Dutzende Tote in Molkerei bei Luftangriff saudischer Koalition auf Hodeida

Wie Al Manar und andere internationale Medien berichten, kamen bei Luftangriffen in der Nacht zum Mittwoch der saudisch geführten Kriegskoalition zur Unterwerfung des Jemen auf eine Molkerei in der westjemenitischen Hafenstadt Hodeida dem Gouverneur der Provinz zufolge 37 Arbeiter ums Leben.

Die den saudisch geführten Angriffskrieg gegen den Jemen unterstützenden westlichen Massenmedien von NYT bis VoA bestätigten dem Grunde nach, dass es im Zuge von saudisch geführten Luftangriffen in Hodeida über zwei Dutzend Tote und zahlreiche Verletzte in einer Molkerei gegeben hat, versuchten sich dabei jedoch in unterschiedlichen Ausreden, um von der Verantwirtlichkeit der Saudis und ihrer Kriegspartner von den USA bis zum Sudan für die Opfer abzulenken. Die den Saudis stets freundlich gesinnte staatliche deutsche Tagesschau bot ihren Lesern gleich drei unterschiedliche Rechtfertigungen für das Blutbad an: die Saudis hätten nahelegene militärische Ziele treffen wollen und die Molkerei dabei aus Versehen getroffen, die Molkerei sei nicht bombardiert worden, sondern wurde von Luftabwehrfeuer gegen saudische Bombenangriffe getroffen und die Saudis hätten die Molkerei bombardiert, weil darin Waffenlager der Houthis vermutet wurden. Die naheliegende Erklärung, dass die saudisch geführte Kriegskoalition die Houthis und ihre Unterstützer mal wieder durch die verbrecherische Kriegstaktik „Verbrannte Erde“ in die Knie zwingen will und deshalb die Molkerei absichtlich mit US-amerikanischen Präzisonsbomben angegriffen hat, erwähnt die staatliche deutsche Tagesschau demgegenüber nicht.

Wie dem auch sei, es ist bereits das dritte Mal innerhalb von 48 Stunden, dass der Propaganda-Apparat der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft zugeben musste, dass durch den Bombenkrieg der saudischen Verbündeten gegen den Jemen zahlreiche Zivisten umgebracht wurden und zivile Infrastruktur zerstört wurde. Am Montag hatten westliche Medien zugeben müssen, dass die saudisch geführte Kriegskoalition im Nordwesten des Jemen Luftangriffe gegen UNO-Flüchtlingslager geflogen hat, durch die Dutzende Flüchtlinge getötet und unzählige weitere verletzt wurden. Am Dienstag bombardierte die saudisch geführte Koalition zwei Tankstellen in der zentraljeminitischen Provinz Ibb, wobei, wie die britisch-amerikanische Propaganda-Organisation Amnesty International einräumt, vier Kinder, zwei Frauen sowie acht Männer umgebracht und unzählige weitere Menschen verletzt wurden. Konsequenzen für die westliche Unterstützung des saudisch-wahhabitischen Terrorregimes hat die Bombardierung der Zivilbevölkerung des Jemen indes bislang nicht. Die deutsche Bundesregierung erklärte anlässlich der saudischen Bombenmassaker, sie habe Verständnis für die Saudis.

Gravierende Konsequenzen scheint der saudische Bombenkrieg gegen den Jemen jedoch in den Köpfen der jemenitischen Bevölkerung zu haben. Wie etwa der iranische Sender PressTV berichtet, fanden am Mittwoch Demonstrationen gegen den auf Wunsch des in die saudische Hauptstadt Riad geflüchteten Ex-Präsidenten Hadi saudisch geführten Krieg gegen Jemen nicht nur in der Hauptstadt Sanaa statt, wo die Houthis schon lange besonders viele Unterstützer haben, sondern auch in den Städten Taizz und Amran, die bislang als Hochburgen Muslimbrüdern, Hadi-Anhängern, Al Kaida und der Opposition gegen die Houthis galten. Die US-Propagandaschleuder McClatchy bestätigte am Montag diese Auswirkung des vorgeblich zur Wiedereinsetzung des angeblich beliebten, aber von der mit Iran sympathisierenden nordjemenitischen Splittergruppe der Houthis gewaltsam gestürzten, Präsidenten Hadi geführten Krieges der saudischen Koalition auf die öffentliche Meinung im Jemen in einem Bericht in der Tendenz und beendete den Bericht mit folgendem dem Zitat eines Ladenbesitzers in Sanaa: „Wir weden alle Houthis sein, wenn fremde Truppen in unser Land kommen. Das ist unser Haus und niemendem ist es erlaubt, da einzubrechen.“

Doch genau das ist es, was der nach Riad geflüchtete „Präsident“ Hadi fordert und die saudisch geführte Kriegskoalition gegen den Jemen offenbar beabsichtigt. Hadi hat in den letzten Tagen mehrfach erklären lassen, er habe die saudisch geführte Koalition darum gebeten, zum Zweck seiner Wiedereinsetzung so schnell wie möglich Bodentruppen in den Jemen zu entsenden und seine Bitte sei von der saudischen Koalition positiv beschieden worden. Der Sprecher der saudisch geführten Kriegskoalition erklärte dazu, gut ausgebildete Bodentruppen stünden bereit, sie würden „bei Bedarf“ im Jemen eingesetzt werden, aber bisher sei der Zeitpunkt dafür noch nicht gekommen. Dass die saudisch geführte Kriegskoalition bislang nicht offen Bodentruppen, sondern nur einige verdeckt operierende Kommandos im Jemen einsetzt, dürfte daran liegen, dass es der saudisch geführten Bombenkampagne, offenbar anders als geplant, immer noch nicht gelungen ist, die militärischen Voraussetzungen für einen offenen Einmarsch saudisch geführter Truppen in den Jemen und eine Rückkehr von Hadi in den Jemen zu schaffen. Der Chef von Hadi Präsidentenbüro hatte vor drei Tagen erklärt, Hadi werde binnen zwei oder drei Tagen aus Riad in die von Hadi zur Hauptstadt erklärte südjemenitische Hafenstadt Aden zurückkehren, nachdem wenn seine Redidenz dort repariert worden sei. Die zwei bis drei Tage sind inzwischen rum, doch nichts deutet darauf hin, dass eine Rückkehr von Hadi nach Aden inzwischen nähergerückt ist, und das, obwohl auch die Saudis großes Interesse daran haben, denn, wenn Hadi sich im Jemen anstatt in Riad aufhalten würde, würde die saudische Behauptung, sie intervenierten militärisch im Jemen, um Hadi und seine legitime Regierung vor einem gewaltsamen Sturz zu schützen, nicht ganz so unglaubwürig aussehen.

Die der saudischen Kriegskoalition nahestehenden Propagandeschleudern Reuters und AL Jazeera räumten am Mittwoch ein, dass, wie Reuters sich im Titel der Meldung ausdrückte, „jemenitische Houthi-Kämpfer mit Panzern das Zentrum von Aden erreicht“ haben, und bestätigten damit, dass zur Regierung von Ansarullah gehörende gepanzerte Armeeeinheiten sich in Aden bereits südlich des Flughafens im Innenstadtbezirk Khor Maksar befinden, so wie das Parteibuch es bereits am Montag berichtete. Und offensichtlich hat Ansarullah in Khor Maksar inzwischen die Oberhand, denn Ansarullah kann da nun offen auftreten, und Reuters meldet bereits Gefechte im am südlichsten Ende von Aden gelegenen Stadtteil Krater. Für die saudische Kriegskoalition ist das ein herber Rückschlag.

Der saudisch geführte Krieg gegen Jemen wurde gestartet, nachdem Ansarullah Al Kaida und Hadi gegenüber loyalen Milizen die Kontrolle über den größten Teil von Aden, einschließlich des Flughafens und des Hafens, abgerungen hatte. Unmittelbar nach Beginn der saudischen Offensive konnte Ansarullah dann auch aus dem Stadtzentrum von Aden verdrängt werden, was iranische Medien auf den Einsatz saudischer Luftlandekräfte in Aden zurückführten. Die saudische Kriegskoalition dementierte den Einsatz saudischer Spezialkräfte in Aden zunächst, doch der saudische Botschafter in Aden bestätigte inzwischen, dass saudische Spezialkräfte von saudischen Kriegsschiffen vor der Küste aus mit Hubschraubern nach Aden geflogen sind, das aber nur, um dort ausländische Diplomaten zu evakuieren. In den folgenden Tagen verbreitete die saudische Kriegspropaganda reichlich Erfolgsmeldungen zur Rückeroberung Adens durch Hadi gegenüber loyale Milizen, wobei ein besonderer Schwerpunkt der Flughafen von Aden war, dessen Gelände einschließlich zweier westlich und östlich direkt am Flughafen vorbeiführenden Straßen die einzige Landverbindung der Innenstadt von Aden mit dem Festland ist. So erklärten Vertreter der Hadi-saudischen Kriegskoalition etwa am Sonntag, sie hätten die vollständige Kontrolle über den Flughafen, und am Dienstag wurde von jener Seite behauptet, sie hätten beinahe volle Kontrolle über den Flughafen, nur an einem Zipfel des Flughafens gäbe es noch zwei gepanzerte Fahrzeuge oder Panzer der Houthis. Wenn Al Jazeera und Reuters nun offenlegen, dass sich gepanzerte Verbände von Ansarullah inzwischen wieder weit südlich des Flughafens, mitten in der Stadt Aden befinden, und Hadi immer noch nicht wieder in Aden ist, dann weist das sehr klar eine empfindliche Niederlage der saudischen Kriegskoalition hin. Sollte sich am Verlauf der Kämpfe in Aden nicht bald entscheidend etwas ändern, so könnte trotz des EIngreifens der saudisch geführten Kriegskoalition bald die ganze Stadt Aden unter Kontrolle den Verbänden von Ansarullah stehen, was bedeuten würde, dass die saudische Kriegskoalition keinen Brückenkopf im Jemen hat und Hadi wohl noch eine ganze Weile in Riad bleiben muss. Damit würde vermutlich die ganze saudische Kriegsplanung Makulatur sein. Al Manar meldet bereits, dass die „meisten“ Bezirke von Aden unter Kontrolle von Ansarullah stehen.

Angesichts des militärischen Rückschlages in Aden gab „Präsident“ Hadis „Außenminister“ Riyadh Yassin Abdullah am Mittwoch in der saudischen Hauptstadt Riad ein in vielfacher Hinsicht bemerkenswertes Interview, über das die Zeitung Gulf News mit Sitz in Dubai, die die führende und staatstragende Publikation der totalitären Diktatur „Vereinigte Arabiasche Emirate“ ist, die ebenfalls zur saudischen Kriegskoalition gegen Jemen gehört, unter dem Titel „Jemens Problem ist der Ex-Präsident, nicht die Houthis – Außenminister“ berichtete. Wie Gulf News berichtet, erklärte Hadis „Außenminister“ Riyad Yassin da – man lese und staune:

„Das wesentliche Sache ist jetzt, dass falls die Kräfte von (Ex-Präsident) Ali Abdullah Saleh aufhören, mit ihnen (den Houthis) zu kämpfen, dann denke ich, werden sie (die Houthis) beginnen, sich zurückzuziehen. Unser Hauptproblem jetzt sind nicht die Houthis. Sie sind wenige, und sie haben nur leichte Waffen.“ (Übersetzung: Parteibuch. Quelle: „Präsident“ Hadis „Außenminister“ Riyadh Yassin Abdullah in Reuters, Gulfnews 1/4/2015. An die hier mitlesenden kritischen Journalisten und Forenkommentatoren mit eigenem Kopf: Bitte nachdenken und dieses Zitat nutzen und weiterverbreiten! Das ist eine voll zitierfähige „reputierte“ Quelle und kein Aprilscherz!)

Also, „Präsident“ Hadis „Außenminister“ sagt da nichts weniger, als dass die zahlreichen von der saudisch geführten Kriegskoalition und ihren Unterstützern in der westlichen Wertegemeinschaft und ihrem Propaganda-Apparat geäußerten Behauptungen, der saudisch geführte Krieg, richte sich gegen die Houthis, die vom Iran mit schweren Waffen ausgerüstet worden seien und diese so mit Waffengewalt die Macht im Jemen erlangen und den „legitimen Präsidenten“ Hadi konnten, Lügen sind.

Der wesentliche Gegner der saudischen Kriegskoalition ist nicht, wie von der saudischen Kriegsfront und ihren Unterstützern zur Rechtfertigung des Krieges immer wieder behauptet wird, die Houthis, sondern es sind Kräfte des mit Waffengewalt gestürzten Ex-Präsidenten Ali Saleh, der nach wie vor Vorsitzender der jemenitischen Volkspartei „Allgemeiner Volkskongress“ ist. Die Houthis sind demgegenüber nur wenige. Die Houthis sind auch nicht, wie von der saudischen Kriegsfront und ihren Unterstützern zur Rechtfertigung des Krieges immer wieder behauptet wird, vom Iran mit jeder Menge schwerer Waffen ausgerüstet worden, sondern sie haben überhaupt nur leichte Waffen, wie sie praktisch jederman im Jemen hat. Logisch zwingend ergibt sich daraus auch die Schlussfolgerung, dass die Houthis und Ansarullah auch kein iranischer Proxy sind, der aufgrund massiver Waffenhilfe aus dem Iran die Macht im Jemen übernehmen konnte. Diese Geschichte, von der saudischen Kriegsfront und ihren Unterstützern zur Rechtfertigung des Krieges immer wieder verbreitet wird, um mit anti-iranischen und anti-schiitischen Ressentiments Stimmung für den Krieg gegen Jemen zu schüren, ist erstunken und erlogen. Dass Ali Saleh und seine ebenfalls zu Ansarullah gehörenden Anhänger der Partei „Allgemeiner Volkskongress“ ein besonders inniges oder enges Verhältnis zum Iran haben, wird von der Propaganda der Kriegskoalition auch gar nicht erst zu behaupten versucht. Jeder weiß, dass Ali Saleh ein Lakai von Amerikanern und Saudis war. Die Gründe dafür, warum die Houthis und Ansarullah in den letzten Jahren so stark geworden sind, sind andere als iranische Waffenhilfe. Sie liegen etwa darin, dass Ansarullah, anders als der von den Saudis und den USA der jemenitsichen Bevölkerung in einer Ein-Kandidatenwahl aufgedrückte saudische Lakai Hadi, massive populäre Unterstützung im Jemen genießt. Das Alles ist Kennern der Lage im Jemen zwar nicht neu, aber nun hat es Hadis „Außenminister“ selbst öffentlich zugegeben, zitiert von einem führenden Medium der saudischen Kriegskoalition. Deshalb ist dieses Zitat von „Präsident“ Hadis „Außenminister“ Riyadh Yassin Abdullah so wichtig.

Aber in dem Bericht von Gulf News zum Interview mit „Präsident“ Hadis „Außenminister“ Riyadh Yassin Abdullah findet sich noch mehr bemerkenswerte Sätze, die Riyadh Yassin Abdullah allerdings nur in indirekter Rede wiedergeben. Etwa der hier:

Abdullah sagte, die Kämpfe in Aden und einigen anderen Städten seien nicht das Ergebnis eines Vorrückens der Houthis, sondern es seien lokale Garnisonen, die Saleh gegenüber loyal sind, einschließlich der republikanischen Garde…

Also, „Präsident“ Hadis „Außenminister“ sagt da, wenn die westliche und saudische Propaganda behauptet, Houthis würden in Aden und einigen anderen Städten des Jemen kämpfen, dann ist das erstunken und erlogen. In Wirklichkeit kämpfen da Saleh gegenüber loakle Garnisonen der jemenitischen Armee sowie die republikanische Garde auf Seiten von Ansarullah.

Und schließlich erläutert „Präsident“ Hadis „Außenminister“ noch, warum „Präsident“ und Oberbefehlshaber Hadi der jemenitischen Armee nicht einfach befiehlt, gegen die der Regierung von Ansarullah gegenüber loyalen Areeeinheiten vorzugehen und stattdessen um ausländische Besatzungstruppen bettelt. Die Gulf Times schreibt im letzten Satz des Artikels:

Obwohl die einzigen Kräfte in Aden, die immer noch loyal zum saudisch-gestützten Hadi sind, lokale Milizen seien, so würden noch einige Teile der Armee woanders fortfahren, ihn zu unterstützen, einschließlich in der östlichen Provinz Hadramawt und in der Nähe von Marib, sagte er.

Auf gut deutsch heißt das wohl, genau wie es im Parteibuch bereits zu lesen war, dass die gesamte Armee des Jemen nahezu geschlossen auf der Seite von Ansarullah steht. Für Hadi kämpfen, abgesehen von Al Kaida, praktisch nur noch irgendwelche, oft hastig zusammengeschusterte Stammes- und Nachbarschaftmilizen. Möglicherweise gibt es noch einige Armeeeinheiten in irgendwelchen nahezu unbewohnten Wüstengegenden, die so weit ab vom Schuss sind, dass sie sich nicht entscheiden mussten, auf welcher Seite des Konfliktes sie stehen, aber alle kämpfenden Armeeeinheiten kämpfen für Ansarullah. Hadi hat im Militär des Jemen genausowenig eine Basis wie in der Bevölkerung und bettelt deshalb um Luftangriffe gegen den Jemen und ausländische Besatzungstruppen, die ihn vor dem jemenitischen Militär und der jemenitischen Bevölkerung beschützen.

Die saudische Kriegskoalition ist nicht gegen die Houthis, Ansarullah oder iranische Proxies in den Krieg gezogen, sondern gegen die jemenitische Armee und die jemenitische Bevölkerung, kurz gegen Jemen. Deutlicher als „Präsident“ Hadis „Außenminister“ Riyadh Yassin Abdullah den verlogenen und verbrecherischen Angriffskrieg zur Unterwerfung des eigenen Volkes unter das Diktat einer fremden Macht in seinem Interview mit Gulf News zugegeben hat, kann man es einem Haupttäter eines Angriffskrieges eine Woche nach Beginn des Verbrechen kaum erhoffen.

PS: Die Ereignisse im Jemen überschlagen sich gerade. Sputnik meldete soeben, Ansarullah habe den Präsidentenpalast in Aden besetzt. Die saudisch geführte Terrorkoalition hat im Gegenzug versucht, sich durch die Bombardierung des Generalkonsulats der Russischen Föderation in Aden Freunde zu machen. Gleichzeitig hat die saudisch geführte Kriegskoalition einem russischen Flugzeug, dass russische Bürger aus dem Kriegsgebiet Jemen evakuieren sollte, die Landung in Sanaa verboten und es nach Ägypten umgeleitet. Al Kaida hat unterdessen aus Rache für die Erfolge von Ansarullah in Aden in der ganz weit im dünn besiedelten Osten liegenden jemenitischen Küstenstadt Mukalla, die als die wichtigste Hochburg von Hadi gilt, wenn es sowas im Jemen überhaupt noch gibt, einen Großangriff auf Präsidentenpalast, Zentralgefängnis und Zentralbank gestartet. Was auch noch interessant ist, ist, dass die saudische Propagandaschleuder Al Arabiya am Mittwoch als Erklärung für die bisher nicht stattgefundene Bodeninvasion des Jemen einen ungenannten westlichen Diplomaten zitiert, der gesagt haben soll, die saudische Koalition verfüge für eine Invasion von See nicht über ausreichend amphibitische Kräfte. Das sieht nicht mehr nach einer taktischen Niederlage der saudisch geführten Verbrecherkoalition aus, sondern danach, dass sie gerade ein völliges Desaster erlebt.

8 Gedanken zu “Dutzende Tote in Molkerei bei Luftangriff saudischer Koalition auf Hodeida

  1. Unglaublich: da schließen sich Leute der schlimmsten Terrororganistation der Geschichte an, und die UNO macht sich Gedanken darüber ob die armen Kriegsverbrecher anschließend psychologische Hilfe benötigen (was impliziert das denen für ihre Vergewaltigungen, Plünderungen und bestialischen Morde nicht der Prozeß gemacht werden soll).
    Und hierzulande versucht man gleichzeitig noch über neunzigjährige Greise wegen Verbrechen aus der Nazizeit zu belangen, während man sich bei Leuten die die gleichen Verbrechen, wenn nicht grausamer, begehen um Theraphieplätze statt lebenslanger Verwahrung bemüht…..

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-studie-mehr-als-25-000-auslaendische-terrorismus-kaempfer-a-1026789.html

    „Viele der Kämpfer seien nach den Erlebnissen in den Ländern traumatisiert und bräuchten psychologische Hilfe. „

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