wohl noch, Riesenlücken.

Noch zwei Tage sind es bis zu den wichtigen Vorwahlen in Iowa. Die zionistische Mafia ist in den allergrößten Schwierigkeiten. Wer glaubt, diese historische Veränderung, die in den USA gerade offensichtlich vonstatten geht, fast kann man es Revolution nennen, liefe ohne die diskrete Unterstützung durch US-Präsident Obama, ist naiv.

Nachtrag: Die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton hat über ihren privaten Email-Server eine Email des damaligen Senators John Kerry weitergeleitet, die geheimzuhaltenden Inhalt enthielt:

https://foia.state.gov/searchapp/DOCUMENTS/HRCEmail_Jan29thWeb/O-2015-08635-JAN29/DOC_0C05788004/C05788004.pdf

8 Gedanken zu “Über Hillary Clinton hängt das Damoklesschwert ihres Emailservers

  1. ***Wer glaubt, diese historische Veränderung, die in den USA gerade offensichtlich vonstatten geht, fast kann man es Revolution nennen, liefe ohne die diskrete Unterstützung durch US-Präsident Obama, ist naiv. ***
    Und wer glaubt, das das ganze, ohne die Steuerung, der Master Of The Universe vonstatten geht, ist auch naiv. Sie haben und hatten, immer alle Mitspieler, in ihrem Spielchen, sicher im Griff.

  2. Sieht für mich so aus: D a s Pentagon mit der Fähigkeit zur Steuerung der Proxies der Proxies (Nusra Front, ISIS, Türkei, EU) und das Weißen Haus mit der Fähigkeit zur Steuerung der Proxies selbst (Türkei, EU) wollen und können sich nicht zu einem F r i e d e n s g e s p r ä c h an einen Tisch setzen (mitten im Wahlkampf).
    In diesem Zusammenhang ist die beginnende Kooperation zwischen RU und SA strategisch genau richtig und wichtig, um die Proxies und die Proxies der Proxies vom Verhandlungstisch zu separieren und humanitäre Fragen als „above negotiations“ zu i s o l i e r e n.
    Es scheint ernsthafte Kooperation zwischen Kreml und Weißem Haus zu geben.
    Es verhandeln SA, RU und USA (O b a m a / S a n d e r s).

    1. – D a s Pentagon mit der Fähigkeit zur Steuerung der Proxies der Proxies (Nusra Front, ISIS, Türkei, EU) und das Weißen Haus mit der Fähigkeit zur Steuerung der Proxies selbst (Türkei, EU) …

      Würde mich interessieren, wie die Steuerungsfähigkeit mit deiner Aussage vom 12. Jan. zusammenpasst:

      aus https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/01/11/syrische-armee-hat-salma-umzingelt/
      – Rußland und Deutschland und das heißt E u r o p a und seine Politik führen gerade die internationale Gemeinschaft an.

      Entweder man steuert / führt oder man wird gesteuert / geführt. Entweder man ist Proxy oder man ist keins. Oder es ist alles sehr viel komplexer. Vielleicht KRIEG ich deshalb den Knopf nicht aus deinen Verknüpfungen (s.u.).

      Die Amis auf Kurs
      kosh

      PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  3. „ihr aber strafrechtlich dadurch kein Ungemach drohe, weil sie, wenn überhaupt, dann jedenfalls keinen absichtlichen Geheimnisbruch begangen habe“
    Ignorantia legis non excusat („Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“) gilt in allen Rechtssystemen – sogar in den USA; „Thus, it is well settled that persons engaged in any undertakings outside what is common for a normal person, such as running a nuclear power plant, will make themselves aware of the laws necessary to engage in that undertaking. If they do not, they cannot complain if they incur liability.“ (zit. Wikip.) – soll heißen: jemand, dessen Beschäftigungsfeld spezialisiertes Wissen verlangt, wird vor dem Recht so behandelt als wisse er auch über alle rechtlichen Folgen, die mit seiner Beschäftigung zu tun haben, Bescheid und ist deshalb in die Verantwortung zu nehmen.
    (obwohl die Strafe in Fällen gemildert werden kann)
    Dh. im Falle des AUSSENMINISTERS und OBERSTEN DIPLOMATEN, muß unzweifelhaft davon ausgegangen werden, dass er/sie über Geheimhaltungsstufen Bescheid weiß, bzw. ist in jedem Fall verantwortlich – egal ob er nun ein Idiot sein mag und möglicherweise keine Ahnung hat.

    Dh. die Absicht Clintons ist gänzlich irrelevant, hierbei handelt es sich um jur. Winkelzüge, bzw. Desinformierung des Lesers.

  4. Die Geschichte mit den emails ist mehr als brisant und ich wundere mich nur, dass im Nachrichtenticker nicht schon längst die Nachricht aufgetaucht ist: Hillary Clinton verhaftet
    Untertitel: Die Anklage hat Beweise, dass H.Clinton Kriegswaffen an Al-Kaida geliefert zu haben.
    Alex Jones hat in einem seiner jüngsten Interviews mit CIA Veteran Robert Tosh Plumlee
    interessante Details dazu enthüllt.

    1. Hillary Clinton hat dafür gesorgt das die Nigerianische Terror Organisation „Boko Haram“ nicht auf dem Terroristen Liste kam. die Kurdische uralt Terroristen Organisation MEK, wurde von der Terroristen Liste genommen, teilweise heute in Albanien untergebracht, als Terror Bande und wohl grösste Drogen Bande der Welt. Empfangen von Claudia Klöckner CDU in 2015!

      Hillary Clinton hat soviel Dreck am Stecken, das man es kaum glauben kann.

      Iranian Dissidents Convince U.S. to Drop Terror Label

      http://www.nytimes.com/2012/09/22/world/middleeast/iranian-opposition-group-mek-wins-removal-from-us-terrorist-list.html?_r=0

  5. Merkel und der Österreicher haben s o recht.

    Die Fluchtbewegungen der durch wirtschaftliche Not und Kriege entwurzelten Menschen des Nahen und Mittleren Ostens sind mit der Politik und den Kriegen der westlichen Wertegemeinschaft verknüpft. Sie dienen als hervorragender Hebel um der Rede von einer europäischen Wertegemeinschaft G e h a l t und Nachdruck zu verleihen.

    Nicht verknüpft sind die massiven Fluchtbewegungen mit der zum Teil fehlenden und mangehaften Politik zum Schutz der A u ß e n g r e n z e . Die sicherheitspolitischen Fragen in Zusammenhang mit einer ungeschützten Außengrenze sind verknüpft mit Fragen einer Grenzpolizei und eines europäischen Heeres. Sie können als Hebel für den Aufbau einer europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik dienen.

    Die Europäer können diese Politik auch als eine g e m e i n s a m e mit RF, USA, T im Rahmen der internationalen Gemeinschaft aufbauen, im Zweifel aber durchaus auf Zeit auf den einen oder anderen unwillige Institution verzichten, falls sie sich nicht mit der europäischen Grundhaltung im Einklang mit der internationalen Staatengemeinschaft identifizieren kann.

    (Kommentar zur ‚Koalition der Willigen‘)

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