Ein Hauch „Arabischer Frühling“ in Istanbul

Nachdem der Arabische Frühling zum Jahreswechsel in Deutschland für Schlagzeilen sorgte, wehte am heutigen Donnerstag ein Hauch von Arabischem Frühling durch Istanbul.

Die Springerpresse meldet:

Neun Deutsche sterben bei IS-Attentat in Istanbul

… Der mutmaßliche Attentäter ist nach Angaben von Ministerpräsident Ahmet Davutoglu ein Ausländer, der der Extremistenmilz IS angehört. … Nach Informationen der türkischen Regierung wurde der Attentäter als 28-jähriger Syrer identifiziert. …

Wozu die Springerpresse nichts sagt, ist wer für die Entstehung des Terrorkalifats von ISIS verantwortlich ist. Dazu hat der ehemalige Leiter des US-Geheimdienstes DIA Michael Flynn jedoch, bezugnehmend auf ein inzwischen freigegebenes Geheimdienstdokument aus dem Jahr 2012 im Sommer 2015 in einem TV-Interview Stellung genommen und erklärt, dass es eine „bewusste Entscheidung“ der US-Regierung war, im Osten Syriens und im Westen Iraks die Entstehung eines Terror-Emirates herbeizuführen.

Dies hat die US-Regierung, gemeinsam mit ihren Komplizen der sich als „Freunde Syriens“ bezeichnenden Staatengruppe der Feinde Syriens, zu der neben den USA unter anderem die Türkei, Frankreich, Deutschland, Britannien, Saudi Arabien und Katar gehören, gemacht, weil sie sich davon versprach, das würde beim schon lange zuvor angestrebten Sturz der syrischen Regierung im Rahmen des von der George-W.-Bush-Regierung unter anderem mit dem MEPI-Programm vorbereiteten und von der Obama-Regierung mit der „Presidential Study Directive 11“ im August 2010 angeordneten Multi-Regime-Change-Projektes „Arabischer Frühling“ hilfreich sein.

Was gerade in Paris, Köln, Istanbul und anderswo zu beobachten ist, ist also, dass der von den sogenannten „Freunden Syriens“ begonnene multiple Regime-Change-Krieg sich langsam, aber zunehmend, auch dahingehend ausbreitet, wo er herkommt. Wer völlig zurecht empört ist über den sich ausbreitenden Terror, der sollte dafür nicht nur die nihilistischen Söldner von ISIS und besoffenen Randalierern geprägten Mobs in Köln und anderswo verantwortlich machen, die ihn direkt verbrechen, und schon gar nicht gläubige Muslime, die solche Verbrechen genau wie der große Rest der Menscheheit zutiefst verabscheuen, sondern vor allem darauf drängen, dass die Hintermänner und -frauen, die mit ihrer verbrecherischen Politik die Terrorflut vorsätzlich geschürt haben und noch schüren, Obama, Hollande, Erdogan, Cameron, Salman, Merkel und so fort, schleunigst von den Schalthebeln der Macht entfernt und für ihr Verbechen des Startens von reihenweise Angriffskriegen der 4. Generation zur Rechenschaft gezogen werden.

12 Gedanken zu “Ein Hauch „Arabischer Frühling“ in Istanbul

  1. Es ist doch ein wenig verdächtig, dass Erdogan sofort von einem syrischen Attentäter sprach. Vielleicht war es ein Türkei oder ein Saudi, wie andere Quellen berichten.

  2. Da hat Sultan Erdowahn vielleicht darauf spekuliert, dass Kanzlerin Raute ihr Schweigegelübte aufhebt und wie Hollande nach Paris umgehend den IS bombardiert. Der IS muss ja jetzt sehr verärgert sein, dass die Dame nicht mehr für den Schutz des geraubten syrischen und irakischen Öls getan hat.

  3. Solange die Dummen Deutschen als souveräne und somit verantwortliche Wähler kriegstreiberische Parteien wie die CDU/CSU oder SPD und Grüne alle vier Jahre im Amt wiederbestätigen, brauchen sie auch nicht zu jammern, wenn sie im Urlaub gesprengt werden. Das ist nun mal die bittere Konsequenz deutscher Auslandseinsätze. Dafür behält der Rest ja auch seine Komfortzone.

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