Eine Spur von Sarkasmus

Ein Parteibuch-Leser hat uns mitgeteilt, dass zum Tagessschau-Artikel ‚Homophobie in Ägypten: „Die müssen hingerichtet werden“‚ ein Kommentar abgegeben wurde, der eine Spur von Sarkasmus einthielt.

Der Kommantar hatte folgenden Inhalt:

Vielleicht …

… könnten die schwulen Männer ja aus Ägypten auswandern, etwa ins benachbarte Saudi Arabien, wo die Leute die gleiche Sprache wie in Ägypten sprechen, und die Regierung noch besser mit den Staaten der westlichen Wertegemeinschaft zurechtkommt?

Wo US-Präsident Obama gerade einen Pakt mit Saudi Arabien abgeschlossen hat, dürfte dem sicher nichts im Wege stehen, oder? Die saudische Regierung zählt schließlich zu unseren moderaten Freunden.

Der Kommentar wurde von der Zensur der Märchenschau unterdrückt.

Laut Wikipedia ist Homosexualität „in Saudi-Arabien gesellschaftlich tabuisiert und wird mit Gefängnis, Körperstrafen und bis hin zur Todesstrafe bestraft.“ Der ägyptische Präsident General Sisi hat der Siegesfeier 2015 in Moskau über den Nationalsozialismus beigewohnt, während westliche Politiker die Feier gemieden haben, um nicht zugeben zu müssen, dass Russland die Hauptkraft beim Sieg über den von Deutschland ausgehenden Nationalsozialismus war. Im Jahr 2013 hat der damalige deutsche Verteidigungsminister De Maizière, der jetzt Innenminister ist, deutsche Rüstungsexorte nach Saudi Arabien mit der Begründung gerechtfertigt, „maßgeblich sei der Schutz Israels vor dem Iran, nicht die Menschenrechts-Situation in Saudi-Arabien.“

Ein Gedanke zu “Eine Spur von Sarkasmus

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