Die neue syrische Opposition

Auf dem Weg zur Beendigung des syrischen Desasters geht es voran, zwar langsam, aber es geht voran. Der wichtigste Schritt, der dabei in den letzten Tagen gemacht wurde, war das Coming Out der neuen Opposition.

Die neue syrische Opposition nennt sich „Syrische Demokratische Kräfte“ und strebt einen demokratischen syrischen Nationalstaat an, in dem alle gesellschaftlichen Gruppen Syriens ihre legitimen Rechte in lokaler Selbtsverwaltung verwirklichen können. Verkündet wurde die Gründung der Gruppe am Sonntag durch YPG-Sprecher Polat Can:

Kurz zusammengefasst, besteht die neue syrische Opposition, die sich „Syrische Demokratische Kräfte“ nennt, aus der YPG, also dem syrischen Zweig der Anhänger von PKK-Gründer Abdullah Öcalan, ihrer Frauenkampfgruppe YPJ, und all denjenigen Kräften, die schon seit einiger Zeit im Norden Syriens an der Seite der YPG gegen ISIS kämpfen, nämlich dem Assyrischen Militärrat und einem sich „Syrische Arabische Koalition“ nennenden Sammalsurium, das einige arabisch islamisch oder stammesstrukturlich geprägte ehemalige FSA-Gruppen, die lieber mit der YPG gegen ISIS kämpfen als andersherum, zusammenfasst. Bislang ist die YPG bei den „Syrischen Demokratischen Kräften“ die mit Abstand stärkste Fraktion, sodass man diese neue Opposition durchaus zutreffend auch als „YPG und Partner“ bezeichnen könnte. Aber sie nennen sich nun mal eben „Syrische Demokratische Kräfte“ und wenn es der „Syrischen Arabischen Koalition“ zukünftig gelingen sollte, mehr Mitglieder zu rekruitieren, dann könnte sich das innere Kräfteverhältnis durchaus mal ändern. Der Clou dieser neuen Opposition, und das macht sie so wichtig für die Beendigung des syrischen Desasters, besteht darin, dass sie, wie auch Al Qaedas katarischer Haussender Al Jazeera zur Kenntnis nehmen musste, sowohl von Russland als auch von den USA unterstützt wird, und sie nicht gegen die syrische Armee, sondern gegen ISIS kämpft, und das, wie etwa im Sommer in der Stadt Hasakah mit Erfolg praktiziert, durchaus auch an der Seite der syrischen Armee.

Dass die neue syrische Opposition Rückendeckung durch Russland hat, geht schon aus ihrer Genese hervor, die nicht zuletzt durch die von Russland initiierten syrisch-syrischen Gespräche in Moskau und in Astana bestimmt ist. Und auch die YPG hat nach dem Beginn der vornehmlich in Nordwestsyrien geflogenen russischen Luftangriffe gegen Terroristen diese ausdrücklich begrüßt und noch einmal ihren Wunsch bekräftigt, beim Kampf gegen ISIS mit Russland zusammenarbeiten zu wollen.

Ebenso ist es spätestens seit der Schlacht um Kobane bestens bekannt, dass auch die USA die YPG unterstützen und seitdem im gemeinsamen Kampf gegen ISIS gut mit den YPG zusammenarbeiten. Nach dem Scheitern des Pentagon-Programms zum Aufbau einer weiteren Gruppe zum Kampf gegen ISIS sind die YPG die einzig verbliebene von den USA unterstützte Gruppe in Syrien, die die USA öffentlich vorzeigen können, oder anders ausgedrückt, die YPG sind nun das einzige Vorzeigeprojekt der USA im Kampf gegen ISIS am Boden in Syrien. Nach der Gründung der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ haben die USA auch gleich nochmal ganz deutlich gemacht, wie sie zu der neuen syrischen Opposition stehen: US-Militärflieger warfen in der Provinz Hasakah umgehend 50 Tonnen Waffen für die Syrische Arabische Koalition ab, die, wie oben erläutert, Teil der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ sind, und US-Militärs ließen das dann umgehend über CNN die Weltöffentlichkeit wissen. Ein deutlicheres Statement der Unterstützung lässt sich kaum abgeben.

Ganz anders sieht es hingegen mit der US-Unterstützung für die alte Opposition, die sogenannte Syrische Nationale Koalition (SNC), aus. Bereits vor zwei Wochen hatte US-Außenminister John Kerry bei der UNO-Hauptversammlung in New York öffentlich erklärt, die USA und Russland seien sich einig darin, dass Syrien ein säkularer Staat bleiben soll. Säkularität ist zwar ein wesentliches Kernprinzip der YPG, und damit natürlich auch der Syrischen Demokratischen Kräfte, steht aber im völligen Widerspruch zum von Muslimbrüdern und Salafisten aller Art dominierten SNC. Anders ausgedrückt: mit Kerrys Statement, dass Syrien säkular sein soll, haben die USA ihre Unterstützung für den SNC zurückgezogen. Der SNC ist auch nicht in der Lage, an seiner islamistischen Ausrichtung etwas zu ändern, denn alle Kräfte am Boden in Syrien, auf die sich der SNC stützt, kämpfen gegen Säkularismus und für einen islamischen Staat. Da die eindeutig stärkste militärische Kraft in den Gebieten, wo die zum SNC gehörenden Einheiten am Boden operieren, die mit ihnen verbündete Nusra Front von Al Kaida ist, und Al Kaida Säkularismus zutiefst verabscheut, können sie daran auch nichts ändern, selbst wenn sie es wollten.

Damit, dass die USA die Pferde gewechselt haben, und nun gemeinsam mit Russland die Syrischen Demokratischen Kräfte anstelle der mit Al Kaida verbündeten Kräfte der Syrischen Nationalen Koalition unterstützen, erklärt es sich auch, dass die USA, abgesehen von der weiteren Lieferung von Panzerabwehrraketen, gegen die die USA sowieso nur schwerlich etwas unternehmen könnten, nichts unternehmen wollen, um die von der CIA ausgebildeten und bewaffneten Kräfte des SNC vor der Vernichtung durch russische Luftangriffe und Bodenattacken der syrischen Armee in Schutz zu nehmen. Barack Obama, der unter immensem Druck von Israel-Lobby und Russland-Hassern steht, irgendetwas gegen die russische Vernichtung der von der CIA ausgebildeten US-Proxy-Terroristen zu unternehmen, hat das in seinem jüngsten CBS-Interview mit Steve Kroft dann zwar umständlich formuliert und mit unzähligen verbalen Attacken auf Russland garniert serviert, aber letztlich trotzdem gesagt, dass die USA nichts unternehmen werden, um die Vernichtung der von der CIA ausgebildeten und mit Al Kaida verbündeten Terroristen durch Russland zu stoppen.

Der russisch-amerikanische Fahrplan zur Beendigung des Krieges in Syrien dürfte damit grob umrissen so aussehen, dass der SNC, der sich gegen jegliche Einigung mit Präsident Assad sperrt, von den Weltmächten USA und Russland für irrelevant erklärt wird, und die entsprechend der Genfer Vereinbarung zu erzielende Einigung auf einen Übergang zwischen der syrischen Regierung und der Syrischen Demokratischen Kräften erzielt wird. Die von der CIA aufgebauten, mit Al Kaida verbündeten und vom SNC vertretenen bewaffneten Terrorkräfte im Nordwesten Syriens werden unterdessen vor die Wahl gestellt, entweder zur syrischen Regierung oder zur demokratischen Opposition überzulaufen und nicht an der Seite von Al Kaida, sondern gegen Al Kaida zu kämpfen, oder eliminiert zu werden. Dass der SNC die von der UNO moderierten Verhandlungen über die Zukunft Syriens aus Protest gegen die russischen Luftangriffe boykottieren will, sabotiert dieses Vorgehen nicht, sondern macht es noch einfacher. Die USA können dem SNC dazu einfach erklären, wer nicht will, der hat schon, wir arbeiten jetzt mit der demokratischen syrischen Opposition, deren Popularität und militärische Macht in Syrien ohnehin größer als die des SNC ist, und fertig. Die zionistisch-wahhabitische Terrorachse, die vor viereinhalb Jahren diesen grausigen Krieg gegen Syrien mit dem Ziel der Schwächung von Iran, Russland und der Achse des Widerstandes gestartet hat, versteht natürlich, dass diese von Obama und Putin gemeinsam anvisierte Lösung des Konfliktes einem strategischen Sieg der Achse des Widerstandes gleichkommt. Entsprechend wütend ist ihre Reaktion, doch ihre Wut ändert nichts an ihrer misslichen Lage.

Senator John McCain etwa, Israels Chef-Lobbyist in den USA, rief soeben bei CNN zum globalen US-geführten Krieg gegen Russland und zum Einsatz von US-Bodentruppen in Syrien auf, um so die letzte Chance zu nutzen, ein „strategisches Desaster“ zu verhindern, dass die „globale Balance der Macht“ der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse bedrohe. Doch da gehen nicht mal seine zionistischen Kumpane von der Washington Post mit, die als Antwort darauf einen Aufsatz von Walter Pincus veröffentlichten, der dem Kriegsaufruf von John McCain entgegensetzt, dass Gerede billig ist, aber solch eine Militäroperation im Detail doch nicht so einfach sei. Die ebenso zionistische New York Times veröffentlichte unterdessen einen Artikel von Gordon Adams und Stephen Walt, die da argumentieren dürfen, dass die USA in Syrien mit Russland kooperieren sollten, anstatt weiter auf Konfrontation zu setzen. Der Artikel reflektiert die Stimmung, dass die USA keinen Appetit auf noch einen großen und mit teuren US-Truppen geführten Krieg in Westasien haben.

Das saudische Wahhabiten-Regime versucht unterdessen mal wieder, wie schon 2013, beim Versuch den Iran-Deal zu sabotieren, sich mit dem zionistischen Regime über Frankreich zusammenzutun, um Frankreich gut geschmiert mit Milliarden an Rüstungsaufträgen dazu zu animieren, sich als Vetomacht gegen die von den USA und Russland vorangetriebene Einigung zu stemmen. Das hat schon beim Iran-Deal nicht funktioniert, weil Frankreich wirtschaftlich zu schwach ist, um sich erfolgreich gegen eine von den USA und Russland mit deutscher Billigung vorangetriebene Einigung stemmen zu können, und diesmal sieht es so aus, dass die Saudis aufgrund ihrer vielen teuren Kriege und dem von ihnen mutwillig ruinierten Ölmarkt obendrein auch noch zu klamm sind, um wirklich viel Geld an Frankreich rüberreichen zu können.

Besonders herzlich ist die Reaktion der Türkei. Wie Reuters meldete, hat die Türkei die USA und Russland gewarnt, die Kurden der YPG dabei zu unterstützen, der Terrororganisation ISIS weitere grenznahe Gebiete abzunehmen. Alle Länder müssten da mit Konsequenzen rechnen und die Türkei werde es niemals akzeptieren, dass die YPG ISIS aus dem syrischen Gebiet zwischen Euphrat und Aleppo vertreibt, habe die Türkei die USA und Russland weiter gewarnt. Weiterhin habe die Türkei dazu noch erklärt, dass das kein Witz sein soll. Gut, dass die Türkei das betont hat, denn manch einer hätte sonst bestimmt herzlich gelacht, wenn Erdogan, der bei einem Blick im Spiegel offenbar den Sultan eines großen osmanischen Reiches anstelle eines sich im Bürgerkrieg befindenden türkischen Präsidenten ohne Regierungsmehrheit sieht, den USA und Russland mit Konsequenzen droht, wenn diese Kleinstaaten es wagen sollten, seine liebsten ISIS-Terroristen zu eliminieren.

Der nächste Schritt für Russland und die USA besteht also darin, die Saudis, die Türkei und Frankreich einzutüten und so zu der im Genfer Dokument anvisierten Übergangslösung zu kommen. Beim Eintüten von Frankreich muss vermutlich, wie schon beim Iran-Deal, die deutsche Regierung wieder diskret mithelfen.

PS: Auch der gegenwärtig sehr zum Missfallen von Erdogan trotz der russischen Luftangriffe auf Terroristen in Syrien weiterlaufende Abzug der US-Patriot-Raketen von der türkischen Grenze ist eine Botschaft: die Türkei und ihre SNC-Terroristen haben für ihre Kriegs- und Terrorpolitik gegenüber Syrien, Russland und der YPG keine Rückendeckung durch die USA mehr.

PPS: Noch etwas interessantes: das russische Militär sagt, irgendwelche Flugzeuge hätten nahe der jordanischen Grenze ein Gebiet unter Kontrolle der FSA bombardiert, aber weder Russland noch Syrien sei das gewesen:

http://tass.ru/en/world/829582

Preisfrage: Die Luftwaffe welchen Staates bombardiert da die FSA, um Al Kaida in der AUseinandersetzung mit der FSA zu helfen?

27 Gedanken zu “Die neue syrische Opposition

  1. Vielen Dank für den Beitrag.
    Grundsätzlich gehe ich im Allgemeinen immer mit, wenn hier im Blog Analysen und Prognosen insbesondere zu Syrien&Co reingestellt werden. In diesem speziellen Falle muss ich aber intervenieren.
    Die These, dass die US-Nato als Zeichen der uneingeschränkten Unterstützung der neuen Gruppe um die YPG Tonnen von Waffen über Nordsyrien an Fallschhirmen abgeworfen hat, halte ich für gewagt.
    Für mich sieht es im Moment alles nach einem letzten „Gruß“ in Richtung Moskau aus, bevor die Amis, langsam aber sicher, ihre Zelte in Syrien abbrechen. Der große Unterschied zwischen den „Angriffen“ der Westallianz auf den IS – seit Monaten – und den Angriffen der Russen – seit wenigen Tagen – offenbart sich nun doch deutlich. Die Nusra und der IS rufen gemeinsam zum heiligen Krieg gegen die Russen auf. Flankiert wird das durch den Jihad-Ausruf der saudischen Klerikern. Was, also, machten die Russen in den wenigen Tagen anders als die Westallianz, wo doch von dieser immer behauptet wurde, die Russen würden, a). nur „gemäßigte Rebellen“ treffen und, b)., wären sie die Einzigen, die tatsächlich gegen den IS vorgingen? Antwort: Alles!
    Weder bombardierte die Westallianz relevante IS-Stellungen, noch sorgten sie dafür, dass diese Organisation in irgendeiner Weise geschwächt wurde. daher keinerlei „böse“ Reaktionen der Islamisten. Kaum fliegen die Russen ein paar Tage, steht die islamistische Welt Kopf und allen Ortes wird zum Heiligen Krieg ausgerufen… Entlarvenderes zum Wirken der „demokratischen Achse“ gibt es nicht. Die US-Nato, so vorgeführt, schickt also noch ein paar Tonnen an Waffen via Fallschirmen in ein chaotisches Kriegsgebiet und heizt die Situation noch einmal richtig ein.
    Später, hoffentlich nicht viel später, bleibt dem Terrier nichts anders übrig, als von seiner Beute abzulassen, möchte er nicht, dass seine Zähne einzeln aus dem Maul gezogen werden.

    1. Man braucht nicht zu wissen, wer die Gegner der US sind um zu erkennen, dass die US zu schwach geworden sind, um gegen zu halten – Flasche leer. Die Budgets schrumpfen offensichtlich, nur ist das nicht gerade so transparent, dass es den meisten EUSraEliten einleuchten will. Und dass man auch mit wenig Geld noch grossen Schaden anrichten kann, haben die letzten Jahre auch gezeigt.

      Unser aller Yes We Can betreibt seit geraumer Zeit Schadensbegrenzung und arrangiert sich mit Rückzugsgefechten und den sich immer weiter verschiebenden Kräfteverhältnissen. Das ist alles was er “can” und angesichts der russischen Polittalente je entgegen setzen konnte.
      In diesem Licht lese ich auch das neuerliche Festhalten der US an Afghanistan, um für zukünftige Ereignisse Verhandlungspfand in der Hand zu halten, nicht gegenüber Russland sondern China, das nicht minder geschickt vorging, aber keinen Grund sah, Russland den Vortritt zu verwehren. Der Tag ist nicht mehr fern, da Peking offiziell seinen Führungsanspruch anmelden wird und ihn auch durchsetzen kann. Und wie es im Geschäfsleben so ist, werden die US im Gegenzug für Afghanistan etwas erhalten, nicht viel, aber das Medienpublikum in den US ist seit je bescheiden. Richtig verkauft wird es wie ein Sieg aussehen und an den Tatsachen nichts ändern.

      Jedenfalls haben Deine Überlegungen was für sich und doch, Rom ist auch nicht an einem Tag untergegangen. Ironischerweise auf dem Boden der heutigen Türkei und durch jenes Turkvolk, dessen Schrumpfkur sich mit derjenigen von Konstantinopel durchaus messen kann.

      Wenn ich von Erdowahns Auftritten in diesem Beitrag lese, erkenne ich die Wiederauferstehung von Comical Ali. Mit dem Unterschied, dass die türkische Variante sich befleissigt fühlt, den Witz zu erklären.

      Ob allerdings türkische “Wirtschaftsflüchtlinge” dereinst über Griechenland bei der Alternativlosen die Aufnahmepflicht einfordern, wage ich angesichts der gegenseitigen türkisch-griechischen Willkommenskultur zu bezweifeln. Von Bulgarien bis zur Ukraine könnte noch so einiges erwartet und Die Moldau um einen Satz erweitert werden.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

  2. das Parteibuch sollte einmal einen Beitrag ‚Syrien-Krieg für Dummies‘ machen, denn inzwischen kennt sich keine Sau mehr aus lol, wer ist IS, ISIS, YPG, AlNusra, FSA, XYZ und sonstige Abkürzungen, wer kämpft eigentlich gegen wen oder kämpfen alle gegeneinander??
    Ich meine tschuldigung hier scheint es schon so viele Fraktionen zu geben: wo sind die Interessen, ist es nicht nur RU vs. USA? wer möchte wem den Schädel einschlagen?
    bitte um Aufschlüsselung der Absichten, wer will mit wem und mit wem nicht;
    am besten wir fangen mit Netanyahu an lol

  3. Nur zwei Verständnisfragen:

    – Die neuerlichen 50 Tonnen kommen der neuen Nordfront zugute und die ist diesemal tatsächlich „moderat“ bzw. operiert im Einklang mit den Truppen des Zentralstaats und Rußland?

    – Warum können die USA die Lieferung von panzerbrechenden Waffen nicht stoppen. Weil Obama seinen eigenen Dienst nicht kontrolliert oder weil diese Waffen von anderen Staaten geliefert werden?

    1. Peter

      Die neuerlichen 50 Tonnen kommen der neuen Nordfront zugute und die ist diesemal tatsächlich “moderat” bzw. operiert im Einklang mit den Truppen des Zentralstaats und Rußland?

      Ja.

      Warum können die USA die Lieferung von panzerbrechenden Waffen nicht stoppen. Weil Obama seinen eigenen Dienst nicht kontrolliert oder weil diese Waffen von anderen Staaten geliefert werden?

      Die Türkei, Saudi Arabien und Israel liefern solche panzerbrechende Waffen in Massen an die Terroristen in Syrien, egal ob die USA dafür oder dagegen sind.

      1. Zunächst mal Danke für den Artikel. So ganz schlau werde ich aus der Geschichte allerdings noch nicht wenn die 1. Frage von Peter klar mit „Ja“ beantwortet wird. Ich hatte das ja im letzten Artikel schon kurz angesprochen. Wenn das so stimmt und mehr oder weniger im Einklang mit Russland geschieht, frage ich mich, bzw. wundere ich mich jedoch über folgende Reaktionen:

        „Wo landet das alles?“, fragte Lawrow am Dienstag. Er mutmaßte, dass die amerikanischen Waffen direkt in die Hände der Terroristen des „Islamischen Staates“ gelangen — „wie einst die Toyota-Trucks, die die Amerikaner damals an die Opposition geliefert hatten und jetzt vom IS gefahren werden“.

        http://de.sputniknews.com/politik/20151013/304898463/is-usa-waffenhilfe-lawrow.html

        http://de.sputniknews.com/militar/20151013/304910887/putin-westen-verweigert-daten-ueber-ziele-in-syrien.html

        http://de.sputniknews.com/politik/20151013/304909709/usa-waffen-islamischer-staat.html

      2. Alberich

        Lawrow hat natürlich einen Punkt: anstatt ohne Zustimmung der syrischen Regierung Waffen aus der Luft abzuschmeißen, wäre der richtige und sichere Weg der US-Waffenhilfe für die „Syrische Arabische Koalition“ natürlich, mit dem Flugzeug auf einem von der syrischen Regierung kontrollierten Flugplatz in der Provinz Hasakah zu landen und die Waffen da der syrischen Armee zur weiteren Verteilung an die „Syrische Arabische Koalition“ zu übergeben. Aber dieser sicherere Weg der Waffenhilfe für die „Syrische Arabische Koalition“ ist in den USA innenpolitisch nicht vertretbar, obwohl das Ergebnis das gleiche, aber sicherer, wäre. Genau in diesen Widerspruch geht Lawrow rein.

        Ähnlich ist das auch mit den anderen angeführten russischen Bemerkungen. Auch diese zielen auf die offenkundigen Widersprüche der US-Politik ab, um so die USA dazu zu bringen, diese Widersprüche abzustellen, und im Anti-Terror-Kampf offen mit Russland und der syrischen Regierung zu kooperieren. Ich denke, diese offene Kooperation ist schon grundsätzlich vereinbart, und sie wird auch kommen, aber bis das in den USA innenpolitisch gegen die Israel-Lobby durchsetzbar ist, dauert es noch etwas.

      3. Okay. Klingt auch wieder einleuchtend. Auch vor dem Hintergrund der Ausführungen des „Stimmungsbeeinflussung“-Beitrag. Danke.

        Vgl. „voltairenet“:

        „Moskau und Washington wollen die internationalen Beziehungen umgestalten“
        Thierry Meyssan

        „Offensichtlich sind Moskau und Washington übereingekommen, heute das Abkommen umzusetzen, das sie 2012 beschlossen haben – und welches Clinton, Petraeus, Allen, Feltman, Hollande und Fabius sabotierten: sich die Verantwortlichkeiten in der arabischen Welt zu teilen. (…) Erinnern wir uns an die Grundlage dieses Abkommens: die USA wollten einen Teil ihrer in der Region stationierten Truppen abziehen, wenn Russland die Sicherheit Israels gewährleistet.“

        http://www.voltairenet.org/article188945.html

        „Obama und Putin kooperieren gegen den globalen Dschihadismus“
        Alfredo Jalife-Rahme

        http://www.voltairenet.org/article188967.html

  4. DANKE für den Beitrag !!! Sehr lesenswert und informativ ABER es bleiben auch Bedenken und Fragen hinsichtlich der ZIONISTISCH – WAHHABITISCHEN TERRORACHSE .
    Das was wir im Moment sehen ist ,das SYRIEN vereint mit seinen Verbündeten seine Souveränität im gesamten Land wieder herstellen wird und gesetzt den Fall,das Putins logischer Vorschlag zu einer friedenslösenden Konferenz in Washington mit ALLEN Beteiligten einen positiven Anfang bzw.noch besser einen positiven Ausgang nimmt so verbleibt aber immer noch diese TERRORACHSE.Wie will man diese in Griff bekommen denn sie ist es ja , die uns diese gesamte Situation beschert. Auch können wir uns Obama schön reden oder schreiben , er hat noch ein Jahr und dann ??? Wer sagt uns,das der nächste nicht wieder mit der TERRORACHSE liebäugelt ???
    Eigentlich muss in diesem verbleibenden Obama-Jahr sehr gründlich gesäubert und klug Verhandelt werden.Es geht mir nicht darum irgend ein Staat zu eliminieren sondern um die Trockenlegung des finanziellen Sumpfes dieser TERRORACHSE.

    1. Die Frage ist, ob seinem Nachfolger diese Option überhaupt noch z.V. steht. Verschiedentlich wurde auch aus innerzionistischen Kreisen darauf hingewiesen (z.B. durch KRIEGsnobelpreisträger Kissinger), dass man sich Russland auf Dauer nicht zum Feind machen kann. Denn alles was geschehen ist, hat Russland weiter in die Arme Chinas getrieben, derweil es auch alleine ganz gut über die Runden gekommen ist. Z.B. haben die Sanktionen zwar die russische Wirtschaft geschrumpft, aber auch den Rubel, weshalb dort nun weitaus billiger produziert werden kann als vorher. Parallel hat die EU Exportausfälle zu beklagen und für russische Touristen ist Europa sowohl image- wie auch wechselkursmässig keine Traumdestination mehr.

      Alles in Allem haben die US zu lange über ihren Möglichkeiten gespielt (Überdehnung des militärisch-industriellen Komplexes) und müssen sich mit jedem verlorenen Jahr mehr den Trümmern und Löchern im eigenen Haushalt widmen. Im Grunde müssten die Amis zunächst mal begreifen, dass sie die auszupressende Zitrone des Zionistischen Wirtschaftskomplexes sind und eine Ressourcenfehlallokation globalen Aussmasses finanzieren, die von den Provinzen nicht kompensiert werden kann, wenngleich das versucht wird.

      Sowohl Obama wie auch sein Nachfolger haben kaum andere Optionen, als Russland wieder salonfähig zu machen, d.h. salonfähig in der Westlichen Wertegemeinschaft, denn anderswo wird es durchaus wohlwollender wahrgenommen. Natürlich können sie sich noch eine Weile so weiter machen, aber Putin hat im Grunde nicht viel mehr gemacht als zugeschaut und mit einem Minimum an Aktionen Russlands Chancen optimiert. Die US haben sich plusminus selbst aus dem Rennen genommen, denn eine an ökonomischer Potenzstörung leidende Volkswirtschaft kann es sich nicht leisten, jeden potentiellen Verbündeten dauerhaft vor den Kopf zu stossen. Vorher meinten sie, soviel und noch mehr von Wirtschafts-“Partnern” verlangen zu können, aber heute werden sie von der Realität eingeholt.

      Wie @Alberich auf dieser Seite zitierte, hätte z.B. Russland die Sicherheit Israels garantieren sollen. Das aber wäre der Kotau vor der zionistisch-wahhabitischen Achse gewesen und ungefähr so vorteilhaft für Russland, wie sich den Verzicht der NATO-Osterweiterung nicht schriftlich geben zu lassen. Der Kniefall hätte den Zionismus auf eine Weise gestärkt, die nicht nur Russland widerstrebt hätte, sondern v.a. China, denn gegen Peking geht es weiterhin zur Hauptsache.

      Wie dieses Versprechen von den EUSraEliten ausgeschlachtet worden wäre, kann man sich anhand der gängigen WestPRopaganda sehr wohl vorstellen. Mittlerweile hat Russland die PRopagandahoheit im eigenen Interessengebiet zurückerobert, womit für Moskau unerheblich geworden ist, mit welchen Humbug die EUSraEliten West-MASSEn verblöden.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

    1. Hans Werner

      Der Artikel kommt aus dem von Hillary Clinton angeführten Lager der Israel-Lobby.

      http://www.bloombergview.com/articles/2015-10-14/clinton-wants-obama-to-confront-putin-in-syria

      Die sitzen nach wie vor mit in Obamas Boot, wollen aber genauso Krieg gegen Russland und Iran wie John McCain, weil sie demselben Herren der zionistisch-wahhabitischen Achse des Terrors dienen: Netanjahu.

      „said a former senior Obama foreign policy hand.“ (Das hört sich nach Hillary Clinton an.)

      „Even so, the Russia hawks believe that Putin and Kerry’s Russian counterpart, Sergei Lavrov, generally string along and mislead the U.S.“

      Die Israel-Lobby äußert (anonym) den Verdacht, dass Kerry und Lavrov heimlich gegen die zionistisch-wahhabitische Terrorachse zusammenarbeiten, ganz so wie das hier im Artikel beschrieben ist. Wie schon gesagt, die zionistisch-wahhabitische Terrorachse hat mitbekommen, dass Obama mit Putin gegen Netanjahu zusammenarbeitet, und ist entsprechend wütend. Offen zu sagen, dass sie wollen, dass Al Kaida gegen Syrien gewinnt, trauen sich von denen nur wenige (Petraeus und Oren haben es offen gesagt, aber sonst kaum jemand), aber in dieser Wut macht die zionistisch-wahhabitische Terrorachse trotzdem weitere Fehler.

  5. Im letzten Monat hat sich eine deutliche Entwicklung abgezeichnet: man kann in den großen Tageszeitungen (Online) kaum noch einen Artikel kommentieren (zumindest die, die ich lese, falls andere Erfahrungen, bitte melden), dh. die Demokratie wurde weitestgehend eingeschränkt, man kommt sich hier schon wie im tiefsten Russland vor (obwohl das mit dem tiefsten Russland vielleicht alles nur Propaganda war, und wir eigentlich die sibirischen Ureinwohner sind)

    1. Womit sich eine Frage stellt, nämlich zur Bewertung von ObLs Prognosen bezüglich unserer Demokratien.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

    2. Demokratie? Hier? Also Ihr meint das Volk ist der Souverän und bestimmt die Richtlinien der Politk? Gabs das in den letzten 50 Jahren irgendwo im (tollen) Westen? Unsere Freiheit beschränkt sich leider nur darauf, zu jeder Zeit ein jegliches Konsumgut erwerben zu können.

      Die Meinungsfreiheit existiert zwar noch, wird aber massiv durch Umerziehung eingeschränkt – das heißt, die Leute sind es gewohnt, dass alles, was nicht der öffentlichen Meinung entspricht, übelst bekämpft und diffamiert wird. Und da niemand ständig Ärger haben will…

      Demokratie, wie wir sie im Westen haben ist eine schlichte Verarschung. Die „Stellvertreter“-Demokratie -auch parlamentarische Demokratie genannt- mit dem ganzen Parlaments- und Parteiengelöt ist kaum was anderes wie eine Konzerndiktatur. Will man von Demokratie reden, muss man ein System erschaffen, das der Bestchlichkeit von Parteien, Parlamenten und Regierungen keine Angriffsfläche bietet. Und das ist denkbar. Es muss eine direkte Demokratie sein, wo der Bürger in regelmäßigen Zeitintervallen alle Grundsatzentscheidungen wählt und nicht drei Buchstaben, um dann von diesen Verraten zu werden…

      1. – … ein System erschaffen, das der Bestchlichkeit von Parteien, Parlamenten und Regierungen keine Angriffsfläche bietet. Und das ist denkbar.

        Sicher ist das denkbar, genauso wie es denkbar ist, dass das System Homo sapiens – die MASSE – “Bestchlichkeit von Parteien, Parlamenten und Regierungen” fördert und somit demokratisch legitimiert.

        Der Spruch “jedes Volk hat die Regierung, die es verdient” geht zielsicher auf die demokratische Legitimation ein. Darüber hinaus macht er mit dem doppeldeutigen “verdient” auf die demokratische Legitimation des Freien Markts aufmerksam.

        Ergo wird die Wirtschaftspolitik mit genau 8 Wörtern zusammengefasst. Man braucht nicht reihenweise Bücher zu verschlingen, 8 geschickt gewählte Wörter reichen. Leider stammen sie nicht von mir.

        Die Amis auf Kurs
        Grüsse
        kosh

        PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  6. Jaja, die Amis haben aber auch immer ein Pech, wenn sie etwas aus Flugzeugen abwerfen. Im (illegalen) Jugoslawien-Krieg war es mal eben die chinesische Botschaft, die es erwischt hat. In Afghanistan wird ein Krankenhaus zerlegt. In Syrien tritt es aus Versehen ein Kraftwerk fünfzig Kilometer jenseits der Frontlinien. Und die Waffen für die Kurden landen bei den IS-Idioten.
    Sind die wirklich so unfähig? Ich denke mal nicht.
    Wie schrieb Ian Fleming in seinem James Bond? „Einmal kann passieren. Das zweite Mal ist Zufall. Beim dritten Mal handelt es sich um eine Feindaktion!“

  7. Linke Kapitalismusversteher unter sich. Hingehen, sich einmischen und Mitdiskutieren!

    Gewalt, Militanz und emanzipatorische Praxis – Machen die Richtigen alles falsch?
    Am 19. Oktober, Conne Island, Leipzig 19 Uhr
    Jutta Ditfurth, Thomas Ebermann und Peter Nowak diskutieren auf dem Podium

    „Welche Formen der effizienten linksradikalen Intervention kann es angesichts einer Radikalisierung des Kapitalismus und der Aufrüstung des Sicherheitsstaates geben? Können Militanz oder Gewalt zur revolutionären Transformation bzw. Negation des Bestehenden beitragen? Welche Unterschiede finden sich global in anderen Kontexten? Wie wirken militante oder gewaltsame Aktionen? Inwieweit kann Militanz sich von Gewalt emanzipieren und zu einer befreiten Gesellschaft hinwirken? Wie kann kollektiv darüber gesprochen werden, ohne sich in Entsolidarisierung einerseits und avantgardistischen Positionen andererseits zu verfangen?“

    Veranstalter: Linxxnet e.v.

    1. Links, Sitzordnung franz. Nationalversammlung von 1798, Seite des Volkes, geht davon aus und beginnt damit, die Kapitalverhältnisse in Frage zu stellen. Davon ist dort wenig zu erkennen.

    2. „Inwieweit kann Militanz sich von Gewalt emanzipieren und zu einer befreiten Gesellschaft hinwirken?“ Viel Spaß bei dieser VS-/Staatsschutz-Veranstaltung!
      MfG Mahaf

  8. Hoffentlich beinhaltet die Annahme der RF, bezüglich des Endes der gefälscht-islamischen Wahhabi-Faschos, einen Deal mit Washington zu haben auch, dass es sich dabei um einen der üblichen Tricks handeln könnte, um Zeit zu gewinnen zum Planen neuer Verbrechen gegen die Menschlichkeit :

    SANA – 18 October، 2015 – Warplanes of US-led alliance attack power plant in Aleppo – Aleppo, SANA – In blatant violation of international law, warplanes of the US-led alliance violated Syrian airspace and attacked a power plant that feeds Aleppo city, causing a blackout in the city. A military source told SANA that warplanes of the Washington alliance violated Syrian airspace and attacked civilian infrastructure in Mare’a, Tal Sha’er, and al-Bab in Aleppo countryside on Sunday. The source added that the warplanes attacked the biggest electric power plant that feeds Aleppo city, which resulted in cutting off power from most neighborhoods in Aleppo city. – This transgression comes only 8 days after two F-16 warplanes belonging to the alliance targeted two power plants in al-Radwaniye area east of Aleppo city, cutting off power from the area.

    http://sana.sy/en/?p=58236

    Gleiches gilt für den Deal der IR mit Washington:

    IRIB – 16 Oktober 2015 – Atomvereinbarung: Ayatollah Jannati rät Regierung zu Vorsichtsmaßnahmen – Teheran (IRIB) – Der Prediger des heutigen Teheraner Freitagsgebets hat der iranischen Regierung geraten, bei der Umsetzung des gemeinsamen Aktionsplans(Atomvereinbarung) Gegenmaßnahmen gegen mögliche Intrigen seitens der USA bereitzustellen. […]

    http://german.irib.ir/nachrichten/inland/item/291698-atomvereinbarung-ayatollah-jannati-r%C3%A4t-regierung-zu-vorsichtsma%C3%9Fnahmen

    Den Deal der RF mit dem Besatzungsregime scheint es auch nicht wirklich zu geben:

    MEHR News – Sun 18 October 2015 – Russian warplanes intercept Israeli fighters in southern Syria – DAMASCUS, Oct. 18 (MNA) – Russian jets forced Israeli fighter-bombers to change their course when trying to enter the Syrian airspace. Russian Aerospace Force warplanes operating in Syria forced Israeli fighter-bombers to change their course when trying to enter the airspace of the Arab nation on espionage missions. The Israeli Yedioth Ahronoth daily quoted Lebanese diplomatic sources saying that the event took place yesterday after Russian radars detected various Zionist fighters flying close to the Syrian territory. […]

    http://en.mehrnews.com/news/111158/Russian-warplanes-intercept-Israeli-fighters-in-southern-Syria

    Press TV: Saudi fighter jets target north Yemen with cluster bombs

    http://www.presstv.ir/Detail/2015/10/18/433972/Saudi-Arabia-Yemen-Ansarullah

    Fars News – Sun Oct 18, 2015 – Yemen: Saudi Airstrikes Destroy Sa’ada’s Mosque, Kill Civilians – TEHRAN (FNA)- Airstrikes by the Saudi-led coalition forces destroyed a mosque in the Yemeni province of Sa’ada, killing at least three people. The Saudi air raids targeted the Yemeni Province of Sa’ada several times on Sunday. According to reports, a mosque was destroyed, and at least three people were killed and dozens wounded in the Saudi bombing. On Saturday, Saudi fighter jets bombarded the Southwestern province of Lahij, Northern province of Sa’ada and Southern province of Ta’izz, killing at least 20 people and injuring scores of others. Saudi Arabia has been striking Yemen for 207 days now to restore power to fugitive president Mansour Hadi, a close ally of Riyadh. The Saudi-led aggression has so far killed at least 6,679 Yemenis, including hundreds of women and children. Hadi stepped down in January and refused to reconsider the decision despite calls by Ansarullah revolutionaries of the Houthi movement. Despite Riyadh’s claims that it is bombing the positions of the Ansarullah fighters, Saudi warplanes are flattening residential areas and civilian infrastructures.

    http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13940726001085

    US-led Bombing Raids Target Syrian Civilians in an Area which has “Never been in the Hands of ISIS” – By ITAR-TASS/Global Research, October 17, 2015 – Tass 16 October 2015 – This territory has never been in the hands of the Islamic State, deputy chief of the Russian General Staff Andrey Kartapolov points out. Traces of airstrikes against household buildings have been found at the Syria-Jordan border, where Russian warplanes have performed no missions, deputy chief of the Russian General Staff Andrey Kartapolov said on Friday. “We have spotted ruins of household buildings destroyed by bombing near the settlement of Kherbet Ghazala at the Syrian-Jordan border,” he told a briefing for foreign military attaches and journalists. […]

    http://www.globalresearch.ca/us-led-bombing-raids-target-syrian-civilians-in-an-area-which-has-never-been-in-the-hands-of-isis/5482681

    IRIB – Samstag, 17 Oktober 2015 – Jemen: Neue saudische Verbrechen in der Provinz Tais – Sanaa (IRIB) – Saudische Kampfflugzeuge haben heute die südjemenitische Stadt Tais bombardiert und zehn Familienmitglieder, darunter einige Frauen und Kinder getötet. […]

    http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/291756-jemen-neue-saudische-verbrechen-in-der-provinz-tais

    Press TV – Sun Oct 18, 2015 – Saudi fighter jets target north Yemen with cluster bombs – Yemeni media have released a video showing the northern province of Sa’ada being targeted with banned cluster bombs by Saudi warplanes. The footage on Sunday showed Saudi fighter jets bombing the residential area of Maran village in Sa’ada Province with cluster bombs, al-Yemen al-Youm television network reported. Tens of civilians were reportedly killed in the attack and several houses were destroyed. […] The photo released by Human Rights Watch shows the remnants of an air-dropped cluster munition and unexploded BLU-97 submunitions found in Yemen’s northern governorate of Sa’ada. […]

    http://tsenews.com/saudi-fighter-jets-target-north-yemen-with-cluster-bombs

    Wenn US-geführte Wahhabi-Faschisten mit US-Kriegsflugzeugen islamgläubige Menschen mit US-Streubomben abschlachten und US-geführte Wahhabi-Faschisten mit US-Flugzeugen islamische Moscheen zerbomben, dann muss gesagt werden, dass US-geführte Wahhabi-Faschisten mit dem Siegel des islamischen Propheten auf ihren Fahnen in etwa so islamisch sind, wie die Nazifaschisten mit der tibetischen Swastika auf ihren Fahnen buddhistisch.

    Sputnik news – 18.10.2015 – NATO Front Crumbles, Slovakia Welcomes Russia’s Involvement in Syria – The Russian military operation in Syria has led to a division in NATO. For the first time a NATO country – Slovakia – has taken Russia’s side and supported their involvement in the war-torn country. – The Prime Minister of Slovakia, Robert Fico, a NATO member country, has come out in support of Russia’s involvement in the Syrian conflict. – „Whether an American attack on the targets of the Islamic State or a Russian attack would be successful, in both cases this is the same thing,“ Fico said in an interview with the Slovak Radio on Saturday, adding that a successful resolution of the conflict also requires participation of the Syrian head Bashar-al-Assad. […]

    http://sputniknews.com/middleeast/20151018/1028702002/nato-slovakia-welcomes-russia-involvement.html

    HINTERGUND – 17. Oktober 2015 – Über Russlands Intervention und den Kampf gegen den „Terrorismus“ in Syrien – Interview mit MIHRAC URAL, – Mihrac UralDie politischen Wurzeln von Mihrac Ural liegen in der türkischen Linken. In den 1970er Jahren war er Generalsekretär der militanten linken Gruppierung Acilciler. Nach dem Militärputsch in der Türkei im Jahr 1980 floh er ins syrische Exil. Dort leitet er heute die Organisation Mukaveme Suriyyi, die an der Seite der syrischen Regierung und Armee kämpft. Willi Effenberger hat ihn für Hintergrund interviewt. […]

    http://www.hintergrund.de/201510173711/globales/kriege/unser-krieg-ist-ein-verteidigungskrieg.html

  9. Bin recht skeptisch gegenueber der neuen alten „Demokraten“. Habe dazu mehrere Links, allerdings sind die meisten auf Franzoesisch oder Arabisch. Hier etwas auf Englisch (habe abgewartet, bis ich was gefunden habe).
    http://pennyforyourthoughts2.blogspot.com/2015/10/us-airdrops-tons-tons-of-munitions-into.html
    Und noch eine Menge anderer Artikel dazu:
    http://pennyforyourthoughts2.blogspot.com/2015_10_01_archive.html

    Wenn ich Zeit finde, werde ich versuchen, noch einen Artikel von Al Manar zu uebersetzen.

    1. Nur Lügen über die Empfänger der US-Bewaffnung in Syrien!
      L.Mazboudi

      In welche Hände gelangten denn die 50 Tonnen amerikanischer Waffen und Munition, die aus der Luft abgeworfen wurden und die Hunderte von TOW-Panzerabwehrraketen, die über andere Kanäle durchgeschleußt wurden?
      Eine legitime Frage, wenn man weiß, dass die meisten Milizen in Syrien entweder mit dem ISIL kämpfen oder mit der Nusra-Front, alle beide Ableger der nebulösen wahhabitisch-takfiristischen Al-Qaida. Eine Frage, deren Antwort vielleicht schwierig erscheint, denn die betreffenden Hauptdarsteller, die Absender, geben darauf widersprüchliche, ja lügnerische Antworten.

      Syrische Demokratische Front (SDF) oder Arabische Koalition
      Seltsamerweise haben seit dem neuen Abwurf neue Milizen das Licht der Welt erblickt. Diejenige, welche am meisten genannt wird, ist die Koalition der Streitkräfte der SDF.
      Der prosaudische Satellitensender al Arabiyya stellte fest, dass sie der Empfänger der amerikanischen Waffen am Sonntag vor zwei Wochen gewesen sei. Genau an jenem Tag sind die Militärführer dieser Pseudokoalition öffentlich aufgetreten.
      Sie soll aus etwa 13 Gruppen bestehen, Kurden, Assyrern und Arabern. Eine informierte Quelle hat al-Akhbar versichert, dass die kurdischen Einheiten ihr Rückgrat bildeten und dass sie beschlossen hätten, in ihren Reihen arabische Grüppchen mitmachen zu lassen, um ihr einen syrischen Charakter zu verleihen und den Druck zu vermindern, den die Türken auf die USA ausüben könnten. Eine Erklärung, die sich mit den Worten des Pentagonsprechers Peter Cook deckt, der vermutet hat, dass ein Teil der Munition, die über den syrischen Regierungsbezirk Hassake abgeworfen wurde, vielleicht in die Hände der Kurden gefallen sei, die den ISIL bekämpfen.
      Zu den Namen dieser Milizen, die von der libanesischen Zeitung al-Akhbar aufgezählt werden, gesellt sich ein Bisschen von Allem: Die kurdische Miliz Einheiten des Schutzes des (kurdischen) Volkes, die des Assyrischen Militärrats und der Seldschukenbrigade. Sie scheinen dazu zu dienen, die syrischen Minderheiten zu vertreten. Es gibt auch die mit der Benennung Einheiten des Schutzes der Frauen, die die syrischen Frauen vertreten sollen (soll man annehmen). Es werden auch Shams al-Shamal (Sonne des Nordens), Suwwar Raqqa (die Revolutionäre Raqqas), Brigade der Befreiung, Bataillon-99 genannt. Unbekannte Milizen oder ohne Stütze im Volk und die hauptsächlich dazu dienen dürften, die Liste aufzufüllen.
      Vier andere Milizen wurden getrennt davon an jenem Sonntag vor zwei Wochen genannt: Die Sanadidenstreitkräfte, Burkan al Furat (Vulkan des Euphrats), Vereinigung der al-Jazira-Brigaden und die Armee der Revolutionäre (welche die Front der Kurden, das Bataillon 99, die Spezialoperationen 455, Ahrar al Zawiya, das Bataillon Sultan Selim und die Brigade der Märtyrer von Atareb umfasst). Doch bei ihrer Zusammenkunft am Donnerstag danach ist die SDF mit einer anderen Version der Zusammensetzung ihrer Milizen aufgetreten und hat von der Existenz einer Formation namens Syrischer Arabischer Koalition gesprochen. Es stellte sich heraus, dass diese die vier vorgenannten Milizen umfasst und dass die kurdische Komponente bedeutend ist, zumindest in der Armee der Revolutionäre und in den Brigaden von al-Jazira (Mesopotamiens).
      Unverständlich, wie sie dann arabisch sein soll.
      Der Inhalt der Gründungserklärung, der darauf hinweist, dass das Ziel der SDF sei, die feindlichen Kräfte gegen das syrische Volk zu bekämpfen, an ihrer Spitze den ISIL, und der internationalen Koalition und an ihrer Spitze den USA zu danken, legt nicht ausreichend die Gründe dieser Umstellung der Milizen offen.
      Vielmehr sollte man glauben, dass die türkischen Warnungen dies tun können. So hat am Tag nach dem US-Waffenabwurf Ankara den Ton gehoben und sowohl die Amerikaner als auch die Russen vor jedem Versuch gewarnt, die Kurden zu bewaffnen. Am folgenden Tag hat die Syrische Arabische Koalition in den Erklärungen der amerikanischen Führungsschicht das Licht der Welt erblickt.

      US-Lügen und saudische Lügen
      „Die Munition, die von Transportflugzeugen des Typs C-17 abgeworfen wurde, haben die arabischen Gruppen erhalten, deren Führer sorgfältig geprüft worden sind. Diese Gruppen gehören zur Syrischen Arabischen Koalition, die die Kämpfe im Nordosten Syriens führt, wo sich die Bastion des IS befindet“, sagte ein Pressedienstvertreter des Pentagons zu RIA Novosti, ohne die kurdischen Peshmergas zu erwähnen.
      Man weiß, welchen amerikanischen Verantwortlichen man Glauben schenken kann.
      In Bezug auf die TOW stellt man dieselbe lügnerische Annäherung von Saudiarabien fest, das diese mit dem grünen Licht der Amerikaner entsendet.
      «Der Nutznießer werden die Eroberungsarmee, die Freie Syrische Armee und die Südfront sein, aber nicht Al Nusra (= Al-Qaida) noch der Islamische Staat», sagte ein saudischer Verantwortliher der BBC unter dem Siegel der Anonymität. (Quelle RT)
      Doch kämpft die Nusra-Front sowohl in der Eroberungsarmee, die auf Arabisch Jesh al Fateh heißt, als auch in der Südfront mit, während die Freie Syrische Armee fast nicht mehr existiert. Beweis: Sie wurde nicht einmal in der Koalition der SDF erwähnt.
      Wenn erst einmal die Lügen aufgedeckt sind, dann wird es sicherlich leicht zu erraten sein, wer die Empfänger der amerikanischen Waffen in Syrien sind!
      Quelle: Al Manar

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.