Terroristenfront zerbröselt in der Provinz Aleppo

Am Mittwoch ist es der syrischen Armee gelungen, die seit 12 Tagen aufgrund einer Terrorattacke von ISIS, Al Kaida und anderen Terroristen unterbrochene Straßenverbindung von Homs über Salamiyah, Ithriya und Khanasser nach Aleppo wieder zu sichern.

Dieser Erfolg der Armee war bereits kurz nach der Unterbrechung der Strecke, die die einzige Straßenverbindung für die rund zwei Millionen Einwohner und Flüchtlinge in den nicht vom Terror befallenen Teilen von Aleppo mit der Außenwelt ist, erwartet worden, da die Strecke im Wesentlichen durch Wüstengebiet verläuft, also offenes und nahezu unbewohntes Gelände, das der syrischen Armee und Luftwaffe den Anti-Terrorkampf vergleichsweise einfach macht. Dass die Sicherung der Strecke trotzdem zwölf und nicht etwa nur zwei oder drei Tage dauerte, lag daran, dass es kurz nach Beginn des Terrorangriffs auf die Strecke einen heftigen Sandsturm gab, wo man die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnte, und in dessen Schutz es ISIS-Terroristen gelungen war, größere Teile der Strecke zwischen Ithriya und Khanasser mit Minenfeldern zu versehen. Diese haben die Eliminierung der an der Strecke abgestellten Terroristen für einige Tage aufgehalten, aber nun ist die Terroristenfront unter dem schweren Feuer der syrischen Armee zerbröselt und die Terroristen an der Strecke mussten sich unter schweren Verlusten in Richtung Tabqa zurückziehen. Gegenwärtig werden die von den Terroristen verursachten Straßenschäden beseitigt, die ersten LKWs mit Versorgungsgütern rollen bereits wieder nach Aleppo und am Donnerstag früh soll die Straße auch für die Öffentlichkeit wieder freigegeben werden.

Das ist aber noch nicht alles. Auch an anderen Stellen in der Provinz scheinen die Fronten der Terroristen regelrecht zu zerbröseln. So berichtete etwa die Facebook-Seite der National Defense Forces am Mittwoch, dass die Terroristenfront in Sheikh Ahmad gerade zerbrösele, woraufhin der Weg zur Durchbrechung der seit mehreren Jahren andauernden Blockade des Kweiris Militärflughafens demnächst auch bald wieder frei werden dürfte.

Eine möglicherweise noch bedeutendere Entwicklung, die ebenfalls auf ein Zerbröseln der Terroristenfront hindeutet, zeichnet sich derweil in der Provinz und Stadt Aleppo tief innerhalb der von den Terroristen beherrschten Gebiete ab. Die Terroristen scheinen dort erhebliche Probleme zu haben, die Herrschaft über die von ihnen besetzten Gebiete auch tatsächlich auszuüben. Ein Anzeichen dafür war etwa, dass die türkisch-saudisch gesponsorte Terrorgruppe Ahrar Al Sham und einige ihrer Kumpane in ihrer sogenannten „Sham Front“ es Ende Oktober nötig hatten, zur Ausübung ihrer Herrschaft eine Dar Al-Hisbah, also eine radikale Religionspolizei nach Art von ISIS und Saudi Arabien, zu gründen. Doch schon aber schon kurze Zeit später entfernten sie das Gründungsvideo wieder von Youtube.

Am Dienstag gab nun eine Sprecherin der Sham Front einem zionistischen Propaganda-Organ der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse ein ausgesprochen aufschlussreiches Interview, in dem sie angesichts von andauernden „Unruhen“ und „Demonstrationen“ der Bevölkerung der von Terroristen beherrschten Gebiete unter anderem erklärte, der Sicherheitsdienst der Sham Front sei aufgelöst worden. Die Mitglieder des Sicherheitsdienstes seien nepotistisch und korrupt gewesen und hätten die Bevölkerung beraubt und ausgeplündert anstatt sie zu beschützen, erklärte die Sprecherin der von Saudi Arabien und der Türkei unterstützten Sham-Front-Terroristen in dem Interview weiter. Zwar gebe es noch andere Gruppen, wie etwa die zu Al Kaida gehörende Nusra Front, und einige kleinere Gruppen, die Sicherheitsdienste unterhalten würden, aber der Versuch, in den von Terroristen beherrschten Gebieten einen einheitlichen Sicherheitsdienst, der im Interesse der Bevölkerung arbeitet, zu schaffen, sei aufgegeben worden, und die darin bislang gebundenen Kräfte würden nun stattdessen an die Front zum Kampf „gegen ISIS und die syrische Armee“ geschickt werden, wo sie aufgrund des Vormarsches der syrischen Armee dringender gebraucht würden.

Das Auflösen des „Sicherheitsdienstes“ der Sham-Front-Terroristen lässt sich kaum anders verstehen, als dass die einheitliche Front der Terroristen innerhalb der von ihnen beherrschten Gebiete in Aleppo schon ziemlich zerböselt ist, womit es nicht unplausibel ist, dass die syrische Armee da in den nächsten Monaten auch überraschende und rapide Fortschritte machen wird. Außerdem ist dadurch natürlich die Position der staatlichen Terrorsponsoren Türkei und Saudi Arabien in der nächsten Runde der Wiener Gespräche zu Syrien erheblich geschwächt.

12 Gedanken zu “Terroristenfront zerbröselt in der Provinz Aleppo

  1. Die Große Auflösung besteht bald, wenn mangels Erfolge, die Gelder aus dem Süden ausbleiben werden. Die Eleiteeinheiten sind von den USA bereits aus der Gefechtszone ausgeflogen worden, so verbleiben lediglich die gering wertvollen übrig, dass die täglichen Bomben etwas zu eliinieren haben. Also das Ende ist imWinter absehbar geworden.

  2. Ich kann die Ansicht von „nocheinparteibuch“ nicht teilen.

    Die Gebietsgewinne der syrischen Armee(+ Hezbollah, + Russische Luftangriffe +iranische Revolutionsgarden +schiitische Milizen) seit Start der Großoffensive vor ca. 3 Wochen sind bis jetzt ja doch sehr bescheiden.

    Für mich ist es ein Abnützungskrieg der wohl noch Jahre dauern wird. Entscheidend wird wohl sein, welche Seite zuerst ausblutet(sowohl Material als auch Human resources).

    Vor allem kann derzeit niemand wissen, ob nicht die Verbündeten der Terroristen noch mehr Waffen(+ Luftabwehrraketen) nach Syrien schicken bzw. die Ausbildungslager in die sichere Türkei verlagern.

    Auch Russland(ohne Bodentruppen) und der Iran haben nur begrenzte Resourcen.

    Ich glaube jedenfalls nicht an irgendwelche kriegsentscheidende Ereignisse in den nächsten Monaten.

  3. @Pichler Franz

    Eher im Gegenteil. Die Taktik der syrischen Armee ist Zermürbungskrieg unter Vermeidung grösserer eigener Verluste. Iran und Russland haben längst nicht ihre vollen Ressourcen ausgeschöpft. Das wäre ja tragisch und dann wären USA und der Rest der ekelhaften Koalition niemals zu Gesprächen nach Wien gekommen. Auch die Meldungen, dass Syrer als Geiseln in Käfigen gehalten werden, um als Schutzschild zu dienen, zeigt die Verzweiflung der Terroristen. Wenn dann noch die Drogen ausbleiben, dann wird die Verzweiflung noch grösser.

    Und noch ein äusserst schmutziger, niedriger Versuch, Russland von der Fortsetzung der durchaus erfolgreichen Aktion in Syrien abzuhalten, ist der Abschuss der russischen Passagiermaschine in Ägypten. Die Koalition schreckt wirklich vor nichts zurück. Alles wird nichts nützen. Iran und Russland sind fest entschlossen, bis zum Sieg zu kämpfen.

    Wenn weiterhin die Nachschubrouten der Terroristen gekappt werden, dann muss die syrische Armee eigentlich nur noch warten und die Terroristen aushungern.

    Habe heute irgendwo etwas von neuen missiles gelesen, die Russland an Syrien schickt. Weiss jemand mehr?

    1. Demeter

      Als Ursache für den Absturz der russischen Maschine in Ägypten würde ich eher Auseinanderbrechen aufgrund Materialermüdung nach einem „Tailstrike“ vor 14 Jahren als eine Bombe vermuten. Die Propaganda der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse bemüht sich zwar nach Kräften, es als Bombe darzustellen, um so der russischen Bevölkerung einzutrichtern, die militärische Unterstützung für Syrien fordere einen hohen Preis, aber dass das der Wahrheit entspricht, glaube ich nicht.

      Zu den russischen Flugabwehr-Raketen: da gibt es eigentlich nichts neues. Es ist seit Monaten bekannt, dass Russland seine Airbase in Syrien mit Flugabwehr-Raketen vor der „Luftwaffe von Al Kaida“ schützt. Ein hochrangiger russischer Militär hat diese alte inoffizielle Information nun offiziell bestätigt, das ist alles, was neu ist.

      1. Danke parteibuch für die Analyse und Antwort.

        Was ich damit sagen wollte (bezüglich des Absturzes der Passagiermaschine), dass die Koalition durchaus eine Bombe in die Maschine geschmuggelt haben kann. Natürlich ist ganz klar, wer dann dahinter steckt und es ist auch klar, dass Russland einen Materialschaden bei diesem Absturz bevorzugen würde. Aus zweierlei Gründen. Damit eben nicht die russische Bevölkerung anfängt zu zweifeln, ob denn der Einsatz in Syrien richtig ist oder nicht und auch um den wackeligen neuen Partner Ägypten nicht in Schwierigkeiten zu bringen, denn Ägypten soll eingeschüchtert werden und dem Tourismus soll Schaden zugefügt werden.

        Wenn die Amerikaner jetzt noch tönen, sie hätten Beweise für eine Bombe (und wenn es tatsächlich stimmt) dann bringen sie Russland auch in Schwierigkeiten, auch wenn Russland darauf besteht, ersteinmal die Auswertung der Flugschreiber abzuwarten. Es bleibt hier, auf Zeit zu spielen und zu hoffen, dass sich die Menschen dieser Hysterie nicht anschliessen werden.

      2. seitdem die offizielle MSM-Version besagt: „es war eine Bombe“, zweifle ich auch daran; man kann gar nicht mehr anders, als alle gepushten Meldungen aus dem USA-, NATO-Dunstkreis zu bezweifeln, traurig aber wahr

  4. Es tut mir Leid……

    ich kann es nicht mehr glauben, da läuft etwas mehr als schief…………..

    die RuAF greift an, der Iran entsendet Unterstützung, die hisbollah, der irak…..

    Und in vielen Bereichen heißt es (gezwungender Maßen)……Rückzug….für die SAA!!!!!!

    Vieles geht den Bach runter (für Syreien)………oder aber….Russland, China und Amiland spielen auf dem selben Instrument, die selbe Melodie!

    Tschuldigung….alles Sch***e….werden wir nur verarscht?????

  5. # pitt: ja wir werden verars… Nur wenn wir uns zu den allgemeinen Situation Gedanken machen können wir den großen Plan vielleicht erkennen.-

    # Pichler Franz: ob die Geländegewinne wirklich so gering sind nach 3 Jähriger Abstinenz in der Region bei dem die Terroristen (CIA) hier viel schaden anrichten mag eine individuelle Einschätzung sein.

    Strategisch heißt es aber jeder Geländegewinn muss auch behauptet werden können vor möglichen Verlusten. Das die Syrische Armee wieder vorrückt und so sein Staatsterritorium von den westlichen und Arabischen Barbaren säubert ist bemerkenswert. Das es viele in der Region gibt die Syrien den Beistand halten zeigt doch nur das Syrien in der Region auch ein politischer Faktor ist der Erhalten werden soll. Jedes Dorf jede Straße ist mit Sicherung eine Bemerkenswertes Ziel die Bevölkerung Syrien wird sich der Millionen Fach Überlegenheit des Barbaren erwehren. Hut ab für diesen Stolz und Opferbereitschaft, mögen sie am Ende Siegreich sein.

    Was die A 321 Absturz angeht, vertraue ich als ersten der russischen Seite, weil von ihnen bessere Öffentlichkeitsarbeit zu erwarten ist als von den Westen. Beim Westen haben die Journalisten in der Regel schon die Ursache erkannt und die Ermittler müssen sich dieser Ursache anpassen. Siehe German wings siehe Ukraine Malaysia Airlines …

    Ich persönlich glaube nicht, das es Materialermüdung ist. Die Russen mögen in vieler Hinsicht Hasardeure sein, sie würden aber niemals in ein Krisengebiet eine Maschine einsetzen die Russische Leben so gefährden würde. Wir sollten abwarten bis die Ermittlungsergebnisse veröffentlicht werden. Keine Spekulation und sollte sich was herausstellen, was nicht sein kann werden die Russen Maßnahmen ergreifen soviel ist sicher.

    Ich freue mich für Syrien für die erfolge und das es Staaten gibt die Syrien von den Saudi Arabischen Terrorkrieg schützen helfen.

  6. Ich sehe diese Entwicklung(en) mit großer Freude und Hoffnung hatte man doch in letzter Zeit den Eindruck das sogar Rückschläge zu beobachten wären. Möglicherweise waren bestimmte  Operationen aber eben auch taktischer Natur. Einerseits um gegnerische Kräfte zu binden andererseits möglicherweise auch um große Verluste in Häuserkämpfen zu vermeiden, taktische Rückzüge um den Gegner in Gebiete zu locken in denen deffinitiv keine Zivilbevölkerung vorhanden ist um ihn dort mit massiver militärischer Macht zu vernichten -auch unter der zuhilfenahme thermobarischer Kampfstoffe, die in bewohnten Gebieten schlicht nicht benutzbar sind ohne den Verlust von Unbeteiligten zu garantieren.

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