Saudis bombardieren UNO-Flüchtlingslager im Jemen – mindestens 45 Tote

Wie westliche und andere Medien melden, hat die saudisch geführte zionistisch-wahhabitische Kriegskoalition zur Unterwerfung des Jemen am heutigen Montag Luftangriffe auf von der UNHCR betreute Flüchtlingslager in Mazraq nahe Haradh im Nordwesten des Jemen geflogen.

Bei diesen saudisch geführten Luftangriffen gegen wehrlose Zivilisten im Flüchtlingslager kamen letzten Berichten zufolge mindestens 45 Menschen ums Leben, viele davon Frauen und Kinder, und noch mehr Menschen wurden durch die Bombardierung verletzt. Stellungnahmen der saudischen Ölmilliarden stets gewogenen käuflichen westlichen Politiker zu diesem sinnlosen Massaker des saudisch-wahhabitischen Terrorregimes im Jemen steht bislang noch aus.

Die Luftwaffe der Saudis und ihrer Partner konnte mit ihren Bombenmassakern jedoch nicht verhindern, dass Ansarullah auch am Montag Fortschritte im Kampf gegen Al Kaida und Milizen des von der saudisch geführten Kriegskoalition favorisierten Ex-Präsidenten Hadi, der gegenwärtig in der saudischen Hauptstadt Riad lebt, erzielt hat. In Bezug auf die südjemenitische Hafenstadt Aden wurde am Montag von Al Manar mitgeteilt, dass es Ansarullah und der jemenitischen Armee trotz saudischer Luftangriffe nach heftigen Kämpfen gelungen ist, den Flughafen der Stadt wieder von Al-Kaida-Terrroisten und anderen Hadi unterstützenden Milizen zu befreien, woraufhin Al Kaida in Aden trotz saudisch geführter Luftwaffenunterstüzung zusammengebrochen sei. Einigen Meldungen zufolge jagen Ansarullah und die jemenitische Armee gegenwärtig Al-Kaida-Terroristen und andere Hadi gegenüber loyale Kampfgruppen bereits in den Straßen des südlich des Flughafens liegenden Adener Stadtteils Khormaksar. Noch ist also nicht ganz Aden befreit, doch die von der saudisch geführten Kriegskoalition dringend gewünschte Rückkehr von Hadi nach Aden scheint damit jedenfalls heute noch weiter entfernt als gestern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die saudisch geführte Kriegskoalition zwar im Massakrieren von wehrlosen Zivilisten durch Bombardierung aus der Luft recht erfolgreich ist, im Kampf gegen militärische Gegner am Boden bisher jedoch nicht.

PS: Hier ist übrigens der Stimmzettel, mit dem sich Hadi 2012 in einer von den USA und Saudi Arabien organisierten Wahl nach einem gewaltsamen Machtwechsel im Rahmen des von den USA organisierten „arabischen Frühlings“ für ein Jahr zum Übergangspräsidenten Yemens wählen lassen hat.

Ja, richtig: es gab da nur ein Feld auf dem Stimmzettel, Hadi, keinen Gegenkandidaten, und nicht mal eine Wahl zwischen Ja und Nein. Das ist der Stimmzettel der Wahl 2012, von der die Saudis, die USA und die UNO behaupten, sie legitimiere Hadi heute noch, „demokratisch gewählter“ Präsident des Jemen zu sein, obwohl die Wahl von Hadi nur für ein Jahr sein sollte, Hadi sich jedoch einfach weiter als Präsident agierte, ohne sich noch mal zu irgendeiner Wahl zu stellen, oder die versprochenen Parlamentswahlen durchzuführen. Das von Ansarullah inzwischen für aufgelöst erklärte jementische Parlament, dass der von den USA und den Saudis organisierten Wahlfarce 2012 zugestimmt hatte, wurde übrigens zuletzt im Jahr 2003 gewählt, ganz demokratisch auf jemenitische Art, versteht sich.

Nachtrag früher Dienstag Morgen: McClatchy meldet, dass ägyptische Kriegsschiffe am Montag die Stadt Aden und den Hafen der 100 Kilometer östlich von Aden gelgenen Stadt Shaqrah beschossen haben, und die Luftwaffe der saudisch geführten Kriegskoalition zur Unterwerfung des Jemen den Flughafen von Aden bombardiert und weitere Massaker an Zivilisten mit Dutzenden Toten, etwa in Aden und Sanaa, verbrochen hat.

Die russische Nachrichtenagentur Ruptly verbreitete unterdessen folgende infernale Bilder eines Luftangriffes auf einen Militärstützpunkt bei Sanaa:

Nachtrag Dienstag Nachmittag: Al Manar meldet, dass die 33. Panzerbrigade der jemenitischen Armee die an der Straße von Sanaa nach Aden liegende Stadt Ad-Dali – auch als Dale‘ oder Dalea transskribiert – wieder unter Kontrolle gebracht hat, und saudische Luftangriffe das nicht verhindern konnten. Außerdem bombardiert der Meldung zufolge die saudische Koalition Häuser nordwestlich davon in der Ibb im Gebiet Yarim und hat dabei wohl mal wieder vornehmlich Zivilisten getroffen. AI meldet, dass da vier Kinder, zwei Frauen und acht Männer durch saudisch geführte Luftangriffe zu Tode verbrannt seien, und außerdem 31 Menschen Brand- und Splitterverletzungen erlitten haben.

Die heftigsten Kämpfe scheinen aber anderen Berichten zufolge weiterhin in Aden stattzufinden. Die Hafenstadt wollen die Saudis offenbar unbedingt haben.

Nachtrag Dienstag Abend: Zu den saudisch geführten massenmörderischen Bombenangriffen in Mazraq gestern gibt es nun ein Statement von vom humanitären Koordinator der OCHA der UNO für den Jemen, Johannes van der Klaauw, in dem er die saudisch geführten Bombenangriffe auf das schärste verurteilt. Auch der Iran verurteilte das saudische Bombenmassaker an den Flüchtlingen. Westliche Politiker drückten unterdessen weiterhin Verständnis für die saudisch-wahhabitische Despotie aus.

Reuters meldet derweil, dass Ansarullah am Dienstag das Hauptquartier der 17. Panzerdivision der jemenitischen Armee kampflos übernommen hat, die mit dem Schutz der Seestraße Bab Al-Mandeb betraut ist. Damit beherrscht Ansarullah, nachdem unbestätigte Quellen das Eintreffen von Ansarullah dort schon vor einigen Tagen meldeten, nun wohl unbestritten die jemenitische Küste an der wichtigen Seestraße.

10 Gedanken zu “Saudis bombardieren UNO-Flüchtlingslager im Jemen – mindestens 45 Tote

  1. Bin mal gespannt wie lange es noch dauert bis der Krieg zu den Saudies zurückkehrt, die haben langsam zu viele Baustellen auf denen sie mitspielen.

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