Große Erfolge im Anti-Terror-Kampf an unterschiedlichen Fronten in Syrien und Irak

Die Terroristen der zionistisch-wahhabitischen Achse erleiden gegenwärtig eine Niederlage nach der anderen. In den letzten Tagen gab es an unterschiedlichen Fronten im Anti-Terror-Kampf in Syrien und Irak große Erfolge.

Nach der erfolgreichen Befreiung der Terroristenhochburg Khan Touman südwestlich von Aleppo vor gut einer Woche, gab es an den Weihnachtstagen im Osten der Provinz Aleppo große Fortschritte im Anti-Terror-Kampf. Östlich des Euphrat ist es den Einheiten der von der kurdischen YPG geführten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) soeben gelungen, von Nordosten her kommend und mit US-Luftunterstützung gegen die Terrorbande ISIS kämpfend bis zum Tishreen-Damm vorzustoßen. Die syrische Armee hat westlich des Euphrats gleichzeitig eine Offensive gegen ISIS-Terroristen in der Umgebung des Militärflughafens Kuwairis gestartet und dabei den ISIS-Terroristen die Kontrolle über zwei Dörfer nördlich des Militärflughafens abgerungen. Die gleichzeitigen Offensiven der SDF und der syrischen Armee im Osten der Provinz Aleppo stellt die ISIS-Terroristen in der Provinz Alepppo vor das Problem des Zweifrontenkrieges, vor allem, was vor allem bedeutet, genug Kämpfer aufzutreiben, um an beiden Fronten östlich von Aleppo kämpfen zu können. Strategisch bedeuten die Fortschritte im Osten der Provinz Aleppo, dass der Terrororganisation ISIS nur noch ein rund 50 Kilometer breiter Korridor westlich des Euphrats für den Transport sämtlichen Nachschubs aus der Türkei in das restliche von ISIS beherrschte Gebiet verbleibt und ISIS über keine Brücke nördlich von Raqqa mehr über den Euphrat verfügt. Sollte es, wie es zu erwarten ist, der syrischen Armee und den kurdischen Volksverteidigungseinheiten in den nächsten Wochen und Monaten gelingen, diesen größtenteills aus Wüste und dünn besiedeltem Gebiet bestehenden Korridor zu schließen, so bedeutet das einerseits, dass die Terrororganisation ISIS damit von sämtlichem Nachschub aus der Türkei abgeschnitten ist, und andererseits, dass es dann eine Landverbindung zwischen den vom syrischen Staat und den von kurdischen Volksverteidigungseinheiten kontrollierten Gebieten in Syrien gibt, über die leicht beliebige Mengen an Wirtschaftsgütern und militärischem Nachschub von Damaskus aus in den von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten beherrschten Nordosten Syriens transportiert werden können.

Die Probleme der Terrororganisation ISIS, genug Terroristen zur Sicherung der wichtigen Versorgungslinie aus der Türkei durch den Osten der Provinz Aleppo zusammenzutrommeln, verschärfen sich dadurch, dass gleichzeitig die irakische Armee zusammen mit Freiwilligenverbänden eine Großoffensive auf das bislang noch von ISIS-Terroristen beherrschte Zentrum von Ramadi, der Hauptstadt der irakischen Provinz Anbar gestartet hat. Rund 90% von Ramadi sollen bereits vom Terror befreit sein und es ist zu erwarten, dass auch der Rest von Ramadi bald befreit wird, die ISIS-Terroristen anschließend in weiten Teilen der Wüstenprovinz Anbar zurückgeworfen werden, und die irakische Armee anschließend die Befreiung der Millionenstadt Mossul von der Herrschft der ISIS-Terroristen in Angriff nimmt, wenn es den Terroristen von ISIS nicht schnellstens gelingt, größere Einheiten von Kämpfern an die Front in Ramadi heranzuführen. Doch die sind nicht in Sicht. Die Fronten von ISIS in Syrien und Irak sind, wie die kürzlichen Niederlagen von ISIS in Al-Hawl in der syrischen Provinz Hasaka und Sinjar in der irakischen Provinz Nineve zeigen, bereits bis zum Zusammenbruch ausgedünnt, Freiwillige aus arabischen und westlichen Staaten, die sich der Verlierertruppe von ISIS anschließen wollen, finden sich kaum noch, und der ISIS-Großsponsor Saudi Arabien braucht seine Terrorsöldner zunehmend für den katastrophal laufenden saudischen Krieg gegen den Jemen direkt vor seiner Haustür.

So ist es zu erklären, dass die Terroristen von ISIS udn Al Kaida sich bereit erklärt haben, ihre Stellungen südlich von Damaskus in Mokhayam Yarmouk, Qadam und Hajjar Aswad aufzugeben, und die rund 3000 Terroristen von ISIS und Al Kaida, die diese Stellungen südlich von Damaskus bislang gehalten haben, von der UNO unter Aufgabe ihrer schweren Waffen nach Raqqa und Marea evakuieren zu lassen, von wo aus sie dann an die verschiedenen ISIS-Fronten, vornehmlich wohl in der syrischen Provinz Aleppo und der irakischen Provinz Anbar verteilt werden sollen. Ein weiterer entscheidender Faktor bei der Kapitulation der Terroristen in Mokhayam Yarmouk, Qadam und Hajjar Aswad dürfte gewesen sein, dass es der syrischen Armee am Freitag gelungen ist, die Nachschublinie von Moadamiya nach Daraya zu durchtrennen, über die der Nachschub von Jordanien und Israel zu ISIS und Al Kaida bislang in die südlichen Vororte von Damaskus gelangt ist. Für die Terrororganisationen ISIS, der zum Halten ihrer Fronten Zehntausende Terroristen fehlen, ist ein Nachschub von 3000 Terroristen nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da die syrische und russische Luftwaffe 3000 Terroristen locker in einem Monat eliminiert und sie dann an ihren verschiedenen Fronten wieder so dastehen wie zuvor, aber für Syrien ist die Evakuierung dieser Terroristen aus dem Damaszener Umland ein großer Gewinnn. Nach der Evakuierung von reichlich Terroristen aus den Damaszener Vororten Zabadani und Qudsaya sowie aus der Homser Vorstadt Waer bedeutet die Evakuierung Tausender Terroristen aus Mokhayam Yarmouk, Qadam und Hajjar Aswad für Syrien, dass der westliche Kern Syriens zunehmend terrorfrei wird. Die Herrschaft des beliebten syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad über den dichtbesiedelten Westen Syriens wird damit immer fester.

Was für die syrische Regierung und ihre Partner im Großraum Damaskus noch zu tun bleibt, ist die Eliminierung des Terrorismus im östlichen Damaszener Umland Ost-Ghouta. Auch dabei gab es in den letzten Tagen deutliche Fortschritte. Im Süden von Ost-Ghouta war es der syrischen Armee vor einigen Tagen gelungen, die Ortschaft und den Luftwaffenstützpunkt Marj Al-Sultan von Terroristen zu befreien. Am Freitag gelang es der syrischen Armee und ihren Partnern, Zahran Allosh, den insbesondere von Saudi Arabien, der Türkei und Israel unterstützten Chemiewaffen-Terroristenboss von Ghouta zu eliminieren, der sich ganz der jeweiligen Terroristenmode folgend mal als moderater FSA-Chef von Damaskus und mal als Chef einer pan-islamischen Islam-Armee portraitieren ließ, der den verstorbenen Terroristen Osama Bin Laden verehrt und Andersgläubige stolz zu Tode foltert und ausrotten will. Die Eliminierung von Zahran Alloush und einigen seiner engsten Terrorkumpane birgt das Potenzial, dass die bislang unter dem Kommando von Alloush stehenden Terrorgruppen demnächst zersplittern, was es der syrischen Armee ermöglichen könnte, Ost-Ghouta leichter vom Terror zu befreien. Bemerkenswert ist weiterhin, dass die südlich von Damaskus aktiven Terroristen von ISIS und Al Kaida nach dem Tod von Ex-FSA-Boss Zahran Alloush ihre Evakuierung nach Raqqa und Marea zunächst ausgesetzt haben, wodurch der Eindruck verfestigt wird, dass viele der von Saudi Arabien, der Türkei und Israel gesponsorten Terroristen in Syrien und im Irak, gleich ob sie unter den Fahnen von FSA, Islam Armee, Al Kaida oder ISIS auftreten, trotz gegenteiliger öffentlicher Behauptungen tatsächlich eng zusammenarbeiten.

Dazu passt nicht nur, dass Terroristen von Al Kaida, FSA und SNC zum Tode von Alloush allesamt kondoliert haben, sondern auch, dass Terroristen von Al Kaida und FSA angesichts der Fortschritte der YPG und der syrischen Armee östlich von Aleppo nördlich von Aleppo einen Entlastungsangriff gestart haben, obwohl diese von der Türkei unterstützten Terroisten öffentlich so tun, als würden sie die ebenfalls von der Türkei unterstützten Terroristen von ISIS nicht mögen. Heraus kam bei der Großoffensive von Al Kaida und FSA gegen die syrische Armee in Bashkui nördlich von Aleppo allerdings nichts, von großen Verlusten beider Seiten abgesehen.

In der Provin Latakia erzielte die syrische Armee unterdessen sowohl in den Jabal Al Turkmen als auch in den Jabal Al Akrad weitere Geländegewinne im Kampf gegen die türkischen und von der Türkei unterstützten Terroristen, gleich ob die da von der Türkei unterstützten Terroristen sich gerade als ISIS, Al Kaida, Graue Wölfe, FSA, Turkmenen, Turkistan Islamic Party, Ahrar Al Sham oder sonstwie bezeichnen. Der Chef des türkischen Regimes, Erdogan, lässt unterdessen weiterhin im Südosten der Türkei Kinder und Jugendliche, die seinen Terror satt haben, mit Panzern beschießen, während er gleichzeitig seine Verbundenheit mit dem Zionismus dadurch bekundet, dass er eine engere militärische Zusammenarbeit der Türkei mit dem zionistischen Apartheitregime anstrebt.

Nachtrag 27.12.2015: Letzte Meldungen besagen, dass die YPG/SDF-Kräfte außer dem Tishreen-Damm auch schon die Ortschaft Tishreen rund zwei Kilometer westlich des Dammes befreit haben:

Damit hat die YPG nun eine Brücke und einen Brückenkopf über den Euphrat. Bis zur Vereinigung der YPG mit der Syrischen Armee im Kweiris-Flughafen sind es nur noch weniger als 50 Kilometer, und es geht da nur durch nahezu unbewohnte Wüste – perfektes Gelände für Kräfte, die mit Luftunterstützung operieren. Bis die YPG und die Syrische Armee sich östlich von Aleppo treffen und ISIS den Nachschub aus der Türkei abschneiden, dürfte es damit nur noch eine Frage der Zeit sein. Das kann Monate oder Wochen dauern. Es könnte aber auch sehr schnell gehen, in Tagen oder Stunden, denn 50 Kilometer ohne nennenswerten Gegner durch die Wüste zu fahren, muss nicht lang dauern.

Nachtrag 27.12.2015 17:30h: Die nächste erwartete Klatsche für die Verlierertruppe ISIS: Irakische Kräfte haben soeben den Regierungskomplex im Zentrum von Ramadi unter ihre Kontrolle gebracht und damit ISIS in Ramadi besiegt.

23 Gedanken zu “Große Erfolge im Anti-Terror-Kampf an unterschiedlichen Fronten in Syrien und Irak

  1. ICH HABE EINE FRAGE OB ES DIE SYRISCHE ARMEE UND DIE KURDISCHEN VOLKSEINHEITEN GELINGEN WIRD GANZ RAQQA EINZUNEHMEN ICH MEINE NUR DAS JETZT IN RAQQA VERSCHIEDENE TERRORISTENGRUPPEN EINGENESTET SIND

    1. G.h. Villagra

      ICH HABE EINE FRAGE OB ES DIE SYRISCHE ARMEE UND DIE KURDISCHEN VOLKSEINHEITEN GELINGEN WIRD GANZ RAQQA EINZUNEHMEN

      Ja, selbstverständlich. Nur es dauert noch ein bisschen. Dieses Jahr wird das ganz sicher nichts mehr, aber 2016 könnte das durchaus gelingen, und noch deutlich mehr dazu.

      Mit der Befreiung der Millionenstadt Mossul würde ich aber eher erst für 2017 oder später rechnen. Das, und nicht die vergleichsweise kleine Stadt Raqqa, ist der große und harte Brocken, der noch übrig ist.

  2. G.h. Villagra

    ICH HABE NOCH EINE FRAGE WARUM DIE YEMENTISCHE VOLKSGRUPPE DIE HOUTHIS NICHT DIE ISIS ODE AUCH DIE AL QAIDA BEKÄMPFEN

    Sie tun das, und zwar sehr engagiert und erfolgreich, was auch eigentlich von allen Seiten zugegeben wird. Saudi Arabien versucht mit seinem Krieg gegen den Jemen nicht zuletzt seine Al-Kaida-Proxies in Jemen vor der Vernichtung durch Houthis und die jememitische Armee zu retten, so wie das dem von Saudi Arabien unterstützten Al-Kaida-Kumpan Ali Mohsen gegangen ist.

    Im Parteibuch finden sich eine ganze Menge Artikel zum Jemen, einfach mal nachlesen, hier:

    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/tag/jemen/

  3. okay ich habe noch eine nachricht aus ukraine gehört das noch eine weitere bürgewehr namens cherson das sie satt haben mit der kiewer regierung und ich könnte mir vorstellen das die neue bürgerwehr vielleicht mit den donbass rebellen und lugansker rebellen verbünden

  4. kommendes Jahr, wo die Korruptions-Armut in der Ukraine besonders grassieren wird und die Staatsschulden nimmer zurückzahlbar werden, wird sich Unmut in der Bevölkerung erheben, als auch Erdogans Graue Wölfe bereits in Erscheinung getreten sind und Anschläge verüben werden, ist der Zeitpunkt gekommen, dass alte Partisanenverbände aus dem Chaos auftauchen werden.

  5. Ich hätte mehrere Frage. Vorstoss Kurden an Tisherdamm und eroberung neue Gebiete wird bei Zukunft Syrien eine wichtige Rolle spielen. Wenn alles leuft nach Plan, am Schluss bleiben SAA und Kurden übrig. Ich kann mich gut vorstellen, dass USA sich ihre Freunde aus IS fallenlässt und sich Kurden noch nähert. Wie wird teilung und welche Status werden Kurden haben? Wird es noch ein Staat oder wird ein krieg zwischen Kurden und SAA ausbrechen?
    Tiger Angriff nordlich von Flughaffen gibt für mich gar kein Sinn. Wieso stossen Tigars nicht gegen Aleppo und schneiden Islamisten ab? Oder ein Vorstoss nach Süden richtung See? Auch Vorstoss nach Osten richtung Deir Hafir hätte ein Sinn haben, aber auf Nord ist nicht mal Entlasstungs Angriff.
    Wieso ist eroberung von Maheen so schwer?
    In Süden Aleppo ist M5 noch nicht geschnitten. Nur unter Feuer Kontrolle. Wie geht dort weiter? In Almasdar steht heute ein Plan mit 3. Phase Ofensive aber sehr ehrgeizig.
    Und in Latakia grössere Städte sind immer noch unter Islamisten.
    Ich bedanke mich für Antwort.

    1. zgvaca

      Ich hätte mehrere Frage.

      Nun denn.

      Wenn alles leuft nach Plan, am Schluss bleiben SAA und Kurden übrig.

      Ja, so sieht es aus. Gegenwärtig gibt es noch vier Hauptkriegsparteien:

      SAA, YPG/SDF, ISIS und Al Kaida. ISIS, Al Kaida und Co werden eliminiert, weil sie Terroristen sind, und dann bleiben SAA und YPG/SDF übrig.

      Ich kann mich gut vorstellen, dass USA sich ihre Freunde aus IS fallenlässt und sich Kurden noch nähert.

      Das passiert ja schon seit über einem Jahr, wie die Unterstützung der USA für die YPG mit Luftwaffe und Waffenlieferungen zeigt.

      Wie wird teilung und welche Status werden Kurden haben?

      Es wird eine neue Verfassung geben, in der Regionen regionale Selbstverwaltung bekommen können. Genau das werden die Kurden in Nordsyrien Anspruch nehmenm, und vielleicht einige andere Gruppen auch, etwa die Drusen in Sweida in Südsyrien.

      Wird es noch ein Staat oder wird ein krieg zwischen Kurden und SAA ausbrechen?

      Ein Krieg zwischen YPG und SAA ist nicht zu erwarten, denn im Grunde haben sich die syrische Regierung und die PYD schon bei den Moskauer Gesprächen auf die grundsätzlichen Parameter der regionalen Selbstverwaltung geeinigt.

      Tiger Angriff nordlich von Flughaffen gibt für mich gar kein Sinn. Wieso stossen Tigars nicht gegen Aleppo und schneiden Islamisten ab? Oder ein Vorstoss nach Süden richtung See? Auch Vorstoss nach Osten richtung Deir Hafir hätte ein Sinn haben, aber auf Nord ist nicht mal Entlasstungs Angriff.

      Eine gewisse Entlastung verschaffen die Angriffe der SAA nördlich vom Kweiris-Airport den YPG schon, denn auch damit binden sie ISIS-Kräfte. Ansonsten: das Ziel der SAA ist es nicht, die lokale Bevölkerung mit Gewalt zu unterwerfen, sondern sie zur Aufgabe und zum Überlaufen zu bewegen. Dazu wird oft und lang mit lokalen Bevölkerungsteilen verhandelt, auch wenn sie sich Extremistengruppen angeschlossen hat. Dieses Vorgehen sorgt dafür, dass in befreiten Gebieten nicht erneut Partisanenaktivität gegen die syrische Armee entsteht. Während der Verhandlungen gibt es meist so etwas wie einen inoffziellen – und oft nur teilweisen – Waffenstillstand. Die syrische Armee greift da an, wo solche Verhandlungen nicht möglich sind, etwa weil das Gebiet von auswärtigen Terroristen beherrscht wird. Deshalb sehen die Offensiven der Armee oft seltsam aus, und wenn man die militärischen Lagekarten betrachtet, scheinen sie wenig Sinn zu machen. Nur hier handelt es sich eben nicht um den Kampf von Armee gegen Armee. Unter sozialen Gesichtspunkten, die auf den Lagekarten nicht abgebildet sind, aber im Bürgerkrieg letztlich entscheidend sind, ergibt die Strategie der Armee meist viel mehr Sinn als unter militärischen.

      Wieso ist eroberung von Maheen so schwer?

      Militärisch wäre das einfach, aber das hält dann nicht, wie die kürzliche Befreiung und der anschließende Verlust von Mahin gezeigt haben. Ein großer Teil der Bevölkerung da unterstützt hartnäckig ISIS, und wie oben gesagt, das Ziel der Armee ist es, diese Bevölkerungsteile zum Umdenken zu bewegen. Das wird irgendwann funktionieren, dauert aber.

      In Süden Aleppo ist M5 noch nicht geschnitten. Nur unter Feuer Kontrolle. Wie geht dort weiter?

      Militärisch kann die Armee von ihren Positionen südlich von Aleppo nun in alle Richtungen, nach Nordwesten Richtung Khan Al Assal, nach Westen Richtung Kafr Halab, nach Südwesten Richtung Fua und nach Süden Richtung Sarakib. Praktisch wird die Armee dahingehen, wo entweder ein wesentlicher Teil der lokalen Bevölkerung die Anwesenheit der Armee wünscht oder wo es nur noch auswärtige Extremisten gibt, die eliminiert werden müssen.

      Und in Latakia grössere Städte sind immer noch unter Islamisten.

      Die unter Kontrolle von Islamisten stehenden Ortschaften in Latakia sind ziemlich klein. Selbst Salma hat nur ein paar Tausend Einwohner und gleicht eher einem größeren Dort denn einer Stadt. Der Kampf in Latakia wird so geführt, dass die syrische Armee zunächst die Berge besetzt, und dann die meist im Tal liegenden Ortschaften zum Umdenken, zum Überlaufen und zur Kapitulation auffordert. Das dauert dann, bis die Leute in den Ortschaften sich entscheiden, zu kapitulieren und überzulaufen.

      Ich bedanke mich für Antwort.

      Nichts zu danken.

  6. Mal so ein Gedanke….
    Vielleicht wurde Allosh und Kumpanen von interessierter Seite“geopfert“, um eben diesen Verbrüderungseffekt der südl. von Damaskus operierenden Terroristen mit den in Ost-Gotha operierenden Terroristen zu erreichen?
    Da dieser interessierten Seite ein Abzug der Terroristen nicht ins (eh schon gescheiterte) Konzept passt….?

    Was noch auffällt und verwirrt…..
    Russland „arbeitet“ mit Israel zusammen…..
    Israel unterstützt Terroristen in Syrien…..
    Russlands Beziehungen zur Türkei sind schlecht…..
    Türkei verbessert zusammenarbeit mit Israel und baut diese weiter aus….
    Russland in Koalition mit SAA, Hizbollah, NDF usw. gegen u. a. türkisch, israelisch unterstützte Terroristen in Syrien……
    Russland sichert kompetten syrischen Luftraum u. a. mit S 400…..
    Israel fliegt Luftangriffe in Syrien gegen, mit Russland koalierende, Hisbollah und Russland greift nicht an/ein…auch die SAA, die ja S 300 haben sollen, nicht…????

  7. Der größte Erfolg des „war on terror“ in Syrien im Unterschied zum dritten Golfkrieg ist die Etablierung einer Opposition dazu auf intra- und supranationalen Ebenen. Diesen Wandel im S t i m m u n g s b i l d der internationalen Gemeinschaft, durch den das Schrecken wieder in einen legalen Rahmen gestellt wurde und die Finanzierung diverser Schreckgruppen in den Blickpunkt rückt, wird durch den militärischen Oberbefehl des US-Militärs insofern Rechnung getragen, daß eine Koordination mit der Türkei/ISIS sowohl hinsichtlich der Kanalisierung des Ölschmuggels über den Nordirak, des Flußes von Kämpfer in die andere R i c h t u n g Zentralsyrien (Deir Ezzor, Palmyra, Homs) und schließlich der Geldmittel zu jenen, die sich dieser Gleichschaltung fügen und nun als politischer Arm der O p p o s i t i o n als dem Schrecken feindlich gegenüberstehend, und der militärischen Koalition das M i l i t ä r i s c h e überlassend, genannt wird.

  8. Auch im Osten der Provinz Homs(Palmyra) kommen die IS-Terroristen immer stärker unter Druck.

    http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941006000416
    http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941006000958
    http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941005000329
    http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13941006000565

    Ich persönlich glaube, dass viele Fronten des IS bereits in den nächsten Wochen zusammenbrechen und nicht erst in einigen Monaten.

    Und sobald IS einmal ein Verliererimage hat werden sich auch viele bis jetzt mit IS verbündete Stämme von IS abwenden.

  9. „Es wird eine neue Verfassung geben, in der Regionen regionale Selbstverwaltung bekommen können. Genau das werden die Kurden in Nordsyrien in Anspruch nehmenm, und vielleicht einige andere Gruppen auch, etwa die Drusen in Sweida in Südsyrien.“

    Welche Rolle würde die Türkei bei einem solchen Szenario spielen? Ich kann mir schlecht bis gar nicht vorstellen das die herrschende Elite der Türkei auch nur im Ansatz akzeptieren könnte das sich im Norden Syriens, also an ihrer südlichen Grenze, sei es auch nur ein „halb“ souveräner kurdischer Staat bildet der international anerkannt wird. Vor allem nach der Tatsache das die Türkei alle möglichen extremistischen Gruppen in Syrien und Co. unterstützt hat die Massaker an Kurden begangen hat bzw. was sich die Türkei gerade in der Ost-Türkei leistet und schon geleistet hat.

    1. Russian Muslim

      Welche Rolle würde die Türkei bei einem solchen Szenario spielen?

      Keine.

      Ich kann mir schlecht bis gar nicht vorstellen das die herrschende Elite der Türkei auch nur im Ansatz akzeptieren könnte das sich im Norden Syriens, also an ihrer südlichen Grenze, sei es auch nur ein “halb” souveräner kurdischer Staat bildet der international anerkannt wird.

      Die herrschende Elite der Türkei ist Verlierer des selbst entfachten Krieges gegen Syrien. Kriegsverlierer bestimmen nicht die Nachkriegsordnung.

      1. Mag sein, das in dem Syrien-Krieg die Türkei zu den Verlieren gehört, nur sollte man diese vor allem zahlenmäßig starke Armee nicht unterschätzen. Und bisher bekommen die Kurden nur Waffen, die zur Bekämpfung des Daesh ausreichen, mit den aber gegen die türkische Armee keine Chance hat, alos Bodem-Luftrakaten oder gar Systeme wie das S300. Und das Kurdenthema ist für die Türkei eine innertürkisches Problem, und selbst wenn Erdogan nicht mehr sein sollte, die Armee ist in diesem Land mächtig. Und die NATO und allen voran die USA sehen die Türkei als Bohlwerk im Nahen Osten auch gegen den Erzfeind Iran.
        Ein Syrischer Kurdenstaat dürfte es schwer haben. Und selbst der syrischen Elite dürfte ein kurdischer Pufferstaat zur Türkei ganz gelegen sin, der von der Türkei auch wirtschaftlich schwach gehalten wird.
        Für die Kurden dürfte somit ein Verbleib im syrischen Verbund die bessere Lösung sein, zumal ich fest davon ausgehe, das am Ende ein UNO-Mandat unter Führung der Chinesen stehen wird. Das wohl beste was Syrien passieren könnte

      2. Lutz

        1. Es wird keinen kurdischen Staat auf syrischem Boden geben, die von allen Großmächten diesbezüglich klar unterstützten UN-Resolutionen sind da eindeutig: Stichwort „Integrität des syrischen Staatsgebietes.“ Es wird regionale Selbstverwaltung geben.

        2. Sollte die Türkei in Syrien in großem Stil einmarschieren, wird sie ein Desaster erleben, ähnlich oder schlimmer noch als wie die Saudis es gerade im Jemen erleben – und es scheint zumindest so, dass den türkischen Militärs das im Unterschied zu den Saudis auch bewusst ist. Potentiell müsste die Türkei dabei damit rechnen, es mit der YPG, der syrischen Armee, anti-türkischen arabischen Freischärlern, Iran, Russland – und sogar den USA gleichzeitig zu tun zu bekommen, denn die USA betrachten die YPG-Kurden als ihren wichtigsten Anti-Terror-Partner in Syrien. Das ist auch der Grund, warum Erdogan ebenso verzweifelt wie erfolglos versucht, mit einer von seinem Kumpan Barzani geleiteten Kurden-Truppe namens „Peshmerga von Rojava“ in Nordsyrien Fuß zu fassen, anstatt die türkische Armee in Nordsyrien einzusetzen.

        3. Die USA betrachten Iran nicht mehr als ihren Erzfeind. Deswegen haben die USA gerade den Nukleardeal mit dem Iran gemacht, der Iran stärkt. Es gibt zwar eine Fraktion in den USA, die das nach wie vor so sieht, nämlich die Israel-Lobby, doch die hat gerade nicht die Kontrolle über das US-Militärkommando. Sollte ein Lakai der Israel-Lobby die US-Präsidentschaftswahlen 2016 gewinnen, würde sich das zwar wahrscheinlich ändern, aber noch hat die Lobby die Wahlen nicht gewonnen, und bis es soweit ist, ist es noch etwas hin.

        Für die Kurden dürfte somit ein Verbleib im syrischen Verbund die bessere Lösung sein

        Eben drum wurde auch genau das zwischen der PYD und der syrischen Regierung in Moskau ausgehandelt.

  10. Es geht nicht um den direkten Einmarsch der Türkei in Syrien, es geht darum, das es wohl niemanden gelingen wird, die Türkei davon ab zu halten, Ihren Krieg in der bisherigen Art fort zu setzen, so wie im Irak durch kurze militärische Schläge oder wie in Syrien durch eingeschleuste Rebellen.
    Um das zu beenden, müsste man selbst in die Türkei einmarschieren, doch die Türkei ist unter dem Schutz der NATO, was wir gerade eindeutig gezeigt bekommen. Selbst unter dem Szenario, das die EU auseinander bricht und da die NATO mitreist, wird gerade die USA diesen unsinkbaren Flugzeugträger – im Süden Russlands und im Westen des mittleren Ostens und dem Beherrscher der Zufahrt ins Schwarze Meer – nicht fallen lassen und die Türkei damit weiterhin einen Freibrief erhalten, die Kurden klein zu halten.
    Die Vereinbarungen von Moskau schön und gut, nur spielen da noch paar mehr mit: Die PKK in der Türkei, der mit Sicherheit entstehende kurdische Staat im Irak und syrische Kräfte denen es lieber wäre, den Konflikt Kurden Türkei aus den vielen syrischen Problemen heraus zu halten. Diesen wäre ein eigener kurdischer Staat in Syrien lieber. Auch so und dem Hauptverbündeten Russland und Iran könnte es recht sein, wenn die Spannungen Türkei/Kurden weiter geht. Es schwächt die Türkei, im Iran leben auch Kurden und für Russland stellen die Kurden kein Problem dar.
    Hinzu kommt, das die Kurden ja nicht unbedingt Assad freundliche Koalitionen eingegangen ist.
    Ich wäre vorsichtig, mich fest zu legen, ob es einen kurdischen Staat in Syrien gibt oder nicht.

  11. Die Sorge habe ich auch, denn ich traue es Erdogan zu diesen Fehler (Einmarsch in Syrien) zu machen. Sollte sich in diesem Fall die USA nicht auf die Seite der Türkei stellen, oder sogar die Türkei indirekt oder direkt bekämpfen dann brauchen die USA garnicht mehr in die Nato zu investieren sondern können sie gleich begraben …

  12. Souveränität des Staates, Integrität des Staatsgebiets, säkulare Verfasstheit, sowie Waffenstillstand, Wahlen und eine neue Verfassung wurden in Wien f e s t g e s c h r i e b e n (parteibuch berichtete).
    Zusammen genommen mit der Erklärung des Sicherheitsrats zum internationalen Terrorismus und seiner Bekämpfung im Rahmen geltenden Rechts dürfte eben dieses von Rang internationalen Rechts und mit dem Willen versehen, von der internationalen Gemeinschaft auch exekutiert zu werden anzussehen sein. – Und da bleibt jetzt die Frage realpolitisch, ob sich eher die Sektierer durchsetzen oder die klassischen Imperialisten?Für den normalen Medienkonsumenten ist da nur mehr eine Nebelwand zu sehen! – T e c h n i s c h, immerhin..

  13. Ich bedanke mich für Antworten, aber desto ich länger schaue diese Konflikt, desto verstehe ich weniger.Das IS verliert Ramadi ohne Verstärkung geschickt zu haben kann ich nachvollziehen. Das sie auch Tishreen Damm verlieren ohne grösse Wiederstand kann ich schwer nahvollziehen. Aber ich kann nicht nachvollziehen, dass alle diese Niederlage in Osten keine Resultate auf Front in Westen hat? IS muss versuchen eine Gegenofensive zu Tishreen oder mindestenz versuchen zu stoppen kurdische Vorstoss zu Manbij. Das muss Front in Westen schwächen? Aber ich sehe keine Vorbereitung SAA für eine grösse Ofenzive? Kuweirs Flughaffen ist nicht geeignet dafür, aber trotzdem erwartete ich mehr als 2 Dörfer zu erobern.

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