Der saudische Weg der Demonstration von Freundschaft

Der 20. April 2015 wird der Bevölkerung der jemenitischen Hauptstadt Sanaa lange in Erinnerung bleiben. An diesem Tag hat die saudisch geführte Koalition, wie ihr Sprecher stolz verkündete, eine Raketenbasis bei Sanaa bombardiert, um der Legitimität von „Präsident Hadi“ Geltung zu verschaffen, wie die Saudis es ausdrücken.

Bildlich sah das so aus:

Nach dieser angeblich ausschließlich aus Gründen der Völkerfreundschaft, als selbstlose Hilfsleistung für das Volk des Jemen, durchgeführten militärischen Handlung der saudusch geführten Koalition zur Durchsetzung der Legitimität von „Präsident Hadi“ – der die Saudis um militärisches Eingreifen gebeten hat – sah es in der Innenstadt von Sanaa so aus:

Die durch den Luftangriff der saudisch geführten Koalition verursachte Explosion hat quer durch die Stadt Verwüstungen angerichtet und auch noch in zehn Kilometern Entfernung Scheiben zerbersten lassen. So sieht es aus, wenn das saudische Regime einem Volk „Freundschaft“ zeigt.

Gute Beziehungen zu Sanaa zu haben kann sich das saudische Terrorregime, falls es sich solange halten sollte, für die nächsten Jahrzehnte abschminken. Und sollte einer der in Riyad sitzenden saudischen Lakaien, die die internationale Gemeinschaft als legitime Regierung des Jemen betrachtet, es je wieder wagen, einen Fuß in die jemenitische Haupstadt zu setzen, kann er sich auf was gefasst machen. Der 20. April 2015 ist der Tag, an dem das saudische Regime den Krieg gegen Jemen verloren hat. Nichts, was das saudische Regime jetzt noch macht, kann das, was es heute in Sanaa angerichtet hat, wieder wettmachen.

PS: Benjamin Netanjahus Top-Einflussagent im US-Senat, JINSA-Preisträger John McCain, äußerte sich gerade öffentlich grundsätzlich zustimmend zu der Idee, auch US-Bomber zur Unterstützung von Gehilfen Israels wie Al Kaida beim gemeinsamen Kampf gegen die jemenitische Ansarullah-Regierung einzusetzen.

5 Gedanken zu “Der saudische Weg der Demonstration von Freundschaft

  1. Wie alle Usrael Lakaien ist auch SA in Militär- Strategischen Bereich eine Null. Erfahrung haben sie in Morden von Demonstranten und Aufbau und Finanzierung von Proxy- Truppen. Krieg zu führen gegen eine teilweiße gut organisierte Armee bzw. Gruppe ist einer Nummer zu hoch. Durch ausschließlich Luftangriffe werden weiter viele Zivilisten sterben aber die Lage am Boden wird das nicht sehr viel ändern. Jetzt steigt die Wut der Jemeniten noch ein Stückchen mehr, einerseits gut da gesteigerte Kampfmoral, einerseits schlecht da dafür Menschen sterben mussten. Viel Erfolg wünsche ich SA bei ihrer Bodenoperation, die kommen muss, weil wie geschrieben Luftschläge allein bringen es nicht wirklich.

    Schönen Tag

  2. Die BRD, wie sie leibt und lebt

    „Gegen die Verletzung der territorialen Integrität des Jemen durch die von den Amerikanern unterstützten Saudis liegen keine Proteste aus der EU vor. Im Gegenteil: Hochrangige deutsche Politiker reisen auf Steuerkosten in die religiöse Diktatur Saudi-Arabien und werben für Waffenverkäufe an die Staats-Islamisten.

    So hat sich CSU-Chef Horst Seehofer bei einem Besuch beim saudischen König Salman entschieden für Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien ausgesprochen. Seehofer ist der Ministerpräsident des wirtschaftlich potentesten deutschen Bundeslandes, seine Partei ist Teil der Koalition, die die Bundesregierung stellt. Sein Wort hat daher Gewicht, und so wird es auch im Nahen Osten gesehen. Seehofer verkündete nun, er halte den Weg für richtig, «in verantwortlicher Weise auch mit militärischen Gütern Saudi-Arabien zu helfen», sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag nach seinem Termin im Königspalast in Riad. Es sei im bayerischen, deutschen und europäischen Interesse, dass ein politisch und wirtschaftlich derart stabiles Land weiterhin ein Stabilitätsanker in der Region bleibe. «Das ist für mich ein ganz überragendes Interesse der Realpolitik», sagte Seehofer und fügte hinzu: «Ich glaube auch, dass man damit den Menschen in dieser Region am meisten hilft.»

    König Salman habe überzeugend dargelegt, dass es sein politisches Hauptziel sei, «dass in dieser Region die Menschen friedlich zusammenleben, in einer friedlichen Koexistenz». Und das sollte man «bei weiteren Entscheidungen mit einfließen lassen», sagte Seehofer. Er werde darüber in Kürze auch mit der Bundeskanzlerin sprechen.“

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/04/21/gefaehrliche-zuspitzung-usa-schicken-flugzeugtraeger-gegen-den-iran/

  3. SA wird sein Afghanistan im Jemen haben. Im Jemen kommen auf einen erwachsenen Einwohner 1,8 Kalaschnikows und 0,1 Panzerfäuste. Finde die Quelle jetzt nicht, aber so in etwa ist die Größenordnung. Luftschläge sind auf Dauer nicht nur nicht Ziel führend, sondern auch extrem teuer. In einer Bodenoffensive könnte sich sogar das Blatt wenden, und dann, wird das Volk der Saudis auch auf die Barrikaden gehen. Dieses Volk leidet ja auch unter der US-Scheich-Diktatur.

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