Blockade des Militärflughafens Kweiris wurde gebrochen

Am heutigen Dienstag hat die syrische Armee zusammen mit ihren Partnern einen lange erwarteten Meilenstein erreicht: die Verbindung zum seit Jahren von ISIS belagerten Militärflughafen Kweiris östlich von Aleppo konnte wiederhergestellt werden.

Der syrische Reporter Shadi Halwe ist mit den Truppen der syrischen Armee zum Militärflughafen vorgestoßen und berichtet im syrischen TV live vom Flughafen:

In Syrien herrscht nun Jubelstimmung wie seinerzeit beim Bruch der Blockade des Aleppiner Zentralgefängnisses. Eine Karte zeigt den Weg zum Militärflughafen Kweiris, den die syrische Armee freigekämpft hat:

Das Dorf Um Arkilah östlich des Nachschubweges sowie der Ort Rasm Abud östlich des Flughafens Kweiris sollen inzwischen auch schon vom Terrorismus befreit worden sein.

Al Mayadeen zeigt Bilder von den letzten Kämpfen auf dem Weg zum Flughafen Kweiris:

Mit dem Bruch der Blockade wurden mehrere Hundert syrische Soldaten aus der Lage der Umzingelung befreit. Im weiteren Verlauf wird nun erwartet, dass die syrische Armee die Basis sichern und zur wesentlichen Basis für den Kampf gegen ISIS in der strategisch äußerst wichtigen Gegend östlich von Aleppo, durch die die einzige ISIS noch verbliebene Nachschublinie aus der Türkei verläuft, ausbauen wird.

Nachtrag: An der südwestlichen Front der Provinz Aleppo ist es es der syrischen Armee am Dienstag noch gelungen, die Dörfer Makhalah und Maryudah zu befreien, während die Nachrichten bezüglich der Befreiung von Talaylat nach wie vor widersprüchlich sind:

Zu der Karte sei angemerkt, dass es einige Hinweise darauf gibt, dass die Terroristenfront ganz im Süden der auf dieser Karte komplett zusammengebrochen sein könnte und die syrische Armee möglicherweise mit Spezialkommandos ungehindert viel weiter nach Süden vorgedrungen ist, als das auf dieser Karte zum Ausdruck kommt. Hussein Murtada berichtete vor ein paar Tagen, Terrroristen seien geschockt gewesen, als sie sich in der Gegend von Jazraya, rund 10km südlich der öffentlich bekannten Frontlinie, auf Einheiten der Armee getroffen sind. Passend dazu warnen Terroristen in der Provinz Aleppo öffentlich vor – kein Witz – bewaffneten Männern, die einen ihrer Kameraden mitsamt eines LKWs mit aufmontierter 23mm-Kanone im „befreiten“ Gebiet „entführt“ haben sollen:

Die Gesamtlage in Aleppo und Umgebung sieht nun etwa so aus:

11.11.2015: Kinana Allouche berichtet vom Militärflughafen Kweiris:

11 Gedanken zu “Blockade des Militärflughafens Kweiris wurde gebrochen

  1. Sollten Obama und sein Pudelrudel versuchen, ihre Terroristen zu verteidigen, werden Syrien und Russland dies aufrund des Völkerrechts und in unser aller Friedensinteresse nachhaltig zu unterbinden haben. Während die Situation nun also von Washington jeden Moment in einen Weltkrieg gekippt werden könnte, bringen die Nato-Medien nichts als Ablenkung. Die im Fall der Fälle zu erwartende Schockstarre könnte somit wieder einmal für faschistisch-putschartige Veränderungen genutzt werden.

    Erst ‚Unglück‘ im Sinai mit 224 Toten, kurz darauf noch eins im Sudan mit 39 Toten – unterdessen rüstet USA auf, Einar Schlereth 7. November 2015

    „[…] [Erdogan] bereitet still und leise die Invasion Syriens vor, während die USA so nebenbei mal 12 F-15C Luft-Luft Kampfflugzeuge auf die türkische Luftwaffenbasis Incirlik verlegen. Vor einiger Zeit schon mal 20 Flugzeuge. Gegen wen wohl? ISIS hat keine Luftwaffe, also kann das nur gegen die russische Luftwaffe gerichtet sein. Und der lügnerische Obama hat auch ‚boots on the ground‘ illegalerweise nach Syrien hineingeschmuggelt.

    Alles Zufall? Es schält sich deutlich heraus, dass die USA auf das Wiener Abkommen pfeifen, da sie ja ihr Hauptziel – einen Waffenstillstand zur Neuordnung und -ausrüstung ihrer ISIS-Freunde nicht erreichen konnten. Stattdessen wollen sie wohl mit Gewalt ihren mit den Türken ausgeheckten Plan B durchsetzen.

    Dies ist die Ansicht einer ganzen Reihe von Autoren. Aus der Fülle der Artikel habe ich vier herausgegriffen. Erstens „U.S. Prepares War Against Russia in Syrian Battlefield“ von Eric Zuesse, der in der Verlegung der 12 F-15C eine direkte Herausforderung der Russen sieht und meint, dass Obama es auf einen Krieg ankommen lässt, um ihnen zu zeigen, wer die Weltführung innehat.

    http://www.globalresearch.ca/u-s-prepares-war-against-russia-in-syrian-battlefield/5486751

    Zweitens von Tony Cartalucci „US in Syria: Stopping the ‚Arsonist-Firefighter’“ (USA in Syrien: Stoppt die brandstiftenden Feuerwehrleute), worin er auch darlegt, dass es den USA darum geht, eine „sichere Zone“ für ihre geliebten moderaten Halsabschneider entlang der türkischen Grenze zu schaffen.

    http://www.informationclearinghouse.info/article43349.htm

    Am deutlichsten ist Justin Raimondo in seinem Artikel „Who Downed Metrojet Flight 9268?“ (Wer holte den Metrojet 9268 runter?). Ihn wundert erstens, weshalb der englische und US-Geheimdienst so bemüht ist, die Theorie von einer Rakete aus der Diskussion herauszuhalten, mit dem Argument, dass die ISIS und erst recht nicht der IS-Ableger in Ägypten über entsprechende Raketen verfügen. Das ist lachhaft, sagt er. Die gibt es inzwischen in Libyen, in Syrien bei den ISIS-FREUNDEN, die sie im Irak ‚gefunden‘ haben. Und nicht zu vergessen: ÜBERALL, wirklich ÜBERALL hocken CIA und MOSSAD.

    http://www.informationclearinghouse.info/article43355.htm

    […]

    Viertens will ich noch Tyler Durden nennen „CIA, Saudis to Give „Select“ Syrian Militants Weapons Capable of Downing Commercial Airliners“ (CIA und Saudis geben „ausgewählten“ syrischen Militanten Waffen, mit denen man Passagierjets runterholen kann“ vom 6. November 2015). Er schreibt, dass es sogar Beweise von Experten und infrarote Satellitenbilder gibt für die Existenz von Raketen in den Händen der Terroristen.

    http://www.informationclearinghouse.info/article43350.htm

    […]“

    https://einarschlereth.blogspot.de/2015/11/erst-ungluck-im-sinai-mit-224-toten.html?showComment=1447167128730#c7578169257822947668

    Russische Bedrohung:

    Grundproblem:

  2. Im folgenden Video sieht man wie eine lange Kolonne an weissen Pickups der ISIS vom Irak nach Syrien fahren, begleitet von einem Apache-Helikopter der US-Armee. Die Terroristen können völlig ungestört am helllichten Tag die Autobahn benutzen.
    Offensichtlich haben die ISIS-Terroristen gar keine Angst, unter den von der USA kontrollierten Luftraum zu operieren. Wo ist da ein Angriff der US-Luftwaffe auf so ein gutes Ziel? Das geht doch nur, wenn das Pentagon das Eindringen der ISIS nach Syrien toleriert.
    Die Fahrzeugkolonne wird nicht nur nicht angegriffen, sie wird von einem Apache sogar begleitet. Oder hat die ISIS seit neuesten eigene Helikopter? Wenn ja, dann werden die genau so von den USA und seinen Alliierten Saudi Arabien geliefert, wie die Tausenden von Pickups und die Waffen.

  3. Das ist weder die ISIS noch ist das ein Apache. Diese Kolonne sieht eher nach einer irakischen Miliz aus, die durch einen irakischen Hubschrauber, wie ihn die Armee dort nutzt, begleitet. Ebenso die Pickups. Die ISIS nutzt im Normalfall eine andere Sorte.

  4. Prima, das hört sich wirklich gut an! In dem Zusammenhang kommt bei mir wieder die Frage nach der Lage im Jemen hoch. Angeblich fliegen die Amis ja schon mehrere ihrer Halsabschneider von Syrien nach Jemen.
    Im Netz findet man keine eindeutigen Berichte zur militärischen Lage, höchstens Erfolgsmeldungen wie diese:
    http://www.almasdarnews.com/article/breaking-yemeni-army-and-houthis-capture-the-city-of-qutabah-in-southern-yemen/
    Wie schätzt das Parteibuch die Situation im jemen ein?

    1. asmacher

      Im Jemen sind die Saudis mit Karacho in den Sumpf gefahren. Da stecken sie nun, die Saudis und ihre Kumpane, kommen nicht richtig vorwärts, müssen manchnmal etwas rückwärts, wollen nicht verschwinden und kassieren dabei Verluste über Verluste.

      Das kleine schmutzige Geheimnis des saudischen Krieges gegen den Jemen, das so geheim gar nicht ist, was aber keiner an die große Glocke hängt, ist die Situation in der südjemenitischen Großstadt Aden, deren „Befreiung“ die Saudis als ihren größten Erfolg im Jemen darstellen. Zum Kampf gegen die jemenitische Armee hatten die Saudis in Aden insbesondere Terroristen von Al Kaida als Fußtruppen angeheuert. Und nun hat, logisch, Al Kaida eben auch die Macht in Aden. Die in Riad residierende Exil-Regierung traut sich nicht nach Aden, weil Al Kaida ihr nicht wohlgesonnen ist, und die Saudis sind nun ratlos, wie sie Al Kaida in Aden loswerden können.

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