Saudisches Terrorregime stellt sich neu auf

Paukenschlag nach 35 Tagen saudischem Bombenkrieg gegen Jemen: der saudisch-wahhabitische Diktator Salman schmeißt Kronprinz Mukrin und den langjährigen Außenminister Saud Al Faisal raus und ernennt dafür den Innenminister und bisherigen stellvertretenden Kronprinzen Muhammad bin Nayef zum neuen Kronprinzen, den bisherigen Botschafter in den USA Adel bin Ahmed al-Jubeir zum Außenminister sowie seinen Sohn, Verteidigungsminister Mohammed bin Salman, zum neuen stellvertretenden Kronprinzen.

Was vermutlich eigentlich erst nach einem glorreichen Sieg im saudischen Krieg gegen den Jemen geschehen sollte, hat Diktator Salman nun ob des Ausbleibens eines Sieges vorweggenommen, obwohl der Krieg noch nicht vorbei ist: er hat seinen jungen Lieblingssohn Mohammed bin Salman, der den Krieg gegen den Jemen leitet, auf den Posten des stellvertretenden Kronprinzen gesetzt und ihn damit offiziell als Anwärter auf den Herrscherposten der saudischen Diktatur installiert. Um seinen Sohn in die Thronfolgerlinie zu bringen, musste Diktator Salman entweder Kronprinz Mukrin oder den stellvertretenden Kronprinzen Muhammad bin Nayef rauswerfen. Er sah im ältlichen Kronprinz Mukrin offenbar die schwächere Figur und so warf er ihn und nicht Muhammad bin Nayef raus. Um die Stabilität seines Regimes nicht zu gefährden, setzte er dabei seinen kaum dreißigjährigen Sohn nicht gleich auf den Posten des Kronprinzen, sondern ließ Muhammad bin Nayef vom stellvertretenden Kronprinzen zum Kronprinzen aufrücken und setzte seinen Sohn dahinter auf den Posten als stellvertretenden Kronprinzen. Durch diese Vorgehensweise kann Dikatator Salman öffentlich zumindest den Anschein erwecken, er habe einfach nur der bisherigen Linie folgend eine Nachfolgefrage geregelt, die sich aus dem Rücktritt von Kronprinz Mukrin ergeben hat. Um seinem Sohn Mohammed bin Salman auf seinem neuen Posten des stellvertretenden Kronprinzen in absehbaren Machtkämpfen mit dem neuen Kronprinzen Muhammad bin Nayef den Rücken zu stärken, ersetzte Dikator Salman, der lange Jahre als einer der Hauptunterstützer von Al Kaida in Saudi Arabien war, gleichzeitig den langjährigen Außenminister Saud Al Faisal durch den saudischen Botschafter in den USA Adel bin Ahmed al-Jubeir. Adel bin Ahmed al-Jubeir hat sich in den vergangenen Wochen dadurch hervorgetan, dass er den saudischen Krieg gegen den Jemen in Washington verkündet und anschließend von dort offensiv Adel bin Ahmed al-Jubeir vertreten hat, was darauf schließen lässt, dass er der offensiven wahhabitisch-zionistischen Linie von Diktator Salman und seinem Sohn Mohammed bin Salman folgt, die zur Durchsetzung saudischer Regionaldominanz den Kampf an der Seite von Al Kaida befürwortet. Dass Diktator Salman den Umbau des Regimes jetzt und nicht erst später, nach dem siegreichen Ende des Krieges, macht, könnte darauf schließen lassen, dass er und seine Berater davon ausgehen, dass der Krieg gegen Jemen seinen Sohn vorläufig auf die Höhe seiner Popularität in Saudi Arabien gebracht hat, und seine Popularität mit einer immer wahrscheinlicher werdenen längeren Kriegsdauer wieder sinken könnte.

Der saudische Innenminister und neue Kronprinz Muhammad bin Nayef ist hingegen für die defensive Haltung bekannt, dass er demgegenüber eher den Kampf gegen Al Kaida zur Sicherung der Stabilität des saudischen Königreiches bewürwortet. Innenminister Muhammad bin Nayef ist mit seiner vom Anti-Terror-Kampf gegen Al Kaida geprägten Haltung nun eingemauert zwischen dem König, seinem Sohn, der Verteidigungsminister und nun auch stellvertretender Kronprinz ist, und dem neuen Außenminister, die allesamt, ganz der aggressiven zionistischen Linie von Benjamin Netanjahu folgend, in Al Kaida und Takfiri-Terrorismus wohl eher ein nützliches Instrument zur Bekämpfung des Schiitentums und persischen Einflusses in der Region als eine Gefahr für die Stabilität des saudischen Königreiches sehen. Mit dem heutigen Umbau des saudischen Regimes wurde außerdem die instinktlose wahhabitische Baby-Garde vollends installiert, und die alte Garde, die sich instiktmäßig an die Seite von Muhammad bin Nayef stellen könnte, und sei es nur, weil sie glaubt, eine Kollision mit den USA über das Thema des Umgangs mit Al Kaida könne ernsthafte Folgen für das saudische Regime haben, wurde entmachtet. Als Ergebnis des heutigen Umbaus des saudischen Terrorregimes ist also zu erwarten, dass die Saudis ihre schon bereits jetzt mehr oder minder offen erfolgende Unterstützung für Al Kaida und ähnliche wahhabitische Takfiri-Terroristen noch ausweiten werden, und das wohl zumindest in Syrien und im Jemen, wo die Saudis seit nunmehr fünf Wochen massive Bombenangriffe zur Unterstützung von Al Kaida im Kampf gegen von den USA ausgebildete und bewaffnete Anti-Terror-Einheiten der jemenitischen Armee fliegen, aber möglicherweise auch im Irak, in Afghanistan und anderen Staaten.

Als gravierende Nebenwirkung dieser neuen selbstbewussten saudischen Politik der schamlosen und nahezu offenen massiven Unterstützung von Al Kaida durch immer mehr Geld, Waffen und Bomben ist allerdings zu erwarten, dass das saudische Regime noch schärfer auf direkten Konfrontationskurs mit US-Präsident Obama gerät. Dass das saudisch-wahhabitische Terrorregime aus diesem Konflikt mit dem Commander in Chief der US-Streitkräfte und dem Herren über das US-Votum im UN-Sicherheitsrat als Sieger hervorgehen kann, erscheint höchst fraglich, obwohl das saudische Terrorregime sicherlich die Unterstützung des von der Israel-Lobby dominierten US-Kongresses genießt, denn auch in weltweit wird die Unterstützung von Al Kaida und ähnlichen wahhabitischen Terrorgruppen zunehmend als inakzeptabel betrachtet, auch wenn sie dem Ziel dient, dadurch iranischen Einfluss zu schwächen. Wahrscheinlicher ist es also, dass das saudisch-wahhabitische Terrorregime schon recht bald ob seiner Unterstützung für Al Kaida und ähnliche wahhabitische Takfiri-Terroristen und seine Kriegsverbrechen bei der Bombardierung der US-Proxy-Kräfte im Jemen unter massiven internationalen Druck geraten wird und der heutige Umbau des saudischen Regimes diesen Prozess beschleunigen wird.

4 Gedanken zu “Saudisches Terrorregime stellt sich neu auf

  1. „Adel bin Ahmed al-Jubeir hat sich in den vergangenen Wochen dadurch hervorgetan, dass er den saudischen Krieg gegen den Jemen in Washington verkündet und anschließend von dort offensiv (…)“
    Was hat Adel bin Ahmed al-Jubeir ofensiv von Washington aus gemacht? Bitte Satzfehler verbessern.

    Der Umgang mit SA von Seiten der Regierungen der USA oder BRD wird immer anzeigen, was von dem Politikergerede über Menschenrechte, Pressefreiheit, Demokratie in Ländern wie z. B. Cuba, China, Iran oder der Russischen Förderation zu halten ist. Über diese Herrscherfamilie sollte ständig berichtet werden. DANKE von meiner Seite an das Parteibuch!

  2. Dass die Analyse stimmt, sieht man schon an den ersten Zeichen: Amnesty International wirft den Saudis Kriegsverbrechen vor, das wuerden sie nie ohne Unterstuetzung der US-Politik machen.
    Russland und Syrien haben ein Abkommen zur Zusammenarbeit gegen den Terrorismus geschlossen. Da duerften gemeinsame Aktionen zwischen 5 Partnern stattfinden: Russland, Syrien, Iran, Irak, Hezbollah. Die kommenden Wochen werden es zeigen.

  3. Zum Thema Syrien: dort wird nach wie vor versucht eine „No-fly-zone“ durchzusetzen. Eine amerikanische „NGO“ hat hierfür die „Whitehelmets“ erfunden, die jedesmal bei angeblichen Chlorgasangriffen auf der Bildfläche erscheint. Weiß ist halt die Lieblingsfarbe von Werbefirmen wenn man „reinheit“ und „unschuld“ bildlich darstellen will, wie in den Wäschewerbungen:

    Die Firma die die Whitehelmets erfunden hat:

    http://www.purpose.com/

    ein Beispiel ihrer „Arbeit“:

    http://www.purpose.com/white-helmets-profiled-by-nicholas-kristof-in-new-york-times/

    Noch ein paar Infos zu purpose.org:

    http://www.syriasolidaritymovement.org/2015/04/11/seven-steps-of-highly-effective-manipulators-white-helmets-avaaz-nicholas-kristof-and-syria-no-fly-zone/

    Und ihr Einsatzort um die westliche Bevölkerung für Proterroristische Luftangriffe zu gewinen:

    https://twitter.com/hashtag/WhiteHelmets?src=hash

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