Kopieren israelischer Gaza-Taktiken durch Saudis in Jemen erzeugt Rückschlagseffekt

Frei nach Karl Marx: Große Tragödien der Weltgeschichte wiederholen sich häufig als Farce. Der offenkundige saudische Versuch, die vom zionistischen Apartheidregime zur Unterjochung von Gaza angewandten politisch-militärischen Strategien in Bezug auf Jemen zu kopieren, schlägt gegenwärtig fehl und erzeugt einen gewaltigen Rückschlagseffekt gegen das saudische Wahhabiten-Regime.

Der jüngste Versuch des saudischen Königs Salman, den Jemen zu unterjochen, lässt in vielerlei Hinsicht darauf schließen, dass er versucht, die israelischen Techniken zur Unterjochung des Gaza-Streifens zu replizieren. Mit US-Kampfflugzeugen hat er den ohne nicht verteidigten Luftraum erobert und er lässt anscheinend wahllos Bomben auf den Jemen abwerfen. Solange die Jemeniten sich von ihm nicht unterjochen lassen und eine ihm genehme Regierung akzeptieren, will er Bomben auf den Jemen werfen. Und König Salman hat eine Seeblockade über den Jemen verhängt, mit der er den Jemeniten klarzumachen versucht, dass er nicht nur bestimmt, wer ihnen welche Waffen liefern darf, sondern auch der Herr darüber ist, ob sie zu essen haben oder nicht.

Freilich, auch die israelische Unterwerfung des Gaza-Streifens ist keine wirkliche Erfolgsgeschichte. Beinahe zehn Jahre dauert die israelische Bloackade des Gaza-Streifens nun schon, und dazu gibt es nahezu regelmäßig israelische Angriffe mit Bomben, Artiellerie und Schusswaffen auf den Gaza-Streifen, doch immer noch wird er beherrscht von palästinensischen Widerstandsgruppen unter Führung der Hamas, die das zioistische Regime nicht akzeptabel findet. Wahlen änderten daran genauso wenig wie Bomben und ein von Israel organisierter Versuch eines gewaltsamen Machtwechsels. Das zionistische Regime investiert viel Geld und Kraft in Terror, mit dem es den Gaza-Streifen überzieht, doch all der Terror konnte Gaza weder in die Knie zwingen noch Liebe für Israel bei der Bevölkerung von Gaza erzeugen. Stattdessen gerät das zionistische Regime ob seiner gegen Gaza und Palästinenser angewandten Terrortaktiken immer mehr unter internationalen Druck.

König Salmans Militärtaktik im Jemen ähnelt auch sonst dem israelischen Vorgehen in Gaza. Seine Strategie besteht insbesondere aus reichlich Bombardierungen aus der Luft, und dabei insbesondere darin, keine Rücksicht auf Zivilisten zu nehmen, um so den Gegner zur Kapitulation zu zwingen. Und so ließ König Salman zunächst unzählige zivile Ziele im Jemen bombardieren, ganz so wie die Israelis es in Gaza machen: von einem UNO-Flüchtlingslager über eine Milchfabrik, Kraftwerke, Tankstellen, ausländische Botschaften, TV-Sender und einem Hilfsgüterlager einer westlichen Hilfsorganisation bis hin zum Plätten ganzer Stadtviertel ließ König Salman bei seiner Operation „Sturm der Entschlossenheit“ im Jemen kaum etwas aus, was Juristen als das Kriegsverbrechen wahlloser und überzogener Gewaltanwendung bezeichnen.

Auf internationale Kritik an der Bombardierung von zivilen Zielen reagierte König Salman dahingehend, dass er die Bombenkampagne „Sturm der Entschlossenheit“ in „Erneuerung von Hoffnung“ umbenannte und er seine Luftwaffe umgehend Schulen, Gemeindezentren, Hotels und Hochzeitsgesellschaften quer durch den Jemen bombardieren ließ. Er machte also einfach weiter mit den Kriegsverbrechen, so als ob er demonstrieren wolle, dass Vorwürfe von Kriegsverbrechen ihm nichts anhaben können, und seinen Gegnern im Jemen deshalb nichts anderes übrig bleibt, als sich ihm zu unterwerfen.

Doch diese Strategie von König Salman geht im Jemen ebensowenig auf wie die israelische Strategie im Gaza-Streifen. Anstatt demütiger Untergebenheit in Hoffnungslosigkeit zu verursachen fachen die entsetzlichen Verbrechen zur Unterwerfung der Bevölkerung im Jemen genau wie in Gaza wütenden Widerstand der Bevölkerung an. Genau wie die Israelis es durch ihre Verbrechen fertig gebracht haben, die Bevölkerung des Gaza-Streifens einschließlich der bewaffneten Kräfte im Widerstand gegen den zionistischen Terror zu vereinen, so sind die Saudis im Begriff, die Bevölkerung des Jemen einschließlich der bewaffneten Kräfte im Widerstand gegen den wahhabitischen Terror zu einen. Und genau wie die Bevölkerung und die bewaffneten Kräfte des Gaza-Streifens sich vor einigen Jahren entschlossen gegen den zionistischen Lakaien Mohammed Dahlan gewendet haben, so wenden sich heute die Bevölkerung und die bewaffneten Kräfte des Jemen gegen die saudischen Lakaien, angefangen von den Stammesmilizen von Ali Mohsen al-Ahmar über Al Kaida bis hin zu den mit den Saudis kollaborierenden Milizen von Muslimbrüdern.

Und so ist es den Gegnern der Saudis im Jemen trotz oder gerade wegen des saudischen Bombenterrors gelungen, viele Stellungen von saudischen Kollaborateuren im Jemen zu übernehmen: tief in der südlichen Hafenstadt Aden ist Ansarullah nun drin, so tief, dass die saudische Marionette Hadi sich nicht nach Aden zurücktraut, Ansarullah beherrscht nun die gesamte Küste am Roten Meer bis hin zur Straße von Mandeb, ebenso beherrscht Ansarullah un ziemlich unangefochten die zentralen Provinzen Taizz und Ibb, die zuvor noch als Hochburgen der mit den Saudis kollaborierenden Muslimbrüder galten, in den Provinzen nördlich und östlich von Aden bis kurz vor der Wüstenprovinz Hadramawt hat Ansarullah die saudischen Lakaien von Al Kaida weitgehend ausgeschaltet, und östlich von Sanaa steht Ansarullah nun kurz davor, die Provinzhauptstadt Marib der mit Al Kaida und anderen den Saudis bislang ergebenen Milizen verwobenen Provinz Marib zu übernehmen. Wo saudische Lakaien vor Beginn der saudischen Bombenangriffe noch fast die Hälfte des Landes kontrollierten, haben sie nun nur noch die beiden dünn besiedelten Wüstenprovinzen Hadramawt und Mahrah ganz im Osten, einen täglich schrumpfenden Teil der Provinz Marib, ein paar Straßen in Aden und, wenigstens nominell, die Inselprovinz Socotra am Horn von Afrika. Und obendrein fällt die im Zuge der saudischen Bombenangriffe erfolgte quasi offizielle Machtübernahme von Al Kaida in der Provinz Hadramawt dabei noch auf die Saudis zurück, denn die saudische Bombenkampagne wird von westlichen Medien dafür verantwortlich gemacht, dass Al Kaida den Raum bekommen hat, um sich in Mukalla, der Hauptstadt der Provinz, und anderen Gegenden des Jemen ausbreiten zu können. Doch bei all den mit der das israelischen Vorgehen gegen Gaza nachahmenden saudischen Strategie gegenüber dem Jemen erzielten grundsätzlich ähnlichen Resulateten, wie etwa die Einigung der bombardierten Bevölkerung in Zorn gegen die zionistischen und wahhabitischen Aggressoren und den internationalen Ansehensverlust der Aggressoren, so gibt es auch erhebliche Unterschiede zwischen den Gaza und Jemen einerseits und dem saudischen und dem zionistischen Regime andererseits, die vermutlich zu erheblichen Abweichungen der Ergebnisse im direkteren militärischen Sinne führen werden.

Der wesentliche Unterschied zwischen dem Gaza-Streifen und dem Jemen besteht in militärischer Hinsicht darin, dass die Bevölkerung des Jemen gut bewaffnet und mehr als zehnmal so groß ist wie die von Gaza, die Küstenlinie des Jemen rund vierzig mal so lang wie die des Gaza-Streifens ist und die Fläche des Jemen weit mehr als das tausendfache der des Gaza-Streifens beträgt und mit Gebirgen übersäht ist. Die 1900 km lange Küstenlinie des Jemen bringt es mit sich, dass eine über den Jemen verhängte Seeblockade nur sehr schwer kontrollierbar ist und immer löchrig bleiben wird. Eine umfassende Blockade des Jemen ist zudem schwierig, weil der Jemen aufgrund seiner Größe über zahlreiche Flughäfen verfügt, über die regelmäßig Güter geliefert werden müssen. Die große Fläche und die vielen Berge des Jemen bedeuten insbesondere auch, dass Invasionen in die Tiefe des Jemen schwierig sind und für die Angreifer das Risiko bergen, dass ganzen Armeen in der Tiefe des Raumes vom Nachschub abgeschnitten werden und verloren gehen. Und die Bevölkerungsanzahl mit umfangreichen bewaffneten Strukturen wie der Armee, kriegserfahrenen Stammesverbänden und buchstäblich Millionen von bewaffneten Männern bedeutet, dass eine vollumfängliche Besatzung des Jemen, wenn überhaupt, nur mit Truppen in Millionenstärke und unter Inkaufnahme anhaltend schwerer Verluste möglich ist. Praktisch ist es deshalb für Angreifer allenfalls realistisch, einen kleinen Teil oder einen Randstreifen des Jemen zu besetzen, und sich an von Besatzungstruppen abgesicherten Orten willige jemenitische Proxy-Kräfte zu suchen, die den tatsächlichen Kampf zur vom Aggressor gewünschten politischen Umgestaltung des Jemen landesweit durchführen. Ungeschickterweise hat das saudische Regime mit massiven Bombardierungen in ganz Jemen nach israelischem Vorbild jedoch schon zum Auftakt des Krieges eine Strategie gewählt, die es ihnen nun schwer macht, willige jemenitische Proxy-Kräfte zu finden.

Der wesentliche Unterschied in militärischer Hinsicht zwischen dem zionistischen Regime und der wahhabitischen Dikatur der Sauds besteht in der Wehrpflicht und der Erfahrung. Zwar sind die Streitkräfte der Saudis nominell sowohl von der Personalstärke mit über 200.000 Mann als auch vom Multi-Milliarden-schweren Verteidigungsbudget noch etwas größer als die der stark militarisierten Israelis, doch praktisch verfügen die Saudis nur über eine teure, unerfahrene und im Vergleich zur Bevölkerungsanzahl und Größe des Landes recht kleine Berufstruppe mit kaum Reserven, während das zionistische Regime über erfahrene und im Verhältnis zum eigenen Territorium zahlenmäßig große Streitkräfte verfügt, die aufgrund der umfassenden israelischen Wehrpflicht im Kriegsfall mit militärisch gut ausgebildeten Reservisten leicht um ein Mehrfaches aufgestockt werden können. Die Israelis können, wenn sie sich vornehmen, ein großes Blutbad in Gaza anzurichten, dank ihrer Reservisten zahlreiche Truppen an der Grenze zum Gaza-Streifen zusammenziehen und gleichzeitig eine dichte Truppenpräsenz zur Kontrolle des von ihnen beherrschten Territoriums herstellen. Die Saudis hingegen brauchen einen wesentlichen Teil ihrer Streitkräfte schon dazu, um die Kontrolle über ihr eigenes Territorium zu beherrschen, sodass sie nur vergleichsweise wenige Truppen für Kriege in benachbarten Gebieten zusammenziehen können. Hinzu kommt, dass die Saudis eine rund 1800 Kilometer lange Grenze mit dem Jemen haben, die sie bewachen müssen, während die Israelis zu Gaza gerade einmal 50 Kilometer Grenze haben. Die Israelis haben deshalb kein Problem damit, im Kriegsfall 1000 oder auch 2000 Soldaten pro Kilometer Grenze zum Gazastreifen aufzubieten, während die Saudis keine 100 Soldaten pro Kilometer Grenze zum Jemen zusammenbekommen. Selbst für ein vollständiges Überwachen der langen Grenze zum Jemen reichen die saudischen Truppen also kaum aus, so dass diese Grenze immer durchlässig bleiben wird. Versuche der Saudis, sich für ihren Krieg gegen Jemen zusätzliche Bodentruppen in Ägypten, Pakistan oder anderswo zu mieten, sind gescheitert, und die Idee, zur Aufstockung der Mannstärke in größerem Umfang Stammesstrukturen in Saudi Arabien zu bewaffnen, birgt für das saudische Regime die Gefahr, dass solche an saudische Stammesstrukturen ausgegebenen Waffen über kurz oder lang gegen das saudische Regime selbst zum Einsatz kommen würden.

Wenn die Saudis sich also damit brüsten, 150.000 Truppen der Armee an der Grenze zusammengezogen zu haben, dann sagt das nichts darüber, wie viele davon sie meinen, für eine Invasion des Jemen entbehren zu können, und wenn sie dann auch noch 100.000 Truppen der Nationalgarde an die Grenze zum Jemen verlegen, dann fehlen ihnen die anderswo, etwa zum Unterdrücken von Schiiten im Osten des Landes, zur Sicherung der Grenze zum Irak zur Verhinderung eines Einsickerns von ISIS-Terroristen durch die dortige Wüste oder etwa zur Abschreckung von Terroristen in saudischen Großstädten. In Anbetracht all dieser umfangreichen Verteidgungsaufgaben wirkt die Personaldecke der teuren saudischen Streitkräfte auf einmal eher dünn, und es wird klar, warum es den Saudis schwerfällt, davon noch eine nennenswerte Anzahl an Truppen für eine Invasion des Jemen abzuzweigen. Vielmehr droht dem saudischen Regime durch seinen Krieg gegen den Jemen die Offenbarung, dass seine Truppen nicht mal zur Herstellung von Sicherheit im eigenen Land wirklich ausreichen, mit allen Konsequenzen, die das haben kann, bis hin zum Sturz der saudischen Diktatur.

Weitere gewichtige Unterschiede zwischen dem zionistischen Apartheidregime und der whhabitischen Diktatur der Sauds bestehen im internationalen Einfluss. Zwar haben die Sauds reichlich Ölgeld, mit dem sich viele Regierungen und sogar kleinere Volkswirtschaften schmieren lassen, doch das saudische Regime hat nichts, was der Macht der Israel Lobby auch nur nahekommen würde. Nun kooperiert die saudisch-wahhabitische Despotie hinter den Kulissen zwar mit dem zionistischen Regime im Rahmen einer zionistisch-wahhabitischen Achse gegen Iran und Demokratie, und es gibt auch Berichte darüber, dass das zionistische Regime den Eisatz seiner Lobby gegen gutes Geld an die Sauds vermietet, doch selbst wenn das so sein sollte, tut sich die Israel-Lobby schwer damit, das Produkt, also die saudische Despotie, erfolgreich zu vermarkten. Nahezu alle Slogans, mit denen die Israel-Lobby öffentliche Unterstützung in den westlichen Staaten für das zionistische Apartheidregime generiert, wirken nicht für, sondern gegen die saudische Despotie, sei es nun „kleiner Flecken sicherer Zuflucht eines Tausende Jahre verfolgten Volkes“, „Vorposten der christlich-jüdischen Wertegmeinschaft gegen die islamische Barbarei“, „die einzige Demokratie im nahen Osten“, „Vorbild in Sachen Moral und Menschenrechte,“ „Vorbild bei Gleichberechtigung von Frauen und Homosexuellen“ oder „Hort der Kultur und Wissenschaft“ – mit nichts von all dem lässt sich die saudische Despotie vermarkten. Es ist allgemein bekannt, dass Saudi Arabien eine mittelalterliche Diktatur ist, die rückständig und totalitär, menschenrechtsverachtend und frauendiskriminierend, ein Hort von Intoleranz und eine Brutstätte von Extremismus ist, deren einziger Vorzug es ist, dass sie als Verbündeter des Westens für stabile Verhältnisse auf dem Ölmarkt sorgt und ihr mit dem Ölverkauf verdientes Geld im Westen ausgibt. Doch nicht einmal diese Vorzüge stimmen noch. Seit letztem Herbst führt Saudi Arabien auf dem Ölmarkt einen Preiskrieg zur Vernichtung der unkonventionellen Ölförderung in den USA und längst gibt Saudi Arabien mehr für chinesische als für westliche Produkte aus. Im Gegenteil: sollte es demnächst konfliktbedingte Einbrüche in der saudischen Ölförderung geben und der Ölpreis dadurch steigen, würden in vielen von unkonventioneller Ölförderung lebenden Gegenden der USA die Korken knallen. Angesichts der internationalen Nuklearvereinbarung mit dem Iran funktioniert es nicht einmal mehr richtig, die Saudis als wichtige Frontstellung im Kampf gegen einen nach Atomwaffen strebenden Iran lobzupreisen, denn dem vorherrschenden Zeitgeist entspricht es nun, Entspannungspolitik mit dem Iran zu betreiben.

Im Westen öffentliche Unterstützung für Israels Partner Saudi Arabien zu erzeugen, fällt also selbst der mächtigen Israel Lobby schwer, selbst wenn sie es ernsthaft probiert. Mit jedem Kriegsverbrechen, dass die saudische Despotie im Jemen begeht, und mit jeder neuen Stadt, die Al Kaida aufgrund des saudischen Krieges gegen den Jemen erobert, fällt es westlichen Politikern zunehmend schwerer, das saudische Regime vor den Konsequenzen seines eigenen verbrecherischen Verhaltens abzuschirmen, und seien sie noch so großzügig mit reichlich Petrodollars geschmiert. Zusätzlich dazu, dass die Saudis mit ihrem Bombenkrieg gegen den Jemen ihren politischen Einfluss im Jemen verlieren und die Stabilität ihres eigenen Landes riskieren, laufen sie Gefahr, dass ihre strategische Partnerschaft mit den USA und dem Westen allgemein in die Brüche geht und sie ob ihrer Kriegsverbrechen und zumindest indirekten Unterstützung von Al Kaida unter infternationalen Druck kommen. Besonders eng könnte es demnächst insbesondere bezüglich der Verfolgung der von den Saudis im Jemen ihren Gaza-Taktiken mitbegangenen Kriegsverbrechen werden, denn da schafft die Israel Lobby es nicht mal mehr, das zionistische Regime selbst davon umfänglich abzuschirmen. Angesichts der unzähligen saudischen Kriegsverbrechen im Jemen scheint es so zu sein, dass die Zeit, in der die Saudis sich noch durch eine Verpartnerung mit dem Iran aus ihrer selbstversachten misslichen Lage im Jemen befreien könnten, inzwischen abgelaufen ist und eine krachende Niederlage der Saudis mit all ihren inneren und äußeren Konsequenzen kaum noch zu vermeiden ist.

Für Ansarullah und den jemenitischen Widerstand gegen Zionismus und Wahhabismus ist der Weg zum Sieg über die Saudis hingegen vergleichsweise deutlich vorgezeichnet. Ansarullah muss dazu kaum mehr gelingen, als zu überleben und es dann bis in die geplanten demokratischen Wahlen zu schaffen. Kommt es zu den Wahlen, was demnächst zu erwarten ist, kann Ansarullah damit rechnen, dass die Wähler sämtliche Kollaborateure mit den saudischen Aggressoren abstrafen und Ansarullah eine demokratische Legitimierung der Macht im Jemen erhält, an deren Anerkennung dann international kein Weg mehr vorbei führen wird. Mit jeder weiteren Bombe zur Terrorisierung der Bevölkerung des Jemen stärken die Saudis und ihre Partner, von Katar bis Al Kaida, die Wahlchancen von Ansarullah.

12 Gedanken zu “Kopieren israelischer Gaza-Taktiken durch Saudis in Jemen erzeugt Rückschlagseffekt

  1. Jemen…jeman.. währenddessen steuert Syrien auf den „Point of no return“ zu… die islamischen Orks erobern eine Stadt nach der anderen und haben inzwischen sogar die Eliteeinheit „Tigerforces“ samt ihrem Anführer umzingelt.

    1. Die Orks in Syrien vergeigen es gerade völlig. Jeder taktische Sieg von Al Kaida bringt die syrische Regierung dem strategischen Sieg im Krieg gegen Syrien näher. Wesentliche Eregbnisse der vergangenen Tage in der Provinz Idlib sind: es gibt da keine „moderaten“ Rebellen mehr, die die USA vorzeigen und unterstützen könnten, sondern nur noch Al Kaida, die da überall aus ihren Schlupflöchern raus ans Licht der Sonne gekommen ist. Und die macht die syrische Armee nun in Massen weg, allen voran die Tiger-Einheiten – von wegen umzingelt.

      Wenn der Propaganda-Nebel sich morgen etwas gelichtet hat, kommt zu Jisr Shughur ein Parteibuch-Artikel. Da kannst du schon drauf warten, wann bei den Terroristen von Al Kaida und Co da wieder das Jammern losgeht: „Buhuhu, wir sind so liebe moderate Rebellen, und wir brauchen mehr Waffen und eine Flugverbotszone, weil sonst müssen wir alle sterben, buhuhu.“

      1. Eigentlich komisch das es der Presse nie einen Artikel wert ist das der Kannibale zusammen mit einem weltweit gesuchten tschetschenischem Terroristen (Rotbart Schischanie)den Angriff für Al-Kaida mit amerikanischen Waffen leitet. Scheint die Amis eh kaum zu kratzen das es ihre Waffen (TOW) sind die der Al-Kaida dort die Siege ermöglichen (neuerdings kein Al-Kaidavideo ohne TOW-Raketen, die auch schon mal auf Häuser und PKW´s abgefeuert werden). Die Amis scheinen schon vergessen zu haben das es diese Gruppe war die mehrere Hochhäuser pulverisierte.

      2. die Sache in Idlib sieht sieht sehr düster aus, schätze das die Syrische Armee das auch erkennen wird und den Rückzug antreten muss.
        Hoffe natürlich das es anders kommt.

  2. Die Lage scheint sich für die syrische Armee ein wenig verbessert zu haben, da nach zwei Tagen Schlechtwetter die Luftwaffe wieder im Einsatz ist. Zudem sollen Hisbollah-Milizionäre in die Kämpfe eingegriffen haben. Das tun sie immer dann, wenn es die Assad-Armee nicht mehr allein schafft. Weder im Interesse der Hisbollah noch im Interesse von Damaskus kann es sein, dass die Dschihadisten jetzt ihren Brückenkopf in Idlib weiter ausbauen. Das muss eine Gegenreaktion kommen. Könnte sein, dass sich die Orks mit ihrer Offensive übernommen haben. Nicht auszuschliessen ist auch ein strategischer Rückzug der syrischen Armee, die Probleme haben wird, den Korridor bis nach Idlib zu halten. Noch scheint das Momentum auf Seiten der Orks zu sein.
    Es ist übrigens interessant, dass die israelische Luftwaffe die syrische Armee im kalamun angegriffen hat. Fast zeitgleich mit der Idlib-Offensive der Orks.

  3. Ergaenzung:
    4.) Dass die Verwendung dieser Uranmunition auch fuer die Ladeschuetzen lebensgefaehrlich ist (Krebsgefahr)

  4. Und das sagen echte Muslime dazu:

    INDONESIAN MUSLIMS REJECT US-SPONSORED ISIS: “ISIS CALIPHATE IS AGAINST ISLAMIC PRINCIPLES”

    ISIS IS AN INSTRUMENT OF WESTERN MILITARY ALLIANCE AND AGAINST ISLAMIC PRINCIPLES

    https://hshidayat.wordpress.com/2014/08/11/indonesian-muslims-reject-us-sponsored-isis-isis-caliphate-is-against-islamic-principles/

    SAUDI ARABIA IS FIGHTING UNITED STATES’ WAR IN YEMEN

    https://hshidayat.wordpress.com

    Doku: Al Qaeda is Controlled by the CIA

    Eigene Anmerkungen zur Wortwahl in der Doku:
    „Islamic Terrorists“ ist ein Widerspruch in sich, weil der Islam eine Religion ist und Terrorismus keine Religion hat. Folglich ist auch jede Verwendung weiterer islamischer Begriffe wie „Djihad“ reine und von den Autoren der Doku leider offenbar unreflektiert übernommene Kriegspropaganda zur Verteufelung einer in Wahrheit vielgestaltigen Weltreligion mit 1700 Millionen Angehörigen. Wahhabi-Terroristen der Al Qaida und Abteilungen unter Namen wie ISIS, IS, Muslimbrüder, Al Nusra etc. hingegen beschuldigen Muslime als „Ungläubige“, damit beschuldigen sie automatisch auch den heiligen Propheten des Islam selbst als ungläubig und das macht sie zu Feinden des Islam.

    Der Wert eines Konfliktes liegt in den Schulden, die er verursacht, denn wer die Schulden kontrolliert, kontrolliert alles.

    Obwohl durch die vereinzelte Verwendung irreführender Begriffe wie „Islamic Terrorists“ damit teilweise von falschen Voraussetzungen ausgegangen wird, erscheint es mir dennoch interessant zu sehen, wie aufwendig Washington sich seine Feinde bastelt und darüber die ganze Welt belügt, um dem Widerstand auch der eigenen Bevölkerung den Mund zu verbieten, wenn die Menschen für ständig neue Kriegskredite unendlich verschuldet werden, für unendliche Kriege.

    Da es erkennbar letztlich immer um die Aufrechterhaltung der Wirtschaftsweise des Anhäufens allen gesellschaftlichen Vermögens in den Händen Weniger geht – in der Krise mit despotischen Mitteln – gab und gibt es für alles Menschenhassende, was US-Dollars-bezahlt zum Terrorisieren und Verbreiten von Chaos zur Aufrechterhaltung dieser Wirtschaftsweise eingesetzt wird – wo auch immer und wie auch immer getarnt – nur eine passende Bezeichnung: Faschisten.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.