Panik im US-Establishment

Während bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 auf der demokratischen Schiene mit einer soliden Führung der von Haim Saban betreuten Kriegsverbrecherin Hillary Clinton für die zionistische Mafia alles nach Plan zu laufen scheint, droht auf der rechten Außenbahn ein Durchbruch gegen die Lobby: Donald Trump.

Die Wahlen gehen langsam in die entscheidende Phase. Anfang Februar beginnen in Iowa die Vorwahlen und nach dem „Supertuesday“ Anfang März ist der Drops üblicherweise gelutscht. Da ist dann meistens klar, wer sich durchgesetzt hat. Selten geht der Vorwahlkampf wie 2008 bei den Demokraten, wo Clinton gegen Obama erst im Juni verlor, nach dem Supertuesday noch wirklich weiter. Wenn die zionistische Kriegsmafia am Supertuesday beide Bahnen mit ihren Lakaien besetzt hat, kommt es auf die allgemeine Wahl im November kaum mehr an. Da entscheidet sich dann bloß noch, ob die USA in den nächsten Jahren die von der zionistischen Lobby vorangetriebenen Angriffskriege demokratisch als humanitäre Missionen oder republikanisch als Abwehrmaßnahmen gegen aufgebauschte Bedrohungen vermarkten werden.

Wie im Parteibuch bereits ausführlich berichtet wurde, hat die Israel-Lobby bei der als Marketing-Gag für seine Firma betrachteten Kandidatur von Trump nicht aufgepasst, und es hat Monate gedauert, bis sie gemerkt hat, dass Trump nicht nur populär ist, sondern er auch unabhängig vom Geld der Lobby ist und den Zielen Israels funadamental entgegengesetzte geopolitische Positionen wie das Festhalten am Nukleardeal mit dem Iran, die Unterstützung der führenden Rolle Russlands beim Kampf gegen ISIS und die Akzeptanz der Herrschaft von Bashar Al Assad in Syrien vertritt.

Doch trotzdem nahm die Israel-Lobby die Kandidatur Trumps nur insofern ernst, dass Trump seine Basis für eine Kandidatur als Unabhängiger mitnehmen könnte, um damit Stimmen von den Republikanern abzuziehen und Clinton so zum Sieg über die Republikaner zu verhelfen. An die Idee, dass Trump wirklich ein ernsthafter Kandidat sein könnte, der gegen den Willen des Establishments der Partei, oder anders ausgedrückt, der bei den Republikanern tonangebenden Israel Lobby, ernsthaft und chancenreich um die republikanische Nominierung kämpft, haben die Wahlkampfstrategen der Lobby trotzdem nicht gedacht, nicht mal nachdem Trump in Umfragen unter Republikanern klar in Führung lag, denn gegen den Willen des Establishments der Partei die Nominierung zu bekommen, gilt als nahezu unmöglich. Der Meinung unzähliger Wahlkampfexperten zufolge hätte die Kampagne von Donald Trump nach ihrem relativen Hoch im Sommer schon längst zusammenklappen müssen, so wie es mit anderen exzentrischen Hochfliegern im Jahr vor der Wahl bislang immer passiert ist, doch Trump wurde nicht schwächer, sondern stärker. Bei seinem Auftritt vor der „Republikanischen Jüdischen Koalition“ (RJC), die sozusagen den offiziellen Arm der Israel-Lobby in der republikanischen Partei darstellt, hat Trump der zionistischen Mafia kürzlich schließlich auch ganz offen den Fehdehandschuh hingeworfen, und das in der Höhle des Löwen:

Doch auch massive Attacken der zionistischen Lobby und ihrer Propagandaorgane scheinen Trump nicht zu schwächen, sondern eher im Gegenteil bei seinen Anhängern so etwas wie einen Widerstandseffekt auszulösen, der ihn weiter stärkt. Inzwischen liegt Trump in Umfragen unter Anhängern der Republikaner bei 30 bis 40%, während der bestplatzierte Zweite jeweils deutlich unter 20% liegt.

Kaum mehr als sieben Wochen, einschließlich der Feiertage, bleiben der Lobby noch bis Iowa, um Trump vom Sockel zu stürzen. Während einige Wahlkampfexperten der Lobby immer noch cool bleiben, und darauf bauen, dass ein Außenseiter in der US-Politik keine Chance hat, wird anderen Teilen der Lobby inzwischen mulmig. Man könnte auch sagen, langsam breitet sich Panik bei der Mafia aus. Ihr führendes Propaganda-Blättchen „Washington Post“ schreibt, das republikanische Establishment habe gerade einen „Herzanfall“ erlitten.

Es ist natürlich so, dass Trump noch längst nicht gewonnen hat. Es ist davon auszugehen, dass sich die Umfragewerte zur US-Präsidentschaftswahl noch drastisch ändern werden, bis am 1. Februar in Iowa das erste Mal und eine Woche später in New Hampshire das zweite Mal echte Stimmen zur Präsidentschaftswahl abgegeben und ausgezählt werden. Zudem unterscheiden sich die nationalen Umfragewerte von denen im religiös-konservativ geprägten Iowa, wo Trump möglicherweise gar nicht so klar in Führung liegt, und von denen im eher liberalen New Hampshire erheblich und die tatsächlich erhaltenen Stimmen können von den Umfragewerten auch nochmal drastisch abweichen. Und selbst wenn Trump Iowa und New Hampshire gewinnen sollte und dadurch einen Boost erhalten sollte, ist davon auszugehen, dass die schwerreichen Israel-Lobbyisten der Republikaner bis zum Supertuesday alles unternehmen werden, um den ihnen missliebigen und völlig unterschätzten Kandidaten Trump doch noch zu stoppen, etwa indem sie die Kandituren ihrer schwächelnden Lieblinge Rubio, Bush und Christie zugunsten des anscheinend etwas populäreren, aber der Lobby als nicht sehr zuverlässig geltenden Cruz aufgeben. Und wenn das Rennen am Supertuesday noch nicht entschieden ist, ist zu erwarten, dass die Lobby auch danach weiter alles unternehmen wird, um Trump zu stoppen. So ist es wohl zu erklären, dass einige Vertreter der Lobby, auch Joffe vom deutschen Bilderberger-Blättchen „Die Zeit“, immer noch zu denken scheinen, dass Trump keine Chance hat, und die Lobby auch dieses Mal wieder beide, sowohl die demokratische als die republikanische, Spuren besetzen kann.

Trump weiß genau, dass die Lobby mit allen Mitteln darauf aus ist, seine Kandidatur zu verhindern, um das PNAC-Kriegsprojekt fortsetzen zu können, und er spielt sein Blatt weiter ungemein geschickt. Die jüngsten Attacken von Netanjahu und republikanischen Politikern gegen ihn konterte Trump nicht nur mit der Absage seiner Reise nach Israel, sondern auch mit einem dezenten Hinweis auf eine Studie, derzufolge 68% seiner Anhänger ihn als unabhängigen Kandidaten unterstützen würden. Trump hatte zwar im September schriftlich versprochen, nicht als Unabhängiger anzutreten, und er erklärte dazu auch nochmal, dass er das nicht will, aber zeigt mit dem Hinweis, dass, wenn das Establishment der republikanischen Partei falsch spielt oder gegen ihn arbeitet, er die Möglichkeit hat, jede andere republikanische Kandidatur zu sabotieren und Clinton zur Präsidentin zu machen. Dass Politiker manchmal, etwa aufgrund besonderer Umstände, Versprechen brechen, hätte der republikanischen Partei, die noch jedes ihrer Versprechen gebrochen hat, eigentlich bewusst müssen, als sie Trumps Versprechen, nicht als Unabhängiger anzutreten, entgegennahm. Doch jetzt könnte es zu spät für Gegenmaßnahmen sein: entweder Trump bekommt seine faire Chance auf eine Kandidatur als Republikaner, oder die Republikaner können es sich abschminken, dass ein Republikaner Präsident wird, nämlich wenn Trump als unabhängiger Kandiat antritt. Vorstellungen der Lobby, Trump noch durch ein unfaires Spiel des Establishments der republikanischen Partei loswerden zu können, könnten sich also als trügerisch erweisen.

Auch die Kampagne von Clinton, die Trump bislang als nützliche Lachnummer für ihren Sieg über die Republikaner angesehen hat, betrachtet Trump nun als ernsthaften Gegner, und hat doch hat Clinton noch keine Idee, wie sie sich gegen Trump durchzusetzen gedenkt. Es ist nämlich alles andere als ausgemacht, dass Trump für Clinton ein einfacher Gegner ist. Clinton ist eine der wenigen Persönlichkeiten in den USA, deren Unbeliebtheitswerte in der Gesmtbevölkerung ähnlich schlecht wie die von Trump sind, nur hat Trump im Unterschied zu Clinton unzählige entschlossene Anhänger, die ihn bei seinem Feldzug gegen das korrupte Establishment unterstützen, und auch im Lager der Demokraten gibt es nicht wenige Befürworter für so einen Feldzug.

8 Gedanken zu “Panik im US-Establishment

  1. Der liberale Journalist Chris Hedges äußerte im Interview mit RT America ebenfalls die Meinung, dass das republikanische Establishment in Panik ist. Die von eben diesem Establishment mit der massenhaften Verbreitung von Rassismus, Xenophobie und sonstigen Vorurteilen herangezüchteten „nützlichen Idioten“ vollziehen gerade eine Revolte gegen das Establishment, meint er:

    So sieht es aus. Die Lobby hat wegen Trump Probleme, ihren Kriegskandidaten Rubio durchzubringen, und auch ihr Versuch einer Neuauflage von Bush ist wegen Trump ein Blindgänger. Nichtmal, wie sonst üblich, ein von der Lobby inszenierter Terroranschlag hilft ihrem Schätzchen Rubio noch, denn auch davon würde wieder nur Trump profitieren.

  2. „Trump weiß genau, dass die Lobby mit allen Mitteln darauf aus ist, seine Kandidatur zu verhindern, um das PNAC-Kriegsprojekt fortsetzen zu können, und er spielt sein Blatt weiter ungemein geschickt.“

    Sechs Punkte zum merken

    In manchen durchaus gut gemeint klingenden Beiträgen sich offenbar außerhalb der imperialistischen Kriegspropaganda wähnender, derzeit in der Mehrzahl englischsprachiger Autoren, wird derzeit davon ausgegangen, IS sei eine zwar durch imperialistische Angriffskriege entstandene, selbst jedoch zumindest teilweise eigenständig, gar irgendwie antiimperialistisch agierende Kraft. Dabei unberücksichtigt bleibt jedoch, dass allein der ab dem 18. Jahrhundert vom britischen Kolonialismus mit dem Ziel der Herrschaft über den ressourcenreichen Nahen Osten zur terroristischen Spaltung der arabischen Völker und Zerstörung der Kultur aufgebrachte, bis heute mit Milliarden von US-Dollars und militärischer Präsenz geförderte, beschützte und verbreitete Wahhabismus, IS und alle gleichartigen menschen- und islamfeindliche Wahhabi-Gebilde als vom Imperialismus zu demselben Zweck hergestellte terroristische Werkzeuge zeigt, deren echter oder geheimdienstlich vorgetäuschter Terror zudem als Mittel zum Abbau demokratischer Rechte und den Kapitalismus aufrechterhaltender Faschisierung westlicher Gesellschaften sowie als Türöffner und Ausrede für das Menschheitsverbrechen des Angriffskrieges benutzt wird.

    Um eine den Fakten entsprechend zielführende Diskussion zum Thema zu ermöglichen, stellen die auf „off guardian“ erschienenen und von mir übersetzten sechs Punkten einen der Realität wohl eher entsprechenden Ausgangspunkt dar:

    off guardian, veröffentlicht am 4. Dezember 2015

    Sechs Punkte zu den Ursachen der Syrien-Krise, die Sie sich merken sollten, da Europa sich gehorsam einreiht für den Krieg gegen Russland

    Cameron: „Ich meine, …umm kauft nicht der IWF alle russischen Atombomben oder so?“

    https://offgraun.files.wordpress.com/2015/12/3stooges.jpg?w=840&h=473

    Merkel: „also… wir schicken einfach Truppen rein, jaa? Nicht nötig darüber nachzudenken, Barack sagt, es wird schon klappen…“

    Hollande: „seid ehrlich, denkt ihr nicht ich sehe ein wenig aus wie De Gaulle?“

    Während Frankreich, Großbritannien und jetzt Deutschland gehorsam zum Krieg gegen Russland antreten, können Sie dies jedem schicken, der Sie fragt:

    „, aber glauben Sie, wir sollten IS einfach weiter den Leuten die Köpfe abschneiden lassen?“

    1. Bashar al Assads weltliche Regierung Syriens ist ein Haupthindernis für die US/NATO-Ziele, die Länder der Menschen im Nahen Osten zu zersplittern, um deren Ressourcen auszubeuten und Russland weiter einzukreisen, wie dies in politischen Grundsatzdokumenten beschrieben ist.

    2. US/NATO hat im Jahre 2013 geplant, in Syrien einzudringen, um Syriens Präsident Assad zu entfernen und nutzte dazu dessen angeblichen Einsatz chemischer Waffen in Ghouta als Ausrede. Doch der Plan wurde durchkreuzt, als a) herauskam, dass der Giftgasangriff offenbar von westlich unterstützten sogenannten „Rebellen“ verbrochen wurde und b) Russland diplomatisch intervenierte und die Vernichtung der syrischen Chemiewaffenbestände aushandelte, wodurch jede militärische Aktion unnötig wurde.

    3. US/NATOs Antwort darauf war, eine der Terrorgruppen, die sie an ihrer Stelle gegen Syrien kämpfen lassen, unter der Bezeichnung IS zum neuen Schreckgespenst aufzubauen. Während sie ihre IS-Terroristen trainieren und bewaffnen, entwickeln sie gleichzeitig ein furchterregendes Medienbild von ihnen, um schließlich damit einen Überfall auf Syrien rechtfertigen und Syrien zur Aufgabe zwingen zu können. Dem neuen Plan zufolge, würde das Eindringen in Syrien angeblich erfolgen, um IS zu besiegen, wäre jedoch tatsächlich ein Neustart des ursprünglichen Plans, die Regierung Syriens zu stürzen. Und in der Wahrheit würde IS mit US/NATO zusammenarbeiten, nicht gegen sie.

    4. Dieser zweite Plan begann erstens deutlich zu werden, weil IS und die anderen Terrorgruppen sich beim Besiegen der syrische Armee als weniger erfolgreich erwiesen als erwartet und zweitens, weil Russland unerwartet eingriff und begann, IS und die anderen NATO-gestützten Stellvertreterarmeen in der Region zu bombardieren.

    5. Angesichts des potenziell endgültigen Scheiterns ihres Plans zur Herrschaft über den Nahen Osten, machte US/NATO ihre früheren klugen Entscheidungen, sich aus Syrien herauszuhalten, rückgängig, mobilisierte ihre Sockenpuppen-Führer in Europa und schickt nun Truppen nach Syrien, um Syriens Armee und Russland zu bekämpfen.

    6. Was auch immer die Medien Ihnen erzählen mögen, „unsere Jungs“ werden nicht gegen IS kämpfen. IS ist auf unserer Seite. IS ist NATO. „Unsere Jungs“ werden Seite an Seite mit IS und einem bunt zusammengewürfelten Haufen von Söldnern, Irren und menschenverachtenden Massenmördern syrische Zivilisten, Soldaten der syrischen Armee und vielleicht sogar Russen ermorden, von denen tatsächlich alle IS bekämpfen. Merkel, Hollande, Cameron und all die anderen grinsenden Deppen reihen sich brav ein, um im Dritten Weltkrieg die US-Herrschaft zu verteidigen. Weil sie zu träge, zu korrupt und zu dumm sind, um zu wissen, was sie tun.

    Leserkommentar auf off guardian:

    Dies ist sehr deutlich auf den Punkt. Es gibt jedoch eine Sache, die hinzugefügt werden muss.

    Im Jahre 2013, als Obama der Welt erzählte, dass er mit „begrenzten Schlägen“ gegen das „Assad-Regime“ beginnen werde, hat die US-Marine tatsächlich zwei Tomahawk-Marschflugkörper in Richtung Damaskus abgefeuert, doch Russlands Marine schoss sie mit eigenen Raketen ab (möglicherweise mit einigen seegestützten S-300).

    Dieses Ereignis bewirkte, dass die NATO-Allianz sich von der direkten Militärintervention gegen das „Assad-Regime“ zurückzog und Russland gegenüber in folgender Art und Weise reagierte:

    a) IS herstellen als ein „new Kid on the Block“, um den Druck auf die Regierungstruppen des Irak und Syriens zu erhöhen (die beiden Länder direkt im Fadenkreuz der NATO) und auch aus den anderen oben genannten Gründen, wie zum Beispiel die Al Kaida-Terroristen von Al Nusra gemäßigt aussehen zu lassen und um der NATO eine Rechtfertigung zu liefern, direkt oder durch Stellvertreter in den Konflikt einzugreifen.

    b) Starten der Euro-Majdan-„Bewegung“ in der Ukraine, um vor dessen eigener Haustür starken Druck auf Russland auszuüben.

    Engl. Original auf http://off-guardian.org/2015/12/04/six-points-to-remember-about-the-true-origins-of-the-syria-crisis-as-europe-obediently-lines-up-for-war-with-russia

  3. Wer noch nie eine Wahlkampfshow von Trump gesehen hat, findet hier die letzte Show aus dem wichtigen Opener-Staat Iowa, sieht aus wie eine Tupperware-Verkaufsshow bei einer Butterfahrt:

    Typisch für ihn: er schwafelt lang und breit und in der Sache unterstützt er volkswirtschaftlich und umwelttechnisch unsinnige Ethanol-Subventionen, weil es in Iowa viel Ethanol-Business gibt, und er in Iowa gewinnen will. Und dann attackiert er damit Cruz, weil der alle Energie-Subventionen abschaffen will, angeblich, weil er dafür von der Öl-Lobby bezahlt würde. So funktioniert der Populismus von Trump.

    Zum Vergleich hier die letzte Rally des Lieblings der Lobby, Marco Rubio, in Iowa:

    Die Kameraführung ist da extra so gewählt, dass man nicht sieht, wie wenig Leute Rubio in Iowa sehen wollten.

    Und bei Ted Cruz, dessen evangelikales Endzeit-Geschrei in Iowa vergleichweise gut ankommt, weil es da auch sehr viele Evangelikale, sieht es kaum anders aus als bei Rubio:

    Es sind nicht viele gekommen, um Cruz zu sehen.

    Bei Bernie Sanders in New Hampshire sieht das übrigens auch ganz gut aus mit der Anzahl der begeisterten Unterstützer:

    Dummerweise, ein Sieg von Bernie wäre wirklich wünschenswert, scheint das nur in progressiven Staaten zu klappen. Im evangelikalen Iowa und in den konservativen Südstaaten liegt Kriegsverbrecherin Clinton meilenweit vor dem selbsterklärten Sozialisten Bernie,und der Funke für Bernie will da einfach nicht recht zünden. In den nächsten Wochen noch 25 – 30% gegen Clinton aufzuholen, scheint für Bernie nahezu unmöglich, zumal er seit seinem Hoch im Spätsommer praktisch nicht mehr zulegen konnte und seitdem immer noch bei rund 30% verharrt, während Clinton ihre Runde weiter bei satten 55% zieht.

    1. *

      „Die Augen einmal geöffnet, ist es schwer sie wieder zu schließen.“

      – Cynthia McKinney

      Zwei unwählbare Kandidaten der einen Partei mit zwei rechten Flügeln. Sah diese Castingshow jemals mehr nach Theater des Absurden aus? Wenn der Spekulationsdruck zum Untergang nur die Alternative des Weltkrieges lässt, könnte für Obama eine Roosevelt-Präsidentschaft vorgesehen sein.

      Im Sinne der Friedens- und Solidarinteressen aller Völker wäre jeder Nation eine Präsidentin wie Cynthia McKinney zu wünschen, allen voran den USA. Noch heute sehenswert, als Beispiel für funtionierende demokratische Kontrolle in einem bürgerlichen Staat:

      Als US-Parlamentsabgeordnete „grillte“ Cynthia McKinney den damaligen US-Kriegsminister wegen der im Pentagon verschwundenen Steuergeld-Billionen. Nur Tage später, am 11. September 2001, explodierte ein Teil des Pentagons und angeblich wurden alle Unterlagen vernichtet.

      Cynthia McKinney: Wer in den USA ein politisches Amt bekleiden möchte, muss „the pledge“ unterschreiben. Man braucht Geldgeber, um eine Kampagne zu fahren. Ich hatte Geldgeber, als am Telefon die Frage kam: „Will you sign the pledge?“ Ich sagte, nein. Dann wurde aufgelegt.

      Cynthia McKinney Explains the Power Israel Has Over the U.S. Government

      Cynthia Mckinney: AIPAC is in total control of US Government & few Americans know anything about it

      1. clearly

        Ja, Cynthia McKinney ist wirklich Klasse: sie ist nicht korrupt, sie hat Mut und sie setzt sich für Frieden ein. Das Problem ist mit Cynthia McKinney bloß, dass sie die Macht der Lobby nicht nur öffentlich gemacht hat, sondern ihre Karriere leider auch ein Beweis für die Macht der Lobby ist, denn kaum hatte sie sich mit der Lobby angelegt, hatte sie keine Chance mehr auf einen Sitz im Congress.

        Donald Trump hat das Pledge der Lobby, genau wie Cynthia McKinney, auch nicht unterzeichnet. Obwohl der Demagoge Donald Trump mit Cynthia McKinney ansonsten nichts gemein hat, scheint er mit seiner Methode, wie er die Lobby angeht, weiter zu kommen. Als Cynthia McKinney für die Grünen antrat, war immer klar, dss sie völlig chancenlos im Kampf um das Präsidentenamt ist und ihre Kandidatur auch ansonsten nur den symbolischen Effekt hatte, dass wenigstens eine anständige Person kandidiert. Donald Trump löst mit seienr Lobby hingegen Panik bei der Lobby aus, weil er es – mehr noch als Ron Paul zuvor, der in Teilen das gleiche US-Wählersegment ansprach – versteht, die von der Lobby und ihren Propagandakanälen selbst rassistisch und xenophobisch aufgehetzte Bevölkerung zu begeistern, er damit eine zunehmend reelle Chance zu gewinnen hat, und selbst im Fall, dass er verliert, der Lobby kräftig in die Suppe spuckt, und er etwa dafür sorgt, dass Terroranschläge der Lobby diesmal nicht helfen und ihr Liebling Marco Rubio es schwer hat.

        So unfassbar das ist, aber ein großer Teil der US-Amerikaner will offenbar lieber einen rassistische und xenophobe Bemerkungen absondernden Dampfplauderer im Tupperware-Verkäufer-Stil wie Trump – und Carson, Cruz und Rubio unterscheiden sich diesbezüglich auch kaum – als eine tatsächlich fähige und anständige Politikerin wie Cynthia McKinney oder ein Original des American Dream wie Ron Paul.

  4. Der Lobby dürfte gerade ein großer Stein vom Herzen gefallen sein, wenn die Umfrage vom Des Moines Register nicht von ihr selbst gefälscht wurde. Jetzt wird klar, warum Donald Trump am Freitag so über das Des Moines Register hergezogen hat: offenbar kannte er das Ergebnis schon vorab. In Iowa liegt Ted Cruz der Des Moines Register/Bloomberg-Umfrage zufolge 10 Punkte vorn, mit 31%, gefolgt von Donald Trump mit 21%, Ben Carson mit 13% und Marco Rubio mit 10%:

    http://www.desmoinesregister.com/story/news/elections/presidential/caucus/2015/12/12/big-shakeup-iowa-poll-cruz-soars-lead/77199800/

    http://www.bloomberg.com/politics/articles/2015-12-12/cruz-soars-to-front-of-the-pack-in-iowa-poll-trump-support-stays-flat-ii3p88rp

    Sollte die Umfrage vom Des Moines Register nicht gefälscht sein – Trump hat so etwas am Freitag in seiner Rede in Iowa mehr als nur angedeutet – dann bedeutet die Umfrage, dass die Vorwahl bei den Republikanern auf ein 3-Wege-Rennen hinausläuft: Trump – Cruz – Rubio, mit jeweils wechselnden Mehrheiten je nach Bundesstaat. Im zweiten Bundesstaat New Hampshire sieht die Sache nämlich ganz anders aus als in Iowa; da liegt Trump vor Rubio vor Cruz:

    https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Statewide_opinion_polling_for_the_Republican_Party_presidential_primaries,_2016&oldid=694975811#New_Hampshire

    Zum 3-Wege-Rennen: Trump hat seine Basis bei allen grob Unzufriedenen mit dem Establishment, Cruz hat seine Basis bei den Evangelikalen und Rubio hat sie im Establishment (der Lobby). Carson hat keine Chance auf irgendwas, da er seine Basis ebenfalls bei den Evangelikalen hat, aber Cruz stärker ist. Carsons Anhänger werden zu einem großen Teil zu Cruz rübergehen. Cruz spekuliert ebenfalls auf einen Kollaps von Trump, und dass dann Trumps Anhänger zu Cruz gehen werden, weil er dann am Ehesten ein Image von einem Anti-Establishment-Kandidaten hat. Vermutlich hinter Rubio werden sich vermutlich die Anhänger der anderen Kandidaten des Establishments größtenteils konsolidieren, also insbesondere die von Christie, Bush und Kasich.

    Die Lobby würde es mit einem 3-Wege-Rennen wohl schaffen, Trump zu verhindern, wenn sie irgendwann dann auch noch Rubio fallenlässt und zu Cruz überwechselt, obwohl ihr Cruz auch nicht wirklich schmeckt. Damit Trump gewinnt, muss er die Konkurrenz von A bis Z plattwalzen – steamrolling oder K.O. boxen, wie er das nennt, weil die Punktrichter bei einem uneindeutigen Nominierungsparteitag (Contested Convention) zum Lager des Gegners gehören würden. Verliert Trump in Iowa gegen Cruz und gibt es dann ein 3-Wege-Rennen, dann kann es hingegen ein langes Gehacke geben, wo die Lobby sich am Ende bei den Republikanern durchsetzt. Doch ein langes Vorwahl-Gehacke bei den Republikanern macht freilich einen Sieg der Demokraten bei der Wahl im November wahrscheinlicher; insofern würde Trump dann doch wieder zum – unfreiwilligen – Wahlhelfer der Demokraten, selbst wenn er keine Kandidatur als Unabhängiger macht.

    1. „Sollte die Umfrage vom Des Moines Register nicht gefälscht sein“ … schon bei der Vorwahl Ron Pauls wurde getrickst und gemogelt, dass sich die Balken biegen, die Lobby wird niemals zulassen, dass der nicht gewünschte Kandidat gewinnt, der Westen ist doch schon lange KEINE DEMOKRATIE MEHR SONDERN EINE DIKTATUR, der WÄHLER HAT NICHTS MEHR ZU SAGEN; das wird immer deutlicher und deshalb strömen die Leute D. Trump zu, weil sie fühlen damit mehr zu bewirken als den TÜV-Siegel-Kandidaten noch mitzutragen, die Demagogie Trumps hat da weniger damit zu tun

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