Zur US-Präsidentschaftswahl 2016

Während die öffentliche Aufmerksamkeit sich in der nächsten Woche auf die UNO-Hauptversammlung und die da erwartete Weichenstellung für das Scheitern der zionistisch-wahhabitischen Achse im Krieg gegen Syrien richten wird, sollen im folgenden die Kandidaten der US-Präsidentschaftswahl 2016 näher beleuchtet werden. Die Wahl ist praktisch die einzige Chance, die Netanjahu und seiner Achse des Terrors verbleibt, den geopolitischen Machtkampf noch zu ihren Gunsten zu wenden.

Dabei soll im Folgenden davon ausgegangen werden, dass eine von den Republikanern oder den Demokraten zum Kandidaten gekürte Person zum Präsidenten gewählt wird. Andere Parteien und unabhängige Kandidaten haben hingegen keine echte Chance auf den Sieg, das schon allein deshalb nicht, weil nur die beiden großen Parteien über die notwendige Organisationsstruktur verfügen, um es überhaupt in allen Bundesstaaten auf die Wahlzettel zu schaffen. Offen ist lediglich, und das wird es wohl auch bis zur Stimmauszählung am Wahlabend bleiben, ob der Gewinner oder die Gewinnerin zum republikanischen oder zum demokratischen Lager gehören wird.

Umfragen zu den US-Präsidentschaftswahlen mögen zwar Trends zeigen, bieten aber keine brauchbare Vorhersage. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass der Präsident in den USA nicht direkt von der Bevölkerung, sondern von Wahlmännern der einzelnen Bundesstaaten gewählt wird, wobei eine hauchdünne Mehrheit jeweils ausreicht, um den Kandidaten die Stimmen aller Wahlmänner eines Bundesstaates gewinnen zu lassen. Und genau auf die Staaten, wo knappe Entscheidungen zu erwarten sind, die sogenannten Swing-Staaten, kommt es an, allen voran Florida.

Dass Umfragen jetzt noch keine zuverlässigen Prognosen liefern, liegt des Weiteren natürlich auch daran, dass noch gar nicht bekannt ist, welche Kandidaten die Parteien letztlich ins Rennen schicken werden, und dass viele Leute von jetzt bis zur Wahl sich ihre Meinung erst nach der Kür der Kandidaten bilden oder bisherige Präferenzen danach noch ändern. Auf die Person der Kandidaten kommt es bei der Präsidentschaftswahl mindestens ebenso an wie auf die Partei, für die sie antreten, auch wenn viele US-Amerikaner weder bei den Parteien noch bei den aussichtsreichen Kandidaten große Unterschiede sehen, sondern eher der Meinung sind, da kommt sowieso immer wieder die gleiche von superreichen Spendern und Bankstern geführte Clique an die Macht, die die gleiche korrupte Politik macht. Da ist in gewisser Hinsicht auch was dran. Wer bei den Wahlen 2008 nach dem Irakkriegs-Desaster gewollt hätte, dass der Israel-Lobby eng verbundene Kriegstreiber wie Jeffrey Feltman oder Victoria Nuland nie wieder in die Nähe eines öffentlichen Amtes kommen, hätte unter den aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten niemanden gefunden, dessen Sieg dafür gesorgt hätte. So wurde Bushs Libanon-Botschafter Jeffrey Feltman unter Präsident Obama und Außenministerin Hillary Clinton Staatssekretär für Nahostangelegenheiten während Dick Cheneys Beraterin und George Bushs NATO-Botschfterin Victoria Nuland unter Hillary Clinton Sprecherin des US-Außenministeriums wurde bevor sie unter Obamas Außenminister John Kerry 2013 zur Staatssekretärin für europäische und eurasische Angelegeheiten befördert wurde. Und beide, Feltman und Nuland, machten unter Obama genau das, was sie unter Bush auch schon gemacht haben: von Israel gewünschte Kriege anzetteln. Dass diese Kriegstreiber, wenn einer von Obamas Gegenkandidaten McCain oder Romney gewonnen hätte, einen Karriereknick erlitten hätten, wäre nicht zu erwarten gewesen, im Gegenteil, sowohl McCain als auch Romney machten selbst kräftig Druck für die von der Israel-Lobby gewünschten Kriege.

Andererseits ist es, allen Kontinuitäten des militaristischen US-amerikanischen Imperialismus zum Trotz, unzweifelhaft so, dass sich heute sagen lässt, dass die Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten schließlich doch einen Unterschied gemacht hat. In seiner zweiten Amtszeit hat Barack Obama, trotz des von seiner Staatssekretärin Nuland inszenierten Neonazi-Putsches in der Ukraine, auch energisch gegen die Kriegswünsche der zionistisch-wahhabitischen Achse des Terrors gearbeitet, was am deutlichsten dadurch wurde, dass er dem Druck der Israel-Lobby zur Bombardierung Syriens nicht nachgegeben hat und danach den P5+1-Deal mit dem Iran vorangetrieben und durchgesetzt hat, gegen den verbissenen Widerstand von Netanjahu und der Israel-Lobby. Unter der Präsidentschaft von Israels Lieblingen John McCain, Mitt Romney und Hillary Clinton wäre diese Politik in Richtung Frieden sicherlich nicht passiert, sondern es hätte, ganz im Sinne Netanjahus, mehr Krieg und Politik in Richtung Krieg gegeben. Und auch einige andere geopolitisch bedeutsame Ereignisse, die die zionistisch-wahhabitische Terrorachse durchschütteln, von der Abwahl von Israels Kumpan Jonathan Goodluck in Nigeria bis hin zum SCO-Beitritt Pakistans, hätte es unter John McCain, Mitt Romney oder Hillary Clinton eher nicht gegeben, und ebensowenig die sich nun abzeichnende Einigung auf der Basis von Russlands Vorschlägen im Syrienkrieg. Hätte hingegen der von der libertären Bewegung getragene republikanische Kandidat Ron Paul die Präsidentschaft gewonnen, dann wäre diese Entwicklung, wie sie sich nun unter Obama vollzogen hat, allerdings auch möglich gewesen. Die Person des Kandidaten, der die US-Präsidentschaft gewinnt, einschließlich des ihn zur Präsidentschaft tragenden Unterstützerkreises ist also doch durchaus von einiger Bedeutung, und was den globalen Kampf gegen die zionistisch-wahhabitische Terrorachse angeht, wahrscheinlich mehr noch als die Partei, der er oder sie angehört.

Darüber, wer Präsidentschaftskandidat wird, entscheiden die Vorwahlen der Parteien in den einzelnen Bundesstaaten. Die Parteigremien der Bundesstaaten entsenden, nachdem die Vorwahlen abgeschlossen sind, entsprechend ihrer jeweiligen Regularien gewählte Wahlmänner und -frauen auf einen Parteikongress ihrer Partei, und wer von den Bewerbern um die Präsidentschaftskandidatur da die meisten Stimmen bekommt, wird Präsidentschaftskandidat der Partei. Ähnlich wie bei der Präsidentschaftswahl ist die Anzahl der Wahlmänner von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich und die meisten Bundesstaaten vergeben an den Gewinner ihrer Vorwahl alle Stimmen ihres Bundesstaates, egal wie knapp der Sieg war. Wer Präsidentschaftskandidat werden will, muss also Vorwahlen gewinnen, gute zweite Plätze nutzen Bewerbern in den meisten Bundesstaaten überhaupt nichts. Anders als die Präsidentschaftswahlen selbst finden die Vorwahlen allerdings nicht alle an einem Tag statt, sondern sie ziehen sich über Monate hin. Die Vorwahlen beginnen auch diesmal, wie traditionell üblich, am 1. Februar im kleinen Agrarstaat Iowa, und anschließend zieht der Zirkus nach New Hampshire, Nevada und South Carolina, bevor dann am 1. März, dem sogenannten Super-Dienstag, Vorwahlen in einem Dutzend weiteren Bundesstaaten gleichzeitig stattfinden. Spätestens am Super-Dienstag lichtet sich das Feld der ernsthaften Bewerber drastisch, denn wer am Super-Dienstag keine Vorwahl gewinnen konnte, dessen Bewerbung gilt als völlig chancenlos. Der Vorwahl-Zirkus geht dann noch bis zum Juni weiter, und falls es da noch zwei oder mehr nahezu gleichauf liegende Bewerber gibt, wie es etwa 2008 bei den Demokraten mit Barack Obama und Hillary Clinton der Fall war, kann es noch praktisch bis zum Parteikongress offen bleiben, wer die Nominierung gewinnt.

Obwohl Nominierungen formell noch bis zum Beginn der Vorwahlen am 1. Februar oder sogar danach möglich sind, sieht es praktisch jedoch so aus, dass, wer Ende September im Jahr vor der Präsidentschaftswahl, also etwa bis jetzt, seine Kandidatur noch nicht erklärt hat und noch keine guten Umfragewerte hat, so gut wie keine Chance mehr auf den Sieg hat. Spätestens jetzt ist es höchste Zeit, Spenden für den Vorwahlkampf einzuwerben und Wahlkampforganisationen aufzubauen, wenn es eine Chance auf den Sieg bei den am 1. Februar beginnenden Vorwahlen geben soll. Auch zur Profilierung wichtige TV-Debatten zwischen den potentiell siegreich erscheinenden Kandidaten laufen bereits jetzt. So lässt sich bereits jetzt ein ziemlich kleiner Kreis an Kandidaten abgrenzen, die Chancen auf den Sieg der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr haben könnten. Im Nachfolgenden sollen diese Kandidaten mitsamt ihrer Unterstützer beleuchtet werden, insbesondere im Hinblick darauf, ob von ihnen im Falle der Präsidentschaft zu vermuten oder zu erwarten ist, dass sie den von Obama in seiner zweiten Amtszeit begonnenen Kampf gegen die zionistisch-wahhabitische Terrorachse fortführen werden. Zwar unterstützen alle Kandidaten formal Israel, aber die scharfe Auseinandersetzung zwischen Obama und Netanjahu zeigt, kann es dabei durchaus große Unterschiede geben.

Zunächst mal zu den Republikanern:

Wie alle Umfragen zeigen unterstützt eine überwältigende Mehrheit der republikanischen Wählern gute Beziehungen zu Israel, und auch für die von Israel gewünschten Kriege und die aggressive Politik der USA entsprechend der Wünsche Israels findet sich bei den Wählern der Republikaner sehr viel Unterstützung. Es ist deshalb wenig verwunderlich, dass die republikanischen Abgeordneten und Senatoren geschlossen gegen die von Obama vorangetriebene Atomeinigung der P5+1 mit dem Iran gestimmt haben, auch wenn die libertäre Strömung, deren Held bei den letzten beiden Präsidentschaftswahlen Ron Paul war, da anderer Meinung ist.

Bis zum Frühjahr sah es so aus, als würden die Republikaner mangels Alternativen mit einem schwachen und wenig chancenreichen Kandidaten zur Präsidentschaftswahl antreten müssen. Zwar warfen eine Reihe von Bewerbern mittelmäßig profilierter Politiker ihren Hut in den Ring, aber ein starkes, einigendes oder besser noch mitreißendes Zugpferd fehlte. Und diese Reihe mittelmäßig profilierter Politiker machte sich dann auch noch ausnahmslos einer nach dem anderen auf den Weg, um mehr oder minder öffentlich um Gunst und Geld megareicher Unterstützer der Israel-Lobby, allen voran bei Netanjahus Gönner Sheldon Adelson, zu buhlen, was unter dem Begriff „Adelson Primary“ für Spott sorgte. Von Marco Rubio, der vom mit Autohandel reich gewordenen Israel-Lobbyisten Norman Braman unterstützt wird, heißt es, er telefoniere jede Woche mit Adelson, um ihn darauf aufmerksam zu machen, was er hier und da gesagt oder gemacht habe, was Adelson gefallen würde, von Lindsey Graham, Scott Walker, Ben Carson und John Kasich wurde ähnliches berichtet, ebenso über Tea-Party-Starlett Ted Cruz, und der Star der libertären Bewegung, Ron Pauls Sohn Senator Rand Paul war auch zur Vorsprache bei Sheldon Adelson. Deutlicher lässt sich kaum demonstrieren, dass die Politik der Republikaner käuflich ist. Dazu kamen einige Kandidaten, die von anderen der Israel Lobby nahestehenden Oligarchen ins Rennen geschickt wurden, etwa Chris Christie, der unterstützt wird von Home-Depot-Mitgründer Ken Langone, einem Vertrauten seines der Israel Lobby nahestehenden Businesspartners Bernard Marcus, die von den bekanntlich ebenfalls der Israel-Lobby nahestehenden schwerreichen und sehr spendierfreudigen Koch-Brüdern unterstützte Ex-Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina und Jeb Bush, Ex-Gouverneur von Florida, Sohn und Bruder der beiden Ex-Präsidenten Bush, der den der Israel Lobby nahestehenden Multimillionär Mel Sembler hinter sich hat. Hinzu kam eine Reihe von früheren Präsidentschaftskandidaten, die schon in den letzten Versuchen an fehlendem Charisma und mangelnder Basis gescheitert waren, etwa Mike Huckabee, Rick Santorum und Rick Perry.

Die Basis und die Wähler der Republikaner waren von den Kandidaten wenig bis mäßig begeistert. Mitreißend ist anders, und das gilt auch für Rand Paul. Während sein Vater Ron Paul nicht zuletzt damit Begeisterung entfachte, dass er sich dem Washingtoner Establishment, den Bankstern, den Lobbyisten und der Israel-Lobby konsequent verweigerte, verfolgte Rand Paul die Strategie, sich bei Netanjahu und der Israel-Lobby anzubiedern und dabei darauf zu spekulieren, dass einerseits die Israel-Lobby positiv auf die Anbiederung reagieren würde und er andererseits gleichzeitig seine Basis, oder eher gesagt, die begeisterungsfähige und engagierte Basis seines Vaters bei sich halten könnte. Rand Paul an die Israel Lobby war einerseits plump: so bemühte er sich etwa darum, bei von der Israel Lobby befürworteten Gesetzesvorlagen nicht nur zuzustimmen, sondern immer möglichst schnell seinen Namen darunter zu setzen, er spendete Benjamin Netanjahu bei seiner Rede im Kongress begeistert wirkenden Applaus und genau wie viele seiner Mitbewerber bettelte er Sheldon Adelson um Spenden an. Und andererseits wirkte die Anbiederung hohl, denn was genau Rand Paul plötzlich so toll fand an Israel, dass er dafür beliebige libertäre und nationalistische Prinzipien durchbrach, die ihn und seinen Vater groß gemacht hatten, konnte Rand Paul schlecht erklären. Die amerikanischen TV-Sender, die beinahe allesamt der Israel-Lobby nahestehen, dankten Rand Paul seine Anbiederung damit, dass sie den informellen Bann gegen ihn nicht anwenden, mit dem sie gegen seinen Vater Ron Paul von den Bildschirmen der USA fernhalten. Bei seiner Basis kam die Anbiederung an das Establishment hingegen ganz schlecht an, die Begeisterung seiner Anhänger war weg, und Rand Paul rutschte auch in Umfragen auf einen Platz weit hinten unter ferner liefen, wo er jetzt mit knapp 2% Zustimmung praktisch ohne Chance auf eine Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner verweilt. Die der Israel-Lobby nahestehenden schwerreichen Sponsoren der Republikaner vertrauten Rand Paul trotz seiner Anbiederung kein Stück, verwehrten ihm anders als seinen Konkorrurenten jede Unterstützung und ließen Spots gegen ihn schalten, und nachdem auch noch Rich Roberts, sein Botschafter für das Verhältnis seiner Präsidentschaftskampagne zum Judentum, öffentlich seinen Gegenkandidaten Scott Walker unterstützte, kann die auf Anbiederung an die Israel-Lobby basierende Kampagne von Rand Paul als totales Desaster gelten. So kam es, dass Umfragen im Frühling 2015 ausgerechnet Jeb Bush, der dann schon der dritte Bush als Präsident wäre, mit Zustimmungsraten etwas über 10% in einem wenig Begeisterung hervorrufenden Bewerberfeld als knapp führenden Kandidaten der Republikaner sahen. Jeb Bush hatte sich dadurch hervorgetan, dass er mit James Baker jemanden mit außenpolitischer Kompetenz aus dem früheren Stab seines Vaters in sein Wahlkampfteam geholt hatte, den Adelson und einige andere Größen der Israel-Lobby als inakzeptabel erklärten. Baker wurde dann von Bush gefeuert, womit der Streit mit Adelson zwar nicht beigelegt war, Bush jedoch klargemacht hatte, dass er der von der Israel-Lobby außenpolitischen Linie von Dick Cheney folgt. Siegchancen bei der Präsidentschaftswahl gegen die Demokraten gaben viele Republikaner Jeb Bush hingegen nicht, denn er steht für die Fortsetzung der verheerenden Politik von George W. Bush, die für Demokraten und Unabhängige ein rotes Tuch ist, und auch bei Republikanern alles andere als Begeisterung hervorruft. Für die Israel-Lobby sah eine Niederlage der Republikaner nicht schlimm aus, da sie mit Hillary Clinton auch die klar führende Kandidatin der Demokraten in der Tasche hatte. Wichtig war es für Netanjahu und seine Kumpane, dass die Israel-Lobby das Feld kontrollierte, alle Kandidaten der Israel-Lobby gehorsam versprochen hatten, der unberechenbare Rand Paul schlecht dastand und es auch sonst keinen aussichtsreichen republikanischen Bewerber gab, der eine Politik gegen Netanjahu machen würde oder könnte.

Im Sommer 2015 stieg dann Donald Trump in den Umfragen. Der schillernde Unternehmer und Milliardär Donald Trump, dessen Bindungen zur republikanischen Partei eher schwach sind, lief da schon eine ganze Weile als Außenseiter im republikanischen Feld mit, und wurde bis zum Sommer allgemein als geltungssüchtiger Selbstdarsteller betrachtet, der sich gern reden hört und die Wahlkampfbühne der Republikaner als Werbeplattform für sein Unternehmen nutzen will, aber kaum Aussichten auf die Nominierung und vermutlich auch gar nicht die Absicht hat, Präsident zu werden. Als Mitläufer im Feld war Donald Trump den Republikanern und den TV-Sendern der USA nicht unwillkommen, denn neben diesem israelfreundlichen Dampfplauderer wirkten selbst die Kandidaten der Israel-Lobby und der Tea Party wie seriöse Politiker. Doch mit rabiaten verbalen Attacken und Tabubrüchen, meist als Entgleisungen beschrieben, unter anderem gegen lateinamerikanische Zuwanderer (lauter Vergewaltiger und andere Kriminelle) und John McCain, den früheren republikanischen Präsidentschaftskandidaten und führenden Vertreter der Israel-Lobby im US-Senat (Sieger sind Kriegshelden, Ex-Kriegsgefangene sind es nicht und unamerikanisch), gelang es Donald Trump im Juli nicht nur, die Schlagzeilen zu dominieren, sondern auch, sich im Umfragen an die Spitze des Feldes der Republikaner zu setzen. Gegen lateinamerikanische Zuwanderer zu hetzen gilt auch unter republikanischen Politikern, die sonst vor kaum einer xenophoben Hetze zurückschrecken, als heikel, weil Zuwanderer aus Lateinamerika in den USA einen immer größeren Teil der Wählerschaft bilden und es immer schwerer wird, ohne die Stimmen von den Nachkommen lateinamerikanischer Zuwanderer Wahlen in den USA zu gewinnen. Bei einem Großteil der notorisch xenophoben republikanischen Wählerbasis alter weißer Männer in den Südstaaten kommt Hetze gegen lateinamerikanische Immigranten hingegen gut an.

Im August scheint Donald Trump der Führung der Republikaner und den der Israel-Lobby nahestehenden Sponsoren des Rests des Feldes langsam unangenehm geworden zu sein. Bei einer TV-Debatte republikanischer Kandidaten versuchte eine Moderatorin Donald Trump dadurch in die Ecke zu treiben, dass sie ihn nach früheren sexistischen Äußerungen befragte. Donald Trump erklärte nach der Show, er sei von der Moderatorin schlechter behandelt worden als seine Mitbewerber, und er legte nahe, dass das vielleicht darin liegen könne, dass die Moderatorin gerade menstruiert habe. Die Empörung danach war groß, die Schlagzeilen zahlreich, Donald Trumps Top-Berater ging im Streit und von der nächsten Debatte der Republikaner wurde er ausgeschlossen, aber seine Umfragewerte wurden nicht schlechter, sondern besser. Bei vielen der alten weißen Männer in den Südstaaten, die die Stammwählerschaft der Republikaner bilden, kommen neben xenophober Hetze offenbar auch sexistische Unflätigkeiten gut an. Ende August lag Donald Trump in Umfragen dann bei rund 30%, während seine besten Mitbewerber bei Werten um die 10% vor sich hindümpelten. Irgendwo da muss es passiert sein. Der Milliardär Trump wurde in einigen Kreisen der amerikanischen Wählerschaft so etwas wie Kult, ein gegen das Washingtoner Establishment kämpfender Held des kleinen Mannes, ein Held, der kein Blatt vor den Mund nimmt, und sich traut, denen in Washington die Meinung zu geigen und zu sagen, wie es ist.

Und plötzlich wurde Donald Trump von führenden Politikern der Republikaner sehr ernst genommen, die sich Sorgen machten, Donald Trump könnte, wenn er die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner verpasst, es wie Ross Perot 1992 machen und seinen Schwung und seine bei den Republikanern aufgebaute Basis mitnehmen, um zu den Präsidentschaftswahlen als unabhängiger Kandidat anzutreten. Damals gewann Ross Perot als Unabhängiger die Präsidentschaftswahlen natürlich nicht, aber der auf dem Ticket der Republikaner populär gewordene Milliardär zog durch seinen Antritt als Unabhängiger so viele Stimmen von den Republikanern ab, dass der Gewinner der Präsidentschaftswahl am Ende nicht Bush, sondern Clinton hieß. Um Befürchtungen entgegenzutreten, dass die ganze Kandidatur von Donald Trump nur dazu dient, den Clintons, mit denen Donald Trump bekannt ist, mal wieder zum Sieg mit der Technik des Einsatzes eines Spoilers, also etwa eines Spielverderbers, zu verhelfen, forderten viele Republlikaner von Donald Trump ein klares Versprechen, nicht als Unabhängiger anzutreten, wenn er die Nominierung der Republikaner verpasst. Donald Trump gab daraufhin Anfang September so ein Versprechen schriftlich, und machte aus seiner Unterschrift eine Zeremonie, die ihm wieder Schlagzeilen einbrachte, und zwar diesmal positive Schlagzeilen. Die Botschaft war klar: Donald Trump ist es ernst mit seiner Präsidentschaftskandidatur.

Irgendwann zu jener Zeit muss die Israel-Lobby aufgewacht sein und hat beschlossen, Donald Trump, den klar in Führung liegenden Kandidaten der Republikaner mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die jüdische Zeitschrift Forward berichtete mit Datum 10. September, der Aufstieg von Donald Trump löse weitverbreitete Angst unter jüdischen Republikanern aus. Der Forward berichtet da, dass sich kürzlich Großspender und mächtige Funktionäre der „Republikanischen Jüdischen Koalition“ getroffen hätten, und geschaut hätten, wer von ihnen welchen Kandidaten unterstützt. Und dabei hätten sie festgestellt, dass jeder republikanische Präsidentschaftskandidat von mindestens einem jüdischen Großspender unterstützt wird, nur einer nicht: Trump. Dessen Unterstützer kämen alle, freundlich formuliert, aus dem weißen nationalistischen Lager, und weniger freundlich formuliert, aus dem Lager offenkundiger weißer Rassisten, von denen die Partei voll sei. Bis zu seinem kometenhaften Aufstieg habe „Republikanischen Jüdischen Koalition“ beachtet oder als Gegner ernstgenommen, denn alle hätten in Trump eher einen von ihnen gesehen. Er lebt im stark jüdisch geprägten Bezirk Manhattan, seine Tochter sei 2009 zum Judentum übergetreten und befolgt den Sabbat, Donald Trump selbst brüste sich damit, Netanjahu zu seinen Freunden zu zählen und er benehme sich als Immobilieninvestor wie einer von ihnen und auch an den politischen Positionen von Trump, die für Juden wichtig seien, sei, soweit seine Positionen überhaupt erkennbar seien, nichts auszusetzen: beispielsweise habe Trump öffentlich versprochen, er als Präsident würde es Israel freistellen, den Iran nach eigenem Gutdünken kriegerisch anzugreifen. Nur Sorgen machen sich die jüdischen Megaspender dann doch, denn mit seinen Attacken gegen die Latinos gefährde Trump nach ihrer Ansicht das nach der Niederlage von Romney 2012 gegen Obama aufgrund des demografischen Wandels mühsam aufgebaute Image der republikanischen Partei als Latino-freundlich.

Soweit zu dem, was die angesehene jüdisch-zionistische Zeitschrift Forward zu Donald Trump schreibt. Mit anderen Worten, geblendet davon, dass Donald Trump lebt wie einer von ihnen und ständig herumerzählt, seine Tochter sei zum Judentum übergetreten, hat die Israel-Lobby es versäumt, zu verhindern, dass mit Donald Trump ein Kandidat an die Spitze des Feldes der Republikaner gerückt ist, der nicht von der Israel-Lobby abhängig ist und machen kann, was er will, ohne auf die Wünsche der Israel-Lobby Rücksicht nehmen zu müssen. So ein krasser Fehler ist der Israel-Lobby seit Jahrzehnten nicht mehr passiert. Der letzte nicht von der Israel-Lobby unterstützte Kandidat, dem es gelungen war, sich ähnlich deutlich an die Spitze des Feldes einer Partei zur Präsidentschaftswahl zu setzen, dürfte Robert Kennedy 1968 gewesen sein. Anders gesagt: Donald Trump sollte dringend aufpassen, dass er nun vom Spitzenreiter des Feldes der Republikaner nicht plötzlich zum tragischen Opfer eines Attentats wird.

Nachdem der Artikel im Forward darüber erschien und damit öffentlich wurde, dass Donald Trump ein Problem und der einzige nicht von der Israel-Lobby unterstützte Kandidat im Feld der Republikaner ist, erscheinen die von Donald Trump gefahrene Kampagne und die von ihm in Kernbereichen der für die Israel-Lobby wichtigen Themen vertretenen Positionen plötzlich in einem anderen Licht. Das betrifft nicht nur die in der LA Times geäußerte Anschuldigung eines führenden republikanischen Funktionärs, dass Trump mit seiner Wahlkampagne so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, dass die Kampagne der Republikaner zum Stoppen des den Iran-Deals kaum noch Aufmerksamkeit finden konnte und deshalb „wegen Trump“ scheiterte. Es lohnt sich dabei noch einmal, auch Trumps Position zum Iran-Deal noch einmal anzuschauen. Donald Trump hat den Iran-Deal öffentlich vehement als „schrecklich für uns und wirklich, wirklich sehr schlecht für Israel“ abgelehnt, genau wie es die Israel-Lobby vorgibt. Aber zusätzlich dazu hat er später erklärt, als Geschäftsmann wisse er, dass man Verträge nicht einfach zerreißen kann, und deshalb würde er als Präsident den Deal mit dem Iran nicht brechen und auflösen, sondern besonders rigoros durchsetzen, was den Iran viel mehr stören würde. Nachdem der Iran-Deal vom Kongress nicht gestoppt werden konnte, unterscheidet sich damit Trumps Position zum Iran-Deal kaum noch von der Obamas. Beide wollen, dass der Iran-Deal rigoros durchgesetzt wird.

Am letzten Freitag hat Donald Trump dann zum Krieg gegen Syrien eine Position eingenommen, freilich verpackt in seine typische Art großspuriger Dampfplauderei, die seine Anhänger so sehr schätzen, die beinahe der iranischen Position entspricht, und damit diesbezüglich sogar Obama in seiner Konfrontation der Israel-Lobby überholt. Die Washington Post, das führende Blatt der Israel-Lobby, berichtete mit Schrecken:

Donald Trump: Lasst Russland gegen den Islamischen Staat in Syrien kämpfen

Donald Trump beschuldigte seine republikanischen Konkurrenten Freitag Nacht, sie würden „einen dritten Weltkrieg wegen Syrien starten“ wollen, und schlug vor, die USA sollten stattdessen Russland sich des Problems annehmen lassen. …

„Wisst ihr, ich habe eine gute Chance zu gewinnen,“ sagte Trump zu einer jubelnden Menge von mehreren Tausend. „Ich will nicht sagen: ‚hey, wenn ich Präsident wäre, dann würde ich dies tun, ich würde das tun, ich würde da hingeghen, ich würde hier angreifen, ich würde da nicht hingehen.‘ Nein, ich will das nicht tun. Ich will es wirklich nicht. Ich will nicht, dass sie wissen, was ich denke, macht das Sinn? Ich will, dass die Leute raten … Ich will nicht, dass die Leute es berechnen. Ich will nicht, dass die Leute wissen, was mein Plan ist. Ich habe Pläne. Ich habe Pläne! Aber ich will es nicht tun.“

Trump benutzte dann eine kindische Stimme um diejenigen zu imitieren, die die Tiefe seiner globalen Expertise in Frage stellen. Er wechselte dann zu einer tiefen seriösen Stimme, um seine Rivalen zu imitieren, die Details ihrer Absichten genannt haben: „Wenn ich Präsident bin, werde ich die sechste FLotte einsetzen. Ich werde dies tun, ich werde jenes tun, ich werde Russland und Syrien angreifen.“

„Das ist was sie sagen,“ sagte Trump. „Sie wollen den dritten Weltkrieg wegen Syrien starten. Halt mal. Wisst ihr, Russland will ISIS am Wickel bekommen, stimmt’s? Wir wollen ISIS am Wickel bekommen. Russland ist in Syrien – vielleicht sollten wir sie es tun lassen? Lasst sie es tun.“

Zuvor am Abend machte Trump klar, dass, während er das Militär stärken will, er keine Truppen in den Krieg schicken will. Trump sagte, er sei gegen den Irak-Krieg gewesen, auch wenn er sich selbst „als die militaristischste Person hier betrachte … vielleicht, die militaristischste Person, die ihr jemals treffen werdet.“ Trump sagte, der Krieg endete wie er es vorhergesagt habe: Billionen an Dollar wurden ausgegeben, Tausende Leben verloren und der Nahe Osten destabilisiert. …

Das ist fast genau die Position von Obama, nur dass Obama sich mit Rücksicht auf die Israel-Lobby nicht traut, offen zu sagen, dass er will, dass Russland den IS in Syrien bekämpft, und da erst langsam drauf hinarbeitet. Die Israel-Lobby will genau das Gegenteil, nämlich, dass die USA mit ihrem Militär dafür sorgt, dass Israel genehme Kräfte in Syrien den Krieg gewinnen, und nicht, dass die Achse Russland, Iran, Syrien und Hisbollah gewinnt. Mit solchen Aussagen eröffnet Trump Obama natürlich weiten Raum, zu tun, was er selbst beabsichtigt: nämlich den von der zionistisch-wahhabitischen Achse des Terrors vorangetriebenen Krieg gegen Syrien verloren geben und eine von Russland geführte Koalition Syrien stabilisieren und den Krieg gewinnen zu lassen.

Was Trump da gesagt hat, ist also nichts weniger als eine Katastrophe für die Israel-Lobby. Trump bringt damit einen wesentlichen Teil der Basis der Republikaner gegen die von der Israel-Lobby unterstützten Positionen und Kandidaten auf. Dass es bei den Republikanern eine große Basis für Politik gegen die Israel-Lobby gibt, dürfte nach den starken Präsidentschaftskampagnen der von der Israel-Lobby verhassten Kandidaten Pat Buchanan und Ron Paul eigentlich klar sein. Nun tritt Donald Trump offenbar das Erbe dieser von der Basis getragenen Bewegung an, mit zwei wichtigen Unterschieden: Donald Trump ist stärker als Pat Buchanan und Ron Paul es je waren, und anders als Pat Buchanan und Ron Paul hat Milliardär Donald Trump selbst reichlich Geld, so dass seine Kampagne nicht von Spenden Dritter abhängig ist.

Die Israel-Lobby versucht verzweifelt, der Kampagne von Donald Trump irgendetwas entgegenzusetzen und ihr von der Führungsposition zu verdrängen. Dabei sind in aktuellen Umfragen ausgerechnet zwei Nicht-Politiker vorn im Feld der Verfolger von Donald Trump gelandet, die zwar beide pro-israelisch sind und von der Israel-Lobby finanziert werden, die aber in der von Rassismus und Sexismus geprägten republikanischen Partei ihre Probleme haben dürften: ein zum Fox-News-Kommentator, Star der Tea Party und Fanboy israelischer Siedler gewandelter Chirurg schwarzer Hautfarbe namens Ben Carson, der von Israel und der Geopolitik der Israel-Lobby keinen Schimmer einer Ahnung hat, und Carly Fiorina, eine frühere Chefin von Hewlett Packard. Ein Schwarzer und eine Frau sind also die schärfsten Verfolger von Donald Trump, die die Israel-Lobby bei den Republikanern aufbieten kann. Es ist schwer vorstellbar, dass die Basis der Republikaner dieses in der Optik an Barack Obama und Hillary Clinton erinnernde Team anstelle von Donald Trump an die Spitze der Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei wählt. Anders ausgedrückt: Netanjahu hat offenbar die Kontrolle über die republikanische Partei so gut wie verloren. Diejenigen, deren Herz für die Gleichstellung von Schwarzen und die Emanzipation von Frauen schlägt, wählen in ihrer großen Mehrheit nämlich nicht republikanisch, sondern demokratisch.

Und so kommen wir nun zu den Kandidaten der Demokraten:

Das Feld der Demokraten ist überschaubar. Hillary Clinton liegt gegenwärtig in Umfragen wie vor der Wahl 2008 mit rund 40% vorn, dahinter liegt wie vor der Wahl 2008 mit 10 bis 20% Rückstand ein Außenseiter als Verfolger, der diesmal Bernie Sanders heißt, und nach der Nicht-Kandidatur von Elizabeth Warren, die als Obamas Favoritin galt, folgt dann lange gar nichts, außer eine immer noch mögliche Kandidatur von US-Vizepräsident Joe Biden.

Zu Hillary Clinton muss man nicht mehr viel sagen. Sie ist nach Präsident Obama die bestbekannteste Politikerin der USA. Ihre Masche ist es, sich selbst lächerlicherweise als Outsider und Vorkämpferin für Frauenrechte in den USA und weltweit zu vermarkten, was sie freilich nicht daran hindert, von frauenfeindlichen wahhabitischen Diktatoren der arabischen Welt Großspenden anzunehmen, und Kriege im vermeintlichen Interesse Israels gegen die Staaten mit den fortschrittlichsten Frauenrechten im nahen Osten, Irak, Libyen und Syrien, voranzutreiben. Mal geriert Hillary Clinton sich dabei entschiedenste Gegnerin von Al Kaida, mal agiert sie im Namen von Revolution als größte Unterstützerin dieser frauen- und menschenverachtenden wahhabitischen Halsabschneider, ganz so wie es die Israel-Lobby gerade vorgibt. Die Käuflichkeit und Prinzipienlosigleit der Clintons, von ihnen selbst dargestellt als legale Empfänglichkeit ihrer Familienstiftung für Spenden aller Art, ist geradezu Sinnbild für das korrupte Establishment in Washington. In ihrer Zeit als Obamas Außenministerin trieb Hillary Clinton die von der Israel-Lobby gewünschten Kriege energisch voran, schaffte es dabei, Obama zur Bombardierung Libyens zu treiben und war wütend, dass ihr wegen des russisch-chinesischen Doppelvetos das gleiche nicht in Bezug auf Syrien gelang, woraufhin sie die Welt aufrief, Russland und China wie den Iran dafür zu bestrafen, sich ihren Kriegsplänen zu widersetzen, bis sie klein beigeben würden. Hillary Clintons diabolisch anmutende Blutrünstigkeit, wie sie sie demonstrativ zur Schau gestellt hat, nachdem sie erfahren hat, dass der libysche Staatsführer Gaddafi auf mittelalterliche Weise gepfählt wurde, ist herausragend, selbst für die Verhältnisse der Israel-Lobby.

Es ist also keine Frage, dass Hillary Clinton eine Kandidatin ganz nach dem Geschmack der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse ist. Finanziert wird Hillary Clinton, außer von frauenverachtenden wahhabitischen Golf-Potentaten, unter anderem von dem Netanjahu nahestehenden amerikanisch-israelischen Milliardär Haim Saban. Seit ihrem Rückzug vom Posten der Außenministerin 2012 lag Hillary Clinton in allen Umfragen praktisch ständig mit riesigem Vorsprung im Feld möglicher demokratischer Präsidentschaftskandidaten. Im Frühjahr 2015 lag sie unter allen denkbaren demokratischen Kandidaten bei klaren absoluten Mehrheiten, im Schnitt etwa rund 60%, Hillary auf historischer Mission der Emanzipationsbewegung, die erste Präsidentin der USA zu werden, unterstützt von riesigen Mehrheiten unter den Wählerinnen der Demokraten. Aussichtsreiche Gegenkandidaten waren nicht in Sicht. Und doch haben Hillarys Umfragewerte zwischen März und jetzt deutlich gelitten, sie liegt zwar immer noch deutlich vorn, ist aber runter von 50 bis 60% auf eher 40%, in einigen Umfragen kaum noch über 30%. Es ist schwer zu sagen, ob für die niedrigeren Umfragewerte ihr privater Emailserver Ausschlag gegeben hat, der ihr wegen des Handlings klassifizierter Informationen darüber mitten im Wahlkampf ein Strafverfahren oder gar eine Verurteilung einbringen könnte, ein steigendes Bewusstsein für die an offene Korruption grenzende Geschäftstüchtigkeit ihrer Familienstiftung, die von ihr in Libyen angerichtete Katastrophe, ihre guten Beziehungen zur Israel-Lobby, ihre Verkörperung des korrupten Establishments oder alles zusammen, von jedem ein bisschen. Was klar ist, ist, dass es Clintons Präsidentschaftskampagne an Schwung mangelt, und, dass sie nun einen hochinteressanten Verfolger hat, der auch eine Geschichte von einer historischen Mission zu bieten hat.

Clintons ihr in Umfragen immer dichter auf die Pelle rückender Verfolger ist Bernie Sanders, ein alter weißer Mann, der langjähriger Senator aus Vermont ist und von sich sagt, er sei stolz darauf, Jude zu sein. Bernie Sanders hat sich außerdem mal als „demokratischer Sozialist“ beschrieben, was in den USA, wo vielen schon eine staatliche Krankenversicherung als brandgefährlicher kommunistischer Umtrieb gilt, eine Ungeheuerlichkeit ist. Sicherlich ist Bernie Sanders der mit Abstand am weitesten links stehende Senator der USA, er steht soweit links, dass er nicht mal Mitglied der Demokraten ist, sondern seinen Senatssitz als unabhängiger Kandidat errungen hat, der versprochen hat, mit den Demokraten zusammenzuarbeiten. Die Innenpolitik von Bernie Sanders lässt sich kurz zusammenfassen als ein Programm für mehr Sozialstaat, mehr Gewerkschaftsrechte und wo immer möglich, eine Umverteilung von Reich zu Arm, um so die in den letzten Jahrzehnten vonstatten gegangene Umverteilung von Arm zu Reich zurückzudrehen. Bernie Sanders lässt sich damit als radikaler Anti-Establishment-Kandidat der Linken, oder wie die USA das politische Spektrum nennen, der sich liberal sehenden Demokraten, begreifen. Auch seine Kampagne ist merklich anders als die des Establishments. So hat er etwa angekündigt, keine Negativ-Anzeigen gegen Clinton zu schalten, weil diese gängigen 30-Sekunden-Spots, wie er meint, das Klima vergiften, und die viel besser finanzierte Clinton damit in Zugzwang gebracht, es ihm gleichzutun. Zur Finanzierung seiner Kampagne setzt Bernie Sanders ausschließlich auf Kleinspenden, einer Lobby-Gruppe, die für ihn Großspenden einwerben wollte, hat er eine Abmahnung mit der Androhung einer Unterlassungsklage geschickt, weil Großspenden seiner Meinung nach die Politik korrumpieren und eine Quelle des gegenwärtigen Übels seien. Die Israel-Lobby hat also kaum Kontrolle über Bernie Sanders, weil Bernie Sanders keine Großspenden annimmt.

Außenpolitisch lässt sich Bernie Sanders als „Progressiver außer bei Palästina“ beschrieben. Während ein Großteil seiner liberalen Basis sich für Boykott, Desinvestment und Sanktionen gegen das zionistische Besatzungs- und Apartheidsregime einsetzt, betont Bernie Sanders seine Verbundenheit zu und Unterstützung für Israel, wo er als junger Mann einige Monate in einem Kibbutz gelebt hat. Trotzdem lehnt Bernie Sanders von der Israel-Lobby gewünschte US-Kriegseinsätze im nahen Osten ab. Bernie Sanders begründet das so, dass er sagt, die reichen, hochgerüsteten und mit den USA verbündeten Saudis sollten bitte schön selbst für Sicherheit in ihrer Region sorgen. Die Betonung der reaktionären Saudis als gute Verbündete der USA ist zwar ob seiner liberalen Haltung geradezu grotesk, doch die Ansicht, dass die Leute im nahen Osten doch bitte schön selbst für ihre Sicherheit sorgen sollen, trifft aber auf recht viel Zustimmung bei der US-Bevölkerung. Politisch ist das sehr schwierig für die Israel-Lobby, denn im Prinzip läuft das darauf hinaus, Israel die militärische Unterstützung durch US-Truppen zu entziehen, also genau die Poitik fortzusetzen, die Obama in seiner zweiten Amtszeit begonnen hat, das aber verpackt in einen populären Spin. Auch Attacken gegen Bernie Sanders, den Ex-Kibbutzbewohner und einzigen jüdischen Präsidentschaftskandidaten, mit dem ansonsten gern genutzten Vorwurf, wer Israel nicht wie von Netanjahu und der Israel-Lobby gewünscht – insbesondere mit Kriegen und US-Militär – unterstützt, sei Antisemit, sind natürlich sehr schwierig, sodass die Israel-Lobby ein Problem damit hat, ihre üblichen propagandistischen Geschütze gegen Bernie Sanders in Stellung zu bringen. Attacken der Israel-Lobby auf ihn ob seiner Unterstützung für den „Israel-kritischen“ neuen Labour-Chef Jeremy Corbyn parierte Bernie Sanders beispielsweise problemlos.

Es braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass Barack Obama alles daran setzt, um Bernie Sanders diskret dabei zu helfen, Präsident der USA zu werden, und dann sein Erbe anzutreten und seine Politik fortzusetzen. Es ist nicht mal undenkbar, dass bevor Papst Franziskus bei seiner Rede vor dem US-Kongress die auch von Bernie Sanders öfter mal als positives Beispiel hervorgehobene katholische Sozialaktivistin Dorothy Day gelobt hat, es ein Gespräch zwischen dem weißen Haus und dem Vatikan dazu gegeben hat. So könnte es sich auch erklären, dass die Kampagne von Bernie Sanders so gut in Schwung gekommen ist, dass er sich selbst überrascht davon zeigt. Als er angetreten ist, hat Bernie Sanders wohl selbst nicht gedacht, dass er eine echte Chance haben würde, Hillary Clinton zu schlagen, aber inzwischen liegt Bernie Sanders im Rennen gegen Clinton ziemlich genau da, wo Obama vor acht Jahren zur gleichen Zeit im Rennen gegen Clinton lag, und wer das gewonnen hat, ist schließlich bekannt.

Eine weitere Option, Bernie Sanders dabei zu unterstützen, die von der Israel-Lobby unterstützte Kandidatin Hillary Clinton abzufangen, hätte Team Obama noch, indem es Joe Biden seine Kandidatur im Rennen um die Präsidentschaft erklären lässt. Dafür ist es inzwischen zwar schon sehr spät, aber Biden liegt in Umfragen bei deutlich über 10% und ein Wahlkampfteam für Biden scheint auch schon angeheuert zu sein. Biden hat vermutlich kaum eine Chance auf die Nominierung, aber da Biden ähnliche dem Establishment zuneigende demokratische Wählerschichten anspricht wie Clinton, könnte Biden Clinton in einem knappen Rennen zwischen Clinton und Sanders just so viele Stimmen abnehmen, dass Bernie Sanders die Nominierung als Präsidentschaftskandidaten der Demokraten 2016 gewinnt. Damit ist der Kampf gegen Clinton und die Israel-Lobby im demokratischen Lager noch nicht gewonnen, aber die Chancen stehen nicht schlecht, zumal Obama jederzeit beliebige Mengen an schmutziger Wäsche von Clinton nachlegen kann. Clinton und die Lobby können dagegen kaum einen erfolgversprechenden Konter fahren, indem sie Obama Beteiligung an der Schmutzwäsche vorwerfen, denn Obama braucht sich keiner Wahl mehr zu stellen.

Es könnte der Israel-Lobby also durchaus passieren, dass sie es sowohl bei den Republikanern als auch bei den Demokraten nicht schafft, einen ihrer Lakaien zum Präsidentschaftskandidaten küren zu lassen, sondern es stattdessen letztlich ein Duell zwischen Donald Trump und Bernie Sanders geben wird, und die zionistisch-wahhabitische Achse des Terrors den Kampf ums weiße Haus 2016 damit schon im nächsten Frühling verliert. In früheren Jahrzehnten war es, bis Obama kam, der Israel-Lobby noch stets gelungen, die Kandidaten in beiden Parteien durchzudrücken. Die Zeichen der Zeit deuten daraufhin, dass die Zeiten sich nun ändern.

13 Gedanken zu “Zur US-Präsidentschaftswahl 2016

  1. DANKE !!!!! für den tiefen Einblick.Ich für mich hatte den Eindruck als lese ich ein Western-Krimi und frage auch nach dem Lesen eigentlich wie immer,wer gibt diesen Politkaspern das Recht über das Wohl und Wehe der Welt zu entscheiden wo selbige noch nicht einmal in der Lage sind soziales und demokratisches im eigenen Land an zustreben.Auch wenn der Artikel versucht Obama etwas positives an zuschreiben sollten WIR nicht vergessen,das es Zwänge von aussen waren die ihn dazu veranlassten.Obama ist und bleibt nichts anderes als eine Puppe an den Fäden des millit.industr.Komplex und macht einem KRIEGSDROHNENNOBELPREISTRÄGER alle Ehre.Seine Nachfolger egal welcher couleur werden nicht anders handeln Finanzmafia und der MIK werden dafür sorgen ansonsten lässt Kennedy aus seinem Grab grüssen.Solange wie diese Nation von Gangstern regiert wird und mit gleichen durch setzt ist,wird es kein Frieden geben.

    1. mariano

      Die treibende Kraft hinter den gegenwärtigen Kriegen gegen Iran, Russland und China und mit ihnen verbündete Kräfte in Syrien, Jemen, Irak, Ukraine, Nigeria, Afghanistan und so fort ist NICHT der militärisch-industrielle Komplex (MIK), sondern es ist die israelisch-saudische Achse und ihre Kumpane weltweit, die insbesondere im US-Kongress, fast allen Medien der westlichen Welt und US-Banken dominant sind. Die Kontrolle über den MIK der USA hat Obama der israelisch-saudischen Achse durch die Berufung von Chuck Hagel als Verteidigungsminister weitgehend entzogen.

      Bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 geht es für die von Netanjahu geführte israelisch-saudische Achse insbesondere darum, die Kontrolle über das US-Militär und den MIK der USA zurückzuerlangen, genau darum dreht sich die heftige Schlacht um die Präsidentschaftswahl. Gegenwärtig steht die israelisch-saudische Achse des Terrors vor dem Problem, dass sie zwar erfolgreich reichlich Kriege angezettelt hat, sie aber keine Befehlsgewalt über das US-Militär und den daranhängenden MIK hat, die sie bräuchte, um wenigstens eine Chance darauf zu haben, aus den Kriegen halbwegs intakt hervorzugehen.

      1. DANKE für die Aufklärung aber ehrlich ich bin jetzt ehrlich etwas konsterniert bei dieser unerwarteten Antwort.Das würde ja heissen,das die US Finanz und Politmafia seit je her ihre Kriege,Umstürze = Putsch,hegemonial Ansprüche,9/11 und all diesen anderen Dreck bis hin zum letzten CIA Dreck nur als Auftagnehmer agiert.

  2. mariano

    Es ist manchmal nicht ganz einfach zu beantworten, wo Ursache und wo Wirkung ist, ähnlich wie bei der Frage: Was war zuerst, Huhn oder Ei?

    Das eine gehört zum anderen und kann es ohne das andere nicht geben.

    Ziemlich unzweifelhaft ist Netanjahu Boss der Israel-Lobby, aber Netanjahu selbst wurde in Israel seinerzeit vom radikal-zionistischen Casino-Milliardär Sheldon Adelson aus der Mafia-Stadt Las Vegas an die Macht gebracht. Da ist dann nicht mehr einfach zu erkennen, ob nicht anstelle des Chefs des israelischen Regimes, der auch die Auftragskillerorganisation Mossad leitet, in Wirklichkeit die zionistischen Geldmafiasäcke in den USA die Fäden in der zionistischen Seilschaft in der Hand halten. Der Kongress ist ziemlich offensichtlich von der zionistsichen Lobby gekauft und wird von ihr dominiert, genau wie praktisch alle Massenmedien.

    Eine Sache scheint aber inzwischen ziemlich klar: im Zentrum der zionistischen Mafia steht nicht Geld, sondern eine fanatische Ideologie. Geld scheint da eher Mittel zum Zweck zu sein.

  3. Ich bedanke mich nochmals für diese sehr sachliche und informative Antwort und BITTE EUCH auch weiterhin VIEL LICHT IN DIE NOCH SEHR DUNKLEN ECKEN DIESER KRIEGSTREIBENDEN MAFIASCHERGEN ZU BRINGEN. Vielen Dank !!!

  4. Saugeil, diese Analysen hier! Lese seid nem Jahr täglich den Vineyard-Saker-Blog und war extrem erstaunt & begeistert über die Qualität der Analysen dort und auch die Kommentare & Diskussionen dort hatten es oft in sich – nun muss ich aber sagen, dass die letzten Berichte über die zionistich-wahabitische Terrorachse auf diesem Blog, die Analysen aufm Saker an Tiefe, Verständlichkeit bzw. Nachvollziehbarkeit (zu diesem Thema) deutlich übertreffen. Erst durch Deine (Eure?) Berichte habe ich diesen vielschichtigen Nahostkonflikt endlich begriffen und ich habe jetzt zum ersten mal das Gefühl, ich verstehe, was da los ist, wer mit wem und warum. Und als Agnostiker ist dies eins meiner Lieblingsgefühle. Danke dafür!

    Und nun noch eine Frage: Warum heißt der Blog „ein Parteibuch“? Das System der parlamentarischen Demokratie mit seinen Parteien, Parlament, Regierung etc., hat (weltweit) derart deutlich gezeigt, dass es dem gierigen Zugriff machtbesessener, menschenverachtender Reichnasen nichts entgegen setzen kann und will, so das sich diese Art System generell und absolut disqualifiziert.

    Gut. Aber nur meckern und keinen Gegenvorschlag machen können, läuft nicht. Also: gesucht ist ein System, dass den beiden zentralen Haupt-Waffen der oben genannten Reichnasen KORRUPTION (und wenn das wider erwarten an Ehrbarkeit des Ziels scheitert, dann:) ERPRESSUNG keine Angriffsfläche bietet. Und solch ein System ist denkbar – brauch aber zwangsläufig die Abschaffung aller zentralen Elemete der parlamentarischen Stellvertreter Demokratie, wie allen voran Parteien, Parlament und Regierung. Da diese den Angriffspunkt für die Haupt-Waffen der Reichnasen (welcher Coleur auch immer) bieten.

    Und somit plädiere ich gegen Parteibücher und für ein System der direkten Demokratie, von der ich mir wünschen würde, dass sie wie folgt aussehen würde:

    1. Es wird für die nächste Bundestagswahl, nicht eine dämliche weiße Wahlbenachrichtigungspostkarte an alle Wahlberechtigten versendet, sondern der entsprechende Fragenkatalog des http://www.wahl-o-mat.de

    2. Der Fragenkatalog wird allen Wahlberechtigten wie Briefwahlunterlagen zugesendet.

    3. Der Fragenkatalog lässt zum ankreuzen drei Möglichkeiten: Ja, Nein, Egal und bietet zu jeder Frage die Option, diese Frage doppelt zu Punkten. Wobei der Bürger diese Option nur bei der rechnerischen Hälfte der Fragen ankreuzen darf, um sie zu nutzen. Das nicht-oder doppelankreuzen einzelner Fragen, entwertet nur die jeweilige Frage und nicht den Bogen insgesamt.

    4. Die Frist zum ankreuzen und zurückschicken ans örtliche Rathaus beträgt 1-3 Monate.

    5. In allen Rathäusern werden symbolträchtige große Glaskästen in den Foyeren aufgebaut, in die neutralen Umschläge mit den angekreuzten Fragebögen hinein geworfen weden.

    6. Am Stichtag werden alle 9ten Klassen der umliegenden Schulen ins Rathaus geschickt, um die Umschläge zu öffnen und die Bögen aus zu werten. Das macht Wahlbetrug schwierig und gibt unseren jungen Menschen das Gefühl von Verantwortung und Wichtigkeit und führt es so an die Politik heran. Stichwort: Demokratie zum Anfassen & Erlebnispädagogig.

    Als flankierende Maßnahmen schlage ich vor:

    7, Ein großes Internetportal mit Pro und Contra zu jeder Frage und großem Forum berät den Bürger bei Unschlüssigkeit zu den einzelnen Fragen.

    8. Bei nicht zurücksenden des Fragenbogens, ergeht automatisch ein 5,- € Falsch-Parken-Ticket als Symbol dafür, dass es uns wichtig ist, dass Deine Meinung in den Pool mit einfließt. (Eine artgerechte Haltung unserer Rasse ist nur möglich, wenn sich alle beteiligen)

    Das Ergebnis wäre, dass wir zum ersten mal den Willen des angeblichen Souverän zuverlässig wüssten – Juhuu!
    Dann bräuchten wir nur noch ein paar Staatsdiener, die den Volkswillen zur Ausschreibung bringen, im Sinne von: „Liebe Expertenteams, das Volk hat beschlossen aus der Atomkraft aus zu treten – bitte macht uns Vorschläge, wie Eure jeweiligen Gruppen, das umsetzen würden, wie lange, wie teuer, wie nachhaltig und sozialverträglich das bei Euch werden würde. (Wenn Ihr uns dabei anlügt, gibts keinen Lohn für Eure Leistung, sondern Knast).“ Da bewirkt das Konkurrenzprinzip dann ausnahmsweise mal was positives und der beste Vorschlag wird genommen, oder man stimmt erneut darüber ab.

    Parteien, Parlament und Regierung wären überflüssig – Juhuu!

    Wenn wir das ne Weile geübt haben, kommen wir vielleicht von selber zu dem, was der Schweizer P.M. in „bolo bolo“ vorschlägt: Die Abschaffung von Eigentum und Geld und aller anderen Dinge, die „Staat“ automatisch wider entstehen lassen. „bolo bolo“ liefdert gleichzeitig die beste und tiefgründigste Systemkritik, die ich je gelesen habe! Ein MUSS für alle, die das Thema interessiert.

    Gruß
    Johanniskraut

  5. Falls dann der ‚Falsche‘ drohte gewählt zu werden, wußten sich die Amis immer noch zu helfen; an die Oberfläche kam das 2000: GW Bush vs. Al Gore

    https://en.wikipedia.org/wiki/Florida_election_recount

    ‚butterfly ballots‘, die absichtlich so verwirrend gestaltet waren, dass sich ältere Wähler oft verdrückten und irrtümlich einen anderen Kandidaten wählten u.v.a. Ungereimtheiten

    Auch bei der Vorwahl von Ron Paul gab es unzählige Hinweise und Videos, die auf Betrug schließen ließen, gefälschte Wählerzahlen, Behinderungen von Wählern, Stromausfälle etc.;
    von den meisten Tricks wird man nie etwas erfahren, sicher ist nur, dass getrickst wurde und wird.

    Mit Al Gore hätte man 9/11 jedenfalls nicht durchziehen können…

    1. „Mit Al Gore hätte man 9/11 jedenfalls nicht durchziehen können…“

      Wieso das? Dann hätte halt eine andere Marionette Schulkindern was vorgelesen als die überraschende Mitteilung kam…)

      1. Der Bush-Clan gehört zu den innersten geheimen Zirkeln der US-Elite, angefangen mit Prescott Bush (und dessen fragwürdigen Geschäften während WK2) – dagegen läßt sich Al Gore schon als ‚Außenseiter‘ bezeichnen;
        für ein Unterfangen wie 9/11 mußte man auf absolutes Vertrauen, bzw. Korrumpierbarkeit der Beteiligten setzen

    1. Ich bin auch mal gespannt, wie sich die Lage jetzt in Syrien durch Russlands Engagement so entwickelt. Die westliche Propaganda wirft den Russen natürlich sofort nach dem Start vor, gar nicht den IS zu bombardieren und hebt zivile Opfer hervor. Die Frage ist, ob und wie schnell so ein Einsatz in dieser Form von Erfolg gekrönt sein kann. Ich wünche jedenfalls gutes Gelingen und die Blamage/Bloßstellung vor aller Welt sei der Mafia gegönnt.

  6. Eine Frage zu Syrien:
    Wie erreichen die Flugzeuge der Amis und ihrer Vasallen eigentlich ihre Ziele im syrischen Hinterland? Über die Türkei? Israel? Jordanien? Ich würde mich nämlich wundern, wenn sie vom Meer aus kommend direkt in den syrischen Luftraum eindringen könnten. Schließlich werden die Küstengebiete und das Gebiet östlich der libanesischen Grenze bis runter zur Hauptstadt weitgehend von der Regierung gehalten und somit von der Armee kontrolliert, bzw. fallen unter die Wirksamkeit der syrischen Luftabwehr.

    1. TaxiMan

      „Wie erreichen die Flugzeuge der Amis und ihrer Vasallen eigentlich ihre Ziele im syrischen Hinterland?“

      Zunächst mal flogen die Amis von Basen in Ländern am persischen Golf sowie Flugzeugträgern darin über den Irak von Südosten her nach Syrien. Theoretisch fliegen könnten die Amis auch von Jordanien, der von ISIS exekutierte jordanische Pilot war schließlich wohl auch in Jordanien gestartet, aber praktisch scheint das aber, soweit ich weiß, nicht gemacht zu werden, z.B. weil die Amis da nicht das richtige Fluggerät am Start haben.

      Vor ein paar Wochen, inzwischen sind es Monate, hat Erdogan den Amis außerdem erlaubt, von Incirlik in der Türkei aus zu fliegen, da jedoch müssen sich die Amis von der Türkei jede Attacke und jedes Ziel einzeln genehmigen lassen. Deshalb fliegen, soweit ich weiß, die Amis meist weiterhin vom Golf aus über den Irak nach Syrien.

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